Liebe Leser von unterwegsistdasziel.blog heute möchte ich mal was ganz Neues machen. Ich veröffentliche ein Interview, das ich mit einer Fantasy-Autorin geführt habe.
Es handelt sich um Martina Bollhöfer, eine langjährige Freundin, die sich mit über 50 den Traum erfüllt hat, Autorin zu werden. Damals bevor ihr erstes Buch herauskommen sollte habe ich schon mal über sie geschrieben. Lies dazu nochmal „Wie wird man Autorin“.
Das Buch ist damals wirklich erschienen und heißt „Ansgar von Briant“. Dieser Link führt zu Amazon, dient aber nur als Nachweis das es dieses Buch wirklich zu kaufen gibt. Wenn Du es haben willst, dann gibt es noch zahlreiche bessere Wege es zu erwerben.
Mittlerer Weile konnte ich Martina auch schon bei mehreren Lesungen begleiten, so zum Beispiel beim Lesefest des RBKV

Hier sehen wir Martina bei der Lesung in Rheinfelden.
Interview mit Martina Bollhöfer
Vor einiger Zeit erschien mit „Ansgar von Briand“ der erste Roman von Martina B. Jetzt steht der zweite Band kurz vor der Veröffentlichung. Im Gespräch erzählt sie, warum die Geschichte weitergeht, weshalb sie erneut auf Crowdfunding setzt und warum ein Buch im Selbstverlag deutlich mehr kostet, als viele vermuten.
Du hast mit „Ansgar von Briant“ dein erstes Buch geschrieben. Warum gibt es jetzt einen zweiten Band?
Weil die Geschichte tatsächlich nicht zwischen zwei Buchdeckel gepasst hat. Das erste Buch erzählt den Anfang der Geschichte. Ansgar erlebt viele Abenteuer, aber das Ziel, das er erreichen möchte, hat er am Ende von Band eins noch nicht erreicht. Deshalb geht die Geschichte weiter.
Außerdem gibt es inzwischen viele Leser, die schon auf den zweiten Band warten. Immer wieder werde ich gefragt, wie es mit Ansgar und den anderen Figuren weitergeht. Mit Katharina, Wolfard, Walter und den vielen anderen.
Ist die Situation vor der Veröffentlichung des zweiten Buches anders als beim ersten Mal?
Ja und nein. Anders ist, dass ich die Abläufe inzwischen kenne. Ich weiß heute besser, worauf ich mich einlasse, was alles zu beachten ist und wie die einzelnen Schritte funktionieren. Diese Erfahrung hilft natürlich.
Was sich allerdings nicht geändert hat, sind die Kosten. Wer sein Buch im Selbstverlag veröffentlicht und keinen Verlag hinter sich hat, muss die Ausgaben selbst tragen. Deshalb habe ich mich entschieden, auch den zweiten Band über ein Crowdfunding zu finanzieren.
Du hast bereits beim ersten Buch ein Crowdfunding durchgeführt. Wie waren deine Erfahrungen?
Ein Crowdfunding aufzusetzen bedeutet eine Menge Arbeit. Man muss alles vorbereiten, Werbung machen und die Menschen motivieren, das Projekt zu unterstützen.
Beim ersten Mal hat das aber überraschend gut funktioniert. Viele Menschen haben sich beteiligt und einige haben sogar größere Beträge beigesteuert. Das hat mich besonders gefreut, denn damals kannte mich als Autorin eigentlich noch niemand.
Ich hätte gedacht, dass es beim zweiten Mal leichter werden würde. Tatsächlich ist das bisher aber nicht so.
Gibt es wirklich Leser, die auf den zweiten Band warten?
Ja, sogar einige. Manche sprechen mich immer wieder darauf an und fragen, wann es endlich weitergeht. Andere haben mir geschrieben, dass sie den ersten Band innerhalb weniger Tage gelesen haben und nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung warten.
Es gibt Leser, die ich persönlich kenne, aber auch Menschen, die ich vorher überhaupt nicht kannte. Gerade diese Rückmeldungen haben mich sehr gefreut. Sie zeigen mir, dass die Geschichte ihre Leser gefunden hat.
Was würdest du jemandem sagen, der den ersten Band noch gar nicht kennt? Warum sollte er dein Crowdfunding unterstützen?
Das Schöne ist, dass man im Crowdfunding sowohl Band eins als auch Band zwei bestellen kann. Wer die Geschichte noch nicht kennt, kann also ganz von vorne beginnen.
Viele Leser erzählen mir, dass sie völlig in diese Welt eintauchen. Manche sagen sogar: „Wenn du vom Winterwald schreibst, dann friere ich mit.“
(Anmerkung von Uschi: ich glaube so oder ähnlich habe ich mich ausgedrückt)
Besonders freue ich mich darüber, dass die Figuren als lebendig wahrgenommen werden. Sie haben ihre Stärken und Schwächen, Gefühle und Gedanken. Genau das war mir beim Schreiben wichtig. Es sind keine flachen Figuren, sondern Menschen mit Tiefe.
Ich habe außerdem schon Vergleiche gehört, auf die ich sehr stolz bin. Die möchte ich an dieser Stelle gar nicht wiederholen. Aber sie zeigen mir, dass die Geschichte die Menschen berührt und sie während des Lesens den Alltag vergessen lässt.
Das Interview ging noch weiter!
Martina und ich saßen gestern Nachmittag auf meinem Balkon und haben dieses Interview in mein Handy diktiert. Begleitet von schreienden Raben und hupen der S-Bahn. Solche Geräusche bemerkt man erst, wenn man aufnimmt.

Martina mit ihrem Buch, ich wollte gestern nicht auf Fotos, ich sehe noch bissel krank aus.
Heute habe ich mich dran gesetzt das gesprochene zu schreiben. Dabei ist mir jetzt aufgefallen das man beim Sprechen viel mehr Worte verwendet, ich musste einiges kürzen und zusammenfassen. Damit das hier nicht zu langweilig wird, teile ich das Interview in drei Teile.
Im nächsten Teil geht es um das Crowdfunding selbst: Wie es funktioniert, welche Dankeschöns es gibt und warum schon kleine Beiträge dabei helfen können, den zweiten Band von Ansgar Wirklichkeit werden zu lassen.
Hier gehts zu Teil 2




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