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Lockdown-Tagebuch Tag 7 (23.12.2020)

Heute ist nun schon der siebte Tag für mich im sogenannten harten Lockdown. Seit einer Woche ist mein Arbeitsplatz geschlossen und ich bin in einem unfreiwilligen Zwangsurlaub.

Warum ich dieses Tagebuch schreibe hab ich die letzten 6 Tage schon erklärt und deshalb lass ich es heute mal weg. Wenn Du neu dazu gestossen bis kannst Du hier die bisherigen Einträge finden:

Da ich bemerkt habe das immer mehr Blogger-Kollegen hier her kommen meine Frage an die WordPress-Durchblicker unter Euch: Wie könnte ich das verlinken aller bisherigen Lockdown-Tagebuch Einträge vereinfachen?

Vielleicht bringt diese Frage wirklich etwas. Denn Dank Hinweise von aufmerksamen Lesern konnte ich mein Problem mit der schweizerischen Tastatur besser lösen. Dank eines Kommentars von Silverli weiss ich jetzt wie ich Ä,Ö und Ü gross schreiben kann. Nun fummel ich noch an der Lösung für das scharfe S. Herzlichen Dank für Eure Hilfe!

Wie war der heutige Tag?

Heute war mein Rhythmus ein komplett anderer. Nachdem ich gestern Abend verhältnismäßig lange auf war, hab ich mir keinen Wecker gestellt und hab einfach mal „ausgeschlafen“. Das war aber auch nicht sehr lang. Um 8:45 bin ich mit verspanntem Nacken aufgewacht. Der Nacken und Schulterbereich war irgendwie verkrampft und ich mochte nicht mehr länger liegen.

Woran es genau lag kann ich nicht sagen, das Kissen usw. war alles wie gewohnt. Auch erinnere ich mich nicht an schlechte Träume oder so.

Als ich meiner Schwester davon berichtete meinte diese „dann back heute nicht“… aber ich denke nicht das mein Nackenproblem vom Backen kam. Wohl eher davon das ich gestern viel am Rechner gesessen bin und dabei eine ungesunde Sitzposition hatte.

Moment… ich muss mal schnell meinen Bürostuhl anders einstellen…

Entgegen des Ratschlags meiner Schwester habe ich heute dennoch gebacken. Ich hatte Mandeln und Eier und Lust auf Zimtsterne. Zimtsterne sind für mich auch solche Klassiker die eigentlich an Weihnachten nicht fehlen dürfen. Außerdem finde ich machen sie im Verhältnis zu anderen Plätzchen Sorten relativ wenig Arbeit.

Ich habe wieder das Rezept bei Chefkoch.de gesucht, denn etwas das ich nur einmal im Jahr mache kann ich mir nicht merken. Rezepte für Zimtsterne gibt es dort ganz viele, und sie sind sehr unterschiedlich aufwändig. Ich bin nach diesem Rezept vorgegangen.

So gibt es sogar ein Rezept bei dem der Zucker erst mit Wasser aufgekocht und dann erst in den Eischnee eingerührt wird… ähm… man kann auch alles übertreiben.

Die meisten Rezepte schlagen Puderzucker vor, damit sich dieser besser im Eischnee verteilt. Aber auch das sehe ich nicht ganz ein. Ich nehme dafür immer normalen Zucker! Ausser heute, ich hatte gestern beim Aufräumen eine Dose mit braunem Zucker gefunden, den hatte ich vor Jahren mal gekauf weil ich glaubte das sei besser im Tee. Ich trinke aber Tee nur noch ungesüsst und der braune Zucker steht nur noch rum… Um diesen für meine Zimtsterne zu verwerten habe ich ihn einfach mit dem Pürierstab zerkleinert… geht einwandfrei!

Zimtsterne im Backofen

Backen ohne die Küche in ein Schlachtfeld zu verwandeln

Da ich gestern nach dem Backen ein Chaos in der Küche hatte hab ich diesmal vorgesorgt und habe jedes benutzte Teil das ich nicht mehr brauche nicht in die Spüle sondern sofort in die Spülmaschine gepackt. Folglich habe ich mich alle Nase lang gebückt, was aber meinen Nacken echt entspannt hat. Bis ich die Zimtsterne fertig hatte war das Back-Chaos und die Nackenschmerzen weg.

Statt an den PC oder nach draussen zum Spazieren habe ich freiwillig die Küche geputzt. Ja Du liest richtig. Ich meine damit nicht, mal eben die Arbeitsfläche abwischen… nein … Alles gründlich!

Ich war richtig im „Putzflow“ und hab alles sauber gemacht was mir in die Quere kam… Fensterbank, Vorratsgläser, Wasserkocher, Kaffeemaschine…. ah ja… die Kaffeemaschine habe ich sogar in ihre Einzelteile zerlegt und alles was abnehmbar ist in die Spülmaschine getan. Also nicht die Teile die man alle Nase lang abnimmt, ich hab auch Teile abgenommen von denen ich vorher gar nicht wusste das das geht. Aber ich bin sicher ich krieg das alles wieder zusammen.

Frage: interessiert Euch meine Kaffeemaschine? soll ich mal darüber schreiben?

Putzflow ausnutzen!

Hin und wieder mal, so etwa 2-3 mal im Jahr hab ich so nen Putzflow, wo ich dann auch richtig Lust dazu hab ich die Tiefe zu gehen. Heute Nachmittag hatte ich so einen und der hat mich dann sogar unter die Küchenzeile geführt… Also meine Küche ist augenblicklich sauber bis in die hintersten Ecken.

Was hat mich so motiviert?

Nun ich denke das war diesmal nicht dieser Blog. Sondern wohl eher das wissen das meine Mutter am ersten Feiertag zum Essen zu mir kommt. Meine Mutter war schon monatelang nicht hier. Sie wohnt zwar nur km entfernt, aber sie hat gro’e Angst wegen Corona.

Aus diesem Grund habe ich die letzten Tage meine Kontakte zu anderen Menschen wirklich auf ein absolutes Minimum reduziert. Habt ihr das auch gemacht?

Sie ist eigentlich nicht mehr so nörgelig wie sie früher mal war, wo sie überall Fehler gefunden hat, aber sie wei‘ ja auch das ich seit Tagen zuhause bin und die Ausrede „ich hatte keine Zeit ich war Arbeiten“ hab ich diesmal nicht.

Später war ich kurz Lebensmittel einkaufen. Ich musste in zwei verschiedene Läden, weil ich für das Weihnachtsessen was bestimmtes besorgen wollte. Dennoch habe ich mich beeilt, und stets auf den Abstand zu anderen Personen geachtet. Die meisten Leute achten darauf. Mundschutz tragen mittlerer Weile alle.

Aber was ich nicht verstehe wieso Jugendliche immer noch in Gruppen abhängen müssen? Es sieht beinahe so aus als können Menschen unter 20 nicht alleine laufen…

Wie versprochen jetzt noch ein Bild von meinen Plätzchen von gestern:

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Lockdown-Tagebuch, Tag 6

Heut ist der 22.12.2020 und der 6. Tag im sogenannten „harten Lockdown“. Mein Arbeitsplatz ist geschlossen und ich habe somit „Zwangsurlaub“ nur das sich Kurzarbeit Null nicht wirklich wie Urlaub anfühlt. Dennoch versuche ich aus der Situation das beste zu machen. Beim ersten Shut down im März und April diesen Jahres war mir das nicht so gut gelungen und deshalb möchte ich mich diesmal durch die tägliche Berichterstattung hier selber motivieren.

Seit sechs Tagen läuft dieses Experiment und ich denke das es echt etwas bringt. Und selbst wenn ich dadurch nur eine bessere Schreibroutine bekomme.

Apropos Schreib-Routine. Falls ihr in diesen Texten Schreibfehler findet die sich ständig wiederholen. Das kann leider sehr gut sein. Dieser Rechner auf dem ich Schreibe hat eine Schweizer Tastatur. Das bedeutet es gibt kein „Scharf-ess“ und ä,ö,ü kann man nicht gross schreiben, weil die Tasten mit è,é und à belegt sind. Sicher kann man das irgendwie umstellen… aber das ist mir im Moment dann doch etwas zuviel.

Wie ich in meinem Text von gestern berichtet habe, nutze ich seit wenigen Tagen ein ganz neues Betriebssystem und da gibt es noch soo viel anderes an das ich mich gewöhnen muss.

Aber diese Herausforderungen tun mir gut, dadurch wird mir nicht langweilig, denn das möchte ich unbedingt verhindern.

Was habe ich heute gemacht?

Am PC habe ich heute noch nix gemacht. Auch habe ich den Fehler den ich gestern durch eine änderung in den WordPress Plugins verursacht habe noch nicht beheben können. Ich hatte ein neues Plugin installiert weil ich hoffte damit alles etwas mehr zu Automatisieren, aber nun bekomme ich eine Fehlermeldung, das eine gewisse Verbindung nicht mehr da sei, dabei war ich der Meinung das neue Teil macht genau das… ich muss mich da nochmal mit mehr Zeit und Konzentration dahinter klemmen. So ganz steig ich noch nicht durch.

Heute morgen war meine Wecker auf 4 Uhr gestellt, eigenartigerweise war ich genau 10 Minuten früher von alleine wach. Logisch bin ich dann gleich aufgestanden, denn ich weis das wenn ich um so eine Zeit nochmal einschlafe dann verpenne ich oder bin den halben Tag ein Zombie.

Heute morgen war ich kein Zombie, ich kam gut „raus“ und war auch rechtzeitig unten beim Fahrrad… aber ich war etwas irritiert. Es war so komisch warm… Ich hatte mich angezogen für Radfahren bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und es war um 4:45 Uhr schon 12-15 Grad. Eigenartiges Wetter.

Heute durfte ich bei meinem Nebenjob in einem Bäckerladen von 5-12:30 Uhr arbeiten. Ich habe zu meinen geplanten 3 Stunden bis 8 Uhr die Schicht einer Kollegin übernommen, weil ihr Kind krank ist. Im Gegenzug dazu habe ich morgen frei.

Das Arbeiten war heute chillig, um nicht zu sagen zeitweise etwas langweilig, denn es war sehr wenig los. Kein Wunder wer kauft mitten im Lockdown, 2 Tage vor Weihnachten Brötchen.

Aber etwas schockiert hat mich eine dumme Frage einer Kundin. Also sie war nett und höflich und hat mich gefragt ob sie ihr Auto kurz vor dem Laden auf dem Parkplatz stehen lassen könne. Offensichtlich hat sie genau dafür schon mal ärger bekommen. Ich meinte „ja klar, das ist heute kein Problem, es ist ja eh nix los“ sie fragte wörtlich „Wieso? Gibt es dafür einen Grund?“ !!! Ich: „wegen dem Shut-Down ist kaum jemand unterwegs, es ist ja alles zu“. Und sie erwiederte : „echt ist das so? das ist völlig an mir vorbei gegangen. Ich bin gerade mit meiner 91 jährigen Tante auf dem Weg zum Arzt und wir wollten danach vielleicht noch in die Stadt“

Hallo !!! Von welchem Planteten kommt die Frau? Um Menschen wie ihre 91 jährige Tante zu schützen, deswegen machen wir das Ganze. Fahren die Wirtschaft herunter und hocken alle Wochenlang zuhause… und sie will das gar nicht mitbekommen haben?! Sorry für den kleinen Aufregeger. Themawechsel:

Zurück zuhause hab ich erst mal etwas ausgeruht und danach habe ich es wirklich geschafft mich aufzuraffen. Ich hatte mich gestern nicht getraut es anzukündigen, weil ich nicht sicher war ob ich es wirklich tue.

Ich habe Weihnachtsplätzchen gebacken!

Ich bin etwas Weihnachtmuffel und die Weihnachtsbäckerei war viele Jahre etwas worum ich mich lieber gedrückt habe. Bis vor 2 Jahren als ich im November und Dezember krank geschrieben war, weil ich den Mittelfussknochen gebrochen hatte. Im Dezember war ich so weit wieder hergestellt das ich eine Wiedereingliederung machen konnte und ich suchte Tätigkeiten bei denen man das längere Stehen trainiert. So hab ich das Plätzchenbacken für mich wieder entdeckt.

Letztes Jahr hatte ich wie befürchtet keine Zeit dazu. Doch dieses Jahr hab ich ja mal wieder viel zu viel Zeit. Außerdem hat sich meine Mutter das „durch die Blume“ von mir zu Weihnachten gewünscht.

Noch sehr unschlüssig welche Plätzchen-Sorte ich denn nun wirklich mache hab ich erst mal alle Backzutaten und Backutensilien vor geholt und dabei festgestellt das ich während des ersten Shut down zwar alle Schrankfächer in der Küche ausgeräumt und geputzt hatte, aber wohl nicht das mit den Back-Sachen… mea culpa…

Also wurde erst mal ausgeräumt und geputzt und intensiv gesichtet was ich denn da noch alles hab. Aber denkt jetzt nicht das alles lag noch rum, da sind auch die Backzutaten die ich die letzten Tage gekauft habe dabei:

kaum ist der Tisch nicht mehr mit den Nähsachen belegt, ist er voller Backzutaten

Rechts unten im Bild sehr ihr eine Ecke von dem alten Laptop, dieser war nur da damit ich nach einem geeigneten Rezept bei Chefkoch.de suchen konnte. Denn ich besitze kein Backbuch weil ich damit echt nix am Hut hab.

Nachdem ich paar Rezepte durchgelesen habe bin ich dann doch wieder bei den klassischen Mürbeteig Plätzchen gelandet. Nüsse, Mandeln und Kokosraspeln blieben noch zu… es mussten erst mal klassische „Ausstecherle“ her, denn diese sind für mich das klassische Weihnachtsgebäck schlechthin.

Hier ein Bild vom Backen, das fertige Endergebnis zeige ich Euch vielleicht morgen denn jetzt ist es schon dunkel.

Es ist dann letztlich doch mehr Zeit dafür drauf gegangen als ich erwartet hatte. Aber ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Von den Plätzchen von heute habe ich keine guten Fotos gemacht, aber hier sind ein paar ältere aus meinem Archiv:

Dieses Bild ist schon 2 Jahre alt, doch ich hab genau diese Sorte heute wieder gebacken. Mürbeteig Plätzchen
irgendwie hatte ich damals so Freude daran das ich ganz viele Bilder gemacht hab

Mal sehen vielleicht Backe ich morgen mehr und mach dabei ein paar Bilder für Euch.

Ich würde mich sehr freuen wenn Du morgen wieder rein schaust in mein Lockdown-Tagebuch.