Diese Woche traf mich eine sehr traurige Nachricht. Meine langjährige und enge Freundin aus Hamburg, mit der ich schon unzählige Urlaube und Ausflüge verbracht habe, ist verstorben.
Die Nachricht von ihrem Tod hat mich überrascht und sehr getroffen. Deshalb hatte ich auch keinen Kopf, um an neuen Beiträgen für meinen Blog zu arbeiten. Dabei wollte ich nach „Dienstreise nach Köln“ und „zu spät zum Dienst“ endlich mal wieder DIY oder Reisethemen behandeln. Doch plötzlich erscheint mir so etwas so egal.
Dankbarkeit statt Trauer
Bei meinem letzten Besuch bei dieser Freundin hatten wir auch ein paar tiefe Gespräche über Abschied und Trauer, denn sie wollte eigentlich nach Dubai auswandern. Als ich ihr sagte, dass ich traurig wäre, wenn sie das machen würde, meinte sie: “ Trauer ist auch irgendwie egoistisch, man sollte den anderen gehen lassen und dankbar für das Erlebte sein.“
Ich bin dieser Freundin unendlich dankbar. Denn sie ist der Grund, warum ich in den letzten 12 Jahren so oft in Hamburg war, und dort so viel Tolles erlebt und gesehen habe. Im Grunde war sie an allen meinen Beiträgen, die sich mit Hamburg und Norddeutschland befassen, indirekt beteiligt.
Hier nur ein paar Beispiele: „Samstagsplausch aus Hamburg“, „Winterliche Spaziergänge in Hamburg“ oder der legendäre „Sonnenuntergang am Hamburger Hafen“.
Sie war es die mich zu „Zehntausend Schritte in Hamburg“ motiviert hat und auf den „Grünen Bunker“ geschickt hat.
Meine Hamburg-Connection
Über Jahre hinweg habe ich sie so oft besucht, dass ich mal aus Spaß am Telefon ihre Wohnung als „meine Ferienwohnung“ bezeichnet habe.
Vielfach haben wir meine Besuche bei ihr mit Konzertbesuchen bei Nino de Angelo verbunden. So kam es zu „Kurzbesuch in Hamburg zu Nino de Angelo“ und anschließend zu „Nino de Angelo in Hannover und Ilsenburg“.
Selbst im Samstagsplausch 4/24 war sie die auslösende Kraft für das erwähnte Konzert in der Laizhalle und den Ausflug nach Celle.
Selbst bei dem Beitrag „Lichtkunstbahnhof Celle“ war sie indirekt die Initiatorin … denn sie hatte mich nach Celle „geschleppt“.
Ausflüge zu Weihnachtsmärkten und nach Zwickau

Eine weitere wunderschöne Erinnerung an einen gemeinsamen Ausflug habe ich unter „Von Hamburg nach Zwickau“ aufgeschrieben.
Die aktuelle Woche war hart
Ich hatte zwei Tage frei und habe diese bei meinem Freund verbracht, das war ganz gut so, denn die Todesnachricht hat mir doch etwas „den Schuh ausgezogen“ und dann war es ganz gut, dass ich nicht alleine war.
Danach ging es dann gleich zu drei sehr herausfordernden Schichten. Am Donnerstag sollte ich erst um 14 Uhr anfangen. Eine Dienstlage, die mir gar nicht liegt. Ich starte lieber sehr früh und „fahre in den Tag“ anstatt „in den Abend“. Aber das ist ein anderes Thema.
Am Morgen hatte ich mich noch mit einem Bekannten aus meiner Kirchengemeinde verabredet, damit er meinen Backofen etwas provisorisch repariert. Der Backofen funktioniert einwandfrei, aber die Türe bleibt nicht mehr richtig zu, was dazu führt, dass die Temperatur nicht gut gehalten wird und ich die halbe Küche mitheize … das ist natürlich nicht der Sinn der Sache.
Der Bekannte hatte eine gute Idee, die er sehr gut umgesetzt hat, und nun ist mein Backofen ein ganz besonderes Designerstück:

Ich weiß, diese Lösung ist eine kleine Notlösung. Aber der Herd tut noch was er soll. Unter dem Jahr brauche ich ihn kaum. Weil ich ja selten da bin. Wenn ich freihabe bin ich oft bei meinem Freund und nutze dort die Traumküche. Diesen Herd brauche ich hauptsächlich für die Weihnachtsbäckerei für den Adventbasar in der FCG-Lörrach. Und das geht auch mit dieser Lösung.
Danke an … den ich nicht namentlich erwähne, weil ich vergessen habe, ihn zu fragen, ob ich das darf.
Spät arbeiten
Die anschließende Schicht verlängerte sich aufgrund von Verspätung bis nach 2 Uhr. Darum musste meine Schicht am nächsten Tag angepasst werden damit ich ausreichend Nachtruhe habe. Es ging zu einer Übernachtungsschicht nach Stuttgart, dort hatte der letzte Zug erhebliche Verspätung und da waren es dann nur noch wenige Minuten mehr als meine Mindestnachtruhe betragen darf.
Also liegen zwei viel zu kurze Ruhephasen hinter mir und dazu noch der Trauerfall. Die Kombination geht mir nun doch etwas an die Kräfte. Deshalb nutze ich nun die paar Stunden am Sonntagvormittag zum vorsätzlichen NICHTSTUN, um mich zu erholen. Ich hoffe, dass die heutige Schicht ruhig und planmäßig verläuft, und am Montag habe ich dann endlich frei und kann mich richtig ausruhen.
Zwischen Nichtstun und Arbeit hat mich eine Freundin zum Mittagessen eingeladen, was ich sehr, sehr gerne annehme. Ich werde also nachher mit Arbeitskleidung bei ihr erscheinen, weil ich dann direkt von dort zum Dienst fahre.
Dieser Text wird bei Karminrot und im Lesezimmer als Samstagsplausch verlinkt.



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