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Meine Erfahrung mit dem Varizen Stripping / Krampfadern ziehen

Hier möchte ich meine Erfahrungen mit der Varizenstripping Methode bzw. Venenstripping beschreiben. Es handelt sich um mein persönliches Erleben und stellt keine medizinische Beratung dar. In meinem Text beschreibe ich wie ich das Krampfadern ziehen erlebt habe.

Ich bin 49 Jahre alt und arbeite in einem stehenden Beruf. Eigentlich habe ich keine blauen „Krampfadern“ oder Besenreiser. Oberflächlich sahen meine Beine eigentlich gut aus.

Doch in den letzten Jahren hatte ich immer bei sehr warmen Temperaturen Probleme mit den Beinen. Regelmäßig hatte ich bei über 30 Grad dick geschwollene Füße und hässlich hervortretende Adern. Besonders über dem Knie was mich optisch sehr störte, dann wenn schönes Wetter war, waren meine Beine potthässlich. Seit drei Jahren trage ich bei Wärme lange Röcke und Kleider und Kniestrümpfe mit Kompression (Klasse 3 vom Arzt verschrieben)

Dieses Foto zeigt mein „besseres“ Bein, das zu dem Zeitpunkt noch nicht operiert war. Klar zu erkennen ist auch das das andere bereits operierte Bein dieses Problem nicht mehr hat.

Diagnose schon vor 3 Jahren

Schon vor über 3 Jahren hatte meine Hausärztin mich zu einem Phlebologen überwiesen. Dieser untersuchte meine Beine mit Ultraschall und diagnostizierte Varizen und schlug damals schon eine Operation vor.

Allerdings hatte ich große Angst vor der OP und habe es deshalb immer wieder vor mir her geschoben. Da bisher meine Beschwerden in der kalten Jahreszeit von alleine besser wurden, ging das auch eine Weile gut.

Bisher hatte ich eine Operation und damit eine Krankmeldung von etwa 14 Tagen und Stützstrümpfe für mindestens 4 Wochen verhindern wollen… Doch nun ging das nicht mehr.

Dieses Jahr, während des langen Lockdown wurden meine Beine im tiefsten Winter schlimm. Die Symptome die sich sonst nur im Sommer einstellten waren jetzt bei Winterlichen Temperaturen dauerhaft da.

Meine Symptome waren:

  • geschwollene Füße
  • schwere Beine
  • heraustretende Adern am ganzen Bein (am knie beginnend und bis zu Fuß ausbreitend)
  • Abendliche/Nächtliche Schmerzen
  • Druckgefühl in Fuß und Wade (dadurch Albträume das meine Beine eingeklemmt seien)

Wo wird Operiert?

Ein Varizen-Stripping kann entweder Stationär im Krankenhaus gemacht werden (beide Beine gleichzeitig) oder Ambulant in einer Tagesklinik. Die Stripping-Methode benötigt fast immer eine Vollnarkose.

Angesichts der Corona-Situation hatte ich mich für Ambulante OPs entschieden. Ich wurde in der Tagesklinik Weil am Rhein behandelt.

Wie wird werden die Krampfadern gezogen?

Eine sehr gute Erklärung findest Du unter Leading Medicin Guide. Auch gibt es auf Youtube Videos die solche Operationen zeigen. Diese sind nichts für schwache Nerven und ich muss zugeben das ich froh bin das ich sie nicht vor der ersten OP gesehen habe. Denn das hätte mir evtl mehr Angst gemacht.

Nur so viel: Es ist nicht so gruselig und schlimm wie man es bei dem Umgangssprachlichen Begriff „Krampfadern ziehen“ erwarten würde. Wobei dies den eigentlichen Vorgang sehr gut beschreibt. Die erkrankte Ader wird wirklich herausgezogen. Wobei das lange nicht so blutig ist wie ein Leihe sich das vorstellen würde.

Die Operation ist minimal invasiv, also die Wunden sind sehr klein, aber eben über das ganze Bein verteilt. Es gibt keine großen Schnitte und die Wunden heilen recht schnell zu. Nach einer Woche können die Fäden gezogen werden.

Allerdings passiert das meiste innerlich, im Bein, denn das Blut muss sich ja neue Wege suchen und das führt zwangsläufig zu Blutergüssen.

Blutergüsse sind normal

so sah mein Bein nach der OP aus

Die Blutergüsse am Oberschenkel hatten sich in den darauf folgenden Tage über die gesamte Fläche verteilt. Mein Oberschenkel war also ein paar Tage komplett Blau/Lila. Allerdings hatte ich keine starken Schmerzen.

Beim zweiten Bein war dies jedoch nicht so viel.

Verbandswechsel am 2. Tag nach der OP

Wie ihr auf den Bildern erkennen könnt war bei mir beim zweiten Bein das Hauptsächliche OP Gebiet weiter unten als beim ersten. Wo genau geschnitten wird ist sehr indivduell.

Auf dem oberen Bild kann man es nur erahnen das ich der Wade unten links zwei Wunden hatte. Bei dem anderen Bein war war nichts an der Wade und stattdessen mehrere Löcher am Oberschenkel.

Hat es sehr weht getan?

Das fragt mich jeder, und jeder der diese Bilder sieht denkt das es fürchterlich weh tun muss. Aber Nein! Die Schmerzen waren weit nicht so schlimm wie es aussieht.

Die einzelnen kleinen Wunden tun kaum weh. Wenn Du Dich in den Finger geschnitten hast, tut es danach ja eigentlich auch nur weh wenn Du mit dem Finger etwas berührst. Mit dem Oberschenkel oder der Wade berührst Du normalerweise sehr wenig. Empfindlicher ist da der Bereich um das Knie, ins besondere weil hier die Wunden durch die Beugung etwas gespannt werden. Das tut die ersten 2-3 Tage etwas weh. Dadurch kann man das knie kaum anwinkeln, hinsetzen und aufstehen ist ein wenig schmerzhaft. Die ersten zwei Tage ist es etwas umständlich in ein Auto ein zusteigen. Selber Autofahren darf man dann noch nicht.

Nach der Operation sollte man nicht allein sein

Nach der Operation sollte man mindestens 24 Stunden nicht alleine sein. Denn sollte es zu Komplikationen kommen, muss jemand da sein der einen in die Klinik bringt.

Außerdem ist man die ersten 1-2 Tage etwas hilfsbedürftig. Denn aufstehen und setzen tut weh, sich beugen und stecken ebenso. Da ist es ganz angenehm wenn jemand der einem hilft.

Diese Person muss vielleicht auch mal beim Strümpfe an und ausziehen helfen, denn man kommt durch die Wunden am Knie und in der Leiste zeitweise nicht an den Fuß.

Wie es mir einen Tag nach der ersten (schlimmeres Bein) OP ging habe ich hier beschrieben.

Welche Nebenwirkungen kann es geben?

Wie bei jeder Narkose bestehen die bekannten Risiken. Je nach schwere der Erkrankung dauert die Operation 30-120 Minuten. Für mein linkes Bein das zuerst operiert wurde lag ich etwa eine Stunde in der Narkose. und ich brauchte danach über 4 Stunden um wieder einigermaßen „normal“ zu sein. Zuhause habe ich dann den ganzen Nachmittag ebenfalls geschlafen.

Beim zweiten Bein war die Narkose viel kürzer und ich war nach 2 Stunden schon viel orientierter. Auch am Nachmittag fühlte ich mich besser und wacher. Eigenartiger Weise konnte ich in der Nacht nicht einschlafen (also genau das Gegenteil wie nach der ersten OP)

Nachblutungen möglich

Wie nach jeder Operation kann es auch hier zu Nachblutungen kommen, das ist selten und nicht lebensbedrohlich. Aber mich hat es extrem erschreckt! Mehr dazu kannst Du unter 12. Mai nachlesen.

Wie lange kann man nicht Arbeiten?

Selbstverständlich hängt das individuell davon ab, wie viel Adern betroffen sind. Mindestens jedoch 10 Tage. Meistens 2-3 Wochen. Sicherlich hängt das auch vom Beruf ab.

Was man noch wissen muss

Nach der OP kannst Du Dich etwa eine Woche lang nicht richtig duschen. zwar werden die Wunden am Bein nach dem Verbandswechsel mit Wasserfesten Pflastern versorgt, dies ist aber bei der Wunde in der Leiste nicht möglich.

Die Wunde in der Leiste ist die größte und unangenehmste. Dadurch kannst Du Dich tagelang nicht richtig bücken. Schuhe binden usw. geht ein paar Tage nicht.

Nach der Operation soll man möglichst schnell wieder laufen. Aber am Anfang strengt das über die Maßen an, und man geht sehr sehr langsam. Trotzdem ist genügend Bewegung ganz wichtig damit sich das Bein schneller regeneriert und die Blutergüsse zurück gehen. Zuviel Schonung ist hier also kontraproduktiv.

Wenn man sitzt Beine hochlegen !

Stützstrümpfe tragen nach der Varizen-Stripping-OP

Nach dem Varizen Stripping / Krampfadern ziehen muss man mindestens 4 Wochen Stützstrümpfe tragen! Und das sind leider die langen hässlichen Dinger. Das Anziehen dieser angepassten Strümpfe erfordert etwas Übung. Mein dringender Tipp dahier gewöhne Dir die Dinger ein paar Tage vor der Operation schon an, denn die ersten Tage nach dem Eingriff ist das an und ausziehen der Strümpfe leicht schmerzhaft und wenn Du Dich dann noch ungeschickt anstellst erst recht. Also unbedingt vorher üben.

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Ist das Reisen mit dem Flixbus gefährlich?

Ist es wirklich gefährlich mit einem Fernbus zu fahren. Sind die Busse von Flixbus unsicherer als andere? Welche Gefahren bestehen wirklich? In diesem Artikel habe ich mir Gedanken darüber gemacht wie gefährlich oder nicht es wirklich ist.

Immer wieder tauchen in den Medien Berichte über schwere Unfälle mit Bussen auf, in denen behauptet wird es läge vor allem an den schlechten Busfahrern die für Flixbus unterwegs sind. Es wird davor gewarnt das es gefährlich sei mit Flixbus zu reisen. Doch sieht man sich die Statistiken genauer an erkennt man das es keine wirkliche Häufung gibt. Es häuft sich nur die Berichterstattung darüber.

Immer öfter wird bei einem Unfall ein grüner Flixbus erwähnt. Ist doch völlig normal, das in der heutigen Zeit mehr grüne Busse an Unfällen beteiligt sind als noch vor ein paar Jahren, den es sind ja auch viel mehr Fahrzeuge mit Flixbus Lackierung auf den Straßen unterwegs.

Laut dem Statistischen Bundesamt hat die Zahl der Unfälle in denen ein Bus involviert ist zugenommen, aber stellt man dagegen das insgesamt auch viel mehr Busse unterwegs sind relativiert sich das wieder.

Seit 1992 hat die Zahl der Unfälle unter Beteiligung von Bussen um 1,2% (ein Prozent!) zugenommen. Betrachtet man aber die Zahl der getöteten Personen, diese hat rapide abgenommen. Dies ist wohl vor allem den verbesserten Sicherheitsstandards in den Fahrzeugen zuzuschreiben.

Im Jahr 2017 starben 18 Menschen mehr durch einen Unfall mit dem Bus als im Jahr davor, und diese Steigerung um 450% ist nur einem einzigen Unfall zuzurechnen.

66% aller bei einem Unfall mit einem Bus verletzten Personen saßen in einem Linienbus. Zweidrittel ! Also ist Linienbus fahren doch gefährlicher, oder?

ein Flixbus an der Haltestelle

Welche Gefahren gibt es beim Flixbus fahren?

Also die Wahrscheinlichkeit in einen Verkehrsunfall verletzt zu werden ist viel kleiner als man denkt. PKWs verunglücken weit öfters als Busse. Nur wird über ein Autounfall mit 1-4 verletzten oder getöteten Insassen wenig berichtet. Passiert aber etwas mit einem Bus, trifft es gleich viel mehr Menschen, was rein logisch ist, weil viel mehr Personen in einem Fahrzeug sitzen.

Ein gewerblich genutzter Bus muss viel besser gewartet werden als ein normaler privater PKW und ist meist in einem viel besseren technischen Zustand als mach geliebtes Vehikel. Ganz zu schweigen von den vielen LKWs die aus aller Herren Länder die auf unseren Straßen verkehren.

Ein Laienhafter Zwischengedanke: Was passiert wenn ein defekter LKW einen PKW rammt… und was wenn er einen großen schweren Bus rammt? Welche Insassen sind dann besser dran, die im PKW oder die im Bus?

Was kann wirklich passieren?

  • Falsch einsteigen? kannst Du eigentlich nicht, denn der Busfahrer lässt Dich nur rein wenn Du wirklich für diesen Bus gebucht hast.
  • Bus nicht finden? Bei jeder Buchung erhältst Du eine Wegbeschreibung wo Dein Bus abfährt, wenn Du die nicht liest… dann …  Der Bus ist meistens grün, aber nicht immer! Wenn Du bei der Buchung Deine Handynummer angibst wirst Du per SMS informiert wenn ein anderer Bus fährt. Und wie bei allen öffentlichen Verkehrsmitteln gilt „wer lesen und fragen kann ist klar im Vorteil“
  • kein Sitzplatz? Gibt es nicht, es werden nur so viele Tickets verkauft wie in den Bus passen. Dennoch ist es immer ratsam frühzeitig da zu sein, dann ist es wahrscheinlicher das man den Sitzplatz aussuchen kann.

Auf Dein Gepäck musst Du selbst aufpassen!

Bei Flixbus gibt es niemanden der deinen Koffer oder so ein oder aus läd, das musst Du selber machen. Und genau hier liegt die einzige wirkliche Gefahr. Nämlich das jemand versehentlich oder absichtlich Dein Gepäckstück mit nimmt. Das sollte theoretisch nicht passieren können, weil jeder Fahrgast offiziell nur ein Gepäckstück haben darf und wenn einer mit zwei Koffern weg geht, sollte das auffallen. Tut es in der Realität aber leider nicht. Der Busfahrer hat in dem Moment wenn die Leute ihre Sachen aus dem Laderaum holen ganz andere Dinge zu tun, und hat weder Zeit noch die Möglichkeit darauf zu achten wer was mit nimmt.

Aber das ist doch das gleiche wie beim Gepäckband am Flughafen, da kann man auch nicht 100%ig ausschließen das jemand Fremdes dein Gepäckstück nimmt. Als Schutz vor dem Verwechseln oder Klauen ist es anzuraten das Dein Gepäckstück nicht zu hochwertig und neu aussieht. Ganz ehrlich, wer mit einem echten Gucci Koffer in den Flixbus steigt und eine Strecke mit vielen Zwischenhalten fährt und nie aus dem Fenster guckt wenn andere Aussteigen ist selber schuld. Wenn Du ein Gepäckstück hast wo schon die Verpackung selbst paar hundert Euro kostet, dann hast Du in einem Flixbus nichts verloren… dann bist Du selber schuld wenn Du bestohlen wirst.

Ich selbst bin schon etwa 20-30 mal mit Flixbus diverse Strecken gefahren. Leider habe ich versäumt das zu zählen. Mir ist nie etwas abhanden gekommen. Auch die Leute in meinem Bekanntenkreis haben nie etwas von einem geklauten Gepäckstück berichtet. In meinem Umfeld gab es nur einen einzigen Fall. Eine Minderjährige Person hatte einen nagelneuer Wanderrucksack einer nicht billigen Marke und darin ein Laptop. Bei Ankunft war das Stück weg.

Sorry also das halte ich für absolut riskant, wer lässt ein Kind mit so einem neuen Teil reisen und warum war das Laptop nicht im Handgepäck??? Man weiß doch das die Gepäckstücke im Bus unten drin schon mal unsanft hin und her rutschen können… ein Laptop sollte da nicht drin sein. Auch frage ich mich wie viele Personen im Bus vielleicht gewusst haben das da was wertvolles drin ist.

Gerade als Kind oder Jugendlicher hat man so einfach die Möglichkeit das Gepäckstück extrem zu personalisieren und damit für Diebe unattraktiv zu machen. Bunte auffällige Anhänger, pink oder Glitzerfifi sieht nicht nur cool aus, sondern fällt Passanten auch eher auf. Das schreckt Diebe ab, denn die wollen ja so unauffllällig wie möglich weg.

Menschen haben Angst vor Inkompetenz

Manche Leute haben Angst sich einem Busfahrer anzuvertrauen, der evtl nicht wirklich qualifiziert ist. Nur weil ein Fahrer nicht perfektes Deutsch spricht muss er deshalb nicht dumm oder ungebildet sein. Sehr oft sind die Fahrer bei Flixbus keine deutschen Muttersprachler, aber das macht sie doch nicht automatisch minderwertig!

Meiner Meinung nach ist es fremdenfeindlich und diskriminierend sich darüber zu beschweren das ein Busfahrer aus Polen, Russland oder weitere Länder kommt. Bei einem Taxifahrer erschreckt es uns ja auch nicht wenn dieser aus Italien, Türkei oder Griechenland stammt. Es ist nun mal so das es kaum deutsche gibt die Fahrer werden wollen, egal ob Taxi oder Bus.

Ein Busfahrer muss immer eine zusätzliche Ausbildung zu dem normalen Führerschein haben, egal aus welchem Land, kann er mit Sicherheit besser Autofahren als die meisten Führerscheinbesitzer.

Angst vor anderen Fahrgästen

Wenn Du ein Problem mit Menschen im allgemeinen hast, dann hast Du ein Problem mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln. Ganz ehrlich meine Meinung; Wenn Du nicht in einen normalen Linienbus einsteigen kannst ohne Angst vor Nähe oder Körpergeruch anderer Menschen dann solltest Du eine Therapie machen. Denn dann brauchst Du deinen privaten PKW nicht als Transportmittel sondern als Schutzraum vor anderen Menschen.

Meine Erfahrungen mit anderen Fahrgästen

Auf meinen zahlreichen Fahrten mit Flixbus, auch spät abends, kam es mir nie zu unangenehmen oder bedrohlichen Situationen mit anderen Fahrgästen. Ich wurde noch nie in einem Bus von Männern angebaggert oder angepöpelt. Noch nie habe ich was von Belästigungen oder Streitgespräche mitbekommen.

Das ist mit Sicherheit der Tatsache zuzuschreiben das der Busfahrer jederzeit die Macht hätte jemanden aus dem Bus zu werfen wenn dieser andere Fahrgäste belästigt. Im Zug gibt es diese Möglichkeit nicht und darum kann es leicht mal vorkommen das man angesprochen oder angepöpelt wird. In einem Bus hast Du fast immer unfreiwillige Zeugen, schon allein weil man so nah zusammen sitzt und weil es in einem Bus ruhiger ist als beispielsweise im Nahverkehrszug. Würde es zu einer Eskalation kommen, wäre sofort jemand da, der es mitgekriegt hat.

Was ich auch gut finde, ist das ein Flixbus Busfahrer das Recht hätte stark alkoholisierte Personen nicht mitzunehmen selbst wenn diese Tickets haben. Dieser Umstand hat dazu geführt das ich noch nie jemand betrunkenes im Bus erlebt habe.

albern im Flixbus
manchmal ist es langweilig, dann kann man alberne Selfies machen

Wie sicher kommt man pünktlich an?

Das ist denke ich der einzige echte Unsicherheitsfaktor. Wenn man mit dem Flixbus anreist sollte man genügend Zeitpolster einrechnen, denn auf den Straßen kann ja immer etwas unvorhergesehenes passieren. Bei eine Stau oder Sperrung kann der Busfahrer auch nicht zaubern. Doch mal ehrlich mit dem Auto ist es doch genauso, wenn die Autobahn zu ist kommst Du später an als geplant.

Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt das ich mit dem Flixbus seltener zu spät an kam als mit der deutschen Bahn. Mehrmals waren wir sogar vor der geplanten Ankunftzeit schon da.

Mein Fazit: ich fühle mich in einem Flixbus sicher und ich kann diese allgemeine Panikmache nicht verstehen.

entspannt im Flixbus
ganz entspannt im Flixbus ist immer Zeit für selfies
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Fliegen mit Easyjet 

Ich wohne unweit des Euro Airports Basel-Mülhouse-Freiburg. Das ist ein eher kleinerer Flughafen der nicht von vielen Fluggesellschaften bedient wird und es gibt auch nur eine eingeschränkte Auswahl an Destinationen.

Viele Lörracher buchen deshalb Flugreisen ab Zürich, da der Flughafen innerhalb einer Stunde erreichbar ist.

Ab Basel fliegt unter anderem Easyjet. Geht man hier in Lörrach un ein Reisebüro wird man oft sehr früh schon gefragt „Pauschalreise ab Zürich oder Easyjet“

Aber was hat es mit Easyjet auf sich?

Reisebüros verkaufen am liebsten gar keine Easyjet Flüge. „Machen Sie das doch bitte selber“!

Wie Flug selber buchen wenn ich kaum ne Ahnung habe… ja das geht.

Auf der Webseite oder noch praktischer in der entsprechenden App für Android Handys und auch I-Phone.

Die Bedienung der App (ich kann nur für die Android Version sprechen) ist beinahe so einfach wie Fernbus buchen. Natürlich muss man ein paar mehr Passagierdaten hinterlegen, wie beispielsweise Ausweisnummer usw. Voraussetzung für die Buchung ist eine gültige Kreditkarte.

Eine Barzahlung ist selbst im Reisebüro nicht möglich.

Die Preise sind extrem billig, je nach Reisetermin kann man Schnäppchen für 19-29 Euro machen… Basel- Hamburg für 29,-€. Basel-Berlin 19,-€.

Aber Vorsicht, die angezeigten Preise sind nur der „Grundpreis“… für das Gepäck, Fensterplatz, mehr Fussraum zahlt man extra!

Mir ist es bei einem Flug nach Hamburg so gegangen,dass ich für mich 19€ bezahlt habe und für meinen Koffer 38€…

Für eine gezielte Platzwahl zahlt man auch separat. Dies hielt ich bisher nicht für notwenig und saß schon mehrfach am Fenster.

Aber:

Ich bin 1,75 m groß, und der Flug nach Hamburg dauert nur etwa 1h. Wenn jemand viel größer als ich ist, oder sehr dick… oder gar Platzangst hat, dann würde ich von Easyjet abraten. Denn die Sitzreihen sind so eng, dass ich gerade so noch gut sitzen kann. Ich finde das hält man 1-2 Stunden so aus, länger nicht.

Im Easyjet Flieger ist es eng
Im easyjet Flieger ist es eng

Es gibt bei Easyjet kein Ticket!

Bucht man über die Handyapp, so muss man auch online einchecken, das heißt,man sagt dem Handy, dass man bis eine Stunde vor dem Flug am Flughafen ist. In dem Vorgang bestätigt man auch seine Identität… es gibt keine Person die das dann nochmals kontrolliert. Hast Du einen Tippfehler in der Ausweisnummer oder so… dann ist das halt so. Es wird elektronisch geprüft, ob Deine Angaben plausibel sind, aber mehr nicht.

Am Flughafen scannt man nur noch den Code auf dem Handy Display ab und erhält somit Zugang zum Gate… also pass gut auf Dein Handy und den Akkuzustand auf!

Achtung, im Ultra-Energiespar-Modus ist die Display Helligkeit heruntergesetzt, und scannen geht dann nicht. Fatal sind auch Risse im Display.

Bordkarte für Easyjet kann man selbst ausdrucken

Alternativ kann man die Bordkarte auch ausdrucken. Ganz normal auf dem Heimdrucker. Das funktioniert aus der Handyapp oder von der Webseite ganz einfach und praktisch, man bekommt die Bordkarte als PDF und muss sie einfach nur ausdrucken. In dem PDF ist dann dieser Scancode für die Passage zum Gate enthalten. Das PDF Dokument umfasst zwei seiten, wobei nur die mit dem Scancode wirkich benötigt wird. Alles andere sind nur Erklärungen dazu.

Ich habe schon beides mehrfach probiert, und ich finde die Kombination aus beidem, Bordkarte gedruckt und in der Handyapp am beruhigensten. Denn so muss ich keine Angst haben um den Akkuzustand meines Handys oder ob ich den Ausdruck verliere.

Beim Durchgehen am Gate geht es meistens mit dem Handy Display etwas schneller, zumdindestens bei den Fluggästen die vor mir in der Schlange stehen… denn die, die erst den ausgedruckten Zettel glatt streichen müssen brauchen oft länger.

Als Easyjet-Kunde ist man Fluggast zweiter Klasse.

Als Easyjet Kunde ist man am Flughafen Gast zweiter Klasse. Fast überall sind die Easyjet Gates oder die Gepäckcounter am hintersten Ende, und man muss weit laufen. Wer nicht gut zu Fuss ist, sollte also genügend Zeit einplanen um am Flughafen die längstmögliche Strecke zu laufen.

In Hamburg sind es vom Flieger bis zur Gepäckausgabe etwa 2 Kilometer!

Ja und man geht auch zum Flieger zu Fuß! Kein Shuttlebus oder gar Gebäuderüssel zur Maschine. Also Kälte, Lärm, Wetter und Wind bekommt man voll mit. (Aber an einen Schirm darfst Du nicht mal denken!).  So erlebt man auch mal Flugzeugabgase und Kerosingeruch aus nächster Nähe.

 

Nur wenn man sich als Gehbehindete Person anmeldet, wird man mit einem Rollstuhl und einem Gepäcklift transportiert. Zwei einander unbekannte gehbehinderte Personen beschrieben die Betreuung und den Transport als sehr freundlich und hilfsbereit.

Also Easyjet ist echt nur geeignet wenn Du weder sehr groß, dick oder alt bist.

Legst Du Wert auf persönliche Beratung und Betreuung, dann auch nicht.

Ich selbst bin ganz zufrieden. Für diese billigen Preise kann man wohl nicht viel mehr erwarten. Bisher bin ich schon mehrfach nach Hamburg und zurück geflogen, nächsten Monat ist mal Berlin dran.

Beim Sonnenuntergang in Hamburg besteigen wir den Flieger
Easyjet Flieger im Sonnenuntergang beim Boarding

Einsteigen in Hamburg bei Sonnenuntergang

Update 21.2.2018:

Letzte Woche bin ich nach Berlin Schönefeld (sxf) und zurrück nach Basel geflogen. Einer der Beiden Flüge war für 18,75 € ein echtes Schnäppchen. Für den Koffer habe ich je ca. 25€ bezahlt (beide Richtungen gleich).

Auf beiden Flügen hatte ich Plätze in der 13. Und 16. Reihe zufällig jeweil Platz E (weder Fenster noch Gang) gut möglich das dies die unbeliebtesten Plätze sind. Aber dann ist mir nicht klar warum.

Im Flughafen Berlin Schönefeld waren die Fusswege gar nicht so weit. Aber der ganze Flughafen ist nicht sehr groß. Den Wartebereich nach dem Gate empfand ich als sehr spartanisch, nur wenig Sitzgelegenheiten und leicht „Barrackenhaft“ aber es war wenigstens nicht kalt (Aussentemeratur -3 Grad).

Wenn ich das mit Hamburg vergleiche, da standen wir im kühlen Treppenhaus.

Ansonsten ging alles schnell und reibungslos. Der Flieger stand direkt am Gebäude.

Der Service an Bord war vergleichbar mit den Flügen nach Hamburg.

 

 

Update Mai 2019: ich bin nochmal 2 mal mit Easyjet geflogen und hatte bis heute keine nennenswerte Verspätung

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„Der Ticketpreis wurde optimiert“ – Ticket2go

Meinen Bericht über die Ticet2go App möchte ich um meine längerfristigen Erfahrungen erweitern. Zur Orientierung schreibe ich alles neue in Fettschrift.

Seit dem 1.4.2017 gibt es eine neue App für IPhone oder Android mit der man in Baden-Württemberg (leider noch immer nicht Flächendeckend, RVF ist nicht mehr dabei) bargeldlos Bus und Bahn fahren kann. Zuvor gab es ein paar regionale Vorgänger Versionen, die allerdings oft nicht mit anderen Verkehrsverbünden kooperierten und diese haben nach und nach alle den Betrieb eingestellt.

Bei Ticket2go finde ich gut das die DB dabei ist und das man auch über den eigenen Tarifverbund diese Zahlungsart nutzen kann. Verbungübergreifend funktioniert gut, doch leider ist Freiburg ausgestiegen und somit ein Loch im Geltungsbereich entstanden.

Ich selbst nutze Bus und sbahn sehr unregelmäßig und so lohnt sich für mich eine Monats Karte nicht. Ob und wann eine Tages Karte oder die RVL Punkte Karte möglich oder preiswerter wäre weiß ich meist nicht, und ehrlich gesagt habe ich keine Lust jedes mal alle Möglichkeiten durch zu rechnen. Zumal ich oft sehr spontan einen Bus nutze ( wenn es regnet z.b.)

Und schon oft stand ich dann im Bus ohne das entsprechende Entgeld in Münzen und erntete dafür den Unmut des Busfahrers. Einmal hat er mich sogar umsonst mit genommen weil er auf einen 50-Euro-Schein nicht raus geben könnte. Überhaupt fällt man hier in Lörrach auf wenn man bar bezahlen will…

Ich hatte einen verletzten Fuss und war plötzlich auf Busse auch für ganz kurze strecken angewiesen. Nicht selten bin ich an einem Tag gleich 3-4 mal kurz Bus gefahren. Das war für mich schon eine enorme Umstellung die Abfahrtzeiten usw auf die Reihe zu bekommen, in der Situation wollte ich mich nicht auch noch durch die möglichen Tarife fragen.

Mit der Ticket2go App zahlt man über das Handy, indem man bei der Einrichtung seine Bank Daten hinterlegt. Die Einrichtung ging schnell und Problemlos. Auch ist die App insgesamt sehr schlank und schnörkellos und benötigt dadurch nicht zu viel Speicher.

Mein erster Test verlief reibungslos. Ich führ zuerst eine Bus Strecke die ich kenne und die beim Fahrer 2,30€ gekostet hätte. Die App die man vor Fahrtantritt aktiviert und beendet wenn man angekommen ist berechnete für diese Fahrt 1,95€. Ich wusste vorher gar nicht das es diese Preis Kategorie in Lörrach gibt.

Später am gleichen Tag fuhr ich mit der S-Bahn nach Basel. Diese Fahrt hätte einzeln 2,60€ gekostet. Am Abend fuhr ich mit der S-Bahn und dann Zug nach Bad Bellingen. Zuerst berechnete die App dafür 6,90€, und meine Mutter argumentierte das die Punkte Karte auf der Strecke billiger gewesen wäre… Doch die App kumulierte alle 3 Fahrten des Tages und berechnete mir zusammen nur die 6,90€. Also im Endeffekt habe ich gespart.

Update am 26.5. : ich bin immernoch sehr zufrieden, bisher hatte ich erst eine Fahrt die dauerhaft „nicht bepreisbar“ blieb. Die Monatsabrechnung hat korrekt funktioniert und man erhält eine e-Mail wann abgebucht wird.

In der Zeit in der ich mit Krücken unterwegs war habe ich die App echt schätzen gelernt, denn nicht selten musste ich spontan einen Bus nutzen.

Die Busfahrer sind allerdings sehr unterschiedlich gut über die Funktionsweise und Gültigkeit der App informiert. Aussagen wie „Hauptsache sie haben irgendwas“ oder „hübsches Bild, aber lesen kann ich es nicht“.

Im allgeneinen sind die Fahrer aber sehr froh drum, weil sie nichts machen müssen und es den Ablauf nicht behindert.

Die Rechnungstellung hat stehts gut geklappt.