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Allgemein Ausflugsziele Lockdown-Tagebuch

Tag 31 (16.1.2021)

Herzlich Willkommen zum 31sten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier schreibe ich täglich nieder was ich während des Lockdowns erlebe.

Heute war ein kalter Wintertag mit Temperaturen unter Null. Zum Glück hat es nicht mehr geschneit, denn Schnee haben wir momentan genug. So viel wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

Das letzte Mal richtig viel Schnee hatten wir 2003. Das war das einzige mal das so viel Schnee lag das die Dachfenster meiner damaligen Wohnung komplett zugeschneit waren. Und ich habe über 16 Jahre dort gewohnt Man konnte die Fenster nicht mal mehr öffnen um den Schnee zu beseitigen. Ab morgen ist wieder Tauwetter angesagt, doch heute gab es rund herum Winterwunderland.

Am Vormittag: Nähen

So langsam hat sich der Rhythmus bei mir eingespielt, Morgens nähen und Nachmittags raus um die Beine zu bewegen. Solange es so sehr winterlich ist denke ich behalte ich das so bei.

Auch beim Nähen motiviert mich die Berichterstattung hier, denn ich hab es stets im Hinterkopf das ich Euch etwas vorzeigbares präsentieren möchte.

Da ich mit dem Tischläufer von Tag 29 nicht so richtig weiter weis, habe ich ein neues Projekt begonnen. Mir aber das Ziel gesetzt das dies heute noch fertig wird. Es sind sogar 4 fertige Teile geworden!

Patchwork

Im Grunde ist es die gleiche Technik wie bei meinem ersten Patchwork-Versuch, nur das ich jetzt schon geübter bin und aus ein paar Fehlern dazu gelernt habe. Um das Problem mit der Länge nicht zu haben, habe ich mich diesmal auf 4 kleine Flächen konzentriert. Und diese Herangehensweise scheint wohl schlauer zu sein.

Vier Untersetzter oder Platzsets aus Baumwollstoff.

Dieses Mal habe ich zwei gemusterte Stoffreste von Tilda und zwei farblich passende Unis kombiniert. Die Rückseite ist beige. Damit diese Teile genügend Wärme isolieren sind sie 3 lagig. Sie eignen sich also auch um eine Heiße Kanne auf den Tisch zu stellen. Die Taschentücher sind im Bild als Größenvergleich.

Diese Technik macht echt Spaß und ich werde damit sicher noch ein paar Sachen machen, ich bin gespannt was es wird.

Mittags RAUS!

Gegen 12:30 Uhr habe ich die Wohnung verlassen, ich musste zuerst in Lörrach Stetten etwas abholen. Normalerweise hätte ich das wohl mit dem Fahrrad gemacht, doch nicht bei diesem Wetter. Außerdem muss und will ich ja viel laufen also bin ich zu Fuß dort hin und zurück.

Dann bin ich allerdings nur nochmal kurz rein, um auf Toilette zu gehen. Hab noch nicht mal die Jacke ausgezogen und bin gleich wieder los zu einer Freundin.

Mit ihr war ich verabredet das wir zusammen ins Grütt zum Gebetsspaziergang gehen. Der Gebetsspaziergang war eine Aktion im Rahmen der Gebetswoche der Evangelischen Allianz Lörrach. Mehr darüber unter Beten 2021.

Beten 2021

Ursprünglich war der Gebetsspaziergang auf dem Tüllinger geplant. Startpunkt sollte der Lindenplatz sein und die Route sollte in den Wald führen. Über den Ort habe ich schon mal unter: Wanderparkplatz Obertüllingen geschrieben. Aufgrund der Witterung wurde die Veranstaltung in den Landschaftspark Grütt verlegt. Auch über diesen habe ich schon mal geschrieben, siehe „Frühlingserwachen im Grütt“.

In vergangenen Jahren habe ich schon mehrmals an Veranstaltungen der Gebetswoche teil genommen. Sie findet alljährlich im Januar statt und wird von Evangelischen Allianz organisiert. Darin sind fast alle Lörracher Gemeinden zusammen. So unterschiedlich wie die Gemeinden so verschieden sind auch die einzelnen Abende. Ein Gebets-Spaziergang wurde schon mehrfach angeboten, doch konnte ich bisher aus terminlichen Gründen nicht teilnehmen.

Dieses Jahr war sowieso alles anders. Wie ihr auf der Webseite Beten 2021. Fanden dieses Jahr alle anderen Veranstaltungen online per Zoom statt. Und das hat mich diesmal nicht sehr angesprochen. Aber ein Spaziergang bei dem man jeder für sich allein Beten kann fand ich interessant.

Startpunkt für den Gebetsspaziergang

An diesem Tischchen konnte sich jeder der mitmachen wollte ein Lampion nehmen und diesen auf dem Spaziergang mitführen. Am Baum hängen Schilder die genau erklären wie es geht. Alles Kontaktlos und „to go“. Schon interessant auf welche Ideen man kommt wenn man nicht alles so wie schon immer machen darf.

Der Weg wurde durch kleine Schilder an den Bäumen markiert. Hier im Park waren ungewöhnlich viele Leute unterwegs, kein Wunder bei diesem tollen Wetter. Aber andere Lampionträger sind uns nicht begegnet. Also eine Menschenansammlung hat diese Aktion garantiert nicht ausgelöst.

An verschiedenen Stationen, die auch wieder mit Schildern an Bäumen gekennzeichnet waren gab es Anregungen wie man beten könnte. Ganz einfache Dinge wie „erzähle Gott wofür Du dankbar bist“, „wenn Du nicht alleine unterwegs bist berichte dies auch den anderen Teilnehmern“.

Eine Station war auch interessant, die Aufgabe war es den anderen zu segnen. Etwas ungewohnt, aber sehr schön.

Meine Begleitung und ich wir nahmen uns viel Zeit für die Stationen. Und wurden auch mal von Passanten gefragt „Was machen Sie da?“ denn wir vielen mit unseren Lampions doch etwas auf. Aber das war okay, ich erzählte den Leuten einfach von dem Gebetsspaziergang und das sie doch gerne auch mit machen könnten. Die Leute fanden das ganz interessant. Aber längere Gespräche entstehen natürlich nicht bei Minusgrade im Park. Aber das war ja auch nicht unser Ziel.

Insgesamt war es eine wunderschöne Erfahrung. Das Schneewetter war dazu finde ich noch das I-Tüpfelchen.

Landschaftspark Grütt im Schnee, im Hintergrund kann man die Burg Rötteln erkennen
Grütt-Park im Schnee, im Hintergrund die Burg Rötteln

Für mich ist die Schönheit einer verschneiten Landschaft ein Beweis das es einen Schöpfer-Gott geben muss. Wieso sollte Evolution gefrorenes Wasser so schön machen?

unterwegs im Grüttpark im Schnee

Nachdem wir die Runde des Gebetsspaziergangs abgeschlossen hatten, sind wir noch weiter durch das Grütt spaziert. Diesmal ohne Lampion in der Hand, dann kann man viel besser Fotografieren…

Winter im Landschaftspark-Grütt der Grüttsee ist beinahe zugefroren

Später haben wir den Landschaftspark Grütt in Richtung Kaufland verlassen, dort haben wir uns dann einen heißen Kaffee gegönnt. Weiter zu Fuß die Freundin nach hause begleitet und von dort aus nach hause.

Schrittziel erreicht!

Ob ich morgen auf so eine gute Schrittzahl komme wage ich zu bezweifeln. Aber ich freue mich das ich morgen früh ein paar Stunden im Bäckerladen arbeiten darf. Das erste mal dieses Jahr ein bisschen arbeiten.

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Tag 30 (15.1.2021)

Herzlich Willkommen zum dreißigsten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Hier schreibe ich täglich darüber wie ich meine Zeit während des harten Lockdown zu nutzen versuche.

Heute hat es hier in Lörrach wieder fast den ganzen Tag geschneit. Und der Schnee bleibt massenhaft liegen. So viel Schnee hatten wir schon bestimmt 15-20 Jahre nicht mehr. Und wenn dann war er immer gleich wieder weg. Heuer hatten wir nun schon zwei Tage nacheinander Schneechaos. Obwohl viel weniger Autos unterwegs sind gab es Staus und Sperrungen. Einen Zeitungsartikel dazu findet ihr bei der Weiler Zeitung..

So gerne ich Schnee sehe, und ich verschneite Landschaften liebe. Nach dem Schuh-Desaster gestern hat mich dieses Wetter heute Vormittag etwas angekekst. Deshalb bin ich schon früh in meine zum Nähzimmer umfunktionierte Küche und hab mich in „schöne Fummelei mit Stoffreste“ vertieft.

Nähen:

Mein Pachwork-Projekt von gestern ist noch nicht fertig geworden. Denn ich hab die Erfahrung machen müssen das es gar nicht so einfach ist die Ränder eines solch leicht chaotischen Patchworks auf schöne weise gerade zu bekommen. Die enorme Länge von meinem Werk, über 1.2m zeichnet sich jetzt als Herausforderung ab. Ich muss es nun schaffen mit diversen Tricks die langen Seiten parallel und gerade zu kriegen.

Als ich das gestern einfach so drauf los genäht hab, habe ich gedacht so krumm und schief wäre es einfacher als super exakt und alles im rechten Winkel… Pustekuchen, ist es nicht. Denn ich muss nun alles irgendwie angleichen, damit ich es irgendwie mit einem Rand und eine Rückseite anfügen kann.

äh Moment mal… jetzt gerade hab ich eine Idee. Wieso mache ich Rückseite und „Hintergrund“ nicht einfach im geraden Winkel fertig und nähe das Patchwork nachträglich oben drauf???

Morgen muss ich mal ausprobieren ob das so machbar ist!

Mein Ziel 10 000 Schritte pro Tag

Nach meinem letzten Besuch bei meiner Ärztin hab ich mir vorgenommen jeden Tag auf mindestens 10 000 Schritte zu kommen. Denn auch sie sieht das zu wenige Gehen als Hauptgrund für meine Venenprobleme. Offensichtlich hat sich mein Körper in 33 Jahren im Verkauf derart an viel stehen und gehen gewöhnt das er lange Ruhephasen einfach nicht mehr verträgt.

Da ja zu befürchten ist das wir noch nicht sehr bald wieder arbeiten gehen dürfen muss ich jetzt halt mit viel Spazierengehen gegensteuern. Aber wie wenn es seit 2 Tagen permanent schneit. Die Innenstadt ist voller Schneematsch. Da wo der Schneepflug die Straßen räumt entsteht an den Rändern entweder ein Schneehügel oder eine Matschbrühe. Besonders Ein und Ausfahrten sind besonders ekelig. Und die hat es hier im Stadtgebiet sehr viele.

Davor in den Wald zu gehen wurde ausdrücklich gewarnt, denn durch den vielen Schnee brechen viele Bäume und es besteht die Gefahr von herabfallenden Ästen getroffen zu werden.

In einem Dorf nur etwa 10 km entfernt wurde eine Frau beim Gassigehen mit ihrem Hund von einem Baum getroffen. Als sie gefunden wurde lag der Baum noch auf ihr, wie lange sie da lag ist unklar. Sie wurde ins Krankenhaus gebracht und starb dort wenig später. Ob ihre Verletzungen oder die Unterkühlung die Todesursache waren weis ich allerdings nicht.

Fußweg durch die Innenstadt

Um die Mittagszeit hatte ich mit einer Freundin zum Teetrinken abgemacht, sie wohnt am anderen Ende der Innenstadt. Weil ich gehofft hatte das dort besser geräumt ist bin ich dann doch fast durch das Zentrum gelaufen. Doch auch dort ist der Zustand des Gehwegs bei jedem zweiten Haus ein anderer. Die einen Streuen, da bildet sich glibberiger Schneematsch, andere Räumen nur einen ganz schmalen Streifen, dann muss man sich mit anderen Passanten absprechen wer zuerst durch geht. Ich finde es beinahe am angenehmsten wo gar nichts gemacht wird. Auf geschlossener Schneedecke laufe ich persönlich fast lieber als auf diesen halbfreien Rutschpisten.

Normal brauche ich zu der Freundin 15 Minuten oder so… heute über eine halbe Stunde. Bei ihr im Vorgarten lag so viel Schnee, das die Gartentüre fast nicht auf ging.

Bei ihr war ich etwa 2-3 Stunden. In der Zwischenzeit hatte der Schneefall aufgehört und das Thermometer zeigte wieder minus 1 Grad an. Was mich erfreute, denn lieber gefrorener Matsch als diese halbgefrorene Schlempe die sich durch meine Schuhe saugt.

Doch ich hatte heute andere Schuhe an als gestern. Ich hab die ollen Stiefel aus der Tüte die ich für die Altkleidersammlung gerichtet hatte gefischt. Die Dinger hab ich nie gemocht und mit ihnen hab ich einen eleganten Gang wie ein Yeti. Aber egal, sie sind wenigstens dicht.

Der Weg an der Wiese im Schnee

Von der Freundin aus wollte ich nicht, direkt nach hause gehen. Erstens um die Innenstadt zu meiden und zweitens um irgendwie auf mein Schrittziel zu kommen. Um mich selbst zu motivieren hatte ich vorher schon beim Bäckerladen ein süßes Teilchen ,für den Bekannten der dort in der Nähe des Fahrradwegs an der Wiese wohnt, gekauft.

Ich war aber noch unsicher ob ich diese Strecke auf Schnee mit diesen ollen Stiefeln gehen wollte. Das ist übrigens genau die Strecke die ich am Tag 27 gejoggt bin. Aber jetzt lag etwa 30- cm Schnee!

Aber ich ging erst mal Richtung Fahrradweg. Und der Weg war wohl geräumt worden, aber wieder zugeschneit. Aber wenigstens kein glitschiger Matsch. Ich ging in raschen Tempo (Joggen geht nicht mit diesen Stiefeln, und war mir auch zu gefährlich das ich evtl ausrutsche) bis zu dem Bekannten (1.3 km) dort gabs nen heißen Tee und einen Toilettengang und dann wollte ich wieder heim gehen.

Inzwischen dämmerte es und es graupelte ganz fein… Aber der Weg war freier, oder ich den Untergrund besser gewohnt, jedenfalls fiel mir das laufen viel leichter als beim hinweg.

Als ich zur Tüllinger Brücke zurück kam war ich grad richtig schön warm gelaufen und dachte: ich mag jetzt nicht wieder in die Matschige Innenstadt ich will lieber hier weiter laufen. Gedacht getan!

Ich bin an der Wiese entlang bis zur Brücke in Lörrach Stetten (Höhe In Punto)… es wurde langsam dunkel. Und eine dünne Palme lag in Brusthöhe quer über den Weg, während zwei Teenies davor für Fotos posierten. Die eine der Beiden riss an den Ästen und der Baum bewegte sich nicht… also bückte ich mich und ging unten durch. Klar hab ich den Rest der Strecke auf die Bäume geachtet. Aber da wirkte keiner mehr gefährlich.

es dämmert schon. Fahrradweg an der Wiese im Schnee

Ich hab’s geschafft!

Ich bin nicht nur wohl behalten in Stetten angekommen, nein auch von dort wieder nach hause gelaufen. Und somit mein Schrittziel erreicht !!!

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Tag 29 (14.1.2021)

Herzlich willkommen zu meinem Neunundzwanzigsten Eintrag im Lockdown-Tagebuch. Hier berichte ich täglich was ich in meiner „Zwangsfreizeit“ während des harten Lockdowns so alles mache.

Das neue Jahr ist heute schon 14 Tage alt. Die Tage und Wochen fliegen da hin und ich hab das Gefühl ich krieg das gar nicht richtig mit. Diese Woche scheine ich es wenigstens mit den Wochentagen besser auf die Reihe zu bringen als letzte Woche. Da war ich irgendwie orientierungslos. Aber den neuen Kalender habe ich noch immer nicht gebraucht.

Die paar wenigen Termine die ich habe kann ich mir so merken. Außer einem Arzt-Termin und paar Verabredungen zum Spazieren gehen gibt’s ja auch nichts.

Heute haben wir Schnee

Heute hat es in Lörrach den ganzen Tag geschneit 14.1.2021

Als ich heute morgen aufgestanden bin um 7 Uhr hat es noch geregnet doch der Regen ging dann schnell in Schneefall über und es wollte den ganzen Tag über nicht aufhören.

Am Morgen hab ich beinahe 2 Stunden lang nur auf der Couch gesessen und mit dem Handy bei Facebook und Co mir die Zeit vertrieben. Dafür habe ich aber so wie es die Ärztin empfohlen hat schon die Stützstrümpfe angezogen. Schlafanzug und schwarze Stütz-Kniestrümpfe sieht schon witzig aus, aber das ist ja egal. Alleine zuhause auf der Couch sieht mich ja keiner. Wenigsten kriege ich so keine kalten Füße.

Als ich den Schnee sah hab ich mich schon gefragt wie ich bei solchem Wetter auf 10 000 Schritte kommen soll. Den Weg von gestern nochmal zu gehen, die Idee habe ich mir schnell anders überlegt, wegen der Brücke. Aber ich bin echt happy das ich das gestern gemacht habe, da habe ich das Wetter echt sinnvoll genutzt. Heute sah es nicht so gut aus. Ich beschloss erst mal bis mittags zu warten vielleicht hört es ja auf zu schneien und ich kann dann durch weiße Winterlandschaft laufen.

Also verkroch ich mich in meine Küche die in ein Nähzimmer mutiert ist und beschäftigte mich mit der Nähmaschine.

Der Versuch ein Kuscheltier zu nähen, den ich gestern begonnen hatte, der hat mich heute gar nicht gereizt. Irgendwie ist Tierchen nähen wohl nicht so ganz meins. Das Vieh das ein Bär werden soll, sieht im Moment noch aus wie ein Monster. Da ich noch nicht ganz sicher bin ob ich das Ding weiter mache, möchte ich Euch das hier nicht zeigen.

Heute wollte ich was neues probieren! In einer Facebook Gruppe war ich auf einen Beitrag aufmerksam geworden wo jemand eine Tasche und eine Utensilo auch kleinen Stoffresten genäht hat. Die Person beschrieb sie habe einfach nur angefangen die Stücke aneinander zu nähen und die Idee was es wird sei erst währenddessen entstanden.

Ich gebe zu so nähe ich normal nicht. Im Grunde ist doch beim Nähen die Vorbereitung und die Planung das schwierigere und wichtigere. Das ist auch ein Grund warum ich der Meinung bin jedes Kind sollte in der Schule wenigstens mal ein Projekt genäht haben. Um zu lernen wie wichtig planen ist.

Einfach kleine Stücke Stoff zusammen nähen…

Ich habe noch eine Schachtel mit Zuschnitt-Teile für Masken. Da ich aber von zwei Hilfsorganisationen die ich angefragt habe ob sie wirklich noch Masken brauchen können eine negative Antwort erhalten habe, werde ich diese nicht mehr nähen.

Aus diesem Stapel ab ich alles was farblich zusammenpasst raus gesucht und einfach mal los gelegt. Dabei habe ich die Stücke hin und wieder kleiner geschnitten und einfach anders mit anderen Stücken zusammen genäht. Ohne Plan, ohne Vorbild, ohne Vorstellung was es genau wird…

Es wurde ein „freies Patchwork“ oder wie man diese Technik wohl nennen könnte. Ich habe das nicht gegoogelt oder irgendwelche Videos angeguckt. Ich hab einfach nur probiert:

mein erstes „Patchwork“ einfach nur drauf los

Patchwork

Ich hatte mich für grau und gelb entschieden. Inspiriert von dem Stoff mit den gelben Rosen, den ich so schön finde, aber keine Idee mehr hatte was, außer Masken daraus machen. Alle anderen Stoffe waren wirklich kleine Maskenzuschnitte. Von dem Gelben Stoff habe ich noch ein großes Stück. So viel das man damit eine Einfassung und eine Rückseite machen kann.

mein erstes Patchwork Projekt

Auf dem zweiten Bild seht ihr mein Werk von heute Vormittag. An diesem Stück das etwa 45-50 mal 120cm groß ist bin ich etwa 3 Stunden dran gesessen. Wobei man bei dieser Technik nicht ständig an der Maschine sitzt. Nein jede einzelne Naht muss man hinterher um bügeln, sonst klappt das nicht.

Ich habe das Bügelbrett neben dem Küchentisch stehen und nach jedem Arbeitsschritt musste ich aufstehen und erst mal Bügeln. Also ständig Auf und Nieder. Besser für meine Beine als permanent sitzen. Deshalb habe ich mir auch die Zeit genommen und es einfach nur genossen so lange am Stück dran bleiben zu können…

Überraschung zum Mittagessen

Doch dann gegen 12 Uhr wurde ich von einer Freundin überrascht. Sie stand vor der Türe mit zwei Tiefkühlpizzas in der Hand und begrüßte mich mit „Mach den Backofen an!“.

Sie kam genau richtig. Denn ich hatte Hunger aber über die konzentrierte Nährei hatte ich mir noch gar keine Gedanken über das Mittagessen gemacht. Also gab’s Pizza!

Nach dem Essen quasselten wir noch länger bei einer Kanne Tee, aber irgendwann sagte ich ihr „ich muss raus, ich muss laufen“. Spontan wie sie ist beschloss sie mich ein Stück zu begleiten.

Da mittlerer Weile viel Schnee lag, habe ich extra die warmen Stiefel angezogen. Meine Idee war erst mal nach Lörrach Stetten zu laufen, wo ich etwas abgeben musste und von dort aus vielleicht wieder an der Wiese entlang zu meinem Bekannten… so war der Plan. Der aber nichht aufging. Die Stiefel erwiesen sich als schlechte Wahl, ich ging unsicherer als meine Freundin mit ihren beinahe High Heels. Die Sohle hatte auf Schneematsch null Griff und ich eierte unsicher vor mich hin. Außerdem wurden die Schuhe nach kurzer Zeit undicht und ich hatte nasse Füße, die wenigstens von den Stützstrümpfen einigermaßen warm gehalten wurden. Auf eine größere Runde hatte ich so keine Lust.

Wir liefen zurück zu mir und wärmten uns erst mal auf. Meine Strümpfe waren bis dahin beide bis zum Knöchel nass. Trotz allem hab ich noch ein paar Schneebilder gemacht:

Schnee sieht zwar schön aus, aber das hier killt meine Schuhe
Schnee in Lörrach 14.01.2021

Schrittziel nicht erreicht

Mein Schrittziel habe ich heute leider nicht erreicht. Leider konnte meine Handy nur 5600 Schritte zählen…

Hoffentlich ist morgen etwas besseres Wetter, oder ich schaue das ich irgendwo hin komme wo es eine trockene Schneedecke hat. Dieser Schneematsch ist ekelig. Ich will auf jeden Fall morgen mehr laufen!

Ein weiteres Ziel ist das ich mein Patchwork Projekt fertig kriege. Ich Möchte daraus gerne einen Tischläufer für meinen Couchtisch machen.

Vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich wenn Du morgen wieder rein guckst in mein Lockdown Tagebuch.

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Tag 28 (13.1.2021)

Herzlich Willkommen zu meinem 28. Eintrag im Lockdown-Tagebuch. Was das ist brauche ich wohl nicht mehr zu erklären. Für mich ist es seit 28 Tagen ein fester Bestandteil meines Alltags… ähm ja… so langsam wird der Ausnahmezustand zum Alltag. Geht das Dir auch so?

Das ungewöhnlich lange Nixtun und viel zu wenig bewegen fordert bei mir leider schon Tribut. Meine Venen mögen das viele rumsitzen absolut nicht und ich war heute deshalb beim Arzt.

Noch ist es keine Venenentzündung, aber ich muss nun kräftig gegensteuern das es nicht noch viel schlimmer wird. Das heißt ab sofort permanent Stützstrümpfe tragen. So wie es viele Menschen auf langen Flugreisen machen, so muss ich das jetzt zuhause auf der Couch machen. Kein erhebender Gedanke.

Außerdem soll ich so viel wie möglich laufen! Auf die Idee bin ich auch schon alleine gekommen. Und mein Ziel 10 000 Schritte am Tag ist nun auch „medizinisch notwendig“. Diesmal nicht so lustig gemeint wie in meinem Artikel von Gestern.

Wie versprochen ein neues Nähprojekt

Äh nein, wenn man es genau betrachtet ist es nicht neu. Denn diese Tasche habe ich in den ersten Tagen in dieser Wohnung auf dem Balkon gehäkelt. Das weis ich noch ganz genau. Weil es ja so etwas besonderes war. Vorher hatte ich keinen Balkon gehabt. Im Sommer 2011 habe ich aus hellblauen Baumwollgarn, das ich irgendwo reduziert gekauft hatte frei Schnauze diese Tasche gehäkelt.

Nach dem Umzug beim Auspacken der Kleidung war mir diese hellblaue Bluse aus pflegeleichtem Crash-Satin in die Hand gefallen und ich hab mich erst geärgert das ich sie überhaupt noch in die neue Wohnung mitgenommen hab, denn sie passte schon längst nicht mehr. Aber ich hab diese Bluse geliebt. Sie war so schön pflegeleicht, und war sehr chic mit ihrer Schnürung vorne. Dann fiel mir auf das sie ja genau die gleiche Farbe hat wie das was ich gerade häkle. Also packte ich die Bluse zu den Häkelsachen, weil ich vor hatte aus ihr ein Futter für diese Tasche zu nähen…

Das war 2011 ! Seit dem steckte die Häkelarbeit mit der Bluse in einer Tüte. Heute habe ich nun endlich das ausgeführt was ich schon seit 10 Jahren geplant hatte. Ich habe die Bluse zerschnitten und ein Futter für das Täschchen genäht! Endlich!

upcycling: eine Bluse wurde zum Futter dieser Tasche

Der Stoff der Bluse war sehr weich und fließend. Wie Futterstoff eben. Aber eher weniger geeignet für den Träger. Deshalb habe ich dafür die stabilste Stelle der Bluse genommen. Die Verschluss-Leiste. Die Bluse hatte keine Knöpfe sondern eine dekorative Schnürung. Leider habe ich kein Bild mehr wie sie mal aussah. Aus der Kante mit den Ösen für die Schnürung habe ich den Träger genäht, das Band wurde in die Häkelei eingefädelt und bildet jetzt die Schleife.

Laufen ist die beste Medizin!

Die Ärztin riet mir „Laufen, Laufen,Laufen“, das sei das beste um meine Venen zu unterstützen. Und dann machte sie noch so ne Bemerkung… „ich bin sicher sie schaffen sich Ziele“ … man könnte beinahe meinen sie hat meinen Blog gelesen.

Als ich die Arztpraxis verlassen hab war ich sehr nachdenklich und eigentlich nicht so gut drauf. Aber ich lief einfach mal drauf los, nach hause wollte ich nicht. Denn wenn ich mal dort bin das fällt es mir schwerer wieder los zu gehen. Also lief ich einfach drauf los. Ich wusste nicht wo ich hin wollte. Fand aber ich geh jetzt einfach mal paar Straßen lang, die ich noch nicht kenne.

Ich beschloss bis 12 Uhr mindestens in die gleiche Richtung zu gehen und erst dann den Rückweg einzuschlagen. Doch dann kreuzten Leute mit Hunden meinen Weg die einen steilen geteerten Weg hoch gingen. Ich hatte das für eine Zufahrt zu einer Firma oder so etwas gehalten, doch wenn die da hoch gehen und mir nicht gleich wieder entgegen kommen, dann muss der Weg ja irgendwo hin führen.

Der Weg führte an den Waldrand und bald war er auf dem Niveau der Autobahn, ging aber immer noch Bergauf. Von hier hatte man sogar ne tolle Aussicht. Genau jetzt blinzelte die Sonne zwischen den grauen Wolken hervor.

Und dann sah ich die Fußgängerbrücke über die Autobahn. Also von unten von der Autobahn aus hab ich sie schon oft gesehen, aber hier war ich noch nie!

Fußgängerbrücke über die Autobahn A98

Der geteerte Weg geht geradeaus weiter, und die nächsten Tage und Wochen werde ich sicher noch heraus finden wohin. Doch heute bin ich über die Brücke gegangen. Was allerdings etwas gruselig war. Nicht wegen der Autos und LKWs die unter einem hindurch rasen. Nein die Brücke war noch etwas vereist. Der Schnee der letzten Tage ist zwar überall sonst weg getaut, aber der Frost hat die Brückenkonstruktion noch voll im Griff.

Nach der Brücke gabelt sich der Weg. Ich wusste zwar nicht genau wo ich raus komme aber vermutete das ich eher links Richtung zuhause gehe.

Dort kommt man erst mal in einen kleinen Laubwald. Schöne Strecke. Und dann kam ich bei dem Parkplatz hinter der DH-BW heraus.

Duale Hochschule Baden-Württemberg

Ich wusste zwar das es sowas in Lörrach gibt, hatte aber keine Vorstellung davon wie groß das ist. Laut Webseite studieren dort momentan 34 000 Menschen. Weiter Informationen unter Unsere Hochschule.

Ich war beeindruckt von der Größe des Geländes und er Vielzahl der Gebäude. Der Gesamte Campus schmiegt sich an den Hang und ist von der Stadt aus nicht zu sehen. Ich dachte echt hier in der Gegend seien nur Wohnhäuser, das hier Platz für solche Gebäude ist habe ich nicht geahnt. Ich stelle immer wieder Fest, Lörrach ist viel größer als ich immer dachte.

Futuristische Gebäude der DHBW

Die meisten Gebäude scheinen recht neu zu sein. Kein Wunder denn diese Hochschule gibt es in dieser Form erst seit 2009. Ich hätte sicher noch mehr interessante Details entdecken können. Aber es Standen an der Straße mehrere Hinweisschilder das wegen Corona der Aufenthalt von nicht befugten Personen untersagt ist. Deshalb bin ich gar nicht stehen geblieben. Ich finde solche Verbote sollte man angesichts der Situation beachten und sich nicht länger aufhalten als notwendig.

Da ich sehr spontan und planlos los gegangen bin, habe ich versäumt nachzugucken wie weit die Strecke genau war. Ich werde diese Tour in den kommenden Tagen nochmal machen und dann genauer beschreiben.

Ich plane einen Blogpost über interessante Spaziergänge in Lörrach, denn, unterwegs ist das Ziel…

Vielen Dank für Deinen Besuch und ich hoffe Du schaust wieder rein in mein Lockdown-Tagebuch.

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Tag 27 (12.1.2021)

Herzlich willkommen zu meinem 27 Eintrag im Lockdown-Tagebuch.

Heute war ein düsterer Regentag. Ich bin echt froh das ich den Sonnenschein gestern ausgenutzt habe und im Wald war. Heute hätten mich dort keine 10 Pferde hin gebracht. Bei diesem Regen und Temperaturen knapp über Null ist es dort sicher extrem matschig. Wenn Du meinen Artikel von gestern noch nicht gelesen und angeguckt hast, dann mach ruhig, es gibt dort auch ein paar schöne Fotos.

Fotos habe ich heute keine gemacht. Es war den ganzen Tag gar nicht richtig hell und es hat auch fast ständig geregnet.

Was habe ich heute gemacht?

Ich habe wieder 4 Paar Handstulpen genäht. Irgendwie ist das so die Stückzahl, danach mag ich nicht mehr länger sitzen. Dann muss ich etwas anderes, am liebsten mit Bewegung tun.

Massage

Ich habe heute eine professionelle Massage erhalten. Und wenn Du Dich fragst wie das mitten im Lockdown funktioniert, durchaus verständlich.

Eine Freundin ist gelernte Physiotherapeutin und Masseurin aber nicht mehr in diesen Berufen tätig. Um nicht alles zu verlernen massiert sie hin und wieder willige Freunde. Da ich kürzlich wieder leichte Beschwerden im Nacken/Schulterbereich hatte, habe ich einen Termin mit ihr gemacht. Aber wenn wir uns Treffen gibt es immer erst mal ein Kaffeekränzchen. Und wir reden viel mehr als das massiert wird. Aber auch das ist mal notwendig. Sie ist wie ich ein sehr kommunikativer Mensch der leidet wenn er zu lange mit keinem Menschen spricht.

So haben wir beide erst mal unseren Gesprächsbedarf gedeckt. Und dieses halte ich bei uns beiden für „medizinisch notwendig“!

Die Freundin hat sich übrigens mehrere Paare Handstulpen ausgesucht, wir haben sozusagen ein Tauschgeschäft gemacht. Stulpen gegen Massage. Finde ich klasse.

Gehen oder Joggen trotz Regen

Für das Kaffeekränzchen habe ich im nahen Bäckerladen ein paar süße Teile besorgt. Und noch ein einzeln Verpacktes extra… weil ich dieses vielleicht einem Bekannten bringen wollte. Aber das Wetter war alles andere als einladend, aber wenigstens nicht mehr so kalt wie gestern.

Als ich die Freundin nach der Massage verließ hat es schon gedämmert, denn nach der Massage gab es noch einen Tee und noch mehr Gespräch, und ich bin dort viel später weg als ich geplant hatte.

Was mach ich nun? geht ich noch zu dem Bekannten der 1.5 km entfernt wohnt oder nicht? Bin ich von dort zurück bevor es ganz dunkel ist?

Ich entschloss mich es zu versuchen. Der Fußweg zu diesem Bekannten führt an der Wiese (Fluss) entlang. Ein angenehmer Spazierweg wenn es nicht gerade so regnet wie heute und gleich dunkel wird.

Ich hatte diese große Tasche dabei mit bestimmt 20 paar Handstulpen, damit sich die Freundin welche aussuchen konnte. Und die hielt mich davon ab einfach los zu joggen. Doch dann nahm ich den langen Henkel der Einkaufstasche und legte ihn in den Nacken. Schwer ist die Tasche ja nicht, nur sperrig und stört in der Hand. Aber so hing sie nun vor meiner Brust.

Das sah bestimmt etwas bescheuert aus, war mir aber egal. Bei diesem Wetter ist sowieso kaum jemand unterwegs, und wenn dann sieht er in Regenklamotten genauso bescheuert aus. Ab der Tüllinger Brücke lief ich los!

Zwar in einem sehr langsamen Jogging-schritt, denn mit Winterjacke kann man nicht ganz so powern. Aber hey! Ich habe es bis zum Haus meines Bekannten durchgehalten !!!

Stolz wie Harry kam ich an!

Natürlich erzählte ich dem Bekannten von meinem „Workout“ was ihn aber nicht sehr beeindruckte, denn die Strecke ist eine Typische Joggingstrecke und für ihn ist das als wenn da jeder mal eben hin und her rennt.

Aber jetzt mal ein kleiner Vergleich, dieser Mensch wohnt ganz in der Nähe dieser Strecke, ist ein Jahr jünger wie ich und fühlt sich momentan aufgrund verschiedener Beschwerden nicht in der Lage von ihm bis zur Tüllinger Brücke zu laufen!

Also bin ich meinem Gott Jesus Christus zu tiefst dankbar das ich so gesund bin das ich solche Strecken mal eben joggen kann.

und wieder zurück

Lange quatschen konnten wir nicht, denn ich wollte ja vor der Dunkelheit zuhause sein. Der Weg dort an der Wiese ist im Dunkeln echt nicht angenehm, da nicht beleuchtet. Also machte ich mich schnell wieder auf die Socken.

Wieder kalt, nass und fast dunkel… Was macht Uschi??? Joggen!

Das ist die Aufzeichnung der Samsung S-Health App, die übigens auf allen Samsung Smartphones vorinstalliert ist. Die beiden Bilder ähneln sich sehr, aber wenn man genauer hin sieht, sieht man das ich nicht zweimal das gleiche zeige.

Ich habe es also geschafft den Weg an der Wiese wieder bis zur Tüllinger Brücke zu joggen. Eines meiner Ziele ist jetzt diese beiden Strecken hin und zurück am Stück zu schaffen. Das packe ich auch noch, wenn ich weniger Gepäck dabei habe…

Kochen

Nun muss ich aber für heute zum Schluss kommen, denn ich habe eine Hühnersuppe auf dem Herd. Ich denke das diese jetzt bald fertig ist.

Für morgen habe ich vor noch mehr zu laufen und zu gehen wie heute. Heute waren es:

Morgen möchte ich mindestens genauso viele Schritte machen. Weil ich merke das zu wenig Bewegung mir nicht gut tut.

Und ich verspreche Euch morgen gibt wieder schöne Fotos. Entweder von irgendwas, was ich unterwegs entdeckt habe, oder von etwas neuem genähtem. Ich verspreche keine Handstulpen.

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Tag 25 ( Sonntag 10.1.)

Herzlich willkommen zu meinem 25 Tag im Lockdown-Tagebuch. Hier möchte ich Euch davon berichten was ich heute am 25. Tag alles gemacht habe. Denn an Arbeiten ist ja nach wie vor nicht zu denken.

Wäre der Lockdown nicht verlängert worden, wäre morgen mein erster Arbeitstag dieses Jahr. Aber es sind ja alle Maßnahmen bis 31.1. verlängert worden. Das heißt diesen Monat werde ich nix mehr arbeiten. So lange frei am Stück hatte ich noch nie. Außer damals bei meinem gebrochenen Fuß. Und tatsächlich fühlt sich die momentane Situation auch eher so wie Krankheit an als wie Freizeit. Dennoch versuche ich das beste daraus zu machen!

Heute war Sonn-Tag

Heute war ein Sonntag, aber auch ein Sonnen-Tag. Zumindest hier in Lörrach lachte schon früh die Sonne aber es war auch klirrend kalt. Die Tiefsttemperatur heute Nacht lag um ich 10 Grad minus und heute morgen gegen 8 Uhr waren es immer noch Minus 7.

Trotzdem hatte ich mich mit einer Freundin zum Spaziergang bzw. Mini-Wanderung auf den Salzert verabredet.

Ich nenne es Wanderung weil wir beide einen Rucksack mit kleinem Imbiss und heißen Tee dabei hatten.

Wanderung zum Salzert

Der Weg führte uns vom Rosenfelspark, vorbei am alten Jüdischen Friedhof in den Wald. Nur das erste Stück ist es etwas steil, aber nicht so das man Angst haben muss auf dem gefrorenen Laub auszurutschen. Zum Teil gingen wir auf dem Waldlehrpfad, der eigentlich ein Rundweg ist. Und da kommt mir die Idee das ich diesen ja mal gehen und darüber schreiben kann. Also wieder ein neues Ziel für die kommenden Tage.

Waldspaziergang im Winter

Obwohl wir erst um 12 Uhr los gegangen sind, gingen wir das erste Stück noch im Schatten des Berges doch schon bald begleiteten uns die wärmenden strahlen der Sonne.

diese Bank bekommt gerade ihr ersten Sonnenstrahlen, hier wollten wir noch nicht Pause machen.

Nach nur etwa 45 Minuten waren wir schon fast bei den ersten Häusern. In der Nähe des kleinen Fußballfelds. Hier Kreuzen sich mehrere Wege und eine noch sonnigere Bank lud uns zu einer kleinen Teepause. Dank eines mitgebrachten Stuhlkissens konnten wir auch abwechselnd sitzen. Während wir dort Pause machten sind bestimmt 20 Leute vorbei gekommen, der Weg scheint beliebt zu sein. Also zumindest Sonntags braucht man dort nicht Angst zu haben das einen niemand findet wenn was passiert. Aber es war nicht so viel los das es einen nervt, gar nicht.

Auf dem Salzert

Der Stadteil „Salzert“ oder „auf dem Salzert“ ist eine Art Trabantensiedlung die erst 1963 gegründet wurde und die meisten Gebäude dort stammen aus den 70er und 80er Jahren. Hier befinden sich sowohl Hochhäuser des Sozialen Wohnbaus, als auch viele kleine Einfamilienhäuser. Es gibt eine Grundschule und einen Kindergarten und ein kleines „mini-Zentrum“ mit Bäckerladen und Pizzaria. Ein größeres Lebensmittelgeschäft gibt es allerdings nicht.

Für mich und meine Begleitung war der Salzert deshalb ein Ziel, weil wir mehre dort wohnende „Chror-Kollegen“ besuchen wollten. Einer unserer Mitsänger hatte heute Geburtstag und ihn wollten wir überraschen.

Unser Chor hatte bis März auf dem Salzert regelmäßig geprobt. Seit dem durften wir uns nicht mehr zum singen treffen und viele von den lieb gewonnen Mitsängern hat man fast genauso lange nicht mehr gesehen.

Auf dem Salzert angekommen suchten wir zuerst das Haus des Geburtstagskindes, welcher im Südlicheren Teil wohnt, von dort aus hat man eine tolle Aussicht.

Aussicht vom Salzert aus. In der Mitte der Schnee bedeckte Blauen

Als wir unangekündigt klingelten öffnete das Geburtstagskind die Türe und wir Zwei stimmten auf der Treppe vor dem Haus ein „Happy Birthday“ an. Er hat sich über die Überraschung sehr gefreut. Es wurden zwei Kleinigkeiten als Geschenk überreicht, alles mit ausreichenden Abstand und „fühl Dich geknuddelt“. Seine Frau eilte mit der Kamera herbei und dokumentierte unseren Besuch, auch alles mit Abstand vor der Haustüre und nach ein paar Minuten zogen wir weiter.

In einem der Wohnblöcke für die der Salzert bekannt ist, statteten wir einer unseren ältesten Sängerinnen einen Kurzbesuch ab, auch ohne Berührung und nur mit Schwätzchen im Treppenhaus. Aber sie hat sich sehr darüber gefreut!

Weiter ging es zu 3 Weiteren Block-Bewohnern wovon zwei nicht zuhause waren, kein wunder bei diesem schönen Wetter mitten am Nachmittag.

Zwischen den Blocks in der Sonne auf einer Holzbank machten wir noch einmal eine Teepause. Meine Begleitung ist Diabetikerin und muss regelmäßig kontrollieren und dann spritzen und/oder essen. Aber da zwischen den Häusern konnte man es echt in der Sonne im aushalten.

und zurück

Ich glaube es war schon fast 15 Uhr dann haben wir uns auf den Weg nach unten, also nach Lörrach Innenstadt gemacht.

Wir genossen den Weg denn wir gingen die meiste Zeit am Waldrand der Sonne entgegen. Es war echt schön! So gefällt mir der Winter, kalt aber sonnig.

Kurz vor Sonnenuntergang kamen wir dann bei mir zuhause an. Viel länger wollten wir auch gar nicht unterwegs sein. Ein Blick auf meine S-Health App hat mich fast etwas enttäuscht, ich hätte gedacht das es viel mehr gewesen ist.

nur 8.5 km aber gefühlt eine Tageswanderung

Laut der App sind wir nur 2.30 Stunden wirklich gelaufen, die restliche Zeit haben wir Pause gemacht oder Schwätzchen gehalten. Dennoch ziehe ich ein absolut positives Fazit. Es war ein sehr schöner Sonn-Tag!

Sonntag

Zum Sonntag gehört für mich auch irgendwie ein Gottesdienstbesuch, doch das ist ja in der Augenblicklichen Situation auch nicht möglich. Doch dank moderner Technik und YouTube konnte ich mir die Predigt von Heute später ansehen. Das Thema war heute wieder interessant es ging um „Die Beste Frage des Jahres“. Wenn Du ein paar Minuten Zeit und Muße hast, dann folge dem Link und höre es Dir einfach mal an.

Ich werde mich jetzt etwas intensiver mit meiner Gesichtshaut befassen, denn meine Backen sind etwas heiß und rosa… hab ich vielleicht ein bissel mehr Sonne abgekriegt als ich vertrage? Wer denkt schon im Januar an Lichtschutzfaktor…

Vielen Dank fürs Lesen und ich freue mich wenn Du morgen wieder rein schaust in mein Lockdown-Tagebuch.

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Allgemein Lockdown-Tagebuch

Lockdown-Tagebuch Tag 21 ( 6.1.)

Herzlich willkommen zum einundzwanzigsten Eintrag in meinem Lockdown-Tagebuch. Und wie es aussieht werde ich das hier noch mindestens 25 Tage weiter machen… wir haben also noch nicht mal Halbzeit.

Heute war hier bei uns in Baden-Württemberg Feiertag. Der 6. Januar ist immer einer der verwirr- Feiertage, ein Teil der Länder hat Feiertag die anderen nicht, keiner weis mehr wirklich genau wer offen hat und wer nicht… Aber das ist dieses Jahr sowieso Wurst. Die Läden haben den ganzen Monat nicht offen. Die halbe Wirtschaft ist noch den ganzen Monat im Lockdown heruntergefahren. Arbeiten tut nur noch ein Teil der Bevölkerung. Und die Gesellschaft teilt sich immer mehr in zwei Lager: Die die zu viel Zeit und oft auch Langeweile haben und die, die normal weiter arbeiten und von den anderen „chillern“ eher noch mehr gestresst werden.

Ich will keine Langeweile haben!

Ich will mich nicht unnötig langweilen und suche deshalb permanent nach sinnvollen Aufgaben mit denen ich meine Zeit füllen kann. Momentan habe ich da das Nähen entdeckt und ich arbeite mich momentan durch meinen über die letzten Jahre angehäuften Stoff-Vorrat, den ich merklich abbauen möchte.

Sehr viel habe ich davon heute allerdings nicht „weggeschafft“. Soll heißen keine großen Mengen. Ich hab heute effektiv nur kleine Stoffstückchen verarbeitet.

Stoffherzen aus unterschiedlichen Materialien

Entstanden sind heute nur diese kleinen Herzen am Bändel aus unterschiedlichen Musterstücken und einem Rest Jeans.

GPS-Tacker für Antonio

Antonio ist ein junger Kater der erst seit wenigen Wochen bei seiner Katzenmama lebt. Diese Katzenmama ist schwertbehindert, sitzt in einem elektrischen Rollstuhl und kann fast nichts ohne ihre 24h Pflegekraft tun. Sie hat schon immer eine Katze gehabt, das ist für sie ein Familienmitglied. Ihre letzten beiden Katzen sind beide auf sehr mysteriöse Weise verschwunden. Da in der Gegend nicht viele Autos fahren und alle Nachbarn das Tier kannten, wird von Diebstahl oder sogar Mord der Katze ausgegangen.

Damit das diesmal nicht wieder passiert haben wir Freunde der Katzenmama uns zusammengetan und beschlossen für ein GPS-Halsband für Katzen für sie zusammenzulegen. So ein Halsband ist teuer und mit Folgekosten für das GPS-Tracking verbunden. Beides kann sich die Katzenmama nicht leisten!

Gestern Abend hatte ich noch einen längeren Chat mit Freunden aus der Nino de Angelo-Fangemeinschaft (ja sowas gibts). Wir überlegten wie wir es organisieren könnten. Die Idee war das wir zusammenlegen wollen um der oben genannten Katzenmama einen GPS-Tacker für ihren jungen Kater zu ermöglichen.

Zwei Personen hatten gleich ihre Bereitschaft gezeigt einen dreistelligen Geldbetrag zu geben, aber eben nicht alles. Einige von den anderen waren bereit etwas dazu zu geben… aber wie organisieren?

Da kam mir die Idee mit Paypal, man müsste einfach ein spezielles Konto dafür einrichten und alle anderen können per Paypal ihren beliebigen Anteil dazu beisteuern. Die Idee fand anklang bei den anderen… aber wer macht das?

Bei Paypal gibt es die Funktion „Moneypool“ anlegen. Dabei legt man ein Konto für einen speziellen Zweck fest und beliebig viele dazu eingeladenen Personen können Geld darauf einzahlen.

Das ist genau was wir brauchten. Da zwei der Initiatoren nicht so fit mit Paypal sind erklärte ich mich bereit diesen Moneypool einzurichten und zu verwalten. Okay ich musste mich da auch erst rein fuchsen, aber schwierig ist es echt nicht. So habe ich gestern Abend den Moneypool „GPS für Antonio“ eingerichtet und den Link dazu kommuniziert:

unter Diesem Link wird nun Geld seit gestern Abend Geld für dieses Projekt gesammelt. Okay wir wussten vorher das ein oder zwei Leute nen rechten Batzen geben wollten, aber das in so kurzer Zeit so viel Geld zusammen gekommen ist überrascht uns alle.

Wir haben beschlossen die Sammlung noch bis zum 14.2. laufen zu lassen. Alles was mehr ist als das Halsband und das zugehörige Abonnements des Services für 2 Jahr, zusammen kommt, als Tierarzt und Futterspende der Katzenmama zukommen zu lassen.

Antonio hat bei ihr ein sehr gutes Leben, eine EG-Wohnung mit viel Freilauf und eine Dosenöffner Familie die aus 1.5 Personen besteht die alles für ihn tun. Dabei ist die jeweilige Pflegekraft als die 1 an zu sehen und die Katzenmama im Rollstuhl, sie ist die halbe Person mit einem Herz für 3…

Wenn Du ein Katzenfreund bist und in dieser Situation, wo vermutlich einer der Nachbarn die Vorgänger Tiere irgendwo eingesperrt oder umgebracht hat, helfen willst, dann darfst Du Dich gerne beteiligen. Dies ist auch anonym möglich.

Jahreskonferenz von „Christen im Beruf“

Einmal im Jahr, am 6.1. findet die jährliche Gesamtkonferenz von „Christen im Beruf“ statt. Die letzten Jahre hat es irgendwie nie geklappt das ich zu dieser Veranstaltung mit fahre, obwohl sie bisher meist in Denkendorf bei Stuttgart stattfand. Interessiert hatte es mich allerdings schon, da ich die kleinen regionalen Veranstaltungen immer sehr schön fand. Dieses Jahr fand die Veranstaltung ganz ohne Publikum per YouTube statt.

Die Veranstaltung ging über den ganzen Tag, aber ich habe mir nur den ersten der Vorträge angehört. Nicht das der Sprecher nicht gut gewesen wäre… aber ich mochte einfach nicht mehr länger nur vor dem Rechner sitzen und zuhören. Nach dem ersten Vortrag um etwa 12 Uhr musste ich unbedingt irgendwas machen und hab mich an die Nähmaschine gesetzt.

Sehr lange habe ich es an der Nähmaschine aber auch nicht ausgehalten und gegen 14:30 bin ich dann endlich raus. Heute hat es fast den ganzen Tag geschneit. Zwar blieb es auf den Straßen und Gehwegen noch nicht liegen aber alles andere war schön weiß.

Spaziergang im Schnee

Sehr weit bin ich nicht gekommen, beim ersten Schnee muss ich immer Bilder machen… hier im Aichelepark.

Das alte Waschhaus in Lörrach

Mein Spaziergang führte mich vorbei am alten Waschhaus über das dich schon einmal geschrieben habe. Faszinieren wie verändert diese Orte bei Schnee aussehen…

auch diesen Blickwinkel habe ich schon mal bei anderem Wetter fotografiert

Wenn Du magst kannst Du die Bilder mit denen von „Spaziergang mitten in Lörrach vorbei am alten Waschhaus“ vergleichen.

Vielen Dank für Deinen Besuch und ich hoffe Du schaust morgen wieder hier rein.

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Allgemein Gedanken Lockdown-Tagebuch Nähen

Lockdown-Tagebuch Tag 20 ( 5.1.)

Herzlich willkommen zu meinem 20sten Beitrag im Lockdown Tagebuch. Wie es aussieht werde ich dieses Tagebuch noch bis Ende Januar fortführen. Na dann bin ich gespannt welche Ideen mir denn da so kommen.

Was ich heute gemacht habe

Heute habe ich bis etwa 8 Uhr geschlafen, irgendwie werde ich dann wach wenn es hell wird. Obwohl ich die Rollläden im Schlafzimmer immer ganz unten habe. An der Geräuschkulisse draußen kann es kaum liegen, denn momentan ist es morgens sehr ruhig, wenig Passanten und viel weniger Autos als gewöhnlich. Nur der Bus fährt wie gewohnt. Ich habe den Eindruck der hält momentan an der Haltestelle direkt vor meine Türe einfach nur um den Fahrplan einzuhalten und es steigen selten Leute ein und aus.

Eigentlich höre ich den Bus gar nicht mehr bewusst. Nur wenn er ungewöhnlich lange an einer Stelle brummt.

Beim ersten Kaffee ist mir dann aber ein Brummen aufgefallen, das war nicht der Bus. Es war der Müllwagen der die gelben Säcke holt… super, ich hatte vergessen die Säcke rechtzeitig vor die Türe zu stellen. Naja dann muss ich sie halt bis zum nächsten Mal im Keller lagern.

Nähprojekte?

Bevor ich an die Nähmaschine gehen wollte, hab ich nochmal eines der Schrankfächer mit Stoff gesichtet. Ach was! Ich hab alles heraus gerissen und auf dem Boden verteilt. Boah da kam so vieles zum Vorschein das ich schon lange lange vergessen hatte.

Im übrigen auch die Bedienungsanleitung von meiner Nähmaschine, mit dem Kaufbeleg vom August 2010. Mit der Anleitung werde ich mich morgen nochmal in Ruhe auseinander setzen vielleicht finde ich noch paar coole Sachen die ich mir der Maschine machen kann.

Eine von diesen tollen Funktionen die ich bisher noch nie genutzt habe ist ein Stich, der eine gerade Naht und ein Zickzack daneben mit einem Mal macht. Super praktisch, aber ich hab das bisher einfach nicht gewusst das die Maschine das kann.

Unter den ganzen Stoffresten sind auch viele größere Mengen, die für Kleidungsstücke für mich ausreichen würden. An einem hatte ich sogar schon irgendwas vorgesteckt, aber ich kann mich echt nicht mehr erinnern was ich da machen wollte…

Andere Stoffe kann ich mich noch ganz genau erinner was ich mir gedacht habe als ich sie gekauft habe. Schon eigenartig wie sich das Gedächtnis manchmal verhält.

Ich habe als erstes mal so viel wie möglich von diesen Vorhangstoff-Coupon-Resten zu verarbeiten. Das Zeug soll jetzt entweder seine Bestimmung finden oder dann doch endlich im Müll landen. Ich packe diese Sachen also NICHT nochmal in den Schrank.

In diesem letzten Schrankfach hab ich zu meiner Überraschung auch noch einiges an Baumwollstoff gefunden, dabei dachte ich ich hätte beim ersten Shut-Down alles „maskenfähiges“ raus gesucht. Dieses Fach habe ich wohl komplett übersehen.

Alles was Baumwolle ist, soll jetzt auch verarbeitet werden! ich habe in einer Nähgruppe im Facebook einen Aufruf gesehen das es immer noch Einrichtungen gibt die zu Spenden von Alltagsmasken aufrufen. Diese sollen an Obdachlose verteilt werden. Mein Ziel ist es nun in den Kommenden Tagen eine Schachtel voll Masken zu nähen und diese an einer der Adressen zu senden. Logisch habe ich kein Interesse 5 oder 10 Masken zu verschicken ich peile da schon eher die 40-50 Stück an. Mals sehen ob ich das schaffe. Gummiband und Jerseyband für diese Menge habe ich noch. Solche Mengen habe ich schon mehrfach „abgeliefert“ siehe auch „Masken Nähen für Seniorenheim und Co“.

Was ich heute genäht habe:

Geschenksäckchen in sommerlich bunten Farben

Heute sind diese unterschiedlich großen Geschenksäckchen entstanden. Diese sind ohne Zugband. So das man sie nicht wie die von vorgestern wie einen Sack zusammen zieht, sondern sie wie hier das Päckchen oben rechts, einschlägt. In dem Päckchen befindet sich übrigens eine Vakuumverpackung mit 500gr Kaffee als Größen Maßstab.

Ich hab einfach mal angefangen alles fröhlich bunte zu Beuteln zu verarbeiten. Für Taschen oder Deko-Gegenstände sind diese Stoffreste irgendwie zu bunt.

Hurra es kommt Besuch!

Da hat sich eine Bekannte, die ich aus unserer Gemeinde kenne angekündigt das sie auf einen Kaffee vorbei kommt. Ich hab mich da richtig drauf gefreut, hurra es kommt Besuch.

Aber mein Wohnzimmerboden war noch eine Stoffrest-Wühlfäche und meine Küche übersät mit Fusseln und Fäden von meinen Näheskapaden der letzten Tage. Also musste ich endlich mal wieder aufräumen und putzen.

Ähm ja, wenn ihr meine Artikel aufmerksam gelesen habt, ich hab seit dem 24.12. eigentlich nicht mehr groß geputzt. Ich wollte vor der Bekannten dann doch lieber keinen verwahrlosten Eindruck machen und so stürzte ich mich in die Hausarbeit. Und hey… ich hab sogar noch ne Maschine Wäsche zusammen gesammelt und laufen lassen.

Und dann hab ich noch gemerkt das der Kaffee leer ist… Jemanden zum Kaffee einladen und dann nix da haben ist peinlich, also bin ich schnell in den nahen Lebensmittelmarkt. Dort habe ich jedoch nicht nur Kaffee geholt sondern gleich richtig eingekauft. (mit Einkaufszettel!)

Ich bin um 14:03 Uhr los gegangen und war um 14:23 wieder in der Wohnung. Mir kann also keiner vorwerfen das ich mich unnötig lange in Lebensmittelläden aufhalte!

Das Kaffeekränzchen mit der Bekannten war sehr schön. Da sie auch näht, wollte sie natürlich sehen was ich die Tage so alles gezaubert habe. Und mein Stoff-Vorrat fand sie interessant…

nur ein Teil meines „Stofflagers“

Diese Kiste habe ich vor Weihnachten zusammengepackt als ich die Nähzimmer-Spuren aus meiner Küche entfernen wollte. Damit sie aus dem Weg ist hab ich sie auf den Schrank gestellt… also sie ist soo schwer, das ich die Schachten beinahe ohne Hilfe nicht herunter bekommen hätte! Und darin sind nur die dehnbaren Stoffe…

Das ist zuviel!

Und deshalb beschließe ich jetzt das ich auch diesen Stoffberg bis Ende Januar merklich ab bauen will!

Ich hab genug Material und Zeit und an Ideen mangelt es mir auch nicht… also ran an die Maschine!

Das einzige was die nächsten Wochen knapp werden könnte ist Faden. Gerade Schwarz habe ich nicht mehr sehr viel… also falls mir jemand ein kleines Mitbringsel machen möchte… Schwarzer oder dunkelgrauer Polyester-faden ist sehr willkommen. 😉

Habe ich die Nachrichten richtig verstanden? Soll unser Bewegungsradius auf 15km begrenzt werden?

Also wenn dem so ist, dann werde ich mir in Ruhe mal die Karte ansehen und gucken was so alles innerhalb meines 15km Radius ist. Und genau diese Orte aufsuchen… denn… unterwegs ist das ziel…

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Allgemein Lockdown-Tagebuch Nähen

Lockdown-Tagebuch Tag 19 ( 4.1.)

Herzlich willkommen zum 19.Tag in meinem Lockdown-Tagebuch. Ich muss mich beim Schreiben etwas beeilen, denn ich fange jetzt um kurz nach 20 Uhr erst damit an. Die vergangenen Tage habe ich meistens 1.5 -2 Stunden an einem Artikel geschrieben. Ich möchte Euch nicht bis 22 Uhr warten lassen also versuche ich diesmal etwas schnell zu sein.

Heute Vormittag hatte ich noch immer meinen Näh-Flow. Wer von Euch meine genähten Werke von gestern noch nicht gesehen hat sollte mal gucken gehen, es lohnt sich.

Gleich nach dem Frühstück hab ich mich hin gesetzt und konzentriert zwei Kissenhüllen für die zwei Füllungen die mir gestern in die Hand gefallen waren genäht. Ich hatte sie aus dem Schrank gebuddelt, weil ich die Kissen für meine Nichten fotografieren wollten und stellte fest… die sind gar nicht 40×40 sondern kleiner! Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung wie ich zu Kissenfüllungen in 35×35 cm komme. Ich war der Meinung ich hätte nur 40er.

Aber wenn man näht ist so ein Sondermaß kein Problem. Der fröhlich geblümte Stoff ist auch ein Gardinen-Rest und er hat genau nur für die beiden Kissen gereicht.

zwei frühlingshafte Kissenhüllen

Was ich mit den Kissen genau mache, weiß ich ehrlich gesagt noch nicht genau. Wenn Sich jemand von Euch in sie verliebt, melde Dich bei mir, vielleicht tauschen wir sie gegen ein Mittagessen oder sowas.

Das Thema Tasche lässt mich nicht los

Diesen tollen Rosenstoff habe ich auch beim aufräumen gefunden. Ich hatte sogar schon ein Schnittmuster aufgesteckt, aber schon seit mindestens 3 Jahren und heute hab ich entschieden das nun doch etwas anderes daraus wird!

Ich wollte wieder eine Tasche probieren. Dabei habe ich ein paar Details die mir an der Tasche von gestern noch nicht so gefallen verändert und ich hab mir echt mehr mühe gegeben.

Also richtig klassisch mit vor bügeln und vielen Stecknadeln. Dabei ist mir bewusst geworden das ich unter normalen Umständen für solche langwierige Vorbereitungen oft einfach zu ungeduldig bin. Wenn ich gestresst bin habe ich keinen Nerven dazu.

Begonnen habe ich mit den Griffen und den ersten Versuch habe ich gleich mal versemmelt. Ich wollte sie wie bei der Tasche von gestern einfach links auf links nähen und dann den Schlauch wenden… Die Rechnung habe ich aber ohne die Steife Stoffqualität gemacht. Dieser stabile Möbelstoff lies sich nicht wenden! Das Durchziehen klappte nicht mal 5 cm weit. Einfach zu Steif.

Also musste ich die Henkel erneut zuschneiden und dann schön akkurat umbügeln, zusammenstecken und 10 cm weise fest machen. Ohne Übertreibung ich brauchte wirklich alle 10-15 cm eine Stecknadel, denn der Stoff war so störrisch das er sich immer wieder aufgeklappt hat.

Aber meine Geduld hat sich gelohnt. Ich habe die Henkel gerade und ordentlich hin bekommen mit jeweils nur einer einzigen Naht… geht doch wenn man sich Zeit lässt!

Auch der Rest der Tasche ist mir gut gelungen. Ich denke das ich sonst immer nur zu ungeduldig war um es wirklich akkurat und schön zu machen.

große Shopper-tasche aus Möbelstoff
große Shopper-Tasche aus Möbelstoff von der anderen Seite

Ich bin richtig verliebt in die Tasche, sie ist echt toll geworden. Und sie ist richtig groß, die beiden Sofakissen von oben stecken in ihr drin für die Fotos.

Von dem Stoff habe ich noch ein Stück, vielleicht gibt es noch eine etwas kleinere Version dieser Tasche… mal gucken.

Aber ich musste mich auch mal bewegen und an die Frische Luft

Eigentlich hatte ich wenig Lust überhaupt raus zu gehen, heute war zwar trockenes Wetter aber düster und kalt und ich hatte nicht wirklich Lust zum spazieren. Aber ich hatte ja noch ein paar Glückskekse und noch ein paar Namen auf meiner Liste wo ich noch welche verteilen wollte.

Also habe ich mich wieder dick eingepackt. Und bin mit dem Fahrrad los. Schon nach 500m war ich froh das ich raus bin, die frische Luft hat mir gut getan.

Mit dem Verteilen der Glückskekse war ich nicht so erfolgreich. Bei 3 Adressen hat keiner auf gemacht, eine habe ich immer noch nicht gefunden. Doch dann hatte ich die Idee ein Paar aus der Gemeinde in Haagen zu besuchen. Das sind Leute bei denen ich vermute das sie tagsüber zuhause sind. Also mit dem Rad wieder nach Haagen, ich wollte ja Bewegung.

Ich hatte recht, sie waren zuhause und baten mich herein. Bei Tee und Keksen haben wir uns angeregt unterhalten und etwas die Zeit verquatscht… ups jetzt war es schon dunkel. Und die Batterien meiner Fahrradlampe sind nicht mehr so gut…

Gruselige heimfahrt an der Wiese

Weil ich dachte so schlecht beleuchtet sollte ich nicht am Straßenverkehr teilnehmen, nahm ich den Fahrradweg entlang der Wiese (die Wiese ist ein Fluss, siehe auch Radtour an der Wiese).

Das war keine gute Idee, denn der Weg ist nur zum Teil beleuchtet und nach etwa 1km ging meine vordere Lampe ganz aus!!! Ich fuhr beinahe blind. Als mich dann auch noch ein entgegenkommender Radfahrer fast übersehen hat rief mir eine Passantin zu, ich solle doch die Handy-Taschenlampe nehmen.

Was ich auch tat. Allerdings habe ich keine Handyhalterung an dem Fahrrad und musste das Handy in der Hand halten. Das ging mehr schlecht als recht…

Nahe des Radweges wohnt ein Bekannter von mir, den ich dann kurzer Hand mit der Frage „Hast Du Mignon-Batterien im Haus“ überfiel. Er reagierte echt nett und suchte nach geeigneten Batterien während ich einen heißen Tee bekam. Nach etwas Fummelei haben wir die Lampe dann auch endlich auf gekriegt und festgestellt da sind Mikro-Batterien drin… also noch mal suchen…

Bis ich dort weg kam war es schon 19:30 !!! Ab 20 Uhr ist Ausgangssperre, bis dahin wollte ich zuhause sein.

Um eine besser beleuchtete Strecke zu haben bin ich direkt durch die Fußgängerzone gefahren (ja ganz brav mit Mundschutz) da kam mir eine der Personen die ich die Tage nicht erreicht habe entgegen. Ich hielt kurz an. Gab ihr einen Glückskeks und dann verabschiedeten wir uns wieder denn wir wollten beide ganz schnell nach hause.

Um 19:58 Uhr war ich zuhause!

Morgen will die Regierung eine Entscheidung Treffen, ob der Lockdown zum 11.1. gelockert wird oder nicht. Ich gehe davon aus das wir morgen von meinem Arbeitgeber informiert werden wie es weiter geht. Es bleibt also spannend.

Vielen Dank fürs Lesen und bis Morgen

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Lockdown-Tagebuch Tag 18 ( 3.1.)

Und wieder geht ein Tag im Corona-Lockdown zu Ende. Ich muss zugeben heute morgen beim Aufstehen habe ich zum ersten Mal nicht mehr genau gewusst welchen Wochentag wir haben… ich dachte es sei Samstag, dabei war heute schon Sonntag.

Der erste Sonntag des neuen Jahres und ich verpeile das beinahe. Nachdem ich zuerst dachte „wieso ist da drüben im Penny-Parkhaus so wenig los?“ habe ich dann beim Blick auf mein Handy erst realisiert warum es draußen so extrem ruhig ist. Es war hier in der Straße wirklich sehr sehr wenig Verkehr. Also schon etwas ähnlich wie damals „Dritter Sonntag in der Corona Pause“.

Was habe ich heute gemacht?

Das könnte ich beinahe in einem einzigen Wort beschreiben… NÄHEN

Schon am Morgen nach dem ersten Kaffee hatte ich Lust an die Nähmaschine zu gehen. Da ich keinen Filz mehr habe um weitere Glückskekse zu machen, hab ich mir einfach nochmal die Vorhang-Stoff-Reste die ich Gestern raus gebuddelt habe in ruhe angeguckt und überlegt was man daraus machen könnte. Etwas das man irgendwann mal brauchen könnte, und das hübsch aussehen soll…

Geschenkbeutel

Ich hab da so viele unterschiedlich große Stücke Vorhangstoffe in verschiedenen Designs. Diese wollte ich schon immer mal irgendwann als Geschenkverpackungen verwenden, denn zu etwas anderem reichen sie ja eh nicht.

Also habe ich beschlossen 2021 gibt es kein Geschenkpapier! Ich habe schöne Stoffe und ich habe Zeit, also zaubere ich daraus jetzt einfach mal Geschenkbeutel in verschiedenen Größen. Irgendwann einmal werde ich sicher genau diese Größe und Farbe brauchen.

Geschenkverpackung aus Stoffrest

Als erstes entstand dieser Flaschenbeutel bei dem ich auch noch einen Rest Spitze und ein Stück Schleifenband verarbeitet.

Geschenkbeutel mit Rüsche

Von diesem Stoff hatte ich noch ein größeres Stück, völlig frei Schnauze und durch die Form des Stoffes inspiriert ein Geschenkbeutel mit eine Rüsche an der Kante. Ich wollte einfach mal ausprobieren ob das gut aussieht. Das Milch-Tetrapack liegt da nur damit ihr eine Vorstellung hab wie groß der Beutel ist.

kleiner Geschenkbeutel

Von dem gleichen Stoff war da noch ein kleines Viereck, und das hab ich kurzer Hand auch zu einem Beutelchen verarbeitet. Doch ich hatte kein farblich passendes Band mehr. Also hab ich mir eine Wolle gesucht die dazu passt und mal schnell eine Kordel daraus gedreht.

Was meinst Du? Soll ich eine Anleitung für Kordeln machen veröffentlichen oder kann das sowieso jeder?

Geschenkbeutel aus Vorhangstoff

Aus diesem entzückenden Blümchenstoff ist ein noch größerer Stoffbeutel entstanden. Die Kordel dazu hab ich aus drei verschiedenen farblich passenden Wollresten gemacht. Das eine war wirklich nur noch soo wenig das dies dann auch die Länge der Kordel deffinierte.

Einkaufstasche aus dem Nichts!

Dann hatte ich diese tollen Rosenstoff in der Hand und fand ihn für kleine Geschenkbeutel zu groß gemustert. Und eigentlich zu schön um ihn nur einmal zu benutzen… Der wäre doch eher was für einen Alltagsgegenstand. Gedacht getan!

Einkaufstasche, ohne Schnittmuster oder Vorlage… einfach so los gelegt

Entstanden ist diese hübsche Einkaufstasche. Ich finde sie total schön. Größe, Form und Länge der Träger hab ich einfach so gemacht wie es das Stoffstück her gab. Als ich anfing wusste ich selber noch nicht wie die Tasche aussehen würde.

Ich bin so stolz auf das Teil das ich trotz des kalten Wetters auf dem Balkon Bilder machen musste. Im Pyjama… den ich im Augenblick immer noch trage.

Daran merkt ihr ich war heute nicht draußen. Obwohl mehrere Leute mir von ihren Plänen „in den Schnee“ und „auf den Berg“ erzählt haben, hab ich zu keinen gesagt ich wolle mit. Denn wenn ich so die Nachrichten über das Verkehrschaos in Winterberg und Co. ansehe… dann denke ich das es gerade am Sonntag besser ist nicht mit in so ein Touristisches Gebiet zu fahren. Dann lieber am Wochentag wo nicht alle Zeit dazu haben.

Irgendwann nachmittags habe ich mir auch die heutige Predigt von meiner Gemeinde der FCG in Lörrach angehört. Diese hat mir sehr gefallen. Schau doch mal bei Youtube rein „Siehe ich wirke neues“ Mich hat diese Predigt sehr ermutigt.

Nähen, nähen, nähen

Klar hab ich die Tätigkeit auch unterbrochen, ich habe zwischendrin Essen gemacht und auch mal eine Stunde auf der Couch am Handy gechillt… aber heute hat es mich immer wieder zur Nähmaschine gezogen. Und so einen Flow muss man ausnutzen. Ich hatte heute mal richtig Lust zum nähen und hab es genossen einfach mal so lange da dran zu bleiben wie ich mag.

Sofakissen nähen???

Zwischen den Gardinenstoffen war auch ein total süßer Dekostoff mit Prinzessinnen auf rosa Grund. Den Stoff habe ich schon seit vielen Jahren in der Ecke rum fahren, und wusste nie was daraus machen. Meine beiden kleinen Nichten stehen total auf rosa und Prinzessinnen… aber was könnte ich für sie machen?

Ich schickte ein Bild von dem Stoff an die Mama der beiden kleinen Mädchen und fragte sie. Insgeheim hoffte ich sie sagt „Beutel für Legos“ oder so was… dann kann ich nochmal so einen Zugbeutel nähen, da hab ich ja jetzt Übung drin.

Aber nein sie wusste sofort was ich aus den Prinzessinnen machen könnte, sie bräuchte für die beiden Mädchen Sofakissen in der Größe 40x 40 cm. Ja, es ist ja nicht so das ich mich mit Kissenhüllen nicht auskenne. In meinem Beruflichen Alltag hab ich ständig damit zu tun. Aber wenn ich so richtig überlege, selber genäht hab ich noch keine.

Und dann auch noch ein Stoff mit Motiv, das richtig herum sein muss…

Ich nahm die Herausforderung an!

Kissenhüllen mit Hotelverschluss

Entstanden sind 3 Kissenhüllen mit 3 verschiedenen Motiven. Der Stoffrest hat gerade so gereicht, ich habe im Grunde nur einen schmalen Streifen von 5cm raus geschnitten, damit das Motiv etwa in der Mitte ist. Überhaupt waren die Prinzessinnen richtig zu treffen die größte Herausforderung. Eine Kissenhülle mit Hotelverschluss ist echt schnell gemacht.

Heute war ich wirklich den ganzen Tag produktiv und kreativ. Das hat richtig Freude gemacht.

Gleich werde ich noch mein 6 Minuten Rücken-Workout machen… siehe dazu Tag 14 und später gönne ich mir Vanilleeis mit heißen Kirschen.

Vielen Dank fürs Lesen und ich hoffe Du schaust morgen wieder rein in meine Lockdown-Tagebuch.