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Blogparaden

„Nachaltiger Leben?“ Aber wo damit anfangen?

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade:“ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“. Das Thema dieser Blogparade finde ich gut, denn ich bin der Meinung jeder von uns sollte in seinem Alltag darauf achten wo er nachhaltiger leben kann und das eigene Verhalten überdenken und korrigieren. Durch die gleichnamige Facebookgruppe habe ich dieses Thema für mich entdeckt.

Eine Zusammenfassung der gesamten Blogparade wird bei the birds new nest erscheinen. Ich bin sehr gespannt auf die anderen Beiträge.

Das Thema Umweltverschutzung und Müllberge können wir nicht einfach auf große Konzerne oder gar auf die Regierungen schieben. Wir können nicht einfach nur jammern der Gesetzgeber müsse irgendwas ändern. Jeder von uns kann und muss dazu etwas beitragen. Denn die großen Firmen produzieren und verkaufen nur die Produkte die auch vom Konsumenten gekauft werden und die Konsumenten das sind wir.

Nachaltigkeit, wo fange ich an?

Du musst nicht von einem auf den anderen Tag dein Leben komplett umstellen und zum extremen Öko-Freak mutieren um nachhaltiger zu leben. Auch kleine Veränderungen in unserem Konsumverhalten und unseren Umgang mit Ressourcen bringen uns dem Ziel , nachhaltiger zu leben,näher.

Definieren wir zuerst mal das Wort Nachhaltigkeit, was es eigentlich grundsätzlich bedeutet. Dazu habe ich schon länger mal einen Text geschrieben. Nachhaltigkeit.

Wenn Du wie ich zum sparsam leben erzogen worden bist, dann hast Du ja eigentlich schon längst das Wichtigste verinnerlicht. Und wenn nicht, dann lies hier meine Tipps zum nachhaltiger Leben:

Frage Dich mal ehrlich, was kann ich einsparen, weil ich es eigentlich gar nicht wirklich brauche?

Wir benutzen so viele Dinge, nur weil wir es so gewöhnt sind, und weil uns die Werbung ein trichtert wir bräuchten sie unbedingt. Frage Dich doch einfach mal ob Du folgende Artikel wirklich benötigst:

  • Weichspüler
  • Fensterreiniger
  • Desinfizierungs-Bodenreiniger
  • Raumduft
  • Kosmetiktücher
  • Abschminkpads aus Watte
  • Slipeinlagen
  • Haarspühlung

Wie viele von den aufgezählten Produkten nutzt Du? Was davon brauchst Du wirklich? Ich bin der Meinung Du brauchst alle nicht, sie sind reine Luxus-Artikel die gar nicht notwendig sind und die nur sinnlos die Umwelt belasten. Wie viele von den oben genannten Artikeln hatten deine Eltern oder Großeltern nicht, und konnten trotzdem gut leben?

Weichspühler weglassen!

Weichspühler ist dazu konzipiert die Fasern einer Textilie glatter und geschmeidiger zu machen. Bei einem dicken Pulli aus reiner Wolle ist dies auch sinnvoll damit er nicht hart und rauh wird. Wie viele Pullis aus 100% Wolle hast Du? Und wenn ja, wäschst Du diese vielleicht auch noch mit einem extra Wollwaschmittel?

Die meisten Textilien heutzutage sind aus Polyester oder Baumwolle. Polyesterfasern werden von einem Weichspühler überhaupt nicht verändert. Es sei denn mit einem Duft parfümiert… Aprilfrische, Alpenduft oder was auch immer… hmm brauchst Du wirklich noch mehr Parfümstoffe, die sich mit dem Duft von Deinem  Deo, Parfum, Shampoo, Creme, Kaugummi vermischen? Das Ergebnis ist Du bist permanent von ganz vielen verschiedenen künstlichen Gerüchen umgeben, da braucht es einen tollen Wäscheduft sicher nicht auch noch.

Ach dann gibt es ja noch unterschiedliche, für die Unterwäsche, für das Schwarze für das Weiße… und jedes Mittelchen enthält andere künstliche Duftstoffe die sich vermischen, was sicher nicht sonderlich gesund ist.

Und Weichspühler benutzten, nur für den kurzen Moment wenn Du den Schank aufmachst und denkst „oh das duftet!“ ???

Meine Oma hatte immer ein Stück Seife in der Ecke von jedem Schrankfach… dieses Seifenstück lag dort jahrelang und duftete immernoch, bis es irgendwann zum Händewaschen benutzt wurde.

Baumwoll-Fasern werden durch Weichspühler weicher und flacher… und dadurch gehen sie schneller kaputt. Du kannst durch zuviel Weichspühler ein neu gekauftes Teil mit nur 2-3 Wäschen kaputt waschen. Einfach nur weil beispielsweise die Fäden mit denen die Nähte genäht sind zu weich werden und durch das Gewebe rutschen, das Ergebnis sind sich auflösende Säume und Nähte.

Handtücher und Frotteewaren werden ja gerne weich gespült, weil sie dann soooo schön weich sind… aber wie lange? Auf die Dauer wird Frottee durch den Gebrauch von Weichspühler schneller dünner und vorallem nimmt die Saugfähigkeit ab. Das heißt Du kannst Dich nicht mehr so gut damit abtrocknen. Meine Oma hat ihre Handtücher 20-30 Jahre benutzt. Und heute meinen die Leute sie müssten die Handtücher alle 2-3 Jahre komplett austauschen.

Weichspühl-Tipp von einer jungen Mutti:

Für Neugeborene sind Weichspühler absolutes NoGo! Durch die künstliche Duftstoffe und Weichmacher steigt die Wahrscheinlichkeit das ein Baby Neurodermitis, Allergien und andere Unverträglichkeiten entwickelt.

Von einer Mutti von 2 kleinen Kindern wurde mir weisser Essig empfohlen. Zu jedem Waschgang einfach ein kleiner Schluck Essig in das Weichspühlerfach der Maschine. Der Geruch der Wäsche wird neutralisiert (riecht nicht nach Essig!) Die Fasern bleiben weich und die Farben werden schöner. Ausserdem verhindert Essig das verkalken der Maschine.

Warum Du keinen Fensterreiniger brauchst

Fester aus Glas sind ganz normal glatte Oberflächen die Du mit jedem normalen Haushaltsreiniger, Neutralreiniger putzen kannst. Das es angeblich Streifen oder schlechteres Licht gibt wenn Du nicht speziellen Glasreiniger verwendest ist schlicht und ergreifend Quatsch. Sauber ist Sauber… Streifen entstehen wenn dreckiges Putzwasser auf der Scheibe an trocknet.

Um dies zu verhindern kannst Du die Scheibe mit einer Gummilippe abziehen (diese verschleißt kaum und kannst Du ohne weiteres 10 Jahre die gleiche benutzten) oder mit einem sauberen Tuch nachwischen.

  • kleiner neben Tipp : Gardinen niemals mit Weichspüler behandeln, diese gehen extrem schnell davon kaputt, weil sich die einzelnen Fäden zu leicht voneinander lösen!
  • Der Putzlappen für die Fenster sollte auch frei von Weichspüler sein.

Warum Du den Fußboden nicht desinfizieren musst

Desinfizierende Reiniger sind für den Einsatz in Krankenhäuser oder ähnlichem gedacht, wo sich viele kranke Personen aufhalten um eine Übertragung der Krankheiten zu verhindern.  Es soll verhindert werden das bereits geschwächte Personen noch weitere Erreger von anderen Patienten bekommen.

Wir alle kennen aber die Bericht über die sogenannten Krankenhauskeime, es gibt mittlerer Weile  Krankheitserreger die gegen diese vielen Desinfitionsmittel immun sind. Willst Du sowas zuhause haben? Also wenn bei Dir im Haushalt keine Schwerstkranken oder Kleinkinder die permanent am Boden spielen sind, macht eine übermäßgige Desinfektion gar keinen Sinn.

Und wenn Kinder am Boden spielen… na und? Seit Jahrtausenden haben die Menschen ohne Desinfizierte Sterile Böden überlebt.

Wer braucht Raumduft?

Dazu fällt mir nichts ein, sowas brauche ich nicht!

Nur in der Toilette habe ich  eine Pumpspray-Flasche stehen, die ich nur selten einsetzte. Nur wenn ich Besuch habe und dort einen sehr unangenehmen Duft hinterlassen habe und ich nicht möchte das der Besuch da gleich voll in meine Marke hinein latscht.

Küchenrolle und Kosmetiktücher

Habe ich seit ich einen eigenen Haushalt habe vielleicht 1-2 mal gekauft. Von klein auf war ich nie daran gewohnt dergleichen zu benutzen. Zellstoff herzustellen, wie viel Energie und Rohstoffe dafür vergeudet werden nur weil man zu faul ist einen Lappen aus zu waschen. In der Küche gibt es Lappen und Schwämme um irgendwas zuwischen und zum Abschminken verwende ich einen Waschlappen oder gehäkelte Abschminkpads aus Baumwolle.

Wenn ich sehe welch Mengen Küchenrolle manche Leute völlig unnötig verschleißen stellen sich mir die Nackenhaare, wie kann das sein das die Hälfte des Hausmüll aufkommen nur diese weißn Zellstofftücher sind.

Habe ich wirklich mal ein ekeliges Malheur das ich mit einem Einmal–Papier weg machen will, dann nehme ich das Klopapier! (nur in Notfällen)

(PS ich koche nie so fettig das ich das Essen mit Papiertüchern abtupfen muss um das Fett weg zu bekommen…)

Slipeinlagen?

Trage ich eigentlich nur wenn ich gesundheitliche Probleme habe. Als ich mal eine Blasenentzündung hatte… und wenn ich sehr starken Husten habe, wenn ich so stark Huste das ich mir fast in die Hose mache.

Hin und wieder auf sehr langen Fahrten. Aber für den normalen Alltag versuche ich das ganz zu vermeiden . Es reicht ja schon das ich monatlich ein paar Tage mit den Binden rum laufen muss, da bin ich froh wenn ich sonst nicht Plastik zwischen den Beinen haben muss.

Wenn Deine Unterhose so ist, das sie an dem Ort unangenehm ist… dann ist es nicht die richtige Unterhose!

Haarspülung / Conditioner

Ich habe und hatte immer schon etwas längere Haare und habe sehr viel mit Spülungen und Contitioner experimentiert und lange gesucht was meinem Haar gut tut. Meine Erfahrung ist: weniger ist mehr !!! Je weniger Produkte ich in das Haar klatsche umso besser ist die Frisierbarkeit und umso länger fetten sie nicht.

Bei manchen Produkten habe ich den Eindruck das sie fast süchtig machen, einmal damit angefangen braucht man immer mehr davon. Seit einigen Jahren verwende ich keine regelmäßige Spühlung/ Conditioner mehr, weil ich ein Shampoo gefunden habe wo es nicht mehr nötig ist. Probiere es doch einfach mal aus ob Du das nicht einfach weglassen kannst.

Mein wichtigster Tipp für nachhaltigeres Leben

Wasser sparen!

Nicht zu oft Duschen und Baden. Mehr als einmal am Tag Duschen ist nicht gesund für Deine Haut und ist Wasserverschwendung. Haare nicht täglich waschen, denn sie fetten davon schneller, finde Deinen persönlichen idealen Rythmus. Duschen braucht viel weniger Wasser als ein Vollbad. Und dann kommt es ja auch noch darauf an wie lange man duscht… Duschgel und Shampoo sparsam dosieren, je weniger Du auf die Haut klatschst umso weniger Wasser brauchst Du um es nachher wieder runter zu kriegen. Eine normale Körperpflege muss keine Schaumorgie sein!

Es gibt viele Dinge die Du einsparen kannst

Wenn Du Dir diesen Artikel bis hier her durchgelesen hast vermute ich mal das Du an diesem Thema so sehr interessierst bist das Du schon längst alleine auf die Idee gekommen bist unnötige Plastiktüten einzusparen.

Wenn nicht ist es jetzt höchste Zeit! Gewöhne Dir an in deiner Handtasche einen Beutel oder Netz zu haben, um auch bei spontanen Einkäufen keine Plastiktüte zu brauchen. Es gibt mittlerer Weile so viele praktische und schicke alternativen.

Nachhaltigkeitstipp Einkaufsnetz

In den 70er Jahren hatte sie jeder. Und nun sind sie wieder total angesagt. Ich habe mir welche selbst gehäkelt, die Anleitung dazu habe ich aufgeschrieben.

Lebensmittel überlegt einkaufen

Ich denke das wir vor allem beim Einkauf von Lebensmitteln mehr mitdenken sollten. Macht es wirklich Sinn verpackten Käse in Scheiben zu kaufen wenn in einer Packung nur 100-200 Gramm sind? Eine Plastikhülle für 5 Scheiben? Wäre es nicht sinnvoller eine größere Packung zu wählen? Könnte man nicht den Käse auch unverpackt an der Käsetheke kaufen?

Ganz besonders schlimm finde ich wenn Obst und Gemüse unnötig verpackt sind. Wozu wird eine Salatkurke einzeln in eine Plastikfolie eingeschweißt??? Ich kaufe dann lieber die Gurke ohne Folie, denn ein kleiner Schönheitsfehler an ihrer Schale stört mich nicht.

Wozu werden Äpfel in Schachteln mit 4 oder 6 Stück eingeschweißt??? Muss das sein?

Woher kommen meine Lebensmittel?

Damit meine ich nicht das man jetzt ab sofort nur noch auf dem Bio-Bauernhof einkaufen darf… aber auch bei meinem alltäglichen Einkauf im Supermarkt kann ich darauf achten wie weit meine Lebensmittel transportiert wurden:

Bei Obst und Gemüse wähle ich stets das aus das am wenigsten weit transportiert wurde. Klar Bananen und Ananas gibt es in Europa nicht. Aber Äpfel aus Chile halte ich für absolut unmöglich! Äpfel wachsen auch in Deutschland, ich brauch keinen Apfel der um die halbe Welt verschifft werden musste, nur weil der Mensch der in erntet dort weniger Lohn bekommt.

Erdbeeren im Dezember? Ich kaufe keine Erdbeeren im Dezember. Das ist wirklich absolut unnötig im Winter wenn es in Europa keine frischen Erdbeeren gibt diese zu kaufen. Man kann eingelegte im Glas oder Dose kaufen… oder schlicht bis zum Frühjahr warten.

Fazit: ein bisschen nachhaltiger Leben ist gar nicht so schwer!

Es ist gar nicht so schwer „ein bisschen nachaltiger“ zu leben. Aber es lohnt sich auch ganz kleine Kleinigkeiten zu ändern. Denn viele Kleinigkeiten ergeben dann doch eine merkliche Verbesserung.

In diesem Sinne möchte ich Dich ermutigen in deinem Alltag die Augen offen zu halten was Du einsparen oder verbessern kannst.

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Blogparade „Auto-Biografie“ und wie ich von Autofahrerin zu Nicht-Autofahrerin wurde

Auch wenn ich seit über 10 Jahren ohne ein eigenes Auto gut zurecht komme, war das nicht immer so. Heute erzähle ich welche Autos ich im Laufe meines Lebens gefahren bin, und welchen Stellenwert sie für mich jeweils hatten.Meinen Führerschein habe ich 1992 gemacht. Meine Eltern hatten kein Auto und so konnte ich auch vorher nie heimlich üben. Aus dem Grunde hatte ich es eilig möglichst schnell ein eigenes Auto anzuschaffen um Fahrpraxis zu bekommen.

Mein erstes Auto

War ein Ford Fiesta Baujahr 1980. Der Wagen hatte wohl schon einiges hinter sich, denn er war mal Laienhaft umlackiert und hatte vorne keine Stossstange mehr. Ich hatte ihn für gerade mal 1900 DM von privat gekauft.Für mich als Berufsneuling viel Geld.Der Fiesta war mitternachtsblau matt lakiert. Diese Farbe gab es als Sprühdose und solche habe ich mehere gebraucht, denn ich fuhr in etwas mehr als ein Jahr einige Beulen und Kratzer in den Wagen.Ich fand das toll das ich selber daran reparieren konnte. Neben dem Umgang mit Spachtelmasse und Sprühlack lernte ich auch wie man die Zündkerzen wechselt und ähnliches.Mit dem Fiesta fuhr ich extrem viel, unter anderem 4 mal nach Paris und zurrück, denn meine Schwester hat dort ein paar Monate gelebt.Zuletzt war der Anlasser kaputt, und ich musste einsehen das ich das in einer Werkstatt machen lassen musste. Ich zögerte den Termin lange heraus, bis der Wagen gar nicht mehr normal starten konnte. Aber ich kanne alle Tricks wie ich ihn ohne viel Anstrengung angeschoben bekomme.Der Termin in der Werkstatt stand, da nahm mir auf dem Heimweg ein Volvo die Vorfahrt. Ich machte eine Vollbremsung doch es knallte dumpf. Im ersten Moment dachte ich, gar nicht so schlimm. Ich stieg aus und bemerkte noch nicht das die Türe leicht klemmte. Doch dann sah ich das meine Motorhaube nur noch halb so lang war!Ich hatte Glück im Unglück, ausser Totalschaden an meinem Fiesta war mir nichts passiert. Die Versicherung des Unfallgegners lies den Wert schätzen und erstattete mir 2500 DM.

Zweites Auto ein uralter Golf

Weil ganz schnell was fahrbares her musste kaufte ich von einem Arbeitskollegen einen uralten Golf. Das war eine rote Klapperkiste von der ich von vorne herein wusste das sie nicht lange halten würde.Aber der Wagen war cool er hatte einen Golfball am Schaltknauf.An der Ausfahrt eines Parkhauses verlor ich den Auspuff. Mehere Passanten und der Mitarbeiter dort bekamen es mit. In meiner Panik dachte ich nur „ich bin eben erst los gefahren, der ist bestimmt nicht heiss“. Stieg aus, öffnete den Kofferraum, schmiss den abgefallenen Enddopf in den Kofferraum, Klappe zu und weiter!Viel weiter kam ich nicht, nur wenige Tage später platzte mir auf der Autobahn der Kühler. Da ich gerade in einem Überholmanöver war brachte ich den Wagen erst zum stehen als schon alles zu spät war. Der Motor war im Eimer.

Ich habe in ein neueres Auto investiert

Danach wollte ich endlich ein Auto das nicht ständig kaputt geht. Aber einen Neuwagen finanzieren wollte ich auch nicht. So fragte ich bei meiner Bank nach einem kleinen Kredit. Ich weis nicht mehr wieviel ich aufgenommen hatte, aber es war der kleinstmögliche. Mit diesem Betrag im Hinterkopf ging ich zum ersten mal zu einem Autohaus. Dort erklärte man mir dann, das ich für so wenig Geld nichts gescheites bekommen würde, ich solle mindestens doppelt so viel investieren! Man hätte gar nichts in der Preislage!Interessanter Weise fand ich aber in der Ausstellung genau dieses Autohauses einen Wagen der mir gefiel, und der genau in mein Budget passte. Ach, der, den würde man nur im Auftrag eines Kunden verkaufen, und der wäre ja zu alt, zu klein, zu… nehmen sie doch lieber…Ich bestand auf den Wagen, denn ich hatte mich schon etwas in diesen Renault 11 verliebt. Doch schon 2 Wochen später war ich schon damit in der Werkstadt des Autohauses, die Tankanzeige ging nicht richtig, man tauschte mir diese auf Firmenkosten sogar 2 mal aus, doch den eigentlichen Fehler, warum sie mal geht oder mal nicht fand man nie. Ich habe mich irgendwann damit abgefunden, das die Nadel der Tankanzeige nur hin und wieder den richtigen Füllstand anzeigt. Der Wagen hatte noch ein paar and andere Krankheiten die, die Werkstadt nie wirklich beheben konnte. Unter anderem lössten sich die Schrauben der Scheibenwischer immer wieder, so das immer wieder mal einer sich nicht richtig mitbewegte. Bald lernte ich wie man den Fehler schnell und einfach behebt, den einsprechenden Schraubenschlüssel hatte ich dann immer dabei. An dem Wagen war manches komisch, und ich denke das das auch der Grund war das er so billig verkauft wurde.

In der Werkstatt mit einem alten Auto wird man als Frau gerne verarscht

Mit den Jahren lerte ich diesen Wagen sehr gut kennen, ich lernte unterscheiden was ist nur ein nerviger „special effekt“ und was ist wirklich ein schlimmeres Problem. Vorallem aber lernte ich das man als junge Frau mit einem etwas älterem Auto in Werkstätten oft nicht ernst genommen wird, oder schlicht versucht wird einen abzuzocken.So sagte man mir mehrfach, es müsse der Scheibenwischer Motor ausgetauscht werden, und das Teil kostet sehr viel, und der Einbau sei aufwändig. Hallo? Ich bin weder blind noch doof, den Motor konnte ich sehen, also konnte beurteilen wie gut oder wie schlecht man dran kommt, und ich konnte auch mit meinem Leihenhaften Wissen beurteilen das der Motor tut, es war jedesmal nur die Schraube locker, die den Scheibenwischer mit ihm verbindet.Das krasseste aber war, als mein Wagen plötzlich ein lautes schleifendes Geräusch selbst im Standgas machte. Jeder Leihe konnte hören das da etwas nicht stimmt! Ich fuhr in meiner Panik zur nächsten Werkstatt, dort erzählte man mir die Lichtmaschine sei kaputt und müsse ausgetauscht werden, aber bei diesem ollen Auto würde sich das nicht mehr lohnen! Sie würden das Ersatzteil nur bestellen, wenn ich für die Reperatur mindestens 1000 DM anzahlen würde.Ich war total verzweifelt, so viel Geld hatte ich nicht übrig, und ich war auf das Auto echt angewiesen, also fuhr ich auf eigene Verantwortung (die wollten mich fast nicht vom Hof lassen) zur nächsten Tankstelle und fragte nach jemanden der bissel bescheid weis… Der Tankstellen Mitarbeiter war kein Fachmann, aber privat ein Autobastler. Er öffnete mit mir die Motorhaube und fragte „was hörst Du? Woher kommt das Geräusch?“… nach diesem Hinweis fand selbst ich die Quelle! Die Schrauben an denen die Lichtmaschine befestigt ist hatten sich gelöst! Eine war schon weg, und dadurch hatte sich ein Teil leicht verdreht und nur rieb der Keilriemen ddlirekt an einer der Schrauben!!! mit blosem Auge erkennbar!Der Tankstellen-Mann verkaufte mir 4 neue Schrauben und fummelte diese während ich zusah hinein. Lichtmaschine hing wieder nochrmal, Keilriemen lief richtig und das Geräusch war weg! Im Übrigen ging die Lichtmaschine 2 Jahre später wirklich kaputt, und deren Austausch kostete mich gerade mal 400 DM.Den spinnenden Renault fuhr ich fast 10 Jahre lang. Und nach ihm den gleichen Typ nur etwas neuer, etwa 2 Jahre. Bis und die Oma meines Partners einen Jahres wagen schenkte:

Der BMW-Jahreswagen endlich ein richtig chices Auto

Mittlerer Weile war ich kein Führerschein Neuling mehr und hatte schon sehr viel Fahrerfahrung gesammelt. Endlich ein fast neues Auto, endlich ein chices Auto! Ich war stolz wie Harry. Das coole an der Situation war ja, das mein Freund zwar von seiner Oma dieses Auto geschenkt bekam, er aber ihr gegenüber nicht zugeben wollte das er gar keinen Führerschein hatte. Also durfte ich dieses tolle Fahrzeug immer fahren!Früher schimpfte ich über BMW-Fahrer und deren sportlicher und frecher Fahrweise… jetzt saß ich selbst in einem und verstand warum die so fahren. Mit ordendlich PS unter dem Hintern fährt man automatisch so.Mein Freund war auch mächtig stolz auf das Auto und bestand auf eine regelmäßige und intensive Pflege. Nicht nur auf fast wöchtentliche Autowäsche (meine bisherigen Autos fuhr ich in die Waschstrasse wenn sie richtig schlimm dreckig waren, so 2-4 mal im Jahr) sondern auch auf die vom Hersteller empfohlenen Wartungsintervalle. Der BMW 316i hatte dafür sogar eine elektonische Anzeige wann er zur Inspektion sollte. Ich nannte ihn deshalb liebevoll „Bring Mich Werkstatt“.Wir hatten nun endlich ein fast neues tolles einwandfrei funktionierendes Auto, ohne kaputte Teile, oder unerklärlichen Ausfällen. Aber letztendlich waren wir fast genauso oft in Werkstätten wie früher.Nur das diese Werkstätten nun viel edler, sauberer und vorallem teurer waren ! Denn ein „scheckheft gepflegtes KFZ“ bringt man für den Service ja nicht irgendwo hin sondern muss zu BMW.Zu meinem Entsetzten musste ich feststellen, das man hier schon allein für den Termin etwas bezahlt. Ob ein Teil getauscht werden muss oder nicht ist völlig irrelevant. Keilriemen überprüfen ist eine Sericeleistung, die nun laut Kilometerstand dran wäre und dann berechnet man die, fertig. Letztlich bezahlt man viel Geld für Tätigkeiten von denen man gar nicht weis ob sie gemacht wurden oder nicht.Aber auch in diesem Preissegment gibt es Abzockerei und Kundenverarsche. So wurde mir bei einem Service inclusive TÜV eine Wagenwäsche für 49 Euro berechnet, weil man könne ja den Wagen nicht dreckig vorführen.Beim nächsten Service bei einem anderen BMW Händler war der Wagen bei der Abholung gewaschen und gesaugt so sauber das ich mich fragte ob das überhaupt mein Auto sei (jede klein Kante im Innenraum sauber gewischt!) und das wurde nicht berechnet !!!

Autofahren ist teuer!

Auch wenn ich den BMW nicht selber bezahlt habe, war er sehr teuer! Unterm Strich habe ich weit mehr Geld für Werkstätten und Service , Zubehör und Pflege ausgegeben wie mit meinen alten Autos , bei denen logischer Weise nach und nach alles mögliche Kaputt ging. Hinzu kommt das man mit so einem tollen Auto auch gerne und viel fährt und somit mehr kosten für Spit und co hat. Ganz zu schweigen von den Strafzetteln ;-)Den BMW bin ich auch etwa 10 Jahre gefahrten, dann haben sich mein Partner und ich getrennt und er wollte ihn mitnehmen. Was mir sehr recht war, denn obwohl es unser „gemeinsamer Wagen“ war, bin ich , da der Wagen auf mich angemeldet was für fast alle Kosten aufgekommen.

Für mich ist eigenenes Auto wie ein Fass ohne Boden

Für mich habe ich die Erfahrung gemacht, das ein eigenes Auto zu haben immer ein teurer nicht klar abzuschätzender Kostenfaktor ist. Ein altes Auto kann schnell mal kaputt gehen, man muss ständig Geld auf die Seite legen für die nächste Reperatur. Ein neues Auto muss man regelmäßig zum Service geben, und auch wenn es Statistiken und Prognosen gibt wieviel diese kosten werden. Die Werkstätten werden immer einen Grund finden Dir mehr Geld als geplant aus der Tasche zu ziehen.

Mein Fazit: Freiheit zu hohem Preis!

Am Anfang empfand ich mein eigenes Auto als symbol für Freiheit. Ich konnte jederzeit mich ins Auto setzten und hin fahren wo ich will. Ob man letztlich wirklich so viel frei herum fährt ist die andere Frage. Es geht ja hauptsächlich darum einen eigenen Autoschlüssel zu haben und sich sagen zu können, ja ich könnte jetzt…Aber wenn ich jetzt wirklich ins Auto springe und bis nach Italien fahre, kostet mich das soundso viele Kilometer Benzin und Wertverlust. Möchte ich wirklich Tausend Kilometer am Steuer sitzten?Oder zum Fest im Nachbardorf, öhm am Festgelände parken und fürchten das Betrunkene an mein Auto pinkeln oder kotzen… oder gar zerkratzen? Dann muss ich wieder beim Lackierer ein paar hunderter lassen, damit der Wert meines Autos erhalten bleibt… und ich will ja gerne Alkohol trinken… will ich meinen Führerschein, mein Auto und meine Gesundheit oder gar das Leben anderer riskieren und alkoholisiert heim fahren? Wenn ich kein Auto in der Garage stehen habe, für das ich monatlich viel abzahle, dann kann ich mir ruhig mal ein Taxi leisten…

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Fotografie

Schlechtwetter-Fotografie eine Blogparade über Fotos bei schlechtem Wetter

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung oder Ausrüstung. Heute gehts hier darum das man auch bei sogenanntem „schlechtem“ Wetter tolle Bilder machen kann.

Ich bin durch die Reiseeule auf diese Blogparade aufmerksam geworden. Da ich sehr gerne fotografiere haben die beiden mich dazu inspiriert auch einen Blogpost zum Thema „Fotografie bei schlechtem Wetter“ dazu zu schreiben.

Fotografie bei Regen damals und heute

Ich war noch nie der nur-bei-schönem-Wetter-Knipser. Schon seit meiner Jugend fotografiere ich viel und gerne.

Mein Fotoalbum mit Fotos von 1991 Fotografie bei schlechtem Wetter
Mein Fotoalbum von 1991

Dieses Fotoalbum von 1991 ist ein Beweis dafür. Im Rahmen meiner Berufsausbildung zur Fotofachverkäuferin (den Beruf gibts nicht mehr!) Hatte ich die Aufgabe eine neue und sehr hochwertige Kamera zu testen. Ich sollte damit unter anderem Blüten fotografieren. Ich hatte große Angst das die Kamera von dem Regen nass werden würde und Schaden nehmen könnte. Damals gab es sowas wie Spritzwassergeschützt nicht!

Not macht erfinderisch und ich habe die weissen Blüten abgerissen und mitsamt Wassertropfen unter einem Baum in Szene gesetzt. Die Kamera blieb unbeschädigt und ich bekam für die Bilder eine Eins.

Tulpe im Regen Schlechtwetterfotografie
Tulpe im Regen

Diese rosa Tulpe habe ich im Frühling 2017 in genau dem gleichen Park fotografiert. Den Park gibt es noch, und das Motiv ist auch wieder eine nasse Blüte, doch die Technik wie ein Bild aufgenommen wird hat sich in der Zeit dazwischen extrem verändert. Im übrigen habe ich die Tulpe stehen lassen, heute kenne ich mein Handy sehr gut und weiß das ihm paar Wassertropfen nichts ausmachen.

Die Fotoalbum Bilder wurden mit einer Spiegelreflexkamera auf Colorfilm aufgenommen. Die Negative wurden im Fotolabor entwickelt und auf Fotopapier vergrößert …

Die Rosa Tulpe wurde mit Handy fotografiert und darin mittels einer App bearbeitet und über Handy für den Upload verkleinert.

Fotografieren bei „schlechtem Licht“

Früher musste man gute Aufnahmen planen und sich vorbereiten. Den richtigen Film eingelegt haben usw…
Heutzutage hat man das Handy fast ständig bei sich und somit auch eine Kamera. Seit ich ein Smartphone habe nehme ich meine Kamera kaum noch mit. Für die meisten Motive reicht das Handy aus, man muss nur wissen wie man richtig damit umgeht.

Sonnenuntergang Schlechtwetterfotografie
Sonnenuntergang am Bahnsteig

Dieses Bild ist an einem düsteren verregneten Tag abends gemacht. Ich musste in Weil am Rhein den Zug wechseln und auf dem Bahnsteig zeigte sich völlig unverhofft die Sonne. Das Bild ist völlig spontan mit dem Handy entstanden. Ohne App und ohne Filter! Ich habe lediglich den Schriftzug hinzu gefügt.

Dieses Bild ist bei Minusgraden am Altrhein bei Weil am Rhein entstanden. An dem Tag war es Eisig kalt und erst am Abend kam die Sonne etwas raus.

Sonnenuntergang mit Wasserfläche kommt immer gut, auch wenn der eigentliche Vordergrund unterbelichtet ist.

Wolken sind nicht immer schlecht, Fotografie bei wolkigem Himmel

Bei meinem Besuch auf Helgoland war es echt kein besonders gutes Wetter. Während der Überfahrt hat es sogar geregnet und zeitweise was so schlechte Sicht, das Himmel und Wasser praktisch die gleiche Farbe hatten… für mich als echtes Landei eine total neue Erfahrung, wenn man den Horizont nicht mehr ausmachen kann!

Auf der Insel angekommen war es dann etwas besser. Hier habe ich brütende Basstölpel auf den berühmten roten Felsen fotografiert. Die Bedrohlich wirkenden Wolken hab ich hier absichtlich mit ins Bild genommen.

Im Hintergrund sehen wir das Steigenberger Hotel „Stadt Lörrach“ ein Bauwerk das nicht ganz unumstritten ist. Hier laufe ich jede Woche mindestens einmal dran vorbei, aber ich habe micht noch nicht ganz daran gewöhnt.

Man kann sich das Wetter zum fotografieren nicht aussuchen.

Das Wetter kann man sich echt nicht aussuchen, und so muss man unterwegs mit dem Wetter klar kommen oder man hat halt keine Bilder.

Lutherdenkmal in worms im Regen
Das Lutherdenkmal in Worms

Bei einer kleinen Städterundfahrt entlang des Rheins im November 2017 kamen wir durch Worms und hatten dort auch noch etwas Zeit.

Da ich bei dem Pop-Oratorium über das Leben von Martin Luther unter anderen über den entscheidenden Reichstag zu Worms gesungen hatte, wollte ich mir gerne das entsprechende Denkmal vor Ort ansehen.

Das Wetter war mehr als bescheiden… es regnete stark. Die Bäume um das Denkmal waren nicht mehr belaubt und gaben den Blick auf zwei potthässliche Baugerüste frei, so das es nicht gelang das Gesamte Denkmal ohne Baustellen Schriftzüge zu fotografieren. Zu allem Überfluss fand direkt vor dem Denkmal eine Demo statt, doch da bei diesem schlechten Wetter zu wenig Demonstranten da waren (max 10 Personen) befestigten diese ihre Transparente am Denkmal…

Obwohl wir stundenlang in einem nahen Cafe warteten war dies die beste Aufnahme aus meiner Fotostrecke „Wormser Lutherdenkmal“

Warnemünde Fotos bei schlechtem Wetter

Bei meinem Besuch in Warnemünde/Lübeck war das Wetter auch nicht so toll. Ich als Markgräflerin würde es als stürmisch bezeichnen, doch man belehrte mich „nö das ist noch nicht stürmisch, du kannst ja bis zum Leuchtturm laufen“

Schlechtwetterfotografie leuchtturm
Leuchtturm von Warnemünde

Es blies ein kalter Wind und ich konnte das Handy nur mit beiden Händen halten. Ich fand es schon unangenehm doch man erkärte mir das es ja noch nicht wirklich Wellen hat. Wenn es stürmisch ist wird man auf dem Steg zum Leuchtturm nass… bei Sturm wir dieser gesperrt, dann ist es lebensgefährlich, dann schlagen die Wellen direkt an den Turm!

Schlechtes Wetter ist also relativ!

Schlechtwetterfotografie am Meer
Warnemuende

Ein weiteres Bild von dem Tag in Warnemünde. Die Aufnahmen habe ich mit dem Samsung S5 gemacht und mit der Snapseed App etwas „dramatisiert“ das heist Kontrast und Sättigung angepasst mehr nicht.

Mehr Bilder von Warnemünde

Fotos bei schlechtem Wetter im Schwarzwald

Am Titisee zieht ein Gewitter auf
Ein gewitter zieht auf

Sommer 2018 am Titisee zieht ein Gewitter auf.

Schlechtwetterfotografie Schwarzwald
Schlechte Aussicht bei Schnee

Schnee und Eisglätte und nur hin und wieder kann man so weit gucken. Verhangene Aussicht in der Nähe des Feldbergs, Blickrichtung schweizer Alpen.

Schlechtwetterfotografie am Rhein

Zum Schluss nochmal ein Bild vom Rhein. An einem wirklich verregneten Novembertag , ich glaube der gleiche wie Worms. Nur kurz hatte es aufgehört und mal etwas den Himmel aufgerissen.

Mehr über das fotografieren bei schwierigen Lichtverhältnissen unter Blaue Stunde

Wenn Dir mein Beitrag gefallen hat freue ich mich über einen Kommentar.

Fotos bei schlechtem Wetter Fotografie
Fotos bei schlechtem Wetter
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Allgemein

Blogparade Low-Budget Reisen

Nach dem meine etste Blogparade so gut angekommen ist, mache ich gleich nochmal bei einer mit. Doch in erster Linie weil das Thema gut zu mir und meinem Blog passt. Travel.charmy.at ruft zu einer Parade zum Thema low-budget-reisen auf. Da mache ich gerne mit:

Blogparade Low-Budget-Reisen

Als erstes möchte ich mal definieren was „Low-budget-Reisen“ für mich ist. Denn eigentlich reise ich immer nur low-budget denn es ist bei mir immer das Ziel möglichst wenig Geld aus zu geben.

Ehrlich gesagt war ich noch nie in der Lebenssituation das ich mit paar Tausend Euro ins Reisebüro gehen konnte und „zeigen Sie mal was sie mir für dieses Geld verkaufen können“ sagen konnte.

Meine Reisen sind stehts umgekehrt motiviert. Ich will dort hin und ich will herausfinden wie am besten und am preiswertesten hin komme. In ein Reisebüro gehe ich selten, und wenn dann weiß ich auch schon was ich will und was es kosten darf.

Ich persönlich reise gerne mit Bus und Bahn, aber mir ist bewusst das es nicht wenige Mitmenschen gibt die das total schrecklich und unzumutbar finden. Selbst in meinem Umfeld gibt.s Personen die sagen: „was? Mit der Bahn? Niemals“ oder „ich fahr doch nicht Bus, ich habe ein Auto“.

Dabei ist Bahnfahren gar nicht so billig. Löst man die ganz normalen Fahrkarten bezahlt man viel mehr als nötig. Es gibt viele Tarife und Sparangebote und wer sich nicht die Mühe macht und sich informiert legt drauf.

Und gerade die ältere Generation, die evtl schon mit den Fahrkarten Automaten Mühe hat, kommt mit der Tarifauskunft über das Internet oder gar Handyapp überhaupt nicht klar. Folglich erscheint Bahnfahren für diese Leute sehr teuer.

Busreisen hat dann eher den Ruf sehr preisgünstig zu sein. Aber diese über Reisebüros oder Kataloge angebotenen Pauschalreisen sind oft nur „pseudogünstig“, ich habe solche als Jugendliche paar mal mit gemacht und für mich entschieden das das nicht das gelbe vom Ei ist.

Dafür reise ich in der letzten Zeit gerne und günstig mit Flixbus. Die Tickets dazu kann man nur online oder mit der Flixbus-App buchen und genau damit haben sogar Gleichaltrige (Generation 30-50) teilweise schon Probleme. Was dazu geführt hat das ich für mehere Leute in meinem Bekanntenkreis schon Fahrten gebucht habe. Hier mehr davon.

Mir macht das sogar Spaß im Internet, auf Suchportalen und in Handy-Apps das günstigste Verkehrsmittel zu suchen! Ein Hobby das wohl nicht so viele teilen.

Allerdings gibt es für mich auch Grenzen. Ich möchte nicht mehr 10-12 Stunden in einem Bus sitzen. Das halten meine Beine nicht durch! Die gleiche Dauer im Zug ist aber nicht so schlimm, weil man im Zug sich besser bewegen kann und oft auch die Möglichkeit hat die Beine hoch zu legen.

Bei der Unterkunft bin ich sehr flexibel und ich habe auch schon sehr gute Erfahrungen mit Air B&B gemacht. Allerdings ist das immer etwas „Glückspiel“ dabei. Man kann es super toll erwischen, oder auch mal nen Reinfall. Da kann auch mal ein Klotürenschlüssel fehlen oder eine Katze eifersüchtig sein…

Bei Hotels bin ich nicht extrem anspruchsvoll, wenn ich alleine Reise sind mir auch Aufzug und Gangbreite egal, aber wenn ich mit einer Gehbehinderten Freundin unterwegs bin, dann muss ich auf „Rollstuhltauglichkeit“ achten. Und ihr glaubt nicht was da alles gelogen und getrickst wird. Einmal waren wir als ganze Gruppe in einer angeblich Rollstuhlgerechten Jugendherberge… nur leider befanden sich alle unsere Zimmer und der extra gebuchte (und bezahlte) Gemeinschaftsraum nicht im Rollstuhltauglichen Gebäudeteil! Zum Glück waren wir genug Leute und konnten so abwechselnd den Rolli die Treppen rauf und runter tragen!

Da sind wir beim Thema Jugendherbergen. Eine tolle Sache und mittlerer Weile für alle Altersklassen zugänglich. Aber leider meistens schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Deshalb fast nur für Reisen mit dem PKW zu empfehlen.

Beim Fliegen bin ich bisher auch nur low budget gereist. Und war mit Easyjet ganz zufrieden. Auch hier hab ich einen Blogartikel
darüber geschrieben.

Reisen muss nicht teuer sein. Und man muss nicht immer das teuerste und vermeintlich beste Verkehrmittel wählen. Oft erfordert es nur etwas mehr Geduld und Recherche um eine preiswerte Alternative zu finden. So auch bei der Hotelsuche. Klar geht es mit Booking.com oder HRS sehr schnell ein Hotel zu finden und zu reservieren, doch oft findet man über Google-Maps oder über die Webseite der Stadt in die man reisen will ein Hotel direkt daneben (oder sogar noch günstiger gelegen) für weniger Geld.

Sich den Stadtplan der Stadt in die man reisen will frühzeitig anzugucken spart auch viel Geld. Denn so verhindere ich, das ich vor Ort mit dem Taxi fahren muss. Denn was nutzt ein Hotelzimmer das 10€ billiger ist, ich aber 20€ für das Taxi zahlen muss. Ich bevorzuge stehts Hotels oder Air B&B Unterkünfte die entweder in der Nähe des Bahnhof/Busvahnhof sind oder ganz nah an dem Ort wo ich was Besuchen will.

Mein Rekord diesbezüglich war ein Hotel das direkt an die Halle in der ich ein Konzert besucht habe gebaut war… perfekt!

Für mich ist eine Reise zusammenstellen wie ein Sport geworden… dieses Suchen und Recherchieren… wo gibts Hotels, wo fahren Busse.. wo ist der Bahnhof. Habe ich dann eine Ideale und preiswerte Kombination gefunden ist das für mich ein Erfolgserlebnis. Und dann wenn es soweit ist das erleben „ah hab ich gut ausgesucht!“ Das würde ich bei einer Pauschalreise vermissen.

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Mitbringsel – meine erste Blogparade

Heute mache ich mal bei einer Blogparade mit. Verschiedene Blogger schreiben über das gleiche Thema und beleuchten es so von unterschiedlichen Blickwinkeln.

Zum Thema Mitbringsel oder Souvenir fallen mir sofort meine Oma und meine Grosstante ein. Diese Beiden sprachen als ich Kind war oft von ihren „Souvenirs“ und wie wichtig und wertvoll sie seien.

Aber gerade meine Oma hatte Stücke aus Städten und Landschaften wo sie niemals war. Dennoch erzählte sie gerne wer ihr wann was woher mitgebracht hat. Dies waren oft kleine Porzellan Teile, kleine Minivasen mit bunten Blumen, kleine Dekotellerchen mit Schriftzug oder ihre Lieblinge waren diese weissen Figuren mit einer Glitzerschicht die je nach Wetter die Farbe wechselte. Mal waren sie lila/rosa und mal blau.

Als kleines Kind war ich fasziniert von diesen Figuren. Ich erinnere mich an Schwan, Ente, Eule und Pferd. Es gab auch Engel oder „Gebäude“ also Brücken odet Türme (Wahrzeichen der Städte) zu jedem konnte meine Oma erzählen woher sie waren. Das hat mich damals beeindruckt und ich hab ihr das geglaubt, das diese Dinge wertvoll seien.

Doch später entdeckte ich das diese Dinger massenhaft und billig fast in jedem Fremdenverkehrsort angeboten werden. Und da ist es Egal ob im Schwarzwald, an der Costa Brava oder in Paris… und wenn man genau hin sieht findet man irgendwo den Hinweis „made in China“. Das hat mich sehr enttäuscht. Diese Stücke die meine Oma als echtes Teil aus der Stadt galten stammten vielleicht alle aus der gleichen Fabrik.

Bei meiner Grosstante, die in der Schweiz im Tessin lebte waren es die Boccolino. Bunte Steingut Krüge in verschiedenen Größen die angeblich handbemalt seien. Meine Tante konnte zu jedem erzählen aus welchem Ort sie stammen (manchmal stand es drauf) und wer ihn mitgebracht hatte. Auch oft Orte wo sie niemals war. Angeblich habe jede Region oder Dorf ihr eigenes Desing oder Motiv…

Als ich Erwachsen war, habe ich unter anderem auf Mallorca billige Kopien genau dieser Muster gesehen. Für wenig Geld und auch „Made in China“. Nicht die Spur von Tradition oder Regionales Kunsthandwerk!

Diese Erfahrungen haben für mich dazu geführt das ich niemals irgendwelche Rumstehchen von meinen Reisen mitbringe und verschenke!

Denn ich bin der Meinung ein „Souvenir“ oder übersetzt Erinnerungsteil macht nur dann Sinn wenn man auch selber dort war und Erinnerungen damit verbindet.

Diese klassischen Mitbringsel und Souvenirs sind doch nur „Verarsche“. Im Falle meiner Oma hätte ich mir so ne Schachtel voll verschiedener Figuren im Großmarkt (oder auf nem Flohmarkt) kaufen können und dann ihr erzählen: „das ist aus Wien“, „das ist aus Paris“, „das ist aus Venedig“ blablabla.

Der Sinn solcher Geschenke erschließt sich mir einfach nicht. Also lasse ich es.

Ganz schrecklich finde ich Wandteller mit Schriftzug von dem Ort. Baaaaaah sowas würde ich niemals jemandem mitbringen! Ich finde eine Wanddekoration muss zur Einrichtung passen und nicht zu den Reisezielen anderer Leute.

Für mich selbst kaufe ich auch extrem selten „Andenken“, und wenn dann sicher nix aus Porzellan oder Glas. Ganz ehrlich, würde ich sowas haben wollen, dann würde ich mir das hinterher im Internet bestellen. Wieso sollte ich etwas empfindliches in meinem Gepäck herum schleppen?

Wenn ich mir unterwegs etwas kaufe sind es Dinge die ich unmittelbar gleich nutzen kann. Unspektakuläres wie Stumpfhose, Socken und BH (weil ich zu wenig dabei hatte). Grundsätzlich versuche ich auf Reisen nicht unnötig Geld auszugeben. Dann lieber irgendwo nett Essen gehen usw als Kram nach hause schleppen.

Wenn ich überhaupt etwas kaufe dann ist es meist Modeschmuck . Auf den Fotos zeige ich ein paar Teile bei denen ich noch weiss wo her sie sind.

Dieses Collier war ein ganzes Schmuckset, mit Armband und Ohrringe. Ich habe es mir in Paris in einem Afrikanischen Stadtteil gekauft. Für 10 oder 12 €!!! Und es war eines der teuersten Teile in dem Laden!
Das Herz habe ich in Bayern gekauft und am selben Abend zum Dirndl getragen. Die Haarnadeln sind aus Hamburg und die Ohrringe von einem Einkaufsbummel in Berlin.

Zuhause kaufe ich mir selten Modeschmuck. Irgendwie hab ich dann wenn ich verreist bin mehr Zeit und Muße sowas anzusehen und auszusuchen als zuhause. Echtschmuck würde ich mir allerdings in einer Fremdenverkehrshochburg niemals kaufen, man weis doch das für die Touristen alles extra teuer gemacht wird!