Kategorien
Allgemein

Isolation und Freunde

Nun befinde ich mich seit eine Woche in der Quarantäne. Da ich positiv auf den Corona-Virus getestet wurde darf ich meine Wohnung nicht verlassen und mir sind alle Kontakte mit anderen Menschen verboten. Würde ich in einer Familie oder Wohngemeinschaft leben hätte ich ebenso die Pflicht mich von den Mitbewohnern räumlich zu trennen.

Nun Alleine sein bin ich mittlerer Weile gewohnt! In den letzten Monaten hatte ich ja darin ausreichend Training. In meinen 80 Tagen im Lockdown-Tagebuch hab ich beschrieben wie ich mit dem nixtun und dem alleine sein klar kam.

Corona-Quarantäne ist nochmal härter

Diese Quarantäne ist nochmal härter, weil ich nicht raus darf. Die ersten Tage hat mir das allerdings überhaupt nix ausgemacht. Ich lag mit Fieber im Bett und habe die meiste Zeit verschlafen. Da war ich noch ganz froh das ich meine Ruhe hatte und das anstrengendste war das ich einige Botengänge zu organisieren.

Doch jetzt bin ich Fieberfrei und ausgeruht und nun kommt langsam die Langeweile. Momentan widme ich mich intensivst dem Online Angebot der TV-Sender… Eine 8 Teilige Serie am Stück gucken usw… Das mache ich sonst nie aber in dieser Situation ist das ganz gut. Es lenkt mich von sorgenvollen Gedanken ab.

Besuchen Verboten!

Besuch darf ich keinen Empfangen und eigentlich darf ich noch nicht mal zum Briefkasten runter gehen. Deshalb hatten zwei Freundinnen vorgeschlagen für mich den Briefkasten zu leeren. Für dieses Vorhaben hatte ich bereits Stunden zuvor meinen Briefkastenschlüssel vom Schlüsselbund ab gemacht und desinfiziert.

Als die beiden unten vor dem Haus standen habe ich den Schlüssel ohne ihn mir der nackten Hand zu berühren zu ihnen aus dem Fenster geworfen.

Die Haustüre konnte ich mittels Summer öffnen und so konnten sie ins Treppenhaus. Sie leerten meinen Briefkasten und brachten die Post vor meine Wohnungstüre. Die ich nicht öffnete.

Da es in dem Moment gerade zu Regnen begann hatten sie zwei es nicht eilig schnell wieder zu gehen. So kam es das wir uns durch die verschlossene Wohnungstüre noch eine Weile unterhielten! Ich stand 2-3 Meter von der Türe entfernt in meiner Küche und die anderen Beide im Treppenhaus. Eine ungewöhnliche Art sich zu unterhalten. Aber mir hat das Gespräch sehr gut getan.

Außergewöhnliche Situationen erfordern Außergewöhnliches Verhalten.

Vor etwa mehr wie ein Jahr wäre solches Verhalten unmöglich gewesen. Besuch nicht rein lassen, keinen Kaffee oder ähnliches anbieten, keine Sitzgelegenheit oder sowas anbieten. Und dann Minutenlang durch die Türe brüllen… UNDENKBAR!

Und jetzt? ist „kontaktfreier Besuch“ normal.

Das Highlight war, das ich als der Regen vorbei war auf den Balkon gehen konnte und von dort ins Treppenhausfenster winken konnte. Plötzlich freut man sich über solche Kleinigkeiten.

Dieses Bild ist von heute Nachmittag, es soll Euch zeigen das es mir schon wieder einigermaßen gut geht.

In der Post war auch ein Brief einer Fan-Freundin aus Norddeutschland. Mit Post von ihr hätte ich nun wirklich nicht gerechnet. Umso mehr hat es mich gefreut das sie mir etwas zur Beschäftigung sendet. Vielen herzlichen Dank. Ich finde das voll liebt das ihr so an mich denkt!

Ganz liebe Anrufe

Ansonsten habe ich mich über ein paar liebe Anrufe von Freunden und Gemeindemitgliedern gefreut. Allerdings sind davon auch zwei auf meiner Mailbox gelandet von der ich bis vor kurzen gar nicht wusste das sie noch aktiv ist. Denn früher kam das ja nie vor das jemand anruft während ich telefoniere.

Früher kannte ich mich mal mit solchen Funktionen des Telekom Anschlusses aus, aber jetzt bin ich schon seit Jahren raus aus dem Thema. Wenn jemand von Euch weis wie man die automatische Mailbox komplett deaktiviert, wäre ich für einen Tipp dankbar. Denn ich möchte diesen Dienst nicht nutzen. Mir ist es lieber das der Anrufer einfach nur ein Besetztzeichen bekommt.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog