Samstagsplausch Sommer

Den heutigen Samstagsplausch verlinke ich wieder wie gewohnt bei Karminrot und im Karminroten Lesezimmer.

Diese Woche durfte ich beruflich wieder etwas Neues kennenlernen. Diese Woche führte mich mein Dienst gleich zweimal nach Zürich. Ach Nein zweimal zweimal.

An zwei Arbeitstagen bestand mein Dienst darin, im IC den gastronomischen Service zu übernehmen, da die Fahrt von Schaffhausen bis Zürich jedoch nur 38 Minuten dauert, habe ich das gleich zweimal hin und zurück gemacht.

In der Schweiz darf ich keine betrieblichen Tätigkeiten machen, auch für die Fahrkarten bin ich nicht zuständig. Also bin ich auf dem Streckenabschnitt nur für das leibliche Wohl der Fahrgäste zuständig. In den modernen IC2 Dosto Fahrzeugen steht dazu ein kleines „Bordbistro-Express“ zur Verfügung. Wo ein mini kleines Sortiment an Speisen und Getränken angeboten wird.

Bei dem Aktuellen Wetter sind eigentlich nur die kalten Getränke gefragt.

Kassieren in Schweizer Franken

Für mich ist es etwas herausfordernd, das ich auf diesem Streckenabschnitt von Schaffhausen bis Zürich Schweizer Franken kassieren muss. Ich brauche also zusätzlich schweizerisches Wechselgeld. Aber wie viel ich wirklich brauche, und welcher Betrag sinnvoll ist, muss ich selber erst ausprobieren.

Überhaupt ist in dieser Schicht sehr viel „Learning by doing“. Gerade die Kleinigkeiten wie: „Wie geht der Rollladen vor der Küchenzeile am besten auf und zu?“, „Welcher Schlüssel passt wo?“, „Wie lange braucht die Kaffeemaschine, um heißes Wasser zu kochen?“, bilden eine Herausforderung.

Gerade die letzte Frage, nach der Kaffeemaschine machte mir angesichts der kurzen Reisezeit etwas Sorgen. Doch die Erfahrung hat gezeigt, dass die absteigenden Kollegen schon längst Wasser gekocht haben und es bereits in Thermoskannen bereitsteht. Ach ja heißes Wasser in einer Kanne hat ein „Haltbarkeitsdatum“ … es darf nur binnen 4 Stunden verwendet werden. Auch eine Umstellung.

Alles andere muss ich eigentlich nur aus den Kühlschränken nehmen. Aber genau da liegt noch mein Knackpunkt, ich weiß noch nicht genau was, wo gelagert wird. Deshalb bin ich immer noch etwas am Suchen. Aber ich denke, das wird besser, wenn ich diese Schicht regelmäßig mache.

Hinzu kommt das einige Abläufe noch nicht so richtig koordiniert laufen. Mal ist zu wenig Ware da, mal fehlen die Becher, Mal funktioniert die Kühlung nicht korrekt und dann dürfen die Speisen nicht verkauft werden. Ohne Becher nutzt das heiße Wasser für den Kaffee auch nichts. Es gibt also noch viel zu viele Hindernisse als das meine Schicht wirklich erfolgreich sein kann.

Bei meiner Fahrt am Freitag hatte ich im Gegensatz zu zwei Tage zuvor Probleme mit der Kassen App auf dem Diensthandy und ich konnte deswegen gar nichts verkaufen. Ich finde das frustrierend, anderen Kollegen ist das egal. MIr nicht!

Morgendliches Radfahren

Diese Woche hatte ich die Idee, endlich mal wieder mit dem Fahrrad zur Dienststelle zu fahren. Das war Morgens wirklich wunderschön. Dabei ist mir dieses Getreidefeld aufgefallen und weil ich gut in der Zeit war, hab ich kurz für ein paar Fotos angehalten:

Die Morgensonne stand noch sehr tief und hüllte die Ähren des Getreides in geheimnisvolles Licht.

Ich habe tatsächlich keine Ahnung, welches Getreide ich da fotografiert habe. Die grünen Halme scheinen etwas anderes zu sein, und waren nur am Feldrand zu finden.

Das morgendliche Radfahren war sehr angenehm. Aber später musste ich dann zwischen 17:30 und 18 Uhr bei etwa 35 Grad nach Hause radeln, das fand ich äußerst anstrengend. Deshalb verzichtete ich bei der darauffolgenden Schicht mit diesen Zeiten darauf und nahm die S-Bahn. Bewegung ist zwar wichtig, aber angesichts solcher Temperaturen lasse ich das lieber.

Dieses Bild ist später während der Fahrt im IC während der Fahrt in der Schweiz entstanden. Blauer Himmel über Wiesen und Felder.

Für dieses Bild würden mich einige Kolleg:innen kritisieren, weil es meine Tätigkeit als „Saftschubse“ dokumentiert. Auch wenn die anderen schimpfen, mir macht das Spaß. Ich bin halt noch von früher eine echte „Verkäuferin“ und bringe gerne etwas an den Kunden/Gast.

Ich denke, wenn die Warenversorgung und die technischen Probleme besser werden kann diese Tätigkeit richtig Spaß machen. Es ist meine eigene Entscheidung ob ich nur sehe was alles nicht klappt und was „sch..“ ist , oder ob ich mich auf die schönen Momente konzentriere und darüber spreche.

Zum Beispiel das wir bei absolutem „Postkartenwetter“ am größten Wasserfall Europas vorbeigefahren. Ein Naturschauspiel das man sich unbedingt mal angesehen haben sollte. Im Moment sieht der Rheinfall etwas unspektakulär aus. Bei Hochwasser ist die Gischt manchmal so hoch das man den Felsen in der Mitte kaum sieht.

Mehr Informationen findest Du auch auf der Webeseite von Schaffhausen

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Hier geht es zum Samstagsplausch von letzte Woche, auch neu sind meine Tipps für die Zugfahrt bei heissem Wetter

3 Kommentare zu „Samstagsplausch Sommer“

  1. […] alles schwerer, das Gehen, das Arbeiten, das Denken… und auch das Radfahren von dem ich im Samstagsplausch „Sommer“ noch […]

  2. Avatar von lutrabee

    Hallo, Uschi!
    Gerste ist auch mein erster Gedanke, Roggen ist etwas ähnlich, aber steht normal höher, deshalb tendiere ich zu erstgenannter.

    Wirklich „schöne Aussichten“! Ich hab alte Bilder von meinen Eltern und mir am Rheinfall, da war ich höchstens 2-3 Jahre, tatsächlich war ich das zweite und letzte mal auf der Klassenfahrt 1986, es steht auf meiner stetig wachsenden Liste von Orten, wo ich noch/nochmal hin möchte.

    Ich kann es fast nicht glauben, es ist 7 Uhr, Sonntagmorgen, die Sonne scheint gerade bei mir durchs Fenster und es fühlt sich gleich wieder so warm an. Es soll wieder über 30 Grad werden. Da werde ich leider schon bald wieder die „Schotten“ dicht machen müssen.

    Wünsch dir was
    Sabine aus KL

  3. Avatar von nic

    Gerste? Die hat die langen Grannen. LG nic

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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