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Samstagsplausch am 14.1.23

Schwupp-di-wupp ist diese Woche vergangen, schon wieder Samstag. Diese Woche hatte ich Urlaub aber die Woche ist wie im Flug vergangen.

Trotz Urlaub hatte ich keine Zeit für ausgiebige Spaziergänge oder hochwertige Blogbeiträge. Aber ich konnte ganz viel wichtiges erledigen.

Endlich wieder ein Ausweis

Ich konnte meinen neuen Personalausweis endlich abholen. Seit mir im Oktober der Geldbeutel mit allen Papieren abhanden gekommen war, konnte ich mich nur mit einer „Verlustanzeige“ der Polizei München ausweisen. Was paar mal zu komischen Situationen geführt hat. Selbst Pakete abholen wird schwierig wenn man keinen gültigen Ausweis hat.

Endlich Arzttermin

Endlich war es so weit einer der Arzttermine um die ich mich schon vor Monaten bemüht hatte war da. Bei einem Orthopäden. Mittlerer Weile war mir schon lange klar das meine Schmerzen in der Hüfte und im Knie/Wade nicht von einem Orthopädischen Problem her rühren. Und ich hab echt überlegt den Termin abzusagen, weil ich dachte das sei verschwendete Zeit. Weil das aber die einzige von den 5 Überweisungen zu Fachärzten war wo ich überhaupt einen Termin bekommen habe, entschloss ich mich den Termin wahr zu nehmen.

Im Orthopädicum in Lörrach musste ich etwa eine Stunde warten. Die Praxis an sich kenne ich weil ich paarmal eine Bekannte dort hin begleitet habe. Aber die Ärzte selbst kannte ich nicht. Ich dachte mir schon eine Entschuldigung aus a la „es tut mir leid wenn ich ihre Zeit in Anspruch nehme, aber ich denke ich bin falsch hier“. Doch die Ärztin die mir zugeteilt wurde war sehr nett und geduldig. Ich beschrieb wie es dazu kam das auf der Überweisung „Hüftschmerz“ steht. Das ich zuvor mehrmals bei der Hausärztin war und sie keinen Grund für die hin und wieder auftretenden Beschwerden finden konnte. Aber die Hüfte sei ja gar nicht mehr das Problem, das im Knie und im Rest des anderen Beines sei ja viel schlimmer gewesen, und genauso unregelmäßig.

Ich beschrieb meinen Besuch in der Notaufnahme und das dort Thrombose ausgeschlossen werden konnte und wenige Tage später beide Beine weh taten. Die Orthopädin unterbrach meine Beschreibung mit „und kamen Hände und Schultern dazu?“

Ja kamen und auch hier wanderten die Schmerzen mal hier und dort. „Wann wurde ihre Schilddrüse das letzte Mal untersucht?“ Eine Knochenärztin, deren Fachbereich das überhaupt nicht ist folgert in Richtung Schilddüse nachdem sie keine 10 Minuten mit mir gesprochen hat!!! Mit genau diesen Beschwerden war ich schon mindestens 4 Mal bei meiner Hausärztin und diese will die entsprechenden Blutwerte erst Ende Januar checken. Ich bin empört.

Die Orthopädin untersuchte beide Hüften um festzustellen das ich normal beweglich bin und sie daher auch einen Bandscheibenvorfall ausschließen kann. Sicherheitshalber möchte sie noch die Rheumawerte abchecken, aber eigentlich geht sie davon aus das es das auch nicht ist. Und die entsprechende Blutabnahme wurde gleich gemacht… ich muss nicht wochenlang auf einen Termin dafür warten!!! Das Ergebnis der Blutuntersuchung bekomme ich nächste Woche telefonisch mitgeteilt. Ich brauche nicht nochmal kommen. Aber sie gab mir eine Überweisung mit! Zurück zum Hausarzt! Das habe ich auch noch nie erlebt.

Urlaubsunternehmungen

Diese Woche hatte ich endlich mal Zeit mich mit ein paar Freunden zu treffen. Mit einer Freundin die ich schon Monate nicht mehr gesehen habe war ich zum Frühstücken verabredet.

Etageren-frühstück in der Villa Aichele

Wir waren beide zum ersten Mal in der Villa Aichele aber ich muss sagen wir waren ganz begeistert von dem Frühstück dort. Man kann sich das „Etageren-Frühstück“ selber so zusammenstellen wie man möchte. Jede Etage einzeln wählen. Mehr dazu hier.

Mit einer anderen Freundin war ich spontan „Glühwein Trinken“ und von drei verschiedenen Bekannten lies ich mich bekochen. Echt schön wenn man einfach mal Zeit hat für solche Besuche.

Heute wollte ich verreisen

Für heute war ein Wochenende in einem Wellness-Hotel in Bayern mit meiner Schwester geplant… leider ist das geplatzt:

Donnerstag Abend ging es mir noch normal, ich war bei einer Freundin zum Abendessen eingeladen und nach dem Essen bat ich sie um einen heißen Tee weil mir so kalt war… dachte mir dabei aber noch nix. Schliesslich ist ja Winter, da ist einem manchmal kalt.

Auf dem Heimweg im Auto begann ich richtig zu schlottern obwohl die Klimaanlage auf 20 Grad eingestellt ist. Als ich endlich einen Parkplatz hatte wollte ich am liebsten nicht aussteigen so frohr ich. Zuhause hab ich mich sofort umgezogen und mit einer Bettflasche ins Bett… aber mir war kalt kalt kalt… Schließlich zog ich einen Jogginganzug über den Pyjama, zog Handschuhe an! und nahm zwei Decken (trotz eingeschalteter Heizung, gewöhnlich heize ich im Schlafzimmer nicht)!!! Schüttelfrost !!!

Später wachte ich klatsch nass geschwitzt auf, musste mich komplett umziehen. Da hatte Fieber! Zudem quälten mich starke Magenschmerzen und Übelkeit! Ich war schon am überlegen ob ich einen Notarzt rufen muss, ob das vielleicht eine Fischvergiftung sein könnte…

Gegen 3 Uhr morgens wurden die Beschwerden weniger und ich konnte endlich Schlafen… mit ein paar kurze Unterbrechungen habe ich bis etwa 14 Uhr geschlafen!!! Das Fieber war wieder weg aber ich fühlte mich wie gerädert. Kopf und Halsschmerzen und ganz leichter Husten. Deshalb habe ich die Reise heute abgesagt.

Heute geht es mir schon wieder viel besser, kein Fieber. Deshalb gehe ich davon aus das es kein Corona ist. Dazu war es etwas zu schnell vorbei. Dieses Wochenende werde ich ganz vorsichtig sein und zuhause bleiben. Es ist schade das das Wochenende mit meiner Schwester für mich ausfällt, aber wenn es mir weiterhin besser geht Vielleicht kann ich dann meine Urlaubsreise am Dienstag doch antreten. Vielleicht…

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Reparieren von 12 bis 12 (noch ne Nähmaschine)

2023 mache ich wieder an einer Linkparty mit. Jeweils am 12. veröffentliche ich einen Blogpost zu dem Thema Reparieren.

Logo der Linkparty „Reparieren von 12 bis 12“

Auf diese Idee hat mich wieder mal Valomeas Flickenkiste gebracht, eigentlich ein Blog auf dem es um Nähen und Patchwork geht. Bei Valomea habe ich im vergangenen Jahr bei Weniger ist mehr- 1000 Teile raus mitgemacht und damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

1000 Teile raus läuft auch 2023 weiter doch ich möchte dieses Jahr nicht mitmachen. Zwar hätte ich genug Zeug um wieder von vorne zu beginnen, aber ich möchte meine Blogbesucher nicht langweilen.

Eine neue regelmäßige Linkparty

Die Teilnahme bei „1000 Teile raus“ hat mir im vergangenen Jahr sehr viel Spaß gemacht und vor allem hat sie mich motiviert regelmäßig zu bloggen. Das hat mir geholfen etwas mehr Routine zu entwickeln und meinem Blog hat die Regelmäßigkeit viele neue Leser gebracht. Deshalb habe ich mir für das neue Jahr eine neue Linkparty ausgesucht. Diesmal nehme ich nicht wöchentlich daran teil, sondern einmal im Monat.

Reparieren ist ein interessantes Thema

Das Thema Reparieren ist ein interessantes Thema gerade wenn man sich mit Nachhaltigkeit beschäftigt. Ich habe die Erfahrung gemacht das ganz viele Menschen gar nicht mehr reparieren können. Deshalb halte ich es für sinnvoll über sowas zu schreiben.

Wobei ich hier das Reparieren nicht allein auf Textilien beziehen möchte. Ich bin von Kind auf gewohnt das man wenn etwas kaputt ist erst mal probiert das Problem selber zu beheben. So habe ich zum Beispiel mit 11 oder 12 Jahren mal meinen Kassettenrekorder auseinander genommen weil er nicht ging und ich hatte den Fehler tatsächlich gefunden und mit Hilfe einer Büroklammer repariert.

Für mich war es immer schon normal erst mal zu probieren ob man etwas wieder hin kriegt bevor man es weg wirft. Und ich bin mir ziemlich sicher das ich auch in 2023 zwölf Gegenstände finde die ich irgendwie retten kann.

Reparieren zum 12. Januar

Die Tage hatte mich eine Freundin gebeten nach ihrer Nähmaschine zu sehen, die nicht mehr richtig näht. Es handelte sich um ein älteres Modell, die Freundin meinte sie sei über 30 Jahre alt… aber ich würde sie schon eher in die 80er Jahre einordnen.

Ein Gerät aus der Schweiz von einer Marke die ich noch nie zuvor gelesen habe. Sie verfügt noch über ein Metall Gehäuse und 4 Drehschaltern auf der Vorderseite. Also war sie schon ein etwas umfangreicheres Modell. Sie verfügt über eine Reihe Zierstiche die über eine Kombination der Drehschalter angewählt werden. Oben am Gehäuse sind die Zierstiche aufgemalt und zeigt ein kleines grünes Lichtlein welcher Stich gewählt ist. Laut Bedienungsanleitung handelt es sich hierbei um ein LED Licht (gab es das damals schon?)

Die Freundin meinte sie habe die Maschine schon vor ihren Kindern gehabt, Ihre älteste Tochter macht jetzt eine Ausbildung… Und die Nähmaschine sei kürzlich erst in Revision gewesen, würde nun so kurz danach schon wieder nicht gehen…

Als ich fertig war habe ich beim Zusammenräumen den Beleg der letzten Reparatur gefunden, die Quittung wurde 2002 ausgestellt!! Hallo? Kürzlich ist über 20 Jahre her!

Dieses Bild ist ja noch recht unspektakulär, das war am Anfang…

Meine Freundin fand das cool und hat ein paar Bilder gemacht, doch schon bald legte sie das Handy weg, denn sie brauchte beide Hände um mir zu helfen die Maschine auseinander zu nehmen. Das schwere Metallgehäuse war etwas anders verschraubt als ich es von anderen Modellen kannte. Da muss man zu zweit sein um sie zu öffnen.

Zuvor wusste sie noch nicht mal wie man die Stichplatte ab nimmt… ich kannte das bisher nur mit schrauben von oben. Aber dieses Modell hat keine Schrauben dort… ich musste in der fast noch jungfräulichen Bedienungsanleitung nachsehen. Die Stichplatte entfernt man durch Druck von unten, sie ist nur mit ein paar Federn gesichert. Meine Freundin hatte die Stichplatte noch nie selber entfernt und war sichtlich überrascht wie viel Staub und Flusen man darunter findet.

An die tiefer liegende Technik, die eigentlich hin und wieder etwas Öl braucht kommt man durch öffnen einer Klappe auf der Rückseite. Hier hat es Schrauben… Dem Original Zubehör der Maschine das teilweise noch in Plastiktüten ist lag eine kleine Flasche Nähmaschinenöl bei… diese Flasche war noch ungeöffnet!

Wir nahmen die hintere Klappe ab und entstaubten erst mal alles. Dabei waren Ohrenstäbchen und eine alte Zahnbürste ganz hilfreich.

Nähmaschine ölen?

Ich weis es kann gefährlich sein aber ich lies die Maschine im offenen Zustand laufen um zu sehen welche Teile sich wie bewegen und zu horchen wo welches Geräusch entsteht. Sicher ist meine Vorgehensweise nach Gehör nicht üblich und normal, aber mir hilft das logisch vor zu gehen. An der Welle die, die Drehbewegung in eine Hebelbewegung wandelt meinte ich ein „unrundes Geräusch“ war zu nehmen. Also ölte ich diese stelle. Was dazu führte das erst mal schwarzes Öl hervor quoll, dieses tupfte ich mit einem Küchenkrepp weg, lies das Gerät wieder kurz laufen und dann ölte ich nochmal.

Und siehe da das Geräusch wurde leider und hörte sich gesunder an. Die Freundin fragte „woher weist Du sowas?“…. keine Ahnung… bei meiner Maschine war das ähnlich. Sieht zwar alles etwas anders aus, aber im Grunde sind es die gleichen Bauteile die sich bewegen.

Erst jetzt fiel mir ein das ich als kleines Kind meiner Mutter und meiner Oma (verschiedene Maschinen) beim Nähmaschineölen zugesehen hatte und das immer sehr spannend fand.

Wir schlossen das untere Gehäuse und stellten fest das sie jetzt wieder viel normaler Klingt. Weil ich im oberen Bereich auch viel Staub und Schmutz vermutet hatte, habe ich dort auch mal geöffnet. Dabei blendete uns die Lampe etwas… doch ich stellte fest das diese Maschine hier viel weniger verstaubt war als mein Gerät zuhause das ich im Herbst auseinander genommen hatte. Siehe Ich habe meine Nähmaschine repariert.

Das liegt wohl daran das diese Maschine die letzten 20 Jahre nicht sehr intensiv genutzt wurde. Kurz bevor wir das Gehäuse zumachen wollten meinte die Freundin „warte die Glühbirne ist auch dreckig“ also schaltete ich das Licht aus (ihre Maschine hat Licht und Motor separat zu schalten) sie machte sauber und wir schraubten alles zu… und?

Das Licht geht nicht mehr! Wir öffneten nochmal und entdeckten das die Glühbirne defekt ist… Die haben wir wohl „kaputt geputzt“. Aber das ist kein Beinbruch, diese gibt es im Einzelhandel für wenig Geld. Und meine Freundin hat ja jetzt gesehen wie man sie austauscht.

Nähmaschine ausprobieren

Danach haben wir sehr lange ausprobiert und rum gefummelt. Unter anderem war die Nadel verkehrt herum eingesetzt. Einer der probierten Fäden war porös. 30 Jahre alter Baumwollfaden ist nicht mehr so stabil.

Wir hatten etwas Mühe mit der Fadenspannung, diese wieder korrekt einzustellen aber nun näht sie wieder. Aber offensichtlich funktionieren ein Teil der Zierstiche nicht mehr korrekt. Aber meine Freundin räumte ein das sie diese noch nie benutzt hat. Es kann also sein das die noch nie oder schon ewig nicht richtig funktionierten.

Meine Freundin ist glücklich das die Maschine wieder geht. Und ich fand den Ausflug in das Innenleben eines anderen Modells ganz spannen.

Ich glaube ich kann langsam nachvollziehen wenn Männer über alte Autos schwärmen, das man an ihnen noch „schrauben kann“… so geht es mir mit älteren Nähmaschinen. Ich finde das faszinierend und spannend ob ich sie wieder zum laufen kriege. Wenn Du also so ein „altes Schätzchen“ mit nem Problem hast, darfst Du mir diese gerne mal anvertrauen.

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Samstagsplausch am 7.1. 2023

Die erste Woche im neuen Jahr ist nun schon vergangen. Aber ich bin froh das die ganzen Feiertage und der Trubel drum herum nun endlich fertig sind.

Bei uns in Baden–Württemberg war gestern Feiertag. Heilige drei Könige. Ein Katholischer Feiertag zu dem ich eigentlich keinen Bezug habe. Außer das meine Oma an diesem Tag Geburtstag hatte… aber sie ist schon seit über 30 Jahren tot. Warum ich mich immer noch an das Datum und ihre damalige Telefonnummer erinnere ist mir schleierhaft.

Bei uns auf der Arbeit ist „zwischen den Jahren“ und bis nach Dreikönig für gewöhnlich sehr viel los. Und dieses Jahr war es nach zwei Corona Jahren beinahe wieder so wie früher. Gefühlt haben alle frei und und somit Zeit im Warenhaus einzukaufen. Aus dem Grund waren die letzten beiden Wochen für mich sehr stressig.

Dieses Jahr lagen ja die Feiertage 25.12. und 1.1. auch noch auf einem Sonntag und somit war die Woche dann doch lange und anstrengend. Wie schon die letzten Jahre bin ich einfach nur froh wenn diese „Grosskampftage“ vorüber sind.

Zusätzlich zu dem Betrieb haben mich dann auch noch mehrere technische Probleme zusätzlich generft und gestresst. Eines dieser Probleme beschreibe ich unter „schöne neue Technik“ Ich war fast permanent am improvisieren, retten oder Lösung suchen, obwohl das ja eigentlich nicht mein Job ist.

Um ganz ehrlich zu sein es kotzt mich an! Ich bin ideenreich und flexibel, und wenn mal kurz etwas schief läuft und ich muss schnell ne Lösung oder Alternative suchen macht mir das nichts aus… aber wenn das ständig so ist! Wenn ich ständig gegen nicht funktionierende Vorgänge und Technik kämpfen muss und permanent Spagat machen muss dann nerft mich das sehr.

„Als Verkäufer steht man an der Front der Wirtschaft“

hat früher mal unsere Berufsschullehrerin gesagt. Damals hab ich es nicht verstanden aber momentan empfinde ich es wirklich so in einem Ständigen Kampf zu stehen. An der Front zwischen Kundenwunsch und dem was wirklich möglich ist. Eigentlich wäre es meine Aufgabe zwischen Nachfrage und Angebot zu vermitteln, für den Kunden die beste Ware zu finden und ihm die zu verkaufen. Vordergründig mach ich das auch, aber im Hintergrund kämpfe ich mit nicht funktionierenden Druckern, Bestellsysteme die nicht ausgereift sind, Lieferanten die nicht mehr liefern wollen usw. … lauter kleine Dinge die meine tägliche Arbeit blockieren, verlangsamen und verschlechtern für die ich aber gar nichts kann.

Leider musste ich die letzten Tage mehrfach zu Kunden sagen „tut mir leid bitte gehen Sie zur Konkurrenz“ weil es mir momentan nicht möglich ist diesen Kundenwunsch zu erfüllen.

Aber ein spezielles Erfolgserlebnis hatte ich: Eine Kundin wollte 20-25 Meter blauen Futterstoff, so schnell wie möglich. Da ich davon ausgehen muss das ich diesen Stoff nicht vom Lieferanten bestellen kann, habe ich mich an Telefon gehängt und eine Filiale in Berlin angerufen, die über 23 Meter laut Computer im Bestand haben. Tatsächlich haben sie so viel, dürfen mir diesen aber nicht abgeben, wegen dem Insolvenzverfahren in dem wir uns befinden. Aber wir fanden eine für die Kunden akzeptable Lösung: Die Filiale in Berlin macht einen Kaufvertrag mit der Kundin (am Telefon) und schickt den Ballen zu ihr nach hause. Sie bekommt eine Rechnung und kann diese per Überweisung bezahlten. Kundin ist Glücklich, Berlin auch, weil mal eben 23 Meter Stoff a 12€ verkauft. Der einzige der nix davon hat ist bin ich… doch ich habe eine zufriedene und glückliche Kundin die hoffentlich wieder zu mir kommt.

Es sind einfach komische und schwierige Zeiten wo man manchmal auch ungewöhnliche Lösungen finden muss.

Jetzt endlich Urlaub

Da ich vom vergangenen Jahr noch alten Urlaub hatte wurde ich gebeten diesen möglichst schnell abzubauen. Deshalb habe ich den „sofort“ beantragt. Offiziell haben wir bis 8.1. Urlaubssperre, wegen dem Feiertag gestern. Ich dürfe auf keinen Fall vorher Urlaub nehmen… Drama : „was fällt ihnen ein, ab 6. schon frei haben zu wollen, das dürfen wir nicht“… blabla

Und als mein Arbeitsplan kam, was steht da? Urlaub am 7.1. ! Erst mal Jammern und Schimpfen und dann doch geben. Ich habe heute also meinen ersten Urlaubstag.

Mit dem Auto nach Stuttgart und zurück

Trotzdem hatte ich mich dazu entschlossen meine Mutter gestern schon von meiner Schwester in Stuttgart abzuholen, weil ich mir sicher war das es auf den Autobahnen am Feiertag ruhiger ist. Und ich hatte recht. Ohne Stau und stockender Verkehr konnte ich hin und zurück.

Auf dem Hinweg habe ich sogar noch eine Freundin mit genommen, die dort ihre Eltern besucht. Die Fahrt hat sich also in beide Richtungen gelohnt.

Ich saß zwar insgesamt über 7 Stunden hinter dem Steuer aber so war es mir lieber als dort übernachten und heute erst zurück. Heute morgen habe ich erst mal schöön lange ausgeschlafen und einige Dinge am PC erledigt und später mache ich bei einer Online-Schulung mit, darauf bin ich sehr gespannt.

Das Bild stammt von unserer Neujahrswanderung am 1.1. bei herrlichem Wetter am Isteiner Klotz. Dieser Beitrag wird bei Karminrot unter Samstagsplausch verlinkt.

Samstagsplausch am 24.12.

Endlich ist er da der heilige Abend. Der Grund warum ich diesem Datum entgegen gefiebert habe ich vielleicht ein anderer wie bei den meisten Menschen

Dieses Jahr freue ich besonders das ich dieses „Weihnachtsgeschäft“ überstanden habe. Endlich ist der Advent vorbei!

Für mich persönlich war die Adventszeit sehr stressig und anstrengend. Auch wenn der Kundenandrang bei uns im Warenhaus nicht so groß war wie erwartet, hatte ich mit vielen persönlichen Dingen zu kämpfen.

An erster Stelle natürlich meine Gesundheitlichen Probleme. Nachdem ich Anfang Dezember sogar krank geschrieben war, war mein Ziel unbedingt bis Weihnachten durchzuhalten und halbwegs gesund zu bleiben.

Vorfreude?

Um ehrlich zu sein hält sich meine Vorfreude auf das Weihnachtsfest in Grenzen. Das ist schon seit vielen Jahren so. Ich mach klassisches Weihnachtstamtam mit mega viel Essen, Geschenke und Weihnachtsbaum eigentlich gar nicht!

Meine Taktik um schreckliche Familienfeiern zu umgehen ist seit einigen Jahren am heiligen Abend als Ehrenamtlicher Helfer bei „Weihnachten Gemeinsam“ einer Weihnachtsfeier für Einsame und Obdachlose mit zu machen.

Es ist mir lieber für Fremde essen zu verteilen und da eine Aufgabe zu haben als mit meiner „Familie“ zu feiern. Doofe Geschenke die keiner wirklich haben will hin und her zu schieben, am besten noch im gleichen Geschenkpapier wie letztes Jahr (und die 10 Jahre davor).

Worauf ich mich wirklich freue?

Das tollste Geschenk das mir jemand machen kann, machen mir Freunde, die ab morgen für zwei Monate mit dem Wohnmobil unterwegs sind und mir für diese Zeit ihr Auto zur Verfügung stellen. Das finde ich toll. Damit kann ich wirklich was anfangen und mit meiner Mutter und Freunden ein paar Ausflüge machen die sonst nicht möglich wären!

Am zweiten Weihnachtsfeiertag werde ich den Wagen gleich dazu nutzen mit meiner Mutter nach Stuttgart zu meiner Schwester zu fahren. Allerdings muss ich am gleichen Tag wieder zurück. Aber wenn ich ehrlich bin ich freue mich mega auf die Rückfahrt alleine… Endlich mal wieder Laut Musik hören im Auto und Autobahn fahren. Das finde ich toll, darauf freue ich mich, solche Momente sind für mich „Freiheit“. Die Hinfahrt mit meiner Mutter wird vermutlich noch nicht so entspannt, denn meine Mutter hat bei solche „weiten Reisen“ immer Angst und will x-mal Pause machen. Dabei ist die Strecke bis zu meiner Schwester gar nicht so weit und anstrengend. 3 Stunden Autofahren ist für mich keine Tortur, sondern eher Erholung. Meine Mutter sieht das ganz anders.

Weihnachtsessen?

Eine Arbeitskollegin hat mich gefragt „Was kochst Du weihnachten?“ … (okay sie ist Italienerin und hat an einem der Feiertage 10 Gäste und am anderen 8 zum Essen)

Ich musste ihr allerdings antworten „Nix“! Ich werde nicht einen krümel mehr Lebensmittel einkaufen als normal!

Am heiligen Abend verteile ich bei „Weihnachten Gemeinsam“ essen das gespendet wurde an andere, und krieg davon auch etwas. Ich helfe dann zwar das Geschirr von voraussichtlich 80-100 Personen ab zu räumen, aber zuhause hab ich keinen Mehraufwand.

Am ersten Weihnachtfeiertag habe ich mir fest vorgenommen nur auszuruhen und zu faulenzen! Wenn ich Lust darauf hab dann gibt es irgendwas aus dem Kühlfach oder einen Griesbrei… irgendwas einfaches was keine Arbeit macht.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag bin ich zweimal mindestens 3h mit dem Auto unterwegs. Da gibt Tee aus der Thermoskanne, und Kekse auf die Hand. Vielleicht noch ne Banane oder nen Apfel. Aber sicher kein dreckiges Geschirr.

Weihnachten Gemeinsam

Ist eine Veranstaltung die schon seit vielen Jahren in der alten Feuerwache in Lörrach stattfindet. Sie wird von der Evangelischen Allianz Lörrach organisiert. Hier helfen Freiwillige aus unterschiedlichen Gemeinden. Es gibt ein kostenloses Essen für alle die alleine oder bedürftig sind. Obdachlose, Einsame und Bewohner des nahen Altenheimes treffen sich hier für eine kleine Feier mit Essen, Musik, kleiner Predigt und sogar Geschenken.

Früher gab es dafür einen riesigen Gabentisch mit gespendeten Geschenken, wo sich jeder Besucher was aussuchen konnte. Dieses Jahr wurde das allerdings anders organisiert und es gibt „Gutscheine“ für diverse Geschäfte in der Lörracher Innenstadt.

Ich mache bei dieser Veranstaltung schon seit über 10 Jahren mit und in diesem Jahr wurde mir die „Leitung“ für das Service-Team (also die, die das Essen verteilen) übertragen. Ich hoffe ich kriege das gut hin, mit den Helfern einteilen, damit alles reibungslos ablaufen kann. Vor dieser Aufgabe habe ich ein wenig „Bammel“ und bete um Weisheit und vor allem um fähige Helfer. Aus meinem eigenen Können und wissen kann ich es nicht gut machen… ich bin bei dieser Aufgabe völlig auf Gottes Segen angewiesen!

Endspurt

Aber zuvor kommt noch der „Endspurt“ im Warenhaus. Die letzten paar Stunden vor Weihnachten sind immer ganz speziell, denn dann kommen alle Kunden zu uns die noch keine Geschenke haben und so mancher kauft dann auch etwas „panisch“.

Wie zu erwarten war, sind „Aufhänger für Christbaumkugeln“ längst ausverkauft. Die nette Mitarbeiterin aus der Kurzwarenabteilung hat da ein paar Alternativen zu bieten… Und dieses Jahr haben wir tatsächlich noch ein paar Baumständer!

Und nie verkaufen wir so viele Tischdecken und Stoffservietten wie in den Tagen vor Weihnachten… im Notfall gibts auch ein paar Meter schönen Stoff den man über den Tisch legt.

Danke

vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.Blog. Diesen Beitrag verlinke ich beim Samstagsplausch von Karminrot.

1000 Teile Raus, der Endgegner

Die aufmerksamen Leser der Linkparty „Weniger ist mehr -1000 Teile raus“ haben mich vielleicht vermisst. Ich habe leider aus gesundheitlichen Gründen mehrmals ausgesetzt.

Mitten im Weihnachtsgeschäft musste ich mich krank schreiben lassen, obwohl ich das gerne verhindert hätte. Doch meine Probleme mit den Schmerzen in den Beinen hatten sich auch auch auf die Arme aus geweitet!

Nach meiner Corona Erkrankung im Oktober tat mir zuerst nur ein Bein immer wieder weh… als es schlimmer wurde war ich sogar damit in der Notaufnahme im Krankenhaus, mehr darüber unter „Ein Urlaubstag im Krankenhaus“. Ich wurde untersucht aber es wurde nix gefunden! Als wenige Tage später das andere Bein auch weh tat war ich bei der Hausärztin, diese hat auch nichts gefunden und hat mich mit der Aussage „das kommt von der Schonhaltung, dem Humpeln“ weg geschickt. Die Beschwerden waren mal besser und mal schlimmer aber ganz weg war es seit Anfang November nicht!

Als dann meine Hände und Schultern ganz ähnlich zu schmerzen begannen (Schmerz mal da und mal nicht… wandernd, unregelmäßig) wandte ich mich an einen anderen Arzt. Dieser schob es auf „Stress“ und schrieb mich ein paar Tage krank. Da es nicht besser wurde war ich dann wieder bei meiner Hausärztin und diese hat mich zwar auch krank geschrieben, aber wirklich gemacht wurde nichts.

Aufräumen und Aussortieren wenn alles weh tut?

Zeitweise tat jeder Griff nach einer Tasse im Geschirrschrank weh, entweder in der Hand oder in der Schulter, und wenn nicht dann tat der Schritt den ich danach gemacht habe weh. Das führte dazu das ich wirklich nur das allernötigste gemacht habe. Zuerst versuchte ich es mit viel Ruhe und möglichst nix machen. Doch dann habe ich gemerkt das Ablenken gut tut und eine Freundin hat mich zu mehreren langen Spaziergängen im Wald mit geschleppt… gleichmäßig laufen geht noch am besten. Aber immer wieder mal gabs Momente wo ich einfach stehen bleiben musste weil mit entweder der Knöchel, das Knie oder die Hüfte weh tat. Manchmal beim normalen gehen plötzlich eine Hand…

Fazit ich habe nichts geräumt

Ich habe nicht aussortiert oder aufgeräumt. Ich wollte zwar im Keller ausmisten, aber wenn ich kaum die Treppe runter komme, habe ich dazu keine Motivation.

Steuererklärung

Doch meine Steuererklärung war fällig und eine Freundin war da und hat mir geholfen den Aktenschrank im Schlafzimmer leer zu machen und die Unterlagen zu sortieren… sagen wir so, sie hat sortiert und ich hab auf ihre Anweisungen hin den Locher bedient und ähnliche Handlangertätigkeiten gemacht. Denn ich war auch Mental nicht wirklich gut drauf. Es fiel mir schwer mich zu konzentrieren, bloggen zum Beispiel konnte ich tagelang nicht. Teilweise wusste ich am Ende eines Satzes nicht mehr was ich eigentlich schreiben wollte.

Dank der Unterstützung dieser Freundin habe ich den Aktenschrank leer bekommen und die noch wichtigen Unterlagen bekommen nun einen neuen Platz. Damit ist mein Endgegner, dieser vollgestopfte Schrank in der Ecke besiegt

Mein Endgegner ist besiegt!

Schon am Anfang des Jahres hatte ich vor diesen Schrank zu entrümpeln und die darin enthaltenen alten und und neuen Papiere endlich sinnvoll zu sortieren und abzulegen.

so sieht der entrümpelte Schrank jetzt aus. Diese Dinge hier bekommen einen neuen Platz und zum Jahreswechsel werden in diesem Schrank nur noch die Waren für den Adventbasar gelagert.

Zwischen wichtigen Steuerunterlagen, Lohnzetteln von über 20 Jahren und Briefe von Strom und Telefonanbietern waren auch privates Zeug, Vereinsunterlagen, Lieferscheine und Rechnungen von vor 10 Jahren usw…

Schon komisch das ich diesen Schadfleck in meiner Wohnung erst dann aufräumen konnte als es mir gesundheitlich wirklich schlecht ging. Aber vielleicht musste ich irgendwie an einen Tiefpunkt kommen um bereit zu sein mich von dem vielen unnützen privaten Kram dazwischen zu trennen. Ein ganzer Müllsack wurde voll mit alten Briefen, Kassenzetteln, Zeitungsartikel, Einladungen, Postkarten usw…

Danke

Danke liebe Elke von Valomeas Flickenkiste für diese Linkparty, die mich jede Woche zum aufräumen und ausmisten motiviert hat. Ohne diese hätte ich in diesem Jahr bestimmt nicht so viel weg geschafft und vielleicht wäre ich dann immer noch nicht an meinen Endgegner ran gegangen. Ich möchte mich für die Blogparty, die vielen netten Worte und die Inspirationen bedanken die ich durch die Teilnahme bei diesem „Langzeitprojekt“ erlebt habe.

Da ich immer noch etwas kürzer treten muss, verabschiede ich mich aus dieser Runde (als Leser bleibe ich vorerst erhalten) und bedanke mich bei allen Teilnehmern!

Im Kommenden Jahr suche ich mir wieder ein ähnliches Projekt wo ich wieder regelmäßig mitmachen kann. Gerne könnt ihr mir dazu ein paar Tipps oder Einladungen schreiben.

Samstagsplausch am 3.12.2022

Diese Woche wird mein Samstagsplausch wieder etwas kürzer, denn es gibt gar nicht so viel zu berichten von meiner Woche.

Der Grund ist mir gehts nicht gut und ich bin krank geschrieben. In den letzten Wochen habe ich immer wieder berichtet das ich Schmerzen in den Beinen hatte. Diese haben sich nun auch auf die Arme ausgeweitet. Seit Tagen tut mir ständig irgendwas weh, entweder das Knie oder die Finger. Mal wie ein Wadenkrampf, mal wie Muskelkater in den Oberschenkeln und dann wieder wie wenn mir einer mit der Faust auf den Handrücken haut. Wandernde wechselnde Schmerzempfindungen, die mich was kirre machen.

Hilfe annehmen

Andrea von Karminrot hatte es in ihrem Samstagsplausch 43-22 auch mal thematisiert, wie schwer es sein kann Hilfe von anderen anzunehmen.

Gestern Vormittag war es bei mir so weit das ich heulend auf der Couch saß und nicht mehr weiter wusste. Ich hatte für den Nachmittag einen Termin mit einer Freundin die mir bei der Steuererklärung helfen wollte, und ich wollte dafür wenigstens meine Unterlagen vor holen. Aber schon das alleine stellte sich als unlösbare Aufgabe dar:

Vor dem Schrank in dem ich die Unterlagen vermutete (ja ich gebe zu ich hatte keinen Überblick mehr) Standen Tüten und Taschen mit den Basar-Waren und oben drauf allerhand Klamotten von mir. Um an den Schrank zu kommen musste das Zeug weg! Aber jeder einzelne Griff nach nur einem Kleidungsstück schmerzte! Entweder in den Beinen beim Bücken, in den Fingern beim Zugreifen oder einfach nur die Tatsache den Arm anzuheben!

Eigentlich wäre es ein Arbeitsaufwand von 15 Minuten gewesen die Sachen da weg zu packen! Aber wenn jede Bewegung weh tut wird daraus plötzlich eine Mamutaufgabe!

Heulend zusammengebrochen…

Ich konnte nur noch heulen, ich dachte ich sage jetzt alles ab. Die Steuererklärung, den Weihnachtsbasar… alles… die körperlichen Beschwerden haben dazu geführt das ich mental total am aufgeben war. Obwohl ein einzelner Schmerz ja gar nicht so schlimm ist… aber in der Summe!

Heulend rief ich eine Freundin an die als Heilpraktikerin ausgebildet ist. Diese Beruhigte mich erst mal und ermutigte mich Schmerzmittel zu nehmen und trotz weh mich zu bewegen. Und sie sagte „Hol Dir Hilfe“.

Was ich soll mir Hilfe holen beim Durcheinander vor meinem Schrank im Schlafzimmer aufräumen? Nein das wollte ich nicht. Das ist doch zu privat. Sie meinte bei „Dem Basar-Zeug“… also schrieb ich eine E-mail an das Team, also alle die mit dem Adventbasar in unserer Gemeinde zu tun haben und bat um Hilfe. Ich habe mich dazu durchgerungen eine E-Mail mit dem Betreff „Ich brauche Hilfe“ zu schreiben. Heulend tippte ich die Worte in mein Handy… der eingeschaltete Laptop stand daneben… aber an der Tastatur zu schreiben tat noch mehr in den Fingern und Handgelenken weh als auf dem Handydisplay.

Erst später hab ich gesehen das ich diese Mail versehentlich auch dem Missionar, der auf den Philippinen ist gesendet habe… der kann doch gar nichts an der Situation ändern. Schon kurz darauf meldete sich eine Person von unserem Team und bot mir Hilfe für heute Vormittag an. Dafür war ich sehr dankbar, denn hätte sie gesagt sie kommt sofort, wäre ich auch überfordert gewesen.

Mir war in dem Moment einfach alles zuviel! Es herrschte Durcheinander und Chaos überall, ich wusste weder wo meine Steuerunterlagen sind, noch wo die Basar-Waren sind, und ich wusste nicht wie ich das alles bis Sonntag auf die Reihe bekommen sollte.

Mein nächster Versuch war die Freundin die zum Steuermachen kommen wollte zu verschieben. Sie sagte „okay wir machen das Dienstag, aber ich komm heute trotzdem um Dir zu helfen“. Dieses Angebot mich, aber beschämte mich gleichzeitig. Ich wollte nicht das sie mich so im Chaos auffindet und als die Schmerztabletten (ja mehrere!!!) endlich wirkten begann ich den größten Saustall in meiner Wohnung zu beseitigen.

Ich schaffte es eine Maschine Wäsche zu sortieren und starten und sogar aufzuhängen… (warum gehen die Wäscheklammern so schwer auf? Das ist mir noch nie aufgefallen)…

Staubsaugen

Beim Versuch zu saugen stellte ich fest das der Staubsauger verstopft war. Zum Glück fiel mir wieder ein wo meine Schraubenzieher sind und wie ich den Staubsauger zu öffnen hatte. Aber Auaaaaa… Schraubenzieher drehen… bücken… mit den Fingern den Fremdkörper raus holen. (es war natürlich ein Stofffetzen der zu groß war) also wieder zu machen, zuschrauben… Für diesen Vorgang brauchte ich bestimmt ne halbe Stunde!Dann war auch noch der Beutel voll, aber das war die leichtere Übung.

All das hat natürlich dazu geführt das ich nicht fertig war als die Freundin kam. Aber das war mir egal, ich lies das Gerät einfach liegen. Die Freundin fragte mich eindringlich „ist saugen gerade wirklich wichtig?“…. äääh recht hat sie, eigentlich ist der Zustand meiner Fußböden ziemlich egal wenn ich mich kaum bewegen kann.

Aber ich erklärte ihr das ich in der Euphorie das es jetzt gerade nicht so weh tut beschlossen hatte so viel wie möglich zu erledigen. Wer weis wann ich das wieder machen kann. „Hat der Arzt nicht gesagt Du sollst Dich ausruhen?“ äh ja… aber wie soll ich das schaffen wenn ich das Gefühl habe im Chaos unter zu gehen.

Papiere sortieren

Gemeinsam beschlossen wir meine Papiere zu sortieren um darin die erforderlichen Unterlagen zu finden. Boah für mich eine totale Horroraufgabe und für sie „komm wir machen das schnell“. Unter anderem sortierten wir meine Gehaltsnachweise der letzten 34 Jahre !!! Ein Papierberg den wir ganz schnell dezimierten, weil ich auf ihr anraten hin entschied alles was älter als 2014 ist zu entsorgen. Und ich war sooo glücklich das sie den Durchblick mit diesen Sachen hat und mir genau sagen konnte was ich noch brauche und was nicht.

Sie sortiert solche Dinge in sekundenschnelle nach Datum. Ich musste nur noch nach ihren Anweisungen im Ordner ablegen. Und mit jedem Blatt fiel mir ein Stein vom Herzen! Ich sah endlich „Land“ und das es weiter geht und besser wird. Ich war sooooo dankbar für ihre Hilfe! Mein Papierberg ist größtenteils sortiert und alle erforderlichen Dinge für die Steuererklärung haben wir gefunden.

Basar Vorbereitungen

Auch so ein Ding das sich in meiner Vorstellung zu einem riesigen unbezwingbaren Berg aufgeplustert hat. Gleich kommt die Bekannte aus dem Orga-Team und hilft mir. Sie hat mir ein festes Zeitfenster genannt in dem sie helfen kann und ich nehme das als Vorlage für mich. Wir zwei werden in der Zeit gemeinsam die vorhandenen Dinge sichten, sortieren und verpacken. Und danach bin ich dann fertig! Ich muss mich frei machen von diesem Denken das ich immer viel zu wenig gemacht habe. Das ist Quatsch. Unten in dem Aktenschrank hab ich nochmals zwei Kisten mit selbst gemachten Artikeln für den Basar gefunden… ich weis gar nicht mehr genau was ich da drin habe. Also ich hab viel viel mehr Sachen vorbereitet als mir bewusst war. Also reicht es bestimmt.

Außerdem, die Tatsache das diese Person nachher kommt hat mich gestern Abend beflügelt meine Küche zu putzen… also auch diesbezüglich hat sie mir jetzt schon geholfen.

es geht ein wenig besser

Heute Nacht konnte ich endlich normal durchschlafen. Ohne von Schmerzen in den Beinen aufzuwachen. Und heute morgen geht es mir erheblich besser als gestern. Vielleicht auch weil ich weis das mir heute gleich zwei Leute helfen. Am Nachmittag kommt meine Schwester, was ich ihr sehr hoch anrechne, denn sie reist von Stuttgart an!

Huch jetzt ist der Text doch länger geworden als erwartet… vielen Dank fürs Lesen und für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Samstagsplausch am 19. November 2022

Die vergangene Woche ist im Eiltempo an mir vorbei gerauscht und ich will Euch in meinem Samstagsplausch kurz erzählen was los war. Diesen Artikel verlinke ich wie wie gewohnt in der Linkparty auf Karminrot-blog.de.

Nachtrag zu letztem Wochenende

Das Hörgerät Bauteil, das bei meiner Mutter im Gehörgang stecken geblieben war konnte ohne größeren Aufwand von einem Arzt heraus geholt werden. Das Ohr ist unverletzt aber das Gerät ist kaputt. Wir waren alle drei sehr erleichtert. Und meine Mutter konnte sich dann wieder etwas entspannen und den Rest des gemeinsamen Ausflugs etwas genießen.

Die Ferienwohung in Herrischried in der wir gewohnt haben, hat uns sehr gefallen. Meine Mutter war allerdings mit den vielen neuen Eindrücken und dem modernen Schnicknack fast überfordert. Die Einrichtung ist etwas speziell und eine Mischung aus Traditionell und Modern mit überall Hirsche oder Schwarzwaldmotive.

Montag

Am Montag war ich bei einer Beerdigung. Die Verstorbene war nur 56 Jahre jung geworden. Also nur 5 Jahre älter als ich. Sie starb an Leukämie obwohl in einer riesigen Typisierungsaktion ein Stammzellenspender gesucht und sogar gefunden wurde. Die Operation mit der Stammzellentransplantation konnte gemacht werden, und diese hatte wohl auch angeschlagen. Doch kurz darauf ist trotzdem verstorben. Sie hinterlässt einen Mann und einen Sohn.

Da sie früher in unserer Gemeinde sehr aktiv war, kamen sehr viele Menschen von der FCG. Zuletzt waren sie jedoch in der Stami Gemeinde aktiv und die Trauerfeier fand dort statt. Das Gemeindezentrum hat einen großen Saal, der beinahe nicht ausreichte um die vielen Menschen zu fassen. Sooo viele Leute waren gekommen. Und ich muss zugeben ich kannte bestimmt 2/3 der Menschen. Die Tatsache das ich ausgerechnet an einer Beerdigung soo viele ehemalige Wegbegleiter wieder sehe hat mich etwas schockiert…

Bin ich jetzt schon in einem Alter in dem man sich auf Beerdigungen trifft???

Die Verstorbene war gläubige Christin, dementsprechend hoffnungsvoll war die Trauerfeier. Denn wir glauben das wir nach dem Tod bei Jesus weiterleben und das wir uns dort auch irgendwann wieder sehen. Diese Sichtweise ist sehr tröstend.

Dienstag und Mittwoch

musste ich Arbeiten und „der normale Wahnsinn“ war damit getoppt das ich ja alles mögliche unnormale (Reperaturen, Bestellungen, Reklamationen) was letzte Woche als ich nicht da war liegen geblieben war aufarbeiten musste. Es war viel, aber lange nicht so chaotisch wie ich befürchtet hatte. Bis Mittwoch hatte ich das meiste „aufgeholt“

Donnerstag

Am Donnerstag hatte ich frei, ja toll klingt entspannt … War es aber kaum. Ich hatte gleich 4 Termine außer Haus und auf dem Weg dort hin und zurück bin ich alleine dreimal bei Radfahren voll in den Regen gekommen. Zum Glück hatte ich vorgesorgt und war nur mit Regenhose und Regenjacke unterwegs. Was aber dazu geführt hat das zwar nicht vom Regen aber vom Schwitzen mehrmals klatschnass war. Trotzdem hab ich es bis jetzt geschafft mich nicht zu erkälten.

Donnerstag Abend war ich beim Wassergymnastik vom BRSV. Das ist der Behinderten und Rehasportverein. Dort war ich nach meiner Fussverletzung 2018 eingetreten, und ich bin froh das die Kurse jetzt endlich wieder ohne Einschränkungen stattfinden können. Nach dem Tag hat das Bewegen im Wasser echt gut getan.

Freitag

Wieder „normaler Wahnsinn“ auf der Arbeit. Die Kollegin von der Kofferabteilung ist Corona-Krank und so kam es das ich mich dann auch um die Koffer gekümmert habe. Eine Palette mit Koffer auspacken das ist Sport! Um Transportkosten zu sparen kommen die Koffer jetzt immer öfter ineinander gepackt. Also sprich in einer Kiste sind alle drei Größen eines Modells.

Mein Workout am Freitag: Kiste vom Wagen runter, aufschneiden, Kofferset herausziehen (waagerecht um den Rücken zu schönen). Set auf den Tisch heben (3 Koffer und es waren nicht die teuersten/leichtesten) Folie aufreissen, Koffer öffnen… Folie aufreißen und entfernen, kleinen Koffer raus heben, mittleren Koffer zu machen, runter heben, großen Koffer zu machen, runter heben…

… und das etwa 15 Mal!

Achso, glaub ja nicht das ich dafür besonders viel Zeit hatte… das habe ich alles nebenbei neben meiner normalen Arbeit gemacht… Also Kunden bedienen auf dem ganzen Stockwerk. Und die überschüssigen Koffer hab ich dann auch noch ins Lager getragen.

Weihnachtsfeier im November

Das war meine Pizza gestern Abend. Braccio di Ferro mit Spinat und Ei. Sehr lecker. Man beachte das die Pizza am unteren Bildrand über den Tisch hinaus ragt. Bei der Kollegin gegenüber genauso. Die Pizzas sind in der LÒseria Lörrach sooo groß das sie fast nicht auf den Tisch passen!

Gestern Abend hatten wir dann sowas wie eine Weihnachtsfeier. Offizielle Feste gibt es von unserer Firma schon lange nicht mehr, und während einer Insolvenz schon dreimal nicht. Aber wir Mitarbeiter aus zwei Stockwerken haben sich dennoch zusammengetan zum gemeinsam Essen gehen „Schrottwichteln“.

Das ist ein lustiges Spiel bei dem jeder ein „Schrott-Geschenk“ mitbringt, also irgendwas was er übrig hat oder nicht mag einpackt. Um diese Päckchen wird dann gewürfelt und erst wenn alle Päckchen vergeben sind wird ausgepackt. In einer weiteren Runde wird darum gewürfelt einem anderen Mitspieler ein Geschenk weg zu nehmen. Erfahrungsgemäß entwickelt sich dann Favorit, den jeder haben will. Diesmal war dies ein Plüsch-Schneemann und eine Geschenkkiste mit Wein. Es war sooo witzig wie plötzlich alle um diese zwei Dinge kämpfen.

Derartige „Weihnachtsfeiern“ machen wir schon seit Jahren entweder im November oder im Januar, denn im Dezember sind wir alle meistens so gestresst das wir keinen Bock mehr auf einen zusätzlichen Termin haben.

So nun mache ich mich fertig zur Arbeit. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

1000 Teile Raus, Woche 42

Die aufmerksamen Leser der Linkparty „Weniger ist mehr 1000-Teile raus“ werden es vielleicht bemerkt haben, ich habe schon wieder eine Woche ausgesetzt.

Dafür gab es verschiedene Gründe. Letzte Woche hatte ich schlicht keine Zeit, ich hatte viel zu tun. Viel Arbeit und dann noch einige private Termine. Es gab einfach keine Chance das wie gewohnt einen Artikel in der beliebten Linkparty veröffentliche.

In der Letzten Woche habe ich nichts aussortiert. Aber ich hatte mir fest vorgenommen, diese Woche wieder intensiv da dran zu gehen. Denn ich habe Urlaub. Doch dann kam alles anders als geplant.

Am Samstag Abend war ich bei einer Karaokeparty, wo auch ein wenig getranzt wurde. Da ich schon seit Tagen unangenehme „Steifheit“ in meinen Beinen spürte habe ich mich ganz bewusst dazu entschlossen trotzdem ausgelassen zu tanzen. Ich dachte Bewegung tut sicher gut, und wenn es dann noch Spaß macht ist das auch noch gut für meine Seele.

Auf dem Heimweg von der Veranstaltung dachte ich, hätte ich einen Wadenkrampf… denn ich begann zu humpeln. Das hätte mich auch nicht sehr verwundert, nach der wilden Party. Ich dachte das vergeht über Nacht. Doch ich war mehrfach wach, weil mein Bein weh tat.

Am Sonntag morgen wollte ich zum Gottesdienst, doch mein Bein tat so weh das ich mir die 2 Km zu unserem Gemeindezentrum nicht zu Fuß zumuten wollte. Am liebsten hätte ich abgesagt, doch ich hatte versprochen Dienst am Büchertisch zu machen und das ist dann ganz doof wenn derjenige so kurzfristig absagt. Also nahm ich das Fahrrad. Das ging ganz gut… doch gehen tat nach wie vor weh.

Sonntag Nachmittag gönnte ich meinem Bein erst mal Ruhe, was aber keine Linderung brachte und in der Nacht wurde ich wach weil es weh tut wenn ich das Knie komplett ausstrecke.

Am Montag hatte ich etwas in der Firma zu erledigen, obwohl ich eigentlich im Urlaub bin. Aber ich wollte das noch kurz machen… der Fussweg zur Firma war eine Tortur. Da im Laden bin ich logischerweise auch mehrfach hin und her… Es wurde immer schlimmer! Jeder Schritt tat weh!

Als ich meine Sachen erledigt hatte, hatte ich zwei Möglichkeiten, heim humpeln und hoffen das es von alleine besser wird oder die gleiche Entfernung zum Krankenhaus humpeln. Weil ich große Angst vor einer Thrombose oder ähnlichem hatte, Ging ich zur Notaufnahme. Mehr dazu unter „Ein Urlaubstag im Krankenhaus“.

Aussortieren mit Schmerzen?

An irgendwas Aussortieren konnte ich die letzten paar Tage nicht mal denken. Mit ging es beschissen und ich erledigte nur die aller nötigsten Hausarbeiten. Eine Freundin hat mich gestern (Donnerstag) dazu animiert spazieren zu gehen. Denn weder das Krankenhaus noch meine Hausärztin konnten feststellen was mit genau fehlt und man riet mir zu „moderater Bewegung“. Also nicht nur hoch legen. Am Anfang fiel mir das laufen sehr schwer und jeder Schritt schmerzte. Doch je länger ich langsam und gleichmäßig bewege umso besser wurde es. Statt einen Blogpost zu verfassen gab es einen langen wunderschönen Spaziergang!

Frische Luft, Bewegung und angenehme Gespräche haben mir sehr gut getan!

Diese Woche raus?

Heute ist mein Geburtstag und eigentlich war geplant das ich heute gar nicht zuhause bin. Ich wollte mit meiner Schwester in den Schwarzwald fahren. Doch bei ihr kam noch ein Termin dazwischen und so fahren wir erst in den späten Nachmittagstunden zusammen weg.

Heute Vormittag wollte ich eigentlich nur etwas Aufräumen und Koffer Packen. Meine Wohnung sah etwas verwildert aus, denn wenn es mir nicht gut geht, dann bleibt alles liegen.

Natürlich haben heute schon ganz viele Freunde und Bekannte angerufen und mir zum Geburtstag gratuliert. Der Absolute Knaller war aber eine Bekannte die meinte „bist Du zuhause? Magst Du einen Kaffee machen? Ich stehe an der Bushaltestelle gegenüber“

Obwohl ich noch im Pyjama war, sagte ich „komm rüber ich mach nen Kaffee“. Ich hatte sie schon länger nicht gesehen und freute mich auf ein Kaffeekränzchen. Doch als erstes musste ich ihr erklären warum ich und meine Wohnung in so einem Zustand sind. Sie reagiert sehr verständnisvoll. Aber war irritiert das ich bei jedem Schritt humple und länger brauche zum hinsitzen und aufstehen und gleichzeitig erzähle ich sei gestern 6,5 km spazieren. Also eines ist sicher eine „Muskelzerrung“ wie meine Hausärztin vermutete kann es nicht sein! Die Schmerzen sind überall in beiden Beinen. Es hatte nur in der einen Wade begonnen.

Die Bekannte näht auch, sie ist eine „Stammkundin“ bei mir im Laden. Aber heute waren wir ja zuhause in meiner Wohung und mein Küchentisch sah so aus:

Sie war ganz fasziniert. „Was machst Du gerade?“, „Welche Nähideen hast Du für mich?“ beim Gespräch kam heraus das sie bisher fast nur mit Jersey genäht hat und so gut wie keine gewöhnlichen Baumwollstoff zuhause hat, „Hast Du mir nicht ein paar Stoffreste zum ausprobieren?“

Stoffvorrat reduzieren:

Ich schnappte einen selbst genähten Beutel und füllte ihn mit allem möglichen was mir gerade in die Hände kam. Völlig spontan und unüberlegt. Aber ich dachte mir ich kann ihr jetzt eine Freude machen mit Zeug das bei mir gerade viel zu viel ist.

Diese Woche gingen raus:

  • ein selbst genähter Beutel
  • 3 ältere Baumwollreste
  • 2 Streifen von neuerem Baumwollstoff
  • 2 Filzreste
  • 2 Gardinenstoffe (Restücke weit unter 1m
  • 3 Reissverschlüsse

= 13 Teile

Bis zur Woche 40 waren es 784 Teile raus + 13 = 797 Teile Raus

nur noch 203 Teile bis zur 1000

Das bedeutet ich hab die 800 beinahe geknackt. Wenn ich wirklich bis zum Jahresende die 1000 voll machen will muss ich mich etwas mehr anstrengen. Wobei das Schlimmste Nirvana in meinem Keller ja noch gar nicht dran war. Mal schauen ob ich das noch vor Weihnachten schaffe.

Jetzt konzentriere ich mich aber vorrangig auf meine Gesundheit. Langsam habe ich den Verdacht das meine Beinschmerzen einen Corona-Nachwirkung sind und das es mit der Durchblutung zu tun hat. Wirklich hilfreiche Tipps oder gar Medikamente habe ich von keinem Arzt erhalten. Zum Glück habe ich eine Freundin die Heilpraktikerin ist und nur durch sie erfahre ich Hilfe! Ich halte Euch auf dem laufenden wie es mir geht.

Diesem Text verlinke ich bei Valomeas Flickenkiste in der Linkparty „1000 Teile raus“

Samstagsplausch am 29. Oktober 22

Diesen Samstagsplausch schreibe ich wieder von unterwegs. Doch wie jeden Samstag möchte ich einen Beitrag zur Linkparty bei Karminrot veröffentlichen.

Wie Zugverspätungen auch entstehen können

Als aller erstes muss ich erwähnen, das meine Anreise mit dem Zug gestern einwandfrei und pünktlich geklappt hat. Aber ich habe im Zug eine Situation mitbekommen, die mir so einiges klar macht.

Ich bin mit dem EC 8 von Basel nach Karlsruhe gefahren. In dem Zug waren sehr viele Plätze bereits reserviert. Auf der Suche nach einem unreservierten Platz begegneten mir drei junge Männer. Sie liefen durch 2 Wagons vor mir und unterhielten sich laut, so das ich dachte ich wolle nicht in deren nähe sitzen… doch leider als ich einen einzelnen freien Platz fand setzten sie sich in die Nähe auf reservierte Plätze.

Das war so eine Ecke mit 5 Sitzplätzen (gibts glaube ich nur noch in älteren EC-Wägen). Die drei blockierten kackfrech alle 5 Plätze, trugen keine Maske und unterhielten sich in einer Lautstärke das der halbe Wagen sie hörte.

Da der Zug aus der Schweiz kam, hatten andere Fahrgäste auch keine Maske an, doch kurz nach der Abfahrt kam eine Durchsage „Bitte beachten Sie das wir nun in Deutschland sind und Maskenpflicht herrscht“, alle anderen holten ihre Maske raus und zogen sie an. Nicht die drei jungen Männer, es schien ihnen egal zu sein, oder sie verstanden die Ansage nicht. Sie unterhielten sich angeregt und gut gelaunt in einer Sprache die ich für Arabisch oder ähnliches halten würde.

Fahrkartenkontrolle

Schon bald kam ein junger Bahnmitarbeiter und wollte die Fahrkarten kontrollieren. Erst mal taten die drei so als verstanden sie ihn nicht. Er forderte die Fahrkarte in deutsch, französisch, italienisch und englisch. Aber nur bei englisch reagierten sie wenigstens etwas und gaben ihm ein Schriftstück. Das war irgendein Ausdruck, hatte aber nix mit einer Fahrkarte zu tun. Der Bahnbeamte musste das mehrfach wiederholen! Als er merkte das die drei keine Fahrkarte haben wollte er einen Ausweis oder zumindest eine Adresse.

Aber auch dies haben sie angeblich nicht verstanden! Einer der drei holte einen ganzen Stapel Schriftstücke heraus, und der Bahnmitarbeiter suchte darauf irgendwo eine Adresse und fand keine.

Er fragte „where do you live?“ und der einzige der so tat als verstehe er ein wenig englisch antwortete „Germany“ und der Bahnbeamte „Town?“ der Typ antwortete Basel. Da Basel nicht in Deutschland liegt kann das ja schon mal nicht sein. Der Typ stellte sich weiterhin doof und wusste angeblich nicht was mit „Adress“ gemeint sein könnte. Aber auf die Frage „where do you go“ antwortete er „Hamburg“ und später auch mal „Köln“.

Der Bahnmitarbeiter wurde etwas lauter und resoluter und erklärte den drei das sie wenn sie keine Fahrkarte und auch keinen Ausweis dabei haben den Zug beim nächsten Halt verlassen müssen. Aber das wollten sie nicht „no no its okay!“

„If you dont leave the train, then we have to stop an wait for the police“! Das der Zug wegen ihnen stehen bleiben müsste wäre ihnen ja egal, aber „Police? no please no Police“ „Okay go out now!“

Kurz vor dem Halt in Freiburg drängte der Bahnmitarbeiter die drei ihr Gepäck zu nehmen und zur Türe zu gehen. Sie reagierten darauf überhaupt nicht überrascht. Es kann also nicht sein das sie nicht wussten das ich was verbotenes tun. Die beiden die angeblich kein englisch können nahmen völlig gelassen und langsam ihre Rucksäcke und gingen zur Türe. Nur den einen könnte man noch länger „no police , no police!“ sagen hören.

Ich und alle anderen Fahrgäste die das mitbekommen haben waren echt erleichtert als die drei wirklich ausstiegen. Jetzt weiß ich warum Züge aus der Schweiz so oft ab Freiburg eine Verspätung haben. Später sprach ich kurz mit dem dem Bahnmitarbeiter. Das kommt so oft vor das Menschen ohne Ausweis und Aufenthaltspapieren ohne Fahrkarte auffallen und sich dann weigern aus zusteigen. In so einem Fall muss der Zug dann wirklich stehen bleiben bis die Polizei da ist und die Leute raus geholt hat!

Echt schlimm das es offensichtlich eine beliebte Masche ist zu versuche auf die Weise ohne Fahrkarte zu reisen. Die Täter wissen genau wenn sie keinen Ausweis und keine Adresse dabei haben, können sie keine Anzeige wegen Schwarzfahren bekommen weil ja angeblich keiner weiß wer sie sind. Und kommt einer damit durch, erfahren das sofort hundert weitere und der nächste Zug ist voll mit Leuten ohne Tickets!

Wochenende in Landau

Ich bin dieses Wochenende in Landau in einem sehr modernen Hotel und heute Abend gibts ein Konzert mit Nino de Angelo und tagsüber werde ich mir ein wenig die Stadt angucken. Doch darüber berichte ich Euch nächste Woche.

Mein Abendessen gestern, Kalbsbäckchen im stylischen Restaurant „Curious Nine“ im Soho Hotel.

Mein Frühstück heute

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

1000 Teile Raus, Woche 38 und 39

Wer meine Blog regelmäßig liest,dem ist vielleicht aufgefallen das ich letzte Woche bei der Linkparty „Weniger ist mehr- 1000 Teile raus“ bei Valomeas Flickenkiste ausgesetzt habe.

Der Grund dafür war, das ich zu sehr damit beschäftigt war den Corona-Virus wieder los zu werden. Ich war ein paar Tage krank aber jetzt habe ich es überstanden und bin wieder gesund. Ab morgen kann ich wieder normal zur Arbeit. Für die Woche 38 zähle ich deshalb kackfrech 1 Teil raus, weil ich einen Virus losgeworden bin!

Meine Urlaubsreise musste ich leider abbrechen und so kam ich früher als geplant aber krank nach hause. Zum Glück hatte ich Freunde die mich mit Lebensmitteln versorgt haben.

Was ging diese Woche raus?

  • 4 paar Socken mit löchern
  • 2 verschlissene Unterhosen
  • 1 ausgeleierter Haargummi
  • 5 kaputte Wäscheklammern
  • ein unbenutzter Taschenkalender für 2021 (hatte ich mir gekauft und vergessen)
  • Ein Gardinenstoff Mustercoupon
  • 2 Stücke Wachstuch Reste

die letzten beiden Positionen habe ich während der Quarantäne zu hübschen Toilettenbeuteln bzw Schminktäschchen verarbeitet. Das war schon beinahe therapeutisch, für den ersten habe ich über ne Stunde gebraucht, so unkonzentriert und langsam war ich noch, die anderen gingen dann viel schneller von der Hand.

Schminktäschchen aus Gardinenstoff und Wachstuch

Wieviel ging diese Woche raus?

Bis zur Woche 37 waren es 763 Teile, diese Woche 17 Teile und der Corona-Virus =

781 Teile raus !

Damit bin ich ganz zufrieden ,denn ich bin wieder dabei und mache weiter. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog