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14. März der Bahnhof in Müllheim verschwindet

Gestern hatte ich meinen regulären freien Tag und geplant war das ich zu meiner Mutter nach Müllheim fahre um ihr beim Einkauf und im Garten etwas zu helfen.

Im Januar und Februar waren Besuche und Erledigungen bei meiner Mutter, die 35 km entfernt wohnt kein Problem. Freunde hatten mir für zwei Monate ihr Auto überlassen und so konnte ich alles mit dem KFZ erledigen. Doch nun muss ich mir jedes mal eine Lösung suchen.

Carsharing in Müllheim

Auch in Müllheim gibt es Carsharing von Stadtmobil. Mittlerer Weile sogar schon 3 verschiedene Fahrzeuge. Für den gestrigen Montag hatte ich den Seat Mii, dessen Standort im Parkhaus auf der Breite ist, reserviert, Geplant war das ich mit dem Zug nach Müllheim fahre, mit dem Bus bis zur Haltestelle „Amtsgericht“ und ab da muss ich nur noch etwa 200m bis zum Leihwagen laufen, Von dem Auto-Standort bis zur Wohnung meiner Mutter brauche ich normalerweise 3 Minuten,,,

Zugverspätung

Doch schon beim zweiten Halt des Nahverkehrszuges wurde mir klar, dieser Zug fährt nicht planmäßig. Schon in Weil am Rhein und Haltingen mussten wir länger warten. Schon nach der halben Strecke rief ich meine Mutter an um ihr zu sagen das sie nicht zur verabredeten Zeit vor der Türe stehen muss, denn der Zug hat bestimmt mehr als 10 Minuten Verspätung und damit erreiche ich den geplanten Bus in die Stadtmitte nicht. Ich spielte schon mit dem Gedanken zu laufen.

Als wir endlich in Müllheim ankamen war ich fast überrascht das das Bahnhofsgebäude noch da ist, denn es ist schon länger geplant das dieses abgerissen werden soll. Das grüne Gebäude steht noch, aber der Vorplatz wo die Bushaltestellen waren ist eine riesige Baustelle. Also suchte ich erst mal die provisorischen Bushaltestellen. Im DB-Navigator zeigte es mir an das in wenigen Minuten ein Bus kommt. Dieser kam exakt pünktlich!

Ich fuhr mit dem Bus wie geplant bis „Amtsgericht“ und ging zum Auto. Ich konnte den Wagen nur 30 Minuten später als ursprünglich geplant abholen, damit war ich ganz zufrieden. Vor dem los fahren rief ich meine Mutter an das ich gleich komme. Ich fuhr los, den Weg den ich immer fahre, normal brauche ich dafür 3-5 Minuten. Aufgrund einer weitläufigen Baustelle ist die wichtigste Durchgangsstraße der Müllheimer Innenstadt eine nur einspurig befahrbare Einbahnstraße. Diese Verkehrsführung kannte ich bereits. Aber mitten in dem Baustellenbereich versuchten gerade ein großer LKW und ein Bagger den Straßenverkehr zu Kreuzen. Oder was auch immer sie vor hatten, ich konnte das längere Zeit nicht wirklich erkennen ob sie nun rausfahren, wieder rein oder Wenden wollen…

Direkt vor mir fuhr ein alter Mann auf einem Fahrrad und wurde von dem plötzlich Rückwärts fahrenden LKW fast übersehen. Ich hupte, und zwei Passanten schien auf um den Fahrer aufmerksam zu machen. Der Alte Mann kam mit dem Schreck davon! Er konnte über den Fussgängerweg aus der Situation entweichen. Doch ich stand irgendwann zwischen den beiden riesigen Baufahrzeugen, die sich in für mich nicht ganz nachvollziehbare Richtungen bewegten. Der Bagger überholte mich (einspuriger Verkehr!) und befüllte den Laster mitten auf der Strasse… äähm…

Baustellen in Müllheim

Nur mal zum richtig vorstellen: Ich saß gerade mal eine Minute in einem anderen ungewohnten Auto und brauchte für eine Strecke die sonst 3 Minuten dauert fast 15 Minuten. Ich war so froh als ich endlich aus diesem Baustellenknuppel raus war.

Meine Mutter brauchte ein paar Erleidigungen, Zuerst zu einem Arzt wo sie ein Rezept abholen musste, dann dieses in einer Apotheke abgeben und dann wollte sie einen Brief unbedingt direkt auf der Post abgeben. Jetzt rate mal wo die Apotheke und die Post sind? Mitten im Baustellenbereich! Meine Mutter verstand nicht, warum ich da jetzt nicht hin fahren wollte. Letztlich bin ich innerhalb der nächsten Stunde drei mal da durch gefahren, weil meine Mutter irgendwas in der Gegend wollte. Du kannst verstehen das ich da leicht genervt war.

Baustelle im Bahnhofsbereich

Eine weitere Erledigung für meine Mutter mussten wir ganz in der Nähe des Bahnhofs machen. Auch dahin mussten wir wegen umfangreicher Baustellen einen Umweg fahren. In Müllheim werden neue Bahngleise gebaut und dafür laufen nun großflächig die Vorbereitungen. Während meine Mutter im Gebäude ihren Termin hatte wartete ich im Auto. Direkt neben mir belud ein riesiger Bagger zwei große Lastwägen mit Erdreich. Faszinierend wie schnell das geht!

Mama will Hilfe im Garten

Meine Mutter hatte schon zuvor am Telefon angedeutet das sie Hilfe im Garten bräuchte, das sei so viel und schwer… ich solle alte Klamotten anziehen, falls ich etwas bei der Gartenarbeit beschädige. Ich hatte allerdings nur alte Schuhe an, bei denen es nicht schlimm ist wenn sie dreckig werden.

Meine Mutter wollte mir noch lang andere Kleidung und andere Schuhe aufdängen und wollte mit mir erstmal besprechen wie man vorgehen könnte um das alles zu schaffen… Moment mal! Ich hatte den Leihwagen bis 17 Uhr reserviert und sie kommt mir mit diesem Anliegen um 16:30 !!!

„Zeig mir einfach worum es geht“. Also nicht lange umziehen und blabla, Runter in den Garten, dort stand noch ein verdorrter Busch aus dem Vorjahr und diesen sollte ich beseitigen. Es handelte sich um dünne Äste einer Staudenpflanze die man ganz einfach mit einer Rebschere abschneiden kann. Meine Mutter dramatisierte das sehr… sie wüsse nicht ob eine der drei Scheren stark genug sei und und ob ich nicht ein geeignetes Werkzeug mitbringen könnte… blabla…

Was denkst Du wie langsam ich bin?

Kurzer Hand verlängerte ich mit der Carsharing App die Buchung für das Auto und begann zu schnippeln. Um 17:15 war der Busch weg und zerkleinert im Bioeimer. Meine Mutter hatte wieder mal ein Problem bis zur Unbewältigbarkeit aufgeblasen. Für mich war das Ding in knapp 20 Minuten erledigt.

Meine Schwester hatte mir am Telefon gesagt das Mama irgendwas von Blumenerde gewollt habe und sie ihr aber wegen ihrer Rückenverletzung abgesagt habe. Ich fragte also „Wo ist die Blumenerde und wo soll sie hin“. Ja die Blumenerde ist ein 40 Liter Sack der da hinten an der Mauer leht, der auf das gerade abgeräumte Blumenbeet müsse… aber das sei zu schwer und das würden wir heute nicht mehr schaffen…

Ich schnappte den Sack, schnitt ihn auf und verteilte die Erde schneller als meine Mutter realisieren konnte das ich den Sack ohne Hilfsmittel bis zum Blumenbeet bewegen kann. Seit Wochen stand die Blumenerde da und sie habe die ganze Zeit überlegt wen sie bitten könnte diese Arbeit zu tun. Ich hab das mal eben in 10 Minuten erledigt.

Meine Mutter bedankte sich etwa 20 Mal dafür. Ich verstehe nicht warum sie mich zuerst durch die Stadt und zum Briefkasten usw jagt, wenn ihr das mit dem Garten so viel wichtiger war. Sämtliche Erledigungen hätten wir viel schneller erledigt wenn sie von Anfang an klarer kommuniziert hätte was noch zu tun ist und wir es in schlauerer Reihenfolge gemacht hätten.

Um 17:45 Uhr brachte ich den Leihwagen zurück. Dafür musste ich übrigens an der Apotheke und der Post vorbei… hätte man alles in einem erledigen können.

Heimreise mit Hindernisse

Meine Ursprünglich kurz nach 17 Uhr geplante Zugverbindung war natürlich weg. Stattdessen wollte ich den Bus um 17:53 nehmen und dann den Zug um 18:07. Mit der Verbindung wäre ich 19 Uhr zuhause gewesen. Leider kapierte ich zu spät das die Haltestelle aufgrund der Baustelle nicht angefahren wird. Das war mein Fehler, selber Schuld. Also entschied ich mich zum Bahnhof zu laufen und einen späteren Zug zu nehmen.

Der Spaziergang tat ganz gut, und ich sah ein faszinierendes Abendrot. Am Bahnhof dann Verwirrung. Das Bahnsteig das ich kenne gibts nicht mehr. Stattdessen die Information mein Zug ginge an Gleis 3 ab. Früher gab es hier nur 1,2 und 5 und nun Wegweiser zu 4 und 6 ? Wo ist Gleis 3?

Gleis drei ist jetzt das war früher Gleis 1 war, das wo ich vorhin angekommen war. Alles andere drum herum ist Baustelle!

Wo ist mein Gleis?
Diesen Wegweiser braucht es wirklich

Ende der 80er Jahre habe ich hier an diesem Bahnhof täglich gependelt. Insgesamt 5 Jahre lang. Damals kannte ich hier jeden Fahrradständer… und heute verlaufe ich mich hier fast…

Unterführung am Bahnhof Müllheim

Das ist die Unterführung die ich jeden Morgen nehmen musste.

Ich erinnere mich noch ganz dunkel an ein Ereignis aus meiner Kindheit. Wir waren gemeinsam mit meiner Oma (1983 verstorben) jemandem am Bahnhof abholten. Ich trug einen Blumenstrauß. Als wir durch die für mich damals gruselige Unterführung gingen fuhr ein Zug darüber und ich hielt mir vor Angst den Blumenstrauß über den Kopf, meine Oma erklärte mir das wenn das Bauwerk einstrürzt so ein paar Blumen mich auch nicht mehr schützen können. An diese Anekdote musste ich immer wieder denken wenn ich da durch musste.

Warten am Gleis 3

der Bahnhof Müllheim ist schon halb weg

Auf diesem Bild siehst Du das von dem Dach am Gleis zwei gar nichts mehr übrig ist. Immerhin funktioniert die Uhr noch… ich war um 18:30 am Bahnsteig…

Der Zug hat 45 Minuten Verspätung

Dann kam die Durchsage das mein Zug 45 Minuten Verspätung hat. Dazu aber keine weiteren Informationen ob vorher fahrende Züge vielleicht auch später sind und ich einen von diesen nehmen könnte… Es blieb nur warten.

Zum Glück hatte ich meine Winterjacke dabei und sogar noch eine Leggins unter der Jeans, als hätte ich es geahnt. Meine prägendste Erinnerung an diesen Bahnhof: „warten und frieren“ …

Es kommt ein Zug

Es kam tatsächlich ein Zug mit der Aufschrift Basel. Ich stieg ein um dort zu erfahren das es sich um den RB 27 der um 18:07 hätte fahren sollen handelte. Leider war mein Handyakku schon so leer das mein Handy in den Energiesparmodus ging, der DB Navigator funktioniert dann nicht mehr. Ich bat meine Schwester per whatapp nach zu sehen ob ich Anschluss in Basel oder Weil am Rhein habe. Sie meinte Weil wäre sinnvoller. Doch dann kam ein Zugbegleiter und als ich diesen fragte, räumte er ein das die S5 ab Weil am Rhein heute nicht korrekt verkehrt und es besser sei bis nach Basel zu fahren. Er war der Meinung das wir die S6 nach Lörrach um 19:47 nicht mehr erreichen würden, aber um 20:17 fährt ja die nächste.

Ich hatte Glück, wir fuhren genau 19:45 in Basel ein und ich rannte wie zahlreiche andere Fahrgäste zum anderen Gleis und wir erreichten die Bahn die exakt 19:47 los fuhr!

So war ich dann um 20 Uhr endich zuhause!

Ich war von 13-20 Uhr unterwegs um mit meiner Mutter ein paar Dinge in der Stadt zu erledigen und etwa 30 Minuten Gartenarbeit zu machen. Solch ein zeitlicher Aufwand für so wenig Hilfe vor Ort.

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Baustelle Landesgartenschau… und ich dachte ich kenne mich gut aus!

Heute war ich das erste seit langem ( auch durch Corona) mit dem Auto auf der Autobahn unterwegs. Ich bin den Weg zu meinem Geburtsort gefahren, nur knapp 30m von hier, um meine Mutter zum Muttertag zu besuchen. Die Autobahnstrecke dort hin kenne ich schon seit ich Autofahren darf, oder noch länger.

Selbstverständlich hat sich an der Strecke in den letzten Jahrzehnten viel verändert. In den 90er Jahren bin ich die Stecke fast täglich gefahren. Habe sie schon bei jeder Verkehr oder Wetterlage erlebt. Und eigentlich dachte ich, ich kenn mich aus.

Nun durch Corona sind zwar einige Wochen vergangen seit ich die Autobahnanschlussstelle Neuenburg Müllheim das letzte Mal gefahren bin. Und wie gewohnt habe ich weder Verkehrsnachrichten noch Googlemaps konsultiert. Denn ich kenne die Stecke ja…

Die Stecke bis zur Autobahnabfahrt Neuenburg/Müllheim war wie gewohnt… doch dann fielen mir schon Baustellenmarkierungen und neben der Strasse fehlende Bäume auf… Was sage ich ein fehlender Wald!

Da wurde ganz massiv abgeholst. Schon an der ersten Ampel nach der Abfahrt war ich total irritiert denn man kann jetzt Gebäude im Städtchen sehen, die man die letzten 30 Jahre noch nicht mal im laubfreien Winter sieht.

Aber ich wusste ja, es wird die Landesgartenschau 2022 vorbereitet, und wenn dafür ein kleiner Wald weg muss… okay.

Aber wieso war an dieser Kreuzung so wenig los? Ich kenne die Ecke die letzten Jahre immer nur mit Stau…

Ach ja Corona… es sind weniger Leute unterwegs… und der nahe Grenzübergang nach Frankreich ist geschlossen…

Danach habe ich meine Mutter besucht und wir hatten einen schönen aber Kontaktlosen Nachmittag im Garten hinter dem Haus. Sie hat einen Tisch und Stühle raus getragen und ich habe Kuchen und Geschirr gebracht. Und dieses wieder dreckig mitgenommen, damit ich ihr auch ja nicht diesen bösen schlimmen Virus zutragen kann. Das ist total übertrieben aber es war sogar meine eigene Idee. Außerdem habe ich eine Spühlmaschine und sie nicht, und ich wollte ihr den Aufwand mit dem Geschirr runter und hoch tragen abnehmen.

Für den Heimweg hatte ich gute 30 Minuten eingeplant, bis ich den Stadtmobil Carsharing-Wagen abgeben muss. Normal ist das mehr als genug. Gerade Sonntags wenn nicht viel Verkehr ist…. normal!

Kaum saß ich im Auto meldete der Verkehrsdienst das die B3 auf meiner Strecke wegen eines Unfalls gesperrt sein… war mir aber egal, denn ich wollte ja Autobahn fahren. Dieser weg ist zwar ein paar KM länger aber man kommt schneller an, weil man nicht durch die Dörfer an der B3 fahren muss.

Doch dann bei Neuenburg,dort wo die ganzen Bäume fehlen, die Verkehrschilder fehlen auch teilweise… und die die da sind sind durchgestrichen… ich ignorierte auch das, ich will ja nicht nach Frankreich ich will nur auf die Autobahnauffahrt, die sich kurz davor befindet…

Was ist das??? Die Auffahrt wie ich sie mal kannte ist nicht nur gesperrt, sondern sie ist schlicht… weg ! Kann man sehr gut sehen denn alle Bäume die sonst die Kurve säumen sind genauso weg!

Okay ich fahre weiter gerade aus und unmittelbar vor dem Gesperrten Grenzübergang geht eine kleine Straße ab die mit U1 gekennzeichnet ist. In der Hoffnung das mich dieser Weg an eine provisorische Autobahnauffahr oder wenigsten bis Hartheim wo es einen Autobahnhof gibt führt bin ich dort lang gefahren.

Bauzaun rechts und links und eine Abenteuerliche Verkehrsführung durch mehrere S Kurven um Baustellen herum lande ich zwischen Schrebergärten und einem Ausfluggasthof… doch die Beschilderung U1 geht weiter.

Ich bin irritiert, ich weiß das ich mich auf dem schmalen Streifen zwischen Autobahn und Altrhein befinde, aber ich kann mir echt keinen Reim machen wie ich hier irgendwo sinnvolles ankomme… Inmitten von Landschafstbaustellen komme ich zu einem rund herum eingezäunten U-Turn…. super Umleitung! Diese Umleitung hat mich nur an eine Stelle geführt die geeignet ist auch für LKWs umzudrehen.

Also wieder zurück zur ehemaligen Autobahnanschlussstelle. Dabei fällt mir auf das Teile der Fläche die wohl Landesgartenschau 2022 werden sollen aussehen wie eine Mondlandschaft. Dann komme ich am geschlossenen von Polizei bewachten Grenzübergang vorbei und mir bleibt nichts anderes übrig als in Richtung Karlsruhe auf die Autobahn zu fahren. Um bis zur nächsten Anschlussstelle in die Falsche Richtung zu fahren.

Dieser Exkurs hat mich etwa 15-20km mehr und 30 Minuten länger Zeit gekostet. Zum Glück konnte ich rechtzeitig auf einem Autobanparkplatz halten um die Hotline von Stadtmobil anzurufen, damit meine Reservierung für das Auto verlängert wird.

So ein Anruf kostet mich 1€ aber hätte ich den Wagen zu spät nach Ablauf der Reservierung zurück gebracht hätte mich das eine Strafe von 25€ gekostet.

Landesgartenschau 2022 in Neuenburg, ganz toll, ich bin jetzt schon begeistert * Ironie*

CarSharing in Müllheim, mit Stadtmobil Südbaden auch im ländlicheren Raum mobil

Stadtmobil Südbaden bietet die CarSharing Fahrzeuge nicht nur in den großen Städten wie Freiburg und Lörrach an, sondern auch in vielen kleineren Orten. Die beiden Autos in Müllheim habe ich selber schon mehrfach genutzt und deshalb möchte ich Euch davon berichten.

Stadtmobil CarSharing ist ein Carsharing Verbund der im Jahr 1999 gegründet wurde. In ihm wurden die einzelnen regionalen Verbünde zusammengefasst, die logischerweise vorallem in den großen Städten entstanden waren. Beispielsweise Stuttgart, Berlin, Essen, Frankfurt am Main, Karlsruhe und Mannheim. Als auch eine Ortgruppe in Freiburg gegründet werden sollte entschied man sich bewusst nicht für den Namen Stadtmobil Freiburg, weil ja auch die umliegenden Gemeinden integriert werden sollten. Auch wenn das Wort „Stadt“ im Firmennamen ist, so ist die Philosopie dennoch auch kleinere Orte zu integrieren.

Zum Beispiel gibt es schon seit Jahren Autos in Heitersheim ( 6000 Einwohner) und Efringen-Kirchen ( 8300 Einwohner). Diese werden wohl ausreichend genutzt, denn diese Standorte gibt es schon sehr lange und die Fahrzeuge wurden schon mehrmals erneuert.

Noch nicht ganz so lange gibt es Fahrzeuge in Bad Krotzingen ( ca. 16 000 Einwohner) und Staufen (ca. 8000 Einwohner). Recht neu ist das es ein Carsharing Auto in Bad Bellingen gibt, dieses ist von My-E-Car, kann aber über die Carsharing Deutschland App von Stadtmobilkunden genutzt werden.

In Müllheim gibt es zwei Stadtmobil Fahrzeuge

In Müllheim gibt es momentan 2 Stadtmobil Autos, die beide am gleichen Standort platziert sind. Den Standort im Parkhaus „Auf der Breite“ finde ich ganz praktisch. Denn dieses Parkhaus ist sehr zentral gelegen.

Den Standort der Müllheimer Autos erreicht man mit dem Bus über die Haltestelle „Amtsgericht“. Von dort läuft man etwa 200m die Strasse zwischen Kirche und Post runter und gleich wieder links. Das Parkhaus befindet sich auf der rechten Seite ( neben der Freien Christen Gemeinde).

Einen festen Stellplatz für Carsharing Fahrzeuge in einem Parkhaus finde ich persönlich nicht immer ideal. Man muss bedenken das die Person die das Auto abholt noch nie zuvor mit dem Auto gefahren ist… und mit einem fremden ungewohnten Auto in einem engen Parkhaus ausparken ist nicht gerade jedermanns Sache. Das Parkhaus in Müllheim ist nicht sehr eng, aber wenn man das Auto rechts in der Ecke erwischt muss man beim rausfahren aus der Lücke doch etwas gut aufpassen.

(Stell Dir vor Du steigst in ein Auto das Du vorher nicht kennst, und Du musst als erstes rückwärts aus einer engen Parklücke) Bei einem Standort im Freien ist da oft die Hemmschwelle weit niedriger.

Ich persönlich würde einen Standort in Bahnhofsnähe begrüßen, aber ich denke die meisten Nutzer der Müllheimer Autos kommen nicht mit dem Zug sondern zu Fuss. Der Bahnhof in Müllheim ist ja leider etwas abgelegen. Darüber habe ich auch schon geschrieben.

Warum nutze ich Carsharing

Ich wohne und arbeite in der Lörracher Innenstadt, für den Weg zur Arbeit brauche ich kein Auto und deshalb habe ich mein privates KFZ abgeschaft. Seit jetzt mehr als 15 Jahren bin ich Kunde bei Stadtmobil Südbaden. Für private Ausflüge oder größere Einkäufe nutze ich Carsharing und das hat sich für mich sehr praktisch und rentabel erwiesen.

Meine Mutter wohnt in Müllheim und hin und wieder mache ich mit ihr Ausflüge oder Besorgungen für sie bei welchen ich ein Auto brauche. Manchmal nutze ich dafür ein Stadtmobil-Fahrzeug aus Lörrach und fahre mit dem Auto nach Müllheim. Aber oft fahre ich mit dem Zug nach Müllheim (Bus bis Haltestelle Amtsgericht) und nutze eines der beiden Müllheimer Autos.

Die Müllheimer Fahrzeuge:

Die beiden Stadtmobil Autos im Müllheimer Parkhaus

In Müllheim gibt es momentan diese beiden Fahrzeuge. Auf dem Bild seht ihr beide Autos auf ihrem Stellplatz im Parkhaus „auf der Breite“

  • Seat Mii ist sehr neu und spritzig zu fahren. Trotz seiner kurzen länge ist er ein 5 Türer und auch die Personen auf dem Rücksitz haben ausreichend Platz. Allerdings finde ich den Kofferraum sehr klein.
  • Dacia Logan, dieser Wagen ist nicht mehr ganz so neu. Was hier positiv auffällt ist das große gut zu erkennde Navi. Im Innenraum hat man viel mehr Platz als im Mii, aber meine Mutter mit fast 80 bemängelt hier die Sitztiefe (im Mii sitzt man höher und so kommt sie besser raus) auf der Rückbank hat man hier schön viel Platz, also für einen Familien oder Gruppenausflug sehr angenehm. Der Kofferraum ist extrem gross, die Rückbank kann für den Transport von großen Gegenständen umgelegt werden.

Wie funktioniert Carsharing in Südbaden

Wie das Carsharing hier in Südbaden genau funktioniert habe ich schonmal beschrieben. Um die Fahrzeuge zu reservieren benutze ich meistens die Handyapp Carsharing Deutschland oder ich rufe an.

Mein Fazit

Ich finde es sehr gut, das es auch in kleineren Städten Stadtmobil Fahrzeuge gibt. Meiner Meinung nach sollte man dies noch mehr ausbauen und forcieren, denn so eine Stadtmobil Mitgliedhaft kann ein eigenes Auto oder bei Familien oft ein Zweitauto ersetzen.

Bei der Überlegung ob man sich Carsharing zulegt sollte man das Argument „ich kann mir ein Auto irgendwo unterwegs anmieten“ mit einbeziehen. So wie ich, ich wohne in Lörrach nutze aber beinahe regelmäßig Autos in Müllheim. Ich hab aber auch schon Stadtmobil Fahrzeuge in Stuttgart, Kirchheim, Mannheim und Bochum benutzt.

Carsharing in suedbaden mit stadtmobil

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Der Text gibt nur meine persönliche Meinung und Erfahrung wieder, ich werde nicht dafür bezahlt und deshalb ist er nicht als Anzeige oder Werbung deklariert.

Bilder aus Müllheim

Fußweg nach Müllheim

Heute bin ich mit dem Zug nach Müllheim gefahren. Keine weite Reise. Im schönen Markgräflerland gelegen.In dieser Kleinstadt, etwa 30 km südlich bin ich aufgewachsen und ich habe dort meine Mutter besucht.In Müllheim liegt der Bahnhof etwas ausserhalb. Früher fast nur von Feldern umgeben, heute erstreckt sich das Industriegebiet drum herum.

Vom Bahnhof führt ein Radweg in die Stadt und auf Wegweiser ist eine Distanz von 3 Km ausgewiesen. Meine Mutter wohnt aber noch ein kleines Stück weiter als der Ortskern. Noch immer in dem gleichen Gebäude in dem ich aufgewachsen bin.

Als ich 1988 in Lörrach meine Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau begonnen habe gab es eine Busverbindung die Badenweiler zum Müllheimer Bahnhof , leider führen damals in den Wintermonaten weniger Busse, weil es weniger Kurgäste in dem Kurort gab.Für mich als Pendler in Richtung Lörrach war das doppelt unpraktisch, denn die wenigen Busse die fuhren waren auf die Zugverbindung Richtung Freiburg getaktet weil es in die Richtung weit mehr Pendler gab.So kam es das ich diesen Fussweg vom Bahnhof in die Stadt und umgekehrt etwa 5 Jahre lang sehr oft gegangen bin. Und meistens in der kalten und dunklen Jahreszeit. Oft bin ich auch mit dem Fahrrad gefahren, doch dieses war nicht selten am Abend platt oder sonst beschädigt. Zweimal wurde es mir komplett geklaut. Das eine mal stand es am nächsten Tag wieder da. Folglich war dieser Fußweg vom Bahnhof hoch nicht gerade mit sehr positiven Erinnerungen besetzt.

Ich habe niemals gezählt wie oft ich hier lang gelaufen oder mit dem Rad gefahren bin. Morgens war ich immer in Eile und sehr oft angenervt vom Wetter, denn oft wenn zu hause in der Oberstadt die Sonne schon schien lag hier unten in der Rheinebene noch unangenehmer Nebel.

Abends nach der Arbeit und über 40 Minuten Zugfahrt nervt einen so ein Weg auch.

Dieser Blickwinkel war für mich Jahrzehntelang der Inbegriff für nach Hause kommen.

Im Hintergrund sehen wir den Blauen, der mit seinen 1165 m in und um Müllheim stets zu sehen ist. Meine gesamte Kindheit diente er mir als Orientierung. Wenn seine Silouette genau so aussieht, dann schaue ich direkt dort hin wo ich gewohnt habe.

Noch heute vermisse ich oft in fremden Städten so einen Orientierungspunkt. Ich frag mich immer noch wie ihr das im Flachland macht, ohne Berg am Horizont oder meinem Handy (Google Maps) verliere ich schnell die Orientierung.

Solch schicke Wegweiser wie oben im Bild gab es damals nicht. Wurde dieser Fußweg doch höchstens von regelmäßigen Pendlern benutzt. Viel los war auf der Strecke nie .Heute ist der Weg ein Teil eines gut ausgebauten Fahrradwegenetzes:

Auf diesem Bild sehen wir im unteren Teil wie toll der Weg heute ausgebaut ist. Zu der Zeit in der ich hier täglich geradelt bin, war es nur ein schmaler Kiesweg mit Pfützen und Gras an den Seiten.

Auch sonst hat sich an der Strecke bis zu meinem ehemaligen Zuhause extrem viel verändert. Ich finde es fast erschreckend wie viele neue Gebäude überall „dazwischen“ gebaut wurden.

Klar viele große Gärten sind heute Wohnhäusern und Garagen gewichen. Aber eine Straße durch die ich bestimmt schon 20 Jahre nicht mehr gelaufen bin… ähm… ich habe zwei Gebäude wieder erkannt, alles andere ist neu gebaut! Und das im alten Ortskern von Müllheim.

Es ist schon erstaunlich wie viel sich in 30 Jahren verändert. Und zu weilen lustig welche Kleinigkeiten eben nicht.

Auf dem letzten Bild oben die Plantanenallee. Sie sieht noch fast genauso aus wie damals, nur das jetzt weniger Verkehr hindurch führt.

Unten: wieso kann man jetzt von der Mühlenstrasse aus die Martinskirche sehen? Bach, Kirche und Straße sind nach wie vor am gleichen Ort.

Ich nehme an das dazwischen ein paar große Bäume weg sind. Jedenfalls konnte ich mich an diesen Blick nicht erinnern.

Ich hoffe sehr liebe Blogbesucher, das ich Euch nicht zu sehr mit meinen Erinnerungen gelangweilt habe und freue mich wenn ihr wieder rein schaut.