Unterwegs war mein Ziel (Wochenende in Bildern)

In diesem Beitrag zur Serie: „Wochenende in Bildern“ Möchte ich Euch Bilder von einem Wochenende als Zugbegleiter im Fernverkehr berichten. Mit diesem Beitrag nehme ich bei der gleichnamigen Linkparty von Grosse Köpfe teil.

Letzte Woche habe ich ein paar Urlaubstage in Hamburg verbracht. Dieses Foto entstand am Freitag Nachmittag im Museumshafen Övelgönne.

Am Samstag unmittelbar vor meine Abreise sah das Wetter dann so aus:

Auf den Straßen nur noch Reste von Schneematsch. Auf dem Weg zum Hauptbahnhof entdeckte ich die Meldung das mein Zug umgeleitet werden musste. Meine Gastgeberin war so nett und brachte mich statt zum Hamburger Hauptbahnhof nach Harburg… ca 30 Minuten Autofahrt.

Doch dort angekommen erfuhren wir, dass alle Züge über Harburg umgeleitet werden mussten. Der Grund war ein umgestürzter Baum auf einer Oberleitung. Meine Abfahrt verzögerte sich um insgesamt 70 Minuten.

Bei etwa 4 Grad war der Schnee zwar bereits weg, aber zum so lange Warten war es doch etwas kalt. Meine Stimmung war irgendwann nicht mehr so gut.

Ich nutzte die Wartezeit, um ein paar Fotos zu schießen. Jetzt habe ich genug Bildmaterial. Demnächst werde ich über diesen Bahnhof in meinem Blog schreiben. Wie zum Beispiel über die Wandelhalle oder den Lichtkunstbahnhof Celle.

Endlich im Zug war es dann wieder ganz entspannt, denn ich konnte von Harburg bis Basel im gleichen Zug bleiben. Da ist dann eine Verspätung nicht mehr so dramatisch… zumal es in Basel nur noch knapp 30 Minuten waren.

In einem verspäteten Zug zu reisen hat auch Vorteile. Meistens ist es angenehm leer, weil viele Reisende auf andere Züge ausgewichen sind. Ich konnte mich auch ohne Sitzplatzereservierung an einem 4er Tisch ausbreiten. Gemütlich mit hoch gelegten Beinen konnte ich Stricken und lesen. Die Pizza-Schnecken waren übrigens selbst gemacht und haben sich als sehr praktisch als Reiseproviant erwiesen.

Demnächst werde ich sie nochmal machen und danach vielleicht über das Rezept bloggen.

Unterwegs hatte es kaum Schnee und die Sonne zeigte sich immer wieder mal. Doch zuhause in Lörrach lagen noch Reste von dem massiven Wintereinbruch am Donnerstag.

Mein Sonntag:

Als Zugbegleiter im Fernverkehr sind Samstag und Sonntag normale Arbeitstage. Daher endete mein Urlaub nicht am Montag. Stattdessen war er schon Sonntagmorgen vorbei.

Dienstbeginn in Basel

Mein erster Dienst nach dem Urlaub begann schon mal ganz entspannt. Ja ihr seht richtig, das Bild ist nicht verwechselt. Es war wirklich so, das ich die ersten zwei Stunden genau das gleiche gemacht habe… Sockenstricken während der Zugfahrt.

Mein Dienstplan sah eine Gastfahrt bis Karlsruhe vor, weil sonst meine Schicht zu lang gewesen wäre…

Ein Unterwegseindruck. Während der Arbeit habe ich im Zug eher weniger Zeit zum Fotos machen. Dieses Bild entstand wahrscheinlich in Darmstadt wo wir ein paar Minuten auf die Ausfahrt warten mussten.

Und dieses Bild ist nach meiner „Mittagspause“ am Berliner Hauptbahnhof entstanden. Naja die war erst gegen 17 Uhr und es war schon wieder dunkel. Für mich war es echt mal spannend einen Bahnhof kennenzulernen wo ich noch nie war.

Nach dem kurzen Aufenthalt in der Hauptstadt ging es nach Erfurt. Wieder über eine Strecke die ich noch nicht kannte.

In dieser Gegend von Deutschland war ich bisher noch nicht unterwegs. Und ich muss zugeben ich hab während der Fahrt paarmal auf Google-maps geguckt wo wir denn eigentlich sind.

Bei einer Frage eines Fahrgastes dessen Folgezug wegen Bauarbeiten ausfällt, konnte ich bei seinen Vorschlag leider nicht helfen. Er fragte: „Kann ich denn nicht in *soundso* umsteigen und über *daunda* fahren?“ Keinen der Städtenamen hatte ich zuvor gehört. „Tut mir leid, ich kann ihnen nicht helfen, ich habe keine Ahnung, ich komme aus Basel“.

Feierabend in Erfurt

Meinen Feierabend hatte ich gegen 20 Uhr in Erfurt, eigentlich wäre noch etwas Zeit gewesen um irgendwas anzusehen… doch ich war etwas erschöpft… der erste Tag nach dem Urlaub ist immer mühsam. Das war auch in meinem alten Beruf so.

Aber das Hotel das ich erwischt habe war auch ein Hingucker. Ich war im Prizeotel untergebracht, welches vom Bahnhof mit nur wenigen Schritten erreichbar ist.

eigenwillige Farbgestaltung… Zimmernummern auf dem Teppich

Pinkes Waschbecken, hatte ich zuvor noch nie gesehen… die Anordnung der Spiegel animierten mich zu einem Selfie…

Auch im Frühstückstraum knallige Farben und Formen.

Weil ich nicht so sehr früh los musste nutzte ich die Gelegenheit für ein ausgiebiges Frühstück. Das war ganz gut, aber mit 18€ nicht gerade billig.

Natürlich musste noch ein Selfie mit Bahnhofsschild bei Tageslicht her…

Während der Fahrt durch die Thüringer Landschaften hatte ich die Aufgabe dem Lokführer einen Kaffee zu bringen… ihm erzählte ich, dass ich das erste Mal in der Gegend unterwegs bin. Er ließ mich eine Weile bei ihm vorne raus schauen. Er erzählte mir bissel was zur Umgebung und zur Strecke. Das war mega interessant. Vielen Dank an den netten Kollegen.

In Frankfurt am Main hatte ich Mittagsplause und von dort ging es Richtung Heimat… die Strecke kenn ich ja schon auswändig, die war dann nicht mehr spannend. Dafür war ich dann im Zug fleissig.

Ach… zufällig war es die gleiche Zugnummer wie am Samstag… nur das wir diesmal super pünktlich waren. So kam es das ich pünktlich Feierabend machen konnte, auf dem Heimweg frisches Gemüse einkaufen (ich war ja über ne Woche weg), und dann hatte ich tatsächlich noch Lust zum frisch kochen:

Dienstag und Mittwoch habe ich frei. Aber gestern war das komplette Gegenteil vom Wochenende. Ich musste mich einer kleinen OP an der Nase unterziehen lassen. Danach war ich nur noch zwischen Couch und Kühlschrank unterwegs.

Heute geht es mir bereits viel besser und morgen kann ich wieder arbeiten. Und ich freue mich schon wieder eine „neue Stadt“ zu entdecken… mal sehen ob und was ich darüber bloggen werde.

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Dieser Text wird bei Grosse Köpfe und Blogfamilia verlinkt.

2 responses to “Unterwegs war mein Ziel (Wochenende in Bildern)”

  1. […] Diese Aufnahme ist diese oder letzte Woche entstanden, diese Woche war sehr voll und bewegt. Los ging es mit einer Übernachtungs-Schicht, siehe dazu auch mein Wochenende in Bildern. […]

  2. Avatar von lutrabee

    Hallo Uschi, schön dich ein wenig „begleiten“ zu können.
    Wünsche dir was
    Sabine aus KL

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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