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Der Herr ist auferstanden

Heute ist Ostersonntag. Aber wie schon letzte Ostern habe ich niemanden Besucht und keinen Besuch erhalten. Ich habe den ganzen Tag das gemacht wozu uns unsere Bundeskanzlerin mal wieder aufgefordert hat, meiden Sie Kontakte und bleiben Sie zuhause.

Aber dennoch habe ich diesen Tag anders begonnen wie all die Tage während dem Lockdown. Ich bin recht zeitig aufgestanden und gestern deswegen sogar früher zu Bett.

Nach dem Duschen und chic machen bin ich schon vor neun Uhr los auf einen ausgiebigen Spaziergang. Diesmal nicht in Jeans und Wanderschuhen sondern im eleganten Kleid.

Dabei hatte ich eine große Tasche mit meinem Laptop sowie mehrere Stücke Straßenkreide. Den Laptop hatte ich dabei weil ich eine Freundin besuchen und sie zur Teilnahme am Zoom-Gottesdienst überreden wollte. Leider hat dies nicht geklappt, da sie Besuch hatte. So habe ich leider das Gerät umsonst spazieren getragen. Von unterwegs alleine an dem Zoom-Gottesdienst teilnehmen funktionierte leider nicht, weil der Laptop einen defekten Akku hat und nur noch am Netzteil funktioniert.

Spaziergang nach Lörrach Stetten

heute morgen war es noch kühl aber wunderschöner Sonnenschein. Ich war froh das ich noch die Winterjacke dabei hatte. Mein Weg führte mich über Umwege nach Lörrach Stetten. Für diesen Weg den ich sonst in etwa 20 Minuten schaffe hatte ich eine Stunde eingeplant, denn ich hatte unterwegs etwas außergewöhnliches zu tun.

Ich habe bei einem sogenannten „stillen Flashmob“ mitgemacht. Verschiedene Christliche Gemeinden haben dazu aufgerufen am Ostermorgen die „frohe Botschaft“ mit Kreide auf die Gehwege zu schreiben.

Diese Aktions gab es schon vor zwei Jahren, und bisher hatte es mich nie gereizt da mit zu machen, weil ich dachte das beachtet sowieso niemand. Doch letztes Jahr im ersten Lockdown sind mir das erste Mal ein paar solcher Schriftzüge aufgefallen. In einer Zeit wo „Spazieren gehen“ die einzige Unternehmung ist die man machen kann bekommen solche Aktionen viel mehr Wirkung.

Deshalb habe ich mir dieses Jahr extra einen Eimer mit Straßenkreide gekauft. Das kostet nicht die Welt und den Rest schenke ich den kleinen Mädchen meiner Cousine. In der aktuellen Situation, wo keine Gottesdienste oder gar Evangelisations-Veranstaltungen stattfinden können, sind Buchstaben auf dem Asphalt die einzige Möglichkeit die Menschen zum Nachdenken über Gott und Glauben anzuregen.

Der Herr ist erstanden

wie das berühmteste evangelische Osterlied „der Herr ist erstanden“

Am Anfang habe ich „Der Herr ist erstanden“ geschrieben, aber nach paar Schriftzügen bin ich zu „Jesus ist auferstanden“ übergegangen. Obwohl die Bedeutung die gleiche ist. Aber ich fürchte das es viele Mitmenschen gibt die das Wort erstanden nicht mehr kennen oder vielleicht nicht wissen wer mit „Der Herr“ gemeint ist.

Und genau diese Leute, die nicht aktive Kirchengänger sind und mit Glauben nicht viel am Hut haben wollen wir damit erreichen. Viel zu viele Menschen wissen gar nicht mehr was wir an Ostern eigentlich feiern. Aus diesem Grunde gibt es solche Videos:

Wie viele Schriftzüge ich geschrieben habe, hab ich nicht gezählt, und längst nicht alle fotografiert. Aber ich war erstaunt wie schnell die Kreise leer ist. Eine Kreide reichte gerade mal für 3-4 Schriftzüge. Das ganze in mehren Farben zu machen hab ich versucht zu verhindern, hab ich nur einmal gemacht und sah nicht gut aus.

Eigentlich war ich schon wieder auf dem Heimweg und wollte aufhören. Doch dann sah ich diesen kaputten Buddah am Wegrand. Da MUSSTE ich einfach daneben schreiben, das unser Gott nicht kaputt geht wie diese zerschlagene Statue.

Ein paar mal wurde ich doof angeglotzt und zweimal hat jemand von weitem geguckt was ich da mache und ist dann zielstrebig vorbei gelaufen um zu lesen was ich geschrieben habe. Aber keiner hat mich angenörgelt oder so.

Die coolste Begegnung hatte ich mit zwei Radfahrern. Ich bückte mich gerade unelegant, um zu schreiben. Das sah sicher komisch aus, eine Frau im schicken Kleid und mit zwei Taschen bückt sich um auf dem Boden zu malen… die beiden schienen aber von dem Flashmob zu wissen, noch bevor sie lesen konnten was ich da schreibe riefen sie mir „Amen“ zu! Das hat mich gefreut. Leider habe ich keine anderen Schriftzüge gefunden, aber ich bin mir sicher es gibt noch weitere in Lörrach.

Wunderschöne Blütenpracht

Auf dem Rückweg bin ich an wunderschön blühenden Obstbäumen vorbei gekommen. Ganz in der Nähe des Lörracher Waschhauses über das ich schon mal geschrieben habe.

Hier ein paar Detailfotos:

Man muss nicht unbedingt ins Eggenertal oder nach Fischingen um Kirschblüten zu fotografieren. Diese Bilder sind von heute, wie weit die Blüten im Eggenertal sind kannst Du hier erfahren.

Zugegeben die Blüten ähneln denen von Vorgestern sehr. Aber diese sind weit größer und ich bin mir ziemlich sicher das es sich um Kirschbäume handelt. Diese Bäume wachsen nur wenige Meter von Hieber oder McDonalds entfernt, vielleicht hast Du ja auch mal Lust sie Dir anzusehen.

Am Nachmittag war ich dann faul zuhause, ich habe sogar ein Mittagsschläfchen gemacht und endlich mal wieder ein wenig genäht.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

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Lörrach schreibt ab! „die Lörracher Handschrift“

Gestern war ich mal ganz anders „unterwegs“. Ich bin zu Fuss den Weg gegangen, den ich eigentlich jeden Sonntag Vormittag gehe. Ja ich bin ein regelmäßiger Gottesdienst Besucher. Und diesmal bin auch noch zusätzlich an einem Freitag Nachmittag dort hin. Ganz freiwillig ohne Termin oder Verabredung und ganz spontan. Einfach nur weil ich bei diesem Projekt „Lörrach schreibt ab – Lörracher Handschrift “ mitmachen wollte.

Im Zuge dieses Projektes wird binnen eines Jahres das Neue Testament der Bibel von Hand von Lörracher Bürgerinnen und Bürgern abgeschriebenen. Das Projekt wandert durch diverse Gemeinden und dieses Monat ist die „Schreibstube“ bei uns in der Freie Christen Gemeinde in der Arndstrasse beheimatet. In einem riesigen blanko Buch kann jeder Interessierte weiter schreiben. Ob man mit Feder, Füller oder Kugelschreiber weiter schreiben möchte ist jedem einzelnen überlassen. Doch die Bibel Stelle die man abschreiben soll ist vorgegeben.  Es geht strickt nach der Reihe, also Gottes Wort wird 1:1 abgeschrieben. So wie es Jahrhunderte lang Tradition war. Oft bestand das Studium Geistlicher vor allem darin Teile der Bibel abzuschreiben.

Klar heute gibt es den Druck, oder noch besser „copy and paste“ bei den elektronischen Medien. Keiner ist mehr auf eine Handschriftliche Abschrift angewiesen, doch jeder weiß :alles was man mal abgeschrieben hat prägt sich viel besser ein. Aus diesem Grunde wollte ich auch mitmachen.

Ich bin nicht diejenige die eine wunderschöne Handschrift hat und ich will damit auch keinen Preis für Fleiß gewinnen. Ich wollte vor allem einfach nur ein kleiner Teil der Lörracher Handschrift sein.

Ausserdem hoffte ich das ich eine Bibelstelle erwischen würde von der ich etwas lernen konnte. Und genau so war es! Der Zufall hat ergeben… jemand hat mal gesagt „Zufall ist ein Pseudonym Gottes“ das ich eine Passage abschreiben musste, die mich berührte und aus der ich etwas für mein momentanes Leben ziehen kann.

Wenn man sich mit der richtigen Haltung mit der Bibel beschäftigt wird aus einfachen Abschreiben ein Zwiegespräch mit dem Schöpfer. Ich bin sehr dankbar für die Erfahrung und werde vielleicht nächste Woche nochmal weiter schreiben.

Weitere Informationen unter Lörracher Handschrift


Update 1.9.2017

Die Schreibstube befindet sich momentan in der Alpha Buchhandlung