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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Tag 78 ( Donnerstag 4.3.)

Herzlich Willkommen zu meinem Tag 78 im Lockdown-Tagebuch.

Heute war mein Tagesablauf mal ganz anders als gewohnt. Ich habe mir den Wecker auf 5:30 Uhr gestellt, weil ich eine TV-Sendung die um 5:30 beginnt verfolgen wollte. In der Sendung sollte ein Beitrag dabei sein, den ich gerne sehen wollte. Da ich momentan ja nicht viel zu tun habe kann ich auch mal meinen Tagesablauf nach dem Fernsehprogramm richten.

Wenn Du wissen willst was ich sehen wollte: Hier ein kleines Leckerbissen davon.

Normal bin ich eigentlich gar kein regelmäßiger Fernsehzuschauer mehr. Seit ich in diese Wohnung eingezogen bin (2011) besitze ich gar keinen Fernseher mehr!

Beim Einzug hatte ich kein Geld, Kopf und Zeit um mich um einen geeigneten Sat-Reciever zu kümmern und dann kam die erste Sommersaison mit Balkon. Also verschob ich die Anschaffung auf Herbst, Winter, Frühling und dann war schon wieder Sommer und ich beschloss das ich etwas auf das ich ein Jahr lang verzichten kann gar nicht brauche!

Ich vermisste keinen Fernseher

Wozu ein teures Gerät anschaffen und in die Ecke stellen. Nur damit man es hat?

Wenn ich wirklich etwas sehen möchte schaue ich die Sendung mit dem Laptop im Internet. Den Laptop kann ich notfalls mit ins Schlafzimmer oder auf den Balkon nehmen.

Mit einem Laptop kann ich auch sinnvolle Dinge tun, mit einem Fernsehgerät nicht.

Wie war mein Tag?

Die Sendung zog sich wie Kaugummi… und bei diesen Morgensendungen kommt ja alle Nase lang Nachrichten und dann immer wieder die gleichen Themen. Sehr ermüdend.

Als die Sendung fertig war hatte ich zwar viel früher als sonst bereits gefrühstückt und meine Stützstrümpfe angezogen. Aber nach der Sendung war ich müde und faul… und dann bin ich einfach wieder ins Bett und habe mir den Wecker auf 12 Uhr gestellt.

Um 12 brauchte es erst mal nen Kaffee und ne Stunde gemütliches „Hochfahren“ um wach zu bleiben. Draußen strahlte noch die Sonne doch ich konnte mich erst nach dem Mittagessen aufraffen endlich raus zu gehen, da begann es schon leicht zu tröpfeln.Der richtige Regen kam Gott sei Dank erst als ich wieder zuhause war.

Mein Mittagessen war ein motivationsloses in die Pfanne werfen von allem was mir einfiel… Fleischwurst, zwei gewürfelte Zucchini, Nudeln und Sahne… Kochzeit… so lang wie ich mit meiner Mutter telefoniert hab. Und das Ergebnis? Ey ich war begeistert, was mir das leckeres gelungen ist!

Frühlingsboten Tulpen

Diese Tulpen hat mein Besuch gestern mit gebracht. Weil wir zum Picknick raus gefahren sind, hatte ich die Blumen nur schnell in eine Vase gepackt damit sie nicht vertrocknen. Und später am Abend fast vergessen. Meine Freundin hatte sich schon entschuldigt das sie so traurig die Köpfe hängen lassen, aber es seien die letzten in dem Laden gewesen.

Als ich heute morgen in die Küche kam dachte ich ich sehe nicht richtig, fast alle Blüten hatten sich aufgerichtet und auch die Farben waren viel leuchtender. Die Blumen hatten wohl im Laden schon zu wenig Wasser bekommen und über Nacht haben sie sich wunderbar erholt.

Ihre ganze Schönheit hab ich erst entdeckt als ich die welken und abgeknickten Blätter entfernt hatte. Ich dachte zuerst sie sind teils rosa und teils weiss… aber mittlerer Weile sind alle rosa geworden!

Vielleicht liegt es an Corona… aber ich hatte schon lange nicht mehr so viel Freude an einem einfachen Strauss Tulpen!

Die „formschöne Designer-Vase“ ist übrigens eine Glaskanne bei der letzte Woche der Griff einfach abgebrochen ist. Hab ich auch noch nie erlebt, sonst hält doch immer der Griff länger als das Glas. Für die Tulpen finde ich die Form ideal.

Mein Spaziergang heute

Die Blutergüsse an meinem Bein sind „gewandert“ plötzlich sind ganz andere Bereiche blau und offensichtlich auch dick… denn ich hab seit heute das Gefühl das sie beim gehen stören. Am Anfang war es etwas schmerzhaft. Nicht mehr in der Leiste sondern jetzt direkt im Schenkel.

Das Gegen geht zwar besser, ich kann jetzt beinahe normale Schritte machen, aber dafür tut jeder Schritt bissel weh. Allerdings hatte ich den Eindruck das es besser wird wenn ich dagegen an gehe und mich darauf konzentriere nicht zu humpeln. Aber es strengt an.

Gestern war ich bis zum Hotel Steigenberger und dann zurück gegangen, diesmal wollte ich weiter… naja sehr viel weiter kam ich nicht. Ich war mal kurz so fertig das ich stehen bleiben musste… und genau in dem Moment entdeckte ich eine Bushaltestelle mit Bank, die mir noch gar nie aufgefallen ist. Obwohl ich da die letzten Wochen x mal vorbei gekommen bin.

Wenn man gut laufen kann, dann sucht man die Bänke auch nicht unbedingt.

Auf dem Bänkchen machte ich eine fast 10 minütige Pause und danach wieder auf den Heimweg…

Schrittziel krankheitsbedingt nicht erreicht

Somit habe ich heute mein Schrittziel nicht erreicht. Morgen werden die Fäden gezogen und dann erfahre ich ob ich jetzt wieder mehr powern darf.

Vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Lockdown Tagebuch und ich hoffe Du schaust bald wieder hier hinein.

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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Tag 77 ( Mittwoch 3.3.)

Herzlich Willkommen in meinem Lockdown Tagebuch. Heute ist schon der 77ste Tag ohne meine Arbeit und der 7 Tag nach meiner Krampfadern OP.

Heute geht’s mir schon wieder viel besser. Obwohl ich gestern Abend das erste Mal darüber nach gedacht habe wo ich das Schmerzmittel das ich mitbekommen haben denn eigentlich hin geräumt habe. Denn mein Bein tat ein Weilchen richtig fies weh!

Wobei ich echt selber schuld war. Gestern habe ich die Stützstrümpfe sehr lange an gelassen und sie erst kurz vor dem zu Bett gehen ausgezogen. Ist ja auch richtig so, aber ich hab in der Müdigkeit nicht mehr so ganz realisiert das mein Bein ohne den fixierenden Strumpf ja wieder empfindlicher ist.

Ich hab mir selber weh gemacht…

Stümpfe aus, unter dem Wasserhahn ausgewaschen (stehend), aufgehängt (stehend), Zähne geputzt (stehend)… und dann nicht mehr irgendwo hin gesessen gleich ins Bett. Hingelegt, auf die Seite gedreht und das andere Bein drauf wie gewohnt. Uhh… das drückte ein wenig. War aber erträglich. Ich hatte mal nicht ganz vorsichtig beide Kniegelenke auf einander gezirkelt damit nicht zu viel druck auf den Oberschenkel kommt. Ich dachte noch „hättest Du mal besser aufgepasst“ aber es ging ja und ich dachte mir, ist ja nicht schlimm. Der Stützstumpf drückt da ja auch. Das kann ja nicht schaden.

Beim Einschlafen drehe ich mich immer 2-3 mal, oft merke ich davon gar nichts mehr weil ich dann schon im dahindämmern bin…

Ich dreh mich um und zwar so das mein operierter Schenkel praktisch frei hängt, das gesunde Bein ausgestreckt. Boah was für ein Schmerz!!

Ein Bereich der tagsüber vom Stumpf zusammengepresst wurde, dann vom stehen nach unten gezogen und dann vom anderen Schenkel angedrückt, wurde nun von er Schwerkraft mehr oder weniger vom Knochen weg zur Seite gezogen … Es fühlte sich an als reißt mir etwas das Fleisch von der Schenkelinnenseite!!!

Natürlich war ich sofort hellwach und versuchte zu analysieren was eigentlich los ist und wieso das so plötzlich so weh tut. Nun jetzt wo ich den Text schreibe ist mir das klar, aber gestern Abend nicht sofort.

Aber Beine zusammen und den wehen Schenkel hübsch auf den anderen legen ist die Lösung. Ach wie gut es doch ist das man zwei Beine hat. Und ich bin eigentlich ganz dankbar um ein paar Gramm zu viel an diesen Stellen… da ist alles relativ weich…

Juhu ich kann Duschen!

Mein Bein ist übersät mit wasserfesten Pflastern, die so langsam nicht mehr alle ganz so halten. Es gibt die ersten Ecken die sich lösen. Aber sie erschienen mir alle noch recht dicht.

Nur in der Leiste befinden sich zwei Sticke neben den Pflastern (naht länger als Pflaster) und deshalb sollte ich besser nicht, oder nur ganz vorsichtig duschen.

Heute habe ich mich endlich getraut, 7 Tage nach der OP sollten die Wunden etwas Wasser ab können. Mein Hauptbedenken war das Shampoo… aber Haare Waschen konnte ich echt nicht noch länger herauszögern! Nebenbei bemerkt ich benutze festes Shampoo, da ist die Wahrscheinlichkeit das das Produkt ungewollter Weise unverdünnt an mir herunterläuft eh nicht gegeben. Mehr zu dem Thema unter „das erste Mal festes Shampoo“ und „Langzeit-Test festes Shampoo“.

Duschen ging besser als befürchtet, aber: Ganz ehrlich! Die letzten Tage wäre ich mit dem Beim nicht über den Badewannenrand gekommen! Denn dazu muss man anwinkeln können… das ging paar Tage nicht.

Aber es war gut und richtig das jetzt heute endlich zu wagen und ich fühl mich jetzt wieder wie ein normaler Mensch. Die Wunde ist nicht gereizt oder so. Die Pflaster haben gehalten.

Kaffeetrinken auf dem Tüllinger

Eine Freundin, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe hatte sich zum Kaffeetrinken angekündigt und bot schon im Vorfeld an „ich komme mit dem Auto wir können auch wohin fahren“. Diese Idee nahm ich gerne an, denn im Moment ist mein Bewegungsradius ja sehr eingeschränkt.

Ich packte einen Rucksack mit Stuhlkissen und Fleecedecken sowie einer Kanne Kaffee und die steuerte den Kuchen bei. Leider schien heute die Sonne nicht, aber wir machten es uns trotzdem auf einer der zahlreichen Bänke beim Lindenplatz gemütlich. Mehr über diesen Ort berichte ich unter „Wanderparkplatz Obertüllingen“.

Die alten Bäume am Lindenplatz wirken Mystisch

immerhin bissel „raus“ auch wenn ich grad nicht gut laufen kann

Nach dem Kaffeekränzchen hat mich die Freundin wieder nach hause gebracht. Vielen Dank für den Kuchen, die Blumen und den kleinen Ausflug, ich habe mich sehr darüber gefreut!

Ich wollte noch zur Post und bin danach noch einen kleinen Umweg gegangen im meinen Kreislauf in Schwung zu bringen. Nicht viel aber immerhin.

Schrittziel natürlich nicht erreicht

Am Freitag werden die Fäden gezogen und dann erfahre ich auch ob ich noch weiterhin „Sparflamme“ machen soll, oder wieder mehr laufen besser ist.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog und ich hoffe Du kommst morgen wieder in meinem Lockdown-Tagebuch.

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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Tag 76 ( Dienstag 2.3.)

Herzlich willkommen zum Sechsundsiebzigsten Tag in meinem Lockdown Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich während des Lockdowns so treibe.

Sehr viel machen kann ich momentan nicht, denn ich bin nach meiner Krampfadern-OP am letzten Mittwoch noch sehr eingeschenkt. Ich kann das Bein noch nicht ganz ohne Beschwerden bewegen und ich bin noch sehr unfit.

Der heutige Tag war eigentlich sehr ruhig geplant. Ich merke einfach das es momentan nicht viel bringt wenn ich mir viel vor nehme, momentan alles auf Sparflamme.

Schreck am Vormittag

Heute morgen hat mich die Arztpraxis angerufen mit einer nicht so angenehmen Information. Ein Patient der wie ich am Mittwoch Vormittag in der Tagesklinik war, wurde positiv auf Corona getestet!

Mir rutschte spontan „Oh Scheisse“ heraus, doch die freundliche Dame am Telefon beruhigte mich, sie sagte das alles nur eine vorsorgliche Sicherheitsmaßnahme sei. Ob es mir möglich wäre zu einem Schnelltest in die Praxis zu kommen?

Ich sagte ja obwohl ich hinterher dachte ob das nicht vielleicht auch hier in Lörrach möglich wäre. Aber der Aufwand dafür wäre nur geringfügig kleiner und ich müsste erst suchen wo ich hin muss usw. Wenn die das dort in der Tagesklinik machen können weis ich wenigstens wie wo was.

S-Bahn oder Leihwagen?

Die S-Bahn fährt hier direkt vor meiner Nase ab und in Weil muss ich vom Bahnhof auch nicht weit laufen. Auch mit meinem halb humpelten Gang könnte ich das laufen. ABER:

ABER Was wäre wenn ich Corona habe? Bringe ich dann eventuell andere Fahrgäste in Gefahr?

Aus diesem Grund entschied ich mich einen Carsharing Wagen zu nutzen. Einen Wagen kann ich ganz einfach über die Carsharing App kurzfristig und stundenweise buchen. Damit ich das operierte Bein nicht brauche habe ich mich für einen Elektro-Wagen entschieden.

Auch bei Stadtmobil gibts mal Störungen

Zum reservierten Zeitpunkt bin ich zum Standort des My-eCar (Partnerunternehmen von Stadtmobil) gehumpelt. Nur leider lies sich der Wagen nicht wie gewohnt öffnen. Ich hatte keine Lust oder Geduld noch lange zu probieren, sondern wählte gleich die Hotline.

Aus meiner langjährigen Erfahrung weis ich das besonders kurzfristige Buchungen nicht immer gleich beim Auto ankommen und die Hotline kann dann die Buchung nochmal erneut versenden.

Bei der Hotline kam ich sofort durch und der Mitarbeiter versuchte genau das. Leider ohne Erfolg. In so einem Fall, wenn etwas mit dem gewählten Auto nicht funktioniert kann die Hotline die Buchung auf ein anderes Auto umbuchen. Allerdings haben die Mitarbeiter dort keine Ortskenntnis in Lörrach. Und der Mitarbeiter fragte mich nach nahe gelegenen Standorten.

Ich sagte ihm das ich wegen der frischen OP sehr eingeschränkt bin und für mich nur eine Alternative in Frage kommt. An dem Standort sind zwei Autos ein Benziner und ein E-Car. Leider war der E-Car belegt. Etwas enttäuscht willigte ich ein den normalen Schaltwagen zu nehmen.

Corona Schnelltest in der Arztpraxis?

Ich hatte keine Ahnung was mich dort erwartet. Ist die Praxis normal geöffnet? Gibt es besondere Vorkehrungen???

Doch es schien alles ganz normal, eine Hand voll Patienten im Wartezimmer und eine Dame vor mir die auf einen Stuhl in der Nähe gebeten wurde weil sie auf eine Unterschrift warten musste.

Damit nicht jeder alles mit bekommt und es keine Aufregung unter den anderen Leuten gibt hab ich mich diskret angemeldet: „Mein Name ist Ankelin, man hat mich gebeten zu kommen!“

Die Sprechstundenhilfe hat sofort kapiert und wirkte erleichtert das ich mich so ausgedrückt hab. Sie brachte mich gleich in ein Behandlungszimmer. Also weg von den anderen Leuten!

Zu meiner Überraschung kam der Arzt und nicht eine weitere Mitarbeiterin. Ich begrüßte ihn mit „ich denke sie wollen heute nicht mein Bein sehen“. Er meinte was von „wir spielen heute Gesundheitsamt“. Der Arzt verließ das Zimmer wieder und ich dachte er schickt jetzt jemand anderes. Doch die Dame machte nur Vorbereitungen und dann kam der Arzt wieder.

Ein Chirurg macht sowas? Er erklärte es mir so: Theoretisch dürften das auch die anderen machen, aber die möchten das nicht so gerne und da er die Verantwortung für diese Praxis trägt macht er auch so unangenehme Sachen.

Schnelltest ist gar nicht so schlimm

Doch so schlimm wie manche das darstellen ist es gar nicht! Klar unangenehm , man hat das Gefühl es wird einem ein unendlich langes Stäbchen in die Nase geschoben. Und es reizt schon… ich hatte prompt Tränen in den Augen. Aber es tut nicht weh, es ist einfach nur ekelig. Aber es geht schnell… rein, raus, fertig !

Aber der Doktor der es gewohnt ist auch mal einem Patienten weh zu machen hat es mit einer Ruhe und Bissel Humor gemacht und dann war es auch schon vorbei.

Für die Wartezeit wurde ich allerdings nochmal in einen anderen Raum gebeten. Leider hatte ich das Handy im Auto gelassen und dadurch kam mir das schier ewig vor… vor allem weil man grübelt „was ist wenn da positiv raus kommt“

Dann nach 15-20 Minuten kam die Mitarbeiterin und nannte mir das ersehnte Ergebnis „NEGATIV“!

Ich habe mich noch nie so sehr über dieses Wort gefreut…

Das kann jedem überall passieren

Ganz ehrlich das war doch eigentlich nur eine Frage der Zeit wann mal ein Anruf kommt „Sie hatten Kontakt mit einer Person mit Covid-19″… Das kann jedem fast überall passieren.

Bei mir war es die vorsorgliche Gründlichkeit der Praxis, das sie schon gleich Testen bevor das Gesundheitsamt aktiv wird. Fakt ist, ich hab mich mit der betroffenen Person wohl eine Weile im gleichen Raum befunden. Das Problem war, das wir ja beide kurzfristig narkotisiert und danach sehr schläfrig waren und dadurch nicht sichergestellt war das wir permanent die FFP2 Masken korrekt an hatten.

Frage: hast Du schon mal mit einer solchen Maske geschlafen?! Fast jeder zieht sie sich im Dämmerzustand weg…

Schrittziel ist heute Nebensache

Für wenige Tage nach der OP finde ich das ganz okay.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog ich hoffe wir sehen uns hier morgen wieder in meinem persönlichen Lockdown Tagebuch

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Lockdown-Tagebuch

Tag 74 ( Sonntag 28.2.)

Herzlich willkommen in meinem persönlichen Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich während des Lockdowns erlebe. Heute ist der 74.Tag in Kurzarbeit Null und der 4. Tag nach der Varizen Operation.

Heute Nacht konnte ich ganz normal durchschlafen, keine Störung so wie gestern. Die Schwellung an dem operierten Bein ist so weit zurück gegangen das ich ohne Schmerzen und Hilfsmittel (Kissen für das andere Bein) auf der Seite liegen kann.

Heute morgen war ich sogar vor meiner Schwester wach. Also bin ich in die Küche zum Kaffee machen. Das Gehen und Stehen ohne Stützstrümpfe ist unangenehm. die einzelnen Wunden „ziehen“ etwas… aber auch das würde ich kaum als Schmerzen bezeichnen. Aber es schränkt erheblich ein. Man überlegt sich jeden Schritt drei mal und wie ein Zombie.

Wo ich dann schon in der Küche war nutzte ich das um einen Kuchen vorzubereiten. Nix aufwändiges nur eine Fertigpackung. Ich stellte Schüssel und alle Zutaten zurecht und da kam auch schon meine Schwester aus dem Schlafzimmer.

Kuchenbacken auch wenn man nicht laufen kann?

Sie war ziemlich entsetzt das ich einen Kuchen für sie backen will obwohl ich doch so krank sei. Aber nachdem ich ihr die Zubereitungsangaben auf der Packung vorgelesen hab sah sie ein das das kein großer Aufwand ist.

Nach längerer Diskussion durfte ich den Teig dann einrühren. Das ging schnell, nach 10 Minuten war der Kuchen im Backofen. Aber ich hatte dann auch genug vom stehen… wieder zurück auf die Couch.

Meine Schwester war etwas irritiert, einteils „Bring mir dies“, „Hol mir das“ und dann backe ich nen Kuchen für sie.

Aufstehen und Hinsetzen ist unangenehm!

Der Grund ist das Aufstehen und sich Hinsetzten das schmerzhafteste von allem ist. Deshalb mag ich nicht aufstehen wenn ich auf der Couch bin und mag auch so schnell nicht wieder hin sitzen wenn ich mal stehe.

Der Grund ist, das die größte Wunde direkt in er Beinbeuge ist und sich rund herum ein riesiger Bluterguss gebildet hat. Auch das ist völlig normal. Denn hier fehlt ja eine Vene und das Blut muss sich neue Wege suchen. Am Bein unterstützt der Stützstrumpf die Heilung, aber ganz oben geht das ja nicht.

Der Kuchen ist übrigens gut gelungen und eine Hälfte hat meine Schwester mit bekommen und die zweite Hälfte bringt sie meiner Mutter mit. Es war mir ein Anliegen meiner Mama damit zu zeigen „guck mal es geht schon wieder“ denn sie hatte sich große Sorgen um mich gemacht.

Mini Spaziergang heute

Eine Freundin die ausgebildete Heilpraktikerin ist hat mir geraten am besten mehrmals am Tag ganz kleine Spaziergänge zu machen. Denn die Bewegung hilft das Blut zu transportieren und unterstützt die Heilung.

Nachdem meine Schwester abgereist war bin ich bis zum nahen Rosenfelspark und zurück gegangen. Dort blühen überall Krokusse in allen möglichen Farben. Aber ich gehe extrem langsam… wie eine Oma! Ich kann einfach noch nicht normal große Schritte machen.

Nach der kleinen Runde war ich erst mal platt und später habe ich sogar zwei Stunden Mittagsschlaf gemacht. Auch das meint meine Freundin sei durchaus normal nach so einer OP.

Am späten Nachmittag hab ich noch einmal eine Runde gewagt. Diesmal ging es ein klein Bisschen besser. Auch bin ich etwas weiter gegangen… aber eben im Oma -Tempo.

Als ich wieder in der Wohnung an kam war ich wieder ganz erschöpft. An Nähen oder Handarbeiten konnte ich heute noch nicht denken. Ich bin nicht ganz so fit und deshalb fasse ich mich heute auch kürzer.

Vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Lockdown Tagebuch und ich hoffe Du schaust bald wieder hier rein.

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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Tag 73 ( Samstag 27.2.)

Herzlich willkommen zu meinem Tag 73 im harten Lockdown und Tag 3 nach der Krampfadern Operation.

Es geht mir schon erheblich besser, dieses eigenartige Hitzeempfinden, vor allem Abends und Nachts ist weg und ich kann mich wieder wie gewohnt in meine Bettdecke knuddeln. Offensichtlich ist dieses eine Nebenwirkung von der Narkose.

Im Liegen fühlt sich mein Bein beinahe wieder normal an. Jetzt erst wird mir klar wie geschwollen alles war, ich konnte kaum auf der Seite liegen. Das geht jetzt wieder. Nur das Umdrehen ist nach wie vor leicht schmerzhaft.

Ruhestörung in der Nacht

Ich war schon lang eingeschlafen da wurde ich war vor Gebrüll auf der Straße. Also nicht einfach nur Betrunkene die sich zu laut unterhalten sondern mehrere Personen die sich über längere Zeit richtig anschien. Aus dem Bett aufstehen fällt mir noch schwer, aber als der Radau direkt unter meinem Fenster nicht besser wurde, stand ich auf und ging zum Fenster. Ich bewegte als erstes die Rollladen absichtlich geräuschvoll rauf und runter. Das wirkt manchmal schon wenn die Störer merken das sie Aufmerksamkeit erregen. Aber dies mal half das nicht. Mittlerer Weile war meine Schwester auch schon wach geworden und fragte mich was das los sei.

Ich öffnete das Fenster und sah mehrere Personen mitten auf der Straße sich prügeln! Auch standen noch weitere Personen dabei die wohl die Schläger beruhigen wollten. Aber alle schien sie durcheinander. Ich rief „Hey ist mal Ruhe!“ und „Verschwindet“ aber keiner der Akteure schien mich wahr zu nehmen. Es war einfach viel zu viel Gebrüll.

Ich rufe die Polizei!

Ich drehte mich um, um mein Telefon zu holen, da schrie plötzlich einer „Polizei, Polizei ruft die Polizei“. Okay das war auch gerade mein Gedanke und so wählte ich die Nummer des Polizeireviers. Ich gab an Schlägerei auf der Straße und 5-7 Beteiligte und nach wenigen Minuten waren 3 Polizeiautos da. Die Streithähne ließen sich zwar schnell auseinander treiben, aber viel leiser wurde es nicht. Jeder der Schläger berichtete mit fast der gleichen Lautstärke was angeblich passiert sei.

Also ganz normal drauf waren die alle nicht. Ich vermute sie standen teilweise unter Drogen. Einer von ihnen hatte nackten Oberkörper und auch als er mit den Polizisten sprach schien er nichts von der Kälte zu merken.

Ich blieb nicht lange am Fenster, denn mir kalt. Ich hab nur noch mitbekommen das ein Linienbus nicht weiter fahren konnte wegen den Leuten und den Polizeiwägen auf der Straße.

Meine Schwester und ich gingen wieder ins Bett. Ich war fast eingeschlafen, da rief mich die Polizei zurück. Die hatten noch ein paar Fragen. Ähm ich bin jetzt nicht ganz sicher ob ich auch höflich genug geantwortet hab, denn ich war ja schon bereits das zweite Mal aus dem Schlaf gerissen worden.

Landkreis Lörrach hat keine Ausgangssperre mehr

Bis vor 1-2 Wochen hatten wir hier im Landkreis Lörrach eine nächtliche Ausgangssperre… oh da war es ab 20 Uhr immer schön leise in der Straße. Außer hin und wieder mal ein Hund nichts zu hören. Solche Ausschreitungen waren gar nicht möglich weil keiner raus durfte. Das war ein positiver Nebeneffekte.

Was habe ich heute gemacht

Ich hab erst mal ein wenig länger geschlafen. Dann hat mir meine Schwester Kaffee und Frühstück ans Bett gebrach. Total lieb!

Meine Schwester hatte vorgeschlagen für mich zum Recyclinghof zu fahren. Ich hatte im Keller einige Dinge die schon länger weg mussten, wofür ich ein Auto brauchte um es zu transportieren (alte Matratze). Ich sollte aber mit kommen weil sie Bedenken hatte das sie mit dem fremden Autokennzeichen vielleicht nicht abladen darf.

Am Recyclinghof Lörrach mussten wir Schlange stehen (in den Autos) aber das wurde ganz raffiniert gelöst, man fährt sozusagen eine „Warteschleife“ damit sich die Autos nicht auf die Straße stauen. Das haben sie viel besser gelöst als im Frühjahr 20.

Dafür war es dann im Recyclinghof echt entspannt. Kein Gedränge und Gehupe. Aufgrund meiner frischen Wunde bin ich brav im Auto sitzen geblieben und habe nur den anderen Leuten zu gesehen.

Kleiner Spaziergang

Von dort aus sind wir zum Parkplatz beim Impulsiv gefahren weil wir ein paar Schritte im Grütt spazieren gehen wollten. Meine Schwester hatte aber etwas Bedenken als sie die Wegweiser zur Abstrichstelle und zum Kreisimpfzentrum sah. „Oh nein ich will da nicht hin wo viele Menschen sind“ diese Angst war unbegründet. Die Abstrichstelle war komplett geschlossen und Menschenleer. Bei der zum Impfzentrum umgebauten Sportzentrum war zwar offensichtlich offen (es brannte Licht im Gebäude) doch wir sahen nur einen einzelnen Security vor der Türe stehen.

Vorbei an der Halle gingen wir ein kleines Stück im Sonnenschein. Dabei entstand dieses Foto. Ich finde mein linkes Bein sieht doch noch etwas dick aus, oder?

Danach sind wir wieder nach hause und ich hab nochmal ne Pause und Mittagsschlaf gemacht. Ich bin immernoch schlapper als normal. Aber es wird besser.

Am Späten Nachmittag haben meine Schwester und ich nochmal einen kleinen Spaziergang gemacht, auch nur kurz und nur ganz ebene Strecke. Das gehen geht jeden Tag etwas besser, aber ich mache noch immer sehr kleine langsame Schritte. Und es strengt mich viel mehr an als gewohnt.

mit diesem Schrittergebnis am 3. Tag nach der OP bin ich mehr als zufrieden

Dafür das die OP erst drei Tage her ist gehts mir echt schon ziemlich gut. Wobei ich echt sagen muss das mich die Tatsache das ich jederzeit meiner Schwester sagen könnte „Ich kann nicht mehr, hol das Auto“ hat mich sehr ermutig. Ab morgen bin ich dann wieder allein unterwegs und dann bin ich vorsichtiger.

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Lockdown-Tagebuch

Tag 72 ( Freitag 26.2.)

Herzlich Willkommen zu meinem 72sten Eintrag im Lockdown-Tagebuch auf unterwegsistdasziel.blog. Hier berichte ich täglich wie es mir in dem jetzt schon 72 Tage langen Lockdown geht.

Seit zwei Tagen bin ich nicht mehr nur in Kurzarbeit Null sondern zusätzlich noch im Krankenstand. Nach meiner Krampfadern-OP bin ich 10 Tage krank geschrieben.

Operation während Kurzarbeit

Diese Operation wurde mir vor 3 Jahren schon mal empfohlen aber ich habe sie stets vor mir her geschoben. Bisher hatte ich es immer wieder geschafft das die Beschwerden weniger wurden. Doch sobald ich Zeiten mit zu wenig Bewegung (Urlaub, lange Reisen) hatte kamen sie wieder. Ganz schlimm war es besonders bei heißem Wetter.

Doch diesen Januar traten die Symptome auch bei kaltem Wetter auf und selbst kühle Fußbäder und Wechselduschen brachten keine Linderung. Nachdem ich mehrere Tage viel zu wenig Bewegung hatte kamen nächtliche Schmerzen und Albträume (Beine eingeklemmt, jemand hält mich an den Beinen fest) dazu. Nebenbei habe ich gemerkt das mir wenn ich die Stützstrümpfe mehrere Tagen hintereinander trage mir alle Schuhe die ich mir im letzten Jahr gekauft habe zu groß sind… die alten Schuhe ,von denen ich den Eindruck hatte sie sind zu schmal sind, passen jetzt wieder. Offensichtlich hatte ich schon seit Monaten permanent geschwollene Füße und ich habe das gar nicht so wahrgenommen.

Bisher hatte ich immer Bedenken ob es wirklich notwendig ist dafür 10-14 Tage krank geschrieben zu sein. Aber jetzt im Lockdown, wo ich eh nicht arbeiten darf. Da kann ich mich auch operieren lassen.

Aber hätte ich gewusst das es gar nicht so schlimm ist hätte ich wohl nicht so lange gezögert. Ich finde die Schmerzen sind echt nicht schlimm wie ich das erwartet habe. Man stellt sich das so grausam und blutig vor „Krampfadern ziehen“, aber es ist gar nicht so dramatisch. Wenn Dich das interessiert hier wird das sehr gut erklärt.

Zweiter Tag nach der OP

Heute Nacht hab ich extrem gut und lange geschlafen… über 10 Stunden! Und ich bin endlich nicht mehr vom umdrehen aufgewacht.

Heute Vormittag haben meine Schwester und ich es erst mal langsam und gemütlich angehen lassen… mit einem Frühstück im Wohnzimmer auf meiner Couch, die momentan zu einer Schlaflandschaft für mich umgebaut ist. Also im Grunde „Frühstück im Bett“.

Beim Umziehen dann ein kleiner Schreck, mein Bein ist jetzt auch ganz oben auch mit blauen Flecken übersäht. Aber das hat man mir ja angekündig. Dafür ist die Schwellung zurück gegangen und es ist fast nicht mehr druckempfindlich.

Zur Mittagszeit sind wir dann mit dem Auto nach Müllheim gefahren um dort meine Mutter abzuholen. Sie hat wegen Corona große Angst und wollte uns nicht in ihrer Wohnung empfangen, deshalb gab es wieder ein Kaffee und Kuchen Picknick im Weinberg. So etwas ähnliches haben wir schon mal gemacht. Ich habe unter „Picknick im November“ darüber geschrieben. Meiner Mutter hat diese Art des gemeinsamen Ausflugs sehr gefallen.

In dem Weinberg sind meine Mutter und ich auch ein kleines Stück spazieren gegangen… paar hundert Meter. Denn meine Mutter kann nicht mehr gut laufen und ich mit meiner fischen Wunde gehe momentan das gleiche Tempo wie sie.

Schrittziel nicht erreicht

Das ist aber auch logisch das ich heute das Schrittziel nicht erreichen wollte. Ich hab heute absichtlich kürzer getreten… im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich kann momentan nur kleine Schritte machen. Aber ich bin ganz zuversichtlich das es in ein paar Tagen wieder besser geht.

Vielen herzlichen Dank auch für die Zahlreichen Genesungswünsche die mich auf allen möglichen Kanälen erreicht haben.

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Lockdown-Tagebuch

Tag 71 ( Donnerstag 25.2.)

Herzlich Willkommen in meinem Lockdown-Tagebuch. Es ist der Einundziebzigste Tag in Kurzarbeit Null und der Tag 1 nach meiner Krampfadern OP.

Gestern habe ich Euch nur kurz von meiner Operation berichtet. Diese fand in Weil am Rhein in der Tagesklinik statt. Operiert hat mich Dr.med Volker Herold, dieser ist Chirurg und Phlebologe und auf diesem Gebiet sehr erfahren.

Die Tagesklinik befindet sich direkt neben dem Rathaus und ist daher vom Bahnhof aus gut erreichbar. Alle meine bisherigen Termine dort konnte ich mit der S-Bahn erreichen.

Allerdings für den Operationstag musste ich mir jemanden organisieren der mich mit dem PKW abholt. Denn nach der Narkose darf man mindestens 24 Stunden nicht alleine sein und auch nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen.

Da ich alleine wohne brauchte ich also eine Person die mich abholt und mindestens 24 Stunden bei mir bleibt. Meine Schwester die sonst in Stuttgart lebt hat dafür extra Urlaub genommen. Wofür ich sehr dankbar bin.

Wie geht es mir einen Tag nach der OP?

Heute Nacht konnte ich einigermaßen schlafen. Aber ich wurde mehrfach wach weil mir das Bein weh tat wenn ich mich gedreht habe. Ich musste dann immer erst wieder eine neue Position finden in der nix drück. Aber es tat eigentlich nur weh wenn ich auf eine der Wunden Druck brachte.

Heute morgen ging das gehen und bewegen schon viel besser als gestern. Aber der sehr enge Druckverband behinderte mich schon sehr. Treppensteigen ging zum Beispiel gar nicht, weil ich das Knie nicht anwinkeln konnte. Die zwei Stockwerke waren ein echtes Hindernis.

Heute Vormittag war ich nochmals beim Arzt, es wurden der Druckverband abgenommen und die Wunden kontrolliert. Erst jetzt wurde mir klar wie viele Wunden ich wirklich habe. An Lende und Bein habe ich bestimmt 10-15 kleine Schnitte und mehrere davon wurden genäht.

Mein Bein sieht im Moment noch schlimm aus, mehrere Blutergüsse und rote und blaue stellen. Aber man versicherte mir das das nach solch einer OP normal sei. Die Blutergüsse würden sich in den nächsten Tagen auch noch etwas verteilen und dadurch noch dramatischer aussehen. Bei mir sei alles in Ordnung und die Wunden sehen so aus wie sie aussehen sollen.

Beim Verbandswechsel wurde der Druckverband entfernt und die einzelnen Schnittstellen mit Wasserfesten Pflastern versorgt. Ich darf das Bein jetzt auch wieder duschen. Allerdings mit der größten Wunde in der Lende sollte ich noch etwas vorsichtig sein. Naja, Duschen ohne Lende nass machen finde ich schwierig, ich werde wohl nur den Waschlappen benutzen.

Schon allein die Tatsache das der Druckverband das Bein jetzt nicht mehr so starr macht bringt Erleichterung. Die Arztpraxis habe ich über die Treppe verlassen obwohl ein Aufzug zur Verfügung steht. Wenn ich sie langsam genug mache kann ich fast alle Bewegungen wieder tun. Aber eben ganz vorsichtig und langsam.

Erster Spaziergang

Meine Schwester hat mich wieder mit dem Auto abgeholt, aber wegen des schönen Wetters ein kleines Picnic im Freien vorgeschlagen. Wir sind zum Landesgartenschau-Gelände (LGS) gefahren, auch bekannt als Dreiländergarten.

Auf einer Bank haben wir es uns gemütlich gemacht. Mein Schwester hatte eine Fleecedecke mit gebracht und wir wählten unseren Platz so das ich das Bein hoch legen konnte.

Zweites Frühstück mit Yoghurt und Mandelhörnchen… lecker.

Auf ebenen Wegen und ganz langsam kann ich fast normal gehen. Einzig etwas größere Schritte schmerzen in der Lende. Normal bin ich allerdings ein schneller Geher mit großen Schritten… also muss ich mich ständig bremsen.

Trotzdem haben wir eine kleine Runde im Dreiländergarten gedreht und ich hab schon wieder eine Ecke kennengelernt die ich noch nicht kannte. Auf einem Spielplatz haben wir dieses Bauwerk entdeckt, das ich ideal fand um bergauf und bergab gehen zu üben. Denn hier kann man sich schön festhalten.

Drachen Spielplatz im Dreiländergarten

Heute hat mich alles viel mehr angestrengt als normal. Und mir war extrem warm. Zum einen weil ich jetzt für die nächsten 4 Wochen lange Stützstrümpfe tragen muss und dies noch nicht gewohnt bin und zum anderen hat mir die Sprechstundenhilfe erklärt dass, das auch eine Nebenwirkung der Narkose sein kann und das dies noch ein paar Tage anhalten kann. Hinzu kommt das es heute wirklich sehr warm war.

Als ich heim kam war ich total nass geschwitzt und k.o.. Dann habe ich mich erst mal zum Mittagsschlaf hin gelegt.

Später sind meine Schwester und ich noch kurz in die Innenstadt um die Krankmeldung bei meinem Arbeitgeber abzugeben und dann gab es das erste Eis von der Eisdiele!

Schrittziel war heute egal

Ganz passabel für einen Tag nach der OP. Aber ich muss sagen ohne Begleitung hätte ich mich nicht getraut so weit rum zu laufen. Wir hatten stets die Absprache das meine Schwester jederzeit mit dem Auto abholen könnte falls es nicht mehr gehen würde.

Mich strengt alles viel mehr an als normal, auch das formulieren und schreiben hier. Ich bitte deshalb um Nachsehen wenn ich hier heute sehr viele Fehler eingebaut habe.

Vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Lockdown-Tagebuch, ich hoffe Du kommst morgen wieder.

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Lockdown-Tagebuch

Tag 70 ( Mittwoch 24.2.)

70 in Worten Siebzig Tage lang berichte ich nun schon hier täglich im Lockdown Tagebuch!!!

Den heutigen Tag habe ich dazu, genutzt meine Arbeitskraft wieder voll herzustellen und meine Beine zu optimieren. Seit Jahren hatte ich immer wieder Probleme mit Krampfadern. Bisher war es vor allem bei heißem Wetter sehr schlimm. In der kälteren Jahreszeit hatten sich meine Beine immer wieder erholt… Außer diesen Winter. Offensichtlich hat meinen Venen die Bewegung bei der Arbeit gefehlt. Meine Beine sahen schlimmer aus als sonst bei 38 Grad Hitze.

Das ist auch der Grund warum ich die letzten Wochen jeden Tag so viel gelaufen bin. Ohne ausreichende Bewegung konnten meine Beinvenen nicht mehr richtig das Blut transportieren. Auch Stützstrümpfe tragen half nicht mehr. Heute wurde ich am linken Bein operiert.

Die Operation fand unter Vollnarkose statt. Aber ambulant in der Tagesklinik in Weil am Rhein. Es wurde eine Stripping Operation gemacht.

Operation gut überstanden

Die Operation heute Vormittag habe ich gut überstanden. Am Nachmittag habe ich vor allem geschlafen. Ich fühle mich auch noch ziemlich k.o., deshalb wird dieser Text heute auch ziemlich kurz.

Beide Beine in Operations-Stützstrümpfen.

Eine kleine Anekdote von der OP möchte ich Euch dennoch mitteilen. Als der Anästhesist mich aus der Narkose holte sprach er mich an mit „Sind sie wieder da“… ich fühlte mich davon aber leicht gestört, denn ich hab grade geträumt ich würde hoch konzentriert an meinem Laptop tippen. Ich dachte „Wieso stört mich der Mann?“ es dauerte einen Moment bis ich schnallte, dass ich im OP war.

Vielen Dank für die vielen Glückwünsche, Daumendrücken und Gebete für die Operation. Es geht mir jetzt dem Umständen entsprechend gut, die Schmerzen halten sich bis jetzt echt im Rahmen. Um ehrlich zu sein es sind kaum Schmerzen mehr Ziepen und unangenehmes Gefühl.

Vielen Dank für Deinen Besuch in meinem Lockdown Tagebuch, und ich hoffe, Du kommst morgen wieder.

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Lockdown-Tagebuch

Tag 69 ( Dienstag 23.2.)

Hier kommt der 69ste Eintrag in meinem persönlichen Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich währen des harten Lockdown so treibe.

Heute war super schönes Wetter und ich hätte größte Lust gehabt zum spazieren gehen, aber das ging heute nicht. So ist das wenn man sich etwas angewöhnt hat. Man vermisst es plötzlich. Die letzten Wochen war ich jeden Tag mindestens 1-3 Stunden irgendwo zu Fuß unterwegs.

heute kein großer Spaziergang

Heute hatte ich mir vor genommen die Wohnung aufzuräumen und zu putzen. Denn morgen kommt meine Schwester. Sie kommt um mich nach meiner Narkose zu betreuen. Denn laut Arzt sollte ich am besten 48 Stunden lang nicht alleine bleiben.

Ich hatte mir ganz viel vorgenommen, was ich alles aufräumen und vorbereiten wollte… natürlich wieder viel mehr als nötig oder machbar.

Am Vormittag sollte ich aber bei meinem Hausarzt die Auswertung der Blutuntersuchung von letzte Woche abholen, denn ich muss diese morgen zur OP mitbringen. Mein Hausarzt ist in der Lörracher Innenstadt, also nicht sehr weit zum laufen. Aber immerhin eine Strecke.

Schrittziel nicht erreicht

Gegen 11 Uhr habe ich bei dem Arzt die Sachen abgeholt, das ging sehr schnell. Weil ich bei meinem Arbeitgeber noch nachfragen wollte ob das mit der Krankmeldung ganz normal läuft wollte ich dort hin gehen. Dabei kam ich an einem kleinen Bäckerladen vorbei vor dem sich eine lange Warteschlange gebildet hatte. Ich kannte gleich zwei Personen in der Schlange und so blieb ich (mit genügend Abstand) stehen und unterhielt mich mit der einen Dame kurz. Ich hab sie seit Monaten nicht gesehen und wir tauschten uns kurz über eine gemeinsame Bekannte.

Von dort ging ich weiter in die Fußgängerzone, dort entdeckte ich eine befreundete Ladenbesitzerin, die gerade ihr Schaufenster dekorierte. Ich klopfte an die Scheibe um ihr zum Gruß zu zu winken, aber sie deutete das ich zum Hintereingang kommen solle. An der Hintertüre mit genügend Abstand sprachen wir eine ganze Weile. Wie es uns so während des Lockdown geht usw. Sie ist „Chefin“ und arbeitet eigentlich jeden Tag trotzdem der Laden zu ist. Sie bietet ihre Waren über Instagram, Facebook und per Whatsapp an. Und hat damit sehr viel Arbeit. Ich finde das cool wie sie und ihr Mann das umsetzen. Noch vor einem Jahr hatten sie beide keine Ahnung von diesen Medien und jetzt unterhalten und informieren sie ihre Kunden auf diesen wegen. Wir unterhielten uns sehr lange… bis eine Freundin von mir vorbei lief.

Natürlich winkten wir sie näher rann (trotzdem 3-5m Abstand) und wir quatschten noch ne Weile zu dritt. Bis dann die Ladenbesitzerin fand das sie mal wieder etwas arbeiten müsste…

Wenn es etwas positives gibt, was die Corona-Pandemie gebracht hat, dann das die Menschen viel mehr bereit dazu sind ihre Tätigkeit für so ein spontanes Schwätzchen zu unterbrechen. Ich habe mich sehr über das Gespräch gefreut!

Zufällige Treffen

Ich wollte aber noch zu meinem Arbeitsplatz und die Freundin wollte in einem Laden was holen also verabredeten wir uns in paar Minuten an gleicher Stelle. Bei mir ging es ganz schnell und als ich wieder am Treffpunkt war kam eine Dame aus meiner Gemeinde auf mich zu. Auch wir unterhielten uns angeregt eine ganze Weile… Bis meine Freundin wieder kam. Auch hier nettes freundliches kennenlernen auf Abstand und keiner ist genervt von den anderen.

Nachdem wir uns dann verabschiedet hatten fragte ich die Freundin „Lust auf Pizza?“ und sie fragte zurück „Penny oder Rewe“ und ich wieder „nee ist schon im Kühlfach… komm mit!“

Ich hatte zuhause zwar noch sooo viel was ich räumen und putzen wollte… aber egal!

Spontanes Mittagessen mit langjähriger Freundin

So kam es das wir beide völlig ungeplant und spontan miteinander zu Mittag aßen. Aber die Information „ich muss noch viel aufräumen“ lies ich ungeniert verlauten. Früher hätte man in so einer Situation vielleicht rumgedrugst und schon von Anfang an gesagt „ich habe keine Zeit“ aber jetzt in dieser isolierten Zeit ist man doch einfach froh um ein zufälliges Treffen und lässt auch mal solche Planänderungen zu.

Erschreckender Anruf !

Als die Pizza noch nicht ganz fertig war klingelte mein Festnetz Telefon und ich ging ran weil ich vermutete das die Tagesklinik mir die Uhrzeit mitteilen will wann ich da sein muss.

Eine offensichtlich weinende Frau begrüßte mich mit „Gut das Du ran gehst es ist etwas schlimmes passiert! Ich habe einen Unfall… ich habe die Frau umgefahren… ich gebe Dir die Polizei“ Ich fragte nur „Wer bist Du?“ denn die Stimme konnte ich echt nicht zuordnen. Eine angebliche Polizeibeamtin wollte von mir wissen ob ich die Frau kennen würde und ob ich ihr sagen könne wie sie heißt, wo sie wohnt und wo sie arbeitet. Ich sagte das ich nicht wisse ob es meine Schwester sei… sie sagte was von Daten abgleichen und ich solle Geburtsdatum von ihr und von mir durchgeben… Ich war total irritiert und verstand gar nicht warum. War jetzt die weinende Frau meine Schwester oder gar die,die sie umgefahren hat. Die angebliche Beamtin wollte mir nicht sagen was genau passiert sei, ich solle erst meine Daten „abgleichen“ nochmal, Name ,Adresse, Geburtsdatum… und dann legte die Person einfach auf!!!

Ich war total erschrocken und rief sofort meine Schwester an. Bei ihr ist alles in Ordnung, doch sie bat mich untere Mutter anzurufen. Auch bei Ihr alles in Ordnung.

Meine Freundin hatte alles mitbekommen und auch sie fand das sehr eigenartig. Das könne doch nicht wirklich die Polizei gewesen sein. Also rief ich noch vor dem Essen die Lörracher Polizei an und die Dame dort meinte „Schon wieder, sowas hatten wir heute schon mal“. Später rief mich ein Polizeibeamte zurück und er bestätigte das es heute bereits mehrere Beschwerden wegen solcher Anrufe gab. Es handelt sich um Betrüger die wohl aufgegeben hätten als sie mein Geburtsdatum hörten. Denn zum richtig gewinnbringend verarscht werden bin ich wohl zu jung.

Aufräumen und Putzen geht auch zu zweit

Nach dem Telefon-Theater musste ich mich erst mal bei nem gemütlichen Kaffee beruhigen. Und eigentlich war ich ganz froh das die Freundin gerade da war.

Doch ich wollte noch sooo viel aufräumen…

Ich holte den Staubsauger und wir fingen zu zweit an mein Wohnzimmer zu putzen. Sie half mir mit den großen Blumentöpfen und goss alle Pflanzen.

In der Küche hatte ich noch alles rum liegen vom Nähen und alles voller Fäden und Fusseln… Auch hier half sie tatkräftig mit. So schafften wir es binnen kürzester Zeit das kreative Chaos in eine aufgeräumte Küche zu verwandeln.

so leer war mein Küchentisch seit Weihnachten nicht mehr! Selbst die Nähmaschine hat endlich wieder ihre Staubschutzhülle an.

noch mehr Aufregung

Dann kam ein wichtiger und schon länger erwarteter Anruf für meine Freundin. Ich hatte vorher kein Ahnung das sie so dringend auf Nachricht wartet… doch als die gute Nachricht dann endlich kam konnte sie darüber reden. Es gab einen Grund warum sie mir lieber beim Putzen hilft als alleine zuhause zu grübeln. Doch jetzt wo die Zitterpartie ausgestanden war, war sie happy!

Zur Feier des Tages wollte sie mich zum Abendessen einladen, welches sie im nahen Lebensmittelmarkt erst besorgen musste. In der Zeit habe ich die Handstulpen, die in diversen Tüten und überall in der Küche lagen in eine Schachtel sortiert und gezählt… es sind 25 Paar!

Das ist die Schachtel mit den fertigen Handstulpen
Die Schachtel ist noch halb voll und ich habe noch immer soooo viel Stoff. Ich habe beschlossen während des Lockdowns nochmals 25 Paar zu nähen und diese dann bis zum Herbst einzumotten.

Während dem Kochen haben wir dann auch noch mein Schlafzimmer aufgeräumt und gesaugt. Die Freundin hat gerade bei den vielen rumliegenden Klamotten sehr professionell „angepackt“… man merkt halt das sie Bekleidungsverkäuferin ist. Kleidung aufräumen kann sie 😉

Vielen Dank fürs Lesen und hoffentlich besuchst Du mich bald wieder in meinem Lockdown Tagebuch

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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Tag 68 ( Montag 22.2.)

Herzlich willkommen in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier kommt schon der 68ste Tag. Seit 68 Tagen befinde ich mich im „harten Lockdown“ in Kurzarbeit Null.

Heute wäre eigentlich „Morgenstraich“ in Basel. Der Höhepunkt der Basler Fasnacht. Corona bedingt ist dieses Jahr schon lange alles abgesagt. Doch das war schon vor einem Jahr auch schon so! Am 26. Februar 2020 hatte ich noch über die Sonderzüge die zu diesem Event eingesetzt werden sollen geschrieben… um wenige Tage später zu ergänzen das alles abgesagt ist.

Bis dahin habe ich in meinem Blog unterwegsistdasziel.blog hauptsächlich über Reisen und Verkehrsmittel geschrieben. Mit mäßigem Erfolg. Am 2.3.2020 war genau dieser Artikel der meistgelesene bis dahin! Mir kam es vor als interessieren sich die Leute mehr für eine Fahrt die keiner mehr macht, als für all die Reisen die ich bisher gemacht habe.

Offensichtlich ist das wohl so, wenn alles klappt ist das „schön“ aber mehr nicht. Aber wehe es geht etwas gehörig schief, dann wird es erst interessant. Das ist wohl auch der Grund warum wir in Zeitungen und Nachrichten viel mehr negative Meldungen lesen als positive.

Was habe ich heute gemacht?

Heute bin ich etwas später aufgestanden und habe mich schon am morgen daran gemacht die restlichen Stoffherzen zusammen zu nähen. Denn ich wollte heute unbedingt das Päckchen weg schicken. Morgen komme ich eventuell nicht mehr dazu, denn ich muss mein „Krankenbett“ (auf der Couch) und mein „Gästebett“ (in meinem Schlafzimmer) vorbereiten. Dazu muss ich ein wenig umräumen. Und natürlich muss ich das Bettzeug neu beziehen für meine Schwester, die Urlaub genommen hat um ein paar Tage bei mir zu bleiben und mich „zu pflegen“.

Das ist die prall gefüllte Schachten mit den Stoffherzen die ich als Spende an die Onkomützen.de sende. Unter Onkomützen haben sich zahlreiche Ehrenamtliche organisiert, die für Krebspatienten, die durch eine Chemotherapie die Haare verloren haben, kostenlos Mützen herstellen. Dabei gibt es gehäkelte, gestrickte und genähte Mützen aller Stilrichtungen. Die Patienten dürfen sich kostenlos welche aussuchen und müssen wenn möglich nur das Porto bezahlten.

Die Kosten für die Materialien und Webseite werden von Spenden finanziert. Denn es ist Ziel den Bedürftigen die Mützen kostenlos zur Verfügung zu stellen. Ich spende heute 41 kleine Stoffherzen, die als kleine Zugabe und Aufmerksamkeit gedacht sind. Jede Patientin (die meisten sind Frauen) die Mützen anfordert bekommt eine kleine Zugabe. Das sind immer mal wieder mehr oder weniger sinnvolle Kleinigkeiten.

Was ich vorher nicht wusste: So ein kleines Herz aus Baumwollstoff kann bei einem Krebspatienten mit einem Port für die Chemotherapie einen praktischen Nutzen bringen. Denn man kann so ein kleines weiches Herz je nach Lage des Ports unter den Port stecken um Druckstellen oder unangenehmes Wackeln zu vermeiden.

Was für mich anfänglich nur eine Resteverwertung war kann irgendwo tatsächlich jemandem helfen und sein Leid wenigstens ein klein Bisschen lindern.

Wenn Du die Arbeit der Onkomützen auch unterstützen möchtest kannst Du Hier per Paypal Spenden. Weitere Informationen dazu unter: Onkomützen.de

Mein Spaziergang heute

Nachdem ich gleich mehrere Päckchen zur Post gebracht habe bin ich gleich weiter auf meinen Spaziergang gegangen. Wieder mit der KM-Zählerfunktion, aber heute musste ich nicht dauernd darauf achten was die App sagt. Denn ich hatte ein Ziel. Ich hatte vor ein paar Wochen mal ein Haus das zum Verkauf steht mit einem halb verwitterten Makler-Schild gesehen und einer Bekannten die Immobilienmaklerin ist davon erzählt. Diese wollte jetzt genaueres wissen. Aber ich war mir nicht mehr ganz sicher wo das genau war… also spazierte ich heute dort in der Gegend herum und suchte dieses Haus.

Zu meiner Verwunderung habe ich es nicht mehr gefunden. Ich bin mehrere Straßen abgegangen, durch die ich die letzten Wochen gegangen bin… und dann noch ein paar Wege und Straßen dazwischen. Aber ich fand dieses Haus mit dem verwitterten Schild nicht mehr. Entweder verwechsle ich das (kein wunder bei sooo vielen Spaziergängen in der letzten Zeit) oder das Schild ist mittlerer Weile weg.

Ich kam an mindesten zwei Häusern vorbei die offensichtlich gerade Kernsaniert werden, also alle Fenster raus und der Vorgarten komplett abgeholzt. Es könnte also auch sein das es eines von denen gewesen ist.

Aber das Haus suchen war ganz spannend, ich bin dadurch das ich abgelenkt war in dem Gebiet bestimmt 3-4 km hin und her gelaufen.

Nach etwa einer Stunde Suche habe ich dann aufgegeben. Von dem Wohngebiet bin ich diesmal von der anderen Seite auf das Gelände der DHBW gelangt. Über die Duale Hochschule habe ich bereits am Tag 28 und Tag 63 berichtet. Diesmal habe ich mir den Schulhof näher angesehen und gemütliche Liegestühle entdeckt. Geschwungene Holzliegen ähnlich wie die im Hebelpark. Da mir schön warm war und die Sonne schien hab ich es mir auf einem bequem gemacht.

Selfie über Kopf

Auf dem menschenleeren Hochschulgelände hat mich ja eh keiner gesehen und so hab ich den Liegestuhl einfach mal falsch herum getestet… ich soll ja die Beine hoch legen… immerhin eine lustige Perspektive für ein Selfie

Nach einer guten halben Stunde auf dem Liegestuhl wurde es mir dann doch etwas frisch und ich bin weiter bis zur Homburg-Siedlung gelaufen wo ich eine Bekannte in ihrem Garten besucht habe. Ich hatte sie kaum richtig begrüßt da hieß es „komm wir trinken einen Kaffee in der Sonne“. So gefällt mir das, ein Kaffeekränzchen auf Abstand im Garten und als die Sonne dann fast weg war bin ich nach hause gelaufen.

Schrittziel erreicht

Bei herrlichem Wetter und wieder fast 18 Grad habe ich heute mein Schrittziel erreicht. Morgen werde ich das wohl nicht schaffen, denn ich muss hier zuhause noch einiges aufräumen und putzen denn meine Schwester kommt zu Besuch.

Mittwoch ist dann meine Krampfadern-OP

Vielen Dank für Deinen Besuch auf „unterwegs ist das Ziel“. Ich hoffe Du schaust morgen wieder rein in mein Lockdown-Tagebuch.