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Nähanleitung Geschenkbeutel

Mein Wunsch nachhaltiger zu leben und weniger Müll zu produzieren hat dazu geführt das ich mir auch das Thema Geschenke verpacken neu überlegt habe.

Gerade zu Weihnachten wird so viel verschenkt und alles und jedes ist in bunt bedrucktes und am besten noch glänzendes Papier verpackt. Meistens landet dieses schon kurz nach dem Auspacken im Müll. Geschenkpapier kostet Geld, Energie und wertvolle Ressourcen, die es gilt einzusparen. Es ist einfach zu schade um es nach wenigen Minuten Bescherung achtlos weg zu werfen.

Bei uns zuhause war das anders, meine Mutter hat mir von klein auf beigebracht Geschenke vorsichtig auszupacken um das Papier nicht zu sehr zu beschädigen. Denn sie war sehr sparsam und hat gebrauchtes Geschenkpapier aufgehoben, gebügelt und im nächsten Jahr wieder verwendet. Als Kinder fanden wir das völlig normal. Geschenkpapier als Einwegprodukt habe ich erst im Erwachsenenalter kennengelernt.

Stoffbeutel als Geschenkverpackung

Die Idee Geschenkverpackungen mehrfach zu benutzen finde ich nach wie vor gut, doch mit Papier geht das nur bedingt. Deshalb kam ich auf die Idee mit den Beuteln aus Stoff.

Gerade für Weihnachten gibt es viele schöne Stoffe die dafür ideal geeignet sind. Da die meisten Weihnachtsstoffe aus Baumwolle sind, sind diese auch für Nähanfänger einfach zu verarbeiten.

Geschenkbeutel für Weihnachten nähen

In meinem Beispiel zeige ich Dir wie man hübsche Beutel für kleine Geschenke näht. Selbstverständlich funktioniert das auch in größer, das Prinzip ist das gleiche.

So wird es gemacht

etwa 1-2cm umbügeln

An der langen Seite einen schmalen Saum von etwa 1-2 cm um bügeln. Wie breit das genau ist, ist gar nicht so wichtig. Es sollte nur gerade sein. Wenn Du kein gutes Augenmaß hast dann messe es an 2-3 Stellen ab. Hier hat sich herausgestellt, das einen etwas breiter einfacher ist als nur mit einem knappen Zentimeter.

nochmal ca 4-5 cm umklappen und bügeln

Nun klappst Du nochmal etwa 4-5 cm um und bügelst. So das der der schmale Streifen von oben innen liegt.

knappkantig nähen

Nun nähst Du einmal gerade drüber. Ich habe hier absichtlich einen kontrastfarbenen Faden genommen damit die Naht gut zu sehen ist.

nochmal bügeln

Nun den Saum nochmal falten das Kante auf Kante liegt und kurz bügeln. Diesen Knick klappst Du jedoch wieder auf, er dient nur zur Orientierung denn nun nähst Du nochmals genau da wo der Knick ist.

etwa 2cm von der ersten Naht wird genäht

Der Kniff mit dem gebügelten Knick hilft Dir gerade und genau zur ersten Naht parallel zu nähen. Wenn Du geübter bist und Dich ohne orientieren kannst, kannst Du den gebügelten Knick auch weg lassen. Ich finde jedoch einen Knick zu machen geht schneller und einfacher ist, als einen Strich mit Linieal und Kreide ziehen.

Tipp: ich schneide und bügele immer gleich mehrere Teile vor, das spart Zeit und ich muss nicht dauernd wieder von der Nähmaschine weg.

Beutel zusammenklappen

rechts auf rechts zusammenklappen

Wir legen nun den Stoff rechts auf rechts, so das die bereits genähte Kante genau übereinander liegt.

Nun folgt das zusammen nähen, wir beginnen an der unteren linken Ecke. Also da wo das „e“ von dem Schriftzug auf dem Foto ist. Wir nähen etwas Steppfussbreit. Bis zur Ecke und dann die obere Kante entlang bis zur ersten Naht. Dort bitte unbedingt die Naht gut verriegeln. (vor und zurück nähen, damit die Naht nicht auf geht).

bis hier her geht die Naht

Auf diesem Bild kannst Du erkennen wie ich das meine, Die Umlaufende Naht geht bis zur ersten Naht. Jetzt kannst Du auch schon den Tunnel für das Zugband erkennen. Der Bereich auf dem Bild ganz unten ist die „Rüsche“ an unserem Geschenkbeutel.

Nun kannst du wenn Du wie ich Baumwollstoff vernähst die Nahtzugabe noch mit einem Zickzackstich versäubern (gegen ausfransen schützen). Wenn Du Filz oder anderen nicht ausfansenden Stoff verwendest kannst Du Dir diesen Arbeitschritt sparen.

Beutel wenden und Band einziehen

Bevor Du den Beutel wendest solltest Du alle Fadenenden weg schneiden, damit es schön ordentlich aussieht. Beim Wenden darauf achten das die Ecken schön nach außen gestülpt sind. Notfalls mit einem Kochlöffelstiel heraus drücken.

Das Band kommt in die zweite Lücke von oben

Nun kannst Du das Band oder Kordel einziehen. Beachte dabei das Du in den zweiten Tunnel gehst nicht in den ganz oben.

Band einziehen ganz einfach

Dein Band oder Kordel sollte etwa doppelt so lang sein wie das flach liegende Beutelchen. Du kannst hier Satinband, Samtband oder Kordel verwenden. Wenn Du magst kannst Du auch eine Kordel aus farblich passenden Wollresten selber drehen. Hier ein Video zum Kordeldrehen.

Nur im Notfall würde ich hier einfaches Geschenkband verwenden, weil dieses nicht waschbar ist. Dein Geschenksäckchen aus Stoff kann man waschen.

Das Band bzw. Kordel ziehst Du mit einer großen Sicherheitsnadel in den Tunnel, indem Du den Stoff auf die Nadel stauchst. Dann forderes Ende fest halten und Stoff rechts von der Nadel runter ziehen. Wieder wechseln, von Links so viel Stoff wie geht auf die Nadel stauchen, wechseln und rechts abziehen. Einmal kapiert geht das super einfach!

Wenn Dir nicht klar ist wie das gemeint ist kannst Du Dir dieses Video dazu ansehen. Wobei ich finde das die Dame am Anfang sich bissel blöd anstellt. Aber es ist im zweiten Teil dann gut zu sehen was sie macht.

Fertig ist Deine nachhaltige Geschenkverpackung.

sobald das Band zusammengezogen wird entsteht die Rüsche

Fertig ist Deine umweltfreundliche und nachhaltige Geschenkverpackung. Der Beschenkte kann diesen Beutel einfach weiter verwenden. Etwas darin aufbewahren oder ihn bei der nächsten Gelegenheit weiter verschenken. Wer weis, vielleicht bekommst Du in ein paar Jahren deinen eigenen Beutel neu befüllt zurück…

Viel Freue beim nach nähen und verschenken!

Upcycling Nähprojekt: Waschlappen aus alter Kinderbettwäsche und Handtuch

Heute möchte ich Euch eine Upcycling Idee aus einer alten Kinderbettwäsche und aus ausgedienten Handtüchern vorstellen. Um diese nachhaltige Nähidee nachzuarbeiten brauchst Du ein altes Handtuch und ein Stück Kinderbettwäsche (muss noch nicht mal vollständig sein).

Nähanleitung für Anfänger 
Waschlappen für Kinder aus Kinderbettwäsche und altem Handtuch. Nachhaltige Nähidee. Kinderbettwäsche Recycling, Upcycling
Nähanleitung Waschlappen aus Kinderbettwäsche und Handtuch.

Da ich während des Corona-Shut-Down ehrenamtlich Masken für Seniorenheime und Pflegedienste genäht habe, habe ich diverse Material Spenden erhalten. Tischdecken, Bettwäsche und alles Mögliche aus Baumwolle wurde zu Behelfsmasken verarbeitet. Die Kinderbettwäsche ist übrig geblieben, weil ich dachte es will kaum jemand mit einem Teddy im Gesicht rumlaufen. Zum Wegwerfen oder als Putzlappen finde ich sie aber viel zu schade. Deshalb habe ich mir diese Upcycling-Idee einfallen lassen:

Kinderwaschlappen aus alter Bettwäsche

Diese kleinen praktischen Waschlappen kann jede Mutti von kleinen Kindern gut gebrauchen. Um unterwegs die Hände zu waschen oder mal schnell den schokoverklebten Mund ab zu wischen.

Der Stoff mit den Teddybären ist ganz weiche Biberbettwäsche auf Baumwolle gewesen. Baumwollbettwäsche eignet sich für solche Projekte sehr gut, weil man den Stoff genauso wie Baumwoll-Frottee heiß waschen kann.

Welches Material brauchst Du für dieses Projekt?

  • ein altes Handtuch (ganz neuer Frottee ist schwieriger zu nähen, als totaler Anfänger würde ich zu einem schon länger genutzten Handtuch raten
  • ein Stück Kinderbettwäsche (Kuschelige Biberbettwäsche finde ich hier idealer, aber es geht auch jede andere aus Baumwolle)

Die hier gezeigten Waschlappen habe ich aus einem einzigen Handtuch gemacht. Das Handtuch ist schon älter, ich habe es mal „geerbt“ aber ich mochte es nicht mehr, weil die Farbe so gar nicht zu meinen anderen passt.

Das Handtuch und die Bettwäsche sollten einigermaßen farblich zusammen passen. Die Bettwäsche sollte nicht zu groß gemustert sein. Eine Arielle die über 30 cm groß ist, oder ein Deckenfüllender Spongebob sind hier leider nicht geeignet.

Zuschnitt:

Ich habe mir zuerst das Frottee-Handtuch in 6 Quatrate à 20×20 cm zugeschnitten.

Frottee schneiden ist nicht ganz einfach. Wichtig ist das Du eine richtig schön scharfe Stoffschere hast.

Um gerade Kanten zu erhalten, bin ich immer von den Rändern des Handtuchs ausgegangen. Zuerst habe ich die Kante des Handtuchs der Kantennaht folgend abgeschnitten. Die Kanten aufheben! Daraus kann man super farblich passende Aufhänger machen.

Das Handtuch glatt vor sich legen. (ich mache das gerne am Bügelbrett, weil mit solche Sachen im Stehen leichter fallen als im Sitzen). Von der unteren Kannte 21 cm abmessen und den Stoff kennzeichnen.

An dieser Stelle hab ich festgestellt das Schneiderkreide oder Kreidestift nicht gut sichtbar sind auf Frottee. Deshalb habe ich einen gewöhnlichen Kugelschreiber verwendet. Die Striche mit den 21 cm von der Unterkante alle 5-10 cm wiederholen. Darauf unbedingt darauf achten das das Lineal oder Metermaß wirklich gerade im rechten Winkel zur Unterkante liegt. Im Zweifelsfall funktioniert ein eckiger Gegenstand als Lineal.

Danach die einzelnen Punkte mit dem Gegenstand als Lineal verbinden. Und erst schneiden wenn alle Kanten angezeichnet sind. Denn je kleiner das Stoffstück ist umso schwieriger ist es darauf gerade Linien zu zeichnen.

Entlang der Kugelschreiberlinien schneiden. Am besten immer den Stoff so hin legen das man gerade von sich weg schneidet. Nur so kann man wirklich gut gerade schneiden.

Motive Suchen:

Da ich weit mehr Teddystoff als Frottee hatte, konnte ich gezielt die Motive suchen. Das solltest Du auch machen, denn ein halber Teddykopf oder nur die Füße einer Prinzessin sind nicht so hübsch.

Dazu habe ich die ausgeschnittenen Frottee-Quadrate auf den ausgebreiteten Teddystoff (rechte seite oben) gelegt. Immer genau auf die hübschesten Teddys. Mit 4 Stecknadeln an den Ecken fixieren und nun mit der Stoffschere grob herum schneiden. Dabei bleibt dann der Teddy-Stoff ein klein wenig größer, aber das schneiden wir nach dem zusammen nähen ab.

Wenn Dein Stoffmotiv ein Oben hat, dann solltest Du Dir merken welche Ecke oben ist, ggf markieren.

Aufhänger nähen?

Ein kleiner Aufhänger an einem Kinderwaschlappen kann ganz praktisch sein. So kann man ihn zum trocknen an einen Haken hängen oder unterwegs irgendwo befestigen.

Oftmals ist es ein Problem ein passendes Material zu finden. Spezielles Baumwollband gibt es meistens nur in weiß oder paar Standardfarben. Und wir wollen ja für dieses Upcycling-Projekt kein neues Material kaufen. Jetzt kommen unsere abgeschnittenen Handtuchkanten ins Spiel:

Nähanleitung Kinderwaschlappen. Selbst der Aufhänger wird aus wiederverwendetem Material gemacht. Handtuch Recycling. Nachhaltig nähen. Upcycling
Aufhänger nähen aus ehemaliger Handtuchkante. Unten seht ihr wie ich es abgeschnitten habe. Links das „Band“ und oben rechts ist es bereits als farblich passender Aufhänger verarbeitet

Die Kanten eines Handtuchs sind manchmal das stabilste überhaupt. Wobei wenn Euer Handtuch so mürbe ist das die Ränder verschlissen sind, dann empfehle ich eher die Verarbeitung zu Putzlappen.

So wird genäht:

Wir stecken die Quadrate so zusammen:

Nähanleitung Kinderwaschlappen, Stoffe rechts auf rechts zusammenstecken

In die nun oben links im Bild zu sehende Ecke legen wir eine Schlaufe von unserem „Handtuchkantenband“. Wie groß Du sie machst bleibt Deinem Geschmack überlassen. Die Schlaufe liegt zwischen den beiden Stoffen, und die Enden gucken an der Ecke heraus. Ideal ist es wenn sich die Enden an der Ecke direkt kreuzen. Das muss aber nicht unbedingt sein. Es funktioniert auch wenn ein Ende rechts und ein Ende links von der Ecke raus guckt.

Aufhänger für Kinderwaschlappen

Das Feststecken ist hier nicht ganz so einfach, weil man durch die vielen Schichten nicht durch kommt. Das umgeht man indem man zwei Nadeln recht und links verwendet.

Kinderwaschlappen aus recyceltem Material nähen:

Wir beginnen mit der Naht in der Mitte einer Seite. Am besten gleich die ersten Stiche „sichern“, also vor und zurück nähen. Dann nähen wir etwa Nähfüßchenbreit einmal drum herum. An der letzten Seite eine Wendeöffnung von etwa 4-5cm lassen.

Jetzt schneiden wir den überschüssigen Motiv-Stoff zurück und schneiden an den Ecken auch das Frottee etwas ab. Nur die Ecken im 45 Grad winkel zurückschneiden. Nicht ganz bis zur Naht sondern nur kurz davor. An der Ecke mit dem Aufhänger würde ich diesen Schritt weg lassen.

Wenden: hierbei ist es wichtig das die Ecken schön ausgeformt werden. Je nachdem wie dick Dein Frottee ist kann das etwas aufwändiger sein. Wenn Du kein „Kantenformer“ oder ähnliches besitzt, dann tut ein Stiel eines Kochlöffels hier sehr gute Dienste.

Die Wendeöffnung mit Stecknadeln zusammenstecken.

Kinderwaschlappen Nähen, rundherum absteppen

Nun noch einmal rund herum nähen. Hierbei darauf achten das Du nah genug an der Kante nähst das die Wendeöffnung sicher geschlossen wird.

Fertig ist der Kinderwaschlappen!

Dieser Wachlappen oder auch Spühltuch eignet sich wunderbar als Mitbringsel für Leute mit kleinen Kindern, Babygeschenk, Kindergeburtstags Gastgeschenk usw.

Ich habe nun einfach mal ein paar gemacht und lege sie zur Seite, sicher ergibt sich bald einen Gelegenheit wo ich sie verschenken kann.

Kinderwaschlappen nähen. Meine Teddy-Lappen sind nicht alle perfekt aber jeder anders

Ähnliche Nähprojekte:

Upcycling: Untersetzer aus alten Jeans nähen

In diesem Beitrag möchte ich Euch zeigen wie man aus alten Jeans praktische Untersetzer macht. Dieses Nähprojekt eignet sich auch für Anfänger. Selbst Ungeübte können so mit der Nähmaschine schnell und einfach diese stylishen Unikate nähen. Die Untersetzer eignen sich als Schutz für die Möbel unter Blumentöpfe genauso wie als Tischdeko oder kleine selbst gemachte Geschenke.

Beim großen Ausmisten im Kleiderschrank habe ich gleich merhere Jeanshosen aussortiert die mir nicht mehr passen oder nicht mehr gefallen. Wenn wir ehrlich sind hat doch jede Frau irgendwo versteckt noch alte Jeans die sie mal geliebt hat aber eigentlich nicht mehr anziehen kann.

Jeans ist ein tolles Material, das eigentlich mit dem Alter immer schöner und interessanter wird. Deshalb Jeansstoff ideal für Upcycling Ideen und ist vielseitig einsetzbar. Es wäre doch schade wenn wir die ganze Hose nur weil sie nicht mehr passt oder einen Fleck hat einfach so in den Müll werfen.

Benötigte Materialien

Das schöne an diesem Nähprojekt ist, wir müssen eigentlich nichts dafür einkaufen gehen. Wir brauchen :

  • Eine alte Jeans (alter, Zustand, Material fast egal)
  • Eine Stoffschere (jetzt zeigt sich ob deine Schere wirklich scharf ist)
  • Ein Nahttrenner oder auch Trennmesserchen genannt
  • Eine kleine runde Schüssel oder große Tasse als Schablone
  • Nähmaschine
  • wenn Du dickes hartes Jeans-material verwendest ist es besser wenn Du eine Jeans-Nähmaschinenadel einlegt. Es geht aber im Notfall auch mit einer Universal-Nadel.
  • Einen Kreidestift oder notfalls einen Bleistift oder blauen Kugelschreiber
  • Stecknadeln

Das Schnittmuster ?

Das Schnittmuster für dieses Projekt ist eine Schüssel oder der Tasse aus deinem Küchenschrank. Such Dir irgendwas raus was deiner gewünschten Größe entspricht.

Da ich die fertigen Untersetzer auf dem Tisch für die heißen Kaffeetassen und ähnliches verwenden will habe ich mich für eine Müsli-schale mit einem Durchmesser von … cm entschieden. Also werden meine Untersetzer etwa … cm groß

Jeans vorbereiten

Am einfachsten ist es wenn Du die Beine unterhalb des Schritts einfach abschneidet. Aber sei nicht zu rigoros, schneide erst mal eines ab, denn der Bereich unterhalb des Po ist genau der, wo Du am meisten Stoff in der Breite hast… es ist für dieses Projekt also der „wertvollste Teil“. Bei einer Skinny-Jeans in einer kleinen Kleidergröße musst Du mit dem Material etwas sparsamer umgehen.

Das abgeschnittene Bein schneiden wir an einer Naht der Länge nach auf. Bei meiner Hose habe ich ein Bein an der Außennaht aufgeschnitten und das zweite an der Innennaht. Denn ich sollte beide Nähte sichtbar auf meinen Untersetzern nutzen, häufig sind diese unterschiedlich.

Jeans Upcycling mit unterwegsistdasziel.blog
Hosenbein aufgeklappt
Aufgeschnittenes Hosenbein, in der Mitte die Innenseite. Da ich diese sehr dekorativ finde platziere ich diese bewusst auf meinen Zuschnitteilen

Jetzt merkst Du schon wie gut Deine Schere ist. Wenn hier das Schneiden nur sehr schwer geht, dann solltest Du später nur mit doppeltem Stoff arbeiten und nicht wie ich das gleich auf den Fotos zeige mit 3 fachen.

Falte das Bein auseinander und such Dir die „schönsten Stellen“… Je nach Verarbeitungsart Deiner Jeans kann das gerne ein Stück mit Naht sein, die zum Beispiel richtig schön verwaschen ist.

Hast Du Dir einen Bereich ausgesucht der die „Oberseite“ für Dein erstes Deckchen werden soll, dann klapp einfach den Stoff so um das ein weniger schöner Teil darunter liegt.

Hosenbein in Streifen geschnitten der etwas breiter ist als unser „Schnittmuster“

Wir legen den Stoff links auf links, also genau so wie die Jeans ursprünglich getragen wurde, die Schöne Seite sieht uns an. Bei dünnem Stoff klappen wir einfach noch eine dritte Lage darunter. Wichtig ist das alle drei Stofflagen glatt und ohne Falten aufeinander liegen. Einfacher wird es wenn Du einfach 3 Vierecke aus schneidest und aufeinander legst. Dabei darauf achten das oben und unten jeweils mit der rechten schönen Seite nach außen guckt. Also ganz einfach, was früher bei dem Hosenbein aussen war muss jetzt auch nach aussen liegen. Wie rum Du die mittlere Schicht legtst ist völlig Wurst.

Ein Stück Stoff als drittes Schnitt-Teil abmessen

Sollte die Hose unschöne Flecken haben, kannst Du diesen Bereich für die „Mittelschicht“ verwenden.

Upcycling Idee auf unterwegsistdasziel.blog Untersetzer aus Jeanshose nähen
der Stoffstreifen von oben nun zusammengelegt, dazwischen liegt die dritte Schicht (nahtfreier Teil)

Die zwei oder drei Stofflagen mit einer oder mehr Stecknadeln fixieren. Damit sie nicht verrutschen. Du kannst hier auch kleine Stoffklammern verwenden, die musst Du jedoch während des Nähens weg nehmen und das kann zu ungewollten „Ecken“ führen wenn man noch ungeübt ist. Ich persönlich arbeite viel lieber mit Stecknadeln, denn die kann man während dem Nähen drin lassen und dann verrutscht absolut nix.

Schnittmuster aufmalen

Jetzt malst Du dein Schnittmuster einfach direkt auf die rechte Seite des Stoffs. Genau das macht man bei allen anderen Projekten lieber auf der Rückseite doch hier darfst Du es auf die Oberseite machen.

Stülpe Deine Schüssel oder Tasse auf den Stoff und markiere eine Linie rund herum. Achte dabei darauf das die Schüssel nicht verrutscht und das der Stift auf dem Stoff sichtbar wird.

Jetzt geht´s an die Nähmaschine

Wenn Du hast, lege eine Jeans-Nadel ein, denn diese sind dicker und stabiler. Wenn Du nur Universal-Nadeln hast verwende die dickste die Du hast.

Auf meinen Bildern habe ich eine gewöhnliche Universal-Nadel verwendet. Denn der verwendete Stoff ist recht dünn und weich. Die verarbeitete Hose ist uralt und tausend mal gewaschen. Je älter der Jeansstoff ist umso weicher wird er.

Nähgarn kannst Du einfach weiß verwenden, denn da die meisten Jeansstoffe aus weißen und blauen Fäden gemacht sind wird sich weiß später kaum vom Material abheben. Es sei denn Du verarbeitest eine Schwarze oder bunte Jeanshose, dann sollte das Nähgarn entsprechend gewählt werden.

Einfach der Linie entlang nähen. Dieses Projekt ist super um die Bedienung der Nähmaschine zu üben.

Jetzt nähst Du einfach genau auf deiner markierten Linie einmal rund herum. Am besten gelingt das wenn Du schön langsam nähst und dabei den Stoff vorsichtig führst. Solltest Du mal kurz von der Linie abkommen ist das nicht so sehr schlimm, denn der später aufgefluste Rand verzeiht kleine Ecken.

Schritt für Schritt Nähanleitung . Untersetzer aus alter Jeanshose nähen. Supereinfach auch für Anfänger
ganz einfach der direkt auf den Stoff gemalten Linie folgen

Du solltest jedoch nicht absetzen und neu ansetzen sondern eine Naht am Stück durch nähen… bist Du wieder am Ausgangspunkt ankommst. Hier nähst Du 2-3 cm über deinen Anfang, so kannst Du die Naht dann gleich verriegeln.

Nach dem Nähen kommt das Veredeln

Mit nur einer einzigen Naht ist die Arbeit der Nähmaschine schon beendet. Nun geht es an das „Veredeln“ der überstehenden Stoffkante.

Den Stoff auf etwa 5mm zurück schneiden

Ganz im Gegensatz zu allen anderen Nähprojekten wollen wir das dieser Rand ausfranst.

Schneide den Stoff auf etwa 5mm zurück… hier brauchst Du kein Lineal, das kannst Du nach Augenmaß machen. Einfach rund herum so viel abschneiden das ein gleichmäßiger Rand stehen bleibt.

Den Rand mehrfach einschneiden, der Schnitt muss nicht gerade und gleichmäßig sein. Auch darf die Schere eine etwas stumpfe sein, die nicht immer richtig schneidet.

Diese Kante schneidest Du kann mit einer anderen, gerne etwas stumpfen Schere mehrfach ein… immer nur paar Millimeter. Auch dies muss nicht so mega exakt sein, denn es soll ja am Schluss richtig verfranzt aussehen.

Dann kommt der Teil bei dem das Trennmesserchen bzw Nahttrenner zum Einsatz kommt. Diesen benutzt Du hier mal völlig anders wie sonst, um die Stoffkante kaputt zu reißen.

Die Kante des Stoffs regelrecht „zerfetzen“ indem man mit dem Trennmesser in den Stoff sticht und nach oben zieht. Die Kante franst so schneller aus

Für diesen Arbeitsschritt braucht es etwas Geduld, und es fusselt ziemlich. Das Ausfransen kann man gut neben dem Fernsehgucken machen, oder bei schönem Wetter auf dem Balkon oder im Garten (damit die Fusseln draußen bleiben).

Wichtig beim Ausfransen ist nur das Du die Naht nicht mit dem Messerchen verletzt ansonsten kannst Du wild drauf los zupfen.

so sehen die Untersetzer aus alten Jeans nach dem Waschen aus

Auf diese Art und Weise kannst Du auch Topfuntersetzer oder Pfannenschoner herstellen.

Weitere Anleitungen auf unterwegsistdasziel.blog

Weitere Ideen und Anleitungen findest Du in meiner Übersicht „Anleitungen“.

Langzeit-Test festes Shampoo, meine Erfahrungen die letzten 2 Monate

Um Plastikmüll einzusparen habe ich versucht im Badezimmer auf Produkte mit weniger Verpackung umzusteigen. Wenn man bedenkt wieviele Plastikflaschen man für Shampoo, Spühlung und Duschgel verbraucht, die nach nur einmal nutzen im Müll landet, wird einem schlecht. Ich habe nach einer Alternative die weniger Verpackungsmüll produziert gesucht und bin fündig geworden.

meine Erfahrungen mit „Fleur de Shampooing“

Festes Shampoo braucht kaum Verpackung

Lange Zeit wusste ich gar nicht das es so etwas wie festes Shampoo oder Haarseifen überhaupt gibt und schon gar nicht was der Unterschied ist.

Einen sehr gut erklärten Artikel darüber was der Unterschied ist findet ihr bei echt Kathrin. Meine ersten Versuche mit dem festen Shampoo von „Fleur de Shampooing“ habe ich bereits beschrieben. Heute möchte ich Euch berichten wie ich langfristig mit dem Produkt klar gekommen bin.

Bei mir hängt eine Blume in der Dusche

festes Shampoo im langzeittest
so sah das feste Shampoo Anfang November aus

Seit Anfang November benutze ich dieses Produkt „Fleur de Shampooing“ und bin noch immer sehr zufrieden damit. Weil ich nicht wollte das das Stück auf dem Badewannenrand im feuchten liegt, habe ich ein Baumwollband daran befestigt. Im Gebrauch hat sich gezeigt das die Länge nicht ganz ideal ist, ein wenig länger wäre praktischer.

Mein Hauptbedenken war aber das sich das Produkt eventuell schnell verformen und verbiegen würde weil es ja permanent am eigenen Gewicht hängt. Aber nein, die runde Form hält noch immer. Obwohl ich es wirklich viel benutzt habe!

Ich wasche meine langen Haare damit alle 2-3 Tage manchmal auch häufiger. Meine Haare fetten nicht schneller nach! Im Gegenteil ich habe nach wie vor den Eindruck das sie besser frisierbar sind seit ich dieses Produkt verwende.

Weil ich Angst hatte das das Blümchen schlapp macht, habe ich mir zwischenzeitig ein weiteres festes Shampoo gekauft, das aber immernoch verpackt auf seinen Einsatz wartet. Wenn es so weit ist werde ich hier sicher darüber schreiben. Jedenfalls bin ich jetzt schon überrascht von der Ergiebigkeit.

Härtetest für das Blümchen

Der absolute Härtetest war ein Ausflug ins Hallenbad. Da ist dieses Blümchen super praktisch, und da hab ich dann auch mal angefangen den Körper damit zu schamponieren. Super man hat nur ein Teil mit in der Dusche und muss sich nicht mit Flaschenverschlüssen die entweder nicht auf gehen oder nachher in der Tasche nicht dicht bleiben rum ärgern.

Bei dem ersten besagten Hallenbad Besuch hatte ich danach vergessen die Tasche mit den nassen Badesachen rechtzeitig auszupacken. Wegen Besuch am Abend, und am morgen früh zur Arbeit, usw… habe ich erst am darauf folgenden Abend daran gedacht die Sachen auszupacken. Ich hatte die nasse Blume in mein feuchtes Handtuch gewickelt und so lag es fast 24 in der Tasche. Die Blume war nach wie vor Stabil und hat mir dieses ohne Probleme verziehen.

Seit dem war das Blümchen schon mehrmals mit im Hallenbad und hat mir so gute Dienste geleistet.

So sieht das Shampoo heute aus :

Nach fast 2 Monaten regelmäßiger Benutzung sieht das Produkt immer noch aus wie eine Blume. Das Band hat mehr gelitten als das eigentliche Produkt, das Foto habe ich unmittelbar nach der Benutzung gemacht, ich habe für die Aufnahme lediglich ein ein Haar weg gezupft.

Als ich kürzlich meine Haare färben musste, habe ich danach das dem Färbemittel beiliegende Pflegeprodukt verwendet und meine Haare waren dann wieder so extrem weich und leicht elektisch. Nach der nächsten Wäsche mit dem „Fleur de Shampooing“ waren meine Haare wieder so wie immer.

Fazit:

Mein Hauptziel den Plastikmüll zu reduzieren habe ich erreicht! In dieser Zeit hätte ich bestimmt 1-2 Flaschen Flüssigshampoo leer gemacht. Haarspray brauche ich nur noch sehr selten. Eine Spühlung verwende ich nicht mehr.

Meinen Haaren tut dieses Produkt extrem gut und sie sind leichter frisierbar und halten besser.

Kosten: Bei Amazon wird das Produkt teurer angeboten als im stationären Handel. Ich habe es in Lörrach im Bioladen am Marktplatz für 6 ,99€ gekauft.

Jeden Morgen ein frisches Müsli muss weder langweilig noch teuer sein – Gesund Frühstücken mit Abwechslung

Seit einigen Monaten esse ich jeden morgen einen Teller Müsli, wenn ich mal wenig Appetit habe gibts auch mal nur eine kleine Schale. Damit es nicht langweilig wird habe ich mir etwas einfallen lassen. Lest in diesem Artikel wie man ganz einfach für Abwechslung sorgt und lecker Frühstücken kann.

Dieses Bild ist technisch nicht das allerbeste, ist noch im halbdunkel aufgenommen. Hier haben ich Kirschen aus de Glas und deren Saft verwendet, dadurch ist die Milch etwas rosa

Bevor ich mir dieses regelmäßige Müslifrühstück angewöhnt hatte, gabs bei mir eher selten etwas zum Frühstück. Oft war ich einfach zu faul mir etwas zu machen und wollte mir auch dafür gar nicht viel Zeit nehemen.

Wenn ich wirklich Brot oder Brötchen zum Frühstück esse, dann bevorzuge ich salzigen Aufschnitt, also Käse oder Wurst/Schinken. Ich möchte jedoch meinen Fleischkonsum minimieren. Und jeden Tag Käse… wird auch langweilig.

Früher als Kind gab es jeden morgen Haferflocken oder im Winter Grießbrei oder Pudding. Meine Mutter legte hohen Wert darauf das wir Kinder täglich Milchprodukte aßen. Es ist zwar Wissenschaftlich umstritten ob täglich Milch und Milchprodukte überhaupt gut sind für Erwachsene. Das ist auch einer der Gründe warum ich mir Joghurt und co eigentlich meisten verkneife… Zudem stört mich der Plastikmüll den man produziert wenn man jeden Tag einen Becher Joghurt isst. Wenn ich wirklich mal Joghurt kaufe dann am liebsten im großen wiederverschließbaren 1000gr Eimer.

Warum ich Müsli esse

Ich habe festgestellt das ich von zuviel Bäckereiprodukten wie Brötchen, Brezel oder gar süße Teile eine schlechte Verdauung bekomme. Damit meine ich nicht Verstopfung sondern das Gegenteil. Ich habe keine Brotart gefunden die mir wirklich daueraft schmeckt, ich finde es viel zu öde jeden morgen das gleiche Brot zu essen bis der Laib aufgebraucht ist. Und um diese Abgepackten Einzelscheiben zu kaufen bin ich einfach zu preis und müllbewußt.

Was nenne ich Müsli?

Also Wikipedia nennt Müsli eine Schweizer Erfindung und begrenzt es vor allem auf das Bircher-Müsli… Diese Art der Zubereitung von Haferflocken mit Früchten ist von einem Doctor Bircher erfunden worden. Hierbei werden die Haferflocken besonders lange in der Milch eingeweicht. Manche lassen es über Nacht stehen… Ihgitt ! Das mag ich überhaupt nicht!

Für mich muss ein Müsli knackig und frisch sein und nicht „lätschig“ wie wir im allemanischen sagen.

Vielleicht ist meine Art das Wort Müsli zu verwenden auch Allemannisch oder Schweizerdeutsch geprägt. Das korrekte Hochdeutsche Wort wäre wohl :

Frühstückszerealien

wasfür ein doofes neudeutsches Wort. Zerealien bedeutet so viel wie Getreidefrucht oder Getreideflocken. Und davon gibt es unzählige. Es gibt weit mehr als nur die langweilige Haferflocke. Einige davon esse ich nun fast regelmäßig:

Haferflocken

gibt es große Unterschiede, selbst die Billigmarken der großen Lebensmittelmärkte unterscheiden hier von „zart“ und „kernig“. Die zarten mag ich gar nicht, weil sie wenn sie vollgesogen sind sehr schnell breiig und sämig werden. (so wie klassisches Birchermüsli) die kernigen bleiben dann eher „al dente“

Dinkelflocken

werden immer häufiger und bekommt man jetzt auch schon in den meisten Discountern. Sie sind etwas teurer als Haferflocken. Die Flocken sind ein wenig dunkler als die Haferflocken und die Konsistens in etwa wie die kernigen. Geschmacklich finde ich sie sehr ähnlich.

geschroteter Leinsamen

Leinsamen kannte ich früher als Kind nur von meiner Großtante die jeden Abend ein Glas voll Leinsamenkörner eingeweicht hat um sie morgens zu essen „damit sie aufs Klo kann“. In geschroteter Form kann man sie einfach in das Müsli mit rein schmeissen und sie entwickeln auch da ihre Wirkung!

Seit ich jeden Tag 1-2 Esslöffel (mal mehr mal weniger, je nach Lust) Leinsamen in meinem Früchstücksteller habe, habe ich plötzlich die beste und regelmäßigste Verdauung sein 20 Jahren.

Allgemein neige ich eher zu Durchfall als zum Gegenteil, sehr oft wenn ich sorgen und Probleme habe reagiert mein Körper auch mit Durchmarsch… Danach dauert es dann oft mehrere Tage bis sich alles wieder eingependelt hat. Nicht so wenn ich regelmäßig Leinsamen esse.

Geschmacklich ist Leinsamen nicht sehr dominant, unters Müsli gemischt schmeckt man ihn kaum heraus. Aber optisch! Die dunklen kleinen Körner fallen auf. Ich finde es aus ästhetischen Gründen nicht so vorteilhaft wenn man nur ganz wenig in einen Müsliteller mischt, das sieht aus wie wenn da einzelne Fliegen oder ähnliches im Essen sind. Wenn dann bissel massiv und gut durchmischt dann sieht es nicht mehr aus wie Fremdkörper. Ich nehme meist so 1-3 Esslöffel…

Muesli mit geschrotetem Leinsamen gesundes Frühstück
Auf der Müslischale steht „Das isch der Hafer und Bananenblues“… aber diesmal ist beides nicht drinne. Hier sieht man die dunklen Leinsamenkörner, was für manche gewöhnungsbedürtig ist.

Sesam

kennt man eigentlich eher von Salzigem Gebäck. Der Geschmack ist etwas dominanter, deshalb mag ich davon nur ein Bisschen im Müsli. Ich nehme den Sesam eigentlich nur zwecks der Abwechslung

Sonnenblumenkerne

Sehen schon mal ganz anders aus und geben dem Müsli eine ganz andere Optik (Leinsamen fällt dann auch nicht mehr so negativ auf). Sonnenblumenkerne bleiben bissfest und genau das mag ich daran, dann muss man das Frühstück anständig kauen und isst dann hoffentlich nicht zu schnell.

Achso, nicht erschrecken: Wenn man die Körner nicht anständig kaut, kann es passieren das sie bei Stuhlgang noch erkennbar sind. Ich hoffe man versteht jetzt was ich meine. Diesen Umstand fand ich am Anfang etwas iritierend… aber das ist nicht weiter schlimm, da ist dann halt hin und wieder das ganze Korn ein „Ballaststoff“.

Man soll ja genügend Ballaststoffe essen, damit der Darm genug zu tun hat und optimal arbeiten kann. Mit der Kombination Sonnenblumenkerne und Leinsamen kann meiner das vorbildlich…

Buchweizen

Buchweizen ist von der Pflanzengattung gar kein echtes Getreide sondern ein Knöterichgewächs. Es hat den Namen bekommen, weil die Körner eine Bucheckernförmige Form haben. Also eher dreieckig. Buchweizen wird häufig angebaut um nicht zu oft auf einem Acker das gleiche anzubauen (Weizen oder Mais) und die Pflanze gewinnt an Bedeutung weil die Früchte Glutenfrei sind. Geschacklich sind sie beinahe bisschen Nussartig. Sie sind vorallem härter als die Sonnenblumenkerne und somit hat man im Müsli etwas zum kauen. Ich verwende davon nicht sehr viel, aber immer wieder mal so 1-2 Esslöffel mit ins Müsli bringen Abwechslung und Biss.

Womit das Getreide „anmachen“

Ein Frühstück aus Körnern und Getreideflocken braucht eine flüssige Komponente, wobei es hier auch viele Möglichkeiten gibt:

  • H-Milch
  • Frischmilch
  • Buttermilch
  • Yoghurt
  • Fruchtsaft
  • fertiger Kakao

Früher habe ich die 1,5% H-Milch aus dem Lebensmitteldiscounter verwendet… diese schmeckt mir gar nicht mehr. Wenn H-Milch dann entscheide ich mich für die 3,5%. Gesünder und auch nachhaliger wäre es Frischmilch zu verwenden. Und wenn Du die Möglichkeit hast Dir frische Milch von einem Bauern zu holen, dann wäre das die Beste Wahl.

Für mich selbst habe ich allerdings festgestellt das ganz frische Milch von der Kuh für mich nicht sonderlich verträglich ist. Vermutlich ist mein Organismus mein ganzes Leben lang an H-Produkte gewohnt worden.

Buttermilch im Müsli

ist nicht jedermanns Sache, da Buttermilch einen recht säuerlichen Eigengeschmack hat. Ich mag diesen aber sehr. Allerdings muss ich bei der Verwendung von Buttermilch ein wenig mehr süßen.

Fruchtsäfte im Müsli

Mag auch nicht jeder. Ich persönlich finde Orangen oder Majacujasaft total unpassend und bitter. Aber ich kenne Leute die lieben Haferflocken mit frisch gepressten Orangensaft… Apfelsaft geht meiner Meinung nach absolut auch nicht.

Was ich hingegen sehr lecker finde ist mit Bananensaft! Auch wenn dieser nicht sehr bio oder ökologisch ist. Ich verwende ihn auch selten pur, sondern mische das mit Milch oder Buttermilch.

Yoghurt oder Quark

Verwende ich selten pur sondern vermischt mit Milch oder Saft. Je nach Lust. Quark muss dafür idealerweise mit Milch angerührt werden sonst wird es zu dickflüssig und zu schwer Mischbar.

Wenn ich wirklich mal Quark verwende mische ich mir einen Becher mit Milch und evtl frischen Früchten mit dem Pürierstab an. (Erdbeeren, Himbeeren oder Kiwi) an und Stelle den Rest in den Kühlschrank. Sowas reicht mir dann (Einzelperson) für 2-3 Malzeiten.

Yoghurt neheme ich am liebsten den Naturjoghurt aus dem 1 Liter Eimer. Nicht nur weil dieser billiger ist als mehrere kleine, ich denke da vor allem an den unnötigen Plastikmüll. Hin und wider habe ich aber Lust auf einen fertigen mit Geschmack, auch den gibt es „in großen Dosen“ und die wiederverschließbaren Eimer sind ohne weiteres im Kühlschrank auch geöffnet eine ganze Woche haltbar. Jeden Tag so 3-7 Esslöffel in den Müsliteller und der Eimer ist nach einer Woche auch leer.

Wie ist das mit Sojamilch, Kokosmilch und co?

Ganz ehrlich ich hab keine Ahnung, da ich Kuhmilch noch immer ganz gut vertrage habe ich mit diesen Veganen Alternativen noch nicht auseinander gesetzt. Wenn Du Erfahrungen hast was und wie gut für Müsli geeignet ist, freue ich mich über einen Kommentar oder E-mail.

Was bringt echte Abwechslung?

Ich stelle mir jeden Morgen mein Müsli spontan neu zusammen. Mal verwende ich Yogurt oder Quark als Flüssigkeit, mal gibt es fische Früchte mit hinein (Apfel, Kiwi oder Banane). Oder wenn es schnell gehen muss und nichts frisches im Haus ist auch mal gerne Früchte aus dem Glas (Kirschen, Himbeeren oder Mirabellen). Wer es mag kann auch ein paar Löffel selbst gekochte Marmelade oder Pflaumenmus verwenden. Oder aber ich habe einen Vanille oder Fruchtyoghurt als Basis. Und wenn nix fruchtiges zur Verfügung steht süße ich hin und wieder mein Müsli mit Honig.

Leckere Add-onns die nicht viel kosten

  • Honig
  • Mandeln (zu finden bei den Backzutaten, sehr lecker)
  • gemahlene Haselnüsse
  • Kakao oder Schokostreussel (an manchen Tagen brauche ich Schokogeschmack)

Und so „koche“ ich mein Frühstück:

Ich habe mir mehrere solcher Vorratsdosen gekauft und diese dekorativ auf meiner Küchenarbeitsfläche stehen. Aus diesen kann ich spontan und je nach Lust und Stimmung meinen Frühstücksteller bestücken.

Für die Zubereitung meines indiviuellen Frühstücks brauche ich selten länger als 2 Minuten. Ich schnappe mir einen Teller oder eine Schale, je nachdem wie groß mein Hunger ist und befülle ihn je nach Lust. Dadurch schmeckt mein Müsli jeden morgen anders. Selten verwende ich Zucker zum süßen, meistens kommt die Süße von den verwendeten Früchten oder Yoghurt oder es gibt einen Löffel Honig mit rein.

Wenn Du Tipps und Anregungen hast oder Fragen zu meinem Text freue ich mir über einen Kommentar oder e-mail.

Toogoodtogo Frühstück als Picnic in Basel

Meine Erfahrungen mit Toogoodtogo in Basel

Toogoodtogo ist eine App mit der man überschüssige Essens Portionen preiswert erwerben kann. Ich habe die App auf einem Android Handy mehrfach in Basel benutzt und sehr gute Erfahrungen gemacht.

Wie das mit der Installation und der Nutzung klappt, habe ich in einem älteren Artikel beschrieben. Mein erster Text war „Eine App zum Müll und Geld sparen“, doch mittlerer Weile habe ich viele weitere Erfahrungen damit gemacht. Besonders wenn ich unterwegs war. So habe ich das Angebot schon in Stuttgart und Hamburg getestet.

eine toogoodtogo Portion aus Hamburg

Wenn ich ehrlich bin, ich war erst ein einziges Mal von der Portionsgröße und von der Qualität der Ware enttäuscht. Es handelte sich dabei um ein sehr spezielles Angebot aus dem Raum Stuttgart, das einfach nicht meinem Geschmack entsprach. Es schmeckte mir nicht, und ich empfand es für den Preis auch zu wenig. Aber diesen Anbieter gibt es zwischen zeitig schon gar nicht mehr. Es hatten wohl auch andere Kunden auch solche Erfahrungen gemacht.

In Basel gibt es ein breites Angebot

Toogoodtogo ist vor allem in Ballungszentren sehr beliebt und verbreitet. Und Basel gehört in diesem Sinne auf jeden Fall dazu. Ich war echt überrascht wie viele und Facettenreiche Angebote es in Basel gibt.

Im Stadtgebiet von Basel gibt es über 50 verschiedene Anbieter fast Täglich Portionen anbieten. Darunter Bäckereien, Konditoreien, Hotels und Restaurants aller Geschmacksrichtungen.

Wer auf ausgefallenes wie Sushi, Japanisch, Afrikanisch usw steht wird fündig.

Was mir besonders gefällt ist die Anbindung an die Navigation, man kann sich egal wo man ist anzeigen lassen wie weit der Weg zur nächsten Portion wäre. So findet man Restaurants und andere Anbieter auch ohne Ortskenntnisse.

Meine Erfahrungen in Basel

In Basel habe ich bisher mehrfach Frühstück von Hotels abgeholt und das ganz ohne Auto, entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Fahrrad. Lest dazu:

Was mit bei den Abholungen in den Hotels immer besonders gefallen hat, war das man als Toogoodtogo Abholer freundlich und wie ein normaler Hotelgast behandelt wird. Also nichts mit Reste an der Hintertüre abholen. Man kommt ja nicht als Bittsteller, sondern man holt ein bereits gebuchtes und bezahltes Angebot ab.

Man geht ganz normal an die Rezeption und sagt Bescheid, meistens wird man für die kurze Wartezeit in die Hotel Lobby gebeten.

Ein einziges Hotel in Hamburg hatte mal die bereits verpackte Portion schon im Kühlschrank an der Rezeption für mich liegen. Bei allen anderen wurde die Portion erst zusammengestellt als ich dort war.

Mein Fazit für Toogoodtogo in Basel

in der Umgebung von Basel kann ich Toogoodtogo echt empfehlen. Wer in Basel unterwegs ist und zeitlich flexibel wird da sicher einige leckere Angebote finden. Für mich aus Lörrach lohnt sich eine Abholung in Basel natürlich nur in Verbindung mit einem Ausflug. Dennoch habe ich die App permanent auf meinem Handy instaliert, um unterwegs spontan reagieren zu können.

Was brauchst Du für Toogoodtogo?

Ein Smartphone (Android oder Iphone) eine Zahlungsart (Paypal, Kreditkarte, Sofortüberweisung usw.)….

Und?

Am besten bringst Du eigene Boxen und eigenes Besteck mit.

Hier seht ihr meine Tupper Dosen gefüllt mit nur einer einzigen Portion Frühstück. Gerade bei etwas teureren Hotels ist das Frühstücksangebot recht umfangreich. Oft gibt es Rührei und ähnliches, das die Hotels sehr gerne abgeben.

Als Käufer von Toogoodtogo hat man keinen Einfluss auf die Zusammenstellung, man bekommt was übrig ist. Mal sind Rührei und Würstchen dabei und mal nicht. Aber ich finde das ganz spannend, diesen Überraschungseffekt.

Nachhaltigkeit? Klimaschutz? oder vielleicht doch besser Rücksicht und Mitdenken?

Ich muss mir einfach mal Luft machen über diese andauernde Diskussion um Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Wir sollen „Umdenken“ und unser Verhalten ändern. Äh Nein finde ich nicht. Vielleicht sollten wir einfach wieder beim Einkauf und bei anderen Aktivitäten Mitdenken und auch mal wieder hinterfragen was unser Verhalten bewirkt.

Ich schreibe wieder weil ich schon so aufgewachsen bin: Sei sparsam vermeide Müll wo es geht und verlasse öffentliche Orte so wie Du sie vorfinden willst. Wenn ich einen Waldweg benutze oder eine Parkbank, dann sollte der Weg und die Bank hinterlassen wie sie waren. Ohne Zerstörungen und Müll. So habe ich es damals gelernt, aber ich habe den Eindruck das viele jüngere Menschen das verlernt haben.

Demonstrieren für das Klima bringt rein gar nichts!

Auch in Lörrach gab es paarmal Demos zum Thema „Friday for Future“, etwas gebracht haben sie eher nicht. Die Idee der Demonstierenden die normale Bevölkerung auf die Klimaproblematik aufmerksam zu machen ging meiner Meinung nach nicht auf. Unter anderem deshalb:

An einem Freitag Vormittag musste ich den Platz an dem die Demo stattfand kreuzen. Logischerweise versuchte ich dem größten Tumult zu umgegehen und so fiel mit eine Gruppe Jugendlicher auf, die mit durch ihr extrem modernes und chices Outfit in Erinnerung blieben. 8 oder 10 Kids in Markenklamotten mit schneeweißen Marken Sneakern, die laut brüllend Parolen von sich gaben und Pappschilder hoch hielten…

… und ich dachte nur so „wer wirklich nachhaltig lebt hat nicht sooo saubere Schuhe…“ Denn die Schuhe sahen aus wie direkt aus dem Laden und diese Kids wirkten als hätten sie sich für diesen Event extra chic gemacht. Was auf ihren Schildern die Bunt gestaltet waren stand konnte ich erst viel später erkennen.

Am Nachmittag musste ich an der Mc Donalds Filiale vorbei laufen, und ratet mal wer mir da an den Tischen aufgefallen ist? Genau diese Gruppe. Sie saßen jeder mit einem Tablett voller Verpackungsmüll und ungesundem Essen und tranken aus Pappbechern und ein Teil von ihnen rauchte sogar. Und ich dachte noch, wo haben die denn ihre Schilder gelassen? Genau hier zwischen lauter Fast-Food-Kunden würden diese wenigstens etwas bewirken.

Stunden später auf dem Heimweg musste ich wieder über den Platz wo die Demo am morgen war… und was sehe ich da? Der Platz vermüllt und deckig, obwohl dort genügend Mülleimer vorhanden. Und genau die Schilder der Gruppe Jugendlicher die mir am morgen aufgefallen waren. Sie lagen auf dem Pflaster, mittlerer Weile waren sie nass geworden und man war darüber gelatscht.

Ich frage mich, wie passt denn sowas zusammen? Gegen Umweltverschmutzung demonstrieren und sich selber aufführen wie die Drecksäue! Wie glaubwürdig ist so ein verhalten?

Manche Menschen denken nicht weiter… nicht mal so weit wie die nächste Mülltonne

Ein anderer Fall, und ich möchte hier nicht eine einzelne Person denunzieren aber ich benutze sie als Beispiel für eine ganze Generation:

Eine junge Dame, so um die 20 Jahre alt, jeden Tag perfekt geschminkt, trägt immer sehr moderne gepflegte Kleidung. Ich sehe sie fast täglich, weil sie wohl in der Nähe arbeitet. Jeden Tag sehe ich sie zur gleichen Zeit wie sie sich essen und trinken holt. Sie nimmt jedes mal einen Pappbecher (obwohl es auch Gläser gibt) und macht Deckel drauf und nimmt einen Strohhalm. Okay würde ich verstehen, wenn sie mit dem Getränk weiter laufen müsste. Aber nein, sie setzt sich mit dem Essen und dem Getränk immer auf den gleichen Platz, etwa 20 Schritte von der Getränke Ausgabe entfernt. Auf ihrem Tablett mit dem Essen hat sie IMMER eine Serviette und meistens isst sie ihren Teller nicht leer.

Wozu braucht sie Deckel und Strohhalm? Wozu nimmt sie die Serviette mit die sie fast nie benutzt? Sie macht das sicher nur so weil sie es gewöhnt ist, oder weil sie meint das stehe ihr zu.

Ich bin sogar der Meinung das Deckel für Pappbecher in einem Restaurant nix zu suchen haben! Die Plastikdeckel sind doch nur dazu da, wenn man das Getränk ins freie transportiert. Und nur dann brauchst Du einen Strohhalm (Schutz vor Insekten im Getränk). In einem geschlossenen Gebäude ist beides doch nur sinnloser Müll.

Übrigens ich esse fast täglich im gleichen Restaurant. Mein Getränk hole ich mir in einem Glas, was mir keinen zusätzlichen Aufwand bereitet, weil ich das Tablett mit dem Teller sowieso zur Geschirrrückgabe bringen muss (die oben beschriebene junge Frau übrigens auch). Meinen Kaffee hole ich in der Porzellan Tasse. Eine Serviette nehme ich nicht an der Kasse mit sondern nehme mir nur wenn ich sie wirklich brauche an einem anderen Ort in diesem Restaurant. Auf Verdacht „weil ich sie vielleicht brauche“ entnehme ich keine Papierserviette aus dem Spender!

Warum Plastiktüten?

Kürzlich habe ich mir in einem typischen Dönerladen ein Yufka (In Fladenbrot gewickeltes Dönerfleisch) gekauft. Wie ich es fast nicht anders kenne werden diese wenn man sie zum mitnehmen bestellt in Alufolie gewickelt. So weit okay denn das hat sich als sehr praktisch erwiesen, weil so das gerollte Fladen zusammen hält.

Was ich habe nicht verstehe, ich habe ein einzelnes Yufka bestellt, ich habe zwei gesunde freie Hände und die Mitarbeiterin im Dönerladen fragt mich ob ich eine Tüte will… Wenigstens fragt sie mich, in einem anderen Dönerladen wird nicht gefragt und alle Portionen „zum Mitnehmen“ landen grundsätzlich in einer Plastiktüte. Warum? Ein einzelnes Yufka oder Döner kann man doch in der Hand tragen.

Warum geht niemand mit Tüte, Tasche oder Netz in einen Dönerladen? Wenn man weiß das man 5 Portionen holen will, warum denkt man denn nicht vorher an den Transport?

Früher in den 60/70er Jahren war es völlig normal das man (oder meist Frau) mit einer Einkaufstasche los gegangen ist. Warum ist dies heute uncool geworden?

Ich denke das eines Teils die Autos daran schuld sind, wenn jemand mit dem PKW einkaufen fährt nimmt er keine klassische Einkaufstasche. Wenn überhaupt etwas vorbereitet wird, dann Kisten und Körbe im Kofferraum. Aber das ist ja auch nur praktisch wenn man zu hause die Einkäufe ebenerdig rein tragen kann. Also ist riesengroßer Klappkorb im Kofferraum nix anderes als ein Statussymbol (guck mal ich bin so reich, ich kann sowas schweres von der Garage direkt in meine Küche tragen… ) Mal ehrlich so denkt sicher keiner ! Dennoch verhalten sich viele so.

Zurück zu Döner-Laden: keiner kommt hier mit einer vorbereiteten Tasche, weil

  • es cooler aussieht
  • man nicht seine Gucci Handtasche voll Essensgeruch macht
  • man nicht mit ner leeren Tasche oder Tüte hin laufen muss
  • jeder sieht das man was gekauft hat.

Wird eine Plastiktüte zum Statussymbol?

Ich erinnere mich noch als Kind, meine Mutter und Großmutter benutzten nie Plastiktüten aus dem Laden, und wenn wirklich mal zuviel eingekauft wurde und es nicht in die mitgebrachten Taschen passte und es musste sein, dann drehten sie die Tüte auf links, so das die Werbung des Ladens wo man sie her hatte innen war. Das war auch nichts ungewöhnliches, denn die Nachbarn und Bekannten die wir manchmal sahen machten es genauso.

Ganz besonders bei Aldi-Tüten wollte man es vermeiden das man von weitem sieht woher der Einkauf ist. Ärgerlich war auch das der bunte Aldi Aufdruck auch noch seitenverkehrt durchschimmerte. Also in den Aldi gehen und nicht genug Taschen mit zu haben war doppelt peinlich

Doch heute? Die Taschen von chicen Modeläden werden wochenlang herum getragen, weil es einfach chic ist dort zu kaufen.

Habt ihr mal sehr neue Flüchtlinge beobachtet? Diese tragen gerne sehr volle Plastiktüten mit sich herum. Für sie ist das kein Makel sondern ein „guck mal ich kann kaufen“. Die Flüchtlinge von heute haben eine ganz andere Haltung zum Geld wie die Generation meiner Oma (die auch Flüchtling war!) sie hätte niemals freiwillig 10 cent mehr bezahlt für eine Plastiktüte. Und wenn dann hätte sie sie 20 mal wieder verwendet. Für die seit kurzen erst in Deutschland lebenden ist es offensichtlich kein Problem die Tüte zusätzlich zu bezahlen.

Zu doof zum Müll wegwerfen?

In den Köpfen der jungen Leute sind Themen wie Umweltverschmutzung und Müllvermeidung offensichtlich gar nicht mehr verankert. Ich habe damals in den 80ern in der Schule gelernt wie man Müll vermeidet, wie man Müll korrekt entsorgt und wir lernten noch das man irgendwas falsch macht wenn die Mülltonne zu schnell zu voll wird.

Heutzutage denkt kaum einer daran die Zigarettenschachtel die er weg wirft zusammen zu falten. Oder die Getränkedose zu zerdrücken. Offensichtlich kann auch kaum noch jemand die Papiertüte vom Bäcker a n der Ecke zusammenfalten oder wenigstens zusammen knüllen bevor man ihn in den öffentlichen Mülleimer wirft. Ich frage mich, sind diese Leute einfach nur zu doof oder zu faul?

Ganz extrem sieht man das in der Nähe von Fastfood Restaurants. Rund um die Müllbehälter fliegen die Papiertüten durch die Gegend nur weil die Leute zu dumm oder zu irgnorant sind diese klein zu machen und richtig in den Mülleimer hinein zu werfen.

Wird den Kindern heute nicht mehr beigebracht wie man Müll richtig entsorgt? Wir mussten damals Getränkedosen platt drücken und Milchtüten zusammen falten…

Was nun den Effekt hat, das meine Gelben Säcke nicht so schnell vom Wind auf die Straße geweht werden. Und meine Müllsäcke werden auch nicht von Mäusen oder Madern angefressen, weil ich Joghurtbecher und co ausspüle bevor ich sie entsorge.

Danke für das Durchlesen!

Danke das Du meinen Gedanken zu diesem Thema bis hier her gefolgt bist. Ich musste mal richtig schimpfen. Ich hoffe sehr Du fühlst Dich nicht angegriffen und Du kannst manches nachvollziehen.

Wenn Dich Themen wie Nachhaltigkeit und Müllvermeidung interessieren habe ich auch noch ein paar konstruktivere Beiträge für Dich

„Nachaltiger Leben?“ Aber wo damit anfangen?

Dieser Artikel ist Teil der Blogparade:“ich möchte nachhaltiger leben, wo fange ich an?“. Das Thema dieser Blogparade finde ich gut, denn ich bin der Meinung jeder von uns sollte in seinem Alltag darauf achten wo er nachhaltiger leben kann und das eigene Verhalten überdenken und korrigieren. Durch die gleichnamige Facebookgruppe habe ich dieses Thema für mich entdeckt.

Eine Zusammenfassung der gesamten Blogparade wird bei the birds new nest erscheinen. Ich bin sehr gespannt auf die anderen Beiträge.

Das Thema Umweltverschutzung und Müllberge können wir nicht einfach auf große Konzerne oder gar auf die Regierungen schieben. Wir können nicht einfach nur jammern der Gesetzgeber müsse irgendwas ändern. Jeder von uns kann und muss dazu etwas beitragen. Denn die großen Firmen produzieren und verkaufen nur die Produkte die auch vom Konsumenten gekauft werden und die Konsumenten das sind wir.

Nachaltigkeit, wo fange ich an?

Du musst nicht von einem auf den anderen Tag dein Leben komplett umstellen und zum extremen Öko-Freak mutieren um nachhaltiger zu leben. Auch kleine Veränderungen in unserem Konsumverhalten und unseren Umgang mit Ressourcen bringen uns dem Ziel , nachhaltiger zu leben,näher.

Definieren wir zuerst mal das Wort Nachhaltigkeit, was es eigentlich grundsätzlich bedeutet. Dazu habe ich schon länger mal einen Text geschrieben. Nachhaltigkeit.

Wenn Du wie ich zum sparsam leben erzogen worden bist, dann hast Du ja eigentlich schon längst das Wichtigste verinnerlicht. Und wenn nicht, dann lies hier meine Tipps zum nachhaltiger Leben:

Frage Dich mal ehrlich, was kann ich einsparen, weil ich es eigentlich gar nicht wirklich brauche?

Wir benutzen so viele Dinge, nur weil wir es so gewöhnt sind, und weil uns die Werbung ein trichtert wir bräuchten sie unbedingt. Frage Dich doch einfach mal ob Du folgende Artikel wirklich benötigst:

  • Weichspüler
  • Fensterreiniger
  • Desinfizierungs-Bodenreiniger
  • Raumduft
  • Kosmetiktücher
  • Abschminkpads aus Watte
  • Slipeinlagen
  • Haarspühlung

Wie viele von den aufgezählten Produkten nutzt Du? Was davon brauchst Du wirklich? Ich bin der Meinung Du brauchst alle nicht, sie sind reine Luxus-Artikel die gar nicht notwendig sind und die nur sinnlos die Umwelt belasten. Wie viele von den oben genannten Artikeln hatten deine Eltern oder Großeltern nicht, und konnten trotzdem gut leben?

Weichspühler weglassen!

Weichspühler ist dazu konzipiert die Fasern einer Textilie glatter und geschmeidiger zu machen. Bei einem dicken Pulli aus reiner Wolle ist dies auch sinnvoll damit er nicht hart und rauh wird. Wie viele Pullis aus 100% Wolle hast Du? Und wenn ja, wäschst Du diese vielleicht auch noch mit einem extra Wollwaschmittel?

Die meisten Textilien heutzutage sind aus Polyester oder Baumwolle. Polyesterfasern werden von einem Weichspühler überhaupt nicht verändert. Es sei denn mit einem Duft parfümiert… Aprilfrische, Alpenduft oder was auch immer… hmm brauchst Du wirklich noch mehr Parfümstoffe, die sich mit dem Duft von Deinem  Deo, Parfum, Shampoo, Creme, Kaugummi vermischen? Das Ergebnis ist Du bist permanent von ganz vielen verschiedenen künstlichen Gerüchen umgeben, da braucht es einen tollen Wäscheduft sicher nicht auch noch.

Ach dann gibt es ja noch unterschiedliche, für die Unterwäsche, für das Schwarze für das Weiße… und jedes Mittelchen enthält andere künstliche Duftstoffe die sich vermischen, was sicher nicht sonderlich gesund ist.

Und Weichspühler benutzten, nur für den kurzen Moment wenn Du den Schank aufmachst und denkst „oh das duftet!“ ???

Meine Oma hatte immer ein Stück Seife in der Ecke von jedem Schrankfach… dieses Seifenstück lag dort jahrelang und duftete immernoch, bis es irgendwann zum Händewaschen benutzt wurde.

Baumwoll-Fasern werden durch Weichspühler weicher und flacher… und dadurch gehen sie schneller kaputt. Du kannst durch zuviel Weichspühler ein neu gekauftes Teil mit nur 2-3 Wäschen kaputt waschen. Einfach nur weil beispielsweise die Fäden mit denen die Nähte genäht sind zu weich werden und durch das Gewebe rutschen, das Ergebnis sind sich auflösende Säume und Nähte.

Handtücher und Frotteewaren werden ja gerne weich gespült, weil sie dann soooo schön weich sind… aber wie lange? Auf die Dauer wird Frottee durch den Gebrauch von Weichspühler schneller dünner und vorallem nimmt die Saugfähigkeit ab. Das heißt Du kannst Dich nicht mehr so gut damit abtrocknen. Meine Oma hat ihre Handtücher 20-30 Jahre benutzt. Und heute meinen die Leute sie müssten die Handtücher alle 2-3 Jahre komplett austauschen.

Weichspühl-Tipp von einer jungen Mutti:

Für Neugeborene sind Weichspühler absolutes NoGo! Durch die künstliche Duftstoffe und Weichmacher steigt die Wahrscheinlichkeit das ein Baby Neurodermitis, Allergien und andere Unverträglichkeiten entwickelt.

Von einer Mutti von 2 kleinen Kindern wurde mir weisser Essig empfohlen. Zu jedem Waschgang einfach ein kleiner Schluck Essig in das Weichspühlerfach der Maschine. Der Geruch der Wäsche wird neutralisiert (riecht nicht nach Essig!) Die Fasern bleiben weich und die Farben werden schöner. Ausserdem verhindert Essig das verkalken der Maschine.

Warum Du keinen Fensterreiniger brauchst

Fester aus Glas sind ganz normal glatte Oberflächen die Du mit jedem normalen Haushaltsreiniger, Neutralreiniger putzen kannst. Das es angeblich Streifen oder schlechteres Licht gibt wenn Du nicht speziellen Glasreiniger verwendest ist schlicht und ergreifend Quatsch. Sauber ist Sauber… Streifen entstehen wenn dreckiges Putzwasser auf der Scheibe an trocknet.

Um dies zu verhindern kannst Du die Scheibe mit einer Gummilippe abziehen (diese verschleißt kaum und kannst Du ohne weiteres 10 Jahre die gleiche benutzten) oder mit einem sauberen Tuch nachwischen.

  • kleiner neben Tipp : Gardinen niemals mit Weichspüler behandeln, diese gehen extrem schnell davon kaputt, weil sich die einzelnen Fäden zu leicht voneinander lösen!
  • Der Putzlappen für die Fenster sollte auch frei von Weichspüler sein.

Warum Du den Fußboden nicht desinfizieren musst

Desinfizierende Reiniger sind für den Einsatz in Krankenhäuser oder ähnlichem gedacht, wo sich viele kranke Personen aufhalten um eine Übertragung der Krankheiten zu verhindern.  Es soll verhindert werden das bereits geschwächte Personen noch weitere Erreger von anderen Patienten bekommen.

Wir alle kennen aber die Bericht über die sogenannten Krankenhauskeime, es gibt mittlerer Weile  Krankheitserreger die gegen diese vielen Desinfitionsmittel immun sind. Willst Du sowas zuhause haben? Also wenn bei Dir im Haushalt keine Schwerstkranken oder Kleinkinder die permanent am Boden spielen sind, macht eine übermäßgige Desinfektion gar keinen Sinn.

Und wenn Kinder am Boden spielen… na und? Seit Jahrtausenden haben die Menschen ohne Desinfizierte Sterile Böden überlebt.

Wer braucht Raumduft?

Dazu fällt mir nichts ein, sowas brauche ich nicht!

Nur in der Toilette habe ich  eine Pumpspray-Flasche stehen, die ich nur selten einsetzte. Nur wenn ich Besuch habe und dort einen sehr unangenehmen Duft hinterlassen habe und ich nicht möchte das der Besuch da gleich voll in meine Marke hinein latscht.

Küchenrolle und Kosmetiktücher

Habe ich seit ich einen eigenen Haushalt habe vielleicht 1-2 mal gekauft. Von klein auf war ich nie daran gewohnt dergleichen zu benutzen. Zellstoff herzustellen, wie viel Energie und Rohstoffe dafür vergeudet werden nur weil man zu faul ist einen Lappen aus zu waschen. In der Küche gibt es Lappen und Schwämme um irgendwas zuwischen und zum Abschminken verwende ich einen Waschlappen oder gehäkelte Abschminkpads aus Baumwolle.

Wenn ich sehe welch Mengen Küchenrolle manche Leute völlig unnötig verschleißen stellen sich mir die Nackenhaare, wie kann das sein das die Hälfte des Hausmüll aufkommen nur diese weißn Zellstofftücher sind.

Habe ich wirklich mal ein ekeliges Malheur das ich mit einem Einmal–Papier weg machen will, dann nehme ich das Klopapier! (nur in Notfällen)

(PS ich koche nie so fettig das ich das Essen mit Papiertüchern abtupfen muss um das Fett weg zu bekommen…)

Slipeinlagen?

Trage ich eigentlich nur wenn ich gesundheitliche Probleme habe. Als ich mal eine Blasenentzündung hatte… und wenn ich sehr starken Husten habe, wenn ich so stark Huste das ich mir fast in die Hose mache.

Hin und wieder auf sehr langen Fahrten. Aber für den normalen Alltag versuche ich das ganz zu vermeiden . Es reicht ja schon das ich monatlich ein paar Tage mit den Binden rum laufen muss, da bin ich froh wenn ich sonst nicht Plastik zwischen den Beinen haben muss.

Wenn Deine Unterhose so ist, das sie an dem Ort unangenehm ist… dann ist es nicht die richtige Unterhose!

Haarspülung / Conditioner

Ich habe und hatte immer schon etwas längere Haare und habe sehr viel mit Spülungen und Contitioner experimentiert und lange gesucht was meinem Haar gut tut. Meine Erfahrung ist: weniger ist mehr !!! Je weniger Produkte ich in das Haar klatsche umso besser ist die Frisierbarkeit und umso länger fetten sie nicht.

Bei manchen Produkten habe ich den Eindruck das sie fast süchtig machen, einmal damit angefangen braucht man immer mehr davon. Seit einigen Jahren verwende ich keine regelmäßige Spühlung/ Conditioner mehr, weil ich ein Shampoo gefunden habe wo es nicht mehr nötig ist. Probiere es doch einfach mal aus ob Du das nicht einfach weglassen kannst.

Mein wichtigster Tipp für nachhaltigeres Leben

Wasser sparen!

Nicht zu oft Duschen und Baden. Mehr als einmal am Tag Duschen ist nicht gesund für Deine Haut und ist Wasserverschwendung. Haare nicht täglich waschen, denn sie fetten davon schneller, finde Deinen persönlichen idealen Rythmus. Duschen braucht viel weniger Wasser als ein Vollbad. Und dann kommt es ja auch noch darauf an wie lange man duscht… Duschgel und Shampoo sparsam dosieren, je weniger Du auf die Haut klatschst umso weniger Wasser brauchst Du um es nachher wieder runter zu kriegen. Eine normale Körperpflege muss keine Schaumorgie sein!

Es gibt viele Dinge die Du einsparen kannst

Wenn Du Dir diesen Artikel bis hier her durchgelesen hast vermute ich mal das Du an diesem Thema so sehr interessierst bist das Du schon längst alleine auf die Idee gekommen bist unnötige Plastiktüten einzusparen.

Wenn nicht ist es jetzt höchste Zeit! Gewöhne Dir an in deiner Handtasche einen Beutel oder Netz zu haben, um auch bei spontanen Einkäufen keine Plastiktüte zu brauchen. Es gibt mittlerer Weile so viele praktische und schicke alternativen.

Nachhaltigkeitstipp Einkaufsnetz

In den 70er Jahren hatte sie jeder. Und nun sind sie wieder total angesagt. Ich habe mir welche selbst gehäkelt, die Anleitung dazu habe ich aufgeschrieben.

Lebensmittel überlegt einkaufen

Ich denke das wir vor allem beim Einkauf von Lebensmitteln mehr mitdenken sollten. Macht es wirklich Sinn verpackten Käse in Scheiben zu kaufen wenn in einer Packung nur 100-200 Gramm sind? Eine Plastikhülle für 5 Scheiben? Wäre es nicht sinnvoller eine größere Packung zu wählen? Könnte man nicht den Käse auch unverpackt an der Käsetheke kaufen?

Ganz besonders schlimm finde ich wenn Obst und Gemüse unnötig verpackt sind. Wozu wird eine Salatkurke einzeln in eine Plastikfolie eingeschweißt??? Ich kaufe dann lieber die Gurke ohne Folie, denn ein kleiner Schönheitsfehler an ihrer Schale stört mich nicht.

Wozu werden Äpfel in Schachteln mit 4 oder 6 Stück eingeschweißt??? Muss das sein?

Woher kommen meine Lebensmittel?

Damit meine ich nicht das man jetzt ab sofort nur noch auf dem Bio-Bauernhof einkaufen darf… aber auch bei meinem alltäglichen Einkauf im Supermarkt kann ich darauf achten wie weit meine Lebensmittel transportiert wurden:

Bei Obst und Gemüse wähle ich stets das aus das am wenigsten weit transportiert wurde. Klar Bananen und Ananas gibt es in Europa nicht. Aber Äpfel aus Chile halte ich für absolut unmöglich! Äpfel wachsen auch in Deutschland, ich brauch keinen Apfel der um die halbe Welt verschifft werden musste, nur weil der Mensch der in erntet dort weniger Lohn bekommt.

Erdbeeren im Dezember? Ich kaufe keine Erdbeeren im Dezember. Das ist wirklich absolut unnötig im Winter wenn es in Europa keine frischen Erdbeeren gibt diese zu kaufen. Man kann eingelegte im Glas oder Dose kaufen… oder schlicht bis zum Frühjahr warten.

Fazit: ein bisschen nachhaltiger Leben ist gar nicht so schwer!

Es ist gar nicht so schwer „ein bisschen nachaltiger“ zu leben. Aber es lohnt sich auch ganz kleine Kleinigkeiten zu ändern. Denn viele Kleinigkeiten ergeben dann doch eine merkliche Verbesserung.

In diesem Sinne möchte ich Dich ermutigen in deinem Alltag die Augen offen zu halten was Du einsparen oder verbessern kannst.

Warum ist Zugfahren umweltfreundlicher?

Heute möchte ich die Frage erläutern ob das Reisen mit dem Zug wirklich umweltfreundlicher ist als mit dem Auto. Die Deutsche Bahn und genauso andere Europäische Bahnanbieter werben damit das Zugfahren viel umweltfreundlicher ist als der Individualverkehr mit dem PKW.

Ich will Euch hier keine Zahlen und Statistiken um die Ohren hauen die ein normaler Laie weder nachvollziehen noch überprüfen kann ob sie stimmen. Ich zeige Euch einfach nur eine einfache Milchmädchen Rechnung:

Wir stellen und jetzt einfach mal 100 Leute vor die mit einem Zug fahren und genausoviele die Auto fahren.

Ein normaler ICE ist etwas über 200 Meter lang und wiegt leer  etwa 409 Tonnen. Diese Daten hab ich gegoogelt, das kann man bei Wikipedia oder bei der Bahn selbst nachlesen. Ich gehe mal davon aus das die meisten Nahverkehrszüge kürzer und bestimmt nicht schwerer sind.

Also diese 100 Leute sitzten in einem 200m langen Ding das insgesammt etwa 410 Tonnen wiegt. (Zug + Leute und Gepäck aufgerundet)

100 Personen fahren mit einem 200m langem Fahrzeug das 410 Kilo wiegt

Wenn wir uns jetzt 100 Personen vorstellen die mit dem PKW fahren:

Stellen wir uns jetzt 100 Personen vor die mit dem PKW fahren. Ein normaler PKW ist 3-4 Meter lang je nachdem wasfür eine Fahrzeugtyp. Da diese Autos selbst in einem Stau mindestens 1m Abstand haben rechnen wir jetzt einfach mal mit 4m pro Auto.  Ein durchschnittlicher PKW wiegt 600 Kilo bis je nach größe und Ausstattung 2 Tonnen.  Da aber bei unserer Annahme viele Kleinwägen dabei sind gehen wir jetzt einfach mal von 1 Tonne durschnittlich aus.

Das ergibt eine Autoschlange von 400m mit einem Gewicht von 400 Tonnen.

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Diese Blechlavine ist doppelt so lang, aber wiegt nicht ganz so viel… auf den ersten Blick…

100 Autos brummen, verbrauchen Treibstoff und stoßen mehr oder weniger Abgase aus.

Wie dreckig oder nicht diese Abgase sind hängt von 100 unterschiedlichen Personen ab. In dieser Rechnung ist doch sicher auch der ein ander andere Rentner der sein 20 Jahre altes Vehikel spazieren fährt. Oder der junge Student der chronischen Geldmangel hat und deshalb einen uralten halbkaputten Diesel fährt.

Bei 100 Autofahrern ist sicher ein Porsche oder Ferrarifahrer dabei, dessen Motor komplett überdimensioniert ist und unnötig viel Sprit benötigt ( davon abgesehen ist der repräsentative Sportwagen vermutlich länger als 4 Meter und wiegt mehr als eine Tonne).

Dann sind unter den 100 Autofahrern sich ein paar Muttis und Vatis mit ihrem Familien-Van unterwegs. Diese sind groß und schwer und werden immer zahlreicher.

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Autofahren ist komfortabler!

Der Zug mit etwa 200 Metern Länge hat etwa 450 Sitzplätze (ICE 3). Lassen wir es mal ein anderer Zug sein dann sind es immernoch etwa 400 Sitzplätze. Das heist die 100 Leute können sich auf die 400 Plätze verteilen und das ist sicher zu eng und dicht.

In einem Durschnittlichen PKW sind 4 Sitzplätze. Klar gibt es auch Zweisitzer, aber diese werden durch die größeren Kombis und Vans die bis zu 7 Sitzplätze haben ausgeglichen.

Jetzt wird es ganz persönlich: Wie oft fährst Du mit deinem PKW zu viert?

Genauso unsere 100 angenommenen Autofahrer. Wenn sie nicht gerade mit der ganzen Familie auf dem Weg in den Urlaub sind sitzten sie vermutlich alleine im Auto. Einige Pendler bilden Fahrgemeinschaften und manch Paare sind zu zweit unterwegs…  Gehen wir also davon aus das in jedem zweiten Auto 2 Leute sitzen…

Das macht immernoch 75 Autos

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75 Autos heißt auch 75 Einzelpersonen sind für den Erhalt und die Wartung des Fahrzeuges zuständig. So unterschiedlich wie die 75 Fahrer so kann auch der Zustand der Autos sein. Darunter sind alte und halb kaputte Fahrzeuge, vielleicht hat jemand falsch getankt und der Auspuff ist nicht mehr in in Ordnung. Das Fahrzeug ist lauter und dreckiger als es sein könne wenn es korrekt gepflegt ist.

75 Fahrzeuge verbrauchen Treibstoff, dabei ist es egal ob Benzin, Super oder Diesel. Statistisch gesehen sind so wenige Elektro-Autos unterwegs, deshalb ist unter unseren 75 angenommenen keiner.

75 Auto verschleissen, fahren Reifen ab, verschleissen die Strassen, machen Lärm…

Den Zug warten täglich Fachleute und sorgen dafür das er immer gleich viel Strom braucht und optimal fährt. Die PKWs fahren sehr unterschieldlich, ein paar wenige fahren zu langsam, ein paar mehr fahren zu schnell… Manch einer verfährt sich oder fährt einfach so den einen oder anderen unnötigen Kilometer. Der Zug fährt immer nur die geplante Strecke in möglichst der geplanten Zeit.

Dann ist da noch der Faktor Mensch

Von diesen 75  Leuten machen doch sicher nicht alle alles richtig… Vielleicht passiert ein Unfall… von 75 Menschen ist vielleicht einer betrunken, unkonzentiert, übermüdet, abgelenkt oder hat ein Gesundheitliches Problem.

Man muss kein Mathegenie sein um zu erkennen das hier der Individualverkehr mit dem PKW schlechter abschneidet, oder?

ist zugfahren umweltfreundlicher als auofahren? Milchmädchenrechnung vergleich Zug und PKW

Wie ist Deine Meinung zu meiner Milchmädchen Rechnung?

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Nachhaltigkeit? Ein Modewort, früher waren wir einfach „Sparsam“

20190608_094217_00002079765814216882303.pngZur Zeit wird in allen Medien, und immer häufiger in der Werbung von Nachhaltigkeit gesprochen. Ein angeblich so neue und modernes Wort, das angeblich die Lösung für all unsere Umweltprobleme  sein könnte…

Laut Duden bedeutet es nicht mehr als „längere Zeit anhaltende Wirkung“ und kommt ursprünglich aus de Fortwirtschaft. Es beschreibst das Prinzip, nach dem nicht mehr Holz gefällt werden darf, als jeweils nachwachsen kann. Und das nicht erst seit ein paar Jahren. Dieses Prinzip gibt es schon seit Jahunderten!

Früher haben die Menschen viel nachhaltiger gelebt, nur wurde es anders benannt. Noch vor 50 Jahren hat man sich nur etwas neues kauft, wenn das alte kaputt war. Angefangen von der Socke (die man noch stopfte) bis hin zum ersten KFZ das man fuhr bis es nicht mehr ging.

Früher nannte man das Sparsamkeit! Man kochte Marmelade um die Früchte lange aufbewaren zu können und noch nach Monaten oder Jahren davon zu essen. Heute werfen wir die Hälfte der gekauften Früchte in den Müll, nur weil sie nicht mehr so schön aussehen.

Die Generation unserer Urgrosseltern wurde nicht selten in ihrem Hochzeitsanzug begraben, weil man nicht in seinem Leben Unmengen von Textilien gekauft und weggeschmissen hat. Was man hatte wurde aufbewart.

Und die Dinge die neu gekauft wurden, bei diesen wurde auf Qualität und Haltbarkeit geachtet. Ein Kleidungsstück musste jahrelang getragen werden. Material und Verarbeitung mussten so sein, das flicken und reparieren auch möglich ist. Beim Kauf wurde darauf geachtet ob im Saum eines Kleides „etwas mehr drin ist“ um es ggf etwas länger zu machen. Und bei einer Hose wurden die Nähte am Gesäß und Hüfte beäugt ob man da „noch etwas raus lassen kann“. Und heute? Wer nicht selbst das Nähhobby für sich entdeckt hat ist in der Regel so schlecht informiert, das er nicht mal wüsste wo er nachgucken soll ob ein Kleidungsstück änderbar ist oder nicht.

Im Bezug auf reparieren sind wir binnen 2 Generationen komplett verdummt. Unsere Grosseltern, die noch echten Mangel im Krieg erlebt haben, die haben noch gelernt zu repaieren, auszubessern oder sich mit Hilfmitteln zu behelfen. Die Gerneration die jetzt gerade Erwachsen ist hat noch nicht mal gelernt was sie tun können wenn im Malkasten das grün fehlt und sie einen Baum malen wollen…

Einfache Zusammenhänge, wei das man man aus gelb und blau sich den gewünschten Grünton michen kann, werden kaum noch vermittelt.

Und leider führt das so weit, das es einzelne Kinder gibt, die, wenn das Smartphone kaputt ist, nicht mehr wissen wie man mit einem normalen Festnetztelefon telefoniert. Das fängt ja schon damit an, das man die Telefonnummer nicht mehr hat und auch nicht mehr weiss wo man diese nachschauen könnte.

Einfachste  Fähigkeiten wie Aufschreiben von Telefonnummer und diese Raus zu suchen, verkümmern total.

Wenn an einem Kleidungsstück ein Knopf abgerissen ist, wir es weg geschmissen und neu gekauft. Unterhosen, bei denen man den Gummi wechseln kann gibt es kaum noch… Schuhe bringt man nicht mehr zum Schuhmacher, sondern kauft sich jede Saison neue.

Was nebenbei dazu frührt das es kaum noch Schuhmacher und Änderungsschneider gibt. Ganze Berufssparten verschwinden und das Können und Wissen dieser Zünfte verschwindet!

Wir verdummen immer mehr, wir müssen blind daran glauben das das neuste Auto von Marke Soundso so viel Umweltfreundlicher ist als das ältere Modell. Wir können kaum noch nachvollziehen ob das wahr ist oder nicht. Vorkommnisse wieder jüngte Diesel Skandal zeigen einmal mehr wie sehr wir auf die Informationen die der Hersteller gibt vertrauen müssen, weil es viel zu oft keine Möglichkeiten gibt derartiges zu Hinterfragen oder Nachzumessen. Beim Auto können wir höchstens ausrechnen wie oft wir tanken müssen. Aber die Verkaufszahlen der Automodelle zeigen doch, das dies kaum einer noch wirklich macht. Mehr denn je sind überdimensionierte, zu grosse und damit zu schwere SUV Modelle die Renner, obwohl sie viel mehr Sprit und Ressourcen brauchen als kleinere Fahrzeugtypen.

Früher als die Leute noch zu Sparsamkeit erzogen wurden, wäre das undenkbar gewesen. Die Leute hätten sich die kleineren Autos ausgesucht. Das Argument „ich nutze nie neueste und sauberte Technik“ überwiegt dem „ich bewege ein grosses schweres Gerät um mal eben von A nach B zu kommen“

Ein krassen Beispiel sind auch diese Artikel aus Umweltschutzpapier. Ob Schulhefte oder Klopapier, es gibt von fast jedem Papierartikel eine Öko-Version. Und nicht wenige fallen darauf rein, nur weil das Papier leicht grau ist, ist es angeblich sooo viel Besser für die Umwelt als das weisse. Mag sein das für ein solches Heft ein Baum weniger gefällt wird, aber wieviel mehr Energieaufwand muss betrieben werden um Papier aus Altpapier herzustellen? Der normale Laie weiss das nicht und kann dies in der Regel auch nicht nachvollziehen. In den Medien wird Recyclingpapier propagiert und deshalb muss man es glauben und Öko-Papier kaufen.

Mit den Plastikflaschen das Geiche… es wird zwar immer behauptet die Flaschen seien recyclebar, aber ob dies wirklich gemacht wird ist für Ottto Normalverbraucher nicht nachvollziehbar!

Fakt ist wir kaufen und verbrauchen viel viel mehr als sein muss! Egal von was. Wir sollten und wieder auf die alten Werte der Sparsamkeit zurrück besinnen und dann würden wir automatisch lieber wieder die große Flasche Duschgel kaufen anstatt 5 kleine mit unterschiedlichen Duftrichtungen.

Erinnert ihr Euch noch an die riesengroßen Waschmitteltrommeln aus Pappe die es  in den 70er Jahren gab? Darin kaufte man 20 Kilo Waschpulver auf einmal, und die hielt für ein ganzes Jahr. Die leere Tonne beklebten wir bunt und nutzten sie noch jahrelang als Aufbewarung für Spielsachen. Sie waren manchmal so stabil das man als Kind darauf sitzen konnte.

Und heute? Kleine Mengen Waschmittel sind in Kunsttofftüten verpackt und man sollte laut Werbung am besten für jede Wäscheart ein anderes kaufen, für Weisse Wäsche, für Wolliges, für Schwarzes für Gardinen, für Buntes… und dann am besten noch für jedes extra noch Weichspühler!

Wasfür ein Sinnloser Müllberg ! Kauft man wirklich so viel verschiedenes wie es einem die Werbung suggeriert, dann verbraucht man in einem Jahr mehr verpackungsmüll als in so eine Waschpulvertonne passen würde!

Ich selbst verwende seit über 20 jahren keinen Weichspühler mehr! Meine Handtücher sind saugfähig und griffig, denn ich mag es lieber wenn es auf der Haut beim Abtrocknen etwas ruppelt und nicht nur die superweichen Flusen auf der haut streicheln. Und vorallem halten meine Handtücher fast länger als mir lieb ist.

Ich benutze ein einziges Waschmittel für alle meine Wäsche,  und dosiere es sehr sparsam, nur etwa die hälfte der angegebenen Menge. Seit dem habe ich keine Probleme mit Allergien oder extrem trockener Haut. Wenn ich mal in einem Hotel übernachte, wo die Bettwäsche nach Weichspüler oder Waschmittel duftet habe ich oft Probleme mit trockener Haut, aus dem Grunde trage ich in fremden Betten immer eine lange Pyjamahose, egal welches Wetter.

Wir werden von der Werbeindustrie immer mehr verdummt und zum kaufen kaufen kaufen aninmiert, Ob ein Artikel, haltbar, sinnvoll oder effektiv ist, ist völlig egal. Letztlich interessiert es ja auch nicht ob und wie lange wir ein Produkt wirklich nutzen, hauptsache wir kaufen es!

Kaum einer fragt sich was mit einem Schaumbad mit Glitzerpartikeln passiert nachdem man den Stöpsel zieht… Es soll ja schon Kinder geben die nur noch damit baden wollen… aber diese brauchen ja auch dringend diese Wurst mit dem Gesicht, sonst können sie nicht essen…

Wie ist das bei Euch? Denkt ihr das ihr nachhaltig kauft und lebt?