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Letzter Tag in Quarantäne

Ja ich befinde mich noch immer offiziell in Quarantäne. Das heißt ich bin dazu verpflichtet mich von allen anderen Menschen fern zu halten.

Seit bekannt werden meiner Corona Erkrankung habe ich meine Wohnung nicht mehr verlassen und es durfte auch kein anderer Mensch hier hinein. Ich durfte nicht an meinen eigenen Briefkasten oder den Müll runter bringen, weil mein Treppenhaus auch von anderen Personen genutzt wird.

Zugegeben die ersten Tage war mir das alles ziemlich egal, weil ich einfach nur krank im Bett lag. Jetzt wo es mir besser geht beeinträchtig mich diese Einschränkung dann doch etwas.

Ich weis das ist jetzt jammern auf hohem Niveau. Mir gehts gut ich bin gut versorgt und habe alles was ich brauche. Nur eben momentan nicht genügend „Auslauf“

Mein Spaziergang heute:

Fand auf dem Balkon statt. Ich bin in der glücklichen Situation das zu meiner Wohnung ein Balkon gehört der von meiner Küche aus zugänglich ist.

Meine Nachbarin unter mir hat es schon nicht mehr so praktisch, sie muss immer durch das Treppenhaus und dürfte im Falle einer Quarantäne den Balkon nicht nutzen.

Auch habe ich darauf geachtet das zeitgleich keine anderen Personen auf ihren nahen Balkonen sind. Kein Problem bei etwa 8 Grad Außentemperatur.

Mein Balkon… meine Rennstrecke

Das ist er, mein Balkon… meine heutige „Freiheit“.

Ich muss echt zugeben ich habe mich heute echt darüber gefreut. Ich habe die Jacke angezogen und bin 10 Minuten lang hier hin und her gelaufen.

Von einem Ende , dort wo die Küchentüre ist bis zum anderen Ende (Wo die Makramee Dinger an der Wand hängen) sind es etwa 10 Schritte.

Die Selfies sind nicht die schönsten… meine Frisur ist irgendwie keine. Aber wer macht sich schon schön für die Quarantäne? Seit zwei Wochen werden meine Haare einfach nur von einem Gummiband zusammengehalten.

Mein Balkon gehört mal wieder gründlich gereinigt, so wie ich es letztes Jahr am Anfang des ersten Lockdowns gemacht habe. Siehe dazu auch „Der Laden ist zu“. Dieses Jahr lasse ich mir dafür noch ein paar Tage länger Zeit.

Neuer Blogpost

Heute Nachmittag war ich produktiv und ich habe einen Blogpost zu einem ganz anderen Thema geschrieben. Ich habe mir die Frage gestellt: „Was hat Oeko-Tex Standard mit Damenbinden zu tun?“ Zugegeben diese Fragestellung war auch ein wenig durch die Langeweile begründet. Wenn Dich die Frage nicht brennend interessiert, dann nehme ich Dir das nicht übel.

Aber ich habe festgestellt das gerade die Themen, die eben nicht jeder behandelt langfristig mehr Leser bringen.

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Corona? Habe ich den „milden Verlauf“?

Um ehrlich zu sein bin ich nicht sicher ob ich wirklich schon über meinen „Verlauf“ schreiben kann. Denn ich bin noch nicht ganz sicher ob das jetzt schon alles war.

Dieses Corona ist ne heimtückische Erkrankung, die bei jedem ein wenig anders abläuft. Das macht es auch so schwierig nachzuvollziehen wann und wo ich mich angesteckt haben könnte.

Wie habe ich die Erkrankung bemerkt?

Ich hatte keine Halsschmerzen, Husten, Schnupfen oder anderen Grippe-symptome. Einziges Indiz das vielleicht irgendwas nicht stimmt war das ich plötzlich dauernd gefroren habe. Am Abend dann hab ich festgestellt das ich über 38 Fieber habe. Nur eine Stunde später hatte ich richtig schlimmen Schüttelfrost (das zweite mal in meinem Leben!). Die Nacht war furchtbar, abwechselnd Schweissausbrüche und Schüttelfrost… mir ging es echt schlecht, und die Angst es das es Corona sein könnte und eventuell so schlimm wird das ich einen Notarzt brauche war sehr präsent!

Am nächsten Morgen habe ich meinen Arzt angerufen und dieser wollte natürlich wissen ob ich Schmerzen, Atemnot, Husten oder ähnliches habe. Auch stellte dieser gleich die Frage nach Geruchssinn und Geschmack. Beides war permanent vorhanden!

Das einzige was ich sagen kann ist, ich hatte einen Verlust des Temperatur-Empfindens... ich hatte keine Ahnung ob es im Raum Null grad oder 30 Grad hatte… ganz eigenartig sogar im Bad wo das Fenster über Nacht gekippt war merkte ich nix! Heissen Tee konnte ich als solchen identifizieren, und auch die Tasse fühlte sich für meine Hand warm an, aber Raumtemperatur Fehlanzeige. Ich bin echt mehrfach zum Heizkörper gegangen und hab ihn angefasst weil ich wissen wollte ob der Raum überhaupt beheizt ist.

Das ist jetzt weg! Als ich das erste Mal in Bad kam und feststellte „huch hier ist kühl“ hab ich mich gefreut!

Milder Verlauf ist das Zufall oder Glück?

Ich habe keine Ahnung ob es Glück oder Zufall oder Resultat meines Gesundheitszustandes war/ist.

Fakt ist ich wurde vor meiner Krampfadern-OP (Siehe Tag 70) gründlich durchgecheckt. Ich war das was man Gesund nennt ! Ich habe keinerlei Probleme mit Herz/Kreislauf oder Blutdruck. Alle Blutwerte im Idealbereich. Außer zweier ausgeleierten Beinvenen habe ich keine Gesundheitlichen Probleme. Gott sei Dank!

Und vermutlich deswegen macht mir dieses Corona auch nicht so sehr viel aus. Ich hatte echt ideale Voraussetzungen um mit diesem Virus klar zu kommen.

Aber dennoch habe ich nicht alles dem Zufall überlassen!

Ich nehme seit Jahren Nahrungsergänzungsmittel um meinen Vitamin-Bedarf zu decken. Angesichts meiner nicht perfekten Ernährung halte ich das für unverzichtbar.

Zusätzlich habe ich mir aus der Apotheke ein Vitamin C Präparat mitbringen lassen. Es war Cetebe Abwehr plus. Laut Packungsbeilage soll man davon eine Kapsel täglich zu sich nehmen. Ich habe nach Absprache mit einer Heilpraktikerin die Dosis vorübergehend erhöht. Ratschläge oder Hinweise in dieser Richtung habe ich von dem Arzt NICHT erhalten.

Gegen das Fieber habe ich Ibuprofen genommen, was mir der Arzt zwar geraten hat aber kein Rezept darüber geschrieben.

Um die Gefahr einer Thrombose zu verringern habe ich meine Stützstrümpfe fast ständig getragen… was angesichts der Schweißausbrüche echt nicht angenehm war!!!

Ich hoffe das es vorbei ist

Seit 3 Tagen bin ich Fieberfrei und nehme auch kein Ibuprofen mehr. Ich hoffe sehr das ich die Erkrankung jetzt hinter mir habe.

Mein Elan und Tatendrang sind allerdings noch nicht wieder da. Zwar schaffe ich es hier Texte zu schreiben, aber zu meinen so sehr geliebten Handarbeiten fehlt mir momentan noch der Antrieb.

Gestern habe ich versucht ein kleines Figürchen nach einer echt einfachen Anleitung zu häkeln. Ich denke das ich diese Figur unter normalen Umstanden in 2-3 Stunden fertig gestellt hätte den es ist echt nicht kompliziertes… Ich habe den Kopf der Figur gestern zweimal wieder auf gemacht weil ich mich jedes Mal mit der Maschenzahl nicht auf die Reihe bekommen habe. Irgendwie bin ich momentan doch noch nicht so richtig konzentriert.

Bei diesen Texten hier seht ihr ja nicht wie oft ich einen Satz neu tippen muss oder nicht. Die Rechtschreibprüfung macht hier gerade einen sehr guten Job…

Aussicht von meine Balkon aus

unterwegs?

Als ich eben dieses Bild für den Upload in diesen Blog vorbereitet habe, habe ich wie bei fast allen Bildern die Worte „unterwegs ist das ziel“ im Bild gespeichert. Ich mache das, damit man nicht so leicht meine Bilder klauen und woanders verwenden kann.

„unterwegs ist das ziel“ ist der Name meines Blogs… der schon seit paar Jahren so heißt. Effektiv „unterwegs“ war ich heute zwischen Bett, Couch und Toilette… der einzige besondere Aufenthaltsort war heute die Badewanne…

Das Bild zeigt die Aussicht von meinem Balkon aus. Auf dem ich heute nicht draußen war, wegen dem Wetter. Gestern konnte ich dort etwa 10 Minuten lang auf dem Balkon auf und ab gehen… Das war mein weitester Spaziergang seit dem 10. März!

Quarantäne in einer 60 qm Wohnung ist kein Zuckerschlecken !!!

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog ich hoffe am Wochenende aus der Quarantäne entlassen zu werden und dann kann ich auch wieder abwechslungsreicher hier berichten.

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Isolation und Freunde

Nun befinde ich mich seit eine Woche in der Quarantäne. Da ich positiv auf den Corona-Virus getestet wurde darf ich meine Wohnung nicht verlassen und mir sind alle Kontakte mit anderen Menschen verboten. Würde ich in einer Familie oder Wohngemeinschaft leben hätte ich ebenso die Pflicht mich von den Mitbewohnern räumlich zu trennen.

Nun Alleine sein bin ich mittlerer Weile gewohnt! In den letzten Monaten hatte ich ja darin ausreichend Training. In meinen 80 Tagen im Lockdown-Tagebuch hab ich beschrieben wie ich mit dem nixtun und dem alleine sein klar kam.

Corona-Quarantäne ist nochmal härter

Diese Quarantäne ist nochmal härter, weil ich nicht raus darf. Die ersten Tage hat mir das allerdings überhaupt nix ausgemacht. Ich lag mit Fieber im Bett und habe die meiste Zeit verschlafen. Da war ich noch ganz froh das ich meine Ruhe hatte und das anstrengendste war das ich einige Botengänge zu organisieren.

Doch jetzt bin ich Fieberfrei und ausgeruht und nun kommt langsam die Langeweile. Momentan widme ich mich intensivst dem Online Angebot der TV-Sender… Eine 8 Teilige Serie am Stück gucken usw… Das mache ich sonst nie aber in dieser Situation ist das ganz gut. Es lenkt mich von sorgenvollen Gedanken ab.

Besuchen Verboten!

Besuch darf ich keinen Empfangen und eigentlich darf ich noch nicht mal zum Briefkasten runter gehen. Deshalb hatten zwei Freundinnen vorgeschlagen für mich den Briefkasten zu leeren. Für dieses Vorhaben hatte ich bereits Stunden zuvor meinen Briefkastenschlüssel vom Schlüsselbund ab gemacht und desinfiziert.

Als die beiden unten vor dem Haus standen habe ich den Schlüssel ohne ihn mir der nackten Hand zu berühren zu ihnen aus dem Fenster geworfen.

Die Haustüre konnte ich mittels Summer öffnen und so konnten sie ins Treppenhaus. Sie leerten meinen Briefkasten und brachten die Post vor meine Wohnungstüre. Die ich nicht öffnete.

Da es in dem Moment gerade zu Regnen begann hatten sie zwei es nicht eilig schnell wieder zu gehen. So kam es das wir uns durch die verschlossene Wohnungstüre noch eine Weile unterhielten! Ich stand 2-3 Meter von der Türe entfernt in meiner Küche und die anderen Beide im Treppenhaus. Eine ungewöhnliche Art sich zu unterhalten. Aber mir hat das Gespräch sehr gut getan.

Außergewöhnliche Situationen erfordern Außergewöhnliches Verhalten.

Vor etwa mehr wie ein Jahr wäre solches Verhalten unmöglich gewesen. Besuch nicht rein lassen, keinen Kaffee oder ähnliches anbieten, keine Sitzgelegenheit oder sowas anbieten. Und dann Minutenlang durch die Türe brüllen… UNDENKBAR!

Und jetzt? ist „kontaktfreier Besuch“ normal.

Das Highlight war, das ich als der Regen vorbei war auf den Balkon gehen konnte und von dort ins Treppenhausfenster winken konnte. Plötzlich freut man sich über solche Kleinigkeiten.

Dieses Bild ist von heute Nachmittag, es soll Euch zeigen das es mir schon wieder einigermaßen gut geht.

In der Post war auch ein Brief einer Fan-Freundin aus Norddeutschland. Mit Post von ihr hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Umso mehr hat es mich gefreut das sie mir etwas zur Beschäftigung sendet. Vielen herzlichen Dank. Ich finde das voll liebt das ihr so an mich denkt!

Ganz liebe Anrufe

Ansonsten habe ich mich über ein paar liebe Anrufe von Freunden und Gemeindemitgliedern gefreut. Allerdings sind davon auch zwei auf meiner Mailbox gelandet von der ich bis vor kurzen gar nicht wusste das sie noch aktiv ist. Denn früher kam das ja nie vor das jemand anruft während ich telefoniere.

Früher kannte ich mich mal mit solchen Funktionen des Telekom Anschlusses aus, aber jetzt bin ich schon seit Jahren raus aus dem Thema. Wenn jemand von Euch weis wie man die automatische Mailbox komplett deaktiviert, wäre ich für einen Tipp dankbar. Denn ich möchte diesen Dienst nicht nutzen. Mir ist es lieber das der Anrufer einfach nur ein Besetztzeichen bekommt.

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Danke! Ich fühle mich umsorgt

Als Allererstes, ich bin positiv auf Corona getestet und ich halte mich strikt an die Quarantäne Auflagen. Ich befinde mich nach wie vor alleine in meiner Wohnung und weder verlasse ich diese noch kommt jemand zu mir rein.

Aber ich fühle mich durch Freunde und Bekannte gut versorgt!

Aber jetzt erst mal der Reihe nach:

Erholsame Nacht

Heute Nacht habe ich über 10 Stunden am Stück ruhig und erholsam geschlafen. Besser als die Letzten sechs Nächte. Ich bin nicht schweißgebadet auf gewacht und auch war mir nicht kalt. Diese Nacht bin ich mit meiner gewohnten Bettdecke gut zurecht gekommen und musste mir keine zweite oder dritte dazu holen.

Schon beim Aufwachen habe ich gemerkt „ah das tat gut“ ich habe wieder normal gelegen und nicht irgendwie verkrampft. So ging es meinem Nacken heute morgen besser als die letzten Tage.

Der Frühstückskaffee schmeckte normal gut und die Körpertemperatur lag bei 36.1 Grad. Nach dem gemütlichen Kaffeetrinken hab ich mich dann in das extra schön warm geheizte Badezimmer zurückgezogen und erst mal intensivst „Wellness“ betrieben.

Ich hatte wirklich intensiven Wunsch nach gründlicher Körperpflege und hab mir alleine drei mal die Haare Shampooniert… irgendwie hab ich mir eingeredet das der ganze Dreck der letzten verschwitzten Nächte noch in meinen Haaren hängt.

Meine einzige Angst war das das Gesundheitsamt vielleicht gerade dann anruft wenn ich nackt unter der Dusche stehe. Aber das ist nicht passiert.

Anruf vom Gesundheitsamt

Ich hatte mich schon gestern darauf vorbereitet und eine Liste gemacht mit welchen Menschen ich die letzte Zeit näheren Kontakt hatte. Zu meiner Überraschung haben wir nicht die ganz Liste benötigt. Der Mitarbeiter der mich für das Gesundheitsamt angerufen hat wollte gar nicht so sehr viel wissen.

Es handelte sich übrigens um einen freundlichen jungen Mann der Bundeswehr Angestellter ist und für diese Telefonate abkommandiert ist. Dieser war freundlich und umgänglich und war mir gefallen hat er hat als erstes gefragt „Wie geht es Ihnen?“. Er hatte eine Liste mit Fragen die er mir stellen musste und darunter ist auch „haben Sie jemand der ihnen Lebensmittel bringt?“. Diese Frage konnte ich ihm klar mit ja beantworten, aber ich machte deutlich das das sicher nicht jedem Corona-Patienten diesbezüglich so gut geht. Er erklärte mir das das Gesundheitsamt für solche Fälle Versorgungsdienste vermittelt. Das finde ich sehr gut. Nicht jeder hat so viel Freunde und so ein hilfbereites Umfeld. Auch konnte er mir ein paar weitere Fragen beantworten.

Im großen Ganzen hat mich dieses Telefonat beruhigt und ich weis jetzt besser woran ich bin, als vorher. Ich bin offiziell in Quarantäne bis 20.3. 24 Uhr. Bis dahin darf ich die Wohnung nicht verlassen und ich darf auch niemanden zu mir hinein lassen. Eigentlich sollte ich auch das Treppenhaus nicht betreten, weil ich da den Nachbarn begegnen könnte. Aus diesem Grunde sollte ich den Briefkasten nicht selbst leeren und auch den Müll nicht hinunter bringen.

Letzteres sehe ich nicht als Problem (ich kann Müllsack notfalls auf den Balkon stellen) und um meinen Briefkasten kümmert sich morgen eine Freundin. Der Gesundheitsamt-Mensch konnte mir sogar einen sinnvollen Tipp geben wie man das mit dem Briefkastenschlüssel am besten löst. Wenn ich diesen mit Desinfektionsmittel abwische darf ich ihn meiner Freundin „runterwerfen“.

Ich bin gut versorgt!

Es waren schon zwei verschiedene Freunde für mich Lebensmittel einkaufen, und beide haben es sehr gut gemeint und haben ein wenig mehr mit gebracht als ich aufgetragen hatte. So habe ich jetzt auch frische Blumen, Schokolade und Süßigkeiten.

mein Kühlschrank ist randvoll… so sieht der sonst nie aus! Danke!!!

Und heute hat eine ganz liebe Freundin das ganz noch getoppt. Sie hatte auch gefragt ob sie für mich einkaufen gehen soll und ich verneinte dies, weil ich ja eigentlich alles habe. Ich meinte „Du könntest mir was kochen und vor die Türe stellen“… das ha sie getan! Aber wie!!!

Sie hat eine riesige Einkaufstasche voller Essen gebracht. Eine Dose mit noch warmer Bolognese-Sauce (mindestens 500 gr) und eine Dose frisch gekochter Nudeln. Eine weitere Dose mit einer anderen selbst gemachten Sauce mit zwei Packungen Spaghetti. Eine Dose Suppe und eine Tüte Tiefgefrorener Pommes Frittes ! Boah jetzt hab ich Essen für die ganze Woche!!!

Des weiteren haben noch mehr Freunde und Bekannte geschrieben oder angerufen, ob ich noch irgendwas brauche. Herzlichen Dank dafür !!!

Ich fühle mich echt umsorgt und gut versorgt.

Besonders gefreut hat mich auch ein Anruf einer Dame aus meiner Kirchengemeinde. Mit ihr hatte ich nie den wirklich engen Kontakt, aber sie rief an um zu fragen: „Möchtest Du das wir in der Gebetsgruppe für Dich beten?“ Das hat mich voll gefreut, einmal weil sie an mich denkt, und zweitens das sie mich fragt ob es mir recht ist wenn sie andere dazu auffordert für mich zu beten.

Ich habe ganz klar Ja gesagt, denn ich bin überzeugt das Gebet ,auch von Außenstehenden, etwas bewegt. Ich glaube an Jesus Christus und das er für mich sorgt und mich behütet!

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog. Ich hoffe Du schaust bald wieder bei mir herein.

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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Positiv

Liebe Leser, diesen Artikel hatte ich eigentlich schon für gestern geplant, aber ich wollte nicht schreiben bevor ich das Ergebnis vom C…Test habe.

Ich hätte so gerne darüber geschrieben wie positiv das Wort „Negativ“ sein kann. Doch leider sieht die Realität anders aus.

Wieder erwarten ist das Testergebnis positiv, das heißt im Klartext das in meinem Abstrich aus Nase und Mund der SARS-COV19 nachgewiesen werden konnten. PENG!

Meine Aktuelle Krankheit ist also das sogenannte Corona! Scheisse!

Diese Information habe ich heute Abend gegen 19 Uhr erhalten. Seit dem telefoniere ich rum… Ich hab meinen Chef und ein paar Arbeitskollegen informiert. Den Taxifahrer vom Freitag angerufen. Meine Schwester informiert und noch ein paar Leute die unbedingt Bescheid wissen wollten…

Morgen muss ich dann die anstehende Krampfadern-OP (zweites Bein) absagen.

mind. 10 Tag Quarantäne !!!

Die nächsten 10-14 Tage werde ich alle Kontakte vermeiden müssen und sollte die Wohnung nach Möglichkeit nicht verlassen. Ob und unter welchen Bedingungen ich „spazieren gehen“ darf muss ich noch abklären.

Folglich werde ich die nächsten Tage auch nichts spannendes erleben. Aber ich vermute das ich schon alleine aus Langeweile und Mitteilungsdrang hier schreiben werde. Denn irgendwas muss ich ja tun…

Liste der Kontakte?

Demnächst ruft mich das Gesundheitsamt an und will meine Kontaktpersonen wissen… alle Personen mit denen ich länger wie 15 Minuten in einem Raum war….

Beantworte Dir selbst mal die Frage! Nicht gerade leicht, schon gar nicht wenn Du Fieber hast…

So, jetzt hoffe ich auf einen weiterhin „milden Verlauf“

Bleibt Gesund!

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Öffentlicher Verkehr… von der Angst etwas falsches zu tun

Wer mich und diesen Blog kennt, der weiß das ich grundsätzlich gerne mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs bin. Mir machen auch lange Fahrten im Zug oder Bus nichts aus. Vielleicht auch dadurch geprägt das ich in einem Haushalt ohne Auto aufgewachsen bin hatte ich eigentlich nie Probleme mit anderen Menschen im gleichen Fahrzeug zu reisen.

Doch seit diesem Frühjahr ist plötzlich alles nicht mehr so wie es mal war! Die sogenannten „Maßnahmen zur Eindämmung von Covid-19“, die unser aller Leben auf den Kopf gestellt haben sind auch bei mir und meinem Sicherheitsempfinden nicht ganz Spurlos vorbei gegangen.

Anfang März war ich dann schon so nervös, das ich meiner 80 Jährigen Mutter einen riesigen Hamster-Einkauf gebracht habe und ihr gesagt habe ich würde sie bis auf weiteres nicht mehr besuchen. Sie wohnt nur knapp 30 km von mir entfernt. Doch da ich keinen eigenen PKW besitze empfand ich eine Fahrt zu ihr als zu riskant.

Genau das wurde uns ja von allen Medien und von der Regierung eingebläut! „Reisen sie nicht“, „machen Sie keine Besuche!“, „meiden Sie den Kontakt mit älteren Menschen“…

Meine Mutter hat die Situation relativ gut verarbeitet, da sie schon immer sehr zurückgezogen lebt und nicht viele Kontakte hat. Und auch das ich oder meine Schwester sie mal 2 Monate nicht besuchen kommen, kam schon mal vor… war aber eigentlich nie so gewollt.

Diesmal habe ich ihr aber gesagt „ich komme die nächsten Monate nicht“ Weder mit dem Zug noch mit dem Leihwagen“… dieses „das ist zu gefährlich“ musste ich gar nicht dazu sagen. Sie sieht ja auch fern und hat all diese Aufrufe und Warnungen mitbekommen.

Aber was hat diese Situation mir mir gemacht?

Bisher war es nie meine Absicht mich wochenlang nicht um meine Mutter zu kümmern, meistens war das „keine Zeit haben“ mit meiner Arbeit oder irgendeiner Reise verbunden. Ich glaubte wirklich keine Zeit für meine alte Mutter zu haben.

Doch dann kamen die Kontaktverbote… Gymnastik und Chroproben wurden abgesagt, Konzerte und andere Veranstaltungen nach und nach auch alle. Eine Freundin in Hamburg die ich besuchen wollte sagte schon sehr früh „es ist besser wenn Du dann nicht kommt“ und ich dachte zuerst sie übertreibt etwas… doch kurz darauf wurden wir alle dazu aufgefordert überhaupt nicht mehr zu reisen. Plötzlich hatte ich immer mehr Zeit… genau das was ich für meine Mama in den letzten Monaten und Jahren zu wenig hatte… und jetzt war Zeit da aber ich durfte nicht zu ihr fahren.

Spätestens als die Anzeige der nahen S-Bahn plötzlich nur noch „Fahren Sie nur noch wenn es unbedingt sein muss“ anzeigte wurde mir vollends mulmig.

Ich hatte eigentlich nie richtig Angst das ich krank werden könnte, aber die Angst die Krankheit unwissentlich von einem zum andere zu tragen war sehr stark da.

Meine Mutter ist 80 Jahre alt, eigentlich noch ganz rüstig doch Bluthochdruck und Osteroposekrank und … da sie schon fast ewig raucht, Lungenkrank. Also genau das was man Risikopatient nennt!

Selbst wenn dieser Virus bei mir nur ne Grippe oder eventuell noch nicht mal das auslöst, für sie könnte die Krankheit tödlich enden.

Genährt wurde diese Angst durch die Nachricht das mein Onkel, ihr 15 Jahre jüngere Bruder nachgewiesen an Corona erkankt war! Die Ärzte hatten zwar erst alles mögliche Andere bei ihm vermutet, weil er keinen wissentlichen Kontakt mit einem Corona-Fall hatte.

Mein Onkel ist Dialysepatient, Zuckerkrank, hat mehrere Bypässe und ein fortgeschrittenes Lungenleiden. Die Diagnose Corona klang für mich wie ein Todesurteil ! Mehrere Tage hab ich oft und lang mit ihm telefoniert und mich schon fast von ihm verabschiedet. Zusammen hatten wir beschlossen seiner Schwester, meiner Mama, nichts davon zu sagen, weil wir vermuteten das diese schlimme Nachricht sie umbringen könnte.

Nun, mein Onkel musste zwar zeitweilig ins Krankenhaus, und es ging ihm auch sehr schlecht, doch er wurde überraschend bald als „geheilt“ entlassen.

Mittlerer Weile hat er seiner Schwester die ganze Krankengeschichte erzählt und sogar sie meinte dazu „also wenn Du das überlebt hast, dann ist es ja gar nicht so schlimm!“

Dazu muss ich erwähnen das meine Mutter in ihrem Leben schon sehr oft um das Leben ihres kleinen Bruders zittern musste. Er kam auf die Welt als Frühchen und war in der Kindheit immer sehr dünn und kränklich. Als junger Erwachsener hat er so ziemlich alles schlimme angestellt was man sich so vorstellen kann. Alkohol, Drogen, Autounfälle usw… Dann war er mal mit anfang 30 sehr schwer krank. Was genau weiß ich gar nicht, weil ich noch Kind war und mir meine Mutter nix sagen wollte.

Jedenfalls wurde sie ihn die Klinik gerufen um sich von ihm zu verabschieden. Die Ärzte meinten sie könnten nix mir für ihn tun. Er hat überlebt und sich wieder vollständig berappelt.

Dann bei einer Bruch-Operation erwachte er aus der Narkose und der Arzt schimpfte: „was fällt ihnen ein sich in diesem Zustand operieren zu lassen! Sie sind wieder aufgewacht, aber mit dem Zuckerwert sind andere tot“… offensichtlich glaubten die Ärzte, er würde die Narkose nicht überleben. Doch auch das überstand er! Ab da war er als „schwerst Zuckerkrank“ ein ständiger Problempatient.

Meine Mutter meinte schon vor 10-15 Jahren „naja der macht es nicht mehr lang“… doch wieder erwarten starben seine beiden Brüder, jedoch er nicht.

Aufgrund der „Eindämmungsmaßnahmen“ wurde mein Arbeitsplatz 5 Wochen lang geschlossen und ich hatte sowas wie Zwangsurlaub. Eigentlich endlich mal genug Zeit um mich um meine Mutter zu kümmern. Doch ich durfte ja nicht hin. Also telefonierten wir ganz viel, ich glaube sie war sogar glücklich darüber. Und wir schickten mehrfach kleine Päckchen hin und her.

Erst am Muttertag, da habe ich endlich gewagt zu ihr zu fahren. Ich hab lange überlegt was wohl das sicherste und beste ist und habe mich um so wenig Kontakt wie möglich mit anderen Menschen zu haben für die Fahrt mit einem Car-Sharing Auto von Stadtmobil entschieden.

Vor lauter Angst ich könnte den Virus von eine Nutzer vor mir zu meiner Mutter tragen, habe ich sämtliche Stellen im Auto die ich anfassen muss mit einem Desinfektionsmittel abgewischt… Lenkrad, Türen usw. völlig paranoid! Denn das Virus kann auf Oberflächen nicht lange überleben.

Bei meiner Mutter hatte ich es vermieden in ihre Wohnung zu kommen und wir haben uns an den Gartentisch gesetzt. Um ja nix von ihrem Haushalt zu „kontaminieren“ habe ich alles Geschirr und Kuchen mitgebracht und nur den Kaffee hat sie beigesteuert.

Bei diesem ersten Treffen vermieden wir jede Berührung. Keine Umarmung und nix. Aber wir konnten uns sehen und sie hat sich soooooooo darüber gefreut.

Heute war ich bei meiner Mutter

Heute war ich jetzt das zweite Mal bei meiner Mutter und ich bin mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu ihr gefahren.

Mit der S-Bahn von Lörrach nach Weil am Rhein und dann mit dem Nahverkehrszug bis Müllheim und dort nochmal ein Stück Bus.

Ich muss zugeben ich hatte große Bedenken. Ist das gefährlich wenn mir andere Personen zu nah kommen. Sind vielleicht zu viele Leute im Zug oder Bus… Alles völlig grundlos!

In der S-bahn waren nur ganz wenige Menschen unterwegs, alle mit Mundschutz, eine alte Dame sogar mit Handschuhe und man hat gesehen das sie möglichst nichts anfässt.

Im Zug der deutschen Bahn haben sich die reisenden Personen noch mehr verteilt. Ich saß in einem zweistöckigen Wagon oben, weil dort erfahrungsgemäß weniger los ist und in dem Bereich saß noch ein junger Mann 3 Reihen von mir entfernt. Während der Fahrt ist eine Person an mir vorbei gelaufen, das war es.

In Müllheim hat es mich vor dem Bus gegruselt, weil der erfahrungsgemäß sehr voll ist. Zu meiner Überraschung kam ein größerer Gelenkbus und es waren viel weniger Fahrgäste als sonst. Es war in etwa jede zweite Reihe besetzt, jeder trug Mundschutz und es wurde auf größtmöglichen Abstand zu anderen Personen geachtet.

Auch beim Ein- und Aussteigen ist mir aufgefallen das die Leute alle aufmerksamer und rücksichtsvoller sind und nach Möglichkeit Abstand halten. Also zumindest die Leute die heute unterwegs waren, waren echt besonnen.

Vor meiner Fahrt hatte ich echt Angst ich würde etwas falsches, etwas gefährliches tun. Doch ich kann mir nicht vorstellen das irgendeine Person der ich begegnet bin mich hätte mit irgendetwas anstecken können.

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Blutspenden in der Corona-Krise ist trotz Versammlungsverbot möglich

Seit Jahren bin ich regelmäßiger Blutspender und als solcher bin ich beim roten Kreuz registriert. Aus diesem Grunde werde ich angeschrieben wenn es Termine für die Blutspende in der Nähe gibt. Doch diesmal staunte ich nicht schlecht das ich in dem Brief aufgefordert wurde mir online oder telefonisch dafür einen Termin machen zu lassen.

Blutspenden finden totz Versammlungsverbot statt, da diese zu den Lebenswichtigen Infrastrukturen gehören. Blut wird immer gebraucht, auch bei Ausgangssperre.

Für mich persönlich habe ich lange überlegt und gezweifelt ob ich dort hin soll. Denn es ist nun mal eine Zusammenkunft von vielen Menschen, von denen momentan dringend abgeraten wird. Aber ich dachte mir, wer kann besser aufpassen das sich die einzelnen Personen richtig verhalten als die geschulten Mitarbeiter des roten Kreuz?

In normalen Zeiten sehe ich es als meine Pflicht an, als gesunder Bürger so oft wie möglich spenden zu gehen. Denn der Anteil der Personen die nicht mehr spenden dürfen steigt immer mehr. In meinem Alter muss ich schon dankbar sein um nicht in einen der Ausgeschlossenen Personenkreise zu gehören. Für meine Gesundheit bin ich sehr dankbar und deshalb möchte ich mein möglichstes tun solange ich noch so gesund und fit bin. Es kann soo schnell vorbei sein, ein Unfall oder eine größere OP und man braucht selbst Spenderblut. Danach darf man nicht mehr für andere spenden.

Bisher war der Hauptgrund einen Spendentermin nicht wahr zu nehmen immer das „keine Zeit“. Ich musste arbeiten. Und extra einen Tag frei nehmen um zur Blutspende gehen zu können… naja. ich hab mich noch nie getraut danach zu fragen.

Zeit habe ich momentan mehr denn je, denn mein Arbeitsplatz ist von de allgemeinen „Shut Down“ betroffen. Deshalb entschied ich mich diesen Termin in Haltingen wahr zu nehmen.

Terminvergabe für die Blutspende

Terminvergabe für die Blutspende gab es meines Wissens nach bisher nicht. Doch seit Corona gibt es plötzlich ganz viele neue Lösungen. In dem Einladungsbrief wurde auf die Möglichkeit der online Terminvergabe hin gewiesen. Leider hat diese bei mir nicht funktioniert. Entweder lag es daran das die Veranstaltung schon fast voll wahr, ich zu spät dran war (2Tage vorher) oder ich habe mich einfach zu blöd angestellt.

Weil ich online nicht weiter kam habe ich die auf der Webseite angegeben Telefonnummer angerufen. Auch hier erst mal Warteschleife und zweimal die Ansage „Speicherkapazität ausgelastet, bitte rufen Sie später nochmal an“. Es überrascht mich nicht, das Nummer vom Roten Kreuz in der augenblicklichen Situation sehr ausgelastet sind, finde es aber beruhigend das trotzdem so eine Ansage kommt und nicht gar nix mehr geht.

Geduldig habe ich es einfach einige Minuten später versucht und kam auch durch. Eine Mitarbeiterin gab mir einen Termin am Freitag um 18.15, das sei das einzige was noch frei war.

Wie komme ich zum Spende-Ort?

Normalerweise gar kein Problem. Halingen ist nicht so weit weg und ich bin ja schon mal mit dem Fahrrad zum Blutspenden gefahren. Unter „Blutspenden bei 38 Grad“ berichte ich davon. Die Spende fand zwar in Weil am Rhein statt, doch ich war versehentlich zu weit gefahren und in Haltingen gelandet… es wäre also theoretisch machbar.

Im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung Covid-19 sind die Grenzen zur Schweiz geschlossen. Ein Grenzübertritt ist auch an der „grünen Grenze“ bei Weil am Rhein strengstens untersagt! Mir wurde berichtet das gerade der beliebte Fahrradweg an der Wiese (Fluss) streng kontrolliert wird, da zu viele Schweizer und Deutsche dennoch probiert haben zu passieren.

Und genau dort wäre ich lang gefahren. Zwar nur etwa 500m auf schweizerischen Gelände, aber genau das ist jetzt verboten!

Alternative wäre mit dem Fahrrad über den Tüllinger (Berg) fahren… ähm nein das pack ich nicht, ich bin kein Mountainbiker und kein Leistungssportler.

Die Nächste Variante wäre gewesen mit der S-Bahn nach Weil und dort umsteigen auf den Zug (nur eine Station). Das funktioniert momentan nicht, denn auf der Zugstrecke Basel-Freiburg gab es vorgestern ein schweres Zugunglück und es können momentan keine Züge fahren!

Möglich wäre eine Kombination: S-Bahn und das Fahrrad mitnehmen und von Weil nach Haltingen radeln. Normal auch kein Problem… ABER: Momentan verkehren die S-Bahnen nur noch stündlich und somit hätte ich abends länger an einem Bahnhof warten müssen. Das ist auch nichts was man will in einer Zeit in der eine fast Ausgangssperre herrscht.

Beste Lösung: Carsharing

In diesem Fall habe ich mich dazu entschlossen ein Carsharing Auto von Stadtmobil zu nehmen. Das ist zwar auch die unsportlichste und teuerste Lösung, aber in diesem Falle muss das sein. Wenn Du wissen willst wie das genau funktioniert schau mal unter „meine Erfahrung mit Stadtmobil“

Oberste Regel „Abstand Halten“

Ich kam gegen 18 Uhr an der Festhalle in Haltingen an. Schon von weitem konnte ich sehen das hier etwas aussergewöhnlich ist. Quer über die länge des Parkplatzes eine Absperrung mit Flatterband und darin stehen alle 2-3 Meter Personen. Das war die Warteschlange am Einlass zu der Halle. Alle paar Meter ein Rotkreuz Mitarbeiter der darauf achtet das sich alle an die Abstandmarkierungen halten, die mit Kreide auf den Boden gemalt sind. „Sie dürfen weiter bis zum nächsten Strich…“

An die Schlange anstehen darf auch nur wer einen Termin hat und auf der Liste steht. Steht man dann in der Schlange bekommt man ein Getränk gereicht, mit der Aufforderung dieses möglichst schnell zu trinken. Also die ersten 15 Minuten „Stehparty“ in der Abendsonne.

Ich hatte meine Wasserflasche schon längst leer bis ich am nächsten Checkpoint war. Hier wurde die Körpertemperatur gemessen und abgefragt ob man im Ausland war, ob man mit Corona-Patienten Kontakt hatte usw. Personen die in der Schweiz arbeiten wurden hier genauso abgewiesen wie Leute die Fieber haben.

Schon hier fiel mir die „besondere“ Organisation auf. Die Mitarbeiterin die die Temperatur misst und deshalb allen Spendern nah kommen muss, trägt neben einer Mund-Nase-Maske einen Helm mit Plexiglas vor ihrem Gesicht. Was leider bewirkt das sie ihre Fragen „Waren Sie im Ausland?“ usw. beinahe schreien muss. Alle paar Minuten kommt eine weitere Mitarbeiterin und desinfiziert ihr die Hände (Handschuhe) und das Messgerät.

Der Nächste Checkpoint: Hände desinfizieren! und man erhält ein Handzettel mit den wichtigsten Verhaltensregeln bezüglich Corona.

Die Reise nach Jerusalem in Zeitlupe

So kam es mir im Gebäude fast vor… Als spielen wir alle ganz langsam das Spiel „Reise nach Jerusalem“ bei dem es darum geht einen freien Stuhl zu erhaschen…

Nur das hier im Gebäude die Stühle dazu da sind das wir setzt genügend Abstand halten. Und erst wenn der Nachbar aufsteht und zum nächsten Stuhl weiter geht darf ich aufrücken.

Zuerst einen Gang entlang, dann in einem größerem Raum im Kreis herum. Dort eine Rotes Kreuz Mitarbeiterin die immer wieder aufruft wenn 2-3 Personen einen Raum weiter dürfen. Eine Treppe hoch und dann endlich im Saal, aber wieder von Stuhl zu Stuhl, ganz langsam.

Hier im Saal habe ich dann meine selbst genähte Mund-Nase-Maske angezogen, weil mir aufgefallen ist das alle Rotes-Kreuz-Mitarbeiter und etwa ein drittel der Spender welche tragen.

Um 20 Uhr lag ich dann endlich auf der Liege und konnte mein Blut erfolgreich abliefern.

Die Blutspende hat gut und problemlos geklappt. Unmittelbar danach lief es etwas anders als sonst. Es gibt keine „Taxis“, also Leute die einen zum Sitzplatz begleiten und kein Essen in der Halle.

Stattdessen bekommt man ein Vesperpaket sowie eine riesige Packung „Merci“-Schockolade mit. Im Gegensatz zu sonst wird man gebeten die Halle möglichst schnell zu verlassen.

Wenn Dich das Thema Blutspende interessiert empfehle ich Dir meinen Artikel Blutspende bei 38 Grad oder diesen Artikel einer Bloggerin sowie die offizielle Seite des DRK-Blutspendendienstes .

Wenn Dich interessiert wie eine Blutspende sonst abläuft empfehle ich Dir einen Artikel „Blutspende bei 38 grad“