Ich sitze im Zug zurück nach Hause.
Nach mehreren Tagen unterwegs mit dem Zug durch verschiedene Städte lasse ich die Reise noch einmal Revue passieren.
Mit allerlei Knabbereien und natürlich einem Strickzeug.
Was ich auf so einer langen Fahrt immer dabeihabe, habe ich hier schon einmal aufgeschrieben: Proviant für 7 Stunden Zugfahrt.
Neben mir ein Kaffee, den ich mir im Bordbistro geholt habe, um zwischendrin die Beine zu bewegen. Dieser wird langsam kalt, weil ich zwischendurch immer wieder aus dem Fenster schaue und vergesse weiterzutrinken.
Draußen zieht alles vorbei.
Damals war ich einfach nur Fahrgast.
Ich bin eingestiegen, habe meinen Platz gesucht, mein Zeug verstaut und mich hingesetzt.
Die Wolle oder Lesestoff herausgeholt und sich gemütlich gemacht.
Kein Blick auf Abläufe.
Keine Gedanken darüber, was im Hintergrund passiert.
Ich war einfach unterwegs.
Die Nadeln bewegen sich weiter, meine Socke wächst Runde für Runde.
Und irgendwo zwischen zwei Maschen wandern die Gedanken zurück.
Zu den einzelnen Stationen dieser Reise.
Hannover ein Abend mit Karaoke
Ich war dort mit einem Freund verabredet, den ich schon länger kannte
Kai-Olaf Stehrenberg war Jahre später sogar Kandidat bei The Voice of Germany. Einen seiner Auftritte kannst Du hier anschauen:
Wir hatten uns gezielt getroffen um gemeinsam Karaoke zu machen. Wir erlebten einen ausgelassenen Abend in der Downtown Karaokebar in Hannover.

Hamburg unterwegs bei Freunden
Hamburg war keine neue Station für mich.
Denn ich habe die gute Freundin dort schon mehrfach besucht. Von Ihr habe ich auch die „Hamburg Insider-Tipps“.
Schwerin
Ich erinnere mich auch an den Ausflug nach Schwerin, der mich sehr überrascht hat.

München
In München habe ich eine andere Freundin besucht.
Sie hat dort einen Zweitwohnsitz und ist zum Teil auch dort aufgewachsen.
Sie kennt sich entsprechend gut aus und konnte mir viel zeigen und erzählen.
So lernt man eine Stadt anders kennen als nur als Tourist.
Wir waren viel zu Fuß unterwegs.
Sie hat kein Auto und das kam mir sehr entgegen.
Wir haben mehrere Parks besucht und sind durch die Innenstadt gelaufen.
Das war entspannt, auch weil wir ein ähnliches Tempo hatten.
Mit ihr hatte ich früher schon einmal Kontakt, vor etwa 25 bis 30 Jahren.
Dann haben wir uns lange aus den Augen verloren.
Vor ein paar Jahren haben wir uns wiedergefunden.
Das erste Wiedersehen in München lief damals anders als gedacht, weil ich mir kurz vorher den Fuß verletzt hatte.
Ich war mit Gehhilfen unterwegs und dachte, es sei nur eine Bänderdehnung.
Später stellte sich heraus, dass ein Mittelfußknochen gebrochen war.
Dieses Mal waren wir wieder in einem Café, in dem wir damals auch schon waren.
Erst als ich die Treppe zur Toilette gesehen habe, kam die Erinnerung zurück.
Ich wusste sofort wieder, wie schwierig das damals mit den Gehhilfen war.
Wir haben viel geredet.
Über alte Erinnerungen, darüber, was gleich geblieben ist und was nicht.
Und auch darüber, wie unterschiedlich man manche Situationen abgespeichert hat.
An einem Abend saßen wir bis vier Uhr morgens zusammen.
Tagesausflug mit dem Zug nach Salzburg
Am Samstag sind wir gemeinsam mit dem Zug nach Salzburg gefahren.
Dort haben wir uns mit einer weiteren Freundin getroffen, die wir auch schon sehr lange kennen.
Sie hat uns zu Fuß die Stadt gezeigt.
Natürlich nicht ohne zwischendurch irgendwo einzukehren und landesübliche Leckereien und Getränke zu probieren.
Das Wetter war perfekt.
Blauer Himmel und richtig gute Sicht.
Wir haben viele Fotos gemacht und hatten genug zu erzählen.

Von der Festungsbahn war ich ziemlich beeindruckt.
Ich habe damals auch Videos davon gemacht, von der Fahrt nach oben und wieder nach unten.
Ganz ernst gemeint waren sie nicht, aber es hat Spaß gemacht.
Wenn du das sehen möchtest, musst du dem Link folgen.
In Salzburg hatten wir echt Glück mit dem Wetter. Es war strahlend blauer Himmel. Wir konnten viele schöne Fotos machen. Und selbstverständlich hatten wir drei Mädels sehr viel zu erzählen.
Und während der Zug mich wieder nach Hause bringt, merke ich, wie viele Eindrücke ich eigentlich mitnehme.
So viele Orte.
So viele Begegnungen.
So viele kleine Momente, die man unterwegs sonst vielleicht gar nicht wahrnimmt.
Damals war ich einfach nur Fahrgast.
Ich bin eingestiegen, habe mich treiben lassen und bin wieder ausgestiegen.
Heute sehe ich das alles anders.
Heute weiß ich, was hinter so einer Reise steckt.
Ich kenne die Abläufe, die kleinen Handgriffe, das, was im Hintergrund passiert.
Und trotzdem hat sich eines nicht verändert.
Dieses Gefühl, unterwegs zu sein.
Vielleicht ist es genau das, was geblieben ist.
Und vielleicht ist es genau das, was mich heute zu meinem Beruf gebracht hat.
Denn aus der Fahrgästin von damals
ist irgendwann die Zugbegleiterin von heute geworden.






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