Reisebericht: 4 Tage im Zeichen von Nino de Angelo

Herzlich willkommen zu meinem Samstagsplausch 34, mit diesem Blogpost nehme ich wieder an der gleichnamigen Blogparade bei Karminrot teil. Weiterhin wird dieser Text im Karminroten-Lesezimmer verlinkt, wenn Du Leseratte bist dann kann ich Dir diese Seite empfehlen.

Eine tolle Woche

Diese Woche hatte ich 4 Tage am Stück frei. Mein Arbeitszeitmodell macht es möglich das ich mir auf Wunsch zusätzliche freie Tage an meine gesetzliche Freizeit anhängen kann. Und diese Woche war das wirklich günstig für mich.

Denn ich wollte zum Nino de Angelo – Open Air nach Dinslaken. Doch die Anreise mit der Bahn ist aus meiner Richtung etwas langwieriger. Weil genau auf der Strecke gleich mehrmals Umleitungen sind. Aber den ganzen Tag im Zug bin ich ja gewohnt.

Dennoch habe ich mir diese Reise extra so geplant, dass ich nicht am Tag des Konzerts anreise. Sondern schon einen Tag früher. Denn ich wusste ja, dass ein Open Air immer mit langen Wartezeiten verbunden ist. Will man bei einem großen Freigelände einen guten Platz weit forne haben muss man sehr früh da sein und Durchhaltevermögen beweisen. Nach 9 Stunden Anreise wollte ich mir das nicht zumunten.

Also fuhr ich am Mittwoch schon nach Dinslaken. Dabei war ich diesmal selber als Fahrgast vom Schienenersatzverkehr in Baden-Baden betroffen. Weil in den Medien so negativ darüber berichtet wurde, habe ich einen Blogpost mit meiner persönlichen Erfahrung verfasst. So schlimm wie es dargestellt wurde, ist es gar nicht! Lies hier meine Erfahrung mit dem Schienenersatzverkehr.

Reise nach Dinslaken

Ich muss zugeben, ich wusste vorher gar nicht genau, wo das ist. Das Ticket hatte ich mir bestellt, weil es der einzige Termin im Westen war und ich eventuell auf die anderen Konzerte verzichten wollte. Aber ich hab mich umbesonnen und werde nächste Woche nochmal zwei Events aus dieser Tour besuchen. Das geht aber nur weil ich dort gemeinsam mit einer Freundin anreise.

Mit dem Zug bin ich insgesamt 9 Stunden angereist. Mit Umstiegen in Baden-Baden, Karlsruhe und Köln. Die Reisedauer ist so lang, weil ich mir absichtlich etwas längere Umsteigezeiten eingeplant hatte. In Köln hatte ich fast eine Stunde und konnte so in Ruhe einen Kaffee Trinken und ein paar Schritte gehen. Bei so langen Fahrten finde ich das Wichtig.

In Dinslaken war ich im City-Hotel untergebracht, das ist sehr preiswert, aber ich kann es nicht empfehlen. Es liegt in unmittelbarer Bahnhofsnähe und ich fand es sehr laut (Zug und Durchsagen am Bahnsteig zu hören). Es gab keinen Aufzug oder Klimaanlage und in meinem Bad war die Lüftung kaputt.

Aber es war billig und für meinen Bedarf akzeptabel. Immerhin habe ich für zwei Nächte weniger bezahlt als die anderen für eine.

Wiedersehen mit vielen Freunden

Schon im Vorfeld der Veranstaltung hatten wir Mitglieder der Nino de Angelo-Fangemeinschaft abgesprochen uns zu treffen. Dabei stellte sich heraus, dass wir ein paar Mitglieder haben, die Unterstützung brauchen. Zum einen die Gehbehinderten, die darauf angewiesen sind das jemand fittes sie begleitet als auch jemand mit geistiger Behinderung. Ebenso auch zwei „Erstbesucher“ die überhaupt nicht wissen wie sowas abläuft und total nervös waren. Oft hilft es da schon diesen Personen zu zeigen, keine Angst wir sind in Deiner Nähe und passen auf.

Ich freue mich jedes Mal, wenn ich „alte Bekannte“ treffe, die ich schon seit Jahren kenne. Und so geht es auch dem Künstler selbst. Am Vorabend des Konzerts sind wir Nino beinahe zufällig (okay, wir wussten, dass er das Konzert der Münchner Freiheit besucht) begegnet. Als er mich erkannte, rief er „Hallo Uschi! Seid ihr jetzt schon da?“ und umarmte mich, denn irgendwie sind wir auch schon alte Bekannte.

Burgtheater Dinslaken

Das Gelände des Burgtheater Dinslaken befindet sich mitten in der Stadt und ist auch zu Fuß vom Bahnhof erreichbar. Wenn Du dort ein Konzert besuchen willst, kann ich Dir das Hotel am Park empfehlen. Das Hotel befindet sich direkt gegenüber, aber Du musst frühzeitig buchen.

Die Freilichtbühne mit fest verbauten Sitzbänken bietet Platz für 1600 Zuschauer, die zum Teil unter großen Bäumen sitzen. Im August findet hier regelmäßig die Sommerkultur mit vielen Pop,Rock und Comedy Events statt.

Ich fand die Location echt schön, die alten Bäume boten ausreichend Schatten. Man konnte von allen Plätzen sehr gut sehen. Was dazu führt das nicht alle Zuschauer nur nach vorne drängen. Dadurch ist es direkt vor der Bühne luftig genug zum Tanzen und auch mal etwas hin und her laufen.

Der Speisen und Getränkeverkauf war gut organisiert. Auf die Glasflaschen gab es 2€ Pfand, was dazu führt, dass es auf dem Gelände echt sauber blieb. Ich hasse es wenn man über Berge von leeren Bechern gehen muss!

Nino de Angelo in Dinslaken

Das Konzert mit Nino de Angelo war fantastisch. Vom Programm her war der Ablauf fast gleich wie bei der Tournee. Auch die Band war die gleiche, nur der Bassist wurde von einem anderen Musiker vertreten.

Nino war sehr gut gelaunt, die Stimmung bei ihm und beim Publikum war gleich zu Anfang sehr gut. Er war ausgelassen und witzig. Selbst einen Absprache-Fehler, bei dem die Band einen anderen Titel spielte, als Nino angesagt hatte, überspielten die Akteure gekonnt. Ein paar Takte Zwischenspiel und man war sich wieder einig.

Auf dem Bild siehst Du wie Nino aus voller Seele singt. Bei ihm hat man stets das Gefühl das er mit dem ganzen Körper und mit ganzem Herzen liebt, was er tut.

Ein besonderes Schmankerl und auch für mich als erfahrener Konzertbesucher war eine ganz neue Version von Jenseits von Eden. Eine Akustik Version nur mit den Gitarren. Auch das klang fantastisch. Und das Publikum folgte seiner Aufforderung „ich will Euch hören“. Das gesamte Theater voll sang seinen mittlere Weile 40 Jahre alten Klassiker mit! Ein beeindruckendes Erlebnis!

An diesem Abend stimmte einfach alles, Location, Soundqualität, Wetter und Stimmung unter den Zuschauern. Ein wirklich wunderschöner Abend!

Heimreise über Rastatt

Am gestrigen Freitag bin ich dann wieder zurück nach Hause gefahren. Bis Duisburg haben wir eine Fahrgemeinschaft gebildet. Und ab da bin ich mit dem ICE über Köln, Mannheim und Rastatt gefahren.

Diesmal musste ich von Rastatt bis Baden-Baden auf den Schienenersatzverkehr umsteigen. Das war nicht ganz so komfortabel wie auf der Hinreise. Die Fußwege in Rastatt sind weiter und die Busse sind einfache „Linienbus“-Fahrzeuge. Also ohne Gepäckfach. Ich weiß, das ist vielen Fahrgästen lieber, weil sie dann ihren Koffer in der Nähe haben. Aber ich finde es total unmöglich, dass die Leute ihre Koffer auf die Sitze packen und damit die Plätze für die anderen Fahrgäste blockieren!!! Selbst in einem Linienbus gibt es Platz für Gepäck, man muss nur bissel gucken wo.

Einen Fahrgast hab ich gefragt „machen sie das zu Hause auch so?“ „Was?“ „Haben sie zu Hause ihren Koffer auf der Couch?“. Das hatte gewirkt er und die drei Leute drum rum machen die Sitze frei. Aber im Rest des Fahrzeugs waren bestimmt 10-12 Sitzplätze nicht Verfügbar, weil die Leute nicht mitdenken. Sehr dumm, denn es werden die Personen im Bus abgezählt für jeden blockierten Sitz steht jemand im Gang. Jeder denkt nur an sich. Ganz schlimm fand ich auch, dass es Bahnmitarbeiter braucht, die mit Megafon Durchsagen dafür sorgen müssen, dass die Leute nicht den Autoverkehr blockieren. Hallo? Nur weil man mit seinem Koffer 400 m zum Bus laufen muss, ist das kein Grund sich nicht mehr an die Verkehrsregeln zu halten. Bei einigen schien der Menschenverstand ausgeschaltet zu sein. Wenn sich zu viele Leute so verhalten ist es ja kein Wunder das irgendwann keine Busse mehr kommen. Denn bei Stau kommen die Busse auch nicht durch.

Arbeitswoche noch nicht fertig

Nachdem ich bisher nur am Montag gearbeitet habe und danach 4 Tage frei… muss ich heute um 14 Uhr zum Dienst. Ich habe wieder so eine Schicht, in der ich zum übernachten nach Stuttgart fahre und morgen dann über Zürich nach Hause. Also echtes „Unterwegs ist das Ziel“.

In diesem Sinne vielen Dank für Deinen Besuch auf meinem Blog und ich hoffe Du kommst ganz bald wieder.

Was ich in Dinlaken noch entdeckt habe „Ampfelmännchen mit Grubenlampe“

2 Kommentare zu „Reisebericht: 4 Tage im Zeichen von Nino de Angelo“

  1. […] verdienen kann, wenn Du darüber bestellst. Weitere Erlebnisberichte über Nino de Angelo unter: „4 Tage im Zeichen von Nino de Angelo“, „Nino de Angelo in […]

  2. […] Du vielleicht in meinem Beitrag „Ein tolles Konzert-Erlebnis“ gelesen hast, war ich zum ersten Mal in Dinslaken unterwegs. Auf dem Weg vom Bahnhof zum […]

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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