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Lockdown-Tagebuch

Tag 72 ( Freitag 26.2.)

Herzlich Willkommen zu meinem 72sten Eintrag im Lockdown-Tagebuch auf unterwegsistdasziel.blog. Hier berichte ich täglich wie es mir in dem jetzt schon 72 Tage langen Lockdown geht.

Seit zwei Tagen bin ich nicht mehr nur in Kurzarbeit Null sondern zusätzlich noch im Krankenstand. Nach meiner Krampfadern-OP bin ich 10 Tage krank geschrieben.

Operation während Kurzarbeit

Diese Operation wurde mir vor 3 Jahren schon mal empfohlen aber ich habe sie stets vor mir her geschoben. Bisher hatte ich es immer wieder geschafft das die Beschwerden weniger wurden. Doch sobald ich Zeiten mit zu wenig Bewegung (Urlaub, lange Reisen) hatte kamen sie wieder. Ganz schlimm war es besonders bei heißem Wetter.

Doch diesen Januar traten die Symptome auch bei kaltem Wetter auf und selbst kühle Fußbäder und Wechselduschen brachten keine Linderung. Nachdem ich mehrere Tage viel zu wenig Bewegung hatte kamen nächtliche Schmerzen und Albträume (Beine eingeklemmt, jemand hält mich an den Beinen fest) dazu. Nebenbei habe ich gemerkt das mir wenn ich die Stützstrümpfe mehrere Tagen hintereinander trage mir alle Schuhe die ich mir im letzten Jahr gekauft habe zu groß sind… die alten Schuhe ,von denen ich den Eindruck hatte sie sind zu schmal sind, passen jetzt wieder. Offensichtlich hatte ich schon seit Monaten permanent geschwollene Füße und ich habe das gar nicht so wahrgenommen.

Bisher hatte ich immer Bedenken ob es wirklich notwendig ist dafür 10-14 Tage krank geschrieben zu sein. Aber jetzt im Lockdown, wo ich eh nicht arbeiten darf. Da kann ich mich auch operieren lassen.

Aber hätte ich gewusst das es gar nicht so schlimm ist hätte ich wohl nicht so lange gezögert. Ich finde die Schmerzen sind echt nicht schlimm wie ich das erwartet habe. Man stellt sich das so grausam und blutig vor „Krampfadern ziehen“, aber es ist gar nicht so dramatisch. Wenn Dich das interessiert hier wird das sehr gut erklärt.

Zweiter Tag nach der OP

Heute Nacht hab ich extrem gut und lange geschlafen… über 10 Stunden! Und ich bin endlich nicht mehr vom umdrehen aufgewacht.

Heute Vormittag haben meine Schwester und ich es erst mal langsam und gemütlich angehen lassen… mit einem Frühstück im Wohnzimmer auf meiner Couch, die momentan zu einer Schlaflandschaft für mich umgebaut ist. Also im Grunde „Frühstück im Bett“.

Beim Umziehen dann ein kleiner Schreck, mein Bein ist jetzt auch ganz oben auch mit blauen Flecken übersäht. Aber das hat man mir ja angekündig. Dafür ist die Schwellung zurück gegangen und es ist fast nicht mehr druckempfindlich.

Zur Mittagszeit sind wir dann mit dem Auto nach Müllheim gefahren um dort meine Mutter abzuholen. Sie hat wegen Corona große Angst und wollte uns nicht in ihrer Wohnung empfangen, deshalb gab es wieder ein Kaffee und Kuchen Picknick im Weinberg. So etwas ähnliches haben wir schon mal gemacht. Ich habe unter „Picknick im November“ darüber geschrieben. Meiner Mutter hat diese Art des gemeinsamen Ausflugs sehr gefallen.

In dem Weinberg sind meine Mutter und ich auch ein kleines Stück spazieren gegangen… paar hundert Meter. Denn meine Mutter kann nicht mehr gut laufen und ich mit meiner fischen Wunde gehe momentan das gleiche Tempo wie sie.

Schrittziel nicht erreicht

Das ist aber auch logisch das ich heute das Schrittziel nicht erreichen wollte. Ich hab heute absichtlich kürzer getreten… im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich kann momentan nur kleine Schritte machen. Aber ich bin ganz zuversichtlich das es in ein paar Tagen wieder besser geht.

Vielen herzlichen Dank auch für die Zahlreichen Genesungswünsche die mich auf allen möglichen Kanälen erreicht haben.

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Tag 70 ( Mittwoch 24.2.)

70 in Worten Siebzig Tage lang berichte ich nun schon hier täglich im Lockdown Tagebuch!!!

Den heutigen Tag habe ich dazu, genutzt meine Arbeitskraft wieder voll herzustellen und meine Beine zu optimieren. Seit Jahren hatte ich immer wieder Probleme mit Krampfadern. Bisher war es vor allem bei heißem Wetter sehr schlimm. In der kälteren Jahreszeit hatten sich meine Beine immer wieder erholt… Außer diesen Winter. Offensichtlich hat meinen Venen die Bewegung bei der Arbeit gefehlt. Meine Beine sahen schlimmer aus als sonst bei 38 Grad Hitze.

Das ist auch der Grund warum ich die letzten Wochen jeden Tag so viel gelaufen bin. Ohne ausreichende Bewegung konnten meine Beinvenen nicht mehr richtig das Blut transportieren. Auch Stützstrümpfe tragen half nicht mehr. Heute wurde ich am linken Bein operiert.

Die Operation fand unter Vollnarkose statt. Aber ambulant in der Tagesklinik in Weil am Rhein. Es wurde eine Stripping Operation gemacht.

Operation gut überstanden

Die Operation heute Vormittag habe ich gut überstanden. Am Nachmittag habe ich vor allem geschlafen. Ich fühle mich auch noch ziemlich k.o., deshalb wird dieser Text heute auch ziemlich kurz.

Beide Beine in Operations-Stützstrümpfen.

Eine kleine Anekdote von der OP möchte ich Euch dennoch mitteilen. Als der Anästhesist mich aus der Narkose holte sprach er mich an mit „Sind sie wieder da“… ich fühlte mich davon aber leicht gestört, denn ich hab grade geträumt ich würde hoch konzentriert an meinem Laptop tippen. Ich dachte „Wieso stört mich der Mann?“ es dauerte einen Moment bis ich schnallte, dass ich im OP war.

Vielen Dank für die vielen Glückwünsche, Daumendrücken und Gebete für die Operation. Es geht mir jetzt dem Umständen entsprechend gut, die Schmerzen halten sich bis jetzt echt im Rahmen. Um ehrlich zu sein es sind kaum Schmerzen mehr Ziepen und unangenehmes Gefühl.

Vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Lockdown Tagebuch, und ich hoffe, Du kommst morgen wieder.