Herzlich Willkommen zu meinem 46sten Samstagsplausch, den ich wieder wie gewohnt bei Andrea von Karminrot und dem karminroten Lesezimmer verlinke.
Apropos Lesezimmer, wer von Euch lesebegeistert ist, dem möchte ich das „Lesezimmer“ ans Herz legen, wo Andrea immer wieder interessante Romane aber auch Hörbücher vorstellt.
Wenn Du lesebegeistert bist und in Lörrach wohnst, dann hab ich da einen besonderen Tipp für Dich. Am Kommenden Montag findet im Lederwarengeschäft Ruser eine Buchlesung statt, vorgestellt wird der spannende Mittelalterroman „Ansgar von Briant“. In dem Ladengeschäft (Gegenüber Hirschenapotheke/Karstadt/H&M) zwischen Taschen und Koffern in heimeliger Athmosphäre entführt Martina Bollhöfer die Zuhörer in spanndende Szenen aus ihrem ersten Roman. Leider kann ich nicht dabei sein weil ich nicht in Lörrach bin. Aber ich habe schon mal eine Lesung mit ihr erlebt siehe dazu „Lesefest des RBKV“.
Ich selber lese bin also nicht so ein „Bücherfresser“ bei mir dauert das immer recht lange bis ich ein Buch gelsen habe. Sicher auch der Tatsache geschuldet das ich lieber etwas mit den Händen mache, wenn ich still sitze, zum Beispiel Häkeln oder Stricken.

Wobei wir endlich bei meinem heutigen Thema gelandet sind.
Sockenstricken für den Adventsbasar
In meiner Kirchengemeinde ist es Tradition einen Adventsbasar zu veranstalten bei dem für den Guten Zweck selbst gemachte Dinge angeboten werden. Traditionell gibt es da viel gestricktes oder gehäkeltes. Ich hab paarmal nur als Spender selbst gemachter Dinge mit gemacht doch seit einigen Jahren bin ich mehr oder weniger die Organisatorin dieser Veranstaltung. Ich hab halt einfach meine Erfahrung und Wissen als „Kurzwaren Verkäuferin“ mit eingebracht. (Kurzwaren = Wolle und Co.)

Früher waren die Seniorinnen unserer Gemeinde perfekt im Sockenstricken und Plätzchenbacken. Auch wenn immer weniger von den ältesten Gemeindemitgliedern noch aktiv mit machen können, die Leute erwarten beim Adventsbasar handgestrickte Socken und hausgemachte „Weihnachts-Brötli“.
Meine ersten selbstgestrickten Socken
Backen ist nun wirklich nicht meine Leidenschaft, stricken und häkeln schon eher. Meine ersten Socken waren potthässlich, unregelmäßig und viel zu locker. Zudem dauerte es Monate bis ich ein Paar fertig hatte.
Um ehrlich zu sein die ersten etwa 10 Paare sind zwar irgendwie fertig geworden aber nur so das ich mich nicht getraut habe sie jemandem zum kaufen anzubieten. Ich fand meine eigenen immer viel hässlicher als die von den „alten Hasen“.
Bis ich dann mal ein Paar von mir gestrickten unter die anderen gemischt habe um zu beobachten, ob andere sie auch so hässlich finden. Meine Socken fanden genauso schnell Abnehmer wie die der anderen! Offensichtlich war ich selber nur zu überkritisch.
Mein Ziel Adventsbasar
Von da an war mein Ziel innerhalb eines Jahres eine Anzahl zu schaffen damit es sich auch wirklich lohnt. Vorletztes Jahr hatte ich mir vorgenommen jeden Monat ein Paar zu stricken, bis April habe ich durchgehalten und dann… nixmehr…
Wie sich mein Alltag verändert hat
Wie „der geneigte Leser zu wissen pflegt“, habe ich im Sommer 23 einen neuen Beruf gewählt. Als Zugbegleiter im Fernverkehr habe ich nicht mehr täglich mit Sockenwolle zu tun. Wenn Du nicht weißt, was dieser Beruf genau beinhaltet schau mal unter diesem Link. Trotzdem komme ich jetzt mehr zum Sticken als früher:

Hier seht ihr mich Sockenstrickend in einem Nahverkehrszug, in der Freizeit, vermutlich war ich da auf dem Weg zu meiner Mutter.

Auch hier „Gelbe Löwen auf Schwarz“ das war wieder im Nahverkehrszug, In Jeans, also in der Freizeit… aber ne ganz andere Sockenwolle. Hier weis ich sogar noch welche und woher: „Sockenwolle“ von Schachenmayr bei Rossmann gekauft.

Das hier war wohl eine etwas weitere Reise, wie man an meinem Müsli erkennen kann. Vermutlich war ich privat unterwegs.

Sockenstricken im Dienst
Doch hier war ich deffiniv „bei der Arbeit“, denn ich trage UBK was Unternehmensbekleidung bedeutet. Selbst die Schuhe sind von der deutschen Bahn. Ich finde sie übrigens extrem bequem und trage sie gerne zu diesem Kleid in burgundy. Übrigens ist es klare Anweisung burgundy und blau zu kombinieren. Der Gürtel zu diesem Kleid ist blau.
Dieser Auffällige Bodenbelag befindet sich im Pausenraum in Karlsruhe, wo ich fast regelmäßig länger Aufenthalt habe, oft sogar zwei Stunden am Stück, also viel Zeit zum Stricken.

Wie hier, gleicher Raum, gleiches Kleid und mein „Pausenbrot“. Die Gelbe Sockenwolle hatte ich schon länger sie war von Karstadt (jetzt Galeria) und von Regia irgendwas mit Cotton im Namen.

Hier war ich wohl eher privat unterwegs, denn ich sitze zwischen den anderen Fahrgästen. Wenn ich privat unterwegs bin stricke ich während der Zugfahrt und wenn ich im Dienst bin dann in den Wartezeiten dazwischen.
Fakt ist: So viele Socken wie im vergangenen Jahr habe ich noch nie geschafft! Eine endgültige Anzahl kann ich Euch noch nicht nennen, denn ich hab im Moment noch ein paar unvollendete Paare.
Ein Strickzeug steckt immer irgendwo in meiner Tasche oder Koffer für den Fall das ich ungeplant viel Zeit habe:

Wie hier, wo ich während des Dienstes als Fahrgast irgendwo hin fahren musste… offensichtlich war der Zug sehr voll, so das ich im Fahrradabteil auf dem Boden sitze. Ich weis nicht mehr genau, aber das könnte während dem GDL Streik gewesen sein.
An diese Wolle erinnere ich mich das sie monatelang mit mir im Dienstkoffer rum gefahen ist, das war mein „Not-Strickzeug“ und diese Socken habe ich immer nur dann weiter gemacht, wenn was unregelmäßig war… Nun, … sie sind fertig geworden!

In dieser Schuhschachtel habe ich das Jahr über die fertigen Socken gesammelt, noch reicht so eine Schachtel aus, aber mein Ziel ist es 2025 so viele Socken zu stricken, das diese Schachtel nicht mehr reicht.
Mittlerer Weile habe ich mir eine zweite Machart für die Ferse erlernt, die Boomerangferse, weil ich da noch unsicher bin geht das noch nicht so schnell, aber mit mehr Übung wird das sicher schnell besser. Nach wie vor struggle ich noch etwas mit den Größen, die letzten 3 Paare sind einfach gnadenlos zu groß geworden. Doch zum Glück weis ich das in unserer Gemeinde ein paar Männer mit Schuhgröße 47 und 48 sind, diesen werde ich meine zu groß geratenen Socken wohl direkt zeigen.
Unterwegs war ich diese Woche leider gar nicht, denn ich war immernoch krank. Doch es wird besser… schreiben und stricken geht wieder.
Vielen Dank für Deinen Besuch aur unterwegsistdasziel.blog

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