Es ist immer noch Winter, es ist wieder richtig kalt geworden und in vielen Teilen Deutschlands gab es wieder Schnee. Der ersehnte Frühling lässt noch etwas auf sich warten.
Nach 2 Wochen Krankheit und 2 Wochen Urlaub durfte ich diese Woche endlich wieder voll arbeiten. Und ich hab mich richtig auf die Arbeit gefreut. Ich hatte wieder Lust auf Zugfahren und viele Menschen. Doch mein Dienst lief diese Woche leider nicht so ganz wie geplant. Von 5 Schichten diese Woche klappte nur eine einzige so wie sie ursprünglich geplant war.
Normalerweise macht mir das nichts aus, damit müssen wir Zugbegleiter rechnen. Aber diese Woche hat es mir mehr ausgemacht als gewöhnlich. Besonders weil meine Zugfahrten gleich zweimal von Personenunfällen beeinflusst waren. Glücklicherweise hat es diesmal nicht meinen Zug betroffen. Einmal wurden wir umgeleitet und ein zweites Mal mussten wir lange warten bis die Strecke wieder freigegeben war. Diese zeitliche Häufung macht mir etwas zu schaffen.
Doch man hat mir gesagt das der Februar eine Typische Zeit für Suizide ist. In diesem Sinne hoffe ich, dass dieser Monat schnell vorüber geht. Bald zeigt sich der Frühling und somit wird der Lebensmut der Menschen wieder besser.
Warten in Baden-Baden
Diese Woche fand noch eine fast lustige Häufung statt. Insgesamt habe ich etwa 5,5 Stunden Arbeitszeit im stehenden Zug in Baden-Baden verbacht. Einmal mussten wir 180 Minuten wegen eines Oberleitungsschaden warten. Denn ohne Strom konnte kein Zug fahren. Das war Vormittags auf dem Weg nach Norden. Doch nur 3 Tage später standen wir auf dem Heimweg 2 Stunden lang im gleichen Bahnhof.
Schon fast melanchonisch musste ich mich an die Wochen erinnern als die Strecke wegen Bauarbeiten gesperrt war. Mehr dazu unter „zweimal Baden-Baden“.

Übernachtung in Köln
Diese Woche hatte ich auch eine Übernachtungsschicht. Geschlafen habe ich in einem Hotel in Köln das ich bereits kannte. Doch die Strecke dort hin war noch ungewohnt. Denn meine „Mittagspause“ hatte ich in Hannover… also ich bin während dem Dienst etwa 1000 km hin und her gefahren. Herausfordern dabei war die Strecke Hannover-Köln. Sehr viele Bahnhöfe und die Fragen „Hält dieser Zug in …“ „Moment bitte, ich muss nachsehen“

Das war mein Frühstück im Hotel Ludwig in Köln. Das Hotel befindet sich in der Nähe vom Hauptbahnhof. Bei uns Bahn-Mitarbeiter ist es sehr beliebt weil es trotz der zentralen Lage sehr ruhige Zimmer gibt. Und für uns steht bei Bedarf auch morgens um 3 eine Kanne Kaffee bereit.
Dieses Wochenende habe ich an einer Veranstaltung in meiner Kirchengemeinde teilgenommen. Dies war möglich, weil ich ein richtig schön lange Wochenende habe. Ich habe Samstag, Sonntag, Montag und Dienstag am Stück frei.
Ich hoffe das ich die Kommenden Tage wieder mehr Zeit und Konzentration für das Bloggen finde. Irgendwie „klemmt“ es gerade etwas.
Dieser Beitrag verlinke ich wieder im Samstagsplausch von Karminrot und im Karminroten Lesezimmer.

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