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Uschi war viel unterwegs

Aufgrund der Kurzarbeit hatte ich ein sehr langes Wochenende, von Freitag bis einschließlich Dienstag frei. Diese Freizeit konnte ich dank des Fahrzeugs das mir Freunde aus meiner Kirchengemeinde für zwei Monate überlassen haben auch wirklich sinnvoll nutzen.

Meine Mutter konnte an der Beerdigung ihres Bruders im letzten Herbst nicht teilnehmen, und deshalb war es ihr Wunsch wenigstens mal sein Grab zu sehen. Die Witwe des verstorbenen hatte uns schon mehrfach eingeladen, aber irgendwer hatte dauernd einen Grund es zu verschieben. Dieser Besuch war sehr umkämpft. Ständig brachte entweder meine Mutter oder die Tante das Argument „Die Inzidenz ist so hoch“… entweder in diesem Landkreis oder dort.

Meine Mutter reist nicht mehr gerne, das regt sie alles zu sehr auf. Woanders übernachten möchte sie auch nicht mehr. Dabei finde ich das eine Reise auf die Schwäbische Alb doch gar nicht so weit und anstrengend ist. Das haben wir schon mehrfach gemacht. In meinem Artikel „Kirchheim Teck und zurück“. Aber Meine Mutter hat vor einer solchen Fahrt immer große Angst. Irgendwie verbindet sie längere Autofahrten immer mit irgendwelchen Katastrophen. Ständig glaubt sie es gibt eine Panne, Stau oder sogar einen Unfall.

Diese Reise mit meiner Mutter war für Samstag geplant und seit fast zwei Wochen kam sie fast Täglich mit irgendwelchen Argumenten das es nicht gehen würde. Dabei fand ich den Termin ideal, ich hatte frei und war nicht mehr gestresst. Meine Tante hatte Urlaub, das Wetter sollte gut werden und das Hauptargument: „Ich habe jetzt gerade das Auto zur Verfügung“. Mit den Besitzer war es von Anfang an abgesprochen das ich mindestens einmal so eine Strecke fahren darf.

In den letzten Tagen fing dann auch noch meine Schwester an mit dem „bremsen“. Ich erzählte ihr am Telefon das mir ein Stück vom Zahn abgebrochen ist. Ich habe keinerlei Beschwerden davon habe. Sie meinte dazu „Oh dann musst Du Samstag absagen?“ Sie redet schon wie ihre Mutter !!! Wieso glaubt sie das ich wegen so einer Kleinigkeit die geplante Fahrt schon wieder absage?

Die abgebrochene Ecke am Zahn beeinflusst mich und meine Fahrtüchtigkeit in keinster Weise. Ich kann sogar normal essen und trinken und habe keine Schmerzen… also kann ich auch Autofahren!

Autofahrt nach Bern

Vor ein paar Wochen hat sich eine Bekannte aus der Kirchengemeinde bei mir gemeldet, sie braucht Hilfe von jemandem der gerne Auto fährt. Sie muss sehr starke Schmerzmittel nehmen und darf deshalb nicht mehr selber Auto fahren. Muss aber zu einem spezial Arzt in der Nähe von Bern (ca 1 Stunde Autobahn). Ich nannte ihr meine freien Tage und sie versuchte einen Termin bei diesem Arzt zu bekommen. Was nicht einfach war. Letztlich war nur vergangener Freitag möglich. Ich sollte zu ihr kommen und mit ihrem Auto dort hin fahren.

Selbstverständlich sagte ich ihr nichts über die Termindiskussionen mit meiner Familie wegen dem darauf folgenden Samstag. Denn meine Mutter und meine Schwester hätten mir am liebsten verboten am Tag zuvor auch eine weite Autofahrt zu machen!

Weite Autofahrt?

Was bitte ist eine Weite Autofahrt? Die Bekannte die zum Arzt musste vergewisserte sich auch mehrfach „ob ich denn bereit wäre so weit zu fahren?“, „ob es mir denn nichts ausmacht in der Schweiz zu fahren?“, „Ob ich denn keine Angst vor der Autobahn in der Schweiz hätte?“… Wiebitte?

Ich erinnere mich an Zeiten da bin ich abends nach dem Arbeitstag mal eben ins Auto gesprungen und zu einem Konzert in Zürich gefahren. Selbstverständlich danach wieder zurück. Oder wir haben über das Wochenende eine Freundin in Luzern besucht. Für so eine Strecke nahmen wir weder Getränke mit, noch planten wir eine Pippipause. Vor Zielen in der Schweiz hatte ich selten bedenken, weil da eigentlich nicht wirklich weit weg ist.

Schlimmer wäre es nach München, Köln oder Hannover zu fahren. Für mich ist so ein kleiner Ausflug in die Schweiz kein Stress.

Am Freitag war perfektes Autofahrwetter, trocken und Sonnenschein. Es war eine sehr angenehme Fahrt. Die Patientin die ich zum Arzt bringen sollte war allerdings sehr nervös… ähnlich wie meine Mutter „hoffentlich kommt kein Regen, hoffentlich kommt kein Sturm, Ohje wir haben bestimmt Stau“. Obwohl wir Freitag Nachmittag unterwegs waren gab es keinen Stau, alles war perfekt.

Während der hinfahrt erzählte ich ihr von verschiedenen Fahrten in der Schweiz die ich schon gemacht habe, das beruhigte sie sehr. Fazit: selbst meine verrückten Fanreisen in der Vergangenheit helfen mir nun anderen Menschen zu helfen. Sie war total glücklich darüber das ich sie gefahren habe und bezeichnete mich und meinen Fahrstil als „entspannt und lustig“. Das war wohl genau das was sie auf dem Weg zu dem Termin brauchte.

Autofahrt nach Kirchheim

Am Samstag ging es dann in die Nähe von Stuttgart, das war dann eine etwas weitere Größenordnung. Mehr als dreimal so weit! Es war zu erwarten das meine Mutter noch mehr „den Teufel an die Wand mahlt“ als meine Beifahrerin vom Freitag. Doch ein Erlebnis bei ihr vor der Haustüre stimmte uns schon von Anfang an auf optimistisch:

Beinahe-Crash vor der Abfahrt

Weil in der Strasse kein Parkplatz frei war und sie momentan wegen einer Baustelle eh Sackgasse ist stellte ich das Auto auf dem Bordstein direkt vor der Haustüre ab. Das habe ich schon oft gemacht, mit mindestens 10 verschiedenen Fahrzeugtypen. Da ch Carsharing Kunde bin, habe ich öfters verschiedene Autos. Mehr darüber unter „Stadtmobil- im ländlicheren Raum„Mit zwei Rädern auf dem Gehweg und mit zwei auf der Straße. Zum kurz be und entladen ist das okay. Meine Mutter kann nur noch sehr schlecht gehen, deshalb wollte ich den Weg für sie besonders kurz machen.

Ich stellte den Wagen ab, lies die Fahrertüre offen und ging schnell zur Klingel um ihr zu sagen das ich da bin. Ich kenne meine Mutter, dann dauert es immer noch paar Minuten. Mein Plan war im Auto auf sie zu warten.

In dem Moment kommt ihre Nachbarin um die Hausecke und ich fragte sie ob sie wisse wie diese Poller in der Hofeinfahrt funktionieren. Wegen der Baustelle wollte ich gerne in der Einfahrt wenden. Während ich mit ihr sprach… sah ich mein Auto rollen!

Ich schrie auf und rannte hinterher, durch die offene Fahrertüre konnte ich rein springen und die Handbremse ziehen. Der Wagen kam 50 cm vor einem anderen stehen!

Das diese Straße abschüssig ist, weis ich schon seit früher Kindheit, hier habe ich Rollschuhe und Fahrradfahren gelernt! Ich habe keine Ahnung warum ich die Handbremse nicht angezogen hatte. Die Nachbarin applaudierte meinen filmreifen Stunt. Als meine Mutter endlich unten war erzählte die Nachbarin was passiert war und wie toll ich reagiert hätte. Und ich beschloss, jetzt kann auf der Fahrt nichts mehr passieren, denn es sei ja schon was geschehen.

Bestes Autofahrwetter

Auch auf der Fahrt nach Kirchheim hatten wir super wetter und keinen Stau. Auch die Rückreise hat einwandfrei geklappt. Ich weis nicht warum andere immer vor Ausflügen so negativ „unken“.

Weil alles so schön geklappt hat habe ich am Montag eine alte Freundin in der Schweiz besucht, ich hab sie schon paar Jahre nicht mehr gesehen. Es hat sich so toll ergeben das wir gerade beide Zeit haben und so haben wir uns bei ihr zuhause getroffen und einen schönen Nachmittag und Abend miteinander verbracht.

Auf der Fahrt dort hin hatte ich etwas Probleme mit dem Navi, es hat mich irgendwie im Kreis geleitet. Als ich das bemerkt habe, hab ich dann lieber mit dem Handy navigiert. Dadurch kam ich zwar etwas später aber ich kam gut an.

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Blogparade „Auto-Biografie“ und wie ich von Autofahrerin zu Nicht-Autofahrerin wurde

Auch wenn ich seit über 10 Jahren ohne ein eigenes Auto gut zurecht komme, war das nicht immer so. Heute erzähle ich welche Autos ich im Laufe meines Lebens gefahren bin, und welchen Stellenwert sie für mich jeweils hatten.Meinen Führerschein habe ich 1992 gemacht. Meine Eltern hatten kein Auto und so konnte ich auch vorher nie heimlich üben. Aus dem Grunde hatte ich es eilig möglichst schnell ein eigenes Auto anzuschaffen um Fahrpraxis zu bekommen.

Mein erstes Auto

War ein Ford Fiesta Baujahr 1980. Der Wagen hatte wohl schon einiges hinter sich, denn er war mal Laienhaft umlackiert und hatte vorne keine Stossstange mehr. Ich hatte ihn für gerade mal 1900 DM von privat gekauft.Für mich als Berufsneuling viel Geld.Der Fiesta war mitternachtsblau matt lakiert. Diese Farbe gab es als Sprühdose und solche habe ich mehere gebraucht, denn ich fuhr in etwas mehr als ein Jahr einige Beulen und Kratzer in den Wagen.Ich fand das toll das ich selber daran reparieren konnte. Neben dem Umgang mit Spachtelmasse und Sprühlack lernte ich auch wie man die Zündkerzen wechselt und ähnliches.Mit dem Fiesta fuhr ich extrem viel, unter anderem 4 mal nach Paris und zurrück, denn meine Schwester hat dort ein paar Monate gelebt.Zuletzt war der Anlasser kaputt, und ich musste einsehen das ich das in einer Werkstatt machen lassen musste. Ich zögerte den Termin lange heraus, bis der Wagen gar nicht mehr normal starten konnte. Aber ich kanne alle Tricks wie ich ihn ohne viel Anstrengung angeschoben bekomme.Der Termin in der Werkstatt stand, da nahm mir auf dem Heimweg ein Volvo die Vorfahrt. Ich machte eine Vollbremsung doch es knallte dumpf. Im ersten Moment dachte ich, gar nicht so schlimm. Ich stieg aus und bemerkte noch nicht das die Türe leicht klemmte. Doch dann sah ich das meine Motorhaube nur noch halb so lang war!Ich hatte Glück im Unglück, ausser Totalschaden an meinem Fiesta war mir nichts passiert. Die Versicherung des Unfallgegners lies den Wert schätzen und erstattete mir 2500 DM.

Zweites Auto ein uralter Golf

Weil ganz schnell was fahrbares her musste kaufte ich von einem Arbeitskollegen einen uralten Golf. Das war eine rote Klapperkiste von der ich von vorne herein wusste das sie nicht lange halten würde.Aber der Wagen war cool er hatte einen Golfball am Schaltknauf.An der Ausfahrt eines Parkhauses verlor ich den Auspuff. Mehere Passanten und der Mitarbeiter dort bekamen es mit. In meiner Panik dachte ich nur „ich bin eben erst los gefahren, der ist bestimmt nicht heiss“. Stieg aus, öffnete den Kofferraum, schmiss den abgefallenen Enddopf in den Kofferraum, Klappe zu und weiter!Viel weiter kam ich nicht, nur wenige Tage später platzte mir auf der Autobahn der Kühler. Da ich gerade in einem Überholmanöver war brachte ich den Wagen erst zum stehen als schon alles zu spät war. Der Motor war im Eimer.

Ich habe in ein neueres Auto investiert

Danach wollte ich endlich ein Auto das nicht ständig kaputt geht. Aber einen Neuwagen finanzieren wollte ich auch nicht. So fragte ich bei meiner Bank nach einem kleinen Kredit. Ich weis nicht mehr wieviel ich aufgenommen hatte, aber es war der kleinstmögliche. Mit diesem Betrag im Hinterkopf ging ich zum ersten mal zu einem Autohaus. Dort erklärte man mir dann, das ich für so wenig Geld nichts gescheites bekommen würde, ich solle mindestens doppelt so viel investieren! Man hätte gar nichts in der Preislage!Interessanter Weise fand ich aber in der Ausstellung genau dieses Autohauses einen Wagen der mir gefiel, und der genau in mein Budget passte. Ach, der, den würde man nur im Auftrag eines Kunden verkaufen, und der wäre ja zu alt, zu klein, zu… nehmen sie doch lieber…Ich bestand auf den Wagen, denn ich hatte mich schon etwas in diesen Renault 11 verliebt. Doch schon 2 Wochen später war ich schon damit in der Werkstadt des Autohauses, die Tankanzeige ging nicht richtig, man tauschte mir diese auf Firmenkosten sogar 2 mal aus, doch den eigentlichen Fehler, warum sie mal geht oder mal nicht fand man nie. Ich habe mich irgendwann damit abgefunden, das die Nadel der Tankanzeige nur hin und wieder den richtigen Füllstand anzeigt. Der Wagen hatte noch ein paar and andere Krankheiten die, die Werkstadt nie wirklich beheben konnte. Unter anderem lössten sich die Schrauben der Scheibenwischer immer wieder, so das immer wieder mal einer sich nicht richtig mitbewegte. Bald lernte ich wie man den Fehler schnell und einfach behebt, den einsprechenden Schraubenschlüssel hatte ich dann immer dabei. An dem Wagen war manches komisch, und ich denke das das auch der Grund war das er so billig verkauft wurde.

In der Werkstatt mit einem alten Auto wird man als Frau gerne verarscht

Mit den Jahren lerte ich diesen Wagen sehr gut kennen, ich lernte unterscheiden was ist nur ein nerviger „special effekt“ und was ist wirklich ein schlimmeres Problem. Vorallem aber lernte ich das man als junge Frau mit einem etwas älterem Auto in Werkstätten oft nicht ernst genommen wird, oder schlicht versucht wird einen abzuzocken.So sagte man mir mehrfach, es müsse der Scheibenwischer Motor ausgetauscht werden, und das Teil kostet sehr viel, und der Einbau sei aufwändig. Hallo? Ich bin weder blind noch doof, den Motor konnte ich sehen, also konnte beurteilen wie gut oder wie schlecht man dran kommt, und ich konnte auch mit meinem Leihenhaften Wissen beurteilen das der Motor tut, es war jedesmal nur die Schraube locker, die den Scheibenwischer mit ihm verbindet.Das krasseste aber war, als mein Wagen plötzlich ein lautes schleifendes Geräusch selbst im Standgas machte. Jeder Leihe konnte hören das da etwas nicht stimmt! Ich fuhr in meiner Panik zur nächsten Werkstatt, dort erzählte man mir die Lichtmaschine sei kaputt und müsse ausgetauscht werden, aber bei diesem ollen Auto würde sich das nicht mehr lohnen! Sie würden das Ersatzteil nur bestellen, wenn ich für die Reperatur mindestens 1000 DM anzahlen würde.Ich war total verzweifelt, so viel Geld hatte ich nicht übrig, und ich war auf das Auto echt angewiesen, also fuhr ich auf eigene Verantwortung (die wollten mich fast nicht vom Hof lassen) zur nächsten Tankstelle und fragte nach jemanden der bissel bescheid weis… Der Tankstellen Mitarbeiter war kein Fachmann, aber privat ein Autobastler. Er öffnete mit mir die Motorhaube und fragte „was hörst Du? Woher kommt das Geräusch?“… nach diesem Hinweis fand selbst ich die Quelle! Die Schrauben an denen die Lichtmaschine befestigt ist hatten sich gelöst! Eine war schon weg, und dadurch hatte sich ein Teil leicht verdreht und nur rieb der Keilriemen ddlirekt an einer der Schrauben!!! mit blosem Auge erkennbar!Der Tankstellen-Mann verkaufte mir 4 neue Schrauben und fummelte diese während ich zusah hinein. Lichtmaschine hing wieder nochrmal, Keilriemen lief richtig und das Geräusch war weg! Im Übrigen ging die Lichtmaschine 2 Jahre später wirklich kaputt, und deren Austausch kostete mich gerade mal 400 DM.Den spinnenden Renault fuhr ich fast 10 Jahre lang. Und nach ihm den gleichen Typ nur etwas neuer, etwa 2 Jahre. Bis und die Oma meines Partners einen Jahres wagen schenkte:

Der BMW-Jahreswagen endlich ein richtig chices Auto

Mittlerer Weile war ich kein Führerschein Neuling mehr und hatte schon sehr viel Fahrerfahrung gesammelt. Endlich ein fast neues Auto, endlich ein chices Auto! Ich war stolz wie Harry. Das coole an der Situation war ja, das mein Freund zwar von seiner Oma dieses Auto geschenkt bekam, er aber ihr gegenüber nicht zugeben wollte das er gar keinen Führerschein hatte. Also durfte ich dieses tolle Fahrzeug immer fahren!Früher schimpfte ich über BMW-Fahrer und deren sportlicher und frecher Fahrweise… jetzt saß ich selbst in einem und verstand warum die so fahren. Mit ordendlich PS unter dem Hintern fährt man automatisch so.Mein Freund war auch mächtig stolz auf das Auto und bestand auf eine regelmäßige und intensive Pflege. Nicht nur auf fast wöchtentliche Autowäsche (meine bisherigen Autos fuhr ich in die Waschstrasse wenn sie richtig schlimm dreckig waren, so 2-4 mal im Jahr) sondern auch auf die vom Hersteller empfohlenen Wartungsintervalle. Der BMW 316i hatte dafür sogar eine elektonische Anzeige wann er zur Inspektion sollte. Ich nannte ihn deshalb liebevoll „Bring Mich Werkstatt“.Wir hatten nun endlich ein fast neues tolles einwandfrei funktionierendes Auto, ohne kaputte Teile, oder unerklärlichen Ausfällen. Aber letztendlich waren wir fast genauso oft in Werkstätten wie früher.Nur das diese Werkstätten nun viel edler, sauberer und vorallem teurer waren ! Denn ein „scheckheft gepflegtes KFZ“ bringt man für den Service ja nicht irgendwo hin sondern muss zu BMW.Zu meinem Entsetzten musste ich feststellen, das man hier schon allein für den Termin etwas bezahlt. Ob ein Teil getauscht werden muss oder nicht ist völlig irrelevant. Keilriemen überprüfen ist eine Sericeleistung, die nun laut Kilometerstand dran wäre und dann berechnet man die, fertig. Letztlich bezahlt man viel Geld für Tätigkeiten von denen man gar nicht weis ob sie gemacht wurden oder nicht.Aber auch in diesem Preissegment gibt es Abzockerei und Kundenverarsche. So wurde mir bei einem Service inclusive TÜV eine Wagenwäsche für 49 Euro berechnet, weil man könne ja den Wagen nicht dreckig vorführen.Beim nächsten Service bei einem anderen BMW Händler war der Wagen bei der Abholung gewaschen und gesaugt so sauber das ich mich fragte ob das überhaupt mein Auto sei (jede klein Kante im Innenraum sauber gewischt!) und das wurde nicht berechnet !!!

Autofahren ist teuer!

Auch wenn ich den BMW nicht selber bezahlt habe, war er sehr teuer! Unterm Strich habe ich weit mehr Geld für Werkstätten und Service , Zubehör und Pflege ausgegeben wie mit meinen alten Autos , bei denen logischer Weise nach und nach alles mögliche Kaputt ging. Hinzu kommt das man mit so einem tollen Auto auch gerne und viel fährt und somit mehr kosten für Spit und co hat. Ganz zu schweigen von den Strafzetteln ;-)Den BMW bin ich auch etwa 10 Jahre gefahrten, dann haben sich mein Partner und ich getrennt und er wollte ihn mitnehmen. Was mir sehr recht war, denn obwohl es unser „gemeinsamer Wagen“ war, bin ich , da der Wagen auf mich angemeldet was für fast alle Kosten aufgekommen.

Für mich ist eigenenes Auto wie ein Fass ohne Boden

Für mich habe ich die Erfahrung gemacht, das ein eigenes Auto zu haben immer ein teurer nicht klar abzuschätzender Kostenfaktor ist. Ein altes Auto kann schnell mal kaputt gehen, man muss ständig Geld auf die Seite legen für die nächste Reperatur. Ein neues Auto muss man regelmäßig zum Service geben, und auch wenn es Statistiken und Prognosen gibt wieviel diese kosten werden. Die Werkstätten werden immer einen Grund finden Dir mehr Geld als geplant aus der Tasche zu ziehen.

Mein Fazit: Freiheit zu hohem Preis!

Am Anfang empfand ich mein eigenes Auto als symbol für Freiheit. Ich konnte jederzeit mich ins Auto setzten und hin fahren wo ich will. Ob man letztlich wirklich so viel frei herum fährt ist die andere Frage. Es geht ja hauptsächlich darum einen eigenen Autoschlüssel zu haben und sich sagen zu können, ja ich könnte jetzt…Aber wenn ich jetzt wirklich ins Auto springe und bis nach Italien fahre, kostet mich das soundso viele Kilometer Benzin und Wertverlust. Möchte ich wirklich Tausend Kilometer am Steuer sitzten?Oder zum Fest im Nachbardorf, öhm am Festgelände parken und fürchten das Betrunkene an mein Auto pinkeln oder kotzen… oder gar zerkratzen? Dann muss ich wieder beim Lackierer ein paar hunderter lassen, damit der Wert meines Autos erhalten bleibt… und ich will ja gerne Alkohol trinken… will ich meinen Führerschein, mein Auto und meine Gesundheit oder gar das Leben anderer riskieren und alkoholisiert heim fahren? Wenn ich kein Auto in der Garage stehen habe, für das ich monatlich viel abzahle, dann kann ich mir ruhig mal ein Taxi leisten…

Eigenes-auto-wird-überbewertet

Ich habe gar kein Auto!

Der Berühmteste Satz aus einem Webespot von 1992 funktionierte wohl nur, weil es absolut zu erwarten war das dieser kaffekochende Italiener ein Auto hat.

Ein Auto zu besitzen war normal, besonders für Männer. Und die meisten Familien mit Kindern gehen noch weiter… ein Zweitwagen muss sein. Denn man muss ja zu jeder Zeit mobil sein, auch wenn der Partner mit dem Auto zur Arbeit ist.

Ich persönlich finde, das ein „eigenes Auto“ komplett überbewertet wird. Steht es doch meistens nur rum und frisst nicht selten einen viel zu großen Teil des Einkommens.

Denn es darf ja nicht irgendeine Blechkiste sein, die gerade so noch fährt. Nein es muss der neuesten Technik entsprechen. Schließlich muss man damit zeigen wie zeitgemäß und umweltfreundlich man ist.

Ähm Sorry, alle 5 Jahre ein neues Auto, das vielleicht 0,5 Liter weniger braucht als das davor. Das halte ich nicht für Umweltfreundlich!

Ein Auto zu haben ist Statussymbol, denn selbst die Aussage „ich brauche es für die Arbeit“ ist nur Augenwischerei. Die wenigsten Arbeitsplätze sind so abgelegen das man nicht anders hin kommt.

Aber die Leute wohnen auch lieber abgelegen und damit völlig abhängig von einem KFZ als mitten in der Stadt.

Wohnt man aber in der Stadt so wie ich, dann gibts wieder andere Probleme mit einem Auto. Man muss ständig Parkplatz suchen, oder gar teuer einen Stellplatz oder Garage mieten.

Diesen Ärger erspare ich mir und habe seit 2008 kein eigenes Auto mehr. Die nächste Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Haus und eine S-Bahnstation nur etwa 100 m entfernt.

Nachdem ich 23 Jahre zum Arbeitsplatz pendeln musste, kann ich nun zu Fuss zur Arbeit.

Privat bin ich heute sogar viel mehr unterwegs als damals. Vorallem weil ich mehr Geld für die Reise zur Verfügung habe, da ich ja nicht mehr für die nächste Autoreperatur oder die Winterreifen sparen muss.

Wenn ich für Ausflüge oder grösere Einkäufe mal ein Auto brauche nutze ich Carsharing von Stadtmobil.

Handyapp: Carsharing Deutschland 

Erst vor kurzen hat mir ein Bekannter von dieser App für Android Handys erzählt. Ich nutze Stadtmobil Südbaden schon seit vielen Jahren und habe bisher die Reservierungen der Autos über die Webseite gemacht.

Die Webseite ist an und für sich sehr praktisch und gut bedienbar… Nur vom Handy aus manchmal mit Hürden verbunden. Die Schrift wird sehr klein dargestellt und man muss stehts weit hinein zoomen. Was die Sache wieder sehr unübersichtlich macht.

Um einen Zeitraum zu wählen kann man mit wenigen Mausklicks von bis markieren und es werden alle verfügbaren Fahrzeuge angezeigt. Das funktioniert beim Touchscreen Handy oder Tablett einfach nicht, weil man den Bildschirm hin und her schiebt…

Vor Jahren gab es schonmal eine Handy-App, vor der aber Stadtmobil Südbaden selbst gewarnt hatten. Man sollte sie nur zum Autos suchen, aber nicht zum buchen nutzen da sie nicht stabil funktionierte.

Und jetzt endlich gibt es eine gute und sichere App für Android und Iphone. Kostenlos erhältlich über den Playstore (Android).

Die Installation ging schnell und reibungslos. Auch musste ich nicht lange mit login oder Registrierung kämpfen. Einmal auf der Startseite Mitgliedsnummer und Passwort eingegeben und alles funktioniert!

Das wirklich interessante ist das ich damit auch auf Fahrzeuge anderer Anbieter zugreifen kann. So gibt es seit kurzen in Lörrach „My e-car“ und ich dachte das sei ein Konkurrenz Unternehmen zu Stadtmobil.

Das ist gar nicht wahr, als Stadtmobil Kunde kann man diese Fahrzeuge auch nutzen und die Kosten werden einen ganz normal über die Stadtmobil Rechnung belastet.

Gleich bei der ersten Buchung über die neue App hatte ich das Problem das mein gewünschtes Stadtmobil Auto belegt war und ich ließ die App nach Alternativen suchen. Ein „my e-car“-Auto gleich bei mir um die Ecke!

Nur 2 Stunden vor der Fahrt reservierte ich diesen Wagen und war eigentlich schon fast auf Anfangsprobleme gefasst. Aber nein alles funktionierte auf Anhieb perfekt!

Rein zufällig ist es der gleiche FahrzeugTyp wie der den ich gewohnt bin. Die Ladesäule sieht ein wenig anders aus, und hat noch zusätzlich die Möglichkeit das andere Autos daran laden… Aber grundsätzlich funktioniert es genauso.

Ich muss sagen bei „my e-car“ haben sie die Erstbenutzer-Anleitung derart gut und leicht verständlich am Handschuhfach angebracht. Da kann man beim Aufladen gar nichts mehr falsch machen.

Mit dieser App die für ganz Deutschland die gleiche ist kann man auch Angebote in anderen Städten nutzen. Das geht über die Webseite auch, ist aber erheblich komplizierter.

Einziger Kritikpunkt wäre. Ich vermisse eine Suche oder eine Übersichtskarte wo welcher Anbieter ist. Denn gerade als Ortsfremder weiß man oft nicht wo die Grenze zwischen z.B. Stadtmobil Stuttgart und stadtmobil Tübingen ist.

Hier ein Screenshot von der Fahrzeug Suche in Freiburg. Man braucht wirklich keine Ortskenntnisse um ein Auto zu finden.