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Ein Spaziergang mitten in Lörrach vorbei am alten Waschhaus, ein kleiner Ausflug in die Geschichte

Wieder mal ein Artikel über meinen Wohnort Lörrach. Über fast unbekannte Orte die man aber ganz einfach zu Fuß erreichen kann. Diese Orte erzählen etwas von der Geschichte Lörrachs.

Das ist der Blickwinkel an einem Frühjahrs Nachmittag. Wir blicken in Richtung Tüllinger und kommen gerade von der Baslerstraße und gehen die „Clara-Immerwahr-Str“ hinunter. Von den meisten jüngeren Lörracher wird die Straße immer nur „die zum Mc Donalds“ genannt. Weil sich dieses Restaurant am Ende dieser Straße befindet. So weit gehen wir aber nicht.

Wer war Clara Immerwahr?

Ich hatte keine Ahnung und die Leute die ich gefragt habe auch nicht. Zuerst vermutete ich das diese Frau irgendwas mit Lörrach oder mit der Firma KBC zu tun hatte über deren ehemaliges Arial die Straße führt aber was war weit gefehlt.

Clara Immerwahr war eine der ersten deutschen Chemikerin, zuvor war es noch sehr selten das Frauen studieren durften und dann auch noch diese Fachrichtung. Sie war Jüdin und promovierte als erste Frau an der Universität in Breslau (also kein direkter Zusammenhang mit Lörrach). Später heiratete sie den Chemiker Fritz Haber, der viel später sogar einen Nobelpreis erhielt).

Ihr Mann Fritz Haber war nicht nur erfolgreicher wie sie, er entwickelte auch Dinge mit denen sie absolut nicht einverstanden war. Aufgrund ihrer Fachkenntnisse war ihr sehr früh klar das das was ihr Mann da erforschte nicht wirklich in die Richtung ging die sie gut heißen konnte.

Haber wurde berühmt und erfolgreich, weil er unter anderem eine Chemische Waffe entwickelte, die im ersten Weltkrieg zum ersten mal eingesetzt wurde und tausenden Soldaten den Tot brachte.

Aus Protest gegen diese Fragwürdige Leistung brachte sich Clara Immerwahr um! In ihren Abschiedsbriefen distanzierte sie sich von den Forschungen ihres Mannes.

Warum eine Straße in Lörrach ausgerechnet nach ihr benannt wird konnte ich nicht rausfinden. Wenn Du da mehr darüber weißt würde ich mich über eine Nachricht freuen.

Wir biegen nach der Brücke, Nahe de Metzgerei links auf den kleinen Fahrrad und Spazierweg. Vorbei an einer Wiese mit Obstbäumen.

Natürlich habe ich mich gefragt wieso es hier mitten in der Stadt eine Wiese mit Bäume gibt…

Früher war mal dieses ganze Gebiet Firmengelände der Firma Köchlin, Baumgartner und Cie. besser bekannt als KBC. Hier Standen wohl mal Firmengebäude in den Textilien verarbeitet wurden.

Der Weg führt uns vorbei am Lörracher Waschhaus, man könnte es fast übersehen, aber eine Plattform mit einer Bank und ein Hinweisschild machen uns darauf aufmerksam.

In diesem Waschhaus wurden noch bis etwa 1965 Wäsche gewaschen!

Das Waschhaus war Teil einer Siedlung die die Firma KBC für ihre Gastarbeiter die meist aus Italien kamen angelegt hatte. Die damals sehr modernen Häuser hatten keine Einrichtung zum Wäsche Waschen und Waschmaschinen gab es noch nicht. So traf man sich regelmäßig am Gewerbekanal um größere Wäschestücke zu waschen.

Hier wurde bis in die 50er Jahre die Wäsche gewaschen. Das Wäsche Waschen war eine zeitraubende und anstrengende Arbeit. Zudem mussten die Wäscherinnen aufpassen, denn der Gewerbekanal führte auch das Abwasser der nahe gelegenen Stofffärberei und war deshalb manchmal etwas bunt…

Lust auf eine Stadtführung zum alten Waschhaus?

Es gibt immer wieder mal Führungen zu dem Thema altes Waschhaus. Die Nächste Veranstaltung dieser Art ist am 29. September Weitere Informationen

Wir gehen weiter am Kanal entlang, der eigentlich „Langer Teich“ heißt. Heute ist es dort sehr malerisch und man merkst nichts mehr davon das dieser Kanal eigentlich für Industrielle Zwecke angelegt wurde.

Der Kanal wird in Lörrach von der Wiese abgestaut und der Wasserstand wird durch verschiedene Schleusen und Tore stets gleich gehalten. Er ist nicht sehr groß und Baden oder Bootfahren ist nicht möglich.

Der Lange Teich fließt bis in die Schweiz und bei Riehen bildet er auch mal einen kleinen Teich, vielleicht kommt der Name daher. Das Wasser wird meines Wissens nach nicht mehr industriell genutzt.

Der Gewerbekanal, der eigentlich „langer Teich“ heisst

Heute ist der Bereich des Gewerbekanals eher Naherholungsgebiet, früher reihte sich hier die Industrie.

Von Fabrikhallen und Werkstätten fast nicht mehr zu sehen.

Ich hoffe mein kleine Exkurs in die Lörracher Geschichte hat Euch wenig gefallen. Über Likes und Kommentare freue ich mich und gerne dürft ihr meine Artikel weiter teilen.

Ich plane in Zukunft öfter über Historische Orte in Lörrach zu schreiben doch oft kenne ich die Orte selber noch gar nicht. Wenn Du was interessantes in Lörrach kennst, gib mir gerne einen Hinweis.

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Keine Fotos von der Kirschblüte im Eggenertal

Die Kirschblüte im Eggenertal ist weit bekannt und wunderschön. Ein ganzes Tal voller weiss blühender Bäume eingebettet in die schöne Hügellandschaft des Markgräflerlandes.

Ich bin nicht weit weg aufgewachsen und so konnte ich dieses Naturschauspiel schon öfters geniessen. Als ich Kind war haben wir Schulausflüge und Wanderungen dort hin unternommen. Mitschüler aus den Dörfern Obereggenen, Niedereggenen und Schliengen berichteten damals schon von Touristen die Reisebussen anreisten und sehr vielen Wanderern zu dieser Zeit.

Heute gibt es dafür sogar eine Webseite http://www.bluetentelefon.de Seit 2009 kann man sich über den aktuellen Stand der Kirschblüte per Telefon informieren.Dieses Jahr sollte der absolute Höhepunkt der Blüte am 11.4. Gewesen sein.

Da für dieses Wochenende Regen angesagt ist wollte ich nicht bis zu meinem freien Tag nächste Woche warten. Denn bei starkem Regen gehen die Blüten noch schneller kaputt. Als ich heute um 17 uhr Feierabend gemacht habe schien in Lörrach die Sonne. Ich hatte im Hinterkopf ein paar tolle Eindrücke vom blühenden Eggenertal für diesen Blog zu fotografieren und buchte ich mir kurz entschlossen über die Carsharing-App ein Stadtmobil Auto.

Ich wollte die abendlichen Sonnenstrahlen ausnutzen. Doch je weiter ich fuhr umso dunkler und nebeliger wurde. Ich hätte noch 5-6 km vor mir gehabt begann es sogar zu regnen. An gute Fotomotive war nicht mehr zu denken. Deshalb drehte ich um und fuhr die etwa 15 km wieder zurrück.

In Lörrach wieder angekommen schien Sonne und blauer Himmel! Sowas gemeines, kaum vorstellbar, das es nur 18 km weiter so viel schlechteres Wetter ist. Leider ist das sehr oft so. Vor vielen Jahren bin ich diese Strecke mit dem Auto gependelt und es war fast täglich so das es in Lörrach einige Grad wärmer ist als in Müllheim (das Eggenertal liegt nahe bei Müllheim). Doch so krasse Licht unterschiede mitten am Tag, damit hatte ich nicht gerechnet.

Blaue Hauswand anstatt Blauer Himmel


Weil ich nicht ganz ohne Blütenfotos heim wollte hielt ich bei einem weiss blühenden Baum neben einem hellblauen Haus um wenigstens einen netten Farbkontrast zu haben.

Vielleicht versuche ich nächste Woche nochmal mein Glück. Mal sehen ob mir das Wetter nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht.

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Winterspaziergang am Altrhein 

Diese Bilder sind letztes Jahr im Dezember (2016)entstanden. Ich habe sie nun endlich aus der riesigen Bildermenge auf meinem Handy aussortiert und möchte sie nun zeigen.

Zwischen Basel und Breisach fließt der Rheinkanal parallel zu seinem alten Bett auf der französischen Seite. Bei dem Stauwehr „Märkt“ (sobald ich die Bilder auch gefunden habe werde ich die hier verlinken) wird das Wasser aufgestaut und in den Kanal geleitet.

Der Kanal hat immer exakt den gleichen Wasserstand. Der Rest, und das kann naturgemäß mal mehr oder mal weniger sein fließt durch den „Altrhein“ auf der deutschen Seite.

Dieses Flussbett ist eigentlich fast regelmäßig „Überflutungsgebiet“. Hier gibt es krumme oder umgestürzte Bäume, Kiesbetten, kleine Sandflächen und eine sehr charakteristische Pflanzenwelt.

Ich liebe diese Umgebung und gehe da sehr gerne spazieren. Hier mal ein Eindruck von einem sehr kalten Dezembertag.

In dieser uhrig wilden Landschaft gibt es manchmal auch kurioses zu sehen

Dies ist allerdings nicht eine Laune des Rheinwassers. Wohl eher ein Werk der „Eingeborenen“.

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Wanderung bei Lörrach 

Bevor ich auf meine lang geplante Reise gehe, war ich noch ein wenig in meiner Heimat unterwegs. Bei sonnigem Frühlingswetter wollte ich einfach raus in die Natur.

Zu Fuss sind wir von Lörrach zur Burg Rötteln. Aber nicht der kurze Weg über die Kapelle und die Autobahnbrücke sondern über Feld und Wald „hintenrum“.

Hier ein paar Impressionen: