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Himmelsblick in Hamburg

Mit diesem Blogartikel nehme ich an einer neuen Blogparty teil. Unter „Himmelsblick“ sind all möglichen Themen zusammengefasst bei dem es in erster Linie im Fotos mit ganz viel Himmel geht.

Damit das ganze zu unterwegsistdasziel und meine letzten Reisen passt habe ich heute ein paar Fotos aus Hamburg zusammen gestellt.

Weil ich in der Hansestadt gute Freunde habe, die ich gerne besuche, war ich in den letzten Jahren öfters dort. Die folgenden Bilder sind bei unterschiedlichen Besuchen entstanden:

Hafenrundfahrt in Hamburg

Eine Hafenrundfahrt ist für jeden Hamburg Touristen ein muss. Dementsprechend groß ist das Angebot. Die „große Hafenrundfahrt“ zeigt vor allem den modernen Hochsee-Container-Hafen mit seinen von weiten sichtbaren vollautomatischen Containerbrücken. So eine Hafenrundfahrt kostet nicht die Welt und kann ich jedem Hamburg Besucher nur wärmstens empfehlen. Sie ist auch bei nicht so perfektem Wetter absolut sehenswert. Die Ausmaße der Containerschiffe und der Kräne sind wirklich beeindruckend wenn man näher dran kommt!

Containerschiff im Hamburger Hafen

Hier siehst Du eine kleine Ecke eines Hochsee-Containerschiffes… wenn man sich dann klar macht das die bunten „Bauklötze“ darauf 40 m Container sind … bei einer Hafenrundfahrt weis der Moderator oft genaue Angaben zu den Schiffen die gerade be und entladen werden… Wie viele Container mit bis zu wie viel Tonnen Gewicht… Welch enorme Mengen an Ware die da binnen weniger Stunden verladen werden! Einfach beeindruckend!

Sicht von den Landungsbrücken aus

Übrigens wenn der lange Arm der Containerbrücke so wie hier nach oben ragt, hat der Kran gerade nichts zu tun und wartet auf das nächste Schiff. Die Brücken sind beweglich und können an die Größe des Schiffs und die Menge die verladen werden soll angepasst werden. Bis zu 9 Brücken gleichzeitig können an einem Containerschiff arbeiten.

Hafenrundfahrt in Hamburg

Blick auf Hamburg

Etwas seltener ist da der Anblick eines Seglers, der gegen die großen Containerschiffe richtig klein aussieht. Im Hintergrund links der Pegelturm der St.Pauli Landungsbrücken. Rechts die Kirche St. Michael.

Elbphilharmonie

Elbphilharmone in Hamburg

Das auf dem ehemaligen Kaispeicher A , einem Speicher für Kaffee,Kakao und Tee, errichtete Konzerthaus mit seiner einzigartigen Architektur ist bei jedem Wetter ein beliebtes Fotomotiv. Die Gewölbten Glas-Elemente sind jedes anders geformt und die entstehenden Reflektionen immer wieder spannend. Dieses Bild wurde vom Schiff aus bei aufziehenden Gewitter gemacht. Leider hab ich erst nach dem hochladen gesehen das es leicht schräg ist.

Wenn Du einen Hamburg Besuch planst, plane Dir etwas Zeit ein um die Elphi zumindest von außen zu besichtigen. Sehr sehenswert ist auch ein kostenloser Besuch der Plaza in 37 Metern Höhe kann man das Gebäude zu Fuß umrunden. Dabei bieten sich wunderbare Fotomotive. Siehe auch mein Artikel „die blaue Stunde auf der Elbphilharmonie“.

Wandelhalle am Hauptbahnhof

Zu guter Letzt noch ein Schönwetterbild vom Hauptbahnhof. Weitere Bilder und Informationen zur Wandelhalle findest Du in meinem gleichnamigen Blogpost.

Noch mehr Sehenswürdigkeiten in Hamburg:

Ich hoffe ich konnte Dich neugierig machen auf die Hansestadt die so viel mehr zu Bieten hat als nur Alster und Musicals.

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Samstagsplausch am 3. September

Letzte Woche habe ich beim Samstagsplausch auf Kaminrot ausgesetzt. Ich war unterwegs und hatte keine Zeit um längere Texte schreiben. Doch heute möchte ich Euch von diesem Erlebnis berichten:

Konzertreise nach Rügen

Ich wohne in Lörrach, das liegt im Südwestlichsten Ecken Deutschlands, kurz vor der Schweizer Grenze bei Basel. Die Insel Rügen liegt am anderen Ende von Deutschland. Ganz im Nord-Osten. Im Grunde ist das eine der weitesten Strecken die man in Deutschland reisen kann.. Würde ich diese Entfernung nach Süden reisen wäre ich Rom!

Unter normalen Umständen würde ich nie erwägen so weit weg ein Konzert zu besuchen. Doch manchmal kommt es dann doch anders: Bei meinem Samstagsplausch vom 16.7. kannst Du nachlesen wie ich ganz spontan an die Ostsee gefahren bin. Diesmal hatten wir die Reise schon längerfristig geplant.

Wer meinen Blog schon länger kennt hat mitbekommen das mein „Fansein“ bei dem Sänder Nino de Angelo kein normales ist. Vermutlich werden einige unter Euch mich als „extrem“ bezeichnen, denn meine Leidenschaft ist es so viel Auftritte und Konzerte dieses Künstlers zu besuchen wie irgendwie möglich ist. Das ist mein Hobby dort hin zu reisen wo dieser Sänger singt, und dadurch habe ich schon viele schöne Ecken in Deutschland, Schweiz und Österreich entdeckt.

Fußballfans fahren zu Auswärtsspielen, Kaninchenzüchter zu Ausstellungen, Tanzsportler zu Tournieren… und ich eben zu Nino-Konzerten.

haha leicht misslungenes Selfie während des Auftritts (das auf der Bühne soll Nino de Angelo sein, sieht man nicht wirklich)

Anreise mit der deutschen Bahn

Nein ich bin nicht mit dem 9-Euro Ticket gefahren. Denn eine so weite Strecke hätte ich in Nahverkehrszügen vermutlich nicht überlebt.

Für diese weite Strecke über 1100 km hatte ich mir eine ICE Verbindung über Hamburg ausgesucht und dafür frühzeitig ein Sparticket gebucht. Da ich Bahn Bonuskunde bin konnte ich meine gesammelten Punkte in ein Upgrade in die erste Klasse einlösen. Ein Tolles Angebot über das ich unter „Was ist das Bahn Bonusprogramm“ näher geschrieben habe. Mit etwas Geduld und Recherche kann man mit der deutschen Bahn komfortabel und preiswert reisen.

Am Donnerstag den 25.8 bin ich innerhalb 12 Stunden durch ganz Deutschland gereist. Mehr dazu im Blogpost.

Freunde treffen und Insel erkunden

Ostseebad Binz

Wir hatten uns mit mehreren Freunden auf Rügen verabredet und waren am Freitag mit zwei Autos auf der Insel unterwegs. Mit hat besonders das Cabrio fahren viel Spaß gemacht. Schön war auch, dass eine von unserer Gruppe auf der Insel aufgewachsen ist und uns deshalb viel Hintergrundwissen und Insidertipps geben konnte.

Cabrio Fahren auf Rügen, es war etwas frisch und windig…

Cabrio fahren zu viert ist besonders für die beiden die hinten sitzen „sehr erfischend“ aber wir hatten sehr viel Spaß und haben die Fahrt genossen. Falls Dich das Auto neugierig macht, genau darüber hab ich auch schon mal geschrieben: „es war ein Mercedes E220″

Am Freitag Abend fand das Konzert mit Nino de Angelo in der Waldbühne statt. Einer Imposanten Freilichtbühne mitten im Wald. Und das schönste, unser Hotel lag nur wenige Schritte davon entfernt.

Zeitgleich gab es überall in Deutschland heftige Gewitter und Sturmwarnungen… doch auf Rügen blieb der Abend trocken und wir erlebten das Konzert bei idealen Wetterbedingungen, nicht zu heiß und nicht zu kalt!

Am Samstag waren wir am Vormittag noch mit den anderen Fan-Freunden unterwegs und als diese die Heimreise angetreten haben sind wir dann auch mit dem PKW Richtung Hamburg gefahren. Der Regen erreichte die Insel Rügen genau dann als wir abreisten!

Ein Sonntag in Hamburg

Den Sonntag habe ich bei einer Freundin in Hamburg verbracht. Sie kennt diese Sachen zwar schon in und auswendig doch ich konnte sie zu einer Hafenrundfahrt überreden. Ich finde es einfach faszinierend diese riesigen Containerschiffe und Kräne aus der Nähe zu sehen.

Hafenrundfahrt in Hamburg
Hafenrundfahrt in Hamburg

Auch hier hatten wir Glück mit dem Wetter!

Montag

Am Montag bin ich dann wieder mit dem Zug nach hause gefahren. Während der Fahrt hatte ich dann Zeit einen neuen Blogartikel zu schreiben. „Wandelhalle Hamburg“ und „Heimreise von Rügen“ sind beide während der Fahrt entstanden.

Ich würde mich sehr freuen wenn Du einen oder mehrere verlinkte Beiträge besuchen würdest. Ansonsten Danke ich Dir für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel und ich hoffe Du schaust bald mal wieder hier rein.

Hamburg Wandelhalle

Auf meiner heutigen Zugreise an die Ostsee musste ich in Hamburg umsteigen und ich habe mir bewusst eine Verbindung ausgesucht bei der ich in der Hansestadt etwas Zeit für einen kleinen Spaziergang habe.

Der Hamburger Hauptbahnhof ist noch so ein schöner Bahnhof. Mit einer großen Bahnsteighalle wie es früher an vielen Orten gab. Doch leider wurden die meisten abgerissen.

Am Nördlichen Ende der mehrere Bahnsteige überspannenden Halle mündet diese in eine Art Einkaufzentrum mit dem Namen Wandelhalle

Wandelhalle in Hamburg

Die sogenannte Wandelhalle wurde 1904 als Teil des damals neuen Durchgangsbahnhofs erbaut. Dieser ersetzte mehrere Kopfbahnhöfe die der steigenden Nachfrage des Personenverkehrs nicht mehr gewachsen waren. Das muss damals ein ähnliches Mamutprojekt gewesen sein wie, das immernoch im Bau befindliche Stuttgart 21. Eindrücke von der Grossbaustelle findest Du unter „unterwegs bei Stuttgart 21“.

Der Begriff Wandelhalle bezeichnet ein riesiges Foyer eines öffentlichen Gebäudes das das zum „wandeln“ also Spazierengehen einladen soll. Deshalb finden wir ähnliche Bauwerke in sehr alten Kurorten.

Da der neue Bahnhof auch von vielen Fahrgästen die den Zug wechseln müssen genutzt werden sollte, glaubte man damals die Menschen bräuchten Raum um in der Wartezeit zu „wandeln“.

Zerstört und wieder aufgebaut

Im zweiten Weltkrieg wurde der Bahnhof sowie die Wandelhalle bei einem Luftangriff stark beschädigt. Trotzdem nutzte man sie bis in die 70er Jahre in beschädigter Form und reparierte immer nur das nötigste. Erst in den 80er Jahren wurde sie grundlegend saniert und dabei wurden derart große Spätschäden aufgrund der Beschädigungen im Krieg festgestellt das die Halle 1985 komplett abgerissen und im alten Stil neue aufgebaut wurde. Die Halle mit der Ladenzeile und den Restaurants wurde 1991 feierlich eröffnet.

Im Grunde ist die Wandelhalle mit ihrem weit gefächerten Angebot an Gastronomie und Shopping ein richtiges Einkaufszentrum mit perfekter Verkehrsanbindung. Es verwundert auch nicht das sie sogar eine eigene Webseite hat.

Wie ich die Wandelhalle kennengelernt habe

Kennengelernt habe ich die Wandelhalle als ich 2012 das erste Mal mit dem Zug nach Hamburg kam. Ich war auf dem Weg zu einem „Hilfseinsatz“ bei der Heilsarmee Stankt Pauli. Die Heilsarmee hatte zu der „Sanktpauli-Woche“ eingeladen. Einer Aktionswoche bei der Freiwillige bei der Arbeit des Missionsteams helfen konnten. Im Rahmen einer Festwoche wurden gemeinsam verschiedene Angebote organisiert. Um normale Arbeit der Heilsarmee unter den Bedürftigen zu unterstützen und bekannter zu machen. Bei dieser Mitmach Aktion für Jedermann habe ich zweimal mitgemacht. Leider gibt es diese Veranstaltung nicht mehr.

Ich war also auf dem Weg vom kleinen verschlafenen Lörrach in die ganz große Stadt und dort dann in das Problemviertel schlechthin. Über Sankt Pauli wusste man ja nur Reeperbahn, Straßenstrich und Drogenprobleme. Genau da wollte ich hin und den Bedürftigen vor Ort helfen…

Der Hamburger Hauptbahnhof war für mich wie das Tor zu einer anderen Welt und hatte mich allein schon deshalb etwas fasziniert.

riesige Uhr in der Wandelhalle (Person ist direkt darunter und nicht weiter weg)

Mittlerer Weile war ich schon sehr oft hier in Hamburg und habe schon oft Selfies mit einer der riesigen Uhren in der Wandelhalle gemacht. Für mich jedes mal ein Symbol für „ich bin wieder in Hamburg“.

… wobei mir gerade einfällt diesmal hab ich kein Selfie in der Halle gemacht. Stattdessen habe ich zum ersten Mal Zeit gehabt um in der Haller zu „wandeln“ und einige Fotos zu machen.

Vorne und Hinten?

Die ersten Jahre bin ich immer auf der anderen Seite aus dem Bahnhofsgebäude gegangen. Deshalb habe ich erst später diesen Schriftzug entdeckt:

Die Wandelhalle hat sogar einen eigenen Account bei Instagram und offensichtlich ist es bei den Promis ganz chic sich mit diesem Eingang im Hintergrund fotografieren zu lassen. Also mach ich das auch mal, wobei ich den Turm mit drauf haben wollte…

Trotzdem haben ein paar Leute an dem Bild erkannt das ich in Hamburg war.

Noch ein Fun-Fact:

Noch eine Kleinigkeit die mir bei dem Bild unten aufgefallen ist, ein Funfact, eine Information die nicht wirklich wichtig ist, aber die lustig ist es zu wissen:

Wenn Du in den 70er und 80er Jahren Musikfan warst und Dich für Autogrammadressen interessiert hast ist Dir die Adresse Glockengießerwall in Hamburg bestimmt schon begegnet. In dieser Straße hatten eine Zeit lang sämtliche Plattenfirmen ihr Büro und ganz viele Künstler verschickten ihre Autogrammkarten von da.

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Schau Dir auch mal meine anderen Hamburg Themen an.

Zehntausend Schritte in Hamburg

Heute war ich in Hamburg unterwegs. Zur Zeit verbringe ich ein paar Urlaubstage bei einer Freundin die in der Hansestadt beheimatet ist. Doch heute hatte sie einen Termin und somit keine Zeit etwas mit mir zu unternehmen. Deshalb bin ich heute auf eigene Faust los gezogen.

Am Anfang dieses Urlaubs habe ich vollmundig verkündet das ich täglich zehntausend Schritte gehen will. Das habe ich aber schon in den ersten drei Tagen in Lörrach nicht hin bekommen. Am Donnerstag saß ich dann 7 Stunden im Zug und am Abend in Hannover hatte ich Zuviel Gepäck dabei, so das wir dann entgegen der ursprünglichen Planung ein Taxi genommen haben.

Also hatte ich heute das Ziel wenigstens am heutigen Samstag mein Schrittziel zu erreichen. Allerdings sah es am Morgen noch nach ziemlich düsteren Wetter aus. Laut Wetterbericht sollte es am Nachmittag zu Regen kommen also entschloss ich mich schon Vormittags los zu laufen.

Die Freundin wohnt recht zentral, nicht sehr weit vom Hauptbahnhof und Alster. Sie wollte mir erklären wie ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt komme, aber das lehnte ich ab. Ich wollte doch unbedingt laufen. Um zumindest den Tag im ICE und den faulen Freitag in Hannover auszugleichen.

Mein Spaziergang in Hamburg

Durch hilfreiche Tipps meiner Gastgeberin, die in Hamburg aufgewachsen ist und sich wirklich sehr sehr gut auskennt, konnte ich eine Route entlang zusammenhängender Parks Richtung Alster nehmen. Das war nicht der kürzeste Weg aber angenehm zu gehen.

Das Wetter war noch etwas düster und kühl und ich trug wirklich meine Winterjacke. Doch nach 1-2 km Fußmarsch wurde mir diese zu warm und ich band sie mir um den Bauch.

An der Außenalster

Auf dem Fußwegen rund um die Alster war viel los. Zahlreiche Spaziergänger, Gassigänger, Jogger, Radfahrer und Touristen waren auf den Rundwegen unterwegs. Besonders die vielen Jogger motiviereten mich zu weiter gehen. Denn zum Teil waren diese im Rentenalter und rannten mir einfach davon.

Die Touristen erkannte man schnell daran das sie ständig stehen blieben und Fotos machen, also könnte man mich auch zu den Touristen zählen. Obwohl ich hier nun schon öfter unterwegs war und schon gefühlt hunderte Fotos von der Location habe konnte ich mich nicht beherrschen und musste Bilder machen.

An einigen Stellen waren sogar professionelle Fotografen mit riesigen Objektiven platziert, die die Segler (Entschuldigung Seglerinnen!) fotografierten. Denn dieses Wochenende fand der „Helga-Cup“ statt. Das ist die weltweit größte Segelregatta nur für Frauen. Diese wurde sogar bei youtube gestreamt:

Also waren die Leute, die ich für Fotografen hielt, wohl teilweise Kameraleute die das ganze gefilmt haben.

Strecke für Sportler

Der Fußweg rund um die Alster ist beliebte Stecke für Sportler, da sieht man die super aufgestylten Fashionitas die mehrfach die gleichen 500m entlang joggen um gesehen zu werden. Bodybuilder beim Schaulaufen die bei gerade mal 15 Grad kaum bekleidet ihre Muckis zeigen wollen. Aber auch normale Leute die sich durch Bewegung an frischer Luft etwas gutes tun wollen.

Irritiert war ich im ersten Moment von einer Gruppe junger Männer die mich mit strammen Schritt und Wanderausrüstung wortlos überholten. Jeder mit einer Flasche Wasser in der Hand und einer Nummer auf dem Rucksack… Als weitere Männer mit Nummern auf dem Rücken vorbei kamen konnte ich es erkennen. Es handelte sich um Teilnehmer des Nord Marsch Sportevent, die an diesem Tag die 55 KM gehen wollten!

Informationen über dieses Sportevent habe ich erst hinterher hier gefunden. Später an der Strecke fand ich dann ein Hinweis Schild für die Teilnehmer „Halte durch, ab hier nur noch 40 Kilometer“ !

Angesichts dieser sportlichen Leistungen war ich dann hoch motiviert es rund um die Außenalster zu schaffen. Das sind so etwa 7 km, glaubte ich in Erinnerung zu haben. Denn ich habe das vor Jahren schon mal machen wollen, ich hatte aber jedes mal irgendwo abgebrochen. Das heißt ich bin jedes Teilstrück schon mal gelaufen, aber nie alles auf einmal.

Dadurch das so viele Leute unterwegs waren, war es auch echt kurzweilig und interessant. Es waren schon einige sehr interessante Erscheinungen dabei. Ich vermute irgendwo in der Nähe war eine Games-Convention oder sowas. Denn mir kam ein Samurai mit blauen Haaren entgegen. der ein riiiiesiges Samuraischwert trug…

Witzig fand ich auch den älteren Herrn auf einem Fahrrad mit Glatze und grün gefärbten wallendem Bart den er als flatternde Fahne hinter sich her zog…

im Hintergrund Teilnehmer der Segelregatta „Helga-Cup)
An der Alster

Mittagspause bei Bobby Reich

Als ich glaubte über die Hälfte meiner Tour geschafft zu haben bin ich bei Bobby Reich eingekehrt. Dort habe ich über eine Stunde verweilt, aber eigentlich nur weil die Bedienung fast 20 Minuten brauchte um mich wahr zu nehmen. Dabei war ich nur der erste Gast der sich in dem Außenbereich direkt ans Wasser gesetzt hat. Als ich ging waren dann fast alle Tisch in der Reihe belegt.

Als ich weiter ging war ich wieder fit und motiviert. Meine Handyapp mit der ich die mindestens 7 km ,die etwa 10 000 Schritte entsprechen, mitzählen wollte hatte einen Teil des Weges nicht mit aufgezeichnet und zeigte an ich sei über das Wasser gelaufen. Ich hatte also gar nicht mehr wirklichen Überblick.

Als ich schon fast wieder an die Stelle kam wo ich auf den Alsterspazierweg gestoßen war fühlte ich mich doch etwas erschöpft und hielt Ausschau nach einem der überall in der Stadt verfügbaren Elektro-Rollern.

Vor paar Jahren hatte ich hier in Hamburg mal einen von Lime ausprobiert. Wie das war kannst Du unter „unterwegs in Hamburg mit Lime“. Doch heute fand ich keinen Roller dieser Firma und so probierte ich einen von Bolt aus. Ich muss sagen die Installation der App und die Anmeldung gingen echt schnell und der Roller funktionierte einwandfrei!

Ich fuhr also mit diesem Elektroroller auf dem ich bisher keinen Meter gefahren war zurück bis zu der Straße wo meine Bekannte wohnt. Ich war ganz überrascht das dies möglich war, denn mit dem Lime durfte ich damals nur bis zu nahen S-Bahn Station. Wie es aussieht wurden die Bereiche wo die Roller abgestellt werden dürfen für alle Anbieter sehr erweitert.

Schrittziel weit übertroffen

Als ich dann wieder in der Wohnung war habe ich genauer nach geschaut wie viel ich denn nun wirklich gelaufen bin.

Das hat mich dann doch etwas überrascht:

Ich war heute über 11 km unterwegs und hab es fast nicht gemerkt. Schon erstaunlich wie einem eine andere Umgebung und viele andere Sport treibende Menschen motivieren können…

Diesen Text habe ich Sonntag morgen erst fertig stellen können, er bezieht sich aber auf Samstag den 2. Oktober.

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Meine Hamburg-Tipps zusammengefasst

Hamburg ist immer wieder eine Reise wert. Für uns aus Süddeutschland ist die Hansestadt zwar etwas weiter weg, doch ich zeige Euch hier ein paar preiswerte Reisemöglichkeiten.

Wie kommt man preisgünstig nach Hamburg?

Fliegen ab Basel

Easyjet bietet Basel -Hamburg mehrmals täglich an und wenn man frühzeitig bucht kann man hier echte Schnäppchen machen. Lest in meinem Artikel „Fliegen mit Easyjet“ mehr über meine Erfahrungen damit.

Flugzeug ist allerdings nicht gerade die umweltfreundlichste und nachhaltigste Reisemöglichkeit.

Flixbus

Flixbus ist sehr preiswert, und ab Lörrach gibt es sogar eine durchgehende Buslinie. Ich persönlich halte aber davon lieber Abstand. So viele Stunden am Stück in einem Bus ist nichts für meine Beine.

Mit dem Zug

Mit der deutschen Bahn ist die Fahrt nach Hamburg bei weitem angenehmer. Der ICE braucht etwas über 7 Stunden und es gibt Verbindungen ab Basel ohne umsteigen. Allerdings muss man hier sehr früh schon buchen um ein Sparticket zu ergattern, sonst ist die Fahrt recht teuer.

Es sei denn man bucht Zug und Hotel zusammen. Wie ich hier beschrieben habe.

Flixtrain

Mit dem Nachtzug von Flixtrain von Lörrach bzw. Freiburg nach Hamburg fährt man unerreicht preiswert und man kann dabei auch noch schlafen.

Sehenswürdigkeiten in Hamburg

Hamburg, Museumsschiffe liegen vor der Elbphilharmonie
Von der Haltestelle Landungsbrücken einfach zu Fuß Richtung Hafencity, Die Elbphilharmonie kann man nicht verfehlen

An dieser Stelle darf ich die Elbphilharmonie nicht weglassen. Bei eine Besuch auf der Plaza habe ich viele schöne Bilder gemacht.

Unbedingt ansehen muss man sich in Hamburg den Hafen, die Hafencity sowie die Landungsbrücken. Über diese Sehenswürdigkeiten wurde schon so viel geschrieben, das ich mich in meinen Artikeln eher auf die unbekannteren Details konzentriere:

Wenn es in Hamburg Schietwedder hat:

Fisch Essen in Hamburg

wenn Ihr richtig lecker und authentisch Fisch essen wollt, dann kann ich Daniel Wischer direkt neben dem Rathaus empfehlen. Hier ist es jedoch zu jeder Tageszeit sehr voll. Der Fisch wird frisch und für Hamburger Eingeborene „richtig“ zubereitet. Wenn Ihr jetzt aber chickmicki mit Fischbabel und Muscheln und co erwartet seid ihr dort falsch. Angeboten wird eine Bodenständige Hausmannskost und genau so ist auch die Einrichtung.

Noch mehr „so wie früher“ ist das Ambiente in der ältestenf Fisch-Restaurant Hamburgs, in der „Veddler Fischgaststätte“. Der Name ist passend für dieses Kneipenambiente. Durch verschiedene Bauarbeiten ist die Adresse momentan schwer zu finden. Ich empfehle hier unbedingt mit Googlemaps zu navigieren, denn Google hat die aktuellsten Straßenverlegungen. Lest zuvor meinen zugehörigen Artikel, sonst findet ihr es gar nicht.

Hafenrundfahrt und co.

Hamburger Hafen
Hamburger Hafen, aus jedem Blickwinkel ein interessantes Fotomotiv

Eine Hafenrundfahrt ist interessant und es gibt wirklich viel zu sehen. Aber sie sind recht teuer und die Unterschiede sind groß. Erfahrungsgemäß sieht man mit den kleineren Booten mehr und vor allem versteht man die Moderation meistens besser. Vorsicht ist geboten wenn eher englisch als deutsch angeboten wird… dann könnt ihr davon ausgehen das der „Führer“ kein Hamburger ist und nur erzählt was er im Stadtführer gelesen hat.

Bei schlechtem Wetter fahren oft die kleinen Barken nicht mehr, und je nach Wetterlage würde ich dann auch von einer Rundfahrt in dem größeren Schiff abraten, denn wenn Wind und Wellen ungünstig stehen können die Schiffe nicht nah genug an die Interessanten Stellen fahren, berechnen aber den gleichen Preis. Als Laie kann man das nur so beurteilen, fahren die kleinen Boote noch , ist das Wetter okay, fährt nichts kleines mehr… Vorsicht!

Flutwarnung!

Wird eine Flutwarung heraus gegeben, dann sollte man sich unbedingt daran halten und Hafen und Hafencity weiträumig meiden. Auch wenn es vielleicht spannend ist… aber es kann dann je nach Wasseranstieg passieren das öffentliche Verkehrsmittel nicht mehr fahren und Straßen gesperrt werden. Ganz viele Parkplätze haben den Hinweis das man bei Sturmwarnung nicht mehr parken darf. Stellt man seit Auto dennoch hin… könnte es irgendwann mal weg sein (wenn Du Glück hattest wurde es abgeschleppt!!!).

Preiswerte Alternative zu Hafenrundfahrt

Wer auf das Geld schauen will aber dennoch am Hamburger Hafen was sehen will, nimmt einfach die Fähren. Diese Kreuzen mehrfach die Routen der Rundfahrtschiffe und kosten nur einen geringen Bruchteil. Sie können mit dem normalen Nahverkehrsticket benutzt werden. Am einfachsten ist ihr geht zu einer der Haltestellen und fragt dort Leute ob jemand Anwohner ist. Bestimmt findest Du einen Einwohner der Dir ein paar Tipps gibt.

Mit 3 Fährfahrten kannst Du im Kreis fahren, um wieder am Ausgangspunkt anzukommen. Besonders beliebt ist die Strecke Landungsbrücken-Finkenwerder. Fahrplanauskunft gibt es auch an den HVV Automaten.

Ein Fährfahrt von Landungsbrücken nach Blankenese

Auch das ist Hamburg…

Blankenese ist absolut sehenswert. Hier befinden sich die teuren Lokale und die schönen Villen der Superreichen… Und das „Treppenviertel“. Wie der Name schon sagt, ein Stadtviertel mit überall Treppen, als Fremder rechnet man nicht mit sowas in Hamburg. Hier haben sich über die Jahrhunderte immer wieder Kapitäne und andere etwas besser gestellten Bürger niedergelassen und so entstand ein wunderschönes Kleinod mit vielen alten verwinkelten Gebäuden. Sehenswert für Leute die gut zu Fuss sind.

Man kann mit der Fähre von den Landungsbrücken hier her fahren… die Treppen hoch steigen bis zum Süllberg, dort befindet sich ein Restaurant/Cafe mit fantastischen Ausblick. Für Gehbehinderte leider absolut gar nichts.

Das Restaurant kann man selbstverständlich von der anderen Seite her mit dem Auto anfahren und von dort können auch Rollifahrer die Aussicht genießen. (persönliche Anmerkung, ich finde das Treppenviertel von unten spektakulärer als von oben)

Innenstadt und Hafencity mit dem e-Scooter

Wie in fast allen Großstädten Europas gibt es in Hamburg auch mehrere Anbieter die Elektroroller anbieten. Das ist ne Witzige und sportliche Idee für kürzere Strecken. Aber den ganzen Tag würde ich damit nicht rumdüsen. Ich habe die Roller ausprobiert. Das ist wirklich nur etwas für fitte Leute denn es ist trotz elektro Antrieb recht anstrengend und nicht ganz ungefährlich.

Hamburg mit dem Fahrrad

In Hamburg wird an vielen Stellen das Stadtrad angeboten, die ähnlich wie die E-Scooter kurzfristig angemietet werden können, und die man an anderen Standorten wieder abgeben kann. Die Anmeldung erfolgt hier genau wie bei den Elektrorollern über eine App. Leider konnte ich diese noch nicht selbst testen. Habe es aber bald mal vor, denn in Hamburg ist das Fahrradwegenetz sehr umfangreich und gut ausgebaut (oft gut geschützt nicht auf der Stasse!).

Mein Fazit:

Hamburg ist immer wieder eine Reise wert und ich hab sicher noch lange nicht alles gesehen. Ich werde hier sicher noch einige Artikel über die Hansestadt schreiben. Wenn Du Dich für meine Tipps aus Hamburg interessierst, dann leg Dir ein Lesezeichen auf meinen Blog.

Hamburg Insider-Tipp Veddler Fischgaststätte

Ich hatte meiner Freundin, die gebürtige Hamburgerin ist gebeten ich möchte richtig klassisch Fisch essen. Und sie zeigte mir einen absoluten Insidertipp, die Veddeler Fischgaststätte. Dort gab es frischen Backfisch in einer urigen Kneipenatmosphäre.

Ein Echter Insider-Tipp

Eine Freundin von mir ist gebürtige Hamburgerin und lebt schon ihr Leben lang in der Hansestadt. Sie kennt sich in der Stadt sehr gut aus, und liebt es ihrem Besuch „ihre Stadt“ zu zeigen. Ich bat sie mit mir in ein richtig typisches Fischlokal zu gehen. Und der Bitte kam sie sehr gerne nach.

„Du kennst doch so klassische Kneipen, oder?“ begann sie ihre Einleitung. Ich wollte aber was richtiges Essen und nicht in eine Kneipe… dachte ich, zugegeben ich hatte Hunger…

Sie erklärte mir das wir auf eine Insel in der Elbe müssen, die nur über eine der viel befahrenen Brücken erreichbar ist. Für mich, als Südbadenerin, die den Rhein bei Basel schon als großen Fluss empfindet fast unvorstellbar das in Hamburg ganze Industriegebiete auf Inseln in der Elbe untergebracht sind.

Wir fuhren also über die Brücke und waren umgeben von zahlreichen LKWs mit Containern und einem Verkehr wie im Taubenschlag (Wochentags um die Mittagszeit). Die Gebäude rund herum sind eher hässliche Industriebauten und vor allem Lager und Speditionen.

Mitten drin das Stage-Theater wo gerade König der Löwen aufgeführt wird. Das Gelände um das Theater und den Parkplatz ist gepflegt und hübsch, doch nur eine Straßenecke weiter wieder leicht marode und vom rauen Wetter gezeichnete Industriebauten. Hafengebiet eben…

Wir fuhren an der Zufahrt zum Cruise Center vorbei, der Anlegestelle für die großen Kreuzfahrschiffe, ein Gelände mit einem riesigen ein gezäunten Parkplatz. Doch dann wieder Hafengebiet und ganz viele LKWs. Viele Brücken und Unterfühungen und eine Verkehrsführung die mich schon lang die Orientierung verlieren liessen. Dann hielten wir auf einem Kopfstein gepflasterten Parkplatz, Nebenan wohl ein Firmenparkplatz, jedenfalls standen dort ganz viele weiße Lieferwägen des gleichen Typs. Aber ein Restaurant konnte ich hier nicht ausmachen.

„Was ist los hast Du Dich verfahren“ fragte ich meine Chauffeurin doch diese meinte „nein wir sind da!“.

Hier? An der Ecke des Parkplatzgeländes befand sich ein kleines Gebäude, leicht herunter gekommen und Schmucklos doch mit einer Astra-Bierwerbung über der Türe. Ich dachte „was ist das für eine Spelunke?“ denn mein Eindruck war das da in dem keinen Haus sicher nur eine Kneipe ist aber sicher kein Speiselokal. Doch meine Begleitung war sich ganz sicher das wir hier richtig sind. Ich war mit ihr schon an vielen tollen Orten und ich vertraue ihr. Mit jemand Fremden wäre ich dort nicht rein gegangen.

Veddeler Fischgaststätte in Hamburg ein echter Insider-Tipp
Nicht leicht zu finden ist das Gebäude der Veddeler Fischgaststätte

Hinter eine altbackenen Zugluftvorhang steht man sofort mitten in dem Gastraum, der echt nicht groß ist aber voller Leute. Menschen aller Altersklassen und Bevölkerungsschichten drängen sich an eng gestellten einfachen Holztischen. Man sitzt auf ganz einfachen, leicht unmodernen Holzstühlen und es herrscht in dem Raum reges Stimmengewirr aber eine entspannte und gesellige Atmosphäre.

Der Gastraum ist herrlich altmodisch, an den Fenstern hängen Gardinen die Aussehen als seien sie aus den 60er Jahren. Seit dem scheint die Zeit still gestanden zu sein. Nach der schlimmen Sturmflut Katastrophe 1962 als dieser Bereich überflutet war, wurde die Gaststätte wieder so her gerichtet wie sie vorher war.

Veddeler Fischgaststätte in Hamburg
Der Tresen sieht aus wie 1932

Wir setzen uns gleich an den ersten Tisch wo schon Leute sitzen die uns freundlich zunicken. Ein älteres Ehepaar bekommt gerade ihr Essen das die Bedienung im weißen Kittel mit „und hier zwei Kleine“ kommentiert. Diese beiden „kleinen Portionen“ Backfisch mit Kartoffelsalat passen gerade noch so auf die Teller !!!

Die Karte liegt auf dem Tisch und das Speiseangebot füllt nicht mal eine halbe Seite. Es gibt Backfisch in „Gross“, „Klein“ und „Baby“ wahlweise mit Kartoffelsalat oder Pommes, Brathering oder Scholle … dann hat es sich schon.

Fischessen in der Veddeler Fischgaststätte 
Backfisch mit Pommes kleine Portion
zweimal Backfisch „kleine Portion“

Fast jeder hier ist Backfisch, und den isst man mit zwei Gabeln! Die Bedienung ist freundlich und schnell und wuselt zwischen den Tischen hin und her, das ich mich frage wie sie den Überblick behält. Denn es geht zu wie im Taubenschlag. Im Minutentakt verteilt sie Teller mit frisch zubereiteten Backfisch und nimmt neue Bestellungen auf. Zum Bezahlen muss man zu Tresen gehen und dort bei der Chefin bezahlen. So geht es schneller und die Bedienung hat mehr Zeit um neue Portionen zu verteilen.

Denn hier kommt keiner rein um nach dem Essen länger sitzen zu bleiben. Es gibt zwar Kaffee in der Karte (1,80€) doch in der vollen Gaststube konnte ich niemanden sehen der Kaffee trank. Der erfahrene Gast kommt rein, bestellt, isst seinen Fisch, steht auf und zahlt.

Und es sind fast nur erfahrene Gäste hier, Einheimische und Arbeiter die an den Tischen angeregt miteinander schnacken. Und die wissen was gut und preiswert ist. Meine Portion hat 11,30 gekostet und war soooo lecker!

Wer mal was richtig authentisches erleben will und deftig und lecker essen will, für den ist die Veddeler Fischgaststätte ein guter Tipp.

Die Veddeler Fischgaststätte ist schwer zu finden

Die Adresse lautet Tunnelstraße 70, 20539 Hamburg

Am besten in Google-Maps eingeben und damit navigieren denn die meisten Navis finden den aktuellen Weg nicht richtig, weil in dem Gebiet gerade sehr viel neu gebaut wird und die Straßenführung sich in den letzten Monaten mehrfach geändert hat.

Und man fährt sehr leicht daran vorbei, weil man es schlicht übersieht. Wenn ihr bei eine Kreisverkehr seid, der durch zwei benachbarte Brücken durch geht, seit ihr eigentlich in Sichtweite…

Parkplätze gibt es ausreichend. Für Rollstuhl oder Kinderwagen nicht geeignet da schlicht zu eng.

Die Älteste Fischgaststätte Hamburgs

Die Veddeler Fischgaststätte gilt als älteste Fischgaststätte Hamburgs, denn sie wird seit 1932 an diesem Ort betrieben und sie hat damit schon längst Kultstatus. Das Lokal wirbt sogar damit das sie „Hamburgs kleine Speisekarte“ haben.

Mein Fazit

Die Fischgaststätte ist einen Besuch wert, aber man muss Fisch mögen. Denn es gibt schlicht nichts anderes, außer vielleicht einen Salat.

Ausflugziel in Hamburg: Laeiszhalle auch bekannt als Musikhalle 

Bei meinem letzten Besuch bei einer guten Freundin in Hamburg „verdonnerte“ mich diese zu einem Konzertbesuch in der Laeizhalle. Sie machte es spannend und wollte mir vorher auch nicht sagen wen oder was wir da hören würden. Und auch die andere Bezeichnung „Musikhalle“ half mir nicht weiter.

Ich hatte nur mit bekommen das hier demnächst Helmut Lotti auftritt, also konnte es ja nicht ganz klein sein.

Auf meine Frage was ich anziehen soll wurde eine elegante schwarze Hose und ein Pullover für passend gefunden… Also keine Abendrobe… Aber auch keine Jeans.

Als wir an der Halle ankamen war es bereits dunkel, ich konnte das Gebäude also nicht wirklich von aussen sehen. Nur das die Adresse Johannes-Brams-Platz ist und im Gebäude nochmals eine Brahms Skulptur ließ mich vermuten das uns an diesem Abend Klassik erwartet.

Das Treppenhaus der Laeizhalle
Das Treppenhaus der Laeiszhalle

Die Laeizhalle wurde von dem Haburger Reeder Carl Laeiz gespendet. Er hatte in seinem Testament verfügt das er 1,2 Millionen Mark für die Erbauung einer Musikhalle spendet. Seine Wittwe erhöhte den Betrag später auf 2 Millionen.

Die Halle wurde 1903 auf städtische Gelände im Neobarocken Stil errichtet und 1908 eröffnet.

Gedenktafel für die Stifter der Laeiszhalle in Hamburg
Auf einer Marmortafel im Eingangsbereich werden die Stifter geehrt

Der Eingangsbereich und die Treppen der Halle sind schon alleine Sehenswert. Mit ganz viel Marmor und geschwungenen Formen lassen eine Stimmung wie in einem eleganten Schloss entstehen.

Das beeindruckende Treppenhaus der Musikhalle
Das beeidruckende Treppenhaus

Wandleuchte im Eingangsbereich der Laeiszhalle
Eine Wandleuchte im Gang

Die moderne Technik ist stets perfekt in das historische Ambiente eingepasst. Nichts wirkt wie nachträglich dazu gepackt.

Ich habe ein paar Details fotografiert, an und um den Lampen ist überall Gold und man sagte mir das sei angeblich echtes Gold

Deckenleuchte im Gangbereich der Laeizhalle
eine der vielen stilvollen Deckenleuchten

Der Baustiel ist in allen Details erhalten geblieben. Selbst moderne dimmbare LED Beleuchtung ist perfekt in die geschwungene Decke integriert.

Aufzüge in der Laeiszhalle

Da meine Begleitung leicht gehbehindert ist nahmen wir nicht das imposante Treppenhaus sondern einen seitlich etwas versteckten Aufzug. Ich dachte so „oh die haben es geschafft in diesem historischen Gemäuer nachträglich eine Aufzug einzubauen ohne das es das Ambiente dieses wunderschönen Gebäudes zerstört. Doch das war falsch gedacht. Der Aufzug ist nicht später eingebaut.

Der Aufzug befand sich hinter einer alten mit Schnitzereien verzierten Holztüre. Fast wie ein wunderschöner alter Schrank. Die Türe musste man logischer Weise von Hand öffnen und dahinter befand sich die Aufzugkabine.

Bedientafel in dem Holzaufzug in der Laeiszhalle
Selbst die Bedientafel ist im originalen Stil erhalten geblieben

Die Kabine selbst war genauso. Aus Holz mit Schnitzereien und einer kleinen mit roten Samt bezogenen Bank. Soetwas hatte ich noch nie gesehen und ich musste gleich mal die Wand befummeln ob das ganze wirklich echt ist.

Wie wir das von Modernen Aufzügen kennen ist immer irgendwo ein Schild wann er in Betrieb genommen wurde. Und da stand 1908 ! Ähm ich wusste gar nicht das es damals schon Aufzüge gab.

Das Typenschild im Aufzug verrät das es wirklich noch der erste in diesem Gebäude ist.
Das Typenschild im Aufzug verrät wie alt er wirklich ist

Damals wurden die Kabinen mittels Hydraulik nach oben „gedrückt“. Spätesten als der Aufzug los fuhr spürten wir das „andere Fahrgefühl“ ganz langsam bewegten wir uns ins obere Stockwerk.

Der Große Saal der Laeiszhalle

Nochmal mehr beeinduckend ist der große Saal selbst. Ein riesiger Saal in dem fast nichts wirklich gerade ist. Überall geschwungene Linien und Rundungen und auch hier ist alles mit vielen geschmackvollen Details verziert.

Architektur der Laeiszhalle in Hamburg
Die Ränge in der Hamburger Laeiszhalle

Als ich den Saal das erste mal betrat war ich irritiert, draußen war es doch schon Nacht, durch das Glasdach des großen Saals sah es aber aus als sei es heller Tag.

In Wahrheit ist es gar kein Glasdach, über der sichtbaren Glasfläche sind flächendeckend dimmbare LEDs angebracht, so das fast jede Tageszeit simuliert werden kann. Mit dieser Information von meiner Begleitung suchte ich ob ich irgendwo „ne Lampe“ hinter der Glasscheibe ausmachen könnte. Fehlanzeige. Das Dach des großen Saals ist eine perfekte Illusion.

Balkone in der Laeiszhalle, Musikhalle Hamburg
Decken und Balkone sind aufwändig verziert, und alle Linien sind geschwungen

Im Großen Saal der Laeizhalle dominieren die geschwungenen Linien, überall Bögen und Rundungen. Was nicht nur sehr schön aussieht sondern auch zu einer Beeindruckenden Akustik beiträgt.

geschwungene Balkone in der Musikhalle Laeiszhalle
hier sieht man die unterschiedlich geschwungenen Balkone

Der große Saal der Musikhalle bietet Platz für 2000 Zuschauer

Der Saal ist wunderschön, jedoch sind die Sitzreihen recht eng. Denn die roten Samtklappsitze sind auch wie sie ursprünglich mal waren. Der Saal fasst wenn er voll besetzt ist über 2000 Personen. Man empfindet es aber als weit weniger weil man die Menschen auf den den Rängen gar nicht sehen kann. Beziehungsweise wenn man auf einem der Balkone sitzt nimmt man weder die Leute oben noch unten wirklich wahr.

Die Orgel der Musikhalle
Die Orgel der Musikhalle / Laeiszhalle

Über der Bühne eine wunderschöne Orgel, die hier zum Teil zugeklappt ist. Hinter dem Notenständer in der Mitte erkennt man die Türen die Farblich etwas anders aussehen als die Wände. Diese wurde wohl erst später eingebaut und tiefere Informationen gibt es bei Wikipedia.

Während dem Konzert selbst habe ich keine Fotos gemacht, weil ich nicht stören wollte.

Wir hörten ein Konzert mit Auszügen aus diversen Opern. Die 4 Solisten die nicht verstärkt wurden (keine Mikrofone) wurden von einem kompletten Kammerorchester begleitet.

Bei einem Querflöten Solo das der Dirigent selbst gespielt hat (stand mit dem Rücken zu uns) konnte man ihn sogar atmen hören!

Es war echt ein Erlebnis und ich bin dieser Freundin auch sehr dankbar das sie mich da einfach mal „hingeschleppt“ hat.

Das geheime Umkleidezimmer des Kaisers

Bei meinem gestrigen Spaziergang in Hamburg entdeckte ich viele bekannte und auch unbekannte Motive. Ich war gezielt auf die Foto Pirsch gegangen, aber ich wollte auch ein paar unbekannte Details finden.

Am Baumwall, fast versteckt unter der Trasse der Hochbahn entdeckte ich dieses hübsche kleine Häuschen und ich fragte mich was wohl der Zweck dieses Gebäudes ist.

Das Sielhäuschen am Baumwall in Hamburg
Das kleine Häuschen am Baumwall

Ein Sielhäuschen

Meine Bekannte die in Hamburg lebt und aufgewachsen ist wusste natürlich eine Antwort. Es handelt sich hier um ein Sielhäuschen. Also eine Einstiegstelle in die Sielanlagen unter der Stadt. Sielanlage heißt nichts anderes als Kanalisation, welche Damals in Hamburg hoch modern war und die Hamburger waren so stolz auf ihre technische Neuerung das sie dem damaligen Kaiser eine Besichtigung ermöglichen wollten.

Damit der Kaiser Wilhelm II. nicht wie normale Silarbeiter in einem Gulli eine Leiter herunter klettern musste baute man hier in der Nähe der damals auch neuen Hochbahnlinie einen Einstieg mit Treppe und unterirdischer Anlegestelle, von dort aus war eine Bootsfahrt in den unterirdischen Kanälen geplant. Da es dort sicher sehr gut roch, wurde eigens für den Kaiser unter diesem Häusschen ein Umkleideraum für den Kaiser erbaut. Dieser kleine unterirdischer Raum war wohl kunstvoll gekachelt und geschmückt.

Aber vermutlich hat der Kaiser diese Ausfahrt in die Kanalistion nie gemacht. Aus terminlichen Gründen hatte er bei dem Besuch in Hamburg dafür angeblich keine Zeit. Vermutet wurde aber eher das er keine Lust hatte auf den Exkrementen der Hamburger Boot so fahren. Ob er bei einem späteren Termin die Fahrt nachgeholt hat oder nicht, ist nicht bekannt.

Jedenfalls wurde das Umkleidezimmer aus welchen Gründen auch immer verschlossen und zugemauert und später nicht mehr erwähnt. Hat man sich da für die (Scheiss) Idee geschämt?

Erst 2012 als man die neben dem Sielhäuschen stehende Stautue von Wiliam Lindley dem Konstrukteur/Architekten des Sielsystems, auf die andere Seite stellen wollte kam der Zugemauerte Raum zum Vorschein. Dann erst wurde ermittelt warum er gebaut wurde.

Mehr über Wiliam Lindley findest Du auch bei Bambooblog, einem Blog über China und Hamburg (interessante Mischung). „Abwasser mit Geschichte in Hamburg“.

Auf Hamburgs Unterwelt gibt es noch mehr solcher Sehenswürdigkeiten.

Besucht doch auch mal meine anderen Hamburg Artikel:

Unterwegs in Hamburg mit dem E-Scooter von Lime

Freunde die in Hamburg wohnen erzählten mir das es in Hamburg eine E-Scooter Plage gibt. Überall stehen und liegen sie rum, oft mitten auf dem Gehweg und oft an Haltestellen und Kreuzungen. Und die Fahrer der Elektroroller würden meist rücksichtslos und verkehrsgefährdend überall fahren wo sie gerade Lust haben.

In Hamburg gibt es gleich mehrere Unternehmen die Elektroroller im „free flow-Verfahren“ anbieten und miteinander konkurieren. Seit einigen Monaten erst sind sie im Stadtgebiet Hamburg erlaubt und binnen weniger Wochen haben sich zahlreiche Anbieter gefunden die Innenstadt mit ihren Fahrzeugen förmlich überfluten.

Es sieht ja ganz witzig aus, wenn Erwachsene Leute, auch oft in Anzug und Krawatte mit diesen Dingern durch die Straßen düsen. Und sicher ist es manchmal ganz praktisch schnell von A nach B zu kommen. Aber ein Großteil der Anwender sind wohl rein Spaßfahrer und nicht Leute die zur Arbeit fahren.

Elektroroller von Lime in Hamburg
Sie sah der Elektroroller aus

Elektoroller in Hamburg sind „Free-Flow“

Die E-Roller in der Hamburger Innenstadt sind im sogenannten Free-Flow-Verfahren anzumieten. Das heißt man kann sie anmieten wenn man einen findet und dann einfach abstellen und abmelden wo man will. Vorausgesetzt man befindet sich im zulässigen Gebiet.

Die Roller werden Nachts eingesammelt und die Akkus geladen und morgens wieder an bestimmte Punkte verteilt. Als potenzieller Nutzer eines solchen Vehikels kann man nie ganz genau wissen ob wirklich zu der gewünschten Zeit einer oder mehr Roller an einem bestimmten Ort sind. Zwar werden sie morgens an den gleichen Orten verteilt aber man kann sich eben nicht darauf verlassen.

Für den Endverbraucher ist es ganz praktisch den E-Scooter am Zielort einfach abzustellen und abzumelden zu können. Aber das führt halt leider dazu das rücksichtslose Nutzer es übertreiben und die Geräte überall stehen und liegen lassen. Was sehr ärgerlich sein kann.

Ich war neugierig auf das E-Roller-Fahren

Diese Sache hat mich neugierig gemacht. Ich wollte das auch mal probieren. Die Elektroroller kann man ganz einfach über eine App anmieten, ohne persönliche Einweisung oder Probefahren oder sonstiges. In meinem Fall hatte ich nicht mal einen erfahrenen Nutzer der mir hätte sagen können wie was funktioniert.

Mein Selbstversuch mit dem Elektroroller in Hamburg

Diese Dinger haben mich neugierig gemacht. Und da ich eh zu Fuß in Hamburg unterwegs war und Zeit hatte wollte ich mir die Sache näher angucken.

Meine Testfahrt mit dem Elektroroller von Lime
Ich wollte es selber ausprobieren

Der einzige Grund warum ich mich für den Anbieter Lime entschieden habe war, das genau in dem Moment als ich keine Lust mehr zum laufen hatte da gerade ein Lime-Roller am Wegrand stand.

Auf dem Elektroroller stand der Hinweis auf die App von Lime die ich auch sofort und ohne Verwechslungsgefahr im Playstore (Android) fand. Ich war in dem Moment nicht in einem Wlan und dennoch ging die Installation recht fix. Nach einer kurzen Registrierung mit Name, Adresse und E-mail wurde ich schon gefragt ob ich den Roller freischalten möchte.

Um den gewünschten Roller freizuschalten muss man mit der Handykamera einfach den QR Code am Roller scannen, dafür muss man der App erlauben auf den Standort der Kamera zuzugreifen.

Was mich allerdings irritierte war das ich das Zahlungsmittel erst nach dem Roller abscannen eingeben musste. Ich habe mich für Paypal entschieden.

Sicherheitshinweise für E-Scooter?

Also die Sicherheitshinweise und „wie es geht“ hab ich erst nach der Aktivierung des Rollers durchgelesen. Ähm… ich finde das sollte man vorher lesen müssen.

Die Hinweise sind nett bebildert und verständlich beschrieben, sowas wie Hemtragen empfohlen und Fahrradwege benutzen… nicht alkoholisiert Fahren, nicht zu zweit Fahren usw.

Der Hinweis auf die Stassenverkehrsordnung kam nur unter ferner liefen…

Das Fahrgefühl auf einem Elektroroller

Ich war echt überrascht wie schwer so ein E-Roller ist. Er ist schonmal viel schwerer als die Tretroller mit denen ich kürzlich gefahren bin. vom Gewicht eher wie ein Mofa.

Zum Anfahren muss man sich erst mal abstoßen wie bei einem Tretroller, was durch das Gewicht nicht gerade einfach ist. Beschleunigen geht erst wenn der Roller eine gewisse Geschwindigkeit hat. Ich brauchte 3-4 Versuche bis ich es raus hatte.

Meine allerersten Versuche habe ich direkt im Straßenverkehr gemacht! Unsportlichen und ungeübten Personen würde ich das absolut nicht raten. Ich selbst bin die letzten Wochen viel Fahrrad und Tretroller gefahren, also Gleichgewicht geübt. Zu allem Überfluss kam mir schon gleich mal ein Bus entgegen und an einer durch eine Baustelle verengten Stelle lies mich ein freundlicher Sportwagenfahrer den Vorrang…

Aber schon zwei Kreuzungen später musste ich mich fragen welche der Ampeln nun meine ist. Man muss binnen Sekunden umdenken vom Fußgänger oder Autofahrer auf… ähm was bin ich denn jetzt?

Genau genommen muss man sich wie ein Radfahrer verhalten, nur das man schneller ist. Was ich angenehm finde ist das man höher ist als beim Radfahren und man dadurch etwas bessere Sicht hat.

Ich war allerdings die ersten 2km noch so unsicher das ich sehr auf den Boden vor mir geachtet habe. Gefährliche Sache, ich wäre beinahe mit einer Radfahrerin kollidiert, nur weil ich nicht richtig geguckt hab.

Mein Fazit

Das Fahren mit dem Elektroroller macht schon Spaß, wenn man es sich mal etwas angewöhnt hat. Aber ich finde es anstrengend. Durch die recht hohe Geschwindigkeit muss man echt sehr auf den Verkehr achten, Häuser angucken oder sowas ist nicht.

Ich war etwa eine Dreiviertelstunde unterwegs und habe fast 5km zurückgelegt und war dann froh absteigen zu dürfen. Ich habe mich im Bereich Schultern und Nacken irgendwie verkrampft, später hatte ich Nackenschmerzen. Als ich gefahren bin hatten wir etwa 20 Grad warm. Für mein Empfinden gerade so noch warm genug um so lange auf dem Roller zu fahren. Bei kälterem Wetter hätte ich da keine Lust drauf.

Meine Bedenken zu den Elektrorollern

Ich habe bezüglich des E-Scooters so meine Bedenken. Sie anzumieten und zu aktivieren ist viel zu einfach, jeder der ein Handy hat kann sie einfach freischalten und losfahren. Alterskontrolle oder gar Kontrolle ob derjenige die AGBs und Sicherheitshinweise verstanden hat gibt es nicht.

Viele Nutzer von Elektrorollern fahren so rüpelhaft weil sie es entweder nicht besser wissen (vielen ist nicht klar was sie dürfen und was nicht) oder weil sie ein Anhalten verhindern wollen weil das wieder anfahren so anstrengend ist.

Ich denke die E-Scooter werden genauso schnell von den Straßen verschwinden wie sie aufgetaucht sind, schon alleine weil sie bei nicht sommerlichen Temperaturen einfach unangenehm sind. Und wer weiß wie sich die Akkus verhalten wenn es kalt wird.

Miniatur Wunderland

Hier nun mein Erfahrungsbericht aus dem Miniatur Wunderland in Hamburg. Ich habe diese Ausstellung letzten März mit einer Rollstuhl Fahrerin besucht und kann somit beurteilen ob dieses Ausflugsziel wirklich barrierefrei ist.

Das Miniatur Wunderland ist die weltweit größte Modeleisenbahn. Und jedes Mal wenn ich erzählt habe das ich in Hamburg war musste ich mich fast rechtfertigen warum ich sie nicht besichtigt habe.

Ich verzichte in diesem Blogpost auf viele Fotos, denn es gibt massenhaft davon im Netz und ich finde ein Foto wird der Komplexität und Faszination der Ausstellung nicht gerecht.

Meine Ausrede war stets „das kann man auch machen wenn schlechtes Wetter ist“. Denn ich bin nicht wirklich Modelleisenbahn Fan. Doch ich hatte schon so vieles über diese gant besondere Anlage gehört, jetzt war ich doch neugierig geworden.

Bei diesem Besuch in Hamburg herrscht nun wirklich echtes „Schietwetter“, was ja eigentlich Typisch für Hamburg ist. Bisher hatte ich immer Glück und meistens schönes Wetter wenn ich hier zu besuch war.

Die technischen Daten der Anlage könnt ihr zahlreich im Internet finden. Und sicherlich auch hunderte sehr guter Fotos, denn das Miniatur Wunderland ist ein begehtes Ziel für ambitionierte Hobbyfotografen.

Ich möchte nun meinen persönlichen Eindruck beschreiben. Das Miniatur Wunderland befindet sich in der historischen Speicherstadt direkt neben dem „Hamurg Dungeons“ einer Art Geisterbahn die mich nun gar nicht reizt. Beides nicht sehr weit weg vom Hauptbahnhof. Zu Fuss machbar, aber die Strecke ist nix für einen Rollstuhl, denn die historische Speicherstadt hat überall Kopfsteinpflaster, was für Rollifahrer sehr unangenehm ist.

Die Speicherstadt an sich ist schon sehr sehenswert und bietet unzählige tolle Fotomotive. Dafür solltet ihr Euch auch etwas Zeit nehmen. Wenn ich nen Rat geben kann: macht blos nicht den Fehler und plant Hafenrundfahrt, Speicherstadt, Hamburg Dungeons und Miniatur Wunderland unmittelbar hintereinander! Es liegt zwar alles recht nah zusammen, aber das wird einfach zuviel!!

Für das Miniatur Wunderland braucht man aller mindestens 2-3 Stunden. Wenn man Modelleisenbahn Enthusiast ist braucht man noch viel länger.

Der Eintritt ist nicht gerade billig und dann wäre es schade wenn man nur schnell durch hetzt. Die besten Sachen sieht man erst wenn man sich mal Zeit nimmt die Details zu betrachten. Details gibt es schier unendlich viele zu entdecken. Und von einer Person die schon über 10 mal in der Ausstellung war habe ich gehört, das die Anlage nicht nur permanent erweitert wird, sondern auch immer wieder kleine Details verändern werden.

Oft werden auch kleine Gimmicks eingebaut, die eigentlich keinen Sinn machen. So zwerrt ein Nilpferd auf einer Dachterasse an der Wäscheleine. Mitten auf der Autobahnbrücke fährt ein Kind Dreirad. In Mitten einer dramatischen Bergauffahrt eines Radrennens hopst ein Känguru und hinter einer Stauseemauer ist ein versunkenes Dorf in dem kleine lachende Geister wohnen und ein Fotograf macht Bilder von einem Brokkoli (?!).

Mich würde mal interessieren ob jemand von Euch diese Szenen schon entdeckt hat.

Meine persönlichen Erwartungen wurden weit übertroffen. Ich bin gar nicht so Eisenbahn interessiert, und as da überall und kreuz und quer Züge und Autos fahren war fast Nebensache für mich. Ich war komplett fasziniert von den vielen liebevollen Kleinigkeiten.Wäscheleinen mit Wäsche, liebevoll angelegte Gärten mit samt Gärtner und selbst umgefallene Mülltonnen oder pinkelnde Hunde.Es gibt, Hochzeiten, Beerdigungen, Demonstrationen, Rockkonzerte, Volksfeste, Saufgelage, Freizeitparks, Ritterspiele….

Einmal entdeckte ich einen Schlosspark mit Heckenlabyrint und ich wollte eigentlich nachsehen ob da drin vielleicht Personen sind, und stieg auf einen der zahlreichen Tritte… da entdecke ich im Hintergrund Flammen am Fenster des Schlosses… Völlig verdattert sahen wir zu wie gleich 4 Feuerwehr Fahrzeuge vor fuhren. Wenn man sich auf die kleinen Details einlässt entdeckt man immer mehr!

An anderer Stelle brennt ein Dachstuhl und die Feuerwehr ist im vollen Einsatz, selbst der Wasserstrahl aus Löschschlauch ist dargestellt.

Der Flughafen

Besonders faszinierend fand ich den Flughafen, dort ist überall so viel Bewegung das man fast nicht weiß wohin gucken… allein auf dem Flugfeld rollen wohl koordiniert zahlreiche Flugzeuge, Versorgungsfahrzeuge, Schlepper, Busse… da könnte man stundenlang zusehen denn immer tut sich etwas!

Sicher bemerkt da kaum jemand die Sprayer auf dem Flughafen Dach.

Kaum zu übersehen oder überhören (original Geräusche) sind die Starts und Landungen der Flugzeuge auf der Start und Landebahn. Hier drängen sich auch oft die meisten Zuschauer. Und hin und wieder überrascht dann auch mal ein fremdartiges Flugobjekt. Was von den Besuchern auch mal mit Applaus kommentiert wird.

Obwohl ich absolut kein Miniatureisenbahn Fan bin, konnte ich mich stellenweise fast nicht losreißen. Letztlich haben wir die Ausstellung verlassen weil wir müde waren, nicht weil wir den Eindruck hatten alles gesehen zu haben.

Für Kinder gibt es an vielen Orten stufen zum hochklettern, damit sie was sehen können… aber ganz ehrlich ich würde das ganze nicht für Kinder unter 8 oder 10 Jahre empfehlen. Die kleineren verlieren viel zu schnell die Geduld.

Es gab auch viele Familien mit Kinderwagen. Zwar gibt es Aufzug und überall Rampen aber den Wagen mit rein zu nehmen würde ich echt abraten. Ein Kind im Buggy kann gar nix sehen! Wenn es schon sein muss, dann sollte das Kind auf den Arm.

Die gesamte Ausstellung ist Rollstuhltauglich, allerdings gibt es nicht wenige enge Stellen wo ein Rolli nicht durch passt. Man muss auch damit rechnen das due Leute nicht unaufgefordert Platz machen, denn wenn man die Exponate aufmerksam betrachtet nimmt man einen Rollstuhl neben oder hinter sich nicht wahr.

Die Kleinkinder die ich gesehen habe waren eher quengelig und weinerlich. Meiner Meinung nach können sie die Ausstellung nicht wirklich geniessen. Oft sehen sie nicht gut, und die Menge der Details ist für die kleinen einfach zuviel.

Mein Fazit:

ein Erlebnis, nicht nur für Eisenbahnfans. Eher für Erwachsene als für Kinder. Unbedingt genügend Zeit einplanen.

Mein Tipp: wochentags wenn keine Schulferien sind ist am wenigsten los.

Keine großen Taschen oder Rucksäcke mitnehnen, am besten kleine Handtasche am Körper (Taschendiebgefahr, da oft Gedänge und man sehr abgekenkt ist)