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Samstagsplausch am 20. August

Guten Morgen, ich sitze wieder am frühen Samstag morgen mit meinem Laptop und meinem Frühstückkaffee auf der Couch und schreibe gemütlich meinen Samstagsplausch.

Diese Teilnahme an der Linkparty von Kaminrot ist mir zu einer liebgewonnenen Gewohnheit geworden. Diesen Samstag sitze ich hier mit einer Decke auf den Beinen, denn es hat durch ein paar Tage Regen endlich mal abgekühlt. Aktuell sind es hier in Lörrach nur 16 Grad aber ich habe trotzdem alle Fenster offen und lüfte die ganze Wohnung.

Endlich Regen !

Für den Regen sind wir sehr dankbar, denn die Trockenheit war schon längst an Grünflächen und Bäumen erkennbar und alle Bäche, Flüsse und Seen im Markgräflerland hatten viel zu wenig Wasser. Hier im Landkreis Lörrach ist es momentan verboten Wasser aus dem Bach oder Fluss abzupumpen um damit den Garten zu bewässern. Sämtliche Grillplätze sind gesperrt, denn offenes Feuer im Wald ist wegen Waldbrandgefahr verboten!

Waldbrände gab es hier in der Umgebung Gott sei dank noch nicht. Aber mehrere kleine Böschungsbrände direkt an viel befahrenen Straßen, oft ausgelöst von achtlos weg geworfenen Zigarettenkippen. Da frage ich mich echt, wie doof sind solche Menschen, die noch brennende Zigaretten aus dem Auto werfen!

Endlich kühler

Ich persönlich bin echt froh das es wenigstens für ein paar Tage nicht so heiß ist. Denn Temperaturen über 30 Grad sind mir einfach zu warm. Ich kann es immer weniger verstehen das viele Leute gerne in ihrem Urlaub in heiße Länder fliegen. So erzählte mir neulich eine beleibte ältere Dame das sie für 2 Monate nach Sizilien geht, Durchschnittliche Tageshöchst-temperaur 40-45 Grad!!! Und hier bei uns jammert sie das es zu heiß ist.

Besonders dankbar bin ich das genau diese Woche das Regenwetter kam. Diese Woche war sehr arbeitsreich und anstrengend für mich. Und diese Phase ist noch nicht ganz beendet. Erst am Dienstag . Denn dann ist unsere Inventur!

Inventur !

Die Inventur in unserem Warenhaus wird schon seit Jahren von einer externen Firma gemacht. Um die normalen Waren müssen wir uns keine Sorgen machen. Aber um die Meterware müssen wir uns selbst kümmern. Zu meinem Abteilungsbereich gehören Kurzwaren und Stoffe. Kurzwaren beinhalten den ganzen Kleinkram den man zum Nähen und Handarbeiten brauchen kann. Somit also auch Gummibänder, Spitzen, Borten und Kordeln. Wir führen ein breites Sortiment dieser Artikel die am „laufenden Meter“ verkauft werden. Sprich wenn der Kunde 30 cm haben will werden ihm diese abgeschnitten.

Dank moderner EDV werden die Bestände auch von diesen Artikeln das ganze Jahr „fortgeschrieben“, also der Computer weis wie viel da ist und wann nachbestellt werden muss. Doch einmal im Jahr bei der Inventur muss dieser Bestand kontrolliert und korrigiert werden.

Das heißt im Klartext, jeder Artikel muss gezählt, gemessen oder gewogen werden!

Und genau das machen wir seit Wochen! Für Kordeln, Bänder, Gummi, Litze und co gibt es keinerlei technische Erleichterung. Diese muss man von Hand messen. Wenn man bedenkt das wir alleine bei den Gummibändern 40-50 verschiedene Artikel vorrätig haben kann man erahnen das dieser Vorgang nicht in paar Tagen erledigt ist.

Die Meterware der Kurzwarenabteilung haben wir schon vor zwei Monaten begonnen zu messen und die Artikel mit einem Inventuretikett versehen, auf dem eingetragen wird wenn wir was verkaufen. Zum Glück ist der Inventurtermin so gelegt das er jetzt im Sommer ist, wo für gewöhnlich weniger los ist.

Die meisten Stoffe konnten wir jedoch erst zeitnah mit diesen Etiketten versehen. Diese Woche haben wir eine spezielle Stoffwaage zur Verfügung mit der wir einen Großteil abwiegen können.

Wie das genau funktioniert habe ich letztes Jahr unter „Inventur in der Stoffabteilung“ beschrieben. Dort findest Du auch Fotos der Stoffwaage.

Nähmaschine ist kaputt

Im privaten Bereich habe ich gerade etwas über das ich mich ärgere. Meine Nähmaschine ist defekt. Sie näht zwar, doch nach 10-20 Stichen reist immer der Faden. Natürlich denkt man im ersten Moment das es am Faden liegt. Logisch habe ich diesen als erstes gewechselt, dann die Nadel, den Unterfaden, die Spuhle… alles! Es bringt nix. Auch an der Fadenspannung kann es nicht liegen. Diese ist korrekt. Das Stichbild ist auf kurzen Strecken perfekt. Trotzdem ist der Faden nach einigen Stichen einfach weg.

Zuerst konnte ich mir keinen Reim drauf machen, denn es sieht niemals aus als ob er wegen zuviel Spannung reist. Stattdessen wirken die Fadenenden wie durchgerieben. Klar das ich als erstes die Nähmaschinennadel aus Auslöser vermutet habe. Ich habe zwei Packungen Nadeln nacheinander durchgetestet… immer gleich!

In diversen Gruppen und Foren im Internet habe gefragt ob jemand eine Idee hat woran es liegen könnte. Schließlich fand ich ein Video in dem erklärt wird das es auch an der Stichplatte liegen kann. Sofort sah ich mir mal meine Stichplatte mit einer Lupe an und stellte fest das ist der Übeltäter.

Eine abbrechnechende Nähnadel hat die Stichplatte beschädigt

Beim einnähen eines Reißverschluss ist mit eine Nadel ganz komisch abgebrochen und hat mir wohl dabei die Stichplatte beschädigt. Dadurch ist ein scharfer Grat entstanden der den genau hier vorbei laufenden Faden immer wieder durch reibt. Da diese Stichplatte total einfach zu entfernen ist traue ich mir ohne weiteres zu dieses Bauteil selber auszutauschen.

Aber hier kommt das wirkliche Problem! Seit Tagen bin ich auf der Suche nach diesem Ersatzteil! Wenn Du eine Idee hast wo ich Ersatzteile für Nähmaschinen von AEG finden könnte wäre ich für einen Tipp dankbar. Seit Tagen durchforste ich das Internet nach einem passenden Teil.

Trauriges diese Woche:

Diese Woche war die Beerdigung eine Fan-Freundin, die ich vom Nino-Fanclub kenne… sie war etwa gleich alt wie ich. Sie ist nach einer kurzen aber grausamen Krebserkrankung verstorben. Ihr Tod hat mich sehr betroffen gemacht.

Gerade habe ich vom Tod eines entfernten Verwandten (Datenschutz) Nachricht bekommen… da alles noch sehr frisch ist möchte ich hier jetzt nix genaueres schreiben. Aber im Gegensatz zu der Freundin oben war er wenigstens im fortgeschrittenen Seniorenalter. Traurig macht es trotzdem.

Schönes diese Woche:

Bandnudeln mit Pfifferlingen im „Alte Zunftt“ in Weil am Rhein

Essen gehen mit Freunden

Es gab auch erfreuliches diese Woche. So war ich am Mittwoch mit einer Freundin und deren Mann und Tochter essen und es war ein schöner Abend. Wir saßen im überdachten Außenbereich des Restaurants und der Wirt hat genau noch rechtzeitig die Seitenwände heruntergelassen bevor der Regen kam. Gesprächsthema bei allen Gästen war… „Schön das es endlich regnet“

Nach dem Essen gabs einen Cocktail

Wir waren im „Alte Zunft“ am Rathausplatz in Weil am Rhein. Die Küche dort kann ich echt empfehlen. Das Essen war sehr gut.

Nach dem Essen haben wir uns noch ein Cocktail gegönnt… dabei entstand dieses Bild. Im Hintergrund die Seitenplane des Außenbereichs mit ganz viel Regentropfen. Man fotografiert doch gerne Dinge über die man sich freut. In diesem Falle auch der Regen!

Vielen Dank für Deinen Besuch

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog. Ich freue mich über jeden Kommentar oder sonstige Reaktion (ich bekomme auch oft mündliches Feedback zu meinen Texten).

mir fällt keine passende Überschrift ein … Vergänglichkeit

Diese Woche ist für mich arbeitsreich aber auch mental sehr anstrengend für mich. Unter anderem weil wir nun endlich die Inventur in der Stoffabteilung abgeschlossen haben. Gerade noch rechtzeitig konnten wir alles erledigen.

Unter dem gleichnamigen Artikel habe ich Euch mal beschrieben wie das wiegen und messen der Stoffe genau abläuft. Über eine Woche lang waren meine Kollegin und ich da dran. Und alles neben dem normalen „Geschäft“, also das Bedienen unserer Kunden. Zum Glück ist eigentlich gerade „saure Gurken zeit“ also die Zeit im Jahr wo erfahrungsgemäß am wenigsten los ist. Allerdings habe ich ja schon mal erwähnt das momentan nicht alles so ganz erfahrungsgemäß ist…

Unsere Aufgabe war es alle Artikel der Stoffabteilung zu messen oder zu wiegen und mit einem Inventurzettel zu versehen. Auf dem mussten dann alle Verkäufe eingetragen werden. Diese Zettel sind die einzige Möglichkeit, denn alles an ein und dem selben Stichtag zu Messen geht schlichtweg einfach nicht. Nur so können wir schon einige Tage im Vorfeld mit der dem Messen und Wiegen beginnen und am Stichtag nur noch die Daten von den Zetteln übernehmen.

Diese Zettel sind größer und auffälliger als die normalen Preisetiketten und so manchen Kunden irritieren die Angaben darauf auch. Manche Kunden denken die Zahl darauf sei der Preis, oder die Mengenangabe bedeute das der ganze Ballen das kostet was auf dem Preisetikett steht. Besonders ärgerlich sind auch bereits gemachte Inventurzettel die wegen umräumen oder ähnlichem abgerissen sind. Nur in seltenen Fällen kann man dann noch zuordnen zu welchem Ballen sie gehören. Sprich man muss doppelte Arbeit machen.

Aus den genannten Gründen machen wir diese Zettel so spät wie möglich an die Ware dran und so früh wie möglich wieder weg.

Die ersten Inventurzettel schon im Dezember

Aufgrund des Lockdowns war ich dieses Jahr so früh wie noch nie dabei die ersten Inventurzettel zu schreiben. Die Weihnachtsstoffe habe ich bereits im Dezember vor dem Lockdown gemessen und beschriftet! Und erst gestern am 14.9. war der Stichtag der Inventur. Seit dem lagen die Weihnachtsachen unberührt im Lager…

Gestern war nun endlich der Stichtag zu dem alles fertig gemessen sein sollte. Dieses Jahr hatten wir das ungewöhnliche Problem das wir viel mehr einzelne Artikel da haben als andere Jahre, weil die Winterware von letztem Winter ja noch immer zum Teil da ist. Betrachtet man nur die „Spezialitäten“ wie Weihnachten und Fasching (ist seit zwei Jahren komplett ausgefallen, wir haben aber Faschingsstoffe!!!)

Inventuraufnahme morgens

Die eigentliche Aufnahme der Inventur musste morgens vor den Ladenöffnungszeiten gemacht werden. Deshalb waren wir gestern schon um 7:30 da und haben alle Zettel mit elektronischen Geräten erfasst. Etwas ärgerlich war dabei das ausgerechnet an diesem Morgen die Beschallungsanlage getestet wurde und wir uns mehrfach den Probefeueralarm anhören mussten.

Wenigstens wurde das angekündigt „Achtung Achtung es folgt ein Probealarm, sie müssen das Gebäude nicht verlassen“ Aber beim dritten oder vierten mal nervt auch das!

Etwas später als geplant waren wir dann endlich fertig. Darum befand sich die erste Stunde ein rotes Absperrband um die Stoffabteilung. Was aber leider ein paar Kunden dazu animiert hat unbedingt dann irgendwas kaufen wollen zu müssen!

Selbst unser Vorschlag sie sollen doch bitte noch 10-20 Minuten einen Kaffeetrinken gehen hat die Kunden nicht abgewimmelt. Also musste ich aufhören mit der Aufnahme und die Kunden bedienen. In der Zeit als die anderen 4 Kollegen noch weiter gemacht haben habe ich bestimmt über 15m Stoff verkauft.

Ungewöhnlich, denn in der Regel ist die erste Stunde morgens sehr ruhig. Aber so eine Absperrung und viele Mitarbeiter wirkt auf manche Kunden anziehend. Diese halbe Stunde war echt stressig, weil ich ja nebenbei erfassen musste was raus geht (musste im Inventurbestand manuell korrigiert werden) und zahlreiche komische Fragen von den Kunden beantworten musste:

  • warum macht ihr das jetzt?
  • warum mitten im Monat?
  • schließt ihr die Stoffabteilung?
  • darf ich jetzt nix mehr kaufen?
  • warum kündigt man sowas nicht an?

gerade letzte Frage hat mich dann besonders gewundert. Als ob sich das Verhalten dieser Kundin irgendwie geändert hätte wenn wir irgendwo ein Schild gehabt hätten mit „am 14.9. öffnet die Stoffabteilung 30-60 Minuten später“… manche Leute haben schon komische Vorstellungen.

Eine ganz schlechte Nachricht!!!

Neben all der Arbeit hat mich aber eine ganz andere Information komplett aus der Fassung gebracht. Weil ich so gar nicht damit gerechnet habe hat es mich voll schockiert.

Eine Freundin aus dem Nino de Angelo -Fanclub, ich kenne sie seit Jahren. Wir hatten keinen sehr engen Kontakt, aber immer wieder auf Konzerten und Fanclub-Events ist man sich begegnet. Wir hatten zuletzt im Juli über whatsapp Kontakt. Sie ist für mich überraschend verstorben!

Für ihr privates Umfeld nicht ganz so überraschend, denn sie lag seit Mitte August mit einer Corona-Infektion im Krankenhaus! Sie musste auf der Intensivstation beatmet werden. Mit 52 Jahren!

Mich hat das total geschockt, denn ich hielt sie eigentlich für gesund. Erst jetzt hab ich erfahren das sie Asthmatikerin war und deshalb Angst vor der Impfung hatte!

Im Nachhinein denke ich aber eine unangenehme Impfreaktion wäre sicher nicht lebensbedrohlich geworden.

Ich trauere um meine Freundin Ute aus Berlin, von der ich mich vor über 2 Jahren bei einem Konzert mit den Worten „Bis zum nächsten Mal“ verabschiedet habe… jetzt gibt es kein nächstes Mal mehr.

Inventur ist fertig

Weil ich diesen Blogpost nicht so ganz arg traurig und negativ beenden möchte, nochmal der Themawechsel zur Inventur.

So ist leider das Leben, Freunde sterben und ich muss mich mit Inventurzetteln beschäftigen…

Nach der Inventur!

In dieser Schachtel, in der schon wieder neue Ware gekommen ist habe ich einen Teil der wieder entfernten Inventurzettel gesammelt… das Schwarze am unteren Bildrand ist mein Fuß, damit ihr erkennen könnt wie groß die Kiste ist. Der leere Pappkern eines Stoffballens misst etwas 70 cm. Auf dem Bild seht ihr etwa ein drittel der in den letzten Tagen und Wochen gemachten Zettel.

Nach der Inventur habe ich die neue Winterware ausgepackt und dabe die halbe Fläche umgeräumt. Also wieder viel Stoff hin und her geschleppt. Aber wenn ich ehrlich bin ich war ganz froh um Ablenkung, denn der Todesfall geht mir schon sehr nahe.

Lass Dich Impfen!

Auch wenn Du noch nicht alt bist und dich als gesund bezeichnen würdest, lass Dich impfen… nur so kann man solche Fälle wie der von Ute verhindern.

In Erinnerung an Ute:

Inventur in der Stoffabteilung

Heute möchte ich Euch kurz berichten warum ich momentan so wenig hier neu schreibe. Im Moment arbeite ich einfach sehr viel. Im Gegensatz zu letztem Sommer haben wir keine Kurzarbeit mehr (Hauptjob).

Letztes Jahr hatte ich zum Teil so kurze Arbeitstage von 10-17 Uhr… Da hatte man viel Zeit. Da die Umsätze ganz ganz langsam besser werden arbeiten wir wieder normale Zeiten.

Was aber nicht bedeutet das wir mit normaler Besetzung arbeiten. Leider gibt es ganz viele Bereiche wo Mitarbeiter die letztes Jahr gegangen sind oder deren Verträge ausgelaufen waren, fehlen. In fast allen Bereichen sind wir unterbesetzt.

Was zur Folge hat das jeder von uns ein wenig mehr als normal leisten muss. So etwa wie „überall gleichzeitig sein und das möglichst schnell“… also exakt das Gegenteil von dem Zustand kurz nach dem Lockdown , den ich in „Einsame Verkäufer im Warenhaus“ beschrieben habe.

Inventur in der Stoffabteilung

Sicher hast Du schon mit bekommen das ich Hauptberuflich in der Stoffabteilung tätig bin. So kam es auch das ich schon ein paar Nähanleitungen hier verfasst habe. Zum Beispiel „Tatütas nähen für Dummies“ oder „Rock nähen ohne Schnittmuster“.

Jede Firma muss einmal im Jahr eine Inventur machen. Dabei muss jeder Artikel gezählt, gemessen oder gewogen werden. Vieles geht mittlerer Weile mit elektronischer Hilfe, aber bei der Inventur muss die wirkliche extakte vorhandene Menge ermittelt werden.

Du kannst Dir vorstellen das in so einer Stoffabteilung im Warenhaus einige viele Meter Stoff lagern! Und neulich hatte ich sogar davon berichtet das wir durch den Lockdown letzten Winter noch immer Winterware von der vorletzten Saison im Laden haben… Also noch mehr Menge als eigentlich gewollt !

Alle Stoffe nachmessen?

Theoretisch müssten wir jetzt jeden einzelnen Stoffballen nachmessen. Das wäre aber viel zu aufwändig und zeitintensiv. Denn man muss die lange Stoffbahn abwickeln, messen und wieder ordentlich aufrollen. Wären das nur 2-3 Meter wäre das machbar… aber die meisten Ballen sind viel grösser! Je nach Qualität befinden sich auf einem Stoffballen 10-20 Meter.

Diese Mengen von Hand zu messen würde schon aus Platzgründen nicht gehen… stell Dir mal 20 Meter abgewickelten Baumwollstoff vor! Eine normale Hobbyschneiderin hat schon Mühe mit 2-3 Metern. So einen Stoffberg aufzutürmen und das auch noch im Verkaufsraum wo Kunden rum laufen und sich Fluchtwege befinden, versuchen wir nach Möglichkeit zu verhindern.

Es gibt zum Glück ein technisches Hilfsmittel das und hier enorm hilft. Eine Stoffwaage! Normale Menschen wissen oft gar nicht das es sowas gibt und schon gar nicht wie so ein Gerät aussieht. Deshalb wollte ich das hier mal zeigen.

Inventur mit der Stoffwaage

Um Stoff abzuwiegen muss mindestens ein halber Meter flach ausgebreitet werden können. Deshalb ist dieses schwere Gerät sehr groß aber auch empfindlich. Es muss in einer Riesigen Holzkiste transportiert werden.

Auf dem oberen Bild siehst Du wie ein Stoff darauf platziert werden muss. Das Bild ist von schräg oben aufgenommen. Die Fläche ist etwa Tischhöhe damit die Person die die Ware auflegt den Ballen nicht zu ungesund heben muss.

Der Stoff, den ich für das Foto hin gelegt habe ist noch einer von den leichten. Der Ballen ist etwa halb voll. Also wenn dieser Artikel kommt ist er doppelt so dick.

Stoffe mit der Stoffwaage abwiegen

Da die Waage sehr empfindlich ist und vor der Inbetriebnahme mindestens 24 Stunden mit Stromversorgung ruhen muss konnten wir sie nicht im Verkaufsraum aufstellen. Momentan ist sie in dem geschlossenen Teil unseres Restaurants platziert. Deshalb stehen Stühle davor als Abgrenzung das niemand dran geht und vielleicht irgendwelche Gegenstände darauf abstellt. Das mag das Gerät übrigens überhaupt nicht!

Auch wenn ich den Stoffballen darauf platziere muss ich stets darauf achten das er so liegt das er mehrere Elemente belastet. Würde nur ein Teil der Tischplatte zu lange belastet kann dies zu Fehlfunktionen führen. Sprich man muss die Ballen (egal wie schwer) vorsichtig ablegen.

Dann vorsichtig und nicht zu hastig abrollen, die rechte Hälfte, der ausgebreitete halbe Meter muss glatt und Faltenfrei liegen. Denn sonst kann die Waage das korrekte Gewicht nicht ermitteln.

Dann muss ich der Waage einige Sekunden zeit geben bis sie sich eingependelt hat. Und ich muss aufpassen das nicht etwa Gegenstände wie Etiketten oder mein Kugelschreiber das Gewicht verfälschen.

Darum habe ich mir angewöhnt erst mal auf einem kleinen Tisch nebenan den Inventurzettel auszufüllen. Offiziell muss auf jedem die Abteilung und das Aufnahmejahr vermerkt sein. Das wirklich sichergestellt ist das man nicht versehentlich den Wert vom Vorjahr aufnimmt. Das halte ich für absolut übertrieben denn wir haben keinen Stoff mehr der seit einem ganzen Jahr nicht verkauft wurde!!!

Dennoch nutze ich die Zeit in der ich „004 2021“ schreibe um der Waage genügend zu lassen.

die Stoffwaage zeigt 4.4 Meter an

Den Abgelesenen Wert schreibe ich auf das Etikett das ich dann an dem Preisetikett des Ballen befestige. Dann rolle ich den Stoff wieder auf und hebe ihn rüber auf einen Wagen (der im Idealfall ungefähr die gleiche Höhe hat wie die Waage um den Rücken zu entlasten).

Dann kommt der nächste Ballen dran… Das heißt im Laufe dieser Woche werde ich fast jeden Stoffballen den wir haben auf dieses Gerät heben und wieder runter. Das ist bei zwei-drei-fünf-zehn Ballen nicht wirklich anstrengend. Aber in der Summe schon !!!

Zusätzlich hat sich der diesjährige Standort der Waage als suboptimal heraus gestellt. Gegen Nachmittag knallt dort voll die Sonne rein und ich stehe mal eben am Wärmsten Ort im Ganzen Warenhaus.

Andere Jahre hatten wir die Stoffwaage in einem Lagerraum ohne Klimaanlage, das war noch schlimmer. Der Platz steht allerdings wegen einer baulichen Veränderung nicht mehr zur Verfügung.

Danke für Deinen Besuch

Ich hoffe sehr ich habe Dich mit diesem Einblick in meinen Arbeitsalltag nicht zu sehr gelangweilt und hoffe Du schaust bald wieder hier rein auf unterwegsistdasziel.blog.