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Sonntag 29. August

Heute möchte ich endlich mal wieder schreiben. Der letzte Blogpost ist leider schon wieder eine Woche alt.

Der Grund dafür ist das ich momentan einfach keine Zeit und keine Konzentration zum Schreiben habe. Aber dies soll jetzt nicht nur eine Jammerei werden, darüber das ich keine Zeit habe. Aber Momentan ist meine augenblickliche Situation genau das Gegenteil wie im Lockdown.

Diesen Monat habe ich mehr gearbeitet, sowohl im Hauptjob als auch im Nebenjob. So viel vermutlich das letzte Mal in 2019.

Die ganze Corona Situation hat viele Veränderungen gebracht, zuerst vor allem weniger Arbeit und zeitweise Nixtun. Doch nun ist das Gegenteil der Fall.

In meinem Hauptjob im Warenhaus wird es momentan jeden Tag mehr „Geschäft“, also mehr Kunden und Umsatz, zwar sind die Zahlen immer noch nicht so wie vor der Pandemie. Aber wir sind ja jetzt auch weniger Personal! Das bedeutet für den einzelnen Mitarbeiter mehr Arbeit.

Wobei ich mir nicht ganz sicher bin ob das wirklich so ist oder ob man das ganze nur als mehr Stress empfindet, weil man es monatelang nicht mehr gewohnt war.

Arbeitspensum hat sich verändert

Jetzt mal nur ein kleines Beispiel aus meinem Nebenjob. Ganz am Anfang, im August 2019 habe ich nur die Bleche mit Brezel aufgebacken die eine Kollegin am Vortag für mich im Tiefkühler vorbereitet hat. Mein Job war sie raus zu holen, auftauen, Salz drüber und Backen und eigentlich war das Ziel das Backen und Auspacken der gesamten anderen Ware bis 6 Uhr fertig zu haben. Denn um 6 Uhr öffne ich den Laden.

Jetzt bereite ich mindestens die doppelte Menge an Brezel selber vor und backe sie. Laugenstangen waren damals 1 Blech, heute mach ich mindestens 3 davon. Um 6 Uhr öffne ich den Laden aber die Ware ist dann noch nicht komplett ausgepackt, ich bestücke den Laden während ich schon verkaufe…

Belegte Brötchen hatte ich zu Anfang bis kurz vor 7 fertig, von vier Sorten je 2… mehr sollte ich nicht machen, denn die würden sonst alt. Jetzt mache ich sobald die Ware fertig ausgepackt ist so viele Belegte Brötchen wie ich unter kriege… letztens hab ich vor 8 Uhr 30 Stück verkauft!!! das war ein Extremfall, aber so 10-20 ist völlig normal. Dabei sei aber angemerkt, es sind gerade Sommerferien und Haupturlaubszeit… früher war hier das Sommerloch!

Kaufverhalten hat sich verändert

Auch in meinem Hauptjob hat sich das Kaufverhalten der Kunden verändert. Nicht nur das unser Warensortiment immer noch bunt gemischt ist. Da die Winterstoffe aus dem letzten Winter immernoch nicht alle weg sind, teilen sie sich den Platz mit den Sommersachen und daneben der erste Tisch mit neuer Winterware. Auch die Kunden kaufen und fragen anders als man das andere Jahre gewöhnt war.

In den letzten Tagen hatte ich mehrfach fragen nach richtig dicken Wollstoff oder Wollwalker. Dies sind wirklich klassische Winter Artikel aus reiner Wolle, die zudem sehr teuer sind. Es ist ja eigentlich noch August, und früher hätte keiner jetzt schon so was im Laden gesucht.

Aber ich habe den Eindruck das kühle Wetter stimmt die Kunden schon sehr auf Herbst/Winter ein. Vielleicht spielt auch die Angst das es im Winter wieder einen Lockdown geben könnte mit und die Kunden möchten sich deshalb frühzeitig mit Winterware eindecken.

Wenig unterwegs

Aufgrund der vielen Arbeit war ich die letzten Tage echt wenig unterwegs. Lediglich am Mittwoch bin ich mit dem Zug nach Müllheim zu meiner Mutter gefahren. In Müllheim habe ich einen Carsharing Wagen von my e-car genommen. Das Angebot in Müllheim ist recht neu, bisher hatte ich dort nur die Benzin-Autos ausgeliehen. Mehr darüber unter unter „Carsharing in Müllheim“

Ausflug mit my e-car… sorry ich guck bissel komisch, aber ich konnte bei dem Sonnenlicht das Display nicht gut erkennen.

Nach dem Einkauf sind wir auf einen nahen Weinberg gefahren, das hatte sich meine Mutter sehr gewünscht. Sie kann nur noch sehr schlecht laufen und kommt deshalb nicht mehr an solche Orte.

Es gibt ein paar wenige Wege im Weinberg die man mit dem PKW fahren darf. Ich verrate jetzt lieber nicht wo wir genau lang gefahren sind… denn das soll ja nicht jeder nach machen. Aber für jemand so Gehbehindertes wie meine Mutter sind solche mit dem Auto erreichbare Aussichtspunkte sehr wichtig.

Ein Liegestuhl im Weinberg

Ein Liegestuhl für zwei mitten im Weinberg

An einem Aussichtspunkt inmitten von Reben wurde vor kurzem erst ein Liegestuhl aufgebaut. Das fest verankerte Möbel wurde von einer regionalen Immobilienfirma gesponsert. Das finde ich eine tolle Idee. Meine Mama war ganz begeistert. Sie sitzt da neben mir, wollte aber nicht aufs Foto.

Wie man an unserer Kleidung sieht war das Wetter nicht wirklich hochsommerlich.

chillen im Weinberg

Das ist die Art Ausflug mit der man meiner alten Mutter am leichtesten eine Freude machen kann… kurze Anfahrt, etwas Fernsicht und die Beine hoch.

Ein Aussichtspunkt im Markgräflerland, am Horizont erkennt man die Vogesen.

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Ausflugsziele Sehenswürdigkeit

Wandern im Eggenertal, nicht nur zur Kirschblüte

Das Eggenertal ist berühmt für die Kirschblüte. Auf den sanften Hügeln rund um die Gemeinden Niedereggenen, Obereggenen und Schallsingen reihen sich zahlreiche Bäume, die im April wunderschön blühen.

Doch nicht nur Kirschbäume, sondern auch Pflaumen, Äpfel und Birnen werden in diesem Fruchtbaren Tal seit Generationen kultiviert. Der Obstbau und die Verarbeitung zu Obstbränden war früher für das Tal ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Ganz ähnlich war es in Nachbargemeinden wie Schliengen und Auggen, dort wurde vorrangig Wein angebaut.

Heute gewinnt der Tourismus mehr und mehr an Bedeutung. In unmittelbarer Umgebung gibt es zahlreiche Gasthäuser und Fremdenzimmer sowie Ferienwohnungen. Allerdings sind diese im Frühjahr 2021 alle geschlossen.

Berühmte Kirschblüte

Die Kirschblüte im Eggenertal ist seit vielen Jahren ein Magnet für Touristen und Wanderer. Der Höhepunkt der diesjährigen Blüte ist allerdings schon vorüber. Der erneute Wintereinbruch hat vielen Blüten stark zugesetzt und dadurch ist dieses Jahr nicht mit einer guten Ernte bei den frühen Sorten zu rechnen. Etwas besser sieht es für die Sauerkirschen aus.

Allerdings gibt es im Eggenertal auch ältere Bäume meist Sauerkirsche die jetzt erst blühen. Auch die Äpfel und Pflaumen blühen noch immer (19.April 2021). Ein Besuch im Eggenertal lohnt sich also auf jeden Fall.

Bitte seid nicht zu streng, ich weis nicht ob es eine Kirsche oder Apfelblüte ist.

Wanderwege im Eggenertal

Die hier gezeigten Fotos habe ich bei einer Rundwanderung auf dem Wanderweg „Schritt und Tritt“ gemacht. Gestern, am 18. April 2021. Auf der Webseite Eggenertal sind Wanderwege in unterschiedlichen Längen sehr gut beschrieben. Zudem sind sie sehr gut beschildert:

Wir hatten uns gestern für den Rundweg Schritt und Tritt entschieden, markiert war dieser mit diesen gut erkennbaren Lila Schildern. An dem Schild ist auch ein QR-Code der direkt zur Webseite mit der Wegbeschreibung führt. Sehr gut gemacht und funktioniert einwandfrei.

Wenn Du also spontan im Eggenertal los gehen willst und eines der Schilder findest kannst Du mittels des QR-Codes die Route des Weges abrufen.

Es gibt mehre Rundwege mit unterschiedlichen Distanzen, so kann sich jeder das geeignete für ihn heraussuchen. Wir hatten aufgrund der unsicheren Witterung einen kurzen Weg gewählt, waren dann aber doch recht lange unterwegs weil wir sehr viele Fotos gemacht haben und mehrfach pausiert haben. Es gibt zahlreiche Bänke. Mülleimer nicht so viele, deshalb bring Dir am besten eine Tüte mit um Deinen Abfall wieder mit zu nehmen.

Komplexes Wegenetz im Eggenertal

Unser Weg kreuzte auch mal andere Rundwege. Sehr interessant ist auch der Obstlehrpfad wo auf zahlreichen Schautafeln interessante Informationen über den Obstbau zu finden sind.

Fast alle Wege sind als Rundwege angelegt, so das man wieder am Ausgangspunkt ankommt. Ideal also wenn man mit dem PKW anreist. Von Müllheim oder Schliengen gibt es aber auch ein Busverbindung. Mit dem Fahrrad ist das Eggenertal eher was für trainierte Personen oder E-Bike-Fahrer.

Im Eggenertal herrscht nicht viel Autoverkehr und es ist sehr schön ruhig! Wie ruhig es wirklich ist hat meine Schwester mit der Diktierfunktion ihres Handys dokumentiert. Ich war echt überrascht wie gut das Handy das Vogelgezwitscher aufgenommen hat.

Nimm Dir einen Augenblick Zeit und klick das Video an. Es kommt nur Ton kein bewegtes Bild.

Vogelgezwitscher… Ton Einschalten!

Schloss Bürgeln

Am Horizont kaum erkennbar, Schloss Bürgeln. Auch ein sehenswertes Ausflugsziel. Allerdings leider Corona bedingt momentan geschlossen. Normalerweise finden dort Führungen statt und im angeschlossenen Restaurant kann man sehr gut Hochzeit feiern.

Diese Blüte ist vermutlich eine Apfelblüte. Doch so ganz genau kann ich die Blüten nicht bestimmen, ich finde sie nur alle miteinander faszinierend schön.

Jedes Jahr im Frühling verspüre ich starken Drang los zu gehen und blühende Bäume zu fotografieren. Siehe auch „Keine Fotos von der Kirschblüte im Eggenertal“ und „Kirschblüte im Markgräflerland“. Sicher hast Du auch solche wiederkehrenden Lieblingsmotive. Wenn ja schreib mir mal welches Naturschauspiel ich auch unbedingt mal fotografieren sollte.

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Picknick im November

Ein Picknick im November war bis zum Frühjahr 2020 eigentlich undenkbar. Keiner in Deutschland wäre bisher auf die Idee gekommen im kalten Herbstmonat November im Freien zu Essen. Höchstens mal ne Wurst oder Pommes an einer Frittenbude. Aber richtig geplante Ausflüge zum Essen im Freien macht man doch nicht in dieser Jahreszeit.

2020 ist aufgrund der Corona-Pandemie plötzlich alles anders. Diesen November sind alle Restaurants geschlossen und viele die sonst gar keinen Straßenverkauf haben bieten ihr Essen jetzt „To Go“ an. Selbst hochwertige Speisrestaurants die sonst einer gehobenen Preisklasse angehören verpacken ihre Gerichte nun in Einwegbehältern und geben sie ihren Kunden mit.

Selbstverständlich holen die meisten Kunden das Essen mit dem Auto ab und fahren nach hause um es dort zu genießen. Aber nicht alle!

Was vor ein paar Monaten noch verpöhnt und unschicklich war, ist nun normal! Auf einer Parkbank oder an einer Bushaltestelle sitzen und mit Plastik oder Holzbesteck ein warmes Essen aus einem Restaurant essen.

Vergangenes Wochenende wollten meine Schwester und ich unsere Mutter (81) besuchen. Aber aus Angst sie unter Umständen anzustecken entschlossen wir uns für eine Freiluftvariante:

Kaffekränzchen im Freien mitten im November

Ich hatte eine Thermoskanne voll Kaffee und einen selbst gebackenen Kuchen sowie eine Decke im Rucksack. Selbstverständlich durften Pappteller, Messer, Sprühsahne und Kuchengabeln nicht fehlen.

Wir hatten uns mit meiner Mutter vor der Haustüre verabredet und sie stieg zu uns in das Auto. Mit Mundschutz und dem Vorhaben das wir nicht länger als 15 Minuten zusammen fahren wählten wir die Fahrtrichtung zu einem nah gelegenen Weinberg.

Meine Mutter wohnt inmitten von Weinbergen und auf jedem Hügel gibt es sogenannte „Bammerthüsli“. Das sind kleine Unterstände die früher für die Wachleute, die den Weinberg bewachen gebaut wurden. Diese werden heute noch immer gepflegt und dienen als kleine Ausflungsziele, da sie meist mit Regengeschützten Sitzgelegenheiten ausgestattet sind.

Ein solches Bammerhüsli haben wir angesteuert, normal ist dort selten jemand… doch an diesem milden und sonnenreichen Sonntagnachmittag mussten wir erst mal fragen: „Hallo ist da Jemand?“.

Die Hütte selbst war frei, aber unmittelbar daneben saßen zwei Frauen in Wanderbekleitung auf einer Decke mit Thermosbechern und einem Kuchen! Die beiden hatten sich einen Sitzplatz in der Sonne im Windschatten des Häuschen ausgesucht. Ungewöhnlich für diese Jahreszeit das man jetzt noch am Boden sitzen kann. Dieses Jahr ist der November wirklich ungewöhnlich mild.

Meine Mutter kann mit ihren 81 Jahren nicht mehr so gut am Boden sitzen, deshalb steuerten wir mit unserem „Picknick-Gepäck“ die Bank in der Hütte an. Hier hatte man zwar keine Sonne aber eine fantastische Aussicht! Meine Mutter war begeistert.

Noch mehr freute sie sich über das was ich im Rucksack hatte. Naja, in dem Häuschen gab es keinen Tisch, und so wurde der Kuchen auf der Bank aufgeschnitten und unsere Kaffetassen standen auf den Fenstern. So genoßen wir drei mit einem Mindestabstand von 2-3m und maximalster Belüftung (es windete ziemlich) gemeinsam Kaffee und Kuchen.

Die Spaziergänger die vorbei gingen grüßten freundlich und wunderten sich nicht sonderlich über unser Verhalten. Letzten Jahr wären wir angesehen worden wie Verrückte, doch dieses Jahr ist Picknicken im Weinberg im Bammerhäuschen absolut Gesellschaftsfähig.

Picknick richtig planen?

Na ganz ehrlich, in dieser Jahreszeit kann man ein Picknick nicht wirklich richtig planen. Man muss spontan sein, wenn das Wetter gerade gut uns trocken ist. Raus mit Euch. Überhaupt ist das momentan die beste Gelegenheit um Freunde zu treffen. Denn bei einem Zusammentreffen im freien ist die Gefahr das man sich gegenseitig ansteckt gegen null. Am besten geht ihr vorher ein Stück zusammen spazieren dann ist Euch auch warm genug.

Wichtig sind ein heißes Getränk, Kaffee, Tee oder Glühwein. Bedenke dabei wenn Du Glühwein in einr Thermoskanne transportiert hast, riecht oder schmeckt diese vielleicht zukünftg immer nach Wein. Dafür am besten eine etwas älter Kanne nehmen.

Was Warmes unter dem Po! Entweder eine Decke, Stuhlkissen oder eine zweite Jacke mitnehmen. Billige Mikrofaserdecken brauchen wenig Platz, sind leicht und tun diesen Dienst sehr gut. Notfalls kann man die Beine damit abdecken.

Warm Anziehen! Auch wenn die Sonne Scheint! Am besten eine Strumphose oder Leggins unter ziehen. Es ist wichtig das man von unten warm hat. Oben hat man ja meistens eine dicke Winterjacke an.

Ausziehen kann man die Jacke immernoch, wenn man sich hinsetzten will sollte man lieber zuviel Kleidung dabei haben als zu wenig!

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Ein Spaziergang mitten in Lörrach vorbei am alten Waschhaus, ein kleiner Ausflug in die Geschichte

Wieder mal ein Artikel über meinen Wohnort Lörrach. Über fast unbekannte Orte die man aber ganz einfach zu Fuß erreichen kann. Diese Orte erzählen etwas von der Geschichte Lörrachs.

Das ist der Blickwinkel an einem Frühjahrs Nachmittag. Wir blicken in Richtung Tüllinger und kommen gerade von der Baslerstraße und gehen die „Clara-Immerwahr-Str“ hinunter. Von den meisten jüngeren Lörracher wird die Straße immer nur „die zum Mc Donalds“ genannt. Weil sich dieses Restaurant am Ende dieser Straße befindet. So weit gehen wir aber nicht.

Wer war Clara Immerwahr?

Ich hatte keine Ahnung und die Leute die ich gefragt habe auch nicht. Zuerst vermutete ich das diese Frau irgendwas mit Lörrach oder mit der Firma KBC zu tun hatte über deren ehemaliges Arial die Straße führt aber was war weit gefehlt.

Clara Immerwahr war eine der ersten deutschen Chemikerin, zuvor war es noch sehr selten das Frauen studieren durften und dann auch noch diese Fachrichtung. Sie war Jüdin und promovierte als erste Frau an der Universität in Breslau (also kein direkter Zusammenhang mit Lörrach). Später heiratete sie den Chemiker Fritz Haber, der viel später sogar einen Nobelpreis erhielt).

Ihr Mann Fritz Haber war nicht nur erfolgreicher wie sie, er entwickelte auch Dinge mit denen sie absolut nicht einverstanden war. Aufgrund ihrer Fachkenntnisse war ihr sehr früh klar das das was ihr Mann da erforschte nicht wirklich in die Richtung ging die sie gut heißen konnte.

Haber wurde berühmt und erfolgreich, weil er unter anderem eine Chemische Waffe entwickelte, die im ersten Weltkrieg zum ersten mal eingesetzt wurde und tausenden Soldaten den Tot brachte.

Aus Protest gegen diese Fragwürdige Leistung brachte sich Clara Immerwahr um! In ihren Abschiedsbriefen distanzierte sie sich von den Forschungen ihres Mannes.

Warum eine Straße in Lörrach ausgerechnet nach ihr benannt wird konnte ich nicht rausfinden. Wenn Du da mehr darüber weißt würde ich mich über eine Nachricht freuen.

Wir biegen nach der Brücke, Nahe de Metzgerei links auf den kleinen Fahrrad und Spazierweg. Vorbei an einer Wiese mit Obstbäumen.

Natürlich habe ich mich gefragt wieso es hier mitten in der Stadt eine Wiese mit Bäume gibt…

Früher war mal dieses ganze Gebiet Firmengelände der Firma Köchlin, Baumgartner und Cie. besser bekannt als KBC. Hier Standen wohl mal Firmengebäude in den Textilien verarbeitet wurden.

Der Weg führt uns vorbei am Lörracher Waschhaus, man könnte es fast übersehen, aber eine Plattform mit einer Bank und ein Hinweisschild machen uns darauf aufmerksam.

In diesem Waschhaus wurden noch bis etwa 1965 Wäsche gewaschen!

Das Waschhaus war Teil einer Siedlung die die Firma KBC für ihre Gastarbeiter die meist aus Italien kamen angelegt hatte. Die damals sehr modernen Häuser hatten keine Einrichtung zum Wäsche Waschen und Waschmaschinen gab es noch nicht. So traf man sich regelmäßig am Gewerbekanal um größere Wäschestücke zu waschen.

Hier wurde bis in die 50er Jahre die Wäsche gewaschen. Das Wäsche Waschen war eine zeitraubende und anstrengende Arbeit. Zudem mussten die Wäscherinnen aufpassen, denn der Gewerbekanal führte auch das Abwasser der nahe gelegenen Stofffärberei und war deshalb manchmal etwas bunt…

Lust auf eine Stadtführung zum alten Waschhaus?

Es gibt immer wieder mal Führungen zu dem Thema altes Waschhaus. Die Nächste Veranstaltung dieser Art ist am 29. September Weitere Informationen

Wir gehen weiter am Kanal entlang, der eigentlich „Langer Teich“ heißt. Heute ist es dort sehr malerisch und man merkst nichts mehr davon das dieser Kanal eigentlich für Industrielle Zwecke angelegt wurde.

Der Kanal wird in Lörrach von der Wiese abgestaut und der Wasserstand wird durch verschiedene Schleusen und Tore stets gleich gehalten. Er ist nicht sehr groß und Baden oder Bootfahren ist nicht möglich.

Der Lange Teich fließt bis in die Schweiz und bei Riehen bildet er auch mal einen kleinen Teich, vielleicht kommt der Name daher. Das Wasser wird meines Wissens nach nicht mehr industriell genutzt.

Der Gewerbekanal, der eigentlich „langer Teich“ heisst

Heute ist der Bereich des Gewerbekanals eher Naherholungsgebiet, früher reihte sich hier die Industrie.

Von Fabrikhallen und Werkstätten fast nicht mehr zu sehen.

Ich hoffe mein kleine Exkurs in die Lörracher Geschichte hat Euch wenig gefallen. Über Likes und Kommentare freue ich mich und gerne dürft ihr meine Artikel weiter teilen.

Ich plane in Zukunft öfter über Historische Orte in Lörrach zu schreiben doch oft kenne ich die Orte selber noch gar nicht. Wenn Du was interessantes in Lörrach kennst, gib mir gerne einen Hinweis.

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Ausflugsziele Sehenswürdigkeit Verkehrsmittel

Auf zum Badischen Tretroller Cup!

Am kommenden Sonntag findet in Hügelheim bei Müllheim (ca 30km südlich von Freiburg) der Badische Tretroller Cup statt. Bei diesem Jedermann-Rennen dürfen auch ungeübte Fahrer Teilnehmen und weil ich neugierig auf diese Sportart bin habe ich mich zu dem Rennen als Teilnehmer angemeldet.

Am gleichen Veranstaltungsort finden an diesem Tag auch die Deutsche Meisterschaft im Tretrollerfahren statt. Für die deutsche Meisterschaft ist die Distanz die pro Fahrer zurückgelegt werden muss allerdings etwas höher und da muss man dann schon wirklich gut trainiert sein. Ich nehme nur am Badischen Cup teil. Die Meisterschaft wird vom deutschen Tretrollerverband organisiert. Weitere Informationen auf deren Seite.

Zusammen mit meiner Schwester und einem befreundeten Ehepaar nehmen wir als das Team „die schnellen Schnecken“ teil. Wir starten unter dem Credo „Dabei sein ist alles“ und erhoffen uns den vorletzten Platz, wollen mindestens ein Team hinter uns lassen) denn bis von wenigen Tagen ist keiner von uns jemals mit einem solchen Tretroller gefahren.

Tretroller was ist das?

Wenn ich hier von Tretroller spreche sind nicht etwa Cityscooter oder gar E-Roller gemeint. Richtige Tretroller sind mehr Sportgerät als Verkehrsmittel und haben große Räder mit Luftreifen wie Fahrräder. Charakteristisch für diese Fahrzeuge ist das das hintere Rad meistens kleiner ist als das Vordere.

Tretroller von Markgraefler-Rollertouren
So sieht ein Tretroller aus.

So sieht ein Tretroller aus. Der Lenker ist etwa so hoch wie bei einem Fahrrad, nur das man leicht nach vorne gebeugt steht. Die Größenzuordnung ist nicht ganz so eng wie beim Fahrrad, da man sich auf dem Gerät ja sehr bewegt.

Man steht mit einem Fuß auf der Fläche in der Mitte, diese ist etwa 10-20 cm vom Boden entfernt. Es gibt auch Roller für Gelände und Downhill wo der Tripp etwas höher liegt, doch bei den normalen Standartrollern ist er recht Tief.

Mit dem Anderen Bein „schubst man sich vorwärts“… ähm ja… genau dieses kann man auf zig verschieden Arten tun, langsam und entspannt mit gestrecktem Standbein… oder aber man geht tief in die Knie und hat dadurch einen viel weiteren Weg für den Rückstoß und damit viel mehr Schwung.

In diesem Video wird die Bewegung gut erklärt:

Ich gebe zu ich habe die Bewegung am Anfang komplett unterschätzt. Wenn man richtig schnell vorankommen will muss man sich ins Zeug legen. Das Fahren auf so einem Roller beansprucht Muskeln in den Oberschenkeln, Hintern, Rücken, Bauch und Arme… Nach meinem ersten Training hatte ich überall Muskelkater!

Einen guten Artikel darüber welche Bereiche des Körpers auf einem Tretroller trainiert werden habe ich bei Tretroller-Magazin entdeckt.

Tretroller fahren kann eigentlich fast jeder. Wer Fahrradfahren kann kriegt das mit dem der Balance sowieso hin. Und beobachtet man kleine Kinder, diese lernen Rollerfahren eher als Radfahren. Das hängt auch damit zusammen das man die Füße ja nicht weit weg vom Boden hat und die Grundbewegung die des normalen Laufens sehr ähnlich ist.

Die Geschwindigkeit ist etwa wie beim Fahrradfahren. Man kann sehr langsam fahren ohne um zufallen, aber auch sehr schnell. Spitzensportler kommen auf bis zu 40 km/h. Bergab wird man logischerweise schnell, die Roller haben alle Bremsen wie beim Fahrrad.

Rein rechtlich ist man mit einem Tretroller ein Fußgänger, darf also Fußgängerüberwege und Ampeln usw benutzen. Doch sollte man aufgrund des Tempos eher Radwege benutzen.

Markgräfler-Rollertouren

Markgräfler-Rollertouren sind in Hügelheim einem Stadtteil von Müllheim beheimatet. Das liegt etwas 30km südlich von Freiburg. Der wirklich nette Trainer Thomas Zimber hat uns in Müllheim vom Bahnhof abgeholt und hat mit mir ein individuelles Training gemacht.

unterwegsistdasziel auf dem Tretroller beim Training für den Badischen Tretroller Cup
Das bin ich bei meinem ersten Training auf dem Tretroller

Bei Markgräfler-Rollertouren kann man entweder einzelne Roller leihen oder als Gruppe eine geführte Tour buchen. Ein Video einer Tour mit Jugendlichen gibt es hier: wie man im Video erkennen kann gehen die Touren nicht nur auf geteerten Wegen, sondern auch durch Wälder und Wiesen.

Auf der Webseite von Markgräfler-Rollertouren werden einige mögliche Routen vorgestellt, so zum Beispiel eine Kombination mit einer Weinprobe oder Downhill den Belchen hinunter. Ich habe mir vorgenommen eine solche Tour mal irgendwann mit zu machen und werde sicher darüber berichten.

Kommenden Sonntag zum Rennen

Am Kommenden Sonntag starten die Rennen in Hügelheim bzw Müllheim. Ideale Gelegenheit um sich die Sache mal etwas anzusehen. Wer mutig und sportlich ist kann sich noch zum Jedermann Rennen anmelden!

Im Rahmen der Veranstaltung gibt es auch eine Verlosung: Es wird ein Tretroller der einen Wert von etwa 500€ hat, verlost!

Dieser Tretroller wird am kommenden Sonntag verlost
Dieser Tretroller wird am Sonntag verlost

Warum ich mit mache?

Vielleicht fragt sich der eine oder andere warum ich so etwas mitmache. Ich bin ja nun schon etwas länger Ü-30 und letztes ging es mir gesundheitlich nicht so ganz gut. Ich hatte mir bei einem Arbeitsunfall den Fuß gebrochen, was aber erst nach einigen Wochen erkannt wurde und dadurch hatte die Sache sich entzündet. Was sehr schmerzhaft war und wodurch ich 4 Monate nicht arbeiten konnte… ich konnte erst im Januar wieder einigermaßen normal laufen und brauchte noch Monatelang Schmerzmittel.

Jetzt nach ziemlich genau einem Jahr bin ich endlich wieder beschwerdefrei und ich habe wieder Spaß an Sport und Bewegung. Ich möchte bei diesem Rennen mitmachen, weil ich es „kann“. Letztes Jahr habe ich die Erfahrung gemacht wie schnell es vorbei sein kann mit dem sich frei bewegen können und mit dieser Teilnahme möchte ich meine Gesundheit feiern!

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Fußweg nach Müllheim

Heute bin ich mit dem Zug nach Müllheim gefahren. Keine weite Reise. Im schönen Markgräflerland gelegen.In dieser Kleinstadt, etwa 30 km südlich bin ich aufgewachsen und ich habe dort meine Mutter besucht.In Müllheim liegt der Bahnhof etwas ausserhalb. Früher fast nur von Feldern umgeben, heute erstreckt sich das Industriegebiet drum herum.

Vom Bahnhof führt ein Radweg in die Stadt und auf Wegweiser ist eine Distanz von 3 Km ausgewiesen. Meine Mutter wohnt aber noch ein kleines Stück weiter als der Ortskern. Noch immer in dem gleichen Gebäude in dem ich aufgewachsen bin.

Als ich 1988 in Lörrach meine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau begonnen habe gab es eine Busverbindung die Badenweiler zum Müllheimer Bahnhof , leider führen damals in den Wintermonaten weniger Busse, weil es weniger Kurgäste in dem Kurort gab.Für mich als Pendler in Richtung Lörrach war das doppelt unpraktisch, denn die wenigen Busse die fuhren waren auf die Zugverbindung Richtung Freiburg getaktet weil es in die Richtung weit mehr Pendler gab.So kam es das ich diesen Fussweg vom Bahnhof in die Stadt und umgekehrt etwa 5 Jahre lang sehr oft gegangen bin. Und meistens in der kalten und dunklen Jahreszeit. Oft bin ich auch mit dem Fahrrad gefahren, doch dieses war nicht selten am Abend platt oder sonst beschädigt. Zweimal wurde es mir komplett geklaut. Das eine mal stand es am nächsten Tag wieder da. Folglich war dieser Fußweg vom Bahnhof hoch nicht gerade mit sehr positiven Erinnerungen besetzt.

Ich habe niemals gezählt wie oft ich hier lang gelaufen oder mit dem Rad gefahren bin. Morgens war ich immer in Eile und sehr oft angenervt vom Wetter, denn oft wenn zu hause in der Oberstadt die Sonne schon schien lag hier unten in der Rheinebene noch unangenehmer Nebel.

Abends nach der Arbeit und über 40 Minuten Zugfahrt nervt einen so ein Weg auch.

Dieser Blickwinkel war für mich Jahrzehntelang der Inbegriff für nach Hause kommen.

Im Hintergrund sehen wir den Blauen, der mit seinen 1165 m in und um Müllheim stets zu sehen ist. Meine gesamte Kindheit diente er mir als Orientierung. Wenn seine Silouette genau so aussieht, dann schaue ich direkt dort hin wo ich gewohnt habe.

Noch heute vermisse ich oft in fremden Städten so einen Orientierungspunkt. Ich frag mich immer noch wie ihr das im Flachland macht, ohne Berg am Horizont oder meinem Handy (Google Maps) verliere ich schnell die Orientierung.

Solch schicke Wegweiser wie oben im Bild gab es damals nicht. Wurde dieser Fußweg doch höchstens von regelmäßigen Pendlern benutzt. Viel los war auf der Strecke nie .Heute ist der Weg ein Teil eines gut ausgebauten Fahrradwegenetzes:

Auf diesem Bild sehen wir im unteren Teil wie toll der Weg heute ausgebaut ist. Zu der Zeit in der ich hier täglich geradelt bin, war es nur ein schmaler Kiesweg mit Pfützen und Gras an den Seiten.

Auch sonst hat sich an der Strecke bis zu meinem ehemaligen Zuhause extrem viel verändert. Ich finde es fast erschreckend wie viele neue Gebäude überall „dazwischen“ gebaut wurden.

Klar viele große Gärten sind heute Wohnhäusern und Garagen gewichen. Aber eine Straße durch die ich bestimmt schon 20 Jahre nicht mehr gelaufen bin… ähm… ich habe zwei Gebäude wieder erkannt, alles andere ist neu gebaut! Und das im alten Ortskern von Müllheim.

Es ist schon erstaunlich wie viel sich in 30 Jahren verändert. Und zu weilen lustig welche Kleinigkeiten eben nicht.

Auf dem letzten Bild oben die Plantanenallee. Sie sieht noch fast genauso aus wie damals, nur das jetzt weniger Verkehr hindurch führt.

Unten: wieso kann man jetzt von der Mühlenstrasse aus die Martinskirche sehen? Bach, Kirche und Straße sind nach wie vor am gleichen Ort.

Ich nehme an das dazwischen ein paar große Bäume weg sind. Jedenfalls konnte ich mich an diesen Blick nicht erinnern.

Ich hoffe sehr liebe Blogbesucher, das ich Euch nicht zu sehr mit meinen Erinnerungen gelangweilt habe und freue mich wenn ihr wieder rein schaut.

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Kirschblüte im Markgräflerland

Das Markgräflerland ist eine Region im südwestlichsten Teil Baden-Württembergs und meine Heimat. Südlich von Freibug im Breisgau eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft am Rande des Schwarzwalds gelegen.

Ich hatte Euch bereits von meinem Vorhaben berichtet, dass ich Euch die Kirschblüte im Eggenertal zu zeigen wollte. Siehe dazu „Keine Fotos von der Kirschblüte“. Aber wie befürchtet hat es dieses Jahr (2019) den Höhepunkt dieses Naturschauspiels „verregnet“. Aber wunderschöne Kirschbäume gibt es nicht nur im Eggenertal. Rund herum im ganzen Markgräflerland gibt es noch immer zahlreiche Kirschbäume denen der Regen nicht so viel aus gemacht hat.

Gestern konnte ich an meinem freien Tag das schöne Wetter ausnutzen und ein wenig mit dem Elektroauto von Stadtmobil Südbaden auf die Fotopirsch gehen.

Ich musste gar nicht so weit fahren. Ich fand schon ganz in der Nähe, rund um das Dorf Fischingen wunderschöne Motive. Wenn man sich etwas Zeit nimmt und von den viel befahrenen Straßen abzweigt findet man momentan blühende Bäume überall.

An diesen beiden riesigen alten Bäumen, die direkt am Wegrand stehen konnte ich nicht einfach so vorbei fahren. Denn ihre ausladenden bis fast auf Kniehöhe herunter reichenden Äste sind ideal zum fotografieren.

Doch noch etwas anderes faszinierte mich… ein lautes tiefes Summen von Hunderten von Bienen! So viele auf einmal habe ich noch nie gesehen bzw. Gehört.

Nach vielen erfolglosen Versuchen hab ich dann endlich mal ein fleißiges Bienchen bei der Arbeit erwischt. Insekten fotografieren ist absolut nicht einfach, und gehört sicher nicht zu meinen Begabungen.

Die Aufnahmen sind sicher technisch nicht die allerbesten. Ich habe sie mit dem Handy und eingeschaltetem Digitalzoom gemacht. Und später mit der Snapseed Software nachgeschärft.

Weiter ging es zu einer jüngeren Anlage mit kurzstämmigen kleinen Bäumen. Hier waren nicht so viele Bienen unterwegs.

Zurrück ging es durch Wiesen und Felder. Und in Rümmingen bin ich in einem ganz besonderen Cafe eingekehrt, darüber schreibe ich nochmal in einem separaten Post.

Wer meinen Blog schon länger folgt wundert sich vielleicht über die andere Bildverarbeitung. Wie gefällt Euch sowas? Findet ihr Schrift im Bild blöd oder störend?

Schreibt mir doch mal nen Kommentar dazu.

Ergänzung im April 2021: Leider hat niemand auf meine Frage nach der Bildbearbeitung geantwortet. Mittlerer Weile hab ich mir einen anderen Gestaltungsstil angewöhnt. Wenn Du dazu Fragen oder Anregungen hast freue ich mich über eine Nachricht.

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Keine Fotos von der Kirschblüte im Eggenertal

Die Kirschblüte im Eggenertal ist sehr berühmt. Ein ganzes Tal voller weiß blühender Bäume eingebettet in die schöne Hügellandschaft des Markgräflerlandes.

Ich bin nicht weit weg aufgewachsen und so konnte ich dieses Naturschauspiel schon oft erleben. Als ich Kind war haben wir Schulausflüge und Wanderungen dort hin unternommen. Mitschüler aus den Dörfern Obereggenen, Niedereggenen und Schliengen berichteten damals schon von Touristen die Reisebussen anreisten und sehr vielen Wanderern zu dieser Zeit.

Heute gibt es dafür sogar eine Webseite www.bluetentelefon.de Seit 2009 kann man sich über den aktuellen Stand der Kirschblüte per Telefon informieren.Dieses Jahr (2019) sollte der absolute Höhepunkt der Blüte am 11.4. Gewesen sein.

Wetter macht mir einen Strich durch die Rechnung

Da für dieses Wochenende Regen angesagt ist wollte ich nicht bis zu meinem freien Tag nächste Woche warten. Denn bei starkem Regen gehen die Blüten noch schneller kaputt. Als ich heute um 17 uhr Feierabend gemacht habe schien in Lörrach die Sonne. Ich hatte im Hinterkopf ein paar tolle Eindrücke vom blühenden Eggenertal für diesen Blog zu fotografieren und buchte ich mir kurz entschlossen über die Carsharing-App ein Stadtmobil Auto.

Ich wollte die abendlichen Sonnenstrahlen ausnutzen. Doch je weiter ich fuhr umso dunkler und nebeliger wurde. Ich hätte noch 5-6 km vor mir gehabt begann es sogar zu regnen. An gute Fotomotive war nicht mehr zu denken. Deshalb drehte ich um und fuhr die etwa 15 km wieder zurück.

Trotzdem Fotos von Kirschblüten

In Lörrach wieder angekommen schien Sonne und blauer Himmel! Sowas gemeines, kaum vorstellbar, das es nur 18 km weiter so viel schlechteres Wetter ist. Leider ist das sehr oft so. Vor vielen Jahren bin ich diese Strecke mit dem Auto gependelt und es war fast täglich so das es in Lörrach einige Grad wärmer ist als in Müllheim (das Eggenertal liegt nahe bei Müllheim). Doch so krasse Licht Unterschiede mitten am Tag, damit hatte ich nicht gerechnet.

Blaue Hauswand anstatt Blauer Himmel


Weil ich nicht ganz ohne Blütenfotos heim wollte hielt ich bei einem weiß blühenden Baum neben einem hellblauen Haus um wenigstens einen netten Farbkontrast zu haben. Auf dem oberen Bild ist zu erkennen das noch nicht alle Blüten geöffnet sind. Der schönste Zeitpunkt kommt also noch.

Vielleicht versuche ich nächste Woche nochmal mein Glück. Mal sehen ob mir das Wetter nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

Dieser Artikel ist aus dem Jahr 2019. Die Kirschblüte ist aber jedes Jahr wieder faszinierend schön. Meistens Anfang bis Mitte April. Dieses Jahr 2021 scheint alles sehr früh zu sein. Wenn Du Dir die Kirschblüte im Eggenertal ansehen möchtest dann empfehle ich Dir das Blütentelefon .

Weitere Kirschblüten Bilder von mir findest Du unter Kirschblüte im Markgräflerland .

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Was blüht da?

Vorletzten Sonntag hatte es hier in Lörrach herrliches Frühlingswetter mit blauem Himmel und Sonnenschein. Ich habe mich deshalb schon recht früh auf gemacht zu einem längeren Spaziergang. Mein Ziel war zwar auch der Sonntagsgottesdienst, doch diesmal habe ich bewusst nicht den direkten Weg gewählt sondern bin hin und zurück weite Umwege gelaufen.

Am Uferweg der „Wiese“ (das ist der Name des Flusses) fand ich viele tolle Fotomotive. Jedes Frühjahr bin ich wieder neu fasziniert von blühenden Bäumen und Sträuchern und so kam es das ich „hängenblieb“.

Die Weissen Blüten sind schon in der Masse faszinierend, doch ihre volle Schönheit entdeckt man wenn man näher hin sieht.

Ich weiß leider nicht genau wie die Pflanze heißt oder ob der Baum angepflanzt wurde oder wild gewachsen ist.

Man sagte mir es sei eine „Vogelkirsche“ oder „Blutpflaume“ in jedem Fall eine Verwandte Art der essbaren Kirschen aber für uns giftig.

Die einzelnen Blüten sind etwa 2cm gross und die Stile sind wirklich so rötlich.

Im Hintergrund ahnt man die „Wiese“

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Frühlingsspaziergang in Lörrach

Dieser Ausflug erscheint vielleicht unspektakulär gegen andere Reisen. Aber ich habe letzten Herbst gelernt wie wichtig auch mal so kleine Spaziergänge sind. Einfach mal los gehen ohne festes Ziel und mal gucken wo man landet. 4 Monate konnte ich Aufgrund eine Fussverletzung keinen zusätzlichen unnötigen Schritt tun. Jeden noch so kleinen Weg hat man sich zweimal überlegt und wenn ich mal rum gelaufen bin dann musste ich meist auf den Boden gucken.Jetzt geht es mir wieder gut und ich kann unbeschwert herum laufen.

Und es ist Fühling!

Lörrach liegt im Süd-westlichsten Ecken Deutschland. Am untersten linken Zipfel der Deutschlandkarte. Diese Gegend hier wird Markgräflerland genannt und ist bekannt für seinen Wein, der vorallem entlang des Rheingrabens angebaut wird. Lörrach liegt nicht ganz in der Rheinebene sondern durch kleine Hügel abgetrennt im Wiesental. Hier herrscht ein meist viel milderes Klima als in den meisten Teilen Deutschlands. Weshalb auch manchmal von der „Toskana Deutschlands“ gesprochen wird. Diese Woche ist es richtig frühlingshaft warm mit Höchstemperaturen um die 15-18 Grad. Dadurch blüht es momentan schon an allen Ecken und Enden. Für mich ist einfach nur Spazieren gehen zu etwas wertvollem geworden, weil ich erfahren musste wie es ist wenn man gar nicht mehr gehen kann. Ein Knochenbruch im Fuss hatte mich über 3 Monate „lahmgelegt“.Im Frühling komnt für mich je nach Wetterlage noch ein Handycap dazu. Ich bin Heuschnupfen Patient. Doch dieses Jahr ist es nicht so sehr schlimm.Also ist es für mich doppelt so schön die wunderschönen Blüten zu betrachten und natürlich zu fotografieren.Tatsächlich handelt es sich um Aufnahmen von ein und dem selben Baum. An dem ich „hängengeblieben“ bin… ich konnte fast nicht aufhören Bilder zu machen.Ich vermute es ist eine Japanische Zierkirsche. Der Baum stand im Vorgarten eines Geschäfts und Bürogebäudes (Arztpraxen), relativ Wind geschützt.In dem Baum konnte ich auch einige Bienen und Hummeln beobachten, denn der Gehweg fürt etwas erhöht an dem Baum vorbei weil dieser Abschnitt kurz vor einer Eisenbahnbrücke liegt.Von der Brücke aus hat man diesen Blick auf die Stadt.Aus diesem Blickwinkel sieht Lörrach sehr klein aus. Der Turm in der Mitte ist das Rathaus und das linke große Gebäude direkt an der Bahnlinie ist das Milka Schokoladenwerk.Und das ist die Aussicht in Richtung Wiesental. Im Hintergrund erahnt man den Südschwarzwald.Mein Spaziergang führte mich eigentlich nur durch Stadtgebiet das ich dachte schon viele Jahre zu kennen. Dennoch habe ich viele Details entdeckt die ich bisher nicht kannte.Kann es sein das monatelang in der eigenen Wohnung fest sitzen einen Aufmerksamer macht?