Herzlich willkommen zu meinem 36. Samstagsplausch 2024. Heute will ich mal die Überschrift von Andrea übernehmen, obwohl diese Woche für uns beruflich eher das Gegenteil war.

So war meine Woche

Meinen letzten Samstagsplausch konnte ich erst Sonntagabend sehr spät fertigstellen, irritierenderweise hatte ich ihn „Open Air-Wochenende“ genannt. Ich hatte da meine heimreise noch gar nicht erwähnt, deshalb fange ich jetzt mal damit an:

Am letzten Sonntag bin ich von Klaffenbach nach Hause gefahren. Das Schloss Klaffenbach liegt in der Nähe von Chemnitz und sonntags sind die Zugverbindungen von dort nicht ganz so ideal. Zusätzlich war da irgendwo zwischen Chemnitz und Leipzig ein Schienenersatzverkehr, was die Reisezeit wieder verlängert. Dabei hatte ich mich ja schon so auf einen durchgehenden ICE von Leipzig bis Basel gefreut. Denn seit diesem Wochenende ist die Streckensperrung bei Rastatt/Baden-Baden beendet.

Mit verschiedenen Mitgliedern der Nino de Angelo-Fangemeinschaft war ich am Verhandeln, ob mich jemand bis nach Leipzig mit dem Auto mitnehmen könnte. Doch die „Autofahrer“ waren allesamt nicht begeistert, weil es für sie ein Umweg gewesen wäre. Dann kam heraus, dass eine Person bei Fulda wohnt und es für sie kein Umweg wäre, mich in Fulda zum Bahnhof zu bringen. Die Idee, mit ihr bis dahinzufahren, fand ich toll, denn ich wollte mich sehr gerne länger mit ihr unterhalten. So kam es, dass wir gut gelaunt, ohne Stau und Zeitdruck in Fulda ankamen und ich dort genau in den Zug, den ich ursprünglich ab Leipzig nutzen wollte, erreichte.

Der ICE war sogar pünktlich, aber ich hatte schon erwartet, dass er voll sein würde… aber er war proppenvoll. Ich war ja selber schuld, ich weiß ja das gerade sonntagnachmittags die Züge voller sind, und dann war irgendwo Ferienende und es war endlich die Strecke Karlsruhe-Basel wieder durchgängig befahrbar. Viele Fahrgäste hatten ihre Heimreise deshalb auf dieses Wochenende gelegt.

Aber das schreckte mich nicht ab. Ich als Bahnmitarbeiter weis ja, wo man am ehesten einen noch freien Sitzplatz findet… im Wagen 1, da wo das Fahrradabteil ist. Diese Idee hatten jedoch viele andere Fahrgäste auch. Meine Idee im Türbereich der letzten Türe am Boden zu sitzen hatten andere auch schon. Da waren schon zu viele.

Der Wagen 1 in der Baureihe 412 hat eine Besonderheit. : Weil die Gepäckregale im Wagen 1 kleiner sind,gibt es zwischen zwei Sitzreihen eine breitere Lücke für Gepäck.Diese hab ich gesucht, und darin nur zwei kleine Koffer gefunden, die ich nach Absprache mit den Fahrgästen woanders platzieren konnte. Dieser Platz sollte mein Sitzplatz werden… ich dachte für die nächsten 1-2 Halte… aber ich blieb dort bis nach Freiburg!

Raum ist in der engsten Hütte

Aber hey ich habe es mir gemütlich gemacht. Mein Koffer diente als Tisch, meine Fleecejacke als Kissen im Rücken und ich konnte die Beine ausstecken. Mir gings gut, in der Tasche mit den Blumen hatte ich Getränke und was zu essen. Ich konnte gemütlich lesen, spielen, Bilder bearbeiten. Etwa 3,5 Stunden hab ich das da gut ausgehalten.

Streckensperrung vorbei

Beruflich ging es am Montag wieder in die Vollen. Nachdem es während der 3-wöchigen Streckensperrung sehr ruhig war, ging es jetzt wieder hoch her. Die Züge waren gleich viel voller und wir fahren endlich wieder weiter als nur nach Baden-Baden. Das war ja schon fast langweilig.

Die Sperrung bei Rastatt ist beendet, aber die Riedbahn, die Strecke zwischen Mannheim und Frankfurt ist immer noch gesperrt und die Züge werden umgeleitet. Dadurch kam ich zum ersten Mal nach Wiesbaden, und das gleich mehrmals an einem Tag. Weil wir dort jeweils mehrere Minuten Aufenthalt hatten, hatte ich Zeit für ein paar Fotos:

Die Bahnhofshallen von Wiesbaden von Aussen

Der Zufall wollte es, dass ich gleich mehrmals an einem Tag an diesem Bahnhof stand. Ich nutzte die Gelegenheit zum Bilder machen und habe über den Hauptbahnhof Wiesbaden einen Blogpost geschrieben. Und hier das Bahnhofsgebäude von Aussen.

Bahnsteighallen am Hauptbahnhof Wiesbaden von innen

Übernachtung am Mittwoch

Von Mittwoch auf Donnerstag hatte ich eine Übernachtungsschicht. Das heißt wir übernachten in einem Hotel (organisiert alles die Bahn ), um dann am nächsten Morgen einen Zug zurückzubegleiten. Ich weiß, das ist nicht jedermanns Sache, aber mir macht das Spaß. Lese dazu auch „ich fahre eine Übernachtung“.

Und hey, wieso sollte ich jammern, letzte Woche habe ich in Hamburg, Weißenfels und Klaffenbach übernachtet. In der Woche davor Dinslaken und Stuttgart…

Wechselnde Betten, Hotelzimmer und Klotüren bin ich langsam gewöhnt. Und auch das Kofferumpacken bin ich schon fast gewohnt. Ich muss nur noch mein „persönliches Wäschemanagement optimieren“. 4-mal kleiner Koffer gibt sooo viel Schmutzwäsche, die ich „aufholen“ muss.

Galle?

Am Donnerstagnachmittag habe ich mich gut gelaunt an meinen Wäscheberg gemacht. Die morgendliche Schicht war entspannt und kurz und ich war ausgeruht und motiviert… doch dann zwickte der Bauch, ich dachte, das geht gleich wieder vorbei. Doch die Schmerzen wurden schlimmer und schlimmer. Ich musste mich mehrfach übergeben und mir gings echt schlecht. Ich bat eine Freundin um Hilfe. Sie hat mich ins Krankenhaus zur Notfallpraxis gebracht. Verdacht auf Gallenkolik. Die Schmerzen waren so stark, dass ich im Wartebereich mit der Bettflasche auf dem Bauch schräg auf dem Stuhl hing! Gerade sitzen ging fast nicht. Doch als mich die Ärztin aufrief, ging ich aus eigener Kraft in den Behandlungsraum und diese begrüßte mich mit „so wie sie gehen haben sie keine Gallenkolik“. Es wurde kein Ultraschall gemacht, sondern nur vermutet, dass mir wohl ein Gallenstein etwas Probleme bereitet. Nach dem Abtasten meines Bauchs entschied man „nicht lebensgefährlich“ und ich solle bei nächster Gelegenheit zum Hausarzt gehen… da war ich gestern, kam aber nicht dran, ich soll Montag kommen!

Die Medikamente scheinen geholfen zu haben, die Schmerzen und die Übelkeit sind jetzt weg. Aber was es genau war und wie es weitergeht…

Na immerhin geht es mir wieder so gut das ich den Wäscheberg besiegen und diesen Blogpost schreiben konnte. hoffen wir das es so bleibt. Apropos Hitzefrei, ausnahmsweise war es bei uns untern nicht so heiß, wie in anderen Teilen Deutschlands, ich bin da echt dankbar dafür.

Dieser Text wird wieder bei der lieben Andrea von karminrot in ihrem karminroten Lesezimmer verlinkt. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

In der Folgewoche kam der Herbsteinbruch

7 Kommentare zu „Hitzefrei? Samstagsplausch 36“

  1. […] ziemlich plötzlich über uns hereingefallen. Letzte Woche habe ich meinen Samstagsplausch noch Hitzefrei genannt… und diese Woche frösteln wir und holen die Jacken aus dem […]

  2. […] Die Heimreise nach Lörrach (fast 700 km) war auch besonders, einen Teil der Strecke war ich mit einer Freundin mit gefahren, mehr dazu in meinem letzten Blogpost. […]

  3. Avatar von wasmachstdueigentlichso

    Gute Besserung! Und echt blöd, dass das nicht gleich richtig untersucht wurde.
    Darf ich fragen, wie klein man sein muss, um zwischen die Sessel zu passen? Bzw. ob ich meine reichlich 1,80 auch da unterbekomme 😉?

    1. Avatar von Uschi
      Uschi

      Ich bin 1,74 gross, wenn man längere Beine hat muss man die Füße diagonal unter die Sitze schieben. Da ist noch Luft… aber das Aufstehen erfordert etwas Beweglichkeit

  4. Avatar von Andrea Karminrot

    Da kann man mal sehen, auf welch kleinem Raum man zurechtkommt!
    Dass du keine Koliken haben sollst, finde ich schon merkwürdig, dass die da nicht wenigstens mal draufschallen … Aber die müssen es ja wissen …
    Liebe Grüße
    Andrea

  5. […] Die Bahn-Auskennerin empfiehlt den Platz zwischen den Sesseln. […]

  6. Avatar von Astridka

    Wiesbaden werde ich dann morgen auch einmal kennenlernen, scheint ja ein schmucker Bahnhof zu sein.-
    Nino de Angelo lebt noch? Der war vor vierzig Jahren mit der Tochter einer Kollegin verheiratet und die Kinder waren oft bei der Oma. Hatte ihn aber aus den Augen verloren, sozusagen.
    Gut, dass das keine Gallenkolik war. Das ist furchtbar.
    Bon week-end!
    Astrid

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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