Als allererstes möchte ich allen Besuchern auf meinem Blog ein frohes, gesundes und glückliches 2025 wünschen!
Mit diesem Beitrag nehme ich wieder am Samstagsplausch Teil. Der regelmäßigen Linkparty von Karminrot-Blog und dem Karminroten Lesezimmer. Diese Aktion motiviert mich regelmäßig zu bloggen und deshalb werde ich auch im neuen Jahr dabei bleiben.
Arbeiten an Silvester
Es hätte zwar die Möglichkeit gegeben, das ich für Weihnachten oder Silvester frei wünsche. Aber mir war das nicht so wichtig. Meine Extrawünsche hebe ich mir lieber für das Frühjahr auf wo ich einige Konzerte besuchen möchte.
So kam es das ich ausgerechnet in der Silvesternacht eine Übernachtungsschicht erwischt habe. Mein „Arbeitstag“ erstreckte sich also nicht nur über zwei Tage sondern auch noch über zwei Jahre… auch mal interessant…

Los ging es kurz nach 9 Uhr am Badischen Bahnhof in Basel. Dieses Bild entstand allerdings erst später. Unsere Schicht sah nämlich vor das wir erst zum schweizer Bahnhof (SBB) fuhren um von dort einen Zug nach Karlsruhe zu begleiten. Das bedeutet da waren wir ein zweites Mal hier. In Karlsruhe hatten wir eine Stunde Pause und dann ging es wieder zurück nach Basel. Also erst Basel Bad und dann Basel SBB…
Dort übernahmen wir den Eurocity nach Frankfurt und hielten als erstes nochmal am „Badischen Bahnhof“… also an einem von diesen unterwegshalten hatte ich kurz Zeit für dieses Selfie.

Der Eurocity 150 ist an sich ein echt cooler Zug, weil hier ein nagelneues Fahrzeug der Schweizer Bundesbahn eingesetzt wird. Dieses Foto stammt allerdings von einer früheren Fahrt. Denn diesen Zug begleiten wir Basler Zugbegleiter regelmäßig. Für dieses Fahrzeug benötigt es eine zustätzliche fachliche Einweisung die die meisten Zugbegleiter anderer Dienststellen nicht haben.
Ich selber mag den Zug eigentlich sehr, so langsam habe ich mich auch an die anders funktionierenden Türen gewöhnt. Trotzdem ist es jedesmal eine „Umstellung“ zum gewohnten ICE. Aber ich mag die Abwechslung.
Der Zuglauf des EC 150 hat noch etwas besonderes: als einzigster Fernverkehrszug hält dieser auch in Ringsheim. Sagt Dir nichts? Es handelt sich hier um den Bahnhof der dem Europa-Park am nähesten ist.
Bei dieser Gelegenheit habe ich erfahren das dieser beliebte Freizeitpark schon 50 Jahre alt ist. Ich glaube ich muss demnächst mal auch darüber schreiben.
Diese Woche war der Zug allerdings nicht so leer wie auf dem Foto. Wir hatten somit gut zu tun, aber es war nicht stressig.

Als wir schließlich in Frankfurt am Main ankamen war es logischerweise schon dunkel. Wir hatten ausnahmsweise ein anderes Hotel als gewohnt und mussten dorthin ein Stück laufen. Das war zwar etwas nerfig mit dem Dienstgepäck, doch als ich dieses im Zimmer verstaut habe, bin ich tatsächlich nochmal los zu einem kleinen Spaziergang.
Ja, ja ich weis das Frankfurter Bahnhofsgebiet gilt als gefährlich… Aber in der Silvesternacht waren sooo viele Touristen und Partygänger unterwegs, da fühlte ich mich ganz sicher.
Unser Hotel lag nicht weit vom Main-Ufer entfernt, dort traf ich sogar auf einer Joggerin, die sich traut alleine rum zu laufen… also wir befanden uns nicht in der „schlimmen Gegend“.
Im Gegenteil, ich kam an einem teuren 5-Sterne Restaurant vorbei, das jedoch geschlossen war. Offensichtlich verdienen die so gut das sie es nicht nötig haben an so einem Tag zu öffnen.

Alleine unterwegs
Eigentlich hatte ich gehofft mit irgendwelchen Arbeitskollegen Silvester zu feiern. Aber die zwei Kollegen von meinem Zug hatten keine Lust irgendwas zu machen. Und alle anderen waren ja in anderen Hotels. Die zwar näher am Bahnhof waren aber auch näher an der verrufenen gefährlichen Gegend. Also sah ich davon ab dort jemanden zu suchen.
Den ganzen Abend im Hotel bleiben wollte ich allerdings auch nicht. Das Hotel war extrem voll und laut. In mehreren Zimmern auf meinem Gang schienen schon junge Leute „vorzuglühen“. Direkt im Zimmer neben mir war es so laut, da müssen mindestens 4-5 Männer Party gemacht haben. Ich beschloss mich nicht darüber zu ärgern sondern bin ans Mainufer und in eine Pizzaria gegangen.
Mir ist dieser Wochenlange TamTam den andere Leute um solche Daten wie Weihnachten und Silvester machen zuwieder. Schon Wochen zuvor wurde ich gefragt „Was machst Du Silvester, mit wem feierst Du?“… Wusste ich nicht und das war mir auch egal. Meine Antwort lautete „ich muss arbeiten“. zwar hatte ich kurz vor 19 Uhr schon Feierabend aber in einer fremden Stadt.
Ich habe für mich beschlossen mir keine Sorgen zu machen, weder über Frankfurt, noch über Lärm im überfüllten Hotel noch ob ich alleine sein würde oder nicht…
Mein Spaziergang am Mainufer war schön aber sehr kurz denn es war arschkalt! Dabei fand ich eine nahe LÓsteria. Somit stand mein Ernähungsplan schnell fest.

Als ich in dem vollen Restaurant zum einzigen noch freien Tisch geleitet wurde blickten mich die Leute daneben etwas erschreckt an. Ich war ja immernoch in Dienstkleitung unterwegs. Ich begrüßte die Leute mit „Keine Angst ich will keine Fahrkarten sehen“ und schon waren wir im Gespräch und ich war nicht mehr alleine. Das Paar neben mir erzählte mir von ihrer letzten Zugreise und man erkundigte sich nach meinem Dienstplan, ob ich denn die Silvesternacht in einer Fremden Stadt verbringen müsste…
Darauf antwortete ich „wie Sie auch“, denn die Frau hatte mit zuvor erzählt das sie im Hotel sind. „Äh ja stimmt…“ . „Und ich bekomme Geld dafür, Sie müssen bezahlen“. „Ja wenn Sie das so sehen, dann verstehe ich das ihnen der Beruf Freude macht“.
Ja so sehe ich das. Ich hatte durch meinen Beruf die Möglichkeit in so einer Metropole Silvester zu verbringen. Aber mir war kalt und ich war müde und das Feuerwerk war mir Wurst. Ich ging in mein Hotelzimmer und schaute etwas TV. Gegen 23 Uhr wurde es angenehm still im Hotel, weil alle Partypeoples die Zimmer verlassen hatten um irgendwo zu feiern. Ich schaltete TV und Licht aus und schlief sofort ein. Um Mitternacht hab ich mal das Geknalle draussen wahrgenommen, aber ich war zu faul um nachzusehen ob ich am Fenster irgendwas sehen würde. Schlafen war mir wichtiger.
Gegen 3 Uhr war ich mal wach weil im Gang andere Gäste zu laut waren, um 4 Uhr nochmal… und um 5 hab ich auf den Wecker geguckt und gedacht „ich kann noch ein Stündchen“.
Um 7 Uhr war ich in der Hotel bar und fragte was ein Kaffee kostet… 3,90 € eine Tasse, das Frühstück kostet 17€ da kann ich so viel trinken wie sie wollen. Sie dürfen auch was für die Fahrt mitnehmen! Die Freundliche Frühstücksdame brachte mir sogar Alufolie um mein „Reiseproviant“ zu verpacken.
Das fand ich aussergewöhnlich freundlich und zuvorkommend! Unter diesem Umständen bezahle ich gerne für das Frühstücksbuffet. So hatte ich genügend Kaffee und noch was für die Fahrt. Meinem Zugchef brachte ich sogar noch etwas Kuchen mit, der hat sich auch gefreut.
Übrigens war das mit dem Kaffee echt Glück, denn der Speisewagen im Zug hatte ein Problem mit dem Frischwasser und konnte deshalb die gesamte Fahrzeit keinen Kaffee anbieten. Den ganzen Vormittag keinen Kaffee, das wäre für mich dramatisch gewesen!
Um 12:30 hatte ich Feierabend und so konnte ich am Nachmittag sogar noch etwas mit meiner Mutter und Schwester unternehmen.
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Samstagsplausch von letzte Woche





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