In dieser unscheinbaren Pappschachtel sammele ich selbst gestrickte Socken, die ich zum ersten Advent für den Adventsbasar in unserer Gemeinde spende.

Schon seit ein paar Jahren habe ich so eine Kiste. Unter Sockenstricken zeige ich meine Kiste für 2025.

Stricken ist mein Hobby

Schon seit meiner Kindheit habe ich immer wieder gerne Dinge mit den Händen selber gemacht. In der Schulzeit habe ich zwei Pullover für mich gestrickt. Außerdem habe ich Häkeln, Stricken, Makramee, Sticken und Nähen ausprobiert.

Selbst Stoffdruck und Töpfern habe ich ausprobiert. Doch am dauerhaftesten haben mich Handwerkliche Tätigkeiten fasziniert die man ohne großen Geräte und Materialaufwand betreiben kann. Wenn man erst sehr viel Geld ausgeben muss um bissel kreativ zu sein finde ich das meistens doof, deshalb war das Töpfern nur ein kleiner Ausflug. Viel zu groß ist der Aufwand für Material und Brennen usw. Deshalb wollte ich Porzellanmalerei und ähnliches besser gar nicht erst anfangen.

Über 12 Jahre lang war ich ein einem Warenhaus in der Stoff und Kurzwarenabteilung tätig. Kurzwaren sind all die kleinen Dinge wie Nadel und Faden die man zum Handarbeiten braucht.

Schon alleine deswegen habe ich gerne mit den Materialien mit denen ich täglich zu tun hatte experimentiert. So sind

entstanden. Aber auch klassische Häkeleien wie „Mandalas als Wandschmuck“.

Weitere Ideen habe ich auf meiner Anleitungs-Seite zusammengestellt.

Zum Stricken bin ich über viele Jahre immer wieder zurückgekehrt. Doch hatte ich nie mehr Lust solch große Projekte wie Pullover oder Jacken zu starten. Monatelang an ein und demselben Projekt dran bleiben finde frustrierend und langweilig. Ich fertige lieber kleine Dinge, die schneller fertig sind.

Da ich sehr gerne selbst gestrickte Socken im Bett oder anstatt Hausschuhe trage, habe ich mir diese Fähigkeit mit über 30 wieder angeeignet. Als Kind hatte ich das mal in der Schule, aber wirklich „hängengeblieben“ war da kaum noch was.

Socken für den Adventbasar

Da ich gerne Hand arbeite und mich mit den Materialien dazu auskannte, wurde ich vor vielen Jahren gebeten bei dem Team für den alljährlichen Adventbasar mitzumachen. Nun das erste Jahr war chaotisch und nicht sonderlich erfolgreich, und ich äußerte meinen Unmut darüber das man das besser machen könnte. Tataa seit dem Tag hat man mir die Verantwortung für diesen Basar übertragen!

Die ersten Jahre bestand meine Tätigkeit vor allem darin eine Handvoll Seniorinnen regelmäßig mit Sockenwolle zu versorgen und sie zu motivieren. Denn schon seit Jahren sind handgestrickte Socken der meistgefragte Artikel bei diesem Basar. Es gibt zahlreiche Gemeindemitglieder, die jedes Jahr gezielt zu den Verkaufsterminen kommen, um ihre alljährlichen Socken abzuholen.

Mittlerer Weile weiß ich schon längst wer welche Größen haben will.

Ich selber habe schon mit vielen anderen Artikeln wie Mützen, Handstulpen, gehäkelte Teddybären und Krippenfiguren experimentiert, doch nach wie vor sind Socken der Topseller.

Leider sind die Seniorinnen, die sockenstricken können immer weniger geworden. Deshalb habe ich mich bemüht auch einige Paar beizusteurern… Mittlerer Weile bin ich die Hauptlieferantin.

Sockenstricken macht Spaß

Umso mehr, wenn man weiß das sich andere Menschen darüber freuen. Die Vorstellung das es Leute gibt die Monatelang darauf warten und bereit sind Geld zu spenden, um etwas Handgemachtes von mir zu erwerben, macht mich stolz.

Aber Sockenstricken braucht Zeit! An einer Socke sitze ich etwa 5-7 Stunden, je nach Größe und Muster. Diese Zeit um stillzusitzen und dieser meditativen Tätigkeit nachzugehen muss man erst mal haben.

Seit meinem „Quereinstieg bei der Deutschen Bahn“ habe ich jetzt mehr Zeit zum Stricken als früher als ich noch täglich mit Wolle zu tun hatte. Klingt unlogisch, ist aber so. In meinem Beruf als „Zugbegleiterin im Fernverkehr“ kommt es immer wieder vor das wir erst mal zu unserem Einsatzort gefahren werden müssen. Oder wir in einem Bahnhof mehrere Stunden auf unseren Zug warten müssen. Diese Zeiten nutze ich zum Sockenstricken!

Dabei habe ich festgestellt das mir das Stricken zusätzlich hilft Stress abzubauen und frustrierende Situationen gelassener zu nehmen.

Hier ein Zwischenstand im Juni 2026. Bis dato hatte ich 10 Paar fertige Socken in der Kiste gesammelt. Für dieses Foto habe ich sie auf dem Balkon ein wenig ausgebreitet.

Material Spenden erhalten

Im Januar habe ich gleich zwei umfangreiche Materialspenden erhalten. Unter anderem eine Kiste mit über 20 Knäuel Sockenwolle. Dabei waren auch mehrere Knäuel dieser 6-Fädigen Sockenwolle: So ein Knäuel kostet im Laden 12-15 €

6-Fädige Sockenwolle hatte ich bis dato noch nicht verarbeitet, denn die fertigen Socken sind sehr dick. Die meisten Leute nehmen sowas nur für Arbeitsschuhe für Tätigkeiten im Freien, die dann wegen der Dicke der Socken eine Schuhgröße größer sein müssen. Also die Wahrscheinlichkeit das diese dicken Socken jemand haben möchte ist etwas geringer.

Dennoch habe ich mich dazu entschlossen für dieses Jahr schon gleich 4 Paar dieser Qualität zu fertigen. Der angenehme Nebeneffekt, man kommt schön schnell mit dem Stricken voran.

Socken aus 6-Fädiger Sockenwolle von Schachenmayr

Gezielte Bestellungen erhalten

Es gab auch ein paar direkte Anfragen. So hat jemand bei mir ein Paar Schwarze Socken in große 38 bestellt. Weil in der zweiten Sockenwollspende tatsächlich mehrere Knäuel schwarze Sockenwolle enthalten waren, habe ich zugesagt.

ABER ES SCHON BEREUT

komplett Schwarze Wolle finde ich sehr anstrengend zu verarbeiten. Ich kann Schwarz nur bei Tageslicht stricken. Bei Kunstlicht strengt das meine Augen unheimlich an. Zudem finde ich das Stricken langweilig und frustrierend. Ich werde dieses eine Paar fertigstellen. Weil ich das versprochen habe. Aber nur Schwarz werde ich so schnell nie wieder verarbeiten!

Schwarz in Kombination mit bunter Wolle wiederum macht Spaß und geht viel einfacher von der Hand. Deshalb wird es sicher zukünftig öfter solch gestreifte Socken geben wie im oberen Bild oben rechts. Mehr zu dieser Verarbeitungsweise unter Gumgum Socken.

Mein Ziel für 2026

Mein Ziel ist es bis zum ersten Advent so viele Sockenpaare wie möglich fertig zu stellen. Letztes Jahr wollte ich unbedingt 25 Schaffen und habe das Ziel nur knapp verfehlt (es waren 24 Paar). Dieses Jahr möchte ich jedoch nicht zu sehr unter Druck setzten und kommuniziere hier deshalb keine fixe Zahl.

Nur so viel, die Materialspenden haben mir natürlich einen Motivationsschub gegeben. Bis auf diese Zusage mit dem schwarzen Paar habe ich komplette Freiheit und kann je nach Lust und Laune die Farbe oder Stärke aussuchen auf die ich gerade Lust habe. Noch nie im Leben konnte ich so aus dem vollen Schöpfen wie jetzt bei dem Material für Socken.

Wie meine Sockenkiste vor fast genau einem Jahr aussah siehst Du unter „SEO und Stricken“.

Updates:

Größe 39/40 mit etwas kürzerem Schaft im Mai fertiggestellt
Gumgum Socken in der Größe 36/37 im Juni fertiggesellt
Größe 40/41 im August fertig gestellt.

2 Kommentare zu „Meine Sockenkiste 2026“

  1. […] Und hier geht es zur „Sockenkiste 2026“ […]

  2. […] mehrere Tage nichts an meiner Dauerbaustelle Blog machen können. Nur vorhin endlich den Beitrag „Meine Sockenkiste 2026“ veröffentlicht. Der schon länger geplant […]

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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