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Das erste Mal wieder Schwimmbad 2020

Heute Vormittag war ich im Lörracher Parkschwimmbad, das erforderliche E-Ticket habe ich mir gestern gebucht und weil gleich dazu einen extra Blogartikel. Unter „E-Ticket für das Parkschwimmbad“ erfährst Du welche Hürden es da zu bewältigen gibt um endlich wieder in das Schwimmbad zu dürfen.

Heute war nun der erste Tag da das Bad für die Badegäste geöffnet ist. Durch die strengen Corona-Auflagen ist der Eröffungstermin mehrfach verschoben worden. Wir Lörracher müssen schon froh sein das es überhaupt auf machen darf. Anderorts wurde die Badesaison 2020 schon komplett abgesagt.

Um Warteschlangen am Eingang zu verhindern kann man keine Eintrittskarten am Eingang erwerben. Diese muss man vorher online selber buchen und das sogenannte E-Ticket auf dem Handy oder als Ausdruck vorlegen. Dieser wird am Eingang abgescannt.

Durch dieses Prozedere wird sichergestellt das nicht zu viele Menschen auf einmal kommen, und jede Person ist schon im Vorfeld mit voller Adresse und Kontaktdaten gespeichert.

Und was ich persönlich noch wichtiger finde, jeder der in Bad will muss sich vorher die Auflagen und Bedingungen durchlesen. Keiner kann also nacher dastehen und sagen „Das hab ich nicht gewusst“.

Maskenpflicht im Freibad, an den Ein und Ausgängen sowie in den Gebäuden

Gerade solche Dinge wie das im Eingangs und Ausgangsbereich und in dem Umkleidekabinen Maskenpflicht herrscht sollte man wissen. Bikini und Mundschutz sieht zwar komisch aus, aber in einer Schwimmbadumkleide muss das einfach sein. Wem das zu doof ist, der kann ja draußen bleiben.

Gegen 10 Uhr war ich am Parkschwimmbad und ich fand es schon bei den Fahrradständern äußerst angenehm und entspannt. Nur wenige Räder da. Na gut es war bedeckter Himmel bei etwa 20 Grad und es drohte ein leichter Regen. Aber für die Schwimmbegeisterten die seit Wochen auf eine Öffnung warten ist das doch kein Hindernis.

Ich zog also meinen Mundschutz an und holte meinen E-Ticket Ausdruck hervor. Eine Freundliche Dame im Kassenglashäuschen, die sogar Handschuhe trug scannte diesen ab. Das ging schnell und reibungslos. Ich erkundigte mich bei ihr wie viele Badegäste denn schon da seien und sie konnte mir verraten das ich die 29ste Person war.

29 Leute im ganzen Parkschwimmbad! das fühlte sich beinahe wie Privatpool an. Im Nichtschwimmerbecken befanden sich eine Gruppe Rentner die in einem Abgesperrten Bereich ihre Bahnen zogen.

Im Schwimmerbecken ein ähnliches Bild. jeweils 2 Bahnen waren abgeteilt und mit Zeigern am Beckenrand die Schwimmrichtung gedeutet. Also wirklich sehr verständlich und klar gekennzeichnet wo man wie Schwimmen soll. Alle Sprungblöcke waren unübersehbar abgesperrt. Auch der Sprungturm war nicht zugänglich.

Also wirklich völlig klar struckturiert. Wer diese Einteilung nicht kapiert hat wohl ein Manko an Intelligenz.

In der Mitte war eine Bahn komplett gesperrt. Nicht weil diese giftig ist oder so, sondern einfach weil man dort nicht hin kommt ohne andere Schwimmbahnen zu kreuzen. Und um dies zu verhindern wurde sie einfach zu gemacht. So einfach ist das!

Das Schwimmen war soooo ruhig und entspannt wie ich es noch nie erlebt habe in einem öffentlichen Freibad. Kein Gequietsche und Gerenne… keine Leute die einfach nur sinnlos am Becken hin und her laufen um gesehen zu werden. Keiner Planscht, Spritzt oder stört andere Badegäste.

dieses Bild ist von letztes Jahr und wurde nach Öffnungszeit gemacht.

Dieses doch etwas komplizierte Anmeldeprozedere hat wohl dazu geführt das nur ernsthafte Schwimmer da waren. Obwohl alle das erste Mal da waren und vorher noch nicht genau wussten wie es läuft wurde nicht doof gefragt oder diskutiert.

Wobei zum Fragen wäre genügend Personal da gewesen. Mindestens 6 Bademeister habe ich gesehen, die alle bereit standen um Notfalls Fragen zu beantworten und gegebenenfalls etwas zu erklären.

Die Umkleidekabinen stehen nur in verkleinerter Anzahl zur Verfügung, verständlich wenn weniger Badegäste da sind. Die Spinde sollen nicht benutzt werden um ein unnötiges rein und raus zu vermeiden. Auch verständlich finde ich. Bei so wenigen Badegästen, die alle namentlich bekannt sind… da wird wohl keiner so doof sein und klauen.

Alle Becken sollen nur über die Leitern und Treppen betreten werden um ein durcheinander zu verhindern. Wem das stört das stört, das man sich an solche Regeln halten muss, der soll doch bitte weg bleiben. Ich fand es auf jeden Fall absolut angenehm das die Anwesenden alle Regeln befolgen.

Der gesamte Baby/Kleinkind Bereich ist noch gesperrt. Kinder unter 6 Jahre dürfen zwar kostenlos ins Bad, müssen aber genauso wie die Erwachsenen angemeldet werden. Kinder unter 14 Jahren dürfen nur in Begleitung Erwachsener hinein. Ich denke das diese Bedingungen dazu führen das Familien mit keinen Kindern das Parkschwimmbad eher meiden.

Update nach zwei weiteren Besuchen: Das Babybecken ist nun Vormittags wieder geöffnet.

Die große Rutschbahn nur zeitweise und meistens nur ein eine der Bahnen. Oft steht dann ein Bademeister in der Nähe und passt auf. Früher musste dieser oft aufpassen das die Badegäste nicht zu nah nacheinander rutschen… jetzt muss er aufpassen das die Leute nicht zu nah zusammen stehen sollte sich wirklich eine Warteschlange bilden. Aber da momentan in das Parkschwimmbad Lörrach maximal 700 Personen gleichzeitig dürfen, bildet sich so gut wie nie eine Warteschlange.

Der Kiosk ist geöffnet und bietet auch Speisen an (Pommes und Würstchen), allerdings gibt es keine Tische wo man sich zum Essen setzten kann… im Grunde wird man gebeten das Essen mit zu nehmen und möglichst nicht in unmittelbarer Nähe des Kiosks zu essen. Alles um Menschenansamlungen zu verhindern.

Mein Fazit

Ja es ist teurer als letztes Jahr. Man bezahlt 4€ für eines der beiden Zeitfenster und kann nicht so lange bleiben wie man will. So what! Ich persönlich bleibe nie gerne lange im Freibad. Ich gehe dort hin weil ich schwimmen und mich bewegen will. Rumsitzen und Rumliegen kann man auch zuhause.

Ich finde diesen „Eingeschränkten Betrieb“ sehr angenehm und ich bezahle gerne die 4€ auch wenn ich nur etwa eine Stunde bleibe. Der Preis ist meines Erachtens angebracht für den Mehraufwand den die Betreiber aufgrund der Corona-Auflagen betreiben müssen.

Die beiden Fotos habe ich letztes Jahr gemacht, als wir mit der Gymnastikgruppe des BRRSV nach den Öffnungszeiten rein durften. Während dem Bäderbetrieb ist Fotografieren verboten! Außerdem fand man in anderen Jahren die Wasseroberfläche fast nie so ruhig.

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E-Tickets für das Parkschwimmbad Lörrach

Morgen öffnet endlich das Lörracher Parkschwimmbad, doch ein Ticketkauf ist nur online möglich. Wie man es macht um auch wirklich ins Schwimmbad zu dürfen, habe ich ausprobiert. Seit wenigen Minuten bin ich glückliche Besitzerin eines E-Tickets das mich für den Eintritt in das Bad morgen berechtigt.

Aufgrund der Maßnahmen zur Eindämmung der … Ihr wisst doch schon Alle wie der Satz weiter geht. Mitte März wurden alle Hallenbäder von jetzt auf gleich geschlossen, so auch das in Lörrach. Die Vorbereitungen für die Öffnung des Freibades wurden schon lange getroffen doch erst seit kurzem ist klar wie eine Öffnung wirklich funktioniert. Es ist etwas kompliziert!

dieses Bild ist aus dem letzten Jahr

Auf der Webseite der Stadt Lörrach findet man den Link zum Parkschwimmbad. Dort muss man erst mal weit herunter Scrollen bis der Gelbe Balken Online Ticket buchen erscheint.

Hier ist schon die erste Hürde, ich denke das alle diejenigen die es nicht gewohnt sind im Internet zu kaufen und zu buchen hier schon zögern und ganz aufgeben.

Klickt man hier an landet man auf einer Seite der Stadtwerke Lörrach, wer nicht weiß das die Schwimmbäder den Stadtwerken gehören der ist hier vielleicht auch irritiert.

Die Genaue Webadresse der Seite ist : https://loerrach.baeder-suite.de/de/customers/login/

Also wer nicht so bewandert ist im Internet bekommt jetzt Angst und es tät mich nicht wundern wenn der eine oder andere Spammfilter diese Seite bockiert.

Dabei wird es hier richtig spannend. Du musst Dich registrieren. Mit Geburtsdatum, voller Adresse und Telefonnummer und Handynummer. Wer seine Daten da nicht angeben mag, der kann halt nicht ins Schwimmbad… Basta!

Auf diese Weise ist sichergestellt das sich später im Bad keine Analphabeten, Senioren, Dumme oder radikale Datenschützer sind. Was wohl auch ein Schutz vor Corona-Infektion ist.

Okay Registrierung mit all meinen Daten, das sehe ich ja noch ein. Ich bin das ja gewöhnt von Restaurants und ähnliches. Geburtsdatum, hmm naja vielleicht als Plausibilitätskontrolle, keine Ahnung wozu sie das brauchen.

Das Formular ist sehr streng, wenn Du nur irgendeinen kleinen Pips nicht richtig ausgefüllt hast geht es nicht weiter. Ich bin nicht doof und ich kann 10-Finger-Tippen, aber ich habe 3 Versuche gebraucht…

nochmals ein versteckter Intelligenztest?

Nach der Registrierung musst Du erst auf eine Mail warten, dauerte bei mir etwa ne Minute bis sie da war. Den Link in der Mail muss man erst mal bestätigen, erst dann ist die Registrierung abgeschlossen.

Auch hier werden alle diejenigen die einen Spamschutz im Mailprogramm haben damit sie nicht versehentlich auf Phishingmails antworten scheitern.

Wieder ein paar Senioren, die sogar E-mail haben, weniger im Bad…

Nach erfolgreicher Registrierung kann man sich dann endlich einloggen und ein Ticket für das Schwimmbad wählen.

Juhu ich bin eingeloggt, ich fürchte nicht jeder Mitbürger kommt so weit

Die Webseite ist für Mobile Geräte optimiert… das heißt im Klartext, der Kalender zum Aussuchen wann man ins Schwimmbad will ist auf dem Handy besser zu überblicken als am PC. Für mich als PC und Handy bewanderter Blogger ist das kein Problem aber ich bin mir sicher das die Unübersichtlichkeit mit ein Grund ist das noch so viele Tickets verfügbar sind.

Wisst ihr noch wie das in anderen Jahren wahr? Am Ersten Tag stand man Schlange, weil einfach alle in Schwimmbad wollten.

Ein Screenshot von heute Nachmittag, wie es aussieht wollen morgen nur 70 Leute in Schwimmbad

Auf meinem Screenshot von der Handyansicht könnt ihr unten die blauen Zahlen sehen. Dort steht 428 Freie Tickets, gemeint ist für die Schicht am Vormittag. Am Nachmittag sind es noch 393. Das heißt im Umkehrschluss, wenn 500 Personen rein dürfen, und noch 428 verfügbar sind. Sind von 9-13:30 nur 71 Personen im ganzen Parkschwimmbad.

Wenn jetzt also nicht noch mein Artikel wahnsinnig viel Werbung macht, dann wird es morgen schööööööööön leeeer sein.

Wenn so wenige Menschen in dem ganzen Schwimmbad sind, dann fällt es nicht schwer mehr wie 2m Abstand zu den anderen zu halten und eine Ansteckung mit Covid-19 oder Fußpilz oder sonst irgendwas ist unmöglich.

Deshalb meine Aufforderung an alle Lörracher Bürger, meldet Euch an, kauft Tickets und helft so, das dieser ganze Verwaltungsaufwand nicht umsonst gemacht wurde.

So funktioniert der Ticketkauf für das Parkschwimmbad Lörrach

Nach dem Einloggen wählt man auf dem Kalender den gewünschten Badetag. Dies ist immer nur 3 Tage im voraus möglich.

Dann erscheinen beide möglichen Zeitfenster. Man kann entweder von 9-13:30 oder von 15-20 Uhr in das Bad. Es soll übrigens nicht erlaubt sein beide Zeitfenster für ein und die selbe Person zu buchen.

Dann erscheint eine Auswahl von 6 ! Verschiedenen Tarifen. Wobei im Grunde nur Kinder ab 6 Jahre und Erwachsene wählbar sind. Die anderen „Tarife“ sind für die Jahreskarteninhaber, die nicht zahlen müssen, aber sich anmelden müssen.

Nach der Auswahl kommt man dann zur Zahlung, ich habe mich für Paypal entschieden, weil ich dieses schon seit Jahren nutze und damit sehr vertraut bin.

Wer lieber bar bezahlen will darf dies NICHT AN DER SCHWIMMBADKASSE sondern kann dies vorher bei der Tourist-Information tun. Hmm wenn jemand auf dem Weg zum Schwimmbad gerne noch in die Innenstadt möchte…

Weitere Zahlungsarten wurden mittlerer Weile hinzugefügt, da ich aber Paypal hinterlegt habe zeigt es mir diese nicht an.

Das Ticket erhält man als pdf per e-mail. Dieses kann man entweder auf dem Handy vorzeigen (mit QR-Code) oder als Ausdruck mitführen.

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Allgemein Ausflugsziele

Illegaler Grenzübertritt?

Am Sonntag Nachmittag war ich spazieren, ursprünglich wollte ich eine Freundin in Lörrach Stettten besuchen, doch diese hatte keine Zeit und so bin ich einfach weiter gelaufen. An der „Wiese“ (so heißt der Fluss) musste ich mich entscheiden, gehe ich Flussaufwärts oder Flussabwärts…

Folgt man dem Weg in Fließrichtung des Wassers, dann kommt man nach wenigen Metern in die Schweiz. In der Zeitung war berichtet worden das dieser Grenzübergang sowie andere „Grüne Grenzen“ wegen Corona geschlossen wurden. Doch in den letzten Tagen wurde mir von Leuten erzählt das zumindest dieser beliebte Radweg wieder geöffnet sei. Alleine diese unterschiedlichen Informationen machten mich neugierig.

Da mir auf den ersten 50 Metern schon mehre Radfahrer entgegen kamen war mir klar der Weg ist offen. Als ich dann zu der Stelle kam, wo mal die Absperrung gewesen ist, erinnerte rein gar nichts mehr daran!

In dem Artikel des Südkurier vom 11. Mai findet man Fotos wie es hier überall aussah.

Doch heute am Sonntag den 7.6. nachmittags war davon absolut nichts mehr zu sehen.

Übrigens über diesen Weg hab ich schon mal berichtet „Radtour am Wiesenufer“. Oder auch bei „Tierpark Lange Erlen„…

wie gewohnt merkt man erst an der Beschilderung das man in der Schweiz ist

Wie gewohnt, so wie es vorher war merkt man eigentlich erst an der nächsten Weggabelung an der anderen Beschilderung das man sich nun auf schweizerischen Gebiet befindet. In der Schweiz sind die Verkehrsschilder kleiner. Dieses Bild ist übrigens keine 1,5 km von meiner Haustüre entfernt aufgenommen.

Nicht ganz sicher ob ich das auch wirklich darf bin ich den belebte Fahrradweg entlang der Wiese weiter gegangen bis zu ersten Brücke. Diese befindet sich neben dem Naturschwimmbad Riehen . Vor dem so viele Fahrräder standen das ich mich gefragt habe ob das eventuell schon geöffnet ist.

Ganz kurz habe ich mit dem Gedanken gespielt bis nach Weil am Rhein zu laufen, aber dann habe ich mich doch anders entschieden und wollte einfach mal ausprobieren ob man nicht eventuell am anderen Ufer der Wiese wieder zurück nach Lörrach gehen kann. Denn Auf diesem Fluss Abschnitt habe ich eigentlich noch nie Leute am anderen Ufer gesehen.

Dort steht ein Wegweiser zu einem Weingut, von dem ich dachte das es eigentlich zu Deutschland gehört… Nur eine kurve entfernt ist der Grenzübergang nach weil am Rhein. Eigentlich ist mir gar nicht klar, welche Gebäude die ich hier am Weinberg sehen kann nun zu Deutschland und welche Zur Schweiz gehören. Also bin ich einfach mal neugierig die Straße entlang.

Ich hatte erwartet das der Weg bei dem Weingut endet, doch der Weg ging weiter…

nur wenige Meter von der „Zollfreien Strasse“

Nur wenige Meter weiter ein richtiger Waldweg, noch kann man den Verkehrslärm der „Zollfreien Strasse“, die sich in einer Kurve über die Wiese windet um im Tunnel zu verschwinden. Paar Schritte weiter hört man nichts mehr davon, nur noch das rauschen der Wiese.

Knorrige Bäume und ein Nebenarm/ Kanal der Wiese

Fast wie ein Märchenwald, keine Passanten, und Walderdbeeren direkt am Wegrand.

hier ist die Grenze

Hier mitten in diesem kaum besuchten Waldstück befindet sich ein Grenzstein und ein Hinweisschild. Beides habe ich auf der anderen Seite an dem beliebten Radweg vergeblich gesucht.

Nun habe ich die Grenze zur BRD wieder übertreten und war somit wieder zurück in der EU. Für uns Lörracher absolut nichts ungewöhnliches, doch während der Corona-Zeit eigentlich verboten.

Innerhalb von wenigen Tagen hat sich die Situation komplett verändert, Bis Mitte März war es normal die „Grüne Grenze“ zu passieren. Dann war es Monatelang absolut verboten. Selbst für Anwohner und Pendler nach Weil am Rhein war ein Grenzübertritt absolut untersagt und die Zeitung berichtete das der Winzer des Weingutes an dem ich eben vorbei spaziert bin, Strafe zahlen musste weil er mit seinem Traktor von seinem eigenen Grundstück zu seinem eigenen Feld auf deutschem Grund ein kleines Stück schweizerische Straße gefahren ist.

Gerüchte besagen auch, das an dem Fahrradweg zeitweise schweizerische Soldaten eingeteilt waren um Grenzübertritte zu verhindern.

Ab kommenden Montag soll die Reisefreiheit zwischen Deutschland und Schweiz wieder hergestellt werden… Dann ist also so ein Spaziergang wie ich ihn unternommen habe wieder erlaubt…

Habe ich etwas verbotenes gemacht?

Noch immer bin ich mir nicht ganz sicher ob das überhaupt erlaubt war was ich gemacht hab. Ich bin letztlich wirklich am anderen Wiesenufer wieder zurück nach Lörrach gelaufen. Und bin auf der Strecke niemandem begegnet. Also diesmal bin ich mir ganz sicher das ich bei meinem Auslandstrip keinen Coronavirus eingeschleppt habe, da ich mit keinem Menschen Kontakt hatte.

Grillplatz an der Wiese in Lörrach Stetten, mal von der anderen Seite

Fazit:

Ein schöner Spaziergang, den ich jedoch erst nach dem 15.6.2020 empfehlen würde.

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Masken nähen für Seniorenheim und co.

Die offiziellen Schutzmasken werden immer knapper, aber gerade Seniorenheime und ähnliche Einrichtungen haben nun einen erhöhten Bedarf. Um diesen wenigstens mit waschbaren, mehrfach verwendbaren Masken aus Stoff abzudecken wurde zum Nähen aufgerufen.

Die Badische Zeitung berichtete „Masken nähen fürs Seniorenheim“

Da ich augenblicklich in der „Kurzarbeit Null“ bin und viel Zeit habe, habe ich mich freiwillig gemeldet. Seit ein paar Tagen nähe ich fleißig Mund-Nase-Abdeckungen aus gespendeten Materialien.

genähte Mund-Nase-Maske aus Bettwäsche

Mir war es freigestellt nach welcher Nähanleitung ich arbeite. Zwar gab es Vorschläge, doch ich hab mich für eine schnellere Variante entschieden. Denn ich denke das es vor allem wichtig ist schnell viele Masken zu nähen.

Wie ich nähe habe ich in unter „Behelfsmaske Nähen“ detailiert beschrieben.

Da ich momentan gespendete gebrauchte Bettwäsche verarbeite, ist es manchmal ganz überraschend wie die fertigen Masken dann aussehen…

Ich finde das mehrfach gewaschene Material ist gut zu verarbeiten und auch im Gesicht beim Tragen angenehm weich.

Zur Auflockerung hier ein paar witzige Selfies, die beim Passform kontrollieren entstanden sind.

Ich schwöre das war nicht so geplant … das der Punkt auf der Nase landet! Ich habe die Zuschnitte ohne das Muster zu beachten fortlaufend gemacht. Mit diesem Stoff werden die Masken wenigstens etwas fröhlich.

Wenn Du mithelfen oder spenden willst

Wenn Du im Raum Lörrach wohnst und auch nähen helfen willst, oder Material spenden möchtest melde Dich bei mir, und ich stelle den Kontakt her. Leider bin ich nicht sicher ob ich weitere Kontaktdaten veröffentlichen darf und deshalb lieber auf diese Art.

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Allgemein Gedanken

Was ich so mache?

Heute möchte ich nur mal kurz und ganz privat berichten was ich so die letzten Tage gemacht habe. Denn ich versuche dieser Corona-Kriese möglichst viel positives abzugewinnen.

Ich versuche trotz „Shut down“ und „freiwilliger Quarantäne“ möglichst eine gesunde Tagesstruktur beizubehalten. Was beinhaltet das ich morgens zeitig aufstehe. Ich stelle mir zwar keinen Wecker aber ich nehme mir vor das ich dann wenn ich wach werde auch gleich aufstehe. Meistens werde ich gegen 7 Uhr wach. Ob das immer noch eine „Innere Uhr“ ist, oder doch Geräusche von außen kann ich nicht sagen.

Ich steh dann einfach auf und mach mir meinen Morgendlichen Kaffee. Während der Kaffee läuft nehme ich meine Medikamente (Schilddrüse, Heuschnupfen, Vitamine) und checke das erste Mal mein Handy.

Durch meinen Nebenjob den ich über 6 Monate früh morgens gemacht habe, hatte ich mir angewöhnt erst später zu frühstücken. Und ich habe festgestellt das meinem Körper das gut tun. Jetzt in der Corona-Pause frühstücke ich meistens gegen 9 oder 10 Uhr. Je nachdem was ich mache. Über mein Frühstück habe ich hier und hier geschrieben.

Ich habe für mich das Joggen entdeckt. Obwohl ich fast 20 Jahre der Meinung war das sei nichts für mich, hab ich nun gemerkt das es mir gut tut! Ganz ohne Hilfe und Motivation geht das nicht so einfach, deshalb habe ich eine App in meinem Handy probiert und bin begeistert. Lies hier über „In meinem Handy steckt ein Jogging Trainer“.

mein aktueller Rekord, dafür das ich das erst seit einer Woche machte, bin ich stolz drauf

Gestern war ich wieder für den Versorgungsdienst unterwegs. Die Wege die ich für die Erledigung zurücklegen musste waren echt nicht weit, und bei wunderschönen Frühlingswetter und mit dem Fahrrad eigentlich kein Problem. Eigentlich… nunja der Weg hat mich zu einer Adresse geschickt wo ich zuvor noch nie war. Es ist echt mal interessant in seiner Heimatstadt Straßen zu besuchen die man noch nicht kennt. Es handelte sich um eine chice Wohngegend mit schöner Aussicht… ja richtig geraten, am Berg. Ich musste also ein längeres Stück das Fahrrad schieben um hoch zu kommen. Da ich zuerst die Versichertenkarte abholen musste, um damit zu Arzt und Apotheke und dann das Medikament zu der gleichen Adresse bringen, musste ich diesen Berg gleich zweimal hoch.

Ich jammere nicht, es war ein schöner Ausflug bei perfektem Wetter und ich hab eine Ecke von Lörrach kennengelernt die ich noch nicht kannte.

Die Burg Rötteln sehe ich selten aus diesem Blickwinkel
Lörrach mal aus einer anderen Richtung.
Lörrach vom Tüllinger aus. Erkennbar das Rathaus ,davor das Schwesternwohnheim neben dem Städtischen Krankenhaus und das Hotel Steigenberger

Die Straße auf den Tüllinger hoch kannte ich zwar vom vorbeifahren. Doch diesmal, das Fahrrad den Berg hoch schiebend hatte ich mal Gelegenheit inne zu halten und die Aussicht auf Lörrach von hier aus zu betrachten.

Vielleicht fragst Du Dich warum ich solche ehrenamtlichen Dinge wie den Versorgungsdienst mitmache? Dies könnte ich mit dem Titel dieses Blogs beantworten: „Unterwegs ist das Ziel“ !

Ich habe mit diesem kleinen Botengang nicht nur Menschen, die weil sie Vorerkrankungen haben und große Angst vor einer Ansteckung mit Corona haben das Haus nicht verlassen wollen, einen kleinen Hilfsdienst erwiesen. Ich habe auch meinen eigenen Bewegungsradius etwas verändert und damit meinen Horizont etwas erweitert. Augenblicklich geht es nicht darum weite Reisen zu machen, neues kann an auch ganz nah entdecken wenn man sich darauf ein lässt.

Ganz ehrlich ich bin dankbar um diesen „Einsatz“ auch wenn er mich gleich zweimal den Berg hoch gescheucht hat. Alleine hätte ich mich nie zu so einem Workout motiviert!

Die Belohnung für eine Anstrengung meldete sich genau in dem Moment als ich alles erledigt hatte und kurz am überlegen war was ich nun mit dem Rest des Tages anfange…

Ein Bekannter schrieb mir eine Nachricht „Hey es ist schönes Wetter, hast Du Lust mit mir in meinem Garten etwas zu trinken?“. Ich sagte sofort zu und machte mich auf den Weg. Von meinem Standort wo ich die Nachricht bekam bis zu dem Bekannten waren es fast 6 km… die ich gerne geradelt bin (okay das meiste bergab!)

Mit Sicherheitsabstand prosten wir übers Handy meiner Schwester zu.

Früher hat man sich bevor man das Haus verlässt geduscht und chic gemacht. Seit der Corona-Pause mach ich das eher hinterher. Ich versuche mich mindesten einmal am Tag so sehr körperlich zu betätigen das ich danach komplett verschwitzt bin. Entweder beim Joggen oder Radfahren. Wenn ich dann zurück komme gehe ich direkt unter die Dusche! Getragene Kleidung packe ich meist direkt in die Waschmaschine um sie zeitnah zu waschen. Mag sein das das übertrieben ist, aber ich habe in der momentanen Situation den Wunsch nach mehr Hygiene. Geht es Euch auch so?

So… nun beende ich diesen Blogpost und setzte mich an meine Nähmaschine und nähe für meine Mutter und meine Schwester „Gesichtsmasken“, „Nasenmundabdeckungen“, „Kussverhinderer“, „Lächelverstecker“ oder „Rotznasenbdecker“… ihr wisst schon was das ist. So Dinger denen man aus rechtlichen Gründen keine Namen mit dem Wort Schutz drin geben darf.

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Versorgungsdienst der evangelischen Allianz in Lörrach

Die Evangelische Allianz in Lörrach ist ein Zusammenschluss verschiedener christlichen Gemeinden und Werke im Landkreis Lörrach. Bisher wurden von der Allianz verschiedene übergemeindliche Veranstaltungen organisiert. Doch jetzt in der Corona-Kriese tun sich alle Gemeinden zusammen um praktische Hilfe anzubieten.

Dieser sogenannte „Versorgungsdienst“ basiert auf dem Engangement von Freiwilligen aus verschiedenen Gemeinden. Es wurden die wichtigsen Grundnahrungsmittel eingekauft und diese können auch kurzfristig zu Personen gebracht werden, die momentan nicht selber einkaufen können.

Ich bin dabei! Ich helfe wo ich kann

Ich bin dabei, ich habe mich als möglichen Boten in den Stadteilen Innenstadt und Stetten angeboten. Also der Bereich wo ich gut und schnell mit dem Fahrrad hin kommen kann.

Über eine Whatsapp Gruppe sind wir vernetzt und sobald sich jemand der dringen Lebensmittel braucht bei der oben genannten Telefonnummer meldet bekommen wir Meldung über den Bedarf. Wer kann meldet sich und dann wird die Abholung der gefüllten Tasche abgesprochen .

Doch wie erfahren die Menschen von dem Angebot?

Ebenso durch Freiwillige organisiert wurden Plakate in Apotheken, Bäckereien, Arztpraxen und an Bushaltestellen verteilt.

Dabei durfte ich mich auch etwas einbringen. Mein Job war es Schilder für die Bushaltestellen in meiner Umgebung auszudrucken und zu platzieren. Hierfür hatten wir die Erlaubnis bei der Stadt erfragt. Und wir bekamen die Antwort „Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen… ihr macht das einfach!

Plakate mit der Telefonummer des Versorgungsdienst. Weil ich keinen Laminierer besitze habe ich die Ausdrucke in Prospekthüllen ein geklebt
Weil ich kein Laminiergerät besitze habe ich die Ausdrucke zur besseren Haltbarkeit in Prospekthüllen verklebt.
Schild an Bushaltestelle

Die Art und Weise wie für dieses Projekt geworben wird ist nicht die professionellste, aber sie von Lörrachern, die ein Herz für ältere und kranke Lörracher Bürger haben. Geliefert werden die Taschen mit den wichtigsten Nahrungsmitteln an jeden der anruft. Zwar wird in dem Telefonat abgefragt ob der Anrufer Corona-krank ist oder nicht, doch unabhängig davon wird die Tasche berührungsfrei übergeben. Beim Verpacken der Taschen sowie beim Bringen tragen die ehrenamtlichen Mitarbeiter Handschuhe und es wird auf Hygiene geachtet.

Die Lebensmittel werden dem Anrufer gebracht, auch wenn dieser nicht bezahlen kann oder will (es gibt Menschen die scheuen Momentan Bargeld).

Heute Vormittag konnte ich eine Tasche bringen

Heute Vormittag konnte ich einem älteren, erkältetem Herren eine Tasche bringen. Dieser befindet ich in eine vom Arzt empfohlenen Quaratäne und darf deshalb das Haus nicht verlassen. Wir verabredeten eine Übergabe an der Haustüre. Ich stellte die gefüllte Baumwolltasche vor der Türe ab und entfernte mich dann um etwa 3 Meter, erst dann öffnete er die Türe. Wir winkten uns nur von weitem zu und damit hatte sich dann mein Job erledigt. Da der Mann kein Bargeld im Haus hatte darf er später wenn er wieder gesund ist wenn er möchte etwas spenden.

Die Einkäufe wurden von Gemeindemitgliedern gezielt für dieses Projekt gekauft und zum Großteil gespendet.

So sieht es im sogenannten Hub aus

So sieht es im sogenannten Hub momentan aus. Ein großer Raum der sonst für Gottesdienste und andere Veranstaltungen verwendet wird ist nun ein Lager für die wichtigsten Lebensmittel die binnen Minuten verpackt werden, und zu den Bedürftigen gebracht werden können.

Weitersagen !!!

Wenn Du Nachbarn, Verwandte oder Bekannte hast, die nicht selber einkaufen gehen können oder wollen. Weil sie zum Beispiel zu den Risikogruppen gehören. Erzähl ihnen von diese Projekt!

Die Auf dem Plakat angegebene Rufnummer darf gerne weitergegeben werden.

Wenn Du selber krank oder gebrechlich bist und aus welchen Gründen auch immer nicht einkaufen gehen kannst, melde Dich!

P.S.:

Dieser Blogartikel ist sicher nicht der allerbeste und mit Sicherheit haben sich jetzt hier auf die Schnelle ein paar Fehler eingeschlichen. Dennoch bitte ich Dich diesen Artikel weiter zu Teilen, denn hier geht es um eine gute Sache. Wir können den Betroffenen nur helfen, wenn diese auch von dem Angebot wissen.

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Unterwegs zum Müllsammeln

Heute Nachmittag war eine Clean-up Veranstaltung im Rosenfelspark geplant. Der Rosenfelspark grenzt direkt an den Rosenfels-Campus und ist deshalb sehr beliebt bei Schülern der drei Schulen dort. Und wo gerne viele Jugendliche rumhängen dort gibt es auch leider sehr oft viel Müll.

Doch die Veranstaltung musste wie so gut wie alle anderen Veranstaltungen abgesagt werden. Die Organisatoren wollten die Verantwortung für eine „Versammlung“ nicht mehr übernehmen. Ich hatte mir extra für dieses Vorhaben gleich eine ganze Hand voll Greifer zum Müll aufheben ausgeliehen (vor 2 Wochen schon).

Seit fast 2 Wochen schon habe ich die Greifer die ich extra abgeholt habe hier liegen und nun soll ich sie nicht einsetzen?

Es war wunderschönes Frühlingswetter mit strahlendem Sonnenschein und milden Temperaturen, bei diesem Wetter kann und will ich nicht in der Wohnung bleiben. So entstand der Entschluss trotzdem in den Rosenfelspark zu gehen und alleine Müll zu sammeln.

Da ich ganz in der Nähe wohne, brauchte ich dafür auch keine Verkehrsmittel und kam somit auch nicht unnötig mit anderen Personen zusammen. Ausgerüstet mit Greifern, Müllsäcken und eine Einkaufsrolli für die schweren Sachen (Glasflaschen) bin ich einfach alleine los.

Eine Bekannte, die bei der Veranstaltung mitmachen wollte schrieb mir das sie vielleicht später nach kommt. Und sie kam. Mit Mann und Tochter.

Auch die drei waren gut ausgerüstet und hoch motiviert den Park von Müll zu befreien. Doch ganz zu unserer Überraschung fanden wir nicht viel.

Die größten Verunreinigungen bestanden aus Glasflaschen (Vodka, Sekt und Hugo) sowie Zigaretten und Zigarettenschachteln.

In einem Gebüsch fand ich einen Geldbeutel der wohl schon länger dem Wetter ausgesetzt war und sich nicht mehr öffnen lies, aus einem Fach kroch mir ein Käfer entgegen und deshalb untersuchte ich ihn nicht weiter auf Papiere oder ähnliches.

In einem Brunnen hatte wohl erst 1-2 Tage zuvor eine kleine Party stattgefunden, mit Vodka, Eistee und mehren Flaschen Sekt. Mindestens 10 Plastikbechern und viel sonstigen Müll. In den Bechern war teilweise noch Getränk enthalten. Wer auch immer diese Sauerei hinterlassen hat, ganz so schlau können die Leute nicht gewesen sein, denn es befand sich dabei auch ein Kassenbon… und der Einkauf war mit Karte bezahlt worden. Hätte ich eine Anzeige wegen Verschmutzung gemacht, hätte die Polizei über den Bezahlvorgang die entsprechende Karte ermitteln können…

Der Rest der Rosenfelsparks war viel sauberer als wir erwartet haben und so entschlossen wir uns einfach zum Aichelepark,der nicht weit entfernt ist zu laufen.

Im Aichelepark zeigte sich uns ein ganz anderes Bild. Dieser Park ist nicht so gut gepflegt und sehr vermülllt. Unter den tiefen Ästen der Bäume und Büsche häuften sich stellenweise die Alkoholflaschen.

In eine Pflanzbehälter fand ich eine ganzen Haufen Lebensmittelverpackungen, die aber nicht nach Picnic aussahen sondern eher wie Hausmüll. Margerine, Knödel, Katzenfutter…. isst man in der Regel nicht in einem Park!

An einer anderen Stelle befanden sich zahlreiche Plastikgabeln, Pappteller, eine Tasse und ein Deckel einer Zuckerdose… schon komisch oder?

Wir fanden an mehren Stellen Kleidungsstücke, darunter auch Unterhosen und Socken, die aber schon leicht verwittert waren und wohl schon seit Monaten unter den Büschen rum lagen.

Ein aufgebrochenes Fahrradschloss und noch ein Geldbeutel weisen darauf hin das hier wohl hin und wieder Kriminelle ihre Beute loswerden.

Wir fanden sogar einen Weihnachtsbaum den hier jemand im Gebüsch einfach abgelegt hat, nur wenige Meter entfernt von Straße und S-Bahn-Bahnsteig… und mir kann keiner erzählen der hätte den Obdachlosen die hier oft unterwegs sind gehört.

jemand entsorgt seinen Weihnachtsbaum im Aichelepark. Dieser ist mitte März immernoch als solcher zu erkennen. 
Der Baum liegt in einem Gebüsch im öffentlichen Park
illegal entsorgter Weihnachtsbaum im Aichelepark

Was wir übrigens nicht fanden waren Spritzen oder sonstiges Fixerbesteck. Diese übertriebene Angst vor Hinterlassenschaften von Drogenabhängigen kann ich in diesem Punkt nicht unterstützen. Viel schlimmer sind die Trinker und Raucher! Ja Raucher, den meisten Müll machen die Raucher die ihre Zigarettenstummel einfach in die Landschaft werfen.

Wusstest Du das eine Zigarettenfilter über 10 Jahre braucht um zu verrotten?

Unsere „Ausbeute“

Wir waren vier Personen und insgesamt etwas über zwei Stunden unterwegs. Die erste Stunde war ich alleine und hab mehr in der Sonne gesessen als gesammelt um das schöne Wetter zu genießen.

Dennoch waren wir sehr „erfolgreich“. Auf dem Fotos seht ihr unsere „Ausbeute“. in dem Einkaufsrolli befinden sich Pfand-Glasflaschen. Er ist auch fast voll mit Bierflaschen. Meiner Meinung nach sollte das Flaschenpfand noch höher sein, damit nicht sooo viel Leergut liegen bleibt. Ihr glaubt nicht wie viele kaputte Glasflaschen wir gefunden haben. Wenn es nach mir ginge müssten die Flaschen viel viel teurer sein, damit des dem Konsumenten richtig weh tut wenn er sie nicht zurück bringt.

PET-Flaschen und Dosen mit 25 Cent Pfand haben wir nicht gefunden!

Den gesammelten Müll haben wir in zwei kostenpflichtige Müllsäcke umgefüllt. Die ich privat gekauft habe. Wieviele KG es genau sind kann ich leider nicht abwiegen.

Der Aichele-Park in Lörrach braucht Hilfe

Im Aichelepark sind wir auf sooo viel Müll und Unrat gestoßen, das wir nur einen kleinen Teil mitnehmen konnten. Deshalb möchte ich Euch ermutigen auch mal mit Müllsack und Schutzhandschuh oder Greifer dort eine Runde zu drehen.

Das ist eine Freizeitbeschäftigung bei der Du von anderen Personen isoliert bist und Dich aber an frischer Luft bewegst. Trotzdem tust Du etwas für die Gemeinschaft und für eine schöneres Lörrach.

Wenn Du also in dieser Corona-Kriese eine sinnvolle und abwechslungsreiche Aktivität suchst, wie wäre es mal mit „Park aufräumen“?

ein älteres Bild von der sauberen Seite im Aichele-Park
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Frühlingssonne tanken

unterwegs mit dem Fahrrad in Lörrach

Gestern hatte ich meinen freien Tag und das Wetter war schön. Die milden Temperaturen um 17 Grad habe ich für eine kleine Radtour genutzt.

Unterwegs war ich mit meinem alten Fahrrad, das ich letztes Jahr geschenkt bekommen habe und das ich seit dem intensiv und gerne nutzte. Mehr über mein Fahrrad in einem separaten Post.

Am Fahrradweg entlang der Wiese entdeckte ich dieses Gänseblümchenmeer:

Gänseblümchenmeer… sowas findet man nur im Früh-Frühling, wenn erst mal wieder regelmäßig gemäht wird gibt es nicht mehr so viele auf einmal

Gänseblümchen heißen mit lateinischen Namen Bellis perennis und werden regional sehr unterschiedlich benannt. Maßliebchen oder Monatsrösel hört man hier seltener. Tausendschön finde ich besonders passend zu meinem Foto oben. Die Schweizer sagen dazu Magrittli, was man hier im Raum Lörrach oft hört.

Wenn man mit offenen Augen unterwegs ist…

… kann man auch auf einem altbekannten Weg schöne Dinge entdecken.

so wie diesen Reiher am Wiesenufer

So wie diesen nahe am Weg stolzierenden Reiher, Radfahrer und Spaziergänger sogar mit Hunden beeindruckten ihn gar nicht, doch als ich vom Fahrrad abgestiegen bin um ihn zu fotografieren wurde er nervös und entfernte sich… Er ist wohl etwas kamerascheu.

Kaffetrinken in der Sonne

Eigentlich wollte ich eine Pause auf einem der Holzstege an der Wiese machen. Doch diese sind durch leichtes Hochwasser momentan überflutet. Also wählte ich dann doch lieber eine Bank in der Sonne, denn der Boden ist noch zu kühl und matschig um auf dem Boden zu sitzen.

Beim orangen Pfeil wollte ich Picnic machen, fällt ins Wasser

Mit so viel Wasser in der Wiese hatte ich nicht gerechnet, obwohl das für diese Jahreszeit eigentlich normal ist. Es ist Schneeschmelze im Schwarzwald. Aber da es hier bei uns in Lörrach diesen Winter praktisch keinen Schnee gab, habe ich da gar nicht mehr dran gedacht.

Picnic im März geht auch

Ausgestattet mit einer Decke, einer Thermoskanne mit Kaffee und Keksen hab ich es mir auf einer Bank in der Sonne gemütlich gemacht. Das ist übrigens mein Tipp für alle die Veranstaltungen und Menschenmengen meiden möchten. Schnapp Dir ne Decke und ne Kanne Kaffee und setz Dich irgendwo hin wo es schön ist. Dazu brauchst Du keinen Kontakt zu anderen Menschen und läufst nicht Gefahr angesteckt zu werden. Tust aber Deiner Seele und deinem Vitamin D Haushalt gutes.

Erstes Picnic mit Jacke und Decke… aber mit Sonnenschein

In diesem Sinne passt auf Euch auf und bleibt gesund!

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RadSERVICEpunkt Lörrach

An meinem heutigen freien Tag hatte ich einen Termin um die Mittagszeit in der Lörracher Innenstadt. Als ich fertig war, habe ich mir beim Bäcker ein belegtes Brötchen geholt und weil es gerade so schöner Sonnenschein war habe ich mir eine Bank auf dem Platz vor dem Landradsamt ausgesucht um es dort zu essen.

Im Windschatten in der Sonne konnte man es für ein paar Minuten aushalten. Zwar mit geschlossener Winterjacke, Hauptsache Sonne. Ich saß da und guckte mich auf dem Platz um. Gerade aus vor mir stand etwas das ich nicht richtig zuordnen konnte… So ein neumodischer Parkscheinautomat? hmm nee der wäre näher an den Parkplätzen. Aber was ist es, es sieht aus als ob da Schlüssel oder ähnliches an Seilen dran hängen. Ich dachte kurz an eine Car-Sharing-Station oder ein Standort für Leihfahräder oder ähnliches… aber hier mitten auf dem Platz?

Die Sache machte mich neugierig und so hab ich mir das mal näher angeguckt. So etwas hatte ich noch nie gesehen und ich musste echt erst das Schild lesen um zu verstehen, welche Funktion diese eigenartig geformte Säule hat.

Erst auf den zweiten Blick habe ich erkannt was das hier ist
Erst auf den zweiten blick habe ich erkannt was das hier ist.

Es handelt sich um einen RadSERVICE-Punkt. Der Ausladende schwarze Arm dient dazu das man das Fahrrad einhängen kann um beispielsweise die Reifen zu wechseln.

Was für eine coole Idee, man hängt sein Fahrrad ein und kann aufrecht stehend daran reparieren. Das benötigte Werkzeug hängt an Drahtseilen an der Säule und wird durch einen Druckluft-Spender komplettiert. Sozusagen eine öffentliche Fahrradwerkstatt unter freiem Himmel. Ich wusste nicht das es so etwas gibt und finde die Idee sehr gut.

Radservicepunkt in der Innenstadt von Lörrach beim Landratsamt
Radservice-Punkt in der Lörracher Innenstadt.

Wenn man also in der Innenstadt eine Fahrradpanne hat kann man diese auf dem Platz vor dem Landratsamt beheben. Genau gegenüber von Sportmüller, wo man ggf den Ersatzschlauch oder Reifen bekommen kann.

So braucht man keine Angst zu haben mit dem Fahrrad in die Innenstadt zu fahren, denn dort kann man eventuelle Pannen bequem beheben.

Zwar steht auf der Säule die Webseite https://www.loerrach-landkreis.de doch habe ich dort noch keine Informationen dazu gefunden. Auch auf Radkultur gibt es zwar eine Karte auf der jedoch der Standort in Lörrach nicht vermerkt ist. Ich nehme an dieser Radservicepunkt ist noch sehr neu.

Update:

Schon wenige Minuten nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat mir jemand ein paar weitergehende Infos verlinkt. Die Radservicepunkt-Säule gibt es an der Stelle schon seit Oktober 2019. Weitere Infos

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Lörrach Tasse von Seltmann Weiden

Meine bisherigen Blogposts über Lörrach-Spezifische Artikel sind ganz gut bei Euch angekommen. Unter Lörrach-Fanartikel oder Taschen für Lörrach-Fans zeige ich Euch Dinge die als Mitbringsel aus Lörrach oder für Einwohner und Fans geeignet sind.

Heute möchte ich Euch die Porzellantasse von Seltmann Weiden vorstellen. Diese Tasse des Porzellanherstellers aus der Oberpfalz in Bayern ist exklusiv für das Karstadt Warenhaus in Lörrach bedruckt worden und zeigt gleich mehrere Lörrach Motive.

Tasse von Seltmann Weiden mit Motiven aus Lörrach

Als typische Lörrach Motive wurden neben der Burg auch noch ein paar Ansichten aus der Innenstadt ausgewählt. Obwohl es diese Tasse noch gar nicht so lange gibt, ist mindestens eine der Abbildungen schon beinahe historisch.

Auf der Tasse ist das Reiterdenkmal am Bahnhofvorplatz abgebildet, mit dem Postgebäude dahinter… nun dieses gibt es jetzt schon nicht mehr. An gleicher Stelle entsteht gerade ein neues Einkaufszentrum. Diese Fassade wird mit Sicherheit ganz anders aussehen.

Diese Tasse von Seltmann Weiden gibt es nur bei Galeria Karstadt Lörrach.
Es ist damit die einzige Motivtasse auf der die Filiale in der es sie zu kaufen gibt abgebildet ist

Eine weitere Fassade die als typisches Lörrach-Motiv auf der Tasse enthalten ist, ist die des Warenhauses wo es die Tasse zu kaufen gibt. Hier ist der Schriftzug Karstadt zu erkennen. Noch steht der Name an diesem Gebäude, doch die Firma heißt jetzt Galeria und die Schriftzüge an den Filialen werden in den kommenden Monaten ausgetauscht.

Lörrach Tasse von Seltmann
Die Motive auf der Porzellan Tasse, oben die Burg Rötteln und unten das Reiterdenkmal auf dem Bahnhofsvorplatz. Dieses Motiv ist schon nicht mehr aktuell, denn das Gebäude hinter dem Reiter gibt es in dieser Form nicht mehr
Motiv oben das Eingangsportal vom „Burghof“ und unten das Bahnhofsgebäude am Hauptbahnhof

Auch der hier erkennbare Bahnhofsvorplatz sieht schon bald nicht mehr so aus. Die viele Jahre typischen Blumentöpfe mit Palmen gibt es nicht mehr und auch der Rest des Platzes soll in kürze umgestaltet werden.

Die Tasse hat ein normales „Kaffeebecher“-Format und ist etwa 11 cm hoch bei einem Durchmesser von etwa 10 cm. Erhältlich ist die für 9,95€ bei Galeria Karstadt Kaufhof in Lörrach. Nur in der Filiale nicht online!

Da jetzt schon gleich mehrere Motive auf der Tasse „überholt“ sind gehe ich davon aus das es sie nicht mehr lange geben wird.