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Samstagsplausch am 7.1. 2023

Die erste Woche im neuen Jahr ist nun schon vergangen. Aber ich bin froh das die ganzen Feiertage und der Trubel drum herum nun endlich fertig sind.

Bei uns in Baden–Württemberg war gestern Feiertag. Heilige drei Könige. Ein Katholischer Feiertag zu dem ich eigentlich keinen Bezug habe. Außer das meine Oma an diesem Tag Geburtstag hatte… aber sie ist schon seit über 30 Jahren tot. Warum ich mich immer noch an das Datum und ihre damalige Telefonnummer erinnere ist mir schleierhaft.

Bei uns auf der Arbeit ist „zwischen den Jahren“ und bis nach Dreikönig für gewöhnlich sehr viel los. Und dieses Jahr war es nach zwei Corona Jahren beinahe wieder so wie früher. Gefühlt haben alle frei und und somit Zeit im Warenhaus einzukaufen. Aus dem Grund waren die letzten beiden Wochen für mich sehr stressig.

Dieses Jahr lagen ja die Feiertage 25.12. und 1.1. auch noch auf einem Sonntag und somit war die Woche dann doch lange und anstrengend. Wie schon die letzten Jahre bin ich einfach nur froh wenn diese „Grosskampftage“ vorüber sind.

Zusätzlich zu dem Betrieb haben mich dann auch noch mehrere technische Probleme zusätzlich generft und gestresst. Eines dieser Probleme beschreibe ich unter „schöne neue Technik“ Ich war fast permanent am improvisieren, retten oder Lösung suchen, obwohl das ja eigentlich nicht mein Job ist.

Um ganz ehrlich zu sein es kotzt mich an! Ich bin ideenreich und flexibel, und wenn mal kurz etwas schief läuft und ich muss schnell ne Lösung oder Alternative suchen macht mir das nichts aus… aber wenn das ständig so ist! Wenn ich ständig gegen nicht funktionierende Vorgänge und Technik kämpfen muss und permanent Spagat machen muss dann nerft mich das sehr.

„Als Verkäufer steht man an der Front der Wirtschaft“

hat früher mal unsere Berufsschullehrerin gesagt. Damals hab ich es nicht verstanden aber momentan empfinde ich es wirklich so in einem Ständigen Kampf zu stehen. An der Front zwischen Kundenwunsch und dem was wirklich möglich ist. Eigentlich wäre es meine Aufgabe zwischen Nachfrage und Angebot zu vermitteln, für den Kunden die beste Ware zu finden und ihm die zu verkaufen. Vordergründig mach ich das auch, aber im Hintergrund kämpfe ich mit nicht funktionierenden Druckern, Bestellsysteme die nicht ausgereift sind, Lieferanten die nicht mehr liefern wollen usw. … lauter kleine Dinge die meine tägliche Arbeit blockieren, verlangsamen und verschlechtern für die ich aber gar nichts kann.

Leider musste ich die letzten Tage mehrfach zu Kunden sagen „tut mir leid bitte gehen Sie zur Konkurrenz“ weil es mir momentan nicht möglich ist diesen Kundenwunsch zu erfüllen.

Aber ein spezielles Erfolgserlebnis hatte ich: Eine Kundin wollte 20-25 Meter blauen Futterstoff, so schnell wie möglich. Da ich davon ausgehen muss das ich diesen Stoff nicht vom Lieferanten bestellen kann, habe ich mich an Telefon gehängt und eine Filiale in Berlin angerufen, die über 23 Meter laut Computer im Bestand haben. Tatsächlich haben sie so viel, dürfen mir diesen aber nicht abgeben, wegen dem Insolvenzverfahren in dem wir uns befinden. Aber wir fanden eine für die Kunden akzeptable Lösung: Die Filiale in Berlin macht einen Kaufvertrag mit der Kundin (am Telefon) und schickt den Ballen zu ihr nach hause. Sie bekommt eine Rechnung und kann diese per Überweisung bezahlten. Kundin ist Glücklich, Berlin auch, weil mal eben 23 Meter Stoff a 12€ verkauft. Der einzige der nix davon hat ist bin ich… doch ich habe eine zufriedene und glückliche Kundin die hoffentlich wieder zu mir kommt.

Es sind einfach komische und schwierige Zeiten wo man manchmal auch ungewöhnliche Lösungen finden muss.

Jetzt endlich Urlaub

Da ich vom vergangenen Jahr noch alten Urlaub hatte wurde ich gebeten diesen möglichst schnell abzubauen. Deshalb habe ich den „sofort“ beantragt. Offiziell haben wir bis 8.1. Urlaubssperre, wegen dem Feiertag gestern. Ich dürfe auf keinen Fall vorher Urlaub nehmen… Drama : „was fällt ihnen ein, ab 6. schon frei haben zu wollen, das dürfen wir nicht“… blabla

Und als mein Arbeitsplan kam, was steht da? Urlaub am 7.1. ! Erst mal Jammern und Schimpfen und dann doch geben. Ich habe heute also meinen ersten Urlaubstag.

Mit dem Auto nach Stuttgart und zurück

Trotzdem hatte ich mich dazu entschlossen meine Mutter gestern schon von meiner Schwester in Stuttgart abzuholen, weil ich mir sicher war das es auf den Autobahnen am Feiertag ruhiger ist. Und ich hatte recht. Ohne Stau und stockender Verkehr konnte ich hin und zurück.

Auf dem Hinweg habe ich sogar noch eine Freundin mit genommen, die dort ihre Eltern besucht. Die Fahrt hat sich also in beide Richtungen gelohnt.

Ich saß zwar insgesamt über 7 Stunden hinter dem Steuer aber so war es mir lieber als dort übernachten und heute erst zurück. Heute morgen habe ich erst mal schöön lange ausgeschlafen und einige Dinge am PC erledigt und später mache ich bei einer Online-Schulung mit, darauf bin ich sehr gespannt.

Das Bild stammt von unserer Neujahrswanderung am 1.1. bei herrlichem Wetter am Isteiner Klotz. Dieser Beitrag wird bei Karminrot unter Samstagsplausch verlinkt.

Neujahrswanderung am 1.1.2023

Der erste Januar ist für gewöhnlich kalt und ungemütlich und die meisten Menschen verbringen den halben Tag im Bett, weil die Silvesternacht sehr lang war. Aber wir waren schon am Vormittag unterwegs.

Eigentlich wollte ich am ersten Tag des neuen Jahres einfach nur ausruhen und gezieltes „Nixtun“ praktizieren. Denn die Tage zuvor war ich unterwegs und da dachte ich ein Tag zuhause ist auch mal ganz gut…

Doch zwei Freundinnen überredeten mich zu einem Spaziergang/Wanderung mit zu kommen. Sie versprachen mir das es nicht zu steil oder anstrengend würde, Denn ich hatte ihnen gesagt das ich mich noch ein wenig „angeschlagen“ fühle.

Die beiden sind sonst gerne viel längere und anspruchsvollere Strecken unterwegs, waren aber gerne bereit auf mein „Niveau“ einzugehen. Eine der beiden hatte uns über Komoot eine Route herausgesucht die wir ungefähr machen wollten:

Das war unsere ursprüngliche Planung. Doch wir hatten schon gleich die Idee die Strecke etwas auszuweiten.

Wanderung zum Isteiner Klotz

Der Isteiner Klotz ist ein Fels der weit sichtbar in das Rheintal hinein ragt. Das Felsenmassiv hat eine ereignisreiche Geschichte die Du bei Wikipedia nachlesen kannst. Darüber gibt es so viel zu erzählen das ich demnächst einen separaten Blogpost darüber mache.

Gestartet sind wir am Parkplatz an den „Isteiner Schwellen“ ebenfalls ein geologisch interessanter Ort und ein beliebtes Ausflugsziel. Doch als wir ankamen waren noch nicht viele Autos da.

Wir gingen erst ein Stück am Altrhein entlang so wie es die Planung oben zeigt um dann durch die Autobahn-Unterführung Richtung Dorf zu gehen. Am Fussballplatz entdeckten wir eine gehisste Fahne (auf Halbmast, wegen Trauer) auf dem Felsen und beschlossen spontan das wir dort hin gehen wollten.

Frühlingshafte Temperaturen

Wir hatten alle drei nur leichte Jacken dabei. Doch schon bald hatten wir sie ausgezogen so warm war es und am Wegrand entdeckten wir die ersten Gänseblümchen! Hast Du schon mal am 1.Januar Gänseblümchen blühen sehen?

Vom Friedhof am Fuße des Isteiner Klotz, direkt unter der Vituskapelle (Sankt Veit) , suchten wir uns den Weg durch den Weinberg. Wir musste dabei einen kleinen Umweg gehen, weil man die Bahntrasse kreuzen muss und das Gelände echt steil ist. Der Weg ist nicht ganz einfach zu finden, ist aber ein ausgeschilderter Wanderweg. Er führt teilweise direkt am wegen Absturzgefahr gesperrten Hang entlang.

Blickwinkel vom Friedhof zur Vituskapelle

Isteiner Klotz

Fast ganz oben, am westlichen Steilhang entdeckten wir eine Aussichtsplattform mit einer Bank und setzten uns in die Sonne. Unglaublich, am ersten Januar konnten wir ohne zu frieren Pause machen. Eine von uns zog sogar die Jacke aus und sonnte sich kurzärmelig. Es war soo schön!

Auf dem Isteiner Klotz wird das Scheibenfeuer vorbereitet.

Von dort aus war es nicht mehr weit bis zum Gipfel. Die Fahne die wir von unten gesehen haben ist an einem Gerüst befestigt das schon Vorbereitung für das Scheibenfeuer. Hier liegen schon einige Ladungen Holz und nicht verkaufte Tannenbäume. Von hier aus hat man eine wunderschöne Aussicht in fast alle Richtungen. Bei Herrlichem Sonnenschein genossen wir den Ausblich sehr.

Dies ist mein erster Versuch mit einem Panoramabild von meinem Handy. Bitte verzeiht mir wenn es nicht perfekt dargestellt wird. Ich experimentiere noch mit der optimalen Einstellung.

Rund um Istein

Beseelt von der tollen Aussicht und dem Sonnenschein hatten wir keine Lust schon wieder runter zum Dorf zu gehen und deshalb blieben wir auf einem Weg durch die Reben bis zu Weingut am Klotz. Nun kamen uns auch schon andere Spaziergänger entgegen und man grüßte sich freundlich mit „ein gutes Neues“.

Kurzfristig überlegten wir den Steinbuch, das Firmengelände der Firma lHoist zu umrunden, stellten aber anhand der Komoot App fest das dieses Gebiet weiträumig gesperrt ist und dann der Umweg zu unserem Auto zu groß würde. Für solche Planänderungen ist die App auch sehr hilfreich.Von der Fitness und der Lust her hätten wir alle drei den Umweg über Efringen-Kirchen geschafft, aber wir hatten ja am Nachmittag noch den gemeinsamen Termin zum Neujahrsempfang in unserer Gemeinde. Und deshalb zogen wir es vor den kürzeren Weg durch das Dorf Istein zu nehmen.

Ein Wunderschöner Ausflug

Insgesamt sind wir fast 10 km gelaufen, wobei wirklich nur ein kurzes Stück steil war. Es ist eine wirklich schöne Strecke und wir haben das viel zu milde Frühlingswetter echt perfekt ausgekostet.

Auf der Webseite von Komoot findet man mehrere sehr schöne Wanderungen rund um den Isteiner Klotz. So zum Beispiel Diese.

Bei Monika Teusch habe ich einen schönen Blogpost über eine Wanderung am Isteiner Klotz gefunden.

Weitere Ausflug Ideen findest Du auch unter „Ausflugsziele um Lörrach die nichts kosten“

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Samstagsplausch am 10. Dezember 2022

Heute möchte ich wieder im Samstagsplausch mit Euch plauschen und die Woche etwas Revue passieren lassen.

Die vergangene Woche war ich krank zu hause mit der Anweisung vom Arzt „Machen Sie mal nichts“. Denn er war wohl der Meinung das meine Beschwerden vom Stress kommen. Und ich muss ihm zumindest zu einem Teil Recht geben. Ich war / bin sehr gestresst.

Gestresst?

  • Es ist gerade „Weihnachtsgschäft“, das erste Mal nach dem die letzten Zwei wegen Pandemie ausgefallen sind.
  • Wir sind mal wieder „insolvent“. Mein Arbeitgeber hat ein Schutzschirmverfahren eingeleitet und will ein drittel der Standorte schließen.
  • Das war in der Presse und die Kunden sprechen einem ständig darauf an „Froilein verlieren Sie jetzt ihre Arbeit?“
  • Das Finanzamt wollte diese Woche noch meine Lohnsteuererklärung von der letzten „Insolvenz“… in dem Jahr ab es Insolvenzgeld, Kurzarbeitergeld, usw und ich hab keine Ahnung
  • Meine Zahnartzrechnungen mussten endlich bezahlt werden ! (mehrere Mahnugen)
  • Nebenkostenabrechnung musste bezahlt werden (war zum Glück nicht so viel)
  • meiner Mutter geht „nicht mehr so gut“… sie wird 83 !!!
  • Jemand aus dem Bekanntenkreis hat mir mehrfach von der Krankengeschichte/Tod ihrer Mutter erzählt (gleich alt)
  • Das „Basar“-Team meiner Kirchgengemeinde erwartet das ich den Adventbasar wie immer gut organisiere
  • In meinem Nebenjob mobbt mich plötzlich eine Kollegin.

Macht mir die politische Situation Angst?

Einer der Ärzte, die ich in den letzten Wochen konsultiert habe, hat mich gefragt ob ich „Ängste hätte“ wegen der Energiekrise oder dem Krieg in der Ukraine?

Nein meine eigenen persönlichen Probleme belasten mich derart das ich dazu eigentlich keine Zeit habe. Im Grunde weis ich nicht ob ich nach dem 31.Januar überhaupt noch Arbeit habe, ob ich dann irgendein Einkommen habe, ob dieses dann für die gestiegenen Energiekosten ausreicht ist doch erst mal zweitrangig.

Wie es mir geht?

Genug gejammert! Jetzt erzähl ich Euch wie es mir aktuell gesundheitlich geht.

BESSER!

Seit 3 Nächten kann ich endlich wieder durchschlafen. Wochenlang wurde ich immer wieder wach, weil meine Beine beim Umdrehen im Schlaf weh taten. Neulich wurde ich wach weil ich mich im Schlaf jucken wollte und dabei die Finger weh taten!

Ich habe nach wie vor wandernde, kommende und gehende Schmerzen in den Beinen. Mal tun die Hüften weh, mal komme ich vom Stuhl nicht mehr hoch. Mal schmerzt ein Knie beim Hinsetzten auf dem Klo das ich laut Aua schreien möchte … und dann kann ich wieder ganz normal laufen. Doch ich bilde mir ein das es seltener wird.

Die Schmerzen in den Fingern und Händen sind seltener.

Ich nehme seit 3 Tagen kein Schmerzmittel mehr!

Ich kann mich wieder etwas besser konzentrieren, Zeitweise fiel es mir schwer hier fehlerfrei zu schreiben und zusammenhängende Sätze zu bilden. Manchmal wusste ich am Ende de Satzes nicht mehr was ich eigentlich schreiben wollte. Ey Leute! Es lebe die Rechtschreibkorrektur ohne die wäre dieser Text unleserlich. Gerade eben wollte ich das Wort „wusste“ mit zwei T statt zwei 2 schreiben.

Ich habe es diese Woche geschafft zwei neue Blogartikel zu veröffentlichen. Eine Nähanleitung für Tannenbäume und eine Liste meiner Nähutensilien . An der Nähanleitung habe ich schon seit über zwei Wochen gebastelt, es viel mir sichtlich schwer. Aber ich fand die muss jetzt unbedingt vor Weihnachten veröffentlicht werden. Sicher sind ganz viele Fehler drin.

Wie werde ich behandelt?

Meine Hausärztin räumt ein das meine Beschwerden von der Schilddrüse oder von eine Borreliose sein könnten, deshalb sollten die entsprechenden Blutwerte untersucht werden. Es könnte aber auch Psychosomatisch sein… deshalb soll ich mich ausruhen und den Stress reduzieren (ah ja super auf die Idee wäre ich niemals gekommen!)

Nun kommt aber der Clou bei der Sache: Der Termin für die Blutuntersuchung ist erst Ende Januar !!!! Meine Frage nach einem baldigeren Termin wurde verneint. Labor sei voll, keine Termine zu frei…

Hallo? Ich soll einfach Abwarten bis Ende Januar ?!

Vielleicht geht es ja von alleine weg?

Was ich selber tue?

Um meinen Körper zu entgiften und entlasten habe ich ein paar Tage komplett gefastet (nur Tee) und nun probiere ich es mit gesunder Ernährung und Nahrungsergänzung weil es ja auch möglich ist das mir irgendwelche Vitamine oder ähnliches fehlen.

Aufgrund meines Artikels „Wo tut es denn weh“ bekam ich sehr viele Hinweise was helfen könnte, Und ich finde es sehr interessant das viele Laien sich offensichtlich mehr Gedanken über die Gründe meiner Beschwerden machen als die Ärzte bei denen ich war.

Danke für die Zahlreichen Tipps! Ich habe schon einiges ausprobiert.

Mein Hightlight diese Woche

Die letzte zwei Wochen hatte ich alle Termine abgesagt, außer der Wassergymnastik! Denn alle drei Ärzte rieten mir zu Bewegung und sogar Sport.

Die Wassergymnastik vom findet donnerstags Abends im Hallenbad statt, zeitgleich trainiert eine Gruppe behinderter Jugendliche mit dem DLRG. Zu diesen kommt in der Woche um den 6.12. der Nikolaus. Um ihn zu begrüßen wird das Licht in der Schwimmhalle ausgeschaltet und die Jugendlichen schwimmen mit Kerzen zu weihnachtlicher Musik. Diesmal wurden wir dazu mit eingeladen und ich hab da gerne mit gemacht:

Eine sehr spezielle Erfahrung, denn das ist gar nicht so einfach das Brett mit der brennenden Kerze durch das Becken zu schieben.

Einer der Bademeister hatte ein Handy dabei und hat einen Schnappschuss für mich gemacht. Technisch natürlich nicht besonders, denn die Lichtverhältnisse waren schon sehr speziell.

Übrigens beim Schwimmen hatte ich keine Schmerzen in den Beinen, eine Schulter hat mal kurz gezickt, aber ich konnte 3 Lieder lang „durchziehen“… mit einer Kerze muss man langsam Schwimmen sonst geht sie aus.

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Samstagsplausch am 19. November 2022

Die vergangene Woche ist im Eiltempo an mir vorbei gerauscht und ich will Euch in meinem Samstagsplausch kurz erzählen was los war. Diesen Artikel verlinke ich wie wie gewohnt in der Linkparty auf Karminrot-blog.de.

Nachtrag zu letztem Wochenende

Das Hörgerät Bauteil, das bei meiner Mutter im Gehörgang stecken geblieben war konnte ohne größeren Aufwand von einem Arzt heraus geholt werden. Das Ohr ist unverletzt aber das Gerät ist kaputt. Wir waren alle drei sehr erleichtert. Und meine Mutter konnte sich dann wieder etwas entspannen und den Rest des gemeinsamen Ausflugs etwas genießen.

Die Ferienwohung in Herrischried in der wir gewohnt haben, hat uns sehr gefallen. Meine Mutter war allerdings mit den vielen neuen Eindrücken und dem modernen Schnicknack fast überfordert. Die Einrichtung ist etwas speziell und eine Mischung aus Traditionell und Modern mit überall Hirsche oder Schwarzwaldmotive.

Montag

Am Montag war ich bei einer Beerdigung. Die Verstorbene war nur 56 Jahre jung geworden. Also nur 5 Jahre älter als ich. Sie starb an Leukämie obwohl in einer riesigen Typisierungsaktion ein Stammzellenspender gesucht und sogar gefunden wurde. Die Operation mit der Stammzellentransplantation konnte gemacht werden, und diese hatte wohl auch angeschlagen. Doch kurz darauf ist trotzdem verstorben. Sie hinterlässt einen Mann und einen Sohn.

Da sie früher in unserer Gemeinde sehr aktiv war, kamen sehr viele Menschen von der FCG. Zuletzt waren sie jedoch in der Stami Gemeinde aktiv und die Trauerfeier fand dort statt. Das Gemeindezentrum hat einen großen Saal, der beinahe nicht ausreichte um die vielen Menschen zu fassen. Sooo viele Leute waren gekommen. Und ich muss zugeben ich kannte bestimmt 2/3 der Menschen. Die Tatsache das ich ausgerechnet an einer Beerdigung soo viele ehemalige Wegbegleiter wieder sehe hat mich etwas schockiert…

Bin ich jetzt schon in einem Alter in dem man sich auf Beerdigungen trifft???

Die Verstorbene war gläubige Christin, dementsprechend hoffnungsvoll war die Trauerfeier. Denn wir glauben das wir nach dem Tod bei Jesus weiterleben und das wir uns dort auch irgendwann wieder sehen. Diese Sichtweise ist sehr tröstend.

Dienstag und Mittwoch

musste ich Arbeiten und „der normale Wahnsinn“ war damit getoppt das ich ja alles mögliche unnormale (Reperaturen, Bestellungen, Reklamationen) was letzte Woche als ich nicht da war liegen geblieben war aufarbeiten musste. Es war viel, aber lange nicht so chaotisch wie ich befürchtet hatte. Bis Mittwoch hatte ich das meiste „aufgeholt“

Donnerstag

Am Donnerstag hatte ich frei, ja toll klingt entspannt … War es aber kaum. Ich hatte gleich 4 Termine außer Haus und auf dem Weg dort hin und zurück bin ich alleine dreimal bei Radfahren voll in den Regen gekommen. Zum Glück hatte ich vorgesorgt und war nur mit Regenhose und Regenjacke unterwegs. Was aber dazu geführt hat das zwar nicht vom Regen aber vom Schwitzen mehrmals klatschnass war. Trotzdem hab ich es bis jetzt geschafft mich nicht zu erkälten.

Donnerstag Abend war ich beim Wassergymnastik vom BRSV. Das ist der Behinderten und Rehasportverein. Dort war ich nach meiner Fussverletzung 2018 eingetreten, und ich bin froh das die Kurse jetzt endlich wieder ohne Einschränkungen stattfinden können. Nach dem Tag hat das Bewegen im Wasser echt gut getan.

Freitag

Wieder „normaler Wahnsinn“ auf der Arbeit. Die Kollegin von der Kofferabteilung ist Corona-Krank und so kam es das ich mich dann auch um die Koffer gekümmert habe. Eine Palette mit Koffer auspacken das ist Sport! Um Transportkosten zu sparen kommen die Koffer jetzt immer öfter ineinander gepackt. Also sprich in einer Kiste sind alle drei Größen eines Modells.

Mein Workout am Freitag: Kiste vom Wagen runter, aufschneiden, Kofferset herausziehen (waagerecht um den Rücken zu schönen). Set auf den Tisch heben (3 Koffer und es waren nicht die teuersten/leichtesten) Folie aufreissen, Koffer öffnen… Folie aufreißen und entfernen, kleinen Koffer raus heben, mittleren Koffer zu machen, runter heben, großen Koffer zu machen, runter heben…

… und das etwa 15 Mal!

Achso, glaub ja nicht das ich dafür besonders viel Zeit hatte… das habe ich alles nebenbei neben meiner normalen Arbeit gemacht… Also Kunden bedienen auf dem ganzen Stockwerk. Und die überschüssigen Koffer hab ich dann auch noch ins Lager getragen.

Weihnachtsfeier im November

Das war meine Pizza gestern Abend. Braccio di Ferro mit Spinat und Ei. Sehr lecker. Man beachte das die Pizza am unteren Bildrand über den Tisch hinaus ragt. Bei der Kollegin gegenüber genauso. Die Pizzas sind in der LÒseria Lörrach sooo groß das sie fast nicht auf den Tisch passen!

Gestern Abend hatten wir dann sowas wie eine Weihnachtsfeier. Offizielle Feste gibt es von unserer Firma schon lange nicht mehr, und während einer Insolvenz schon dreimal nicht. Aber wir Mitarbeiter aus zwei Stockwerken haben sich dennoch zusammengetan zum gemeinsam Essen gehen „Schrottwichteln“.

Das ist ein lustiges Spiel bei dem jeder ein „Schrott-Geschenk“ mitbringt, also irgendwas was er übrig hat oder nicht mag einpackt. Um diese Päckchen wird dann gewürfelt und erst wenn alle Päckchen vergeben sind wird ausgepackt. In einer weiteren Runde wird darum gewürfelt einem anderen Mitspieler ein Geschenk weg zu nehmen. Erfahrungsgemäß entwickelt sich dann Favorit, den jeder haben will. Diesmal war dies ein Plüsch-Schneemann und eine Geschenkkiste mit Wein. Es war sooo witzig wie plötzlich alle um diese zwei Dinge kämpfen.

Derartige „Weihnachtsfeiern“ machen wir schon seit Jahren entweder im November oder im Januar, denn im Dezember sind wir alle meistens so gestresst das wir keinen Bock mehr auf einen zusätzlichen Termin haben.

So nun mache ich mich fertig zur Arbeit. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Samstagsplausch am 12. November 2022

Heute ein wenig später als gewohnt möchte ich mit Euch im Samstagsplausch von meiner Woche erzählen. Diesen Artikel verlinke ich bei der gleichamigen Linkparty von Karminrot .

Urlaub im November

Auch wenn es für die meisten etwas ungewöhnlich erscheint. Ich mache seit Jahren gerne eine Woche Urlaub im November. Der Grund ist, ich habe am 11.11. Geburtstag und ich versuche stets diese Woche frei zu bekommen. Außerdem finde ich es ganz angenehm nochmal vor dem stressigen Weihnachtsgeschäft auszuruhen.

Dieses Jahr steht mein Novemberurlaub aber leider unter einem nicht so guten Stern. Wenige Tage zuvor hat unser Arbeitgeber ein „Schutzschirmverfahren“ eingeleitet. Das heißt mal wieder eine Insolvenz. Das betrifft mich jetzt das dritte mal innerhalb 12 Jahre.

Zudem bin ich momentan nicht ganz gesund:

Montag erster Urlaubstag

Am Montag musste ich nochmal „freiwillig“ ins Geschäft weil ich ein paar Sonderbestellungen auf den Weg bringen musste. Durch das Schutzschirmverfahren müssen Bestellungen bei den Lieferanten erst durch den Insolvenzverwalter genehmigt werden. Da ich letzte Woche gleich mehrere Gardinen-Nähaufträge gemacht habe musste jemand das Genehmigungsverfahren für diese Vorgänge auf den Weg bringen. Meine neue Kollegin die erst sein wenigen Wochen da ist kann das nicht tun. Denn das ist selbst für uns „alte Hasen“ etwas kompliziertes. Meine Ehemalige Kollegin ist seit 1.11. offiziell weg. Und dann das deshalb auch nicht mehr erledigen. Meine Führungskraft ist neu in der Position und kennt sich da gar nicht aus….

Hätte ich stur darauf bestanden das ich Urlaub habe, dann wären die Vorgänge bis nächste Woche liegen geblieben und die Bestellungen der Kunden würden dadurch noch viel später bearbeitet werden. Es handelt sich um Massanfertigungen, die sowieso ein paar Wochen brauchen! Deshalb wollte ich eine zusätzliche Verzögerung verhindern.

Also war ich Montag morgen erst mal paar Stunden am Arbeitsplatz. Dabei ging es mir überhaupt nicht gut. Ich hatte massive Schmerzen in den Beinen und hangelte mich von Sitzgelegenheit zu Sitzgelegenheit. Das ist sonst absolut nicht meine Art.

Meine Hoffnung das die Schmerzen durch Ablenkung und Bewegung besser würden hat sich nicht erfüllt. Als ich in der Firma fertig war stand ich vor der Entscheidung, humpel ich jetzt nach hause und hoffe das es von alleine besser wird oder humpel ich die etwa gleiche Entfernung ins Krankenhaus. Ich entschied mich für letzteres, denn ich hatte Angst das es eine Trombose oder ähnliches sein könnte.

Unter „Ein Urlaubstag im Krankenhaus“ hab ich darüber schon mal erzählt.

Dienstag

am Dienstag war es leicht besser, auf jeden Fall war die Angst weg das es was lebensbedrohliches sein könnte. Da der Arzt im Krankenhaus riet die Beine „moderat zu bewegen“ traf ich mich mit zwei Freundinnen zum spazieren gehen.

Zu Anfang musste ich mich bei beiden einhaken, weil ich das Gefühl hatte ich könne nicht alleine gehen… doch nach und nach wurden die Schmerzen, die inzwischen beide Beine betrafen besser. Je länger ich ging umso besser wurde es. Schließlich sind wir 4.5 km gegangen. Zwar viel langsamer als ich das sonst gewohnt bin, aber ich war froh das es überhaupt ging.

Mittwoch

Die Nacht war fuchtbar, die Beine tun beide bei jeder Bewegung weh. Also auch beim Umdrehen im Schlaf… Am Morgen kam ich kaum hoch. Das erste was ich tat war Schmerzmittel nehmen. Ich rief bei meinem Hausarzt an und bekam auch wirklich einen Termin in der Sprechstunde aber mit der Aussage „bringen Sie viel Zeit mit!!“

An der Arzpraxis hängt ein Schild das Patienten mit Corona oder Corona-Verdacht die Räume nicht betreten dürfen sondern dreimal klingeln sollen… Während ich in dem Vollen Wartezimmer wartete klingelte es mehrfach dreimal… die Sprechstundenhilfen rannten ständig hinaus und brachten die Leuten vor der Türe ihre Krankmeldungen oder Rezepte usw. Es ging zu wie in einem Taubenschlag!

Als ich endlich ins Untersuchungszimmer gerufen wurde habe ich mir schon gleich die Hose ausgezogen, damit es dann schneller geht wenn die Ärztin da ist. Das fand diese aber etwas befremdlich. Irgendwie wollte sie meine Beine kaum ansehen geschweige denn anfassen. „Sie waren doch schon im Krankenhaus, Thrombose ist ausgeschlossen“ auch eine weitere Blutabnahme lehnte sie ab. Das sei doch sicher nur eine Muskelzerrung, sowas sei halt schmerzhaft und langwierig. Mein Argument das das andere Bein auch weh tut schob sie auf Humpeln und Schonhaltung.

Schmerzmittel soll ich weg lassen und stattdessen Voltaren Salbe schmieren… In der Apotheke war ich dann etwas überrascht über den Preis dieser Salbe. Aber ich muss zugeben sie bringt ein wenig Linderung… aber nur so die erste Stunde oder so.

Donnerstag

Am Donnerstag war ich bei einer Freundin aus der Gemeinde zum Mittagessen eingeladen, das war sehr schön mal wieder liebevoll bekocht zu werden.

Eine Freundin von mir ist Heilpraktikerin und hat sich meine Beschwerden aufmerksam angehört. Wir haben nur telefoniert, aber sie kennt meine Krankengeschichte und meine Beine. Sie meinte „Du hattest doch erst vor 4 Wochen Corona“…

Sie vermutete das meine aktuellen Beschwerden mit der Durchblutung der Beine zu tun haben. Das würde erklären warum es Nachts und bei Ruhe schlimmer wird und von Bewegung besser. Deshalb riet sie mir die Stützstrümpfe dich ich noch von der Krampfadern Op letztes Jahr im Schrank liegen habe zu tragen. Das tat ich nur sehr wiederwillig… doch nach nur paar Schritten gehen, auf dem Weg zum Mittagessen merkte ich das mir die Kompressionsstrümpfe extrem gut tun!

Ich rief die Heilpraktiker-Freundin an und berichtete ihr „Hey Du hast recht, das hilft“ ! Daraufhin empfahl sie mir ein Medikament und „viel trinken“ sowie „viel Bewegen“.

Also meldete ich mich bei der Bekannten mit der ich am Dienstag unterwegs war (ich wusste sie hat Zeit) und fragte sie ob wir eine Runde machen. Sie willigte ein und drängte diesmal auf eine etwas anstrengendere Route. Nicht mehr nur flach im Park sondern bergauf und bergab im Wald. Es war sooooooo schön!

Blick vom Maienbühl Richtung Basel bei herrlichem Wetter.

Ich bin so dankbar um die nette Begleitung. Sie zeigte mir eine Route die ich noch nicht kannte und reagierte geduldig wenn ich mal wieder bergauf sehr langsam wurde. Auf einem steilen Streckenabschnitt mit Stufen taten mir beide Knie sehr weh. Ich musste mich stellenweise festhalten. Und sie meinte ganz locker „komm wir singen was, das lenkt ab“.

So super ich fühle mich von den Ärzten im Stich gelassen, aber meine Freunde und „Glaubensgeschwister“ kümmern sich um mich und meine Beschwerden und das hilft mir wirklich. Die Freundin am Telefon gab mir das richtige Medikament und die Freundin mit den Spaziergängen gab mir die richtige Bewegungstherapie! Danke Jesus das Du mir solche Freunde an die Seite gestellt hast.

Freitag 11.11. mein Geburtstag

Leider hat es mit der Verabredung zum Frühstück nicht geklappt, aber ich war da dann gar nicht böse drum, so hatte ich Zeit endlich mal was für den Blog zu tun. Denn dazu war ich trotz Urlaub gar nicht gekommen.

Natürlich klingelte ständig mein Telefon. Es ist echt schön wie viele Leute an mich gedacht haben. Aber eine Anruferin war der Knüller „ich stehe gegenüber an der Bushaltestelle, bist Du zuhause? darf ich kommen?“. Ich bat sie herein obwohl ich noch im Pyjama war und meine Wohnung etwas im Chaos versank. Die ganze Woche war ich noch nicht dazu gekommen aufzuräumen und zu putzen. Auch an diesem Vormittag fiel mir jeder Schritt schwer. Doch dieser spontane Besuch motivierte mich aufzuräumen.

Für den Nachmittag war geplant das meine Schwester mit meiner Mutter zu mir kommen und wir dann gemeinsam in ein Wochenende in Herrischried starten. Bei meiner Schwester kam es jedoch zu einigen Verzögerungen und wie so oft Freitags dauerte die Anreise von Stuttgart nach Lörrach viel länger als erwartet. Die beiden kamen erst nach 17 Uhr an und ich stieg nur dazu.

Durch die Verzögerung hatte ich Zeit und Muße zuhause zu putzen usw. das war ganz okay denn auch das geht momentan viel langsamer als ich es gewohnt bin.

In Herrischried angekommen haben wir die Ferienwohnung bezogen und wollten in eine Pizzaria essen gehen. Als wir dort ankamen plötzlich lautes Schlagzeug! Eine Guggemusik (Karnevals-Musikgruppe) kam auf uns zu und… wollte genau in das gleiche Restaurant. Ganz schnell machten wir uns auf um unseren reservierten Platz einzunehmen. Und auch mit der Bestellung beeilten wir uns etwas denn wir hatten die Befürchtung das wenn die ganze Kapelle (40-50Personen) Essen bestellt, wir dann ewig warten müssen.

Die Guggemusik kam herein und begann zu spielen. Ich und die anderen Gäste fanden das toll. Am 11.11. muss man mit sowas rechnen. Aber meine Mutter, die mit ihren Hörgeräten nicht so ganz klar kommt war schockiert über den Geräuschpegel. Sie riss sich panikartig das Gerät aus dem Ohr so das ein Bauteil im Gehörgang hängen blieb. Meine Schwester und die Bedienung versuchten mit eine Pinziette das Teil heraus zu holen aber es gelang uns nicht.

Samstag

Meine Schwester ist mit meiner Mutter in die Notfallpraxis nach Bad Säckingen gefahren in der Hoffnung das die dort helfen können und das Teil aus dem Gehörgang holen können… ich bin in der tollen Ferienwohnung geblieben und nutze die Zeit diesen Text zu schreiben.

Danach werde ich zu einem Spaziergang alleine starten. Und vielleicht dann vielleicht davon hier berichten. Das Beitragsbild zeigt den Rest meines Geburtstagskuchen, den wir zu Frühstück gegessen haben.

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Samstagsplausch am 5. November 2022

Herzlich Willkommen zu meinem Samstagsplausch am frühen Samstag morgen. Um diesen Artikel zu schreiben bin ich extra etwas eher aufgestanden und ich werde ihn wie gewohnt bei Karminrot in der Linkparty verlinken.

Seit letzten Samstag hat sich meine berufliche Situation etwas verändert. Letztes Wochenende war es für mich kein Problem mal eben am Wochenende zu verreisten und in einem Hotel ein zukehren… ich wollte das Wochenende um das Konzert Event mit Nino de Angelo richtig schön auskosten. Denn im Hinterkopf waberte es bei mir ständig: „Wer weis wie lange ich das noch machen kann“. Dabei dachte ich vor allem an erneute Corona-Verbote oder finanzielle Nöte durch gestiegenen Energiepreis.

Das was mich jetzt aber „bedroht“ war zwar auch schon länger im Gespräch aber ich hatte nicht vor dem Weihnachtsgeschäft damit gerechnet.

Mein Arbeitgeber ist insolvent!

Am Montag wurden wir von der Geschäftsleitung darüber informiert das unsere Firma ein Schutzschirmverfahren eingeleitet hat. Und wie zu erwarten war hat sich die Presse auf diese Meldung gestürzt und wir sind mal wieder negativ in aller Munde.

Diese Situation hatte ich schon mal 2009 und 2020. Beim ersten Mal war es richtig schlimm für uns Mitarbeiter denn wir hatten keine Ahnung was mit uns geschehen könnte. Wochenlang gingen wir montags morgens mit der Angst im Nacken zu unserer Arbeitsstelle und mussten damit rechnen das auf einmal ein Rotes Band da hängt und wir die Betriebsstätte nicht mehr betreten dürfen. Oder das uns gesagt würde „heute machen wir nicht auf, stattdessen müsst ihr alle Waren einpacken und zurück schicken“

Ich gebe zu in der Zeit hatte ich massive Angst!

2020 war es nicht ganz so schlimm, denn die Krise war durch die Corona-Einschränkungen ausgelöst und die latente Angst vor einem „ach so tödlichen Virus“ war massiver.

Seit dem ersten Mal hat sich bei uns am Standort extrem viel verändert. Viele Stellen wurden gestrichen, oder ausscheidende Mitarbeiter einfach nicht mehr ersetzt. In meiner Abteilung in der wir 2009 noch 6 Mitarbeiter waren, sind wir nun nur noch 2.5… zwei Mitarbeiter und eine Kraft die nur einmal die Woche kommt.

Was ist ein Schutzschirmverfahren?

Diese Bezeichnung habe ich selbst erst 2020 kennengelernt. Mit ist nicht klar ob es das vorher überhaupt schon gab. Da ich hier nichts falsches Schreiben wollte habe ich gerade bei Wikipedia nachgelesen. Offensichtlich gibt es das in dieser Form erst seit 2012.

Aus gegebenen Anlass möchte ich an dieser Stelle keine falschen Angaben machen! In der Presse wird momentan so vieles falsch oder übertrieben dargestellt. Momentan ist die Situation für unsere Filiale nicht so das wir Angst haben müssen das wir nächste Woche zu machen.

Unser aktueller Informationsstand ist so, das wir momentan davon ausgehen können das unser Geschäft bis Februar so wie jetzt weiter läuft. Doch was danach ist kann uns keiner sagen!

Wie fühlt sich das an?

Ich erinnere mich noch an eine Mitarbeiterbesprechung im Frühjahr 2009 als uns der Chef der Filiale sagen musste „Die Mai-Löhne sind gesichert, was danach kommt wissen wir nicht“ damals war es sooo dramatisch das noch nicht mal mehr genug Geld da war um uns Mitarbeiter zu bezahlen.

Das Fühlt sich richtig Scheiße an! Denn Du weist ja das Du Miete, Strom usw danach weiterhin bezahlen musst. In der Damaligen Insolvenz wurden wir alle automatisch als „Arbeitssuchend“ gemeldet und wir bekamen 3 Monate lang den Lohn vom Arbeitsamt.

Innerhalb eines Schutzschirmverfahrens läuft das ein wenig anders. Die Löhne und Gehälter kommen nach wie vor vom Arbeitgeber werden aber von anderer Stelle bezahlt. Das Insolvenzgeld wird anders berechnet und anders versteuert. Sprich: ich hab keine Ahnung wie viel ich nächsten Monat genau habe!!! Aber der Umstand das wir das alle vor paar Jahren schon mal hatten macht mich etwas ruhiger und gefasster als beim ersten Mal.

Achso: Habe ich schon erwähnt das ich Alleinverdiener bin? Ich bin alleinstehend und bezahle alle meine Kosten von meinem kleinen Verkäuferlohn. Ich habe keinen Ehemann oder Partner der ein zweites Einkommen beisteuert.

Ich bin seit 34 Jahren in dieser Firma tätig, meine letzte Bewerbung habe ich 1988 geschrieben!! Ich habe noch nie den Arbeitsplatz gewechselt und ich war noch nie wirklich arbeitslos gemeldet. Ich weiß also überhaupt nicht wie so etwas geht!!!

Existenzängste?

Ich muss zugeben im Augenblick geht es mir seelisch noch einigermaßen gut. Ich kann schlafen und meine Verdauung ist noch normal. 2009 hatte ich massive Probleme mit Durchfall und co (Reizdarm), ich brauchte damals nur Nachrichten gucken, oder mal wieder eine Besprechung in der Firma und ich saß mit Bauchkrämpfen auf dem Klo. Vermutlich bin ich diesbezüglich einfach nur etwas mehr abgehärtet.

Vielleicht waren die kleinen Katastrophen die ich die letzten Wochen erlebt habe (Geldbeutel weg, Handy geht nicht usw) ja nur ein Training damit ich jetzt besser klar komme. Psychisch geht es mir momentan erheblich besser als 2009.

Ja ich habe Angst vor der Zukunft und ich weiß nicht genau wie es weiter geht. Aber ich weiß das Gott auf meiner Seite ist und mich leitet und beschützt. Irgendwie wird es weiter gehen auch wenn ich den richtigen Weg noch nicht kenne.

Wiedermal ist mir mein Lieblings Bibelfers wertvoller denn je:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer Grünen Aue und führet mich zu frischem Wasser…

Psalm 23

Und hier geht es weiter

Weiter machen und Schauspielern

In diesem Sinne bleibt mir nichts anderes übrig als „weiter machen“ ich gehe gleich ganz normal zur Arbeit im Warenhaus. Ich werde freundlich zu den Kunden sein, auch wenn am Tag gefühlt 100 Leute das gleiche fragen „was ist denn nun? Müsst ihr zu machen?“. Auf diese Frage werde ich lächelnd antworten „Ach sein, wir sind nicht bedroht, unsere Filiale läuft gut“… blablabla…

Aber die Wahrheit ist das ich es eigentlich nicht wirklich weiß ob „es reicht“. Wir kämpfen jede Minute um jeden einzelnen Euro!

Um nicht zu verzweifeln, konzentriere ich mich auf meine persönliche Leistung. Ich versuche das einzelne Verkaufsgespräch so gut wie möglich zu machen. Nicht für den Konzern der Pleite ist, nicht für den Chef sondern für den Kunden der vor mir steht. Mein Ziel ist das dieser einzelne Vorgang gut ausgeht. Und nicht das die Insolvenzmasse besser wird.

Vielen Dank fürs Lesen

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog und das Du Dir den heute etwas negativen Text dennoch durchgelesen hast.

Blockstatistik am 1.11.22 so war der Oktober

Heute will ich mit meiner Tradition weiter machen, jeden ersten über meine erreichten Besucherzahlen in diesem Blog zu erzählen.

Wow, der Oktober 22 war der erfolgreichste Monat seit November 20 und das war damals noch der Hype um meine Nähanleitungen für Behelfsmasken.

So war der Oktober

Im Oktober 22 wurde mein Blog 11 885 mal aufgerufen, von 8220 Besuchern, jeder davon hat durchschnittlich 1.44 Beiträge gelesen. Es ist also nicht so das die Besucher länger bleiben und mehr lesen sondern es kommen definitiv mehr Leute auf meinen Blog.

Dies ist sicher meiner Teilnahme an diversen Linkpartys zu verdanken und das ich jetzt wieder aktiver bei Pinterest bin. Seit einer Woche probiere ich aus ob es mir viel bringt wenn ich dort Anzeigen schalte. Einen wirklichen Durchbruch kann ich da jedoch nicht erkennen. Aber ich werde damit weiterhin etwas experimentieren.

Welche Artikel waren am erfolgreichsten?

Mit über 1800 und 1200 Aufrufen waren das meine beiden Nähanleitungen für Handstulpen. Gefolgt von „Häkelanleitung Fäden vernähen“. An vierter Stelle folgt „Meine Erfahrungen mit dem Krampfadern ziehen“. Diese Artikel hatte ich in jeweils relevanten Facebook-Gruppen geteilt. Nicht so „Lohnt sich eine Sitzplatzreservierung“ das durch rein organische Suchen bei Google so oft gefunden wurde das es auf dem 6. Platz meiner Hitliste landet.

Alle Fünf Beiträge zum Samstagsplausch wurden 250-350 mal aufgerufen. Die Beiträge zu 1000 Teil raus nur durchschnittlich 150 mal.

Habe ich was verdient?

Hin und wieder blendet WordPress automatisch Eigenwerbung ein, und im Oktober habe ich damit zum ersten Mal über 80 cent eingenommen. Meine bisherigen Werbeeinnahmen sind bis jetzt auf etwas über 9 USD kumuliert… seit 2019 ! Der Mindestbetrag für eine Auszahlung beträgt 100 US Dollar. Wenn das so weiter geht dann brauche ich wohl noch 20 Jahre um diesen zu erreichen.

Besser sieht es da bei Adsense aus, da habe ich Werbeeinnahmen von 42€ erzielt, und somit die Hälfte das Mindesauszahlungbetrages, wenn es gut läuft kriege ich dann wieder übernächsten Monate ein bischen.

Erfreulicher ist es da bei meine Afiliate Links zu Amazon gelaufen, da habe ich fast 9 € erzielt und liege damit auch unter dem Auszahlungsminimum. Bei Awin habe ich zwar mehr Klicks generiert als die letzten Monate aber keine Einnahmen erzielt. Da habe ich das Auszahlungsminimum noch nie erreicht.

Aber mehr Kosten:

Ich nutze momentan für den Blog zwei kostenpflichtige Apps die mich zusammen knapp 20€ monatlich kosten, zudem habe ich zum ersten Mal bei Pinterest Werbung geschaltet… ich bin also noch Lichtjahre davon entfernt mit meinem Blog wirklich Geld zu verdienen.

Wenn Dir mein Blog gefällt, dann kannst Du mich durch ein paar Klicks auf die eine oder andere Anzeige unterstützen. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Heute geht`s nach Landau

Landau ist eine kleine Stadt im Süden von Rheinland-Pfalz. Für ganz Ortsfremde, in der Nähe von Karlsruhe etwas westlich.

Ich war noch nie in Landau und ich kenne dort auch niemanden. Der Anlass meiner Reise ist mal wieder ein Konzert mit Nino de Angelo. Als dieser Termin bekannt wurde war ich schon gleich begeistert, denn es ist endlich mal nicht so sehr weit weg.

Diesen Sommer war ich wegen ihm schon zweimal bis an die Ostsee gereist und zuletzt in Solingen im Bergischen Land (nördlich von Köln), dagegen sind die 230 km nach Landau echt ein Katzensprung. Aber auch wenn es diesmal eine verhältnismäßig kurze Reise ist, nur 3 Stunden mit der Bahn, habe ich mir diesmal zwei Tage Aufenthalt in Landau eingeplant. Ich möchte es einfach gemütlich und ruhig angehen und nicht nach nur einer Nacht wieder zurück.

Deshalb reise ich heute schon an obwohl das Konzert morgen Abend erst ist. Heute Abend und morgen Tagsüber möchte ich mich in Landau ein wenig umsehen und etwas „urlaub“ nachholen, der ja wegen meiner Corona Erkrankung zum Teil ausgefallen ist.

Landau erkunden

über Landau weiß ich noch nicht viel, werde mich aber nachher im Zug etwas in die Stadtgeschichte einlesen. Im Vorfeld habe ich bisher nur den Stadtplan in Google Maps paarmal studiert auf der Suche nach einem geeigneten Hotel.

Da ich mich diesmal nicht mit anderen Fans absprechen musste (ich bin ganz alleine unterwegs) habe ich mir ein Hotel ausgesucht das ich zu Fuß erreichen kann und auch zu der Konzert Location kann ich laufen. So spare ich Bus oder Taxi.

Günstiges Bahnticket

Dieses Mal habe ich mich für eine Anreise mittags entschieden, so konnte ich heute Vormittag in Ruhe Koffer packen und noch einiges im Haushalt erledigen. Mein Zug geht um 12 Uhr.

Ich habe ein „Sparticket“ gebucht. Bewusst kein „Super-Sparticket“. Das wäre zwar nochmals billiger gewesen, aber diese kann man nicht mehr stornieren. Angesichts der Tatsache das ich mein letztes Bahnticket (von München nach Lörrach) eigentlich stornieren wollte, das aber aus diesem Grund nicht ging. Wollte ich lieber auf Nummer sicher gehen. (habe nicht storniert aber dank eines Zugausfalles konnte ich anders Fahren, mehr darüber im Samstagsplausch vom 15.10.

Meine Zugreise mache ich heute mit dem EC 8 von Basel bis Karlsruhe. Fahrten mit dem EC sind preiswerter als im dem IC oder ICE dauern aber meistens nicht länger. Laut dem DB-Navigator ist der Zug „sehr stark ausgelastet“ aber man kann ja auch einsehen ab wann es voll wird. Erst ab Karlsruhe… und da steige ich aus. Also stört mich das überhaupt nicht.

Aus diesem Grund habe ich auch keine Sitzplatzreservierung oder gar erste Klasse gebucht. Beides brauche ich auf der kurzen Strecke nicht. Ab Karlsruhe geht es mit der Regionalbahn ca 50 Minuten weiter. Ob es in diesem Zug eine erste Klasse gibt weiß ich gar nicht. Auch gehe ich davon aus das er keine Steckdosen hat und deshalb verpacke ich meinen Laptop im Koffer, den brauche ich bei dieser kurzen Anreise nicht.

Wenn es klappt werde ich nachher von unterwegs mit dem Handy ein paar Bilder einfügen. Aber vermutlich nicht mehr viel Text.

Gemütlicher Sitzplatz im EC

Samstagsplausch an 8. Oktober

Wie versprochen möchte ich heute wieder mit Euch im Samstagsplausch von Karminrot plauschen, auch wenn ich gerade im Urlaub bin.

Ich befinde mich augenblicklich in München, wo ich eine alte Freundin besuche. Dieser Urlaub ist beinahe eine Deutschlandrundreise… denn vergangenes Wochende war ich in Solingen bei einem Oktoberfest. Nächste Woche besuche ich eine andere Freundin und ein weiteres Konzert.

Oktoberfest?

Jeder der mitbekommen hatte das ich nach München fahren wollte hat als erstes gefragt „zum Oktoberfest?“ aber Nein. Die Wiesn, so wird das weltweit als Oktoberfest bekannte Event hier in München genannt, ist schon vorbei. Nachdem das beliebte Volksfest, das es schon 187 mal gab, die letzten zwei Jahre nicht stattfinden konnte, zog es heuer 5,7 Millionen Besucher an. Die meisten Besucher kamen jedoch aus dem Ausland. Echte Münchner haben mir berichtet das dieses Jahr besonders viele Touristen aus Australien hier waren. Schon faszinierend das es so viele Menschen gibt die für dieses animierte Besäufnis auf der Theresienwiese um die halbe Welt fliegen.

Bei dem Verhalten der Oktoberfest-Besucher konnte man den Eindruck bekommen für sie hätte es die Corona-Pandemie nie gegeben. Einzig die Maskenpflicht in den öffentlichen Verkehrsmitteln erinnert noch daran das wir ja eigentlich immer noch mit Covid zu tun haben. Es überrascht hier auch kaum jemanden das die Inzidenz hier in München und Umgebung momentan durch die Decke geht.

Viele Anwohner haben es wegen Corona dieses Jahr vorgezogen dem Trubel lieber aus dem Weg zu gehen, doch wer beruflich mit den Touristen zu tun hat konnte dem Kontakt nicht ausweichen.

Nein Danke ich war schon!

Mich persönlich hat das Münchner Oktoberfest noch nie gereizt. Denn ich war noch nie scharf auf Blasmusik und Saufen. Und nicht erst seit Corona meide ich solche Mega-Events… Genauso wenig reizt mich der Nürnberger Christkindlmarkt oder der Kölner Karneval. Ich muss nirgends hin nur weil alle meinen man muss mal dabei gewesen sein. Und man weis ja schon seit Jahrzehnten das die Preise auf dem Oktoberfest ins utopische steigen. Wieso sollte ich freiwillig zu einem Fest gehen wo mir die Musik nicht gefällt und ich die Getränke überteuert finde?

Doch letztes Wochenende habe ich da eine Ausnahme gemacht. Ich war bei einem Oktoberfest in Solingen, nur weil NIno de Angelo dort aufgetreten ist.

Solingen wo ist denn das?

Als ich den Termin 2.10. gelesen habe war ich erst einmal erfreut, ja super der nächste Tag ist Feiertag und somit kann ich es wirklich in Erwägung ziehen dort hin zu reisen. Aber wo genau liegt das? Über Solingen wusste ich zuvor nichts, ausser das dieser Name auf sehr hochwertigen Messern und Scheren steht. Früher dachte ich auch mal es seint ein Firmen-Name. So wie Meissen für Porzellan bekannt geworden ist, so ist Solingen berühmt für Messer und Besteck in hoher Qualität.

So kam es das ich unverhofft im „Bergischen Land“ auf einem Oktoberfest gelandet bin, Und ich war sehr überrascht das die hier bei sowas wirklich fast alle Dirndl und Krachlederne tragen… ich dachte das trägt man nur in Süddeutschland. Mehr zum Bergischen Oktoberfest findest Du im separaten Beitrag.

München ist immer eine Reise wert

Für den ein oder anderen mag das verwirrend klingen, ich fahre erst zu einem Oktoberfest und wenn das Original vorbei ist nach München. Meine Freundin hätte „während der Wiesn“ keine Zeit für mich gehabt, denn auch ihre Branche ist indirekt vom Tourismus betroffen.

München hat noch viel mehr zu bieten als nur Dirndls und Oktoberfest. Eine alte Freundin wohnt hier und sie hat mich für ein paar Tage eingeladen. Am Freitag haben wir uns ein wenig wie die Touristen verhalten und haben uns die Frauenkirche angesehen. Wir waren sogar pünktlich zum Glockenspiel am Marienplatz wie hunderte filmende Touristen auch, Da ich das berühmte Glockenspiel am Münchner Rathaus schon kannte habe ich diemal mehr die Menschen davor beobachtet, als die sich drehenden Figuren.

Weit beeindruckender fand ich die Aussicht vom Südturm der „Frauenkirche“. Dieses Gebäude mit den zwei zwiebeldachtürmen das die Ansicht der Münchner Innenstadt entscheidend prägt heißt eigentlich „Dom zu unserer Lieben Frau“, Die beiden Türme sind mit knapp 98,5 Metern die höchsten Gebäude in der ganzen Innenstadt denn es gibt ein Verbot das in diesem Bereich keine Gebäude mit über 100m höhe gebaut werden dürfen. Mehr interesante Infos über die Frauenkirche findest Du bei Wikipedia oder auf muenchen.de – Das offizielle Stadtportal für München

die Türme der „Frauenkirche“ sind 98 Meter hoch

Den Südturm kann man jetzt wieder „besteigen“. Nach fast 10 Jahren andauernden Bauarbeiten ist dies wieder möglich. Der Aufstieg erfolgt nur zu einem kleinen Teil zu Fuss über eine schmale Wendeltreppe. Danach steigt man in einen Modernen Aufszug der einen bis in das Turmzimmer direkt unter der grünen Kuppel bringt. Die langwierigen Renovierungen haben sich gelohnt. Zum Einsatz kommt moderne Technik, so wird der gesamte Bereich der schmalen Wendeltreppe per Video überwacht und ein Ampelsystem verhindert das sich Besucher auf der schmalen Treppe entgegen kommen.

so sieht es im Turm der Frauenkirche aus

Selbst wer unter Höhenangst leidet kann sich hier hin wagen, denn man bleibt im Innenraum und hat stets genügend Abstand zum „Abgrund“ Somit ist auch ein Besuch des Turms bei Regen möglich.

fazinierende Aussicht über die Münchner Innenstadt

Rund herum hat man eine faszinierende Aussicht über die Innenstadt. In jeder Richtung sind Infotafeln angebracht die einem erklären was man gerade sieht,

Angenehm finde ich auch das der Aufzug automatisch auf und ab fährt und man so lange oben bleiben kann wie man möchte. Sollte dennoch irgendwas unklar sein gibt es oben, und beim Umstieg in den Lift Aufsichtspersonal.

Wir waren Vormittags dort und musste nie länger warten, es herrschte eine sehr entspannte Stimmung. Einen Besuch in der Frauenkirche kann ich absolut empfehlen.

Heute haben wir auch was vor

Nun muss ich langsam zum Schluss kommen, denn wir wollen nachher an den Tegernsee fahren, Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Oktoberfest in Solingen

Am ersten Oktoberwochenende fand in Solingen auf dem Festgelände bei der Klingenhalle das Bergische Oktoberfest statt. Im riesigen Festzelt sorgten verschiedene Musik-Acts für ausgelassene Stimmung.

Mich persönlich hätte reine Blasmusik und animiertes Saufgelage alleine nicht nach Solingen gelockt. Ähnliche Feste finden auch bei mir in der Nähe statt, aber sie reizen mich normalerweise nicht hin zu gehen. Der Grund warum ich die über 500 km angereist bin war der Auftritt von Nino de Angelo am 2.10.

Schon sehr früh hatte ich mich um Tickets für dieses Event bemüht, denn ich fand den Termin von dem Feiertag toll, denn so konnte ich mich darauf verlassen das ich tatsächlich frei habe und hin fahren kann. Denn für eine solche Distanz brauche ich den nächsten Tag frei für die Rückreise.

Oktoberfest im Bergischen Land?

Zuvor war mir überhaupt nicht klar das auch hier in der Gegend Oktoberfest gefeiert wird. Ob das wirklich eine Tradition dort ist konnte ich nicht heraus finden. Die Veranstaltung in der Form wie ich sie besucht habe, gibt es wohl erst seit 2015. Und wird richtig professionell beworben und der Ticketverkauf wir über Solingen-live.de abgewickelt. Die Buchung unserer Tickets funktionierte einwandfrei und schnell, die Tickets zum selber ausdrucken erwiesen sich als sehr praktisch.

Auch im Festzelt selbst war alles gut organisiert und sauber. Ich war sehr überrascht das über 90 % der Festbesucher wirklich im Dirndl und Lederhose kamen. Ein paar wenige hatten das wohl mit Karneval verwechselt, doch Neonpinke Lederhosen und Cowboystiefel waren nur paar Ausnahmen.

Da ich sehr schlecht beim Schätzen von Personenzahlen bin habe ich im Plan auf der Webseite die Tische gezählt. Das riesige Festzelt umfasst über 1670 Sitzplätze. Ich denke das an dem Abend nicht alle Plätze belegt waren, aber so wirklich abschätzen konnte ich es nicht. Es waren ja ständig Festbesucher auf der Tanzfläche oder in den Gängen und man konnte nicht erkennen welche Plätze belegt waren und welche nicht. Jedenfalls schien es nicht ausverkauft zu sein.

Blechsauga

Die Blechsauga sind eine professionelle Band aus Blechbläsern sowie Schlagzeug , Bas und Keyboarder. 7 Berufsmusiker die jeder mehrere Instrumente beherrschen und eine Sängerin mit einer tollen Stimme. Das umfangreiche Repertoire das die Webseite der Blechsauga „Oktoberfestmusik“ beschreibt wurde mit viel Witz und Charme präsentiert. Unter anderem wurde der Auftritt von Udo am Alphorn sehr lustig eingeleitet mit einem „Klempner Einsatz, bei dem ein brauner Klumpen aus dem langen Rohr entfernt wurde“. Das war witzig, aber wirklich beeindruckt hat mich dann die Tatsache das er dann einen Rock n´Roll auf dem Instrument geschmettert hat.

Die Band war sehr gut und hat mächtig für Stimmung gesorgt. Doch wenn ich ehrlich bin hätte ich mir das Programm nicht so lange angehört, wenn ich nicht auf Nino de Angelo gewartet hätte.

Nach dessen Auftritt sind wir dann auch recht schnell gegangen, weil eine Unterhaltung im Festzelt aufgrund der Lautstärke nicht möglich war.

Nino de Angelo auf einem Oktoberfest?

Es war nicht das erste Mal das Nino bei einer derartigen Veranstaltung auftritt, aber ich persönlich bin der Meinung das er und seine Musik nicht wirklich da hin passen. Nino ist halt nicht ein Stimmungssänger wie Micki Krause und co.

Aber ich denke in der heutigen Zeit, nach fast 2 Jahren Berufsverbot nehmen die Musiker gerne jedes Engagement an. Ob sich dieser Auftritt für den Veranstalter wirklich gelohnt hat wage ich nicht zu beurteilen. Doch einige Besucher, die sonst nie auf die Veranstaltung gekommen wären hat es ja angelockt.

Ich war in meinem Leben genau zwei mal auf einem „Oktoberfest“, das erste Mal 2016 in Berlin. Hier ein Video von dem Auftritt von Nino de Angelo. Und nun in Solingen. Beide Veranstaltungen hatten wohl mit der traditionsreichen Veranstaltung in München nicht viel zu tun.

Würde ich das wieder tun?

Also die Veranstaltung in Solingen werde ich garantiert nicht wieder besuchen. Ohne die Aussicht auf einen Auftritt den ich unbedingt sehen will finde ich diese Art der Unterhaltung eher anstrengend als schön. Die Musik war meiner Meinung nach zu laut, aber vermutlich ist ein Festzelt von dieser Größe nicht anders zu beschallen. Auch an den Tischen war selbst während der „Tanzpausen“ kein Gespräch möglich. Das Essen war nicht nur teuer sondern auch noch nicht gut. Selbst wenn unser Tisch nur Pech hatte das unser Essen schon nur noch lau war als es ankam, die Weißwurst schmeckte nach nix. Die Laugenstangen waren latschig (vermutlich nass geregnet),

Eine Mass „Radler“ kostete 12,50 €, was ich etwas happig fand.

Positiv erwähnen möchte ich das eine Kartenzahlung ohne Probleme möglich war und das die Toiletten für eine Mobiltoilette sehr gepflegt und sauber waren und selbst der Klo-Mann sehr freundlich war.

mein Blickwinkel beim bergischen Oktoberfest

Dies war mein Blickwinkel bei Nino de Angelo. Doch um in die erste Reihe zu kommen haben wir etwa eine Stunde lang direkt vor der Bühne getanzt und „durchgehalten“ auch wenn uns nicht jedes Lied wirklich zugesagt hat.

Weitere sehr gute Fotos findest Du bei der Fotografin Heide Pinkall.

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