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Ernärung

Warum ich täglich Leinsamen esse?

Seit längerem habe ich mich daran gewöhnt täglich ein „Müsli“ zu frühstücken. Wobei ich mit dem Begriff nicht das klassische Bircher-Müsli meine sondern spontan zusammengewürfelte Frühstücks-Cerealien. In meinem Artikel „Jeden Morgen ein frisches Müsli“ habe ich bereits beschrieben das dabei auch stets Leinsamen enthalten ist. Heute möchte ich darauf eingehen warum ich nicht mehr auf Leinsamen in meiner Ernährung verzichten möchte.

Leinsamen oder manchmal auch Leinsaat genannt sind die Samen des Flachses. Diese Pflanze ist eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt, die Menschen Bauten bereits 5000 Jahre vor Christus Flachs an. Allerdings vor allem um aus den Fasern der Pflanze Stoffe her zu stellen. Bis zum 18. Jahrhundet galt Leinen als der wichtigste Rohstoff für Textilien. Das Leinöl das aus den Samen der Pflanzen gewonnen wird war bereits in der Antike ein bekanntes Heilmittel.

Ich spreche an dieser Stelle von geschrotetem Leinsamen, denn nur die aufgebrochenen oder gemahlenen Samen sind wirklich für uns verdaulich.

In den Schalen der kleinen ovalen Körner, die beinahe wie kleine Käfer aussehen können, befinden sich die Stoffe die das Korn so wertvoll machen. Die sogenannten Schleimstoffe quellen im Darm während der Verdauung stark auf. Binden dabei viel Flüssigkeit und Schadstoffe und durch die starke Zunahme an Volumen reizen sie den Darm positiv… sie regen ihn an richtig zu schaffen.

Als ich noch ein kleines Kind war, sprach meine Großtante, die damals schon eine alte Dame mit diversen Gesundheitsproblemen war oft von ihrem Leinsamen ohne den sie nicht „kann“. Sie nahm deshalb jeden morgen ein Glas Wasser zu sich in dem ein Esslöffel Leinsamen über Nacht eingeweicht waren zu sich.

Seit ich täglich ein spontan zusammengestelltes Müsli frühstücke habe ich auch begonnen immer wieder mal mit Leinsamen zu experimentieren. Dabei habe ich folgendes beobachtet:

Esse ich an 2 oder mehr Tagen hintereinander etwa 2-3 Esslöffel geschroteten Leinsamen verändert sich mein Stuhlgang positiv! Teilweise so krass, das ich mich frage woher diese enorme Menge kommt (so viel habe ich doch gar nicht gegessen!) Der Kot ist volumiger und der Toilettengang ist erheblich angenehmer.

Ich neige eigentlich schon immer zu einem Reizdarm, also bekomme sehr leicht bei Sorgen oder Erkrankungen Durchfall… dieses ist viel viel besser geworden seit ich regelmäßig Leinsamen esse.

Den Leinsamen muss man entweder lange einweichen oder er muss geschrotet sein das man ihn richtig verdauen kann.

Ich kaufe den Leinsamen nicht im Reformhaus wie das früher üblich war, sondern preisgünstig bei DM, Rewe oder Penny.

Dies ist eines der preislich interessanten Angebote bei Amazon. Dort wird allerdings sehr viel zu teuer angeboten.

In Drogerie Märkten wie Müller oder DM findest Du Leinsamen fast immer auch zu einem günstigen Preis

Wie dosiert man Leinsamen

Man sollte davon nicht zu viel auf einmal essen, denn die aufquellende Wirkung kann unter Umständen auch unangenehm werden.

Im Müsli zusammen mit anderen Körnern und Flocken empfehle ich 1-3 Esslöffel davon.

Wenn Du Leinsamen zur Unterstützung Deiner Verdauung einnehmen willst, dann kannst Du 1-2 Esslöffel geschroteten Leinsamen in einen Joghurt, Kefir oder Quark rühren.

Für Schwangere wird die Einnahme von Leinsamen nicht empfohlen da irgendwelche Stoffe enthalten sind die eine Fehlgeburt begünstigen können! Da weiß ich allerdings nicht genau Bescheid und rate deshalb besser zuvor mit einem Arzt zu sprechen.

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Allgemein Ernärung

Vegane Alternative zu Milch für das Müsli: Bio Haferdrink Vanille von DM

Eure zahlreichen Reaktionen zu meinem Artikel Jeden Morgen ein frisches Müsli haben mich sehr gefreut und ich habe begonnen ein paar von Euren Vorschlägen zu testen.

Mein erster Versuch die Milch durch eine pflanzliche Alternative zu ersetzen hat mich zu diesem Haferdrink aus dem DM. Grundsätzlich ist eine vegane Ernärung nicht mein Ziel, weil ich denke das wir Menschen als „allesfresser“ geschaffen sind. Aber ich möchte meinen Konsum an Milchprodukte minimieren weil ich die industielle Ausbeutung der Milchkühe nicht für Artgerecht halte. Ausserdem habe ich festgestellt das ich Milch mit den Jahren nicht mehr gut verdaue. Um das nicht zu ekelig zu umschreiben… ein Latte Macchiato wirkt bei mir wie Abführmittel.

Gekauft habe ich das Produkt im DM Markt, eigentlich weil ich eh gerade wegen einem anderen Artikel hier war. Der Vanilledrink hat 1,45€ gekostet die Naturvariante 1,15€. Dieser Artikel bezieht sich auf die „Vanille“ Variante und über den Natur-Drink schreibe ich separat.

Seit einer Woche mache ich mein morgendliches Müsli damit an

Haferdrink Vanille

Zuerst habe ich mich an die Vanille Version getraut. Zum Trinken eignet sich der Geschmack für mich nicht, aber im Müsli finde ich es sehr lecker.

Der Drink ist leicht dünnflüssiger wie -Milch und wirkt im Teller auch etwas wässeriger. Beim Trinken hinterlässt die leicht gesüßte Flüssigkeit einen etwas „mehligen“ Geschmack im Mund. Was ich echt nicht mag. Aber im Müsli wird das von den Zerealien neutralisiert. Eine Bekannte beschrieb den Geschmack mit „schmeckt nach Haferflocken“ und ich damit hat sie recht. Es fühlt sich an als trinkt man flüssige Haferflocken… nicht lecker.

Ich habe den Haferdink Vanille zuerst mal mit Dinkelflocken allein getestet. Schmeckt wie Haferflocken! Im Müsligemisch, wie ihr schon lesen konntet liebe ich es meine Zerealien stets spontan und verschieden zusammen zu mischen, schmeckt der Haferdrink angenehm neutral.

Das Einzige was man vermissen könnte wäre die fettige Komponente der Milch. Fett ist bekanntlich Geschmacksträger und ich dachte mir das fehlendes Fett vielleicht ein „Schmeckt nach nichts“ bewirken könnte. Deshalb habe ich mir immer ein paar gemahlene Haselnüsse und Mandeln untergemischt. Beides hatte ich noch von der Weihnachtsbäckerei übrig und ich finde das sind tolle Ergänzungen im Müsli.

Wenn Dich das ganz leicht wässerige stört, dann hilft eine kleine Menge Hirseflocken… Hirseflocken sind fast weiss und färben die Flüssigkeit weisser. Ausserdem binden sie durch ihre mehlige Konsistenz die Flüssigkeit. Ansonsten schmecken Hirseflocken ,meiner Meinung nach, nach gar nichts und ich menge sie nur hin und wieder bissel unter wenn mein Müsli zu flüssig ist. Oder eben wie hier um den Haferdrink milchiger zu machen.

Angaben des Herstellers:

Biogetränk auf Haferbasis mit Vanille, ultraocherhitzt

Zutaten: Wasser, 11% Vollkornhafer, Sonnenblumenöl, Rohrohrzucker, Meersalz, Bourbon-Vanilleextrakt, Verdickungsmittel:Guarkernmehl

Meine Gedanken zu den Zutaten:

  • Nur 11% Hafer? hmm ich hätte mehr erwartet.
  • Sonnenblumenöl, also gar nicht so fettfrei wie ich dachte
  • Roh – Rohrzucker… im ersten Moment dachte ich an einen Schreibfehler. Aber Fakt ist Zucker! 4,8 Gramm pro 100ml somit komme ich auf etwa einen Teelöffel pro Teller Müsli
  • Meersalz, Guarkernmehl… muss das wirklich sein?

Mein Fazit:

Im Müsli sehr lecker. Zum trinken grauselig.

Der Preis ist nicht ganz billig, ich konnte mir damit 4-5 Portionen Müsli machen, welche ich dann nicht mehr zusätzlich gesüßt habe. Denn dieses Produkt enthält schon genug Zucker.

Ich werde mir diesen Artikel vielleicht hin und wieder kaufen um für Abwechslung in meinem Müsli zu sorgen. Gut finde ich das der Artikel lange haltbar ist (noch 11 Monate).

Weiter Informationen über „Hafermilch“ im Allgemeinen und wie man sie selber Herstellen kann findet man unter diesem Link

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Blutspende in Weil am Rhein bei 38 Grad

Heute möchte ich Euch was ganz aktuelles berichten. Ich war heute beim Blutspenden beim Roten Kreuz in Weil am Rhein. Die Blutspende Aktion fand in den Räumen des Katholischen Gemeindehauses statt.

Es ist nicht das erste Mal das ich Blutspenden gehe und ich besitze seit diesem Jahr auch wieder einen Spenderpass. Laut dem Pass hätte ich schon seit April wieder spenden dürfen (Abstände müssen aus Gesundheitlichen Gründen eingehalten werden) doch gab es seit dem keine Termine an denen ich hin konnte. Und extra dafür frei nehmen geht auch nicht so einfach.

Umso mehr freute ich mich heute Vormittag als ich bei Facebook diesen Termin entdeckte. Ich verfolge die Seiten des „Roten Kreuz“ nicht und bin deshalb darauf angewiesen das einer meiner Freunde so einen Termin weiter teilt. So geht es sicher den meisten potenziellen Spendern, deshalb bitte immer teilen wenn ihr davon erfahrt!

Das gute bei diesem Termin ist, das es gleich zwei Tage am Stück sind heute und morgen von 14 bis 19:30 Uhr. Morgen muss ich allerdings arbeiten, also wollte ich heute da hin.

in Weil am Rhein war es 38 grad
Screenshot von der Wettermessung in Weil am Rhein, der Beweis das es so heiß war!

Aber ! Das Wetter! Heute sollte es laut Wetterbericht 37 Grad und mehr geben. Und ich war mir echt nicht sicher ob das für meinen Kreislauf nicht etwas zu anstrengend würde.

Am Vormittag hatte ich einiges zu hause zu tun aber dennoch beschloss ich mich auf Hitze und Blutspende mit viel trinken vorzubereiten. Den ganzen Vormittag nuckelte ich fast ständig ein meinem Masskrug (0,5 Liter), einem Bierglas das jemand 2007 vom Oktoberfest mitgebracht hat, das ich selbstverständlich mit Wasser gefüllt hatte. Größere Glas hilft mehr zu trinken, weil man dann die Menge weniger wahr nimmt.

Übrigens, ich trinke bei solchen Temperaturen am liebsten Leitungswasser. Denn dieses ist hier in Deutschland eines der am besten kontrollierten Lebensmittel und gerade hier in Lörrach von sehr guter Qualität.

Als ich kurz nach 13 Uhr los wollte stellte sich heraus das mein Fahrrad nicht mehr genug Druck im Reifen hat und so schob ich es erst mal zur Luftstation beim Bahnhof (ca 1km). Frisch aufgepumpt ging es dann erst mal Richtung Wiese (der Fluss heißt so) um dort auf dem Fahrrradweg Richtung Stetten zu fahren.

In Lörrach Stetten besuchte ich kurz eine Freundin die heute Geburtstag hat. Und nutzte ihre kühle Wohnung für eine Pause. Bis dahin war ich schon 3,5 km Rad gefahren, keine besondere Leistung… aber bedenkt bitte das ich vor einem dreiviertel Jahr kaum laufen konnte.

Von der Freundin aus bis zum Veranstaltungsort der Blutspende sollten es laut Google Maps 3,9 Kilometer sein. Mittlerer Weile war es 15 Uhr und 38 Grad heiß!

So heiß, das man mit dem Fahrrad nicht mehr anhalten möchte weil der Fahrtwind angenehm kühlt. So fuhr ich los. Ich hatte mir zwar vorgenommen paarmal anzuhalten und ein paar Fotos für diesen Bericht zu machen. Aber ich hatte keine Lust auf stehen bleiben, der Fahrtwind war so angenehm.

Die angegebene Adresse kannte ich vorher nicht, das heiß ich bin in der Gegend zwar schon öfters rum gefahren wusste aber nicht welche Straße so heißt und deshalb verließ ich mich auf das Handy Navi in meiner Tasche auf dem Gepäckträger. Ich war der Meinung ich höre alle Anweisungen… nun ja… fast…

Nachdem ich schon den ersten Wegweiser an einem Staßenschild „Blutspende“ passiert hatte, dachte ich jetzt könne eh nix mehr schief gehen, ich fahre so lange gerade aus bis ich wieder ein Wegweiser sehe oder eine Anweisung vom Handy kommt. Ich fuhr und fuhr, und mein Handy sagt etwas das ich nicht ganz verstand… es klang eher wie ein Zwischenstand von der S-Health App, die sich nach 3,5 km melden sollte.

Ich fuhr noch bis zum nächsten großen Baum, denn in der Sonne ist es echt unerträglich, außerdem sieht man auf dem Handydisplay in der Sonne eh nix… Der Zwischenstand war nicht 3 oder 3,5 km sondern über 5 km !!! Ich war irgendwie viel zu weit gefahren. Das Navi führte mich daraufhin einen Schlenker durch Haltingen um dann über einen sehr schönen Feldweg wieder zurrück nach Weil zu fahren. Hübsche Rundfahrt aber war so nicht gewollt.

Zurrück in Weil am Rhein fand ich auch den Wegweiser den ich schlicht übersehen hatte. Doof nur wenn man das erst paar Kilometer weiter merkt.

Das katholische Gemeindehaus ist genauso wie die dazugehörige Kirche ein eher neuerer Bau, ich schätze so 60er/70er Jahre und… nach zwei Schritten ins Gebäude klar zu erkennen KLIMATISIERT. Uff wasfür eine Wohltat.

Entspannter Ablauf der Blutspende

Bevor ich mich zur Anmeldung begab hab ich mich vor einen Ventilator gestellt und erst mal meine mitgebrachte Wasserflasche leer getrunken. Dann Anmeldung ausgefüllt und von dort wird man zur nächsten Station geschickt. Diese heißt Getränke.

Ein Freundlicher Rotes Kreuz-Mitarbeiter empfängt mich mit „sie dürfen entscheiden was sie trinken, aber nicht ob sie trinken!“ . Bei normalem Wetter ist ein Getränk unmittelbar vor dem Spenden optional aber diesmal kommt niemand in den Saal der nicht mindestens ein Glas Wasser, Cola, Fanta oder Saft trinkt. Ich hatte gleich zwei Wasser.

Im wohltemperierten Saal ist die erste Station das „Labor“, hier bekommt man am Mittelfinger einen Tropfen Blut abgenommen. Speziell ausgebildete Mitarbeiter messen Blutdruck und Temperatur. Dabei war heute er Spruch des Tages „Glückwunsch ihre Körpertemperatur liegt unter der Aussentemperatur“

Die nächste Station sind dann die Ärzte, da dort gerade paar Leute warteten nutze ich den Moment um nochmals ein Glas Wasser zu trinken.

Der Arzt stellt nochmals einige Fragen über Vorerkrankungen, Allergien usw. „Fühlen sie sich gut?“, „fühlen sie sich Gesund“, „Wann und warum waren Sie zuletzt bei einem Arzt?“. Der Arzt hört das Herz ab und wenn dieser nichts auffälliges findet darf man Blutspenden gehen.

Während der Blutspendens liegt man auf einer liege und wird gleich von mehreren Mitarbeitern permanent beobachtet und auch mehrmals angesprochen. So ist sichergestellt das niemand unbemerkt ohnmächtig wird. Augen zu machen und dösen ist also eher nicht erwünscht. Ich fühle ich dabei eigentlich immer sehr gut beachtet und umsorgt.

Wer kein Blut sehen will, jetzt nicht nach rechts gucken

Das Stechen und den Schlauch legen ging schnell und reibungslos und ich habe jetzt weniger als 4 Stunden später nicht mal einen kleinen blauen Fleck.

Das einzige was ich diesmal schade fand war, das das Gerät das den Beutel wiegt nicht für mich sichtbar aufgestellt war und ich so nicht sehen konnte „wieviel noch fehlt“, aber dieses mal kam es mir sehr schnell vor. Und ich war dann doch etwas überrascht das mein Gerät so schnell bimmelte. Leider hab ich mal wieder versäumt auf die Uhr zu gucken.

Unmittelbar nach der Blutentnahme wird man von einem Mitarbeiter zu einem Ruheplatz begleitet. Man muss warten bis einem jemand abholt und darf nicht alleine los laufen. Auf dem Weg zum Ruheplatz wird man gefragt ob man sitzen oder liegen möchte. Ich will in der Regel lieber sitzen. Auf dem Weg von der Entnahme bis zum Ruheplatz wird man aufgefordert den Arm hoch zu halten, aber das setzen die Leute sehr unterschiedlich um. Manche strecken den Arm ganz nach oben und halten ihn sogar mit der anderen Hand fest, manche legen ihn nur auf den Tisch, und ich nehme meistens die Lehne eine leeren Stuhls.

Mir gehts unmittelbar nach der Spende blendend

Am Ruhebereich sitzen Mitarbeiter, die genau beobachten welcher Spender wie lange da sitzt. Und sie passen auch auf das man nicht zu früh aufsteht und rum räuft. Auch hier wird man genau beobachtet und würde man irgendwelche Probleme bekommen wäre sofort Hilfe da!

Wenn man lange genug geruht hat darf man sich etwas zu essen holen. Und auch hier sind überall geschulte Mitarbeiter die erkennen wenn es einem Spender nicht gut geht. Übrigens ist das Essen absichtlich Selbstbedienung, damit man sieht ob der Spender wirklich normal und koordiniert gehen kann.

Ein Leckeres Essen nach der Blutspende

Das Essen heute in Weil am Rhein war echt der Hammer! Es gab 4 verschiedene Speisen zur Auswahl. Neben dem klassischen Wurstsalat mit Brot gab es zwei weitere warme Mahlzeiten oder Melone mit Schinken. Ich habe mich für das Gyros entschieden und ich war von der Qualität echt begeistert. Es war echt lecker!

Zum Essen gab es wie immer beliebig viele Getränke und danach Kaffee und Kuchen. Auch die Kuchenauswahl fand ich hier in Weil echt lecker. Der Kaffee war aus einem hochwertigen Vollautomaten und hat sehr gut geschmeckt. Des weiteren gab es Äpfel und Kirschen.

Muss ich hier eigentlich erwähnen das man als Blutspender Essen und Trinken kostenlos bekommt?

Trotz Hitze die Blutspende sehr gut vertragen

Ich habe mich nach der Blutspende absichtlich ziemlich lange in dem Klimatisierten Gebäude aufgehalten. Auch habe ich beim Essen eine nette Gesprächspartnerin gefunden, so das es nicht langweilig wurde. Ich wollte mich erst genügend erholen bevor ich wieder raus in die Wärme gehe.

So viel wie dieses Mal hab ich dort noch nie getrunken, und ich war den ganzen Nachmittag nicht auf der Toilette…

Nach einem leckeren, üppigen Essen und gemütlich Kaffee und Kuchen danach bin dann mit meiner Gesprächspartnerin auf dem Gebäude und auch in der Hitze meldete sich ein Kleislauf nicht. Wir schwangen uns auf unsere Fahrräder und fuhren zum nächstgelegenen S-Bahnhof. Noch mehr Radfahren wollte ich mir dann nicht zumuten.

Fazit:

Auch bei 38 Grad und nach 11,5 km Radfahren war ich nach der Blutspende fit und mir geht es gut.

Ich bin sehr dankbar das ich so gesund bin und möchte mit meiner Spende Menschen helfen die gerade nicht so gut dran sind wie ich.

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Jeder Schritt zählt!

Hat mein Physiotherapeut immer wieder gesagt. Nach meiner Fussverletzung war ich monatelang bei ihm in Behandlung und im Grunde ging es immer nur darum eigentlich vorhandene Fähigkeiten wieder zu aktivieren.

Einfache Dinge wie auf einem Bein stehen, über Hindernisse gehen, Treppenlaufen. Durch wochenlange Schmerzen war in mein Gedächnis gebrannt „ich kann das nicht!“ Obwohl die Verletzung schon wieder verheilt war. Nun galt es dieses „ich kann nicht“ weg zu trainieren.

Manche Bewegungsabläufe konnte ich nach wenigen Versuchen wieder, manches musste ich mit dem gesunden Fuss zuerst probieren um zu wissen „wie es geht“. Hin und wieder musste er mir Bewegungen genau erklären und meinen Fuss mit den Händen so biegen wie er es meine, als wenn die Erinnerung an diese Bewegung weg sei. Dabei war mein Fuss ja effektiv nur 6 Wochen ganz ruhig gestellt. Ich möchte nicht wissen wie lange Patienten brauchen die größere Bereiche noch viel länger ruhiggestellt hatten.

Insgesamt war es meistens mehr Überzeugungsarbeit die mein Physiotherapeut leisten musste. „Das kannst Du!“ Und „das geht“ war seine Hauptaussage.

Vieles konnte ich auf Anhieb wieder nach dem dieses „geht nicht“ aus dem Kopf war.

Bewegungsabläufe wie gehen lernen wir mit unserem Unterbewusstsein, wenn wir es können denken wir nicht mehr darüber nach wie es geht. Erst wieder wenn etwas nicht mehr funktioniert oder wir starke Schmerzen haben. Oft finden wir schnell und unterbewusst Schonhaltungen.

Bei mir war das unter anderem ein Watschelgang bei dem ich möglichst nicht den Fuss abrolle. Wenn ich die Schuhe wechsle gehe ich immernoch die ersten Meter so, obwohl mein Fuss gar nicht mehr weh tut. Ich muss much immer wieder daran erinnern normal zu gehen.

Ich bin überzeugt das hat auch mit dem Alter zu tun. Kinder und Jugendliche legen eine solche Schonhaltung viel schneller ab.

Mit über 40 das erste mal im Leben eine längerfristige Fussverletzung ist offensichtlich viel schwerer wieder „weg zu trainieren“.

Dennoch habe ich mich angeblich schneller wieder erholt als die meisten Patienten meines Alters. Ich selbst hab es zwar anders empfunden. Aber offensichtlich fiel es mir leichter mich an alte Bewegungsmuster zu erinnern als den meisten Anderen.

„Bist Du Tänzer?“ Hat mich der Physiotherapeut gefragt. Zu einen Zeitpunkt als ich keine 10 Schritte ohne Krücke gehen konnte…

Ich war irritiert denn mein aktives Tanztraining liegt mehr als 20 Jahre zurrück! Dennoch schien mir das damals erlernte jetzt zu helfen.

Selbst wenn es nur dieses „links zwei dre…“ das noch im Gedächtnis übrig gebieben ist,ist!

Selbst kleinste Erinnerungsfragmente (Erinnerung an gemachte Bewegungen) helfen einem in solchen Situationen schneller auf die Beine !

Jeder Schritt zählt! Ob ich mal gelernt habe Walzer zu tanzen, oder ob ich gelernt habe auf Alpinen Wanderwegen zu kraxeln, alles das kommt mir dann zugute wenn ein Körperteil vorübergehend nicht funktioniert.

Das war mir vorher nicht klar.

Auch war mir nicht bewusst wie viel Ausdauer und Beweglichkeit man verliert wenn man mal 3 Monate sich nicht so bewegen kann wie man es gewohnt ist. Als ich wieder laufen konnte packte ich zuerst nur 1km laufen am Tag, danach war ich komplett erledigt.

Ich dachte schon das selbst meine eigentlich nicht sonderlich sportliche Fitness nun für immer weg ist. Ist sie nicht! Jeder Schritt den ich früher mal gegangen bin, jeder Kilometer den ich gemacht habe kommt mir jetzt zu gute !

Bewegung ist nie umsonst. Und gerade Gehen und Laufen. Der Mensch ist von natur aus ein „Fluchttier“ das laufen muss. Ähnlich wie ein Pferd, das wenn es immer nur in der Box steht binnen kurzer Zeit eingeht, so degenerieren wir wenn wir uns zu wenig bewegen. Es geht zwar nicht so schnell wie beim Pferd… doch ist „Bewegungsmangel“ der Hauptauslöser für viele weit verbreitete Krankheiten.

Der Grund warum ich letzten Herbst an meinem gebrochenen Fuss nicht „gestorben“ bin liegt daran darin das ich mich früher genügend bewegt habe.

Also Leute: bewegt Euch solange ihr es könnt! Geht spazieren, Federball oder Tennis spielen, Schwimmen, Kegeln, Tanzen…. was auch immer. Denn jeder Schritt zählt!