Im März 2017 habe ich eine Woche bei einer Freundin in Hamburg verbracht. Von dort aus haben wir einige Ausflüge in andere norddeutsche Städte unternommen. Am 30. März waren wir in Lübeck.

Bei Sonnenschein und blauen Himmel haben wir die für März extrem warmen Temperaturen genossen.

Das Foto das ich aus dem fahrenden Auto geschossen habe (Cabrio ist was praktisches) zeigt das Wahrzeichen der Stadt, das Holstentor.

Seine Silhouette ist berühmt. Nicht zuletzt weil sie das bekannte Logo der Marke Niederegger prägt. Niederegger Marzipan ist Welt bekannt. An allen Ecken und Enden kennt man das Lübecker Marzipan von Niederegger. Es gibt in der Stadt auch noch Konkurrenz Unternehmen. Aber Lübecker Marzipan darf man sein Produkt nur nennen wenn es auch wirklich in Lübeck und Umgebung produziert wird. 

Diese Türme sind Welt bekannt, aber fährt man auf Lübeck zu erkennt man die typische Skyline mit 7 Türmen. Alle 7 weit höher als das Holstentor.  Und auch diese zieren ein bekanntes Firmenlogo.

Schwartau, bekannt für sehr gute Konfitüren. 

Die Stadt der 7 Türme wird Lübeck auch genannt. Diese weit sichtbaren Türme gehören allesamt großen Kirchen. Zwei davon haben Zwillingstürme und dann noch 3 weitere.

Eine davon ist die Marienkirche, die im Grunde auf einer Insel im Fluss liegt, umgeben vom historischen Altstadt Kern. 

Wie fast alle Gebäude ist sie ein Backsteinbau, ungewöhnlich ist aber ihre Höhe. Durch filigrane und aufwändige Säulentechnik gelang es ein 38,5 m hohes Mittelschiff zu bilden. Jahrhunderte lang galt sie als höchstes Gebäude dieser Bauart und diente als Vorbild für viele berühmte Kirchen.

Wie hoch das Gebäude ist, nimmt man fast erst im Innern wahr. Von Außen sehen alle sehr hoch aus. Aber innen… boah. Meine erste Frage war „wow wie hoch ist das“ denn mir fiel sofort das helle und lichte Gewölbe auf. Fenster bis fast hoch. Im Innern der Marienkirche wirkt alles sehr sauber und hell und dadurch irgendwie neu.

Nun ich hatte solche Gebäude wie das Freiburger Münster oder den Kölner Dom im Hinterkopf. Diese meist Kalksandstein Gebäude sind meist aus großen Blöcken erbaut und wirken dadurch sehr wuchtig und massiv. Gebäude aus kleinen Backsteinen wirken da viel filigraner. Und wenn jede Säule aus vielen kleinen Säulen besteht, wirkt alles gleich viel leichter.

Und warum wirkt alles so hell und neu?

Weil es Verhältnis mäßig neu ist. Die Marienkirche wurde im 2. Weltkrieg bei einem Luftangriff der Alliierten stark beschädigt und brannte größten Teils aus. In der Nacht vom 28. Zum 29. März brannte die halbe Stadt. Glücklicherweise gab es noch genügen Feuerwehrmänner, die für die Marienkirche eingeteilt waren. Nicht wie in anderen Städten, wo sie nicht mehr da waren, weil sie entweder an der Front oder schon Tod waren. Es gab genügend Leute, die hätten löschen können… es gab nur ein entscheidendes Problem: Das Löschwasser war eingefohren!

Ende März in Lübeck

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs war es Ende März in Lübeck so kalt, und dieses Jahr erfreuten wir uns an sehr mildem Frühlingswetter.

Wir besuchten am 30. März nur 75 Jahre später diesen Ort und es war so warm, dass wir im Straßenkaffee Eis essen konnten !!! 

Mehr über die Geschichte der Lübecker Kirchen findest Du unter: „Sieben auf einen Streich“

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Ein Kommentar zu „Ende März in Lübeck “

  1. Avatar von Ewald Sindt

    Endlich ist mal jemand in meiner Heimat! 😊😊😊

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