Interview mit Martina Bollhöfer – Teil 2

Gestern habe ich zum ersten Mal ein Interview hier auf meinem Blog veröffentlicht. Da ich das nicht gewohnt bin Interviews zu führen und dabei mit dem Handy mitzuschneiden lief das nicht gleich optimal. Da wir uns auf dem Balkon befanden haben wir unbeabsichtigt ein paar lustige Umgebungsgeräusche aufgenommen.

Und die erste Abschrift des gesprochenen war natürlich viel, viel zu lang. Deshalb habe ich die Fragen und Antworten etwas zusammengezogen und korrigiert:

Den ersten Teil gab es hier:

Worum geht es beim Crowdfunding eigentlich? Geht es nur darum, Geld zu sammeln?

Natürlich brauche ich Geld, um das Buch veröffentlichen zu können. Aber beim Crowdfunding geht es nicht einfach darum, Geld zu spenden. Jeder Unterstützer erhält auf Wunsch auch ein Dankeschön.

Das einfachste Dankeschön sind Lesezeichen zu Band eins und zwei. Außerdem gibt es einen Schlüsselanhänger, der eine Verbindung zur Geschichte hat. Und natürlich kann man das Buch bereits vor der Veröffentlichung bestellen.

Wer sich dafür entscheidet, bezahlt den gleichen Preis, den das Buch später auch kosten wird. Der Unterschied ist nur, dass ich mit diesem Geld den Druck der Bücher überhaupt erst finanzieren kann.

Über welche Plattform läuft das Crowdfunding?

Das Crowdfunding läuft über Startnext. Die Plattform stellt die technische Infrastruktur zur Verfügung und kümmert sich um die Zahlungsabwicklung.

Alles, was man auf meiner Projektseite sieht, habe ich selbst erstellt. Das Video, die Texte und auch die verschiedenen Dankeschöns stammen von mir. Startnext sorgt lediglich dafür, dass alles technisch funktioniert.

Das Geld wird übrigens erst dann eingezogen, wenn das Crowdfunding erfolgreich abgeschlossen wurde. Sollte das Ziel nicht erreicht werden, zahlen die Unterstützer nichts.

Das bedeutet also auch Sicherheit für die Unterstützer?

Genau. Wenn das Crowdfunding erfolgreich ist, bin ich verpflichtet, alle versprochenen Dankeschöns und natürlich auch die Bücher auszuliefern. Dafür gibt es einen festgelegten Zeitraum.

Für die Unterstützer besteht deshalb praktisch kein finanzielles Risiko.

Kann man dich auch mit kleinen Beträgen unterstützen?

Ja, auf jeden Fall. Bereits ab fünf Euro ist eine Unterstützung möglich.

Darunter würden die Bankgebühren einen zu großen Teil verschlingen. Aber ab fünf Euro kann jeder mithelfen. Man kann dafür beispielsweise ein Lesezeichen auswählen oder den Betrag einfach frei zur Unterstützung geben.

Crowdfunding lebt von der Gemeinschaft. Zehn Menschen, die jeweils fünf Euro geben, helfen genauso wie eine Person, die fünfzig Euro spendet.

Je mehr Menschen sich beteiligen, desto leichter lässt sich das Projekt verwirklichen.

Crowdfunding wird inzwischen von vielen Künstlern genutzt.

Ja, und ich finde das eine sehr schöne Entwicklung. Musiker, Autoren, Künstler oder auch kleine Unternehmen können ihre Ideen direkt mit der Unterstützung der Menschen verwirklichen, die sich dafür begeistern.

Gerade unabhängige Literatur bekommt dadurch überhaupt erst eine Chance. Verlage müssen wirtschaftlich denken und entscheiden oft, ob ein Buch in ihr Programm passt oder nicht.

Das bedeutet aber nicht automatisch, dass eine Geschichte nicht lesenswert ist. Crowdfunding eröffnet die Möglichkeit, solche Projekte trotzdem umzusetzen und den Lesern zugänglich zu machen.

Crowdfunding ausprobieren?

Beim Crowdfundig zu Martinas ersten Buch habe ich Startnext kennengelernt und das hatte mich neugierig gemacht. Nur um zu sehen, ob und wie es funktioniert habe ich bei zwei anderen Projekten mitgemacht. Eines der Projekte kam nicht zustande und mir entstanden dadurch keine Kosten.

Das andere Projekt hatte funktioniert und Monate später, als ich gar nicht mehr daran gedacht habe, habe ich einen versprochenen Baustein aus umweltfreundlichen Bio-Kunststoff erhalten.

Mein Maxoli Baustein aus dem Crowdfunding

Dieser erinnert mich immer noch daran das ich einer jungen Firma geholfen habe diese innovative Technik zu etablieren. Ich habe nicht viel gegeben, aber auch mein kleiner Betrag hat dabei geholfen dieses Projekt zu ermöglichen.

Wenn Du also auch mal etwas Neues unterstützen möchtest, schau mal bei Startnext rein.

Wolkenstein

Martina Bollhöfers Wolkenstein ist der Zweite Band der Geschichte von Ansgar von Briant. Hier unterstützen.

Ein Kommentar zu „Interview mit Martina Bollhöfer – Teil 2“

  1. […] Im nächsten Teil geht es um das Crowdfunding selbst: Wie es funktioniert, welche Dankeschöns es gibt und warum schon kleine Beiträge dabei helfen können, den zweiten Band von Ansgar Wirklichkeit werden zu lassen. […]

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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