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Tipps für eine entspanne Zugfahrt mit der deutschen Bahn

Heute möchte ich die wichtigsten Tipps für eine entspannte und auch noch preiswerte Reise mit dem Zug zusammentragen. Es gibt ein paar Kleinigkeiten auf die man achen sollte, die einem ein Zugreise und die Planung erleichern und stressfreier machen.

Planung:

Wenn Du schon früh weißt wann Du wohin fahren willst und auch bereit bist dich dann auch schon auf eine bestimme Fahrzeit festzulegen, dann kannst Du schon Wochen und Monate vor der Reise buchen.

Die Sparpreise und Supersparpreise der deutschen Bahn kann man bereits Monate vor dem Reisetermin buchen. Hierbei sollte man allerdings beachten, das man Sparpreise nur Teilweise und Supersparpreise gar nicht bei einer Stornierung erstattet bekommt. Die normalen Tickets kann man sich bei einer Reiseabsage komplett erstatten lassen.

Während die Sparpreise eine Zugbindung beinhalten bist Du mit dem teureren Flexticket flexibel und darfst alle Züge an dem Reisetag verwenden. Ideal also wenn Du nicht genau weist wie lange eine Veranstaltung oder ähnliches geht.

Genaue Reisezeit festlegen lohnt sich

Wenn man aber bereit ist schon frühzeitig fest zu legen wann man fahren will, dann kann an richtig viel Geld sparen.

Wie findet man die Sparpreise?

Ich benutzte für alle eine Recherchen und Buchungen bei der deutschen Bahn die Handyapp DB-Navigator und habe darüber bereits geschrieben. In der App kann man sich konfortabel alle Verbindungen anzeigen lassen und auch gezielt nach Sparpreisen suchen. Das lohnt sich wirklich, ich persönlich bezahle meisens nur einen Bruchteil des Flexpreises. Sich mit dieser App selbst über Preise und Reisemöglichkeiten zu informieren lohnt sich immer. Denn die Mitarbeiter im DB-Reisezentrum sind auch nur Menschen die in den Computer gucken und können schnell mal ein Schnäppchen übersehen. Verständlicher Weise sind sie ja auch eigentlich gar nich daran ineressiert Dir die billigste Reisemöglichkeit zu nennen.

Begehrte Reisezeiten meiden!

Montags morgens fahren alle Pendler zur Arbeit, und Freitags Nachmittag wieder zurrück. Wenn Du bei deinen Freizeitreisen diese Zeiten meiden kannst dann tue das auch. Belohnt wirst Du durch weniger volle Züge und günstigeren Resepreis. Manchmal hilft es einen Reisetag nach vorne oder hinten zu schrieben und man bezahlt für die gleiche Fahrt viel weniger.

Auch die Reisezeit macht viel aus, oft sind unbegehrte Reisezeiten wie ganz früh morgens oder spät Abends viel billiger.

Billigeres Ticket bedeutet nicht stressigere Fahrt

Viele Leute meinen wenn man ein billiges Ticket erhascht muss man mit Abstrichen Rechnen und eventuell in überfüllten Zügen ausharren. Aber in Wahrheit ist genau das Gegenteil der Fall!

Es werden pro Zug nur eine gewisse Zahl an Spartickets verkauft, sind diese Ausgebucht gibt es nur noch teurere. Im Umkehrschluss heißt das wenn Du für eine Zugverbindung kurzfristig noch ein Sparticket bekommst, dann ist der Zug nicht sehr voll. Denn die Bahn möchte ja die „Sparfüchse“ in die leereren Züge lenken.

Wenn Du ganz sicher gehen willst kannst Du auch zu eine ganz billigen Sparticket (oder Superspar-Tiket) separat eine Sitzplatzreservierung buchen. Dies geht auch später noch unabhängig von der Fahrkarte. Über die Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer Sitzplatzreservierung habe ich bereits geschrieben.

Was Passiert bei Verspätung?

Die Angst vor einer Verspätung ist völlig unbegründet, denn als Bahnkunde sollte man das schon gewöhnt sein… Früher oder Später betrifft es Dich. Weil das eigentlich alle wissen, informiere einfach die Leute die Du besuchen willst „ich komme mit dem Zug“ und schon bist Du nicht mehr der Buhmann wenn Du zu spät kommst.

Am besten planst Du Deine Reise immer so, das es nicht schlimm ist wenn Du eine Stunde oder mehr später ankommst. Ich versuche meine Anreise nie zu knapp zu planen. Wenn man dann wirklich pünktlich vor Ort ist und dann 1-2 Stunden Leerlauf hat ist das doch nicht schlimm noch eine kleine Kaffeepause in einem Kaffee am Zielort zu machen.

Was ist mit der Zugbindung wenn es viel Verspätung gibt?

Ist der ICE so sehr verspätet das Du Deinen Anschlusszug nicht mehr erreichen kanns… dann kannst Du Dich entspannen… denn ab einer Verspätung von mehr als 20 Minuten verliert Dein Ticket seine Zugbindung und Du kannst fahren wann und womit Du willst ! Du solltest Dir dies nur im Zug bestätigen lassen.

So eine Bestätigung zu kriegen ist allerdings manchmal schwierig, denn genau dann wollen fast alle Fahrgäste im Zug irgendwas von dem Zugbegleiter und dieser ist überlastet. Alternativ dazu kannst Du auch am Zielbahnhof des verspäteten ICEs am Serviceschalter eine Bestätigung erhalten… allerdings auch hier wollen das dann wieder ganz viele Leute.

Eine echte Abhilfe schafft da die DB-Navigator App wenn Du Dein Ticket darin gekauft und gespeichert hast. Wichtig ist dann nur das Du in dem verspäteten Zug „kontrolliert“ wurdest. Denn wenn der Bahn-Mitarbeiter dein Ticket mit seinem Gerät abscannt wird automatisch gespeichert das Du in diesem Zug warst.

Fährst Du dann in einem anderen Zug als geplant weiter, sieht das der Kontrolleur dort in System und alles ist paletti. Mehr darüber unter „Was ist wenn der ICE verspätet ist“.

Was Deine Reise entspannter macht:

  • frühzeitig am Bahnhof sein, um evtl Änderungen am Gleis usw mitzubekommen
  • DB-Navigator auf dem Handy haben denn da werden Dir alle Verspätungen und Alternativen angezeigt
  • Geeignetes Gepäck – siehe Welcher Koffer für die Zugreise
  • Geeignetes Proviant – siehe Reiseproviant
  • sinnvolle Kleidung (nicht zu warm anziehen, dennoch leichte Jacke dabei)
  • nimm Dir Beschäftigung mit

Zugfahren muss nicht stressig sein!

Wenn Du ein paar Kleinigkeiten im Vorfeld beachtest muss eine Reise mit dem Zug absolut nicht stressig sein.

Plane Dir zum Umsteigen genügend Zeit ein. Auch dies kann man in der Navigator-App einstellen. Das ist besonders wichtig wenn Du auf die Aufzüge angewiesen bist, denn diese sind sehr oft am Ende des Bahnsteigs und je nach dem vielleicht voll (Fahrräder, Kinderwagen, Rollstühle) und man muss auf den nächsten warten. Wenn Dich solche Momente unter Stress setzten dann plane Deine Reise doch einfach so, das Du an jedem Umstiegbahnhof etwas länger Aufenthalt hast. Etwas frische Luft oder eine Tasse Kaffee können da manchmal sehr gut tun.

Wenn Du Mühe hast mit vielen Menschen, dann reserviere Dir einen nicht sehr ausgelasteten Zug in einem Abteil. Dann hast Du maximal 5 Leute in Deiner Nähe.

Wenn Du Mühe hast mit engen Räumen, dann steige unbedingt in den Großraumwagen und setzt Dich ans Fenster.

Weitere Tipps unter „Wie verhindert man Übelkeit im Zug“.

Wenn Dir meine Tipps gefallen haben:

Wenn Dir mein Text in irgendeiner Form geholfen hat, dann freue ich mich über einen Kommentar. Und gerne darfst Du ihn weiter teilen!

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Horror-Erlebnisse mit der deutschen Bahn

Da ich früher viele Jahre mit der Bahn gependelt bin hab ich schon alles möglich und unmögliche dabei erlebt. Die älteren Ereignisse fasse ich mal zusammen, denn das soll hier ja kein Bahn-jammer-Blog werden.

Als Auzubildene wohnte ich In Müllheim und musste zweimal die Woche einen sehr frühen Zug nehmen um den Berufsschulunterricht rechtzeitig zu erreichen. Dieser Zug startete in diesem Bahnhof und ich dachte zuerst das sei ein Vorteil, weil er dann theoretisch keine Verspätung haben kann. Denn um 5.30 ist oft noch dunkel und kalt und das Bahnhofsgebäude ist noch nicht geöffnet.

Weit gefehlt : Einmal fiel der bereitgestellte Zug in dem wir schon saßen aus, weil keine funktionierende Lok da war. Einmal konnte der Zug nicht fahren, weil die elektische Versorgung nicht hergestellt werden konnte also Beleuchtung und Heizung nicht gingen. Eigenartigerweise an dem Tag ohne Lok hatten wir wenigstens Heizung und Licht.

Mehere Male wurde ohne Ankündigung ein späterer Zug vor gelassen, nicht selten saßen wir schon alle im Zug und warteten das er jetzt endlich los fuhr und stattdessen fuhr der nachfolge Zug ein. Binnen weniger Augenblicke musste man entscheiden was wohl günstiger ist, sitzen bleiben oder aufspringen und rüber rennen. Es war nicht immer vorteilhaft den anderen Zug zu nehmen, denn wenn dieser auch Verspätung hatte erreichte man den Anschluss in Weil am Rhein nicht und musste über Basel fahren, was ein wenig weiter ist und man dadurch noch später nach Lörrach kam. Dieser 5.30 ab Müllheim hatte so oder so Fahrziel Lörrach. Also wenn man Pech hatte musste man in Weil auf genau diesen warten.

Dabei muss ich erwähnen das sich dieses vor über 25 Jahren ereignet hat und an Handy und Internet nicht zu denken war.

Später pendelte ich ab Eimeldingen, das war nicht ganz so weit und auch nicht ganz so problematisch. Zugverspätungen gibt es immer wieder mal aus den unterschiedlichsten Gründen, aber wenn über die Lautsprecher das Wort „Personenschaden“ genannt wird dann dauert es länger!

Personenschaden bedeutet das eine Person von einem Zug verletzt oder getötet wurde… ganz ehrlich wie groß ist die wahrscheinlichkeit das ein Mensch von einem Zug nur angefahren wird? In der Regel handelt es sich um einen Suizit auf der Strecke. Und je nach dem wie schnell der Zug an der Stelle war umso größer ist der Bereich der abgesperrt und untersucht werden muss. Da es in den seltensten Fällen Augenzeugen gibt die den Vorfall genau gesehen haben muss eine Spezialeinheit der Bahnpolizei kommen und den „Tathergang“ rekonstuieren. Es muss geklärt werden ob es sich um eine oder mehere Personen handelt und ob diese freiwillig im Gleisbett war. Leider gibt es ja auch so gruselige Vorfälle bei denen betäubte Personen abgelegt wurden oder gar bei vollem Bewusstsein an das Gleis gekettet waren. Schrecklich sowas. Da die Spurensicherung Zeit braucht ist die Strecke oft stundenlang gesperrt und sehr oft ist dann auch die Gegenrichtung betroffen.

Dauert die Sperrung einer Strecke länger wird ein sogenannter Schienenersatzverkehr eingesetzt. Das heist es kommt ein Bus… wenn denn einer frei ist… wenn er denn irgendwann ankommt und dann ist die noch die Frage ob er noch Platz hat… Abenteuer pur!

Aber denk ja nicht das wenn Du mal in einem fahrenden Zug drin bist dann automatisch alles gut wird.

Auch ein planmässig fahrender Zug kann plötzlich gestoppt werden müssen. Klassiker sind hier Schlägereien oder Notarzteinsätze. Dann hält der Zug einfach und es wird gewartet bis Polizei der Arzt da ist. Und meistens wissen 90% der Fahrgäste nicht was los ist.

Dann gibt es ja noch den Faktor Wetter. „Wir sind ja im trockenen und warmen Zug“ wirst Du denken. Hm naja, wenn bei 35 Grad im Schatten plötzlich die Heizung an geht und sich nicht ausschalten lässt ist das nicht mehr witzig

Schlimm können extreme Wetterverhältnisse wie Sturm und Eisregen sein. Bei Regen auf tief gefrohrene Oberleitungen und Gleise können die binnen Minuten vereisen und kann es passieren das nix mehr geht. Besonders problematisch sind hier bei die Weichen, wenn diese zusammengefroren sind und sich nicht mehr umstellen lassen dann… 

Sturm habe ich auf einer Fahrt mit dem ICE von Basel nach Hamburg erlebt! zum einen dürfen alle Züge ab einer gewissen Windstärke nicht schneller als 80 km/h fahren um rechtzeitig halten zu können wenn etwas auf den Gleisen ist. Und auf einmal fährt der Hochgeschwindigkeitszug nicht mehr 250 sondern tuckert in gefühlter Schrittgeschwindigkeit vor sich hin. Fahrpläne kann man dann ganz vergessen. Und ist es dann so weit das ein Baum auf einer Oberleitung liegt heist es warten. Mindestens 1-2 Stunden je nach dem wie schnell die Helfer da sein können… Und THW oder Feuerwehr dürfen da nicht einfach spontan helfen.. nein sie müssen warten bis der gesamte Abschnitt vom Strom genommen wurde.  Auf meiner Fahrt nach Hamburg hatten wir dieses Szenario gleich mehrfach und so kam es das ich nicht 6 sondern 14 Stunden in diesem Zug saß !!!!

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Unterwegs mit Babsi

Es ist schon einige Monate her doch von dieser Reise zu meiner Cousine nach Köngen möchte ich Euch berichten. Der Anlass meines Besuches war ein Geburtstag eines kleinen Mädchens zudem ich eingeladen war.

Das zu beschenkende Kind ist noch so klein das sie gar nicht zuordnen kann wer ich bin, aber die Mama hat sich total darüber gefreut.

Köngen ist eine kleine Gemeinde im Landkreis Esslingen, also auch Badenwürtemberg. Das Länderticket der deutschen Bahn bietet sich also an, denn es immernoch eine der billigsten Reisemöglichkeiten. Mit dem Länderticket fährt man beliebig weit innerhalb eines Tages für 22,- €. Einziger Haken beider Sache man kann nur Nahverkehrszüge nutzen und muss deshalb mehrfach umsteigen. Und auch wenn das Ziel nicht wirklich viele Kilomenter entfernt ist… man braucht sehr lang.

für die 280 km bräuchte man mit dem Auto nur etwa 2,5-3 Stunden doch mit dem Ba-wü-Ticket über 4 Stunden.Das kann man wirklich nur machen wenn man Zeit hat und nicht am gleichen Tag zurück muss.

So in etwa sieht mein Handgepäck aus wenn ich eine so lange Zugfahrt plane. Eine Große Handtasche mit Platz für etwas zu essen und zu trinken sowie was zu lesen.

Ja ihr habt richtig gesehen ich hatte an dem Tag die Bibel dabei, und der einzige Grund warum ich sie heute nicht mehr immer mitschleppe ist das ich jetzt eine Bibel-App auf dem Handy habe und so jederzeit lesen könnte. Aber für sehr lange Zugreisen stecke ich mir dennoch gerne ein gedrucktes Exemplar in den Koffer, denn man weis ja nie mit wem man worüber ins Gespräch kommt und ob man nicht in eine Situation gerät in der man eine Bibel verschenken möchte.Für soetwas möchte ich unterwegs stets bereit sein.

In dem Baumwollbeutel auf dem Ersten Bild steckt dieser süsse Teddy den wir später „Babsi“ getauft haben .Mein Geschenk für das kleine Geburtstagskind…

Aber Babsi blieb auf meiner Fahrt nicht nackt. Quer durchs Ländle sozusagen „Auf der Schwäbschen Eisenbahn“ ist ein gehäkeltes Kleidchen entstanden.

Die Fotos Markieren übrigens Zwischenstationen wo ich Umsteigen musste und auf den nächsten Anschluss warten musste… leider beim deutschen Nahverkehr nicht ganz selten…

Offensichtlich war es kalt oder nass das ich jedesmal eine Bahnhofswirtschaft aufgesucht habe.

Bahnhofsgaststätten sind echt sinnvolle Einrichtungen, denn oft sind sie der einzige Zufluchtsort vor Wetter, Kälte, Harndrang oder komischer Anmache von Eigenartigen Mitmenschen.

Babsis Kleid ist komplett unterwegs entstanden, vor der Abreise hatte ich noch nicht mal genaue Vorstellung was es genau würde.

Also Häkelhaken, Garn, ein Teddybär und viel Zeit lassen viel Raum für Kreativität.

Babsi und ihr rosa Kleidchen das die Teddymama nach 5 Minuten schon alleine Ausziehen konnte sind sehr gut bei der Empfängerin angekommen. Inzwischen hat sie gelernt das Kleid auch wieder an zu ziehen.