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Lockdown-Tagebuch

Lockdown-Tagebuch Tag 17 ( 2.1.21)

Lockdown-Tagebuch Tag 16 ( Neujahr)Herzlich willkommen auf unterwegistdasziel zum 17. Tag im Corona Lockdown. Ich freue mich über jeden einzelnen Leser und noch mehr über Reaktionen egal auf welchem Weg.

Heute war für mich ein „guter Tag“. Ich habe einiges erledigen können und ich hab auch was schönes erlebt.

Heute bin ich um 8 Uhr aufgestanden, ich hab mir dazu den Wecker gestellt, denn ich möchte im Rhythmus bleiben. Und durch meine Idee mit den Neujahrs-Glückskeksen war ich auch endlich wieder richtig motiviert.

Nachtrag zu gestern:

Der Feuerwehreinsatz bei mir in der Straße gestern, war KEINE Übung! Laut einer Pressemitteilung hat auf dem Schulgelände ein Papierbehälter gebrannt, in dem eine gefüllte Gasflasche deponiert war. Wir hatten also Glück das die Feuerwehr schnell genug da war und den Gasbehälter rechtzeitig runter kühlen konnte so das nichts schlimmeres passieren konnte. Hätten Anwohner das Feuer nicht gesehen und die Feuerwehr gerufen, wäre es vielleicht sehr ungemütlich geworden.

Doch jetzt zu Heute

Am Vormittag habe ich schon konzentriert an der Nähanleitung für die Glückskekse gebastelt. Ich hab dafür wieder viel länger gebraucht als erwartet, weil wieder ein paar Bilder nicht so waren wie ich das gerne gehabt hätte und so musste ich nochmal eine „Fotosession“ machen. Das heißt mindestens einen Glückskeks nähen. Aber kein Problem ich hatte ja sowieso vor weitere zu machen.

Aber ich hab meinen Rechner nun endlich so eingerichtet das die Rechtschreibprüfung funktioniert während ich Texte für diesen Blog schreibe. Auf dem neuen Betriebssystem ging das nicht gleich so wie ich das wollte und ich brauchte ein paar Anläufe bis ich es raus herausgefunden hab wie es am besten funktioniert.

Jetzt habe ich endlich eine Einstellung gefunden mit der ich gut zurecht komme. Für solche Dinge ist diese „Corontäne“ ganz praktisch.

Neue Nähanleitung ist online

Die neue Nähanleitung ist seit etwa 12 Uhr online. Sie heißt Glückskekse nähen, ein Anfänger-Projekt. Ein SEO Plugin, das ich in WordPress installiert habe, hat mir bei der Titelgestaltung geholfen. Demnach ist es gut das Wort Anfänger in der Überschrift zu haben, aber es sollte nicht vor dem Glückskeks stehen… Warum verstehe ich nicht ganz, aber bezüglich SEO (Search Engine Optimation) gibt es eh noch ganz viele Dinge und Zusammenhänge die ich noch nicht verstehe.

Augenblicklich ist es nur mein Ziel möglichst viele gute Blogartikel zu veröffentlichen und vertraue nun ein paar Plugins die mir dabei helfen sollen.

Was hab ich heute gemacht?

Nachdem ich die neue Anleitung fertig hatte bin ich an die Nähmaschine und habe weitere 20 Glückskekse genäht. mittlerer Weile bin ich darin richtig schnell, denn jetzt habe ich ja Übung und diesmal brauchte ich keine Fotos zwischendrin machen.

Nebenbei habe ich Mittagessen gekocht. Es gab Paprika-Gemüse mit Reis. Während die Paprika-Stückchen brutzelten habe ich die Kreise ausgeschnitten. So ist kochen ganz okay, wenn man nebenbei etwas tun kann… wie schon erwähnt, Kochen ist nicht meine Lieblingsbeschäftigung.

Nach dem Essen habe ich dann nochmal „Füllungen“ für meine Glückskekse ausgedruckt. Das ging auch schneller von der Hand als gestern. Obwohl ich dafür diesmal den Ubuntu Rechner benutzt hab. Ubuntu hat meinen Drucker sofort und einwandfrei erkannt und angesprochen.

Das Linux basierte „Libre Office Writer“ habe ich das allererste Mal geöffnet und benutzt. Und selbst das ging schneller als wenn ich den ollen Rechner an geschmissen hätte. Ich bin begeistert, die Bedienung ist intuitiv und den Programmen Writer, Wordpad oder Word sehr ähnlich. Aufgemacht, los geschrieben und die Schrift und Schriftgröße angepasst, gedruckt und der erste Versuch war so wie es sein soll. Besser kann es mit einem neuen Programm doch nicht laufen, oder?

Auf zur zweiten Glückskeks Tour

Kurz nach 15 Uhr war ich dann bereit für die zweite „Glückskeks-Tour“, diesmal wollte ich die Leute die ich gestern nicht erreicht hatte und noch ein paar mehr besuchen.

Eine Chor-Kollegin die ich unbedingt beschenken wollte wohnt in Lörrach Haagen, über 4 km von hier entfernt. Diese Adresse steuerte ich gleich zuerst an. Ein Stadtteil in dem ich höchst selten unterwegs bin. Ohne Navigation mit dem Handy hatte ich das nie gefunden.

so sah ich heute Nachmittag aus, dick eingepackt mit Fahrradhelm und Mundschutz

Die Chor Kollegin war sehr überrascht aber freute sich sehr. Sie bat mich nur in den Hausgang. Was angesichts der ganzen Corona-Thematik völlig akzeptabel war. Für sie hatte ich nicht nur einen Glückskeks sondern sie durfte sich aus meiner Tragetasche voller Armstulpen ein Paar Aussuchen. Wir unterhielten uns eine ganze Weile und dann machte ich mich wieder auf den Weg zuerst Richtung Nordstadt und dann Innenstadt. Wo ich eine Person die ich gestern verpasst habe diesmal erreicht habe.

Zwei Adressen habe ich nicht gefunden, eine Person war nicht zuhause und so bin ich dann wieder Richtung Lörrach Stetten. Bei einer Adresse wo ich gestern niemand angetroffen hatte wurde ich herein gebeten und es gab heißen Roibusch Tee und Linzer Torte… übrigens… ich liebe Linzer…

Wir verquasselten uns erfolgreich, es war schön die beiden wieder zu sehen und so kam es das ich erst gegen 18 Uhr wieder weiter fuhr. Es war schon dunkel aber ich fuhr noch einmal zu einer Adresse in Lörrach Stetten wo ich gestern niemanden erreicht hatte.

Die Dame des Hauses öffnete das Fenster und war freudig überrascht mich zu sehen. Aber „aber reinkommen geht nicht“. Kein Problem, die meisten Leute bekamen ihre Glückskekse an der Türe oder im Hausgang. Sie erklärte mir das ihr Mann gleich mehrfach Risikopatient ist und sie deshalb sehr vorsichtig sind. Dafür habe ich volles Verständnis.

Aber ich fand es nett das sie die Jacke übergezogen hat und wir an der Türe ein Weilchen gequatscht haben. Sie ist auch eine von den Leuten die ich seit Jahren vielleicht 1-2 Mal im Jahr sehe und von der ich bis vor kurzen gar nicht wusste wo sie genau wohnen.

Aber sie hat mich zum Kaffeetrinken im Garten im Frühjahr eingeladen. Alle hoffen das es bis dahin alles besser und einfacher wird.

Glückskeks-aktion ist noch beendet

Ich habe noch immer einige Glückskekse und einige Leute die ich damit besuchen möchte. Morgen geht es also weiter mit meiner Radtour kreuz und quer Radtour. Aber ich finde das toll. Ich mache Menschen eine Freude, zeige ihnen das ich an sie denke und ich hab Bewegung. Ich muss also nicht trübsinnig alleine spazieren gehen.

Für morgen ist allerdings Schnee angesagt, wenn der wirklich liegen bleibt möchte ich nicht Rad fahren. Mal gucken wie ich das löse. Es gibt mindestens 3 Personen die ich alternativ auch mit der S-Bahn erreichen könne. Mal sehen…

Ich würde mich freuen wenn Du morgen Abend auch wieder hier rein guckst in mein Lockdown-Tagebuch.

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Allgemein Gedanken

Ein halbes Jahr … und so viel ist anders geworden als geplant

Das erste Halbjahr von 2020 ist in wenigen Tagen vorbei. Manch andere Blogger nutzen diesen Termin für eine Art Rückblick. Doch dieser sieht leider ganz anders aus als es mal geplant war.

In meinem Artikel 20 Tage 2020. Schwärme ich noch von meiner ersten Großveranstaltung und von meinen weiteren Plänen… Da konnte noch keiner Ahnen das dieses Jahr keiner der aufgezählte Pläne klappen würde.

Zugegeben ich bin etwas enttäuscht darüber, das ich dieses Jahr nix großes unternehmen kann. Wobei mir aber klar ist das es schlicht und ergreifend allen so geht.

Meine Reisepläne nach Berlin, Koblenz, Hamburg und München sind geplatzt und auch das große Zusammentreffen mit anderen Fans beim Thomas Anders-Fanday, auf das ich mich so gefreut habe findet dieses Jahr nicht statt. Dieses Event war im Feburar schon verschoben worden. Unter „Auf einmal betrifft es mich doch“ schreibe ich darüber, da war ich noch überrascht, das Corona nun wirklich mein persönliches Leben betrifft. Damals hätte ich nie damit gerechnet das dieses Pandemie unser aller Leben komplett auf den Kopf stellt und ich sogar Angst um meinen Job haben muss. Diese hatte ich dann ab 18. März ganz massiv. Genau dieser Fanday ist nun ein zweites Mal auf April 2021 verschoben worden weil die Verantwortlichen davon ausgehen das dieses Jahr keine Großveranstaltungen mehr möglich sind.

Mein „Frühlingsurlaub“ den ich im März geplant hatte fiel dem Corona-Shut-Down zum Opfer. In den Tagen war meine Joggingrunde die weiteste Entfernung zu meiner Wohnung!

Mein „Sommerurlaub“ war um Juli geplant und diesen durfte ich aufgrund der Planinsolvenz meines Arbeitgebers nicht verschieben. Bis zum Ende der Insolvenz muss unser Arbeitszeitkonto absolut ausgeglichen sein… also keine Überstunden und kein Resturlaub. So kam es das ich nochmal 2 Wochen zuhause verbracht habe. Zwar war diesmal mein Bewegungsradius viel größer und und man konnte schon etwas mehr unternehmen. Aber plötzlich waren sogar kurze Fahrten mit dem Zug irgendwie „gruselig“ über meine Gedanken und Gefühle dabei habe ich unter „Die Angst etwas falsches zu tun“ geschrieben.

Heute ist Sonntag und da Gottesdienste und co immernoch nicht normal stattfinden dürfen habe ich Zeit zum etwas unternehmen. Nun sitzte ich hier und überlege ob ich nachher nicht einfach nur so zum Spaß mit öffentlichen Verkehrsmitteln weg fahre… noch habe ich mich nicht dafür oder dagegen entschieden…

Grübeleien die es früher nicht gab!

Heute ist alles anders als vor einem halben Jahr

Keine großen Reisepläne und Investitionen in Flugtickets und Hotelreservierungen. Eher im Gegenteil, ich habe hier mehrere Gutscheine von Flixbus und der deutschen Bahn das ich momentan nach Möglichkeite suche diese für andere zu verbuchen.

Das dies bei Flixbus sehr gut klappt habe ich letztes Jahr schon beschrieben unter Flixbus für andere Buchen. Doch Flixbus hatte monatelang den Betrieb komplett eingestellt und auch jetzt fahren noch nicht alle Busse. Für Fahrten Ab Lörrach momentan kaum interessant.

Ob und wie das Tickets Buchen bei der Deutschen Bahn für andere Personen funktioniert habe ich diese Woche neu ausgetestet und ich muss sagen es klappte einwandfrei! Das Angebot der deutschen Bahn erwies sich als weit „Kriesensicherer“. Fast alle Züge fahren wieder wie der Fahrplan es vorgesehen hat und die Preise sind momentan noch sehr niedrig. Vermutlich weil noch immer nicht viele Fahrgäste sich in den Zug trauen.

Die deutsche Bahn und die S-Bahnbetriebe (hier in Lörrach die SBB) hatten vorübergehend den Zugbetrieb massiv eingeschränkt. Und wir können echt noch dankbar sein. In Israel fuhren monatelang gar keine Züge und man kann jetzt nur noch online Tickets buchen, weil so elektronisch kontrolliert wird das nicht zu viele Menschen in einem Zug sind.

Bei uns sind wir noch weit weg vom volldigitalen Ticketverkauf. Aber ich denke es geht sehr stark in die Richtung. Schalter um Fahrkarten zu kaufen gibt es zwar vereinzelt noch, doch dieses waren wegen Corona sehr lange Zeit geschlossen. Meine Befürchtung ist, das wenn festgestellt wird das es ohne diese Schalter geht, dann werden diese auch bald abgeschafft.

Die Fahrkartenautomaten auf den Bahnsteigen meide ich persönlich schon lange, entweder sind die beschädigt, defekt oder dreckig. Und Bargeld soll man doch möglichst meiden… Und ich bin nicht so sicher ob ich einem einsamen, unbeaufsichtigten Gerät meine Kreditkartendaten anvertrauen möchte…

Was ich aus der Corona-Kriese gelernt habe

Durch diese ganzen Einschränkungen und Veränderungen die die Corona Pandemie mit sich gebracht hat, habe ich vor allem eines gelernt. Flexibilität! Man muss umdenken können und sehr oft etwas ganz anders machen als man vorher geplant hat.

Keiner kann sich mehr auf seine langfristigen Pläne verlassen. Nix mit „im März fahre ich zum Fanday und im Juni mit der Fähre nach England“. Im Moment ist mir nicht mal klar ob die Fähren überhaupt wieder fahren…

Flexibel musste ich auch hier im Blog sein. Was soll ich denn auch über das „unterwegs sein“ berichten wenn die allgemeine Devise „Stay at home“ galt?

Also habe ich meine Themen geädert. Ich habe über meine Handarbeiten geschrieben. Das mir das nicht ganz neu ist könnt ihr in einem meiner allerersten Artikel auf diesem Blog entnehmen. Handarbeiten und Reisen der Artikel ist aus 2017. Oder Unterwegs mit Babsi.

Dabei habe ich festgestellt das es mir Spaß macht Anleitungen zu entwickeln und zu schreiben. Deshalb werde ich in dieser Richtung weiter machen!

Die erfolgreichsten Anleitungen sind bisher „Behelfsmaske einfach erklärt“ und „Maske nähen ohne Gummi“. Von dem Ansturm auf dieses Themen war ich echt überwältigt. Ich werde weiter an solchen Trends bleiben.

Da wir jetzt langsam nach und nach wieder etwas „unterwegs“ sein dürfen werde ich vermehrt über Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten in unserer Umgebung berichten. Denn es gibt hier bei uns so viel interessantes zu entdecken.