Diese Woche war die Karwoche, die Woche vor Ostern mit dem Karfreitag Feiertag. Im Samstagsplausch will Euch wieder berichten wie die Woche für mich als Zugbegleiter war. Wie gewohnt wird mein Text dann auch bei Karminrot und Karminrotes Lesezimmer verlinkt.
Letztes Wochenende
Letztes Wochenende musste ich arbeiten und hatte dann stattdessen Montag und Dienstag frei. Wie so ein Wochenende im Dienst ablaufen kann, habe ich in „Ein Zugbegleiter Wochenende“ Ich muss zugeben ich empfinde es so gar nicht schlimm, ich hatte ja meine beiden freien Tage nur eben erst dann, wenn andere schon wieder arbeiten gehen.
An den freien Tagen konnte ich viel Privates erledigen. Unter anderem war ich bei Ohrenarzt, wo ich nur noch einen Termin bekam, weil ich am Telefon etwas übertrieben habe. Man sagte mir schon zuvor das ich viel Wartezeit einkalkulieren soll… und als ich mich angemeldet habe zuerst mal „kommen sie in einer Stunde wieder“! Da ich keinen sehr weiten Weg hatte, bin ich nach Hause gelaufen und habe mein Strickzeug geholt. Nach 2 Stunden kam ich dann endlich dran und der Arzt konnte ganz schnell feststellen das mit meinem Ohr alles in Ordnung sei. Seine Vermutung war das meine Ohrenschmerzen vom Kiefer her kommen. Dies teste er mit einem Druck auf das Kiefergelenk und das schmerzte so das ihm beinahe die Hand weg schob!!
Ohrenschmerzen vom Kiefergelenk
Dass es solche Beschwerden geben kann, weiß ich von meiner Mutter, sie hatte das auch Jahrelang. Und wenn ich mich richtig entsinne… war sie damals etwa so alt wie ich jetzt. Nur das sie damals mehrfach zu verschiedenen Ärzten musste, bis herausgefunden wurde, warum sie immer Ohrenweh hat.
Der HNO-Mediziner vermutet, dass ich wohl im Schlaf knirsche und deshalb mein Kiefergelenk überlastet wird… äh ich musste zugeben, dass ich vom Zahnarzt bereits eine Schiene, die das nächtliche Knirschen verhindern soll, erhalten hatte, diese allerdings die letzten Monate nicht mehr getragen habe. Eigentlich habe ich geglaubt, ich würde nicht mehr im Schlaf mit den Zähnen knirschen. Das war wohl ein Irrtum.
Seit ein paar Nächten trage ich diese Zahnschiene wieder und meine Beschwerden sind fast weg. Auf jeden Fall kann ich mich jetzt wieder Radfahren, denn die Ohrenschmerzen kommen nicht von Kälte oder Wind.
In vollen Zügen
Die Osterferien sind eine beliebte Reisezeit und durch die Schulferien sind auch wieder sehr viele Familien mit Kindern in unseren Zügen unterwegs. Diese Woche hatten wir gleich mehrfach richtig „Full House“ und ich muss feststellen, ich komme damit immer besser zurecht. Ganz am Anfang als das alles noch sehr neu für mich war hat mich das sehr aufgeregt, aber jetzt geht es. Wenn die Leute im Zug sind und jeder seinen Platz (nur vereinzelt Stehplätze) gefunden hat, ist das okay für mich.
Aber wenn auf dem Bahnsteig sehr herum gedrängelt wird und wir gleich abfahren sollen, dann finde ich das stressiger. Neulich in Mannheim als auf beiden Bahnsteigen abfahrbereite ICEs standen, rannte ein vielleicht 3 oder 4-Jähriges Mädchen zwischen den Zügen und den vielen Menschen hin und her und ich konnte nicht lokalisieren, wo ihre Familie nun wirklich ist. Also ließ ich meinen Zug nicht abfahren, bis eine Mama hinterherkam und ich erkennen konnte, wo sie hin wollen.
In solchen Momenten muss man innerhalb von Sekunden reagieren, denn es könnte ja sein, die Mutter ist noch im Zug und hat nicht bemerkt, dass die Kleine raus ist ,oder das Kind versucht dem Zug hinterherzukommen! So eine Situation kann schnell gefährlich werden.

Diese Woche war es morgens noch sehr kalt und regnerisch, deshalb bin ich noch immer mit der Winterjacke unterwegs.

Frühschicht
Diese Woche hatte ich Frühschichten, das bedeutet Dienstbeginn vor 8 Uhr. Zweimal sogar so früh, dass noch keine S-Bahn fährt. Dienstbeginn um 4:40 Uhr!
Um pünktlich zur Arbeit zu kommen, muss ich um 3 Uhr aufstehen. Für solche Tage stelle ich mir sicherheitshalber 3 Wecker. Mein Handy und mein Diensthandy funktionieren dann als „Rückfallebene“, also sind so eingestellt das sie 3 und 5 Minuten nach dem Wecker klingeln würden.
Die Wahrheit ist, ich mag es sehr gerne früh anzufangen und dadurch auch früh Feierabend zu haben. Im Zug ist meistens ganz früh noch nicht sehr viel los, meisten füllt es sich dann erst in Freiburg und bis dahin kann ich „langsam hochfahren“. Dann wenn die meisten Fahrgäste unterwegs sind, habe ich dann eine „Mittagspause“ (heute schon um 8 Uhr) und da können wir Mitarbeiter und in die Pausenräume zurückziehen. In der Pause Ruhe vor dem Trubel und danach wieder rein ins Getümmel.
Am heutigen Samstag bin ich um 13 Uhr schon wieder zu Hause gewesen. Das ist toll, da kann man mit dem Tag noch etwas anfangen.
Frohe Ostern
Allen Besuchern von Unterwegsistdasziel wünsche ich ein frohes und besinnliches Osterfest und das Du vielleicht etwas Zeit findest, darüber nachzudenken was wir an Ostern eigentlich feiern!
Es ist kein Hasen oder Eiersuchfest… Es geht darum das Jesus Christus auferstanden ist !!!

Kommentar verfassen