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18. Mai, sechster Tag nach der OP

Heute war der sechste Tag nach meiner zweiten Varizen-OP. Mir geht es dem entsprechend recht gut. Weiterhin habe ich kaum Schmerzen, aber meine Beweglichkeit und Belastbarkeit sind stark entgeschränkt.

Heute Nacht konnte ich gut und durchgehend schlafen, ohne beim Umdrehen aufzuwachen. Offensichtlich gelingt es mir besser, mich zu drehen als nach der ersten Operation. Denn ich habe aus den Erfahrungen bei der ersten OP gelernt und festgestellt, dass es weit angenehmer ist, wenn der Oberschenkel (dickste Stelle, wo der dunkelste Bluterguss ist) auch nachts fixiert ist.

Immer noch viel schonen und hoch legen

Auch heute bin ich fast permanent nur mit hoch gelegten Beinen auf der Couch gesessen. Wirklich fleißig oder produktiv war ich dabei nicht. Aber ich habe ein paar Hintergrund Kleinigkeiten für den Blog gefummelt.

Einen neuen Artikel habe ich allerdings nicht zustande gebracht. wobei ich mir nicht sicher bin ob es an mangelnder Konzentrationsfähigkeit oder an Faulheit lag. Vielleicht sollte ich nicht alles auf die OP schieben…

Hausarbeit?

Diese liegt seit einer Woche mehr oder weniger brach. Heute habe ich das erste Mal wieder gekocht. Ansonsten läuft nur die Spülmaschine regelmäßig und alles andere bleibt liegen. Ist ja auch nicht weiter schlimm wenn keiner da ist den es stört und ich weis das es mir bald besser gehen wird.

Mein Spaziergang heute:

Mein Ziel war heute von vorne herein auf jeden Fall länger und weiter zu gehen als gestern. Das ist mir geglückt:

Begonnen habe ich die Runde als gerade ein Sonnenregen einsetzte. Sonnenschein und riesige Regentropfen. Doch bis ich beim Rosenfels-Park war, war der Regen schon vorbei.

Zu Anfang gehe ich noch etwas Pinguin-Gang doch je länger ich gehe umso besser wird mein Gang. Die Wunde in der Beinbeuge/Lende tut kaum noch beim laufen weh. Dafür hat mich heute die Wunde auf der Knie Innenseite geärgert. Je länger ich gelaufen bin umso mehr „ziepte“ sie. Es fühlte sich beinahe an als würde der Strumpf an einem Wundfaden reiben. Nur das genau dort gar kein Faden ist!

Später zu Hause habe ich erkannt, was diese unangenehme Reibung ausgelöst hatte. Gestern Abend kurz vor dem Schlafengehen hatte ich das Pflaster ausgetauscht und nicht bemerkt, das da noch eine Trägerfolie drauf ist … Diese klebte also auf der Oberseite und durch den Strumpf und die Bewegung rieben die Ecken an meiner Haut. Dadurch aber das dort überall kleine Schnitte sind, ist meine Empfindung etwas irritiert. Deshalb habe ich nicht gleich gemerkt, was und wo das Problem ist.

Ich hab mich also wieder mal selbst erschreckt, und das was ich als Wundschmerz wahr genommen hatte war nix anderes als Reibung von dieser Folienkante.

Trotzdem habe ich es geschafft bis nach Lörrach Stetten zu laufen. Im Nahkauf habe ich mir ein Getränk gekauft und dies auf dem Platz vor der Fridolin-Kirche getrunken. Zu dem Zeitpunkt schien gerade angenehm die Sonne und ich hab es mir ein paar Minuten auf einer Bank gemütlich gemacht.

Ich brauchte eine Pause

Um Ehrlich zu sein, ich brauchte die Pause. Ich war da schon leicht erschöpft. Wie ihr auf dem Bild seht hab ich auch gleich wieder das Bein hoch gelegt. Es war gerade so warm das man die Jacke ausziehen konnte.

Wenn ich ganz ehrlich bin muss ich zugeben das ich ganz froh bin um dieses Wetter. Viel wärmer wäre für mich momentan sehr unangenehm. Deshalb werden dieser Operationen eigentlich nur in den Wintermonaten durchgeführt. Mitte Mai ist absolut nicht ideal, das war jetzt nur weil wir meinen OP-Termin verschieben mussten.

Wenn Du am überlegen bist solch eine Varizen-Stripping-Operation machen zu lassen, dann peile dafür auf jeden Fall die kalte Jahreszeit an.

Rhododendron

In meinem Artikel gestern hatte ich nach diesen Büschen mit den tollen Blüten gefragt. Es handelt sich tatsächlich um Rhododendren.

Ich kenne diese Pflanze sonst nur von sehr spießigen Vorgärten als kleine Büsche, mit viel kleineren Blüten. Mir war nicht bewusst das es auch Sorten gibt die richtige Bäume werden. Nach einem Hinweis von einer Aufmerksamen Leserin habe ich mal gegoogelt und mich echt gewundert wie viele verschiedene Rhododendron-Sorten es weltweit gibt.

Auf Mein schöner Garten gibt es einen sehr interessanten Artikel über diese Pflanze. Die Exemplare im Rosenfelspark sind sicher schon viele Jahre alt, sie sind nicht weit weg von dem großen Mammutbaum und blühen momentan in unterschiedlichen Farben.

Damit ihr mal seht wie groß die Büsche sind, hab ich mich mal davor gestellt. Und sorry, meine Frisur sieht aus wie bei einer kranken 49-Jährigen. Hier noch ein paar hübsche Detailaufnahmen ohne störende Köpfe:

weißer Rhododendron Baum

Die weißen Blüten sind an einem Baum, die fotografierte Blüte befindet sich oberhalb meiner Kopfhöhe. Der Baum hat eine Gesamthöhe von mindestens 3m, leider ist er schon fast am verblühen.

Die meisten Rhododendren im Rosenfelspark blühen lila. Es gibt aber auch weiße und kleinere orange Blühende. Einen Busch mit weißen und Lila Blüten habe ich entdeckt, der gerade erst richtig aufblüht. Ich werde die kommenden Tage mal hin humpeln und ihn in voller Blüte fotografieren.

Mittagsschlaf

Als ich nach etwa 1.5 Stunden von meinem Spaziergang zurück kam war ich richtig erledigt, mehr wie wenn ich sonst 10km gehe… Dann habe ich mich erst mal zu einem Mittagsschlaf hin gelegt und über zwei Stunden geschlafen. Auch das sei wohl normal nach solche einem Eingriff.

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