Nino de Angelo: Ein unvergessliches Konzert in Ludwigshafen

Da mein letzter Samstagsplausch überraschend gut bei Euch ankam, widme ich mich heute erneut um das Thema Nino de Angelo auf der Bühne. Diesmal in Ludwigshafen.

Am vergangenen Sonntag habe ich Nino de Angelo mit Band in Ludwigshafen erlebt.Bei dieser „Irgendwann im Leben“ Tournee bin ich nicht ganz so verrückt wie vor zwei Jahren, unter „Ich plane meinen Traumurlaub“ wollte ich alle Termine der Tournee von Nino de Angelo mit machen. Dieses Mal beschränke ich mich auf die Termine „in der Nähe“. Ich schreibe das in Gänsefüsschen, denn mir ist bewusst das für mich dieser Begriff anders deffiniert ist als für andere.

Durch meinen Beruf Zugbegleiter im Fernverkehr bin ich sehr viel unterwegs, und fast jede zweite Schicht führt mich durch Mannheim. Also empfinde ich die 270 km als nicht weit.

Nino de Angelo in Ludwigshafen

Das Konzert fand in der Friedrich-Ebert-Halle in Ludwigshafen statt. Dazu bin ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln angereist und in der Nacht auch wieder zurück. Denn ich musste an dem Sonntag vormittags noch arbeiten. Und rate mal wo mich meine Schicht hin geführt hat… nach Mannheim und zurück!

Nach Dienstende bin ich kurz nach hause, allerdings nur zum kurz umziehen und gleich wieder los. Zwischen ankommender S-Bahn und wieder weg lagen genau 30 Minuten. Also wieder nach Basel, wieder in den ICE, wieder nach Mannheim. Vom Hauptbahnhof ging es dann weiter mit der Regionabahn nach Ludwigshafen. Dort musste ich noch ein Stück Straßenbahn fahren und ein kleines Stück laufen.

Kurz nach 17 Uhr war ich an der Halle, wo schon Freunde von der Nino de Angelo-Fangemeinschaft warteten. Die Wiedersehensfreude war groß und die Wartezeit bis die Halle geöffnet wurde kurzweilig weil wir viel zu quatschen hatten.

Die Halle hat mir optich nicht so gefallen, aber ich war sehr erfreut das es im Voyer ein Speisen und Getränkeangebot gab. Ich hatte ja noch kein Abendessen. Nur leider gab es keine Garderobe. Und ausgerechnet heute hatte ich eine riesige Tasche, einen Pulli und eine Winterjacke mit. Denn ich musste ja in der gleichen Nacht wieder zurück fahren. Und nachts wird es momentan noch empfindlich kühl. Nachdem ich keine Möglichkeit fand mein „Gepäck“ irgendwo abzugeben nahm ich alles mit in den Saal.

Was mir jedoch später zum Verhängnis wurde, denn hinter mir hat jemand einen Becher Weinschorle umgeworfen und alles unter meinen Stuhl wo meine Sachen waren. Ich musste also während der Show mal kurz meine Klamotten retten!!! Das war etwas peinlich. Zum Glück blieb meine nagelneue Tasche dicht und der Pullover wurde nicht nass. Die Jacke war zum Glück wasserabweisend. Vermutlich stank ich im Nachtzug wie eine Betrunkene.

Durch das Schorle-Chaos unter meinem Stuhl hatte ich kaum Zeit um in der ersten Konzerthälfte Fotos zu machen. Obwohl ich dafür einen perfekten Blickwinikel gehabt hätte. Erst nach der Pause konnte ich entspannt fotografieren.

So war der Ablauf

Das Konzert begann bereits um 19 Uhr, das ist meistens Sonntags so. Als Intro wieder das von Nino gesprochene Rilke-Gedicht der Panter. Doch nur wahre Nino-Fans die alle seine Alben kennen, verbinden dieses wirklich mit seiner Musik. Auf „Gesegnet und Verflucht“ findet man den Titel „einsamer Panter“ der auf diesem Text basiert. Auf Wikipedia „der Panter“ kannst Du sogar nachlesen das dieser Text schon mehrfach vertont wurde.

Ganz im Gegensatz zu Hannover und Ilsenburg lies Nino diesmal den Hut und den Stock weg. Doch sein cooles Countryhemd war dabei.

Der Ablauf war nicht ganz identisch denn statt dem Titel Kryptonit durfte der Sanremo Gewinner Yull-win Mak einen Titel singen. Mit diesem hatte Nino vor vielen vielen Jahren schon mal gearbeitet. Es wurde ein Foto davon gezeit, damals hatte Nino noch schwarze Locken.

Nach einer Stunde gab es eine etwa halbstündige Pause und dann spielten Nino und seine Band nochmals etwa eine Stunde.

Nach der Pause trug Nino ein ärmelloses Hemd mit Druckknöpfen von dem Nino selbstironisch sagte „ich fand es so geil, aber es gab es nicht mehr in meiner Größe“. Im Vergleich zu den beiden Shows die ich schon gesehen habe wirkte Nino auf mich gelassener und gelöster und seine Stimme klang sehr gut.

Ich habe immernoch das Gefühl das Nino sich mit jeder Show steigert und besser wird! Und ich hab ihn wirklich schon oft live erlebt!

Heimreise

Aus Kostengründen und auch weil ich am nächsten Morgen arbeiten musste hatte ich mich dazu entschlossen in der Nacht wiieder zurück zu fahren. Allerdings funkte mir da eine Streckensperrung dazwischen. Der letzte geeignete Zug wäre um 20:49 Uhr ab Mannheim gefahren und das ist zu früh. Kurz vor dem Konzert sah ich das dieser Zug eine erhelbliche Verspätung hat und das wäre meine Chance gewesen. Doch dessen Verspätung summierte sich derart das er in Karlsruhe enden musste. Aufgrund von Bauarbeiten fielen mehrere Züge richtung Basel aus und erst der Nachtzug nach 3 Uhr fuhrt durch.

Die Wartezeit bis dahin konnte ich im Pausenraum der deutschen Bahn überbrücken.

Um 6 Uhr kam ich in Basel an, pünktlich. Aber da Nachtzüge sehr oft erhebliche Verspätungen haben, hatte ich wechselwäsche usw schon dabei um notfalls direkt zum Dienst zu gehen. Dieser Notfall war nicht gegeben und ich wollte auf keinen Fall mit diesen nach Wein riechenden Klamotten in der Dienststele erscheinen. Also Schnell mit der S-Bahn nach hause, unter die Dusche! Dienstkleidung an und wieder hin!

Um 7:30 hatte ich Dienstbeginn, ich war pünktlich!

Selbstverständlich bin ich nicht total übermüdet in den Zug, wo ich für die Sicherheit meiner Fahrgäste verantwortlich bin. Ich hatte eine Bereitschaftsschicht und durfte nochmal ruhen. Aber eigentlich ging es mir am Tag noch gut. Aber dann am Abend war ich komplett erschöpft und bin um 18 Uhr ins Bett!

Am Dienstag hatte ich frei und konnte „ausschlafen“ nach fast 14 Stunden Schlaf war ich wieder normal. Diese Woche habe ich endlich das Schränkchen aufgebaut das ich im Januar schon bestellt hatte. Das war ein richtiges Drama, den Frust habe ich mir in „Frustration beim Möbelkauf“ von der Seele geschrieben.

Dieser Text wird bei Karminrot und im Lesezimmer verlinkt.

3 Kommentare zu „Nino de Angelo: Ein unvergessliches Konzert in Ludwigshafen“

  1. […] Hause entspannen. Nach so vielen Konzert-Erlebnissen wie Nino de Angelo in Hannover und Ilsenburg, Ludwigshafen, und Hamburg tat etwas Ruhe ganz […]

  2. Avatar von Andrea Karminrot

    Das Konzert hat sich aber gelohnt. Auch wenn du bestimmt wie eine Schnapsdrossel gestunken haben musst. Deine Position zum Bildermachen war echt klasse.
    Lieben Gruß
    Andrea

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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