Da mir der Chistmas Garden in Hamburg so gut gefallen hat, habe ich meine Schwester dazu überredet, dass wir uns den Christmas garden in Stuttgart gemeinsam mit unserer gehbehinderten Mutter ansehen.
Anreise zum Chistmas Garden in der Wilhelma
Chistmas Garden Stuttgart findet auf einem Teil des Gelände der Wilhelma statt. Wilhelma ist ein Zoo und ein Botanischer Garten der in eine Schlossanlage eingebettet ist. Durch die Lange Geschichte liegt der Zoo heute mitten in der Stadt und ist mit dem Auto nur über kostenpflichtige Parkhäuser erreichbar.
Meine Schwester kennt sich in Stuttgart gut aus und hat deshalb gleich vorgeschlagen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hin zu fahren. Die Stadtbahnen U13. U14 und U16 halten direkt vor dem Eingang. Verkehrssituation in Stuttgart ist wirklich sehr angespannt und nirgendwo in der Nähe könnte man kostenfrei parken.
Alle Parkhäuser in der Nähe sind für unsere Mutter die vor wenigen Tagen ihren 85. Geburtstag gefeiert hat zu weit weg.
Rollstuhl ausleihen im Christmas Garden Stuttgart
Weil Sie nicht mehr gut zu Fuss ist. Sie kann zwar gehen aber sehr schlecht und vorallem Bergauf hat sie große Mühe. Deshalb haben wir uns dazu entschieden einen Rollstuhl auszuleihen. Das wird kostenlos angeboten und es wird weder ein Behinderten-Ausweis noch sonst ein Nachweis verlangt. Man hinterlegt einfach einen Personalausweis und bekommt den Rollstuhl. Leider kann man Rollstühle nicht zeitlich reservieren.

Meine Mutter hatte die gute Idee eine Decke mit zu bringen, denn wenn man im Rollstuhl still sitzt wird es sehr schnell zu kalt. Die freundliche Ordnerin die uns den Rollstuhl gab wollte die Gehtsöcke in Verwahrung nehmen aber das wollte meine Mutter nicht. Weil sie meinte „vielleicht will ich mal aufstehen“. Doch während dem Schieben waren ihre Wanderstöcke seht stöhrend und sie musste sie ständig festhalten.
Zeitfenster Buchen
Die Eintrittskarten für den Christmas Garden in Stuttgart kann man online unter Christmas Garden Tickets buchen. An der Abendkasse ist es teurer und es kann passieren das man nicht sofort eingelassen wird. Denn die Besucherströme müssen reguliert werden.
Das macht meiner Meinung nach wirklich Sinn. Denn wenn zu viele Menschen unterwegs sind kann man die faszinierenden Effekte der Leuchtelemente nicht so genießen. Weil man viel zu sehr damit beschäftigt ist auf andere Besucher zu achten.
Wenn man einen Rollstuhl schiebt trifft das noch mehr zu! Man muss ständig darauf achten nicht versehentlich plötzlich stehenbleibenden Leuten in die Beine zu fahren.
Denn man bleibt nicht selten fasziniert stehen weil man irgendwo etwas tolles sieht!
Wie ich schon in meinem Bericht über den Christmas Garden in Hamburg erwähnt habe ist der Rundweg Rollstuhltauglich konzipiert. Überall gibt es Rampen oder kleine Umwege die man mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl ohne Stufen passieren kann. Sehr oft stehen an diesen Stellen auch Mitarbeiter Bereit die die Besucher gegebenenfalls lenken.
In Hamburg habe ich mit dem Rollstuhl meiner Freundin (elektisch betrieben) sehr gute Erfahrungen gemacht. Doch ich habe bei der Sache nicht bedacht das es in Stuttgart bestimmt hügeliger ist als in Hamburg.
Selbst meine Schwester die den Zoo von früheren Besuchen kennt hat nicht daran gedacht das es vielleicht anstrengend sein könnte den Rollstuhl zu schieben. Hinzu kommt, das meine Mutter es ja nicht gewohnt ist im Rollstuhl zu sitzen und wir nicht geübt mit dem Schieben.
Das Gelände ist stellenweise etwas steil. Sogar auf Brücken und Stegen. Mehrfach boten mir fremde Personen hilfe beim Schieben an, weil sie gesehen haben das ich den Rollstuhl nicht den Berg hoch bekomme. An einer Stelle entschied meine Mutter dann auszusteigen und selber den Weg bis zum „Zauberwald“ zu Fuss zu gehen. Ich hatte am Anfang des Textes ja schon mal erwähnt das ihr vorallem bergauf Gehen mühe bereitet… Aber die Angst das mir der Rollstuhl entgleiten könnte war wohl größer.
An zwei Stellen hat mir sogar einer der zahlreichen Ordner geholfen den Rollstuhl sicher auf das nächste Plateau zu schieben.
Meine Mutter ist leichter als ich, und ich bin ungeübt. Aber wenn die Person im Rollstuhl groß und schwer ist dann wird es sehr sehr schwierig!
Ein weiterer negativer Punkt ist das entgegenkommende Fussgänger einen Rollstuhl zwischen den Fussgängern oft erst sehr spät oder gar nicht sehen, weil sie von den Lichtern geblendet, fasziniert und abgelenkt sind und nicht mit einem Hindernis auf Kniehöhe rechnen. Deshalb würde ich unbedingt zu einer Lichterkette oder ähnlichem für den Rollifahrer raten.
Wo es bergauf geht, geht es auch wieder bergab… Ich brauchte meine volle Kraft um den Rollstuhl zu bremsten (meine Mutter kann damit nicht umgehen) Ein erfahrender Rollifahrer kommt da sicher besser mit klar.

Einer der Gründe für den steilen Aufstieg ist dieser Zauberwald. Die eindrucksvollen Bäume wurden kunstvoll in Szene gesetzt. Hätte ich nicht den Stress mit dem Rollstuhl gehabt, hätte ich diesen Teil der Ausstellung am meisten genossen.

Die Fotos können die Stimmung nur leicht andeuten. In echt ist es ein wirklich faszinierendes Erlebnis. Und diese in die vorhandene Botanik integrierte Lightshow ist nicht die gleiche wie in Hamburg. Ich habe tatsächlich nur einige Elemente wieder erkannt.

Dieses Bild stammt allerdings aus Hamburg. Die Wassershow war sehr ähnlich. Wobei andere Musik verwendet wurde. Doch mit haben beide Shows sehr gefallen! In Hamburg fand ich es etwas besser gelöst, das man sich mit einem Glühwein etwas mehr zeit nehmen konnte. Dafür hatte es an dieser Stelle mehr Sitzgelegenheiten in Stuttgart.
Fazit:
Mit persönlich hat auch die zweite Show dieser Art sehr gut gefallen. Ich finde es ein tolles Erlebnis auch für ältere Menschen. Allerdings finde ich sollte es klarer komuniziert werden das es steil sein kann. Bzw eine alternativroute angeboten werden. Auch die Elemente in der Ebene waren sehr sehenswert.
Aber ich würde jedem einen Termin ausserhalb der Feiertage oder der Schulferien empfehlen, denn am 2. Weihnachtsfeiertag war wirklich extrem viel los, wir mussten sogar lange Schlange stehen um Pfandbecher zurück zu bringen…
An den „Fressbuden“ und dem Kinderkarussel überall lange Schlangen.






Kommentar verfassen