Vor paar Tagen habe ich von WordPress einen Hinweis bekommen das ich nun schon seit 18 Jahren einen Account dort habe. Allerdings hatte ich vor unterwegsistdasziel.blog ein paar andere Blog-Versuche. Heute möchte ich ein wenig aus meiner persönlichen Geschichte mit den WordPress Blogs erzählen:

Wie ich zum bloggen gekommen bin?
Eigentlich bin ich durch ein Onlinespiel in dem man virtuelle Produkte (also Gegenstände in dem Spiel) verkaufen konnte auf das Bloggen gekommen. Weil ich mich in diesem Spiel überall schlau gefragt habe wie man besser verkaufen könnte, hatte mir jemand geraten ausserhalb des Spieles eine Webseite anzulegen und dort über meine Desings im Spiel zu schreiben. Und die Person verriet mir auch das dies kostenlos gehen würde.
Überhaupt war das wichtigste was ich in diesem Onlinespiel gelernt habe die Tatsache das man im Internet ganz viel kostenlos findet und nutzen kann. So habe ich damals auch die Open-Source-Grafik-Software „GIMP“ kennengelernt.
Ich lernte also wie man mit Gimp Fotos und Screenshots aus dem Spiel verarbeitet und diese auch auserhalb zeigt. Das fand ich damals hochspannend.
Natürlich habe ich mich auch durchgefragt mit welcher Plattform dies am einfachsten und kostenneutrag gemacht werden kann und dabei habe ich WordPress entdeckt.
Auch wenn man nicht html beherrschte konnte man damit schnell und unkompliziert eine kostenlose Webseite basteln. Auch heute noch gibt es kostenlose Plans bei WordPress. Diese entsprechen allerdings nicht mehr meinen Bedürfnissen. Mit den Jahren sind mein Können und meine Ansprüche gewachsen.
Meine Ehemaligen Blogs:
Mein erster Blog war also eine Werbeseite zu meinen In-Game Kreationen. Welche nach meiner Abmeldung bei dem Spiel alle hinfällgig geworden waren.
Danach hatte ich einen Blog der „Uschi häkelt“ oder „Uschi zwanghaft kreativ“ hieß. Dort hatte ich eigentlich nur meine Handarbeiten gezeigt und hin und wieder beschrieben woraus und wie ich es gemacht hatte.
Später gab es dann „Uschis Teddys“ wo ich lustige Geschichten rund um meine gehäkelten Bären erzählt habe. Ich hatte damals eine Phase da habe ich wie verrückt Teddybären gehäkelt und danach wusste ich nicht wohin damit. Der Blog sollte dazu dienen diese zum Verkauf anzubieten. Damals bekam jeder Bär einen Namen und eine kleine erfundene Geschichte in der ich natürlich Material, Größe und solche details verpackt habe. Ich glaube ich habe nur einen einzigen Bären über die Webseite verkauft. Alle anderen an Freunde und Bekannte.
Das Bären häkeln wurde aber auf die Dauer langweilig und so wagte ich mich auch an andere Produkte. Auf „Uschi häkelt“ gab es dann Mützen, Decken oder Amigurumis. Das hielt ich aber nur paar Monate durch, dann hab ich die Seite wieder gelöscht. Hauptsächlich weil es zu langweilig wurde da ich das Sockenstricken für mich entdeckt hatte und immer nur über Socken schreiben war mir auf die Dauer zu doof.
Wobei es tatsächlich zahlreiche Blogger gibt die dies schon seit vielen Jahren machen. Es ist ja ganz nett wenn man irgendwie aufschreibt was man alles gestrickt hat… aber doch irgendwie öde.
Neben dem Handarbeiten entwickelte ich eine weitere Leidenschaft. Das Reisen. Aus diesem Grund war damals einer der ersten Beiträge auf unterwegsistdasziel der Beitrag: „Handarbeiten und Reisen“.
Dabei entstand dann auch meine Idee Häkelanleitungen zu schreiben. Daraus entstanden „Umhäkelte Konservendosen“ oder „Prinzessinhafte Gläser“. Mein Ziel dabei war stets nicht etwas zu erklären was alle machen. So zum Beispiel „Schneckenbänder häkeln“ , da wusste ich zuerst gar nicht was das sein sollte.
Deshalb gibt es bis heute keine Sockenstrick-Anleitung. Meiner Meinung nach gibt es schon viel zu viele im Internet.
Unterwegs ist das Ziel
Die Grundidee hinter diesem Titel war das ich über meine Reisen schreiben wollte. Nicht wie alle nur über das Reiseziel. Das tun viele andere auch. Mir war stehts das unterwegs sein wichtig.
Andere schreiben vielleicht das die in München waren und dort den Stachus angguckt haben. Ich schreibe dann eher „unterwegs bei Stuttgart 21“ , „Zugfahrt nach Neukirchen beim heiligen Blut“… da wollten wir in München eigentlich nur umsteigen und strandeten dann für zwei Stunden. Und da waren wir dann am Stachus.
Zu Anfang habe ich oft über Flixbus oder Regionalverkehr geschrieben. So zum Beispiel „Unterwegs mit Babsi“ bei der Zugfahrt mit dem Baden-Württemberg-Ticket habe ich auch Reisen und Handarbeiten verbunden.
Als dann durch Corona eine Zeit kam an der wir gar nicht mehr unterwegs sein durften hatte ich aus der Not eine Tugend gemacht und mehr oder weniger aus Langeweile täglich gebloggt.
Dabei sind ein paar aus heutiger Sicht unwirklich erscheinende Zeitdokumente entstanden. Wie zum Beispiel: Ein Tag im Lockdown 2021 – zwischen Nähmaschine, Corona-Test und Ladenöffnung.
Weil ich nicht viel anderes erlebte wurde halt über die Spaziergänge hier in Lörrach geschrieben. Ein Teil davon ist später in „Ausflugsziele rund um Lörrach die nix kosten“ oder „Funfacts über Lörrach“ eingeflossen.
Auch aus Not heraus entsanden meine Nähanleitungen für Stoffmasken und genau diese bescherten meinem Blog extreme Besucherströme. Diese Anleitungen habe ich jetzt bewusst nicht mehr verlinkt, weil sie gar nicht mehr zeitgemäß sind. Doch während der Pandemie waren Beiträge wie „Was tun wenn man kein Gummiband mehr hat“ die Renner.
Übrig geblieben sind „Handstulpen nähen“ und „Rock nähen ohne Schnittmuster“.

Auch ein Beispiel meiner noch vorhandenen Nähanleitungen: nachhaltige Geschenkbeutel selber nähen.
Unterwegs sein ist jetzt mein Beruf
Seit meinem Quereinstieg bei der Bahn ist das unterwegs sein mein Beruf geworden. Natürlich habe ich über die Ausbildung und die Prüfung ausführlich geschrieben.

In meinem heutigen Alltag schreibe ich über Themen wie „Was bringt der Komfort-Check-in“ oder „Fahrpreisnacherhebung“.
Und natürlich immer wieder mal über einzelne Bahnhöfe wie zum Beispiel: „Bahnhof Wiesbaden“ oder „auf dem Bahnsteig in Frankfurt“.

18 Jahre Blog schreiben
Seit 18 Jahren schreibe ich nun mal mehr und mal weniger Blogs. Die Motivation dazu hat sich immer wieder mal geändert, so wie ich selbst und mein Leben. Doch es ist für mich ein Teil meines Lebens geworden und so schnell werde ich das wohl nicht aufhören.
Wenn Du mich auf meinem weiteren Weg begleiten möchtest, kannst Du Dich gern in meine Mailliste eintragen. So bekommst Du neue Beiträge direkt mit und verpasst weder Bahngeschichten noch Ausflüge, Handarbeiten oder persönliche Gedanken.






Kommentar verfassen