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So war das letzte Wochenende

Für viele die im Einzelhandel arbeiten, so wie ich beginnt das Wochenende meistens erst am Samstag Abend nach dem Ladenschluss.

Vergangenen Samstag hatte ich die „Spätschicht“ also ich musste bis um 19 Uhr arbeiten wenn unser Warenhaus geschlossen wird. Dabei ist mir aufgefallen das ich schon lange nicht mehr „bis zum Schluss“ da war. Durch die momentane Kurzarbeit habe ich meistens „Frühschicht“ und darf um 18:30 Uhr oder 18:00 oder manchmal sogar noch früher gehen. Diese Woche habe ich sogar zwei Tage schon um 16 Uhr Feierabend.

Das klingt für den Außenstehenden vielleicht angenehm. Aber in Wahrheit bedeutet es für mich mehr Stress und Zeitdruck. Denn alle Nebendtätigkeiten, die man sonst dann macht wenn nicht viele Kunden da sind müssen bis dahin erledigt sein. Ofmals nur Kleinigkeiten oder Aufräumen… aber wenn sie nicht gemacht sind wird es später anstrengender.

Und ich weis jetzt schon wenn ich um 16 Uhr gehe, ist am nächsten Morgen meine Abteilung unordentlich und ich muss erst mal viel mehr aufräumen als sonst.

22 % Kurzarbeit

Diesen Monat arbeiten wir 22% weniger und im März werden es dann nur noch 18% sein. Na toll effektiv wird das für mich einen Unterschied von 2-3 Stunden ausmachen mehr nicht. Im Moment hoffen wir das wir im April dann endlich wieder normal arbeiten können.

So war mein Wochenende

Freitag und Samstag hab ich gearbeitet… mehr wie den Rest der Woche davor. Deshalb hatte ich auch keine Zeit mich um diesen Blog zu kümmern. Mein Problem dabei ist, das ich so viel Arbeit beinahe nicht mehr gewohnt bin und dann am Abend erschöpft bin und mich nicht mehr auf das schreiben Konzentrieren kann.

Freiwillig um 4:30 aufgestanden

das Foto ist von Weihnachten, aber es zeigt mich in dem geliehenen Auto

Am Samstag habe ich einer sehr guten Freundin einen Gefallen getan. Sie muss Samstags um 6 Uhr arbeiten. Aber Samstags fährt keine entsprechende S-Bahn. Da ich in der glücklichen Lage bin, das mir Freunde für 2 Monate ihr Auto unentgeltlich geliehen haben, möchte ich dieses Auto nutzen um anderen damit ebenfalls zu helfen. Also bot ich an die Freundin Samstags morgens zur Arbeit zu fahren. Damit sie rechtzeitig dort ist und wir noch ein paar Minuten zum quatschen haben, habe ich sie bereits um 5 Uhr abgeholt.

Das bedeutete für mich um 4:30 aufstehen. Kein Problem denn die beiden Tage zuvor musste ich um 4 Uhr aufstehen. Also beinahe ähnlicher Rhythmus. Doof nur das ich bei meinem Hauptjob erst zur „Spätschicht“ um 11 Uhr anfangen sollte. Also bin ich nach dem Taxidienst für meine Freundin nochmals ins Bett.

Sonntag fast den ganzen Tag „in der Gemeinde“

Am Sonntag morgen habe ich die selber Freundin dann zum Gottesdienst in unserer Gemeinde (FCG) abgeholt. Der Gottesdienst war schön und ich habe es echt genossen das wir nun kaum noch Auflagen und Einschränkungen diesbezüglich gibt. Monatelang durften wir den Gottesdienst nur nach Anmeldung besuchen, damit nicht zu viele Menschen gleichzeitig im Gebäude sind musste jeder gezählt und angemeldet sein. Das hat viele und auch mich oft von einem spontanen Gottesdiensbesuch abgehalten.

Dabei tat es jetzt so gut, viele bekannte Gesichter wieder zu sehen. Und wir dürfen uns auch wieder am Kaffee-Eck miteinander unterhalten.

Bei dieser Gelegenheit bat mich eine Gottesdienstbesucherin ob ich ihr „etwas am Laptop“ helfen könnte. Sie habe ihn dabei und ob ich am Nachmittag zeit hätte. Ich hatte Zeit, aber ich wusste überhaupt nicht worum es genau ging. Dennoch sagte ich zu.

Nachdem ich die anderen nach hause gebracht hatte, habe ich Mittag gegessen und mich umgezogen und bin dann wieder zurück in das Gemeindezentrum, wo die mit dem Laptop auf mich wartete.

Da eine Gruppe Jugendliche ein Spiel machen wollten bei dem es laut werden würde zogen wir uns in einen der Gruppenräume im Untergeschoss zurück. Wir schoben einen Tisch in die Nähe von Fenster, Heizung und Steckdose und richteten uns in einer Ecke eines Besprechungsraums gemütlich ein. Wir redeten viel aber ich konnte ihr auch ein wenig bei ihrem Problem helfen.

dieses Bild ist auch schon älter, es dient nur der Auflockerung. Am Sonntag saßen wir an einem Gerät dessen Software mir nicht nur spanisch vor kam

Uschi macht Nachhilfe?

Es ging nicht um die Technik an dem Laptop wie ich zuerst vermutet hatte, sondern es ging darum ihre Bewerbungsschreiben auf deutsche Rechtschreibung zu korrigieren. ÄHM… wer diesen Blog kennt, der denkt das ich nicht die ideale Person für diese Tätigkeit bin. Siehe dazu auch mein Text „habe ich eine Kommaschwäche?“ Meine Rechtschreibung ist nicht die allerbeste, meine Kommasetzung ist ein Desaster und ich habe mich das letzte Mal 1988 beworben… Ich habe also fast keine Ahnung von dieser Materie!

Doch für die Gottesdienstbesucherin die gebürtig aus Peru stammt war ich eine große Hilfe. Es ging darum Fragen wie „ist dies eine gängige deutsche Formulierung?“, „Kann man das so schreiben?“ zu beantworten. Zum Beispiel konnte ich erklären warum man das Wort „Rhein“, „rein“ und „Rain“ so verschieden schreibt. Sie war total unsicher mit den Adressen der Firmen die sie anschreiben möchte. Da gab es „Rheinfelden“, Rheintalstraße“ und „Rainstr,“…

Telefonjoker

Bezüglich der äußeren Form einer Bewerbung per E-mail war ich komplett unsicher, denn ich habe das selber noch nie gebraucht. Doch mir fiel meine Schwester ein, die beruflich immer wieder mit Bewerbungen aus dem Ausland zu tun hat. Ich rief sie an und die konnte mir binnen wenigen Minuten paar wichtige Hinweise geben.

Gemeinsam korrigierten wir die Texte und meine Schwester konnte mir dann noch einen technischen Trick verraten wie das ganze vereinfacht werden kann. Die Peruanerin war begeistert über soviel praktische Hilfe. Und ich war happy das ich jemandem helfen konnte… bei einer Thematik wo ich dachte, ich sei nicht gut genug.

Bis wir gemeinsam das Gemeindezentrum verließen war es schon nach 17 Uhr. Ich war also fast den ganzen Sonntag „in der Kirche“. aber es hat Freude gemacht und ich habe eine neue Freundin gewonnen. Die am kommenden Mittwoch für mich kochen möchte. Ich bin gespannt.

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