Mein 35. Samstagsplausch kommt extrem spät, weil ich gerade erst von meiner Reise zurückgekommen bin. Dieser Text wird wieder wie gewohnt bei Karminrot und dem Karminroten Lesezimmer verlinkt.
Umweg über Hamburg
Am Mittwoch bin ich nach Hamburg gefahren, natürlich mit dem Zug und war ein weiteres Mal vom Schienenersatzverkehr betroffen. Anders als bei „Schienenersatzverkehr ab Baden-Baden“ mussten wir dieses Mal bereits in Achern auf Busse umsteigen. Aber auch das klappte ganz gut. Der Bus den ich diesmal erwischt habe war halb leer und musste auf die offizielle Abfahrzeit warten… also selbst sehr langsame Fußgänger hätten ihn erreicht. Trotzdem waren wir zu früh in Rastatt und ab da konnte ich im gleichen ICE bleiben, der den Hamburger Hauptbahnhof mit nur wenigen Minuten Verspätung erreichte.
In Hamburg war ich Gast bei einer Freundin, mit der ich dann am Freitag mit dem Auto zu einem Open-Air Wochenende startete. Wie fast jedes Mal wenn ich ein in Hamburg bin war ich an der Außenalster spazieren. Dabei sind auch wieder ein paar schöne Bilder entstanden:

Diesmal bin ich wegen der Hitze erst am Abend einmal um die Außenalster gegangen.

Das erste Konzert mit Nino de Angelo fand in Weißenfels (nahe Leipzig) und Wasserschloss Klaffenbach (bei Chemnitz) statt. Zugegeben in diesem Teil Deutschlands war ich noch nie unterwegs und ich war echt überrascht, dass es dort ja schon längst nicht mehr nach DDR aussieht und es viel schöner ist als ich erwartet habe.
Weißenfels
Das Konzert in Weißenfels fand direkt auf dem Marktplatz statt, inmitten einer gepflegten Altstadt und wir hatten ein sehr schönes Hotel, das fußläufig erreichbar war. Das Hotel Schumanns Garten ist ein Inklusionsbetrieb und bietet besondere Angebote für Familien und Gruppen. Es ist barrierefrei und verfügt über 4-Bett-Zimmer. Und es ist wirklich sehr schön und liebevoll eingerichtet.
Wir hatten unseren Lieblingssänger ja schon letzte Woche auf einer Open-Air-Bühne in Dinslaken erlebt, im Vergleich dazu war die Stimmung auf und vor der Bühne leider nicht ganz so gut. Es gab zu Anfang ein paar technische Probleme, die den Protagonisten sichtlich nervten und etwas aus dem Konzept brachten. Doch sobald diese Tonprobleme behoben, fand er nach ein paar etwas eigenartigen Moderationen wieder zu seinem roten Faden und er lieferte eine tolle Show ab. Doch die Stimmung schwappte nicht so über wie letzte Woche in Dinslaken.
Wasserschloss Klaffenbach
Am nächsten Morgen fuhren wir weiter nach Klaffenbach bei Chemnitz. Meine Erwartungen an die Lokation waren etwas hoch, denn wir hatten ein teures Bundle aus Hotel, Abendessen und Eintrittskarte gebucht. Man versprach und sehr gute Sich durch die hoteleigene Terasse…
Das Wasserschloss Klaffenbach ist wirklich schön gelegen und der Innenhof bildet eine tolle Kulisse für Open-Air Konzerte. Aber man steht halt wirklich auf diesem uralten unebenen Kopfsteinpflaster. Doch wenigstens das lange Anstehen vor dem Einlass konnten wir uns sparen, denn als Hotelgäste konnten wir durch das Restaurant auf den abgesperrten Innenhof. Allerdings war ich von der Terrasse etwas enttäuscht. Diese lag gegenüber der Bühne (weit weg) und war nur wenige Stufen hoch.
Wir sprachen ab, dass ich mich lieber in das Gewühl mit den anderen Konzertbesuchern begab, als auf der Terrasse zu bleiben. Meine gehbehinderte Begleitung wollte jedoch lieber dort auf einem Stuhl sitzen und das Konzert von hinten bewundern. Der Innenhof der Schlossanlage war komplett gefüllt, denn das Konzert war tatsächlich ausverkauft !!!
Trotzdem schaffte ich es zu den Freunden von der Nino de Angelo-Fangemeinschaft in die erste Reihe. Zum Teil waren es die gleichen Personen, die ich am Tag zuvor oder in der Woche zuvor getroffen habe. Zum Teil kennen wir uns schon seit vielen Jahren und uns verbinden viele schöne Erinnerungen. Zwischen den langjährigen Fans herrscht eine wohlwollende und hilfsbereite Atmosphäre und kein Ellenbogendenken.
In Klaffenbach klappte alles reibungslos mit dem Ton, und Nino sowie die anderen Akteure auf der Bühne waren sehr gut gelaunt. Angespornt durch die Nachricht „Ausverkauft“ wuchsen sie über sich hinaus und lieferten eine grandiose Show. Ganz im Gegensatz zum Vortag. Nino wirkte nicht nur viel konzentrierter, sondern er sang einige Passagen deutlich besser und mit mehr Ausdruck als am Freitag. Zusätzlich gab es ein paar Variationen, die auch ich als „Extrem-Konzertbesucherin“ noch nicht gehört hatte. Von wegen immer das gleiche, er schafft es immer noch mich zu überraschen.

Die Stimmung im Publikum war einfach fantastisch. Es war ein wirklich schöner, gelungener Abend. Für mich war schon alleine dieser Abend die weite Anreise wert.
Das Schlosshotel Klaffenbach hat mir ausgesprochen gut gefallen. Auch wenn es in historischen Gemäuern untergebracht ist, ist alles sehr modern und sauber und es herrscht ein sehr angenehmes Ambiente.

Meine Begleitung und ich haben uns diese „Fanartikel“ geleistet. Coole Mehrweg Plastikbecher, mit Nino de Angelo-Design, fanden wir irgendwie cool. Die Mitarbeiterin am Bierstand hat allerdings etwas gestutzt als ich „zwei Bier ohne Becher“ bestellt habe. Doch dann haben sie unsere Becher gerne befüllt. So ein Becher finde ich ein nettes Erinnerungsstück an ein Open-Air.







Kommentar verfassen