Schon als wir das erste Mal auf dem Weg nach Celle waren, fielen mir die für mich witzig klingenden Ortsnamen auf. Wir fuhren auf der B3 durch „Offen“, „Wietze“ und „Bergen“ (weit und breit keine Berge zu sehen).

Und an einer Brücke der Name des Flusses: „Örtze“! Klingt für mich fast wie eine Krankheit.

Nachttag 2026: Ich habe diesen Fluss in der Überschrift falsch geschrieben. Das ist mir tatsächlich jetzt erst aufgefallen.

Straßenschild "an der Örtze"

Die Landschaft ist sehr reizvoll und schön und wir hatten am 6. Januar echt Glück mit dem Wetter.

Die Örtze unter Blauem Himmel im Januar 2018

Nach den Stürmen und starken Regenfällen der letzten Wochen führte auch die Örtze Hochwasser, und ich konnte den eigentlichen Flusslauf kaum erkennen.

Bei tiefstehender Wintersonne und blauem Himmel sind selbst überflutete, unerlaubte Bäume ein tolles Motiv.

Schöne Details kann man immer wieder finden, wenn man sich darauf einlässt. An dieser Stelle möchte ich der geduldigen Autofahrerin danken, die mich damals in diese Gegend gebracht hat und die regelmäßig im Auto warten musste, wenn ich mal wieder irgendwo unbedingt Bilder machen wollte. Mit ihr habe ich schon sehr viele schöne Fahrten durch Norddeutschland gemacht.

So zum Beispiel „Ausflüge zu Nord und Ostsee“.

Wenn Ihr von diesem Fluss noch nie gehört habt, ist das keine Bildungslücke. Denn die Örtze ist wirklich klein und unbedeutend. Sie entspringt in der Lüneburger Heide und ist nur 62 km lang. Sie mündet in die Aller und diese dann in die Weser.

Zu meiner Überraschung musste ich beim Googeln feststellen, dass dieses Flüsslein gar nicht so unbedeutend ist. Für Kajakfahrer und Paddelbootenthusiasten sind die Örze ein beliebtes Ziel, weil sie sich gemächlich durch wunderschöne Landschaft schlängelt. An mehreren Stellen kann man im Sommer Boote anmieten.

Der kleine Fluss hat aber noch eine „Funktion“. Er entwässert den nahegelegenen NATO‑Truppenübungsplatz. Und damit dieser vom abfließenden Regenwasser nicht zu stark weggeschwemmt wird, wurde die Örtze an mehreren Stellen leicht aufgestaut, um ihre Fließgeschwindigkeit zu verringern. Dadurch ist eine Aue und Überflutungslandschaft entstanden, die heute Heimat für viele Vögel und Fischarten ist.

Hochwasser an der Örtze

Auf diesem Bild sehen wir eigentlich eine überflutete Wiese. Der Flusslauf ist hinten bei den Bäumen.

Spiegelungen im Hochwasser der Örtze

Auch im Winter kann man wunderschöne Motive finden.

Diese Aufnahmen entstanden am 6. Januar 2018 mit dem Samsung J5 und wurden mit der Snapseed App bearbeitet.

Weitere Bilder aus der Zeit findest Du auch bei „Weissenstädter See“

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2 Kommentare zu „An der Örtze“

  1. Avatar von Ewald Sindt

    Die Bilder sind sehr hübsch geworden.
    Lieben Gruß, Ewald

    1. Avatar von Uschi
      Uschi

      Danke

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

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