Diese Woche war ich beruflich in der Schweiz unterwegs und bin dabei mehrfach am Hauptbahnhof Zürich umgestiegen und habe dort meine Pausen verbracht. Bei dieser Gelegenheit habe ich mir den größten Bahnhof der Schweiz genauer angesehen und viele Bilder gemacht.
Zürich Hauptbahnhof
In der Schweiz wird das Wort „Hauptbahnhof“ übrigens nur mit HB abgekürzt. In Deutschland schreiben wir Hbf. Wie diese Abkürzung entstanden ist, beschreibt jemand in diesem Video ganz lustig:

Kommt man mit dem ICE oder IC in Zürich an, landet man zuerst in der modernen flachen Bahnsteighalle. Bei meinem ersten Besuch hier war ich fast enttäuscht, weil ich mit viel mehr Gleisen und viel mehr Gewimmel auf den Bahnsteigen gerechnet hatte. Auf den ersten Blick wirkt es gar nicht so groß. Markant sind jedoch diese asymmetrischen Betongebäude auf den Bahnteigen. Erst auf den zweiten Blick erkennt man dies sind Treppenabgänge, mehr als die Hälfte davon sogar mit Rolltreppen.
Die Tatsache, dass es auf jedem Bahnsteig mehrere dieser Treppen und Rolltreppen gibt, sorgt dafür, dass sich die ausgestiegenen Menschen sehr schnell verteilen und es so kaum zu Gedränge auf dem Bahnsteig kommt. Innerhalb von wenigen Minuten sind die Menschen verschwunden.
ShopVille im Hauptbahnhof Zürich
Unter den 16 Bahnsteigen in Kopfbahnhofbauweise verbergen sich unterirdisch mehrere Ebenen Durchgangsbahnhof-Gleise die meist für den Nahverkehr und die S-Bahnen genutzt werden.
Und dazwischen befindet sich die ShopVille. Eine gepflegte und sehr umfangreiche Einkaufspassage, die so groß ist das sie eine eigene Webseite hat. Hier ist es so komplex das die einzelnen „straßen“ Namen haben und die einzelnen Shops richtige Adressen.
Dies habe ich wirklich gebraucht als ich mir mit der Toogoodtogo-App etwas zu Essen reserviert hatte und dieses nun abholen wollte. Die GPS navigation zu dem Laden funktionierte natürlich nicht mehr, da ich mich ja unterirdisch bewegte. Aber die Adressangabe „Halle Musesumsstrasse 2“ oder „Am Sihlquai 17“ half dabei weiter. Ich war wirklich beeindruckt wie groß, hell und sauber es dort unten ist. In Deutschland findet man selten so gepflegte unterirdischen Passagen. Wer die „Anulf-Klett-Passage“ in Stuttgart kennt, weis was ich sagen will…

Bahnhofshalle Zürich
Doch jetzt zum sichtbaren Teil des größten Bahnhofs der Schweiz. Wenn Dich Zahlen und geschichtliche Entwicklung interessieren, kann ich Dir den entsprechenden Wikipediabeitrag sehr empfehlen.
Weil bei einem meiner längeren Aufhalte in Zürich gerade Dauerregen herrschte, habe ich mir die beeindruckende Bahnhofshalle mal genauer angeschaut.


Betritt man das Gebäude von Süden her, dort befinden sich Tram-Station und Taxistand, kommt man in diese beeindruckende Kuppelhalle, hier angrenzend befinden sich eine riesige Apotheke und das Reisezentrum der SBB (Schweizerische Bundesbahn).

Das, was Du auf dem oberen Bild siehst, ist nicht etwa der Eingang zu einem Museum oder einem ehrwürdigen Amtsgebäude… Nein es ist das Reisezentrum der SBB wo Du Fahrkarten oder Auskünfte erhalten kannst. Hier werden auch zahlreiche „Fanartikel“ angeboten:


Und natürlich gibt es sie hier: die original Schweizer Bahnhofsuhren! Eine große Auswahl an Uhren der Marke Mondaine. Für deutsche Verhältnisse undenkbar, aber hier kannst Du auch die ganz hochwertigen Modelle ganz einfach im Reisezentrum erwerben.
Die Bahnhofshalle:



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Schau Dir mal die Webseite der Ausstellung an, da siehst Du noch mehr von der beeindruckenden Halle.

Auch in der Bahnhofshalle der beinahe „offene“ Abgang zu den Schließfächern, Toiletten, ShopVille und S-Bahn. Dieses Bild ist frühmorgens entstanden, wo noch nicht sehr viele Menschen unterwegs sind. Aber auch tagsüber ist es immer so sauber und gepflegt. Denn man sieht eigentlich ständig irgendwo jemanden sauber machen.
Was mir auch aufgefallen ist, im gesamten Bereich des Bahnhofs sind mir keine Bettler, Junkies oder Obdachlose begegnet.


Der Hauptbahnhof in Zürich ist wirklich sehenswert. Wenn Du dort mal umsteigen musst, plane Dir ruhig etwas mehr Zeit ein. Selbst bei Regenwetter kann man hier sehr gut verweilen.
Vielen Dank für Deinen Besuch, dieser Text wird im Samstagsplausch von Karminrot und dem Karminroten Lesezimmer verlinkt.






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