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Masken nähen für Seniorenheim und co.

Die offiziellen Schutzmasken werden immer knapper, aber gerade Seniorenheime und ähnliche Einrichtungen haben nun einen erhöhten Bedarf. Um diesen wenigstens mit waschbaren, mehrfach verwendbaren Masken aus Stoff abzudecken wurde zum Nähen aufgerufen.

Die Badische Zeitung berichtete „Masken nähen fürs Seniorenheim“

Da ich augenblicklich in der „Kurzarbeit Null“ bin und viel Zeit habe, habe ich mich freiwillig gemeldet. Seit ein paar Tagen nähe ich fleißig Mund-Nase-Abdeckungen aus gespendeten Materialien.

genähte Mund-Nase-Maske aus Bettwäsche

Mir war es freigestellt nach welcher Nähanleitung ich arbeite. Zwar gab es Vorschläge, doch ich hab mich für eine schnellere Variante entschieden. Denn ich denke das es vor allem wichtig ist schnell viele Masken zu nähen.

Wie ich nähe habe ich in unter „Behelfsmaske Nähen“ detailiert beschrieben.

Da ich momentan gespendete gebrauchte Bettwäsche verarbeite, ist es manchmal ganz überraschend wie die fertigen Masken dann aussehen…

Ich finde das mehrfach gewaschene Material ist gut zu verarbeiten und auch im Gesicht beim Tragen angenehm weich.

Zur Auflockerung hier ein paar witzige Selfies, die beim Passform kontrollieren entstanden sind.

Ich schwöre das war nicht so geplant … das der Punkt auf der Nase landet! Ich habe die Zuschnitte ohne das Muster zu beachten fortlaufend gemacht. Mit diesem Stoff werden die Masken wenigstens etwas fröhlich.

Wenn Du mithelfen oder spenden willst

Wenn Du im Raum Lörrach wohnst und auch nähen helfen willst, oder Material spenden möchtest melde Dich bei mir, und ich stelle den Kontakt her. Leider bin ich nicht sicher ob ich weitere Kontaktdaten veröffentlichen darf und deshalb lieber auf diese Art.

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Allgemein Gedanken

Was ich so mache?

Heute möchte ich nur mal kurz und ganz privat berichten was ich so die letzten Tage gemacht habe. Denn ich versuche dieser Corona-Kriese möglichst viel positives abzugewinnen.

Ich versuche trotz „Shut down“ und „freiwilliger Quarantäne“ möglichst eine gesunde Tagesstruktur beizubehalten. Was beinhaltet das ich morgens zeitig aufstehe. Ich stelle mir zwar keinen Wecker aber ich nehme mir vor das ich dann wenn ich wach werde auch gleich aufstehe. Meistens werde ich gegen 7 Uhr wach. Ob das immer noch eine „Innere Uhr“ ist, oder doch Geräusche von außen kann ich nicht sagen.

Ich steh dann einfach auf und mach mir meinen Morgendlichen Kaffee. Während der Kaffee läuft nehme ich meine Medikamente (Schilddrüse, Heuschnupfen, Vitamine) und checke das erste Mal mein Handy.

Durch meinen Nebenjob den ich über 6 Monate früh morgens gemacht habe, hatte ich mir angewöhnt erst später zu frühstücken. Und ich habe festgestellt das meinem Körper das gut tun. Jetzt in der Corona-Pause frühstücke ich meistens gegen 9 oder 10 Uhr. Je nachdem was ich mache. Über mein Frühstück habe ich hier und hier geschrieben.

Ich habe für mich das Joggen entdeckt. Obwohl ich fast 20 Jahre der Meinung war das sei nichts für mich, hab ich nun gemerkt das es mir gut tut! Ganz ohne Hilfe und Motivation geht das nicht so einfach, deshalb habe ich eine App in meinem Handy probiert und bin begeistert. Lies hier über „In meinem Handy steckt ein Jogging Trainer“.

mein aktueller Rekord, dafür das ich das erst seit einer Woche machte, bin ich stolz drauf

Gestern war ich wieder für den Versorgungsdienst unterwegs. Die Wege die ich für die Erledigung zurücklegen musste waren echt nicht weit, und bei wunderschönen Frühlingswetter und mit dem Fahrrad eigentlich kein Problem. Eigentlich… nunja der Weg hat mich zu einer Adresse geschickt wo ich zuvor noch nie war. Es ist echt mal interessant in seiner Heimatstadt Straßen zu besuchen die man noch nicht kennt. Es handelte sich um eine chice Wohngegend mit schöner Aussicht… ja richtig geraten, am Berg. Ich musste also ein längeres Stück das Fahrrad schieben um hoch zu kommen. Da ich zuerst die Versichertenkarte abholen musste, um damit zu Arzt und Apotheke und dann das Medikament zu der gleichen Adresse bringen, musste ich diesen Berg gleich zweimal hoch.

Ich jammere nicht, es war ein schöner Ausflug bei perfektem Wetter und ich hab eine Ecke von Lörrach kennengelernt die ich noch nicht kannte.

Die Burg Rötteln sehe ich selten aus diesem Blickwinkel
Lörrach mal aus einer anderen Richtung.
Lörrach vom Tüllinger aus. Erkennbar das Rathaus ,davor das Schwesternwohnheim neben dem Städtischen Krankenhaus und das Hotel Steigenberger

Die Straße auf den Tüllinger hoch kannte ich zwar vom vorbeifahren. Doch diesmal, das Fahrrad den Berg hoch schiebend hatte ich mal Gelegenheit inne zu halten und die Aussicht auf Lörrach von hier aus zu betrachten.

Vielleicht fragst Du Dich warum ich solche ehrenamtlichen Dinge wie den Versorgungsdienst mitmache? Dies könnte ich mit dem Titel dieses Blogs beantworten: „Unterwegs ist das Ziel“ !

Ich habe mit diesem kleinen Botengang nicht nur Menschen, die weil sie Vorerkrankungen haben und große Angst vor einer Ansteckung mit Corona haben das Haus nicht verlassen wollen, einen kleinen Hilfsdienst erwiesen. Ich habe auch meinen eigenen Bewegungsradius etwas verändert und damit meinen Horizont etwas erweitert. Augenblicklich geht es nicht darum weite Reisen zu machen, neues kann an auch ganz nah entdecken wenn man sich darauf ein lässt.

Ganz ehrlich ich bin dankbar um diesen „Einsatz“ auch wenn er mich gleich zweimal den Berg hoch gescheucht hat. Alleine hätte ich mich nie zu so einem Workout motiviert!

Die Belohnung für eine Anstrengung meldete sich genau in dem Moment als ich alles erledigt hatte und kurz am überlegen war was ich nun mit dem Rest des Tages anfange…

Ein Bekannter schrieb mir eine Nachricht „Hey es ist schönes Wetter, hast Du Lust mit mir in meinem Garten etwas zu trinken?“. Ich sagte sofort zu und machte mich auf den Weg. Von meinem Standort wo ich die Nachricht bekam bis zu dem Bekannten waren es fast 6 km… die ich gerne geradelt bin (okay das meiste bergab!)

Mit Sicherheitsabstand prosten wir übers Handy meiner Schwester zu.

Früher hat man sich bevor man das Haus verlässt geduscht und chic gemacht. Seit der Corona-Pause mach ich das eher hinterher. Ich versuche mich mindesten einmal am Tag so sehr körperlich zu betätigen das ich danach komplett verschwitzt bin. Entweder beim Joggen oder Radfahren. Wenn ich dann zurück komme gehe ich direkt unter die Dusche! Getragene Kleidung packe ich meist direkt in die Waschmaschine um sie zeitnah zu waschen. Mag sein das das übertrieben ist, aber ich habe in der momentanen Situation den Wunsch nach mehr Hygiene. Geht es Euch auch so?

So… nun beende ich diesen Blogpost und setzte mich an meine Nähmaschine und nähe für meine Mutter und meine Schwester „Gesichtsmasken“, „Nasenmundabdeckungen“, „Kussverhinderer“, „Lächelverstecker“ oder „Rotznasenbdecker“… ihr wisst schon was das ist. So Dinger denen man aus rechtlichen Gründen keine Namen mit dem Wort Schutz drin geben darf.

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Versorgungsdienst der evangelischen Allianz in Lörrach

Die Evangelische Allianz in Lörrach ist ein Zusammenschluss verschiedener christlichen Gemeinden und Werke im Landkreis Lörrach. Bisher wurden von der Allianz verschiedene übergemeindliche Veranstaltungen organisiert. Doch jetzt in der Corona-Kriese tun sich alle Gemeinden zusammen um praktische Hilfe anzubieten.

Dieser sogenannte „Versorgungsdienst“ basiert auf dem Engangement von Freiwilligen aus verschiedenen Gemeinden. Es wurden die wichtigsen Grundnahrungsmittel eingekauft und diese können auch kurzfristig zu Personen gebracht werden, die momentan nicht selber einkaufen können.

Ich bin dabei! Ich helfe wo ich kann

Ich bin dabei, ich habe mich als möglichen Boten in den Stadteilen Innenstadt und Stetten angeboten. Also der Bereich wo ich gut und schnell mit dem Fahrrad hin kommen kann.

Über eine Whatsapp Gruppe sind wir vernetzt und sobald sich jemand der dringen Lebensmittel braucht bei der oben genannten Telefonnummer meldet bekommen wir Meldung über den Bedarf. Wer kann meldet sich und dann wird die Abholung der gefüllten Tasche abgesprochen .

Doch wie erfahren die Menschen von dem Angebot?

Ebenso durch Freiwillige organisiert wurden Plakate in Apotheken, Bäckereien, Arztpraxen und an Bushaltestellen verteilt.

Dabei durfte ich mich auch etwas einbringen. Mein Job war es Schilder für die Bushaltestellen in meiner Umgebung auszudrucken und zu platzieren. Hierfür hatten wir die Erlaubnis bei der Stadt erfragt. Und wir bekamen die Antwort „Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Maßnahmen… ihr macht das einfach!

Plakate mit der Telefonummer des Versorgungsdienst. Weil ich keinen Laminierer besitze habe ich die Ausdrucke in Prospekthüllen ein geklebt
Weil ich kein Laminiergerät besitze habe ich die Ausdrucke zur besseren Haltbarkeit in Prospekthüllen verklebt.
Schild an Bushaltestelle

Die Art und Weise wie für dieses Projekt geworben wird ist nicht die professionellste, aber sie von Lörrachern, die ein Herz für ältere und kranke Lörracher Bürger haben. Geliefert werden die Taschen mit den wichtigsten Nahrungsmitteln an jeden der anruft. Zwar wird in dem Telefonat abgefragt ob der Anrufer Corona-krank ist oder nicht, doch unabhängig davon wird die Tasche berührungsfrei übergeben. Beim Verpacken der Taschen sowie beim Bringen tragen die ehrenamtlichen Mitarbeiter Handschuhe und es wird auf Hygiene geachtet.

Die Lebensmittel werden dem Anrufer gebracht, auch wenn dieser nicht bezahlen kann oder will (es gibt Menschen die scheuen Momentan Bargeld).

Heute Vormittag konnte ich eine Tasche bringen

Heute Vormittag konnte ich einem älteren, erkältetem Herren eine Tasche bringen. Dieser befindet ich in eine vom Arzt empfohlenen Quaratäne und darf deshalb das Haus nicht verlassen. Wir verabredeten eine Übergabe an der Haustüre. Ich stellte die gefüllte Baumwolltasche vor der Türe ab und entfernte mich dann um etwa 3 Meter, erst dann öffnete er die Türe. Wir winkten uns nur von weitem zu und damit hatte sich dann mein Job erledigt. Da der Mann kein Bargeld im Haus hatte darf er später wenn er wieder gesund ist wenn er möchte etwas spenden.

Die Einkäufe wurden von Gemeindemitgliedern gezielt für dieses Projekt gekauft und zum Großteil gespendet.

So sieht es im sogenannten Hub aus

So sieht es im sogenannten Hub momentan aus. Ein großer Raum der sonst für Gottesdienste und andere Veranstaltungen verwendet wird ist nun ein Lager für die wichtigsten Lebensmittel die binnen Minuten verpackt werden, und zu den Bedürftigen gebracht werden können.

Weitersagen !!!

Wenn Du Nachbarn, Verwandte oder Bekannte hast, die nicht selber einkaufen gehen können oder wollen. Weil sie zum Beispiel zu den Risikogruppen gehören. Erzähl ihnen von diese Projekt!

Die Auf dem Plakat angegebene Rufnummer darf gerne weitergegeben werden.

Wenn Du selber krank oder gebrechlich bist und aus welchen Gründen auch immer nicht einkaufen gehen kannst, melde Dich!

P.S.:

Dieser Blogartikel ist sicher nicht der allerbeste und mit Sicherheit haben sich jetzt hier auf die Schnelle ein paar Fehler eingeschlichen. Dennoch bitte ich Dich diesen Artikel weiter zu Teilen, denn hier geht es um eine gute Sache. Wir können den Betroffenen nur helfen, wenn diese auch von dem Angebot wissen.

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Erster Sonntag in der Corona-Pause

Gestern hatte ich einen extrem entspannten Sonntag. Jedenfalls habe ich versucht ihn als solches zu sehen.

Gewöhnlich beginnt mein Wochenende erst Samstag Abend und nicht wie bei vielen Mitmenschen am Freitag Nachmittag. Gewöhnlich ist für uns Mitarbeiter im Einzelhandel der Samstag einer der stressigsten Arbeitstage.

Klar mir steht pro Monat ein freies Wochenende zu. Und in den meisten Monaten klappt es auch das ich mindestens einen Samstag und oft dann auch den Freitag oder Montag dazu frei bekomme. Doch für gewöhnlich verplane ich diese rare Freitzeit für Reisen, Ausflüge und Besuche. Es kommt also eher selten vor das ich mehrere Tage zu hause alleine in der Wohnung verbringe… Doch jetzt ist alles anders!

Diesmal hat das Wochenende schon am Mittwoch Vormittag begonnen. Klar die ersten Tage ist man erst mal mit putzen und aufräumen beschäftigt…

Ein bewusster Sonntag

Gestern war Sonntag und ich habe ihn ganz bewusst nicht genauso begangen wie die anderen Tage zuvor.

ca 7 Uhr aufstehen , das ist immer noch die Zeit in der ich von alleine wach werde und das versuche ich mir zu erhalten.

um 9 Uhr habe ich mich bereit gemacht auf meiner Couch mit dem Laptop den Gottesdienst meiner Gemeinde zu besuchen. Dabei hatte ich zwar noch immer den Schafanzug an und neben mir eine Tasse Kaffee… dennoch habe ich mich innerlich darauf vorbereitet.

Die Predigt hatte wie es kaum anders zu erwarten ist das Thema „Corona-Kriese“. Aber sie hat mir bewusst gemacht, das diese ganz Sache auch eine riesige Chance ist für jeden einzelnen, sich mit seinem Innenleben auseinander zu setzen.

Die Predigt kann man hier schauen: „die gewaltige Corona-Chance“

Danach habe ich beim Handarbeiten lange nachgedacht und reflektiert. Zugegeben ich kann manchmal besser denken wenn meine Hände etwas tun.

Gegen Mittag kam die Sonne raus, und ich mochte nicht mehr still sitzen. Aber einfach so raus gehen soll man ja eigentlich nicht… es sei denn für die „Sportausübung“. Also zog ich mir die alte Laufhose an, die ich früher regelmäßig zum Nordic Walking an hatte. Dazu sehr bequeme weiche Turnschuhe.

Mit etwas schlechtem Gewissen bin ich aus dem Haus. Darf ich das überhaupt? Was denken die Leute die mich sehen? Da waren ein paar wenige Passanten, und jeder sah das er möglichst weiten Abstand zu anderen hatte … irgendwie nimmt man jetzt in dieser Situation andere Personen ganz anders wahr… als Bedrohung!

Irgendwie als Alibi für diese anderen Leute und um mein eigenes Gewissen zu beruhigen, ging ich schon gleich vor dem Haus, im langsamen Joggingschritt los… ganz kleine Schritte, denn ich wollte ja keine weite Strecke zurück legen… nee eigentlich war mein Ziel dort am Ende der Straße wo der Park beginnt anzukommen ohne Atemlos zu sein.

Das erinnerte mich ganz stark an die Zeit meiner langen Fussverletzung im Herbst 2018. Damals war erst mit und dann später diese Strecke der Weg auf dem ich „wieder laufen gelernt habe“

Jetzt aber bin ich schon lange wieder fit und gesund! Und ging bis letzten Mittwoch ganz normal meiner Arbeit bei der ich viel Stehen und gehen muss nach… Aber das darf ich ja momentan nicht mehr tun.

Also lerne ich auf dieser Strecke jetzt das joggen! Vor etwa 20 Jahren hatte ich das schon mal versucht und es war sehr schief gegangen. Ich hatte regelmäßig beim Joggen einen Krampf im Fuss/Bein und schaffte selten bis nie mehr wie 500m am Stück.

Doch gestern war dies anders. Meine Motivation war vor allem ich möchte einmal am Tag mich richtig anstrengen und schwitzen, damit mein Kreislauf im Schwung kommt und ich gesund bleibe.

Gesund bleiben! Das ist doch momentan unser aller Ziel, in dieser Kriese.

Mein Ziel war einfach durchhalten, weiterlaufen…. Ich joggte nicht nur bis zum Park, sondern in diesem eine ganze Runde längs durch und dann die gleiche Straße wieder zurück. Entgegen meinen Erwartungen hab ich es geschafft… ohne anhalten, ohne stehenbleiben und ohne halben Kreislaufkolaps… klar ich war etwas verschwitzt und angestrengt aber nicht so das man es „außer Atem“ nennen könnte.

Das erste Mal Joggen nach 15 Jahren oder mehr, einfach nur los ohne darüber nachzudenken wie lange und wie weit…

Danach bin ich erst mal unter die Dusche und hab intensive Körperpflege betrieben… soll heißen ich hab mir bei allem extrem viel Zeit gelassen.

Dann im Bademantel und mit Handtuch auf den nassen Haaren hatte ich plötzlich Lust zu kochen.

Ganz anders als sonst habe ich mir auch hier genüsslich Zeit genommen und was ich bisher wegen Zeitmangel nie probiert habe, die Steaks nach dem Anbraten im Backofen fertig gegart. Sie waren fantastisch lecker! Ich glaube das mach ich jetzt öfters so.

Mein Sonntagsessen

Das bar mein „Sonntagsbraten“. Es handelt sich hier um zwei „Wintersteaks“ auf der Verpackt-Fleisch-Abteilung im Penny Markt. Jetzt werden paar von Euch argumentieren das dieses Fleisch evtl, nicht wirklich hochwertig ist.

Ja es handelt sich um billiges Schweinefleisch. Aber es ist das einzige Fleisch das ich für meine „Quaranäne“-Ernähung gekauft habe. Und ich habe es im nahen Lebensmitteldiscounter gekauft, weil ich in diesen Zeiten jeden weiteren Weg zu einem anderen Laden vermeiden will. Wenn ich jetzt raus gehe um einzukaufen, dann gehe ich in den nähesten Laden und hole dort was nötig ist und geh wieder heim.

Im Allgemeinen meide ich Schweinefleisch, aber ich verteufele es auch nicht. Sicher ist es nicht das gesündeste Fleisch für uns Menschen. Ich akzeptiere das viele Mitmenschen dieses Fleisch auf Glaubensgründen ablehnen.

Bezogen auf meinen persönlichen Glauben halte es eher damit : „nicht was in den Menschen hinein kommt macht ihn unrein, sondern das was auf ihm heraus kommt“. Deshalb denke ich nicht das mir ein Stück Fleisch mehr schadet als das was ich tue und sage.

Mehr zu dem Thema:

Selfie in der Quarantäne

Nach dem Essen habe ich ein kleines Sonnenbad genossen… Aber wo? Auf meinem Balkon scheint nur morgens sehr früh die Sonne hin. Außergewöhnliche Situationen erfordern außergewöhnliche Ideen:

Auf diesem Foto liege ich auf einer Schaumstoffmatratze die notfalls als Gästebett gedacht ist, auf dem Fußboden in meinem Schlafzimmer… vor meinem Bett, denn nur dort stand gerade die Sonne. Im Grunde nur einen Meter von meiner gewohnten Schlafposition entfernt… aber hey, so ein Blickwinkel-Wechsel kann auch mal gut tun.

In der Augenblicklichen Situation haben viele von uns jetzt die Zeit auch mal was ungewohntes zu tun. So wie hier eine kleine Mittagsruhe am Boden vor dem Fenster…

Hoffentlich habe ich Dich mit meinem Artikel nicht gelangweilt und ich hoffe Du kommst wieder um bei mir zu lesen. Über Kommentare und Fragen freue ich mich immer! (Und momentan ganz besonders)

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Gedanken

Social distancing ?

Im Bezug auf die die Corona-Kriese hat sich ein Schlagwort etabliert, das mich etwas nachdenklich macht. „Social distancing“ ist das neue Modewort. Wobei es sich hier um einen typischen „denglischen“ Ausdruck handelt denn er meint weder die englische noch die deutsche ursprüngliche Bedeutung.

Social Distance würde übersetzt Soziale Distanz bedeuten. Also sowas wie das die betreffenden Personen nicht der gleichen Sozialen Schicht angehören… oder wie?

Im Aktuellen Sprachgebrauch ist damit aber das Abstandhalten um eine Virusinfektion zu verhindern gemeint. Warum braucht man dafür ein neues Wort? Warum benennt man es hier in Deutschland und im deutschspachigen Ausland mit einem englischen Begriff der noch nicht mal korrekt ist???

Was soll das? Wird uns hier etwas aufgezwungen und für neu und international verkauft das wir eigentlich schon alle kennen?

Warum schreiben die Zeitungen nicht das man „Abstand halten soll“, oder sich „fern halten“ soll? Will man uns glauben machen das die Lösung für dieses von den Medien hoch gepuschte Problem eine neue Erfindung aus dem Ausland ist?

So ein Quatsch! Sogar schon zu biblischen Zeiten wusste man das man sich von kranken Menschen fern halten sollte. In der Bibel (und auch anderen Aufzeichnungen aus der Zeit) spricht man von „Aussatz“, kranke Menschen wurden aus der Gesellschaft ausgesondert und die kranken wurden dazu verpflichtet sich von den anderen Menschen fern zu halten.

Doch in den heutigen Zeiten des Humanismus und der Toleranz ging offensichtlich solches Verhalten verloren. Heute ist es verboten einen Schwulen oder eine Tätowierte Person auch nur im geringsten aus zugrenzen. Vermutlich ist dieser Satz schon nicht mehr „politisch korrekt“ weil ich die Lesbischen und die nicht Tätowierten vergessen habe.

In einer so sehr auf Toleranz und Gleichberechtigung trainierten Gesellschaft möchte sich niemand mehr wegen einem Husten oder Schnupfen ausgegrenzt fühlen. Gab es früher Zeiten in denen man sich nicht getraut hat an einer Veranstaltung oder Versammlung teilzunehmen weil man eventuell zu sehr husten muss… heute ist es normal! Man stellt sich rotzend und hustend in eine Schlange an der Kasse und interessiert sich nicht die Bohne dafür das es vielleicht die anderen stört oder ekelt.

Schau Dir mal aufmerksam einen Spielfilm aus den 50er oder 60er Jahren an. Da wird zwar ständig geraucht oder Alkohol getrunken, was in den Modernen Produktionen absoutes no go ist. Zigarette wegschnippen in einer Filmszene… wäre heute undenkbar, wegen „Darstellung von Rauchen“ und auch noch „Umweltverschmutzung“. Und nun im Vergleich dazu ein aktueller Krimi. Der Kommissar hat Schnupfen und putzt sich die Nase, die Hauptperson Hustet und nimmt eine Kopfschmerztablette um dann zur Arbeit zu gehen… diese Handlungen wären damals nie in einem Film vorgekommen. In keinem Historischen Theaterstück oder ähnlichem sind Husten und Niessen enthalten, und warum? Weil es in früheren Zeiten als unanständig galt. Wer krank war pflegte sich zu verstecken und zurück zu ziehen.

Durch Fernsehen und andere Medien wird uns beigebracht das wir immer funktionieren müssen. Wir müssen zur Arbeit auch wenn wir erkältet sind, wir müssen funktionieren auch wenn wir uns nicht gut fühlen…

Krasses Gegenteil: Im alten Testament gelten Frauen die ihre Tage haben als unrein und dürfen gewisse Tätigkeiten nicht ausüben… Habt ihr schon mal darüber nachgedacht das hinter diesen Verboten vielleicht einfach nur der Gedanke steckt eine Frau die gerade mentstruiert zu entlasten?

Nein in der heutigen Zeit musst Du als Frau auch während den Tagen joggen und auf der Arbeit Deine volle Leistung bringen. Für irgendwelche „Unpässlichkeiten“ gibt es ja Tampons, Tabletten oder Tropfen. „Lass Dir vom Arzt was dagegen geben und reiß Dich zusammen!“

Ein Virus kann sich nur dann auf andere Menschen übertragen wenn sich der befallene nicht wie es natürlich wäre zurück zieht.

Eigentlich ist es natürlich das wir uns zurückziehen und unsere Ruhe vor anderen haben wollen wenn wir uns krank fühlen. Ein fieberndes Kleinkind mag nicht mehr mit anderen Kindern spielen und klammert sich höchstens hilfesuchend an die Mama… Und diese ist schon längst gegen den Erreger der das Kind krank macht immun und kann nur deshalb dem Kind helfen.

Diese Grundverhaltensmuster sind uns leider ab trainiert worden. Wir müssen allezeit funktionieren und wir müssen zudem ständig mit anderen Menschen im Kontakt sein. Denn wir brauchen ja Zuschauer die unser „Funktionieren“ wahr nehmen.

Zurück zu dem oberen Beispiel von der Frau mit Regelbeschwerden. „Selber Schuld, warum lässt Du Dir nix vom Arzt geben das dagegen hilft“… Gegen Regelschmerzen gibt es gleich eine riesige Auswahl an Medikamente oder Hausmittelchen. Aber nun ist da eine Krankheit aufgetaucht gegen die es momentan noch kein Mittel gibt! Was jetzt?!

Nicht nur das der Erkrankte plötzlich nicht mehr funktioniert, so schlimm das manche nicht mehr atmen können, nein er ist schon ansteckend lange bevor es ihm richtig schlecht geht! Und es gibt keine Medizin dagegen.

Ich bin überzeugt, würde jeder der sich nicht mehr „ganz gut“ fühlt früher zuhause bleiben, und auch Partys und Treffen auslassen, dann wäre die Ansteckungsgefahr viel kleiner. Aber etwas absagen wegen „ich fühl mich nicht gut“ ist in unserer heutigen Gesellschaft praktisch undenkbar.

Im ersten Weltkrieg raffte eine Krankheit zahlreiche Soldaten und auch Zivilisten dahin, die Ruhr… eine Durchfallerkankung bei der sich der Patient mehr oder weniger tot geschissen hat. Man wusste zwar wie man den verlauf der Kankheit hätte stoppen können und es hätte theoretisch auf Mediakamente dagegen gegeben. Dennoch starben viele, weil sie durch den Krieg unterernährt waren und in den Kriegtswirren keinen Zugang zu Medikamenten hatten.

Und ähnlich ist es mit Corona… wir wissen (gefüttert von viel zu viel Informationen aus den Medien) das es sein kann das die Erkrankung so schlimm wird das wir vorübergehend eine Beatmung brauchen… so wie die Soldaten an der der Font wussten das die Medikamente brauchten… Nun sind wir alle erstarrt vor der Angst das es unter Umständen nicht genug Beatmungsgeräte für alle Kanken geben könnte. Die betroffenen Soldaten konnten nichts dagegen tun, ausser sich gegenseitig schützen und von den Kranken fern halten. Offensichtlich ist dies ihnen gelungen, denn es sind nicht alle verstorben.

Warum trauen wir uns es dann nicht zu das wir es schaffen die Infektionen so sehr zu vermeiden das wir nicht alle gleichzeitig krank werden und gleichzeitig auf Beatmungsgeräte angewiesen sind?

Fazit:

Haltet Euch fern von Kranken, halten Euch fern wenn ihr selber krank seid und wenn ihr nicht wisst wer das Virus schon hat… dann verhaltet Euch vorsichtig und haltet von allen Abstand !

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Allgemein

Der Laden ist zu!

Heute ist der 18.3.2020 und für mich persönlich so etwas wie „Tag Eins der neuen Zeitrechnung“. Seit heute habe ich plötzlich viel zu viel Zeit. Aufgrund der Maßnahmen zur Verlangsamung der Corona-Virus Infektionen ist mein Arbeitsplatz seit heute geschlossen. Das gesamte Geschäft bleibt bis mindestens 16.4. geschlossen und wir Mitarbeiter sollen zuhause bleiben.

Noch vor wenigen Monaten habe ich in dem Artikel „Bloggen braucht Zeit“ darüber gejammert das ich keine Zeit habe regelmäßig zu schreiben. Und nun habe ich plötzlich ganz viel davon.

Unterwegs ist das Ziel – in momentan leider ein etwas unpopulärer Titel für einen Blog, denn unterwegs sein darf zumindest hier in Deutschland keiner mehr. Also muss ich mir was einfallen lassen und schreibe deshalb über das „Nichtunterwegssein“

Erster Tag „zuhausebleiben“

Obwohl wir die letzten Tage damit gerechnet haben das wir früher oder später zu machen hatten wir doch gar keine Vorstellung davon wie das ablaufen würde.

Heute morgen kam ich auf das Gebäude meines Arbeitsplatzes zu und mir fielen schon von weitem Schilder an den Türen auf die sonst nicht dort sind. Also bin ich näher dran…. „Wir schließen unser Haus“. Von dem Versuch dieses Schild zu fotografieren wurde ich von innen von unserem Chef abgelenkt, dieser rief mir durch die Glastüre zu „das können Sie von mir als Original haben“…

Nach einer guten halben Stunde rum stehen und nicht genau wissen was wir tun sollen (ganz ohne Kunden) wurden wir zu einer Besprechung gerufen. Es wurde ein Brief der Firmenleitung vorgelesen und wir wurden informiert das unsere Filiale bis mindestens 16.4. geschlossen bleibt, unter Umständen sogar länger! Und dann wurden wir heim geschickt! Es war eine ganz eigenartige Stimmung, eigentlich war keiner wirklich froh um „Zwangsfreizeit“. Etwas vergleichbares hat noch keiner von uns erlebt, denn das gab es bis dato noch nie.

Ich muss echt zugeben das mir persönlich die Aussicht auf wochenlanges alleine zu hause sein etwas Angst macht. Ich bin Single und lebe alleine. Mal paar Tage mich ganz alleine beschäftigen ist für mich normal und kein Problem. Dabei helfen mir mein Handarbeitshobby und auch dieser Blog. Beruflich bin ich es jedoch gewohnt ständig mit vielen verschiedenen Menschen zu sprechen. Und dabei in Bewegung zu sein. Beides wird mir mit Sicherheit fehlen.

Jetzt endlich habe ich Zeit für alles das was ich immer schon mal erledigen wollte oder was in den letzten Monaten liegen geblieben ist…

Was ich heute gemacht habe:

Heute war wunderschönes sonniges Wetter, aber Spazieren oder Radfahren wollte ich dann doch nicht, denn wir alle haben ja die Anweisung „Bleiben sie zuhause“. Um Zuhause aber doch an frischer Luft zu sein habe ich ja meinen Balkon… aber der war noch winterliches Stiefkind. Also habe ich damit begonnen den Balkon zu säubern.

Mein Balkon ist nicht überdacht und so bildet sich über den Winter auf dem Boden eine Moos Schicht, die bei Feuchtigkeit sehr leicht rutschig wird. Also habe ich begonnen den Boden gründlich zu reinigen:

Andere Jahre habe ich sowas in kürzester Zeit mit einem geliehenen Dampfstrahler gemacht… dieses Jahr kann ich mir keinen ausleihen fahren… und ich hab ja genügend Zeit, also von Hand!

Letztendlich habe ich zwei Tage lang immer wieder an dem Balkonboden geschrubbt. Denn ich habe mir bewusst dafür viel Zeit gelassen. Abwechseln habe ich eine Runde geputzt und dann wieder eine ausgiebige Pause auf der Couch mit Stricken gemacht.

Eine weitere Herausforderung waren die alten Balkonmöbel, die ich letzten Winter nicht in den Keller getragen habe, weil ich geplant hatte sie dieses Frühjahr zu entsorgen und mir neues zu kaufen.

Angesichts der Situation „Kurzarbeit 0“ verzichte ich auf so eine Investition. Ich weiß nicht wie es genau finanziell weiter geht. Keiner weiß wie lange wir mit weniger Geld auskommen müssen.

so sah es vor meiner Putzaktion auf dem Balkon aus

Das eine intensive Reinigung notwendig war seht ihr auf dem Bild. Zusätzliche Information, der Boden ist Metall und wird durch das Moos rutschig.

Ich habe also die ersten zwei Tage „Zwangsfreizeit“ sinnvoll genutzt und diesen Zustand erheblich verbessert.

Als Reinigungsmittel habe ich nur zwei Sachen benutzt. Den Neutralreiniger von Penny (ins Putzwasser für den Boden) und den Alleskönner von Prowin auf den Möbeln… bissel einweichen und dann mit Schwamm schrubben.

Klar die ollen Möbel werden nicht mehr richtig weis, die oberste Schicht des Kunsstoff ist angegriffen und rau geworden. Aber das ist mir egal. Alle Teile sind noch stabil und Gäste kommen die nächste Zeit eh nicht.

Da ich momentan nicht über aktuelle Reisen und Ausflüge berichten kann werde ich mich hier einfach nur über mein tägliches Leben mitteilen. In der Hoffnung das es da draußen doch noch jemanden gibt der das Lesen mag.

In diesem Sinne bleibt bitte zu hause und bleibt gesund!