Samstagsplausch an 26.11.2022

Guten Morgen und herzlich willkommen zu meinem Samstagsplausch den ich wie gewohnt bei Karminrot verlinke.

Heute muss mein Text aus Zeitgründen etwas kürzer ausfallen. Diese Woche war sehr vollgestopft mit Terminen und viel Arbeit.

Vorbereitungen Adventsbasar

Diese Woche habe ich sehr viel für den Weihnachtsbasar in unserer Gemeinde vorbereitet. Zwar haben wir uns dazu entschlossen das wir am Ersten Advent erstmal nur Adventskränze anbieten, und alles andere an den drei darauf folgenden Sonntagen.

Am Montag war ich zum Kränze Binden und Schmücken mit einer Bekannten aus meiner Gemeinde bei ihr zuhause getroffen. Andere Jahre haben wir diese Arbeit in deren Esszimmer gemacht und sie hatte danach eine riesige Sauerei aufzuräumen. Da es ihr gesundheitlich auch nicht ganz 100ig geht. sind wir diesmal in einen Nebenraum der Garage/ Scheune ausgewichen. Der Raum in dem alten Gebäude wurde viele Jahre nur als Abstellkammer benutzt und soll die kommenden Wochen endlich renoviert und isoliert werden. Bei dem planen für den Umbau kam heraus das dieser Raum vor etwa 80 Jahren schon mal regelmäßig für das Kranzbinden genutzt wurde.

Allerdings funktioniert der alte Ofen in der Ecke nicht mehr und die Fenster sind defekt… Wir standen da mit doppelten Jacken, Heizlüfter und Baustrahler und haben zu zweit 9 Kränze fertig gestellt. Es war kalt aber wir wurden von ihrem Mann liebevoll versorgt mit Kaffee, Tee und einer heißen Suppe.

(an dieser Stelle hätte ich gerne ein Foto von den Kränzen eingefügt, doch mein Handy ist defekt und ich komme momentan nicht dran)

Nähen für den Basar

Dieses Jahr habe ich mich dazu entschlossen Deko Aufhänger zu nähen. Sterne sind mit zu tüftelig, das hatte ich letztes Jahr mal versucht und meistens werden die Zacken unregelmäßig. Deshalb gibt es Weihnachtsbäume die einfach nur aus einem Dreieck bestehen.

Dabei hatte ich keine feste Vorlage oder Schnittmuster sondern hab einfach spontan drauf los geschnitten und genäht. Auf diese Weise ist jedes Exemplar irgendwie anders.

Nachdem ich die oben fertig hatte und ein paar Leuten per Whatsapp gezeigt hatte wurde mir klar, sowas scheint den Leuten zu gefallen, also brauche ich mehr davon.

Aber alles das gleiche wollte ich nicht machen, deshalb habe ich einfach mal etwas rumprobiert und aus einfachem grünen Baumwollstoff das hier gezaubert:

Bei dieser „Tannenart“ habe ich einfach nur dickes Baumwollgarn mit dem Zickzackstich auf dem Stoff appliziert. Das ist viel einfacher als ich dachte und wirkt echt toll. Als Test ob sowas gefällt hab ich ein paar Fotos in meinem Status gezeigt und prompt hat mir eine Arbeitskollegin schon zwei Bäumchen abgekauft… ich werde wohl noch ein paar von dieser Art machen müssen.

Termine Termine Termine

Montag Kränze binden, Dienstag Gemeindeversammlung, Mittwoch Hauskreis, und Donnerstag schon wieder Terminkollision. Eigentlich hätte ich abends Wassergymnastik im Hallenbad gehabt. Doch stattdessen war ich beim Zoom Meeting mit dem „Missionsteam“ (also diejenigen die den Basar organisieren) dabei mussten wir einiges abklären und besprechen. Aber ich war sehr dankbar das wir es per Zoom machen konnte und ich nach einer Stunde früh zu Bett gehen konnte. Denn diese Woche war für mich sehr anstrengend.

Marathon am „Black Friday“

Am Freitag bin ich um 3:30 aufgestanden um schon um 4:30 beim Nebenjob zu sein. Im Bäckerladen habe ich bis 7:30 Brötchen aufgebacken und belegt usw… dann nach hause, frühstücken Schlafanzug an und eine Stunde „Powernapping“ um dann:

  • Wäsche abhängen
  • Spühlmaschine leeräumen und füllen
  • Frühstück zubereiten
  • Duschen
  • Haare Föhnen
  • Anziehen
  • Tasche mit Wechselklamotten richten

…. alles bis 10 Uhr erledigen um dann um 10:25 bei der zu sein und gut gelaunt im Warenhaus zu verkaufen. Und diese Woche ist wirklich viel los!

Happy-End!!

Sorry wenn mein Text heute etwas wirr wirkt, denn ich war während dem Schreiben etwas abgelenkt weil ich Besuch habe. Die Person (weiblich) die heute bei mir übernachtet hat, hat gerade mit meinem Handy experimentiert und den Fehler gefunden! Es ist nicht das Handy kaputt sondern nur das Ladegerät !!! Sie schenkt mir ein überschüssiges Ladegerät und in ein paar Stunden bin ich wieder ganz normal erreichbar. Vielen Dank !

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog. Ich muss mich jetzt gleich fertig machen und zur Arbeit.

1000 Teile Raus, Woche 44

Heute möchte ich endlich mal wieder einen Beitrag veröffentlichen in der Linkparty „weniger ist mehr“ bei Valomeas Flickenkiste. Letzte Woche habe ich aus Zeitgründen wieder mal ausgesetzt.

Diese Woche steht ganz im Zeichen der Vorbereitungen für unseren Advenbasar in der FCG in Lörrach. Die Freie Christen Gemeinde ist eine Freikirche, der ich schon seit einigen Jahren angehöre. Ich fühle mich in dieser Art der Kirche sehr wohl und habe auch das Gefühl dort „angekommen“ zu sein.

Vor einigen Jahren habe ich mich dem „Missionsteam“ angeschlossen, also der Gruppe von Leuten die den Basar zugunsten unserer Missionare im Ausland organisieren. Das waren zuvor eigentlich nur eine Gruppe Seniorinnen die Socken gestrickt haben. Da ich durch meinen Beruf erhebliche Erfahrung mit dem Verkaufen habe, war ich damals mit der Art und Weise wie das organisiert war (nämlich gar nicht) nicht so zufrieden. Ich war der Meinung das könnte man besser und erfolgreicher machen und so wurde einstimmig beschlossen „Okay Uschi, mach mal!“.

Seit dem bin ich gemeinsam mit einem Team dafür zuständig das zu organisieren. Am Anfang hab ich das mit dem Planen und Einteilen etwas übertrieben, ich machte „Einsatzpläne“ wann wer wo ist usw. Doch das ist gar nicht mehr nötig. Ich weiß jetzt das stets genug Helfer da sind und das es auch genügend kreative gibt die Ihre selbst gemachten Sachen rechtzeitig abliefern.

Basar Vorbereitungen

Ein Teil der gespendeten Waren habe ich bei mir zu hause gelagert. Oft weil gar nicht mehr nachvollziehbar ist was von dem kam. Und auch durch diese Dinge muss ich hin und wieder nach dem Motto „Weniger ist mehr“ durchgehen. Denn darunter sind auch ein paar Gegenstände die wir schon mehrere Jahre angeboten haben und die keiner gekauft hat.

Aber es fällt mir sehr sehr schwer handgemachte Dinge die jemand anderes gespendet hat zu entsorgen. Dinge die ich selber gemacht habe, da bin ich weit kritischer und miste da leichter aus:

Schrankfach mit „halbfertigen“

Das ist mein Schrankfach im Wohnzimmerschrank wo ich sehr viele Dinge die für den Basar vorgesehen sind aufbewahre. Diese Woche war es an der Zeit hier mal ein wenig zu misten. Dabei muss ich aber betonen das hier nur Artikel von mir drin sind. Die Spenden von anderen Personen sind in einem anderen Schrank.

In den Dosen, Taschen und Schachteln hier drin befand sich allerhand halbfertiges und missglücktes:

So zum Beispiel diese Dose mit lauter „Uvos“ (Unvollendete Häkelobjekte)… ich weis gar nicht mehr was das werden sollte.

Aus diesem Schrankfach haben ich entsorgt:

  • 5 Holz Kleiderbügel (die ich umhäkeln wollte… seit Jahren… 3 davon rosten)
  • Reste von Glitzerfolie mit der ich etwas bekleben wollte
  • 5 behäkelte Armreifen, die mir zu klein sind, und die eh keiner mehr kauft
  • 3 gehäkelte Ketten die eher wie Anfänger-Übungsstücke aussahen
  • 17 !!! Unfertige Häkelteile (ähnlich wie auf dem Foto oben) von denen ich nicht mehr weiß was sie werden sollten
  • 5 unfertige gehäkelte Krippenfiguren (Maria, Joseph,Hirten) sie kommen auf die Couch und die kommenden Abende werde ich mich um sie kümmern das sie noch bis zum Basar fertig werden!
  • eine Stoffkette (viel viel zu dick und klobig, die mag noch nicht mal ich selber tragen)
  • 3 kleine Blumenübertöpfe die für gehäkelte Kakteen gedacht waren (warten seit mindestens 5 Jahren auf den Einsatz)

Wer soll das denn kaufen, wenn nicht mal ich sie tragen kann… viel zu klein!

Aus Webkante geschnittenes Jerseygarn… ich hab seit Jahren keine Idee was daraus machen… Außer Papierkorb fällt mir nix ein. Ich entsorg das Ding jetzt !

Wieviel geht diese Woche raus?

Oben habe ich 41 Gegenstände aufgezählt. Nicht gerechnet habe ich die angefangenen Knäuels Wolle die überall verteilt dazwischen lagen… die habe ich in den Wollschrank gepackt und die verwende ich noch weiter.

Des weiteren flogen aus diesem Schrank:

  • eine Schachtel
  • eine Weihnachtspapiertüte die nicht mehr hält
  • eine Blechdose (oben im Bild)
  • ca 40 Kassenzettel (2020 und älter) zähle ich als ein Stück

41+4= 45 Teile raus. Bist zur Woche 42 waren es 797 Teile= 842

Endspurt

Dieses Jahr habe ich 842 Teile aussortiert. Und das obwohl ich noch nicht im Keller oder auf dem Dachboden ausgemistet habe. Ich fürchte mal das ich dieses Jahr auch nicht mehr dazu komme. Dennoch ist mein Ziel bis zum Jahreswechsel die 1000-Teile-Raus zu erreichen.

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Ein Spaziergang an den Isteiner Schwellen

Gestern hat eine Freundin mit mir ihr Geburtstagsgeschenk eingelöst und wir sind auf ihre kosten zusammen Frühstücken gegangen.

Wir waren in Fischingen bei Fünfschillig zu einem umfangreichen Frühstück. Es war sehr lecker und wir hatten intensive Gespräche. Mir hat das sehr gut getan, denn mir ging es zuvor nicht so sonderlich gut. Ich war am morgen schon mit Knieschmerzen und Beschwerden in Hand und Arm aufgestanden und war insgesamt etwas deprimiert.

Ich hatte mich für das herzhafte „Fünfschilling Frühstück“ entschieden. Und mir dazu ein Laugenbrötchen bestellt.

Seelisch gehts mir momentan aufgrund der Beruflichen Situation, nicht ganz so gut und deshalb tat mir das Gespräch mit der Freundin sehr sehr gut. Ich konnte mich mal bisschen über meine Ängste auskotzen und ein paar Dinge von der Seele reden. Nach dem Frühstück hatte sie dann die Idee mit dem Spaziergang.

Spazieren gehen hilft gegen den Herbstblues

Grundsätzlich hab ich zugestimmt das frische Luft und Bewegung jetzt gerade gut für mich sind. Aber so richtig Lust hatte ich jedoch nicht, weil ich ja schon wieder Schmerzen im Bein hatte. Meine Begleitung hatte vor wenigen Tagen eine leichte Verletzung am Fuß und deshalb war sie gegen einen Rundgang in dem nahen Weinbergen. Bergauf und Bergab für ihr sicher weh tun und deshalb wollte sie an den Altrhein.

Da sie ja sowieso die Autofahrerin war, stimmte ich zu und wir fuhren zu einem Wanderparkplatz bei Istein und gingen von dort aus nur eine kleine Runde. Diese Freundin wandert sehr viel und nutzt dabei die Komoot App. Sie hatte mir schon paarmal davon erzählt. Für diese Strecke hätten wir das Kartenmaterial eigentlich nicht gebraucht, in der Gegend kann ich mich sehr gut orientieren, weil ich mal ganz in der Nähe gewohnt habe. Doch sie zeigte mir ein tolle Feature dieser App.

Nach einem Spaziergang/Wanderung erstellt die App eine Übersicht der Strecke, Und kombiniert die Daten der gegangenen Distanz mit den unterwegs entstandenen Handyfotos und binnen weniger Minuten ersteht daraus ein ansprechendes Video.

Auch wenn das diesmal keine spektakuläre Runde war, weil wir beide angeschlagen waren, möchte ich das entstandene Video hier mal zeigen. Ich finde diese Funktion echt faszinierend und ich werde mir diese App demnächst auch installieren. Mehr Informationen dazu auf Komoot.de

Mir gehts besser!

Zuerst den Magen gefüllt mit einem leckeren Frühstück und Kaffee und dann hinaus in die die Frische Luft, das hat sehr gut getan. Einfach mal wieder mit offenen Augen die Schönheit der Natur betrachten und dabei über Gott und die Welt reden, das war genau das was ich gerade gebraucht habe. Um meinen Focus wieder weg von meinen Sorgen zu kriegen. Hin zu einer dankbaren Haltung. Ich bin so froh und dankbar das ich in diesem schönen Land leben darf, wo es genügend Wasser und Regen gibt, wo selbst der Herbst wunderschön ist und wo ich immer wieder auf Freunde treffe die mit mir schöne Ausflüge machen.

Nach dem Spaziergang waren meine Beschwerden in den Beine fast komplett verschwunden. Bewegung hilft. Also vermute ich weiterhin das es entweder mit der Durchblutung, dem Rücken oder mit der Psyche zu tun hat. Mal sehen wie es mir heute auf der Arbeit geht, ob das Ziehen im Bein weg bleibt.

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Samstagsplausch am 19. November 2022

Die vergangene Woche ist im Eiltempo an mir vorbei gerauscht und ich will Euch in meinem Samstagsplausch kurz erzählen was los war. Diesen Artikel verlinke ich wie wie gewohnt in der Linkparty auf Karminrot-blog.de.

Nachtrag zu letztem Wochenende

Das Hörgerät Bauteil, das bei meiner Mutter im Gehörgang stecken geblieben war konnte ohne größeren Aufwand von einem Arzt heraus geholt werden. Das Ohr ist unverletzt aber das Gerät ist kaputt. Wir waren alle drei sehr erleichtert. Und meine Mutter konnte sich dann wieder etwas entspannen und den Rest des gemeinsamen Ausflugs etwas genießen.

Die Ferienwohung in Herrischried in der wir gewohnt haben, hat uns sehr gefallen. Meine Mutter war allerdings mit den vielen neuen Eindrücken und dem modernen Schnicknack fast überfordert. Die Einrichtung ist etwas speziell und eine Mischung aus Traditionell und Modern mit überall Hirsche oder Schwarzwaldmotive.

Montag

Am Montag war ich bei einer Beerdigung. Die Verstorbene war nur 56 Jahre jung geworden. Also nur 5 Jahre älter als ich. Sie starb an Leukämie obwohl in einer riesigen Typisierungsaktion ein Stammzellenspender gesucht und sogar gefunden wurde. Die Operation mit der Stammzellentransplantation konnte gemacht werden, und diese hatte wohl auch angeschlagen. Doch kurz darauf ist trotzdem verstorben. Sie hinterlässt einen Mann und einen Sohn.

Da sie früher in unserer Gemeinde sehr aktiv war, kamen sehr viele Menschen von der FCG. Zuletzt waren sie jedoch in der Stami Gemeinde aktiv und die Trauerfeier fand dort statt. Das Gemeindezentrum hat einen großen Saal, der beinahe nicht ausreichte um die vielen Menschen zu fassen. Sooo viele Leute waren gekommen. Und ich muss zugeben ich kannte bestimmt 2/3 der Menschen. Die Tatsache das ich ausgerechnet an einer Beerdigung soo viele ehemalige Wegbegleiter wieder sehe hat mich etwas schockiert…

Bin ich jetzt schon in einem Alter in dem man sich auf Beerdigungen trifft???

Die Verstorbene war gläubige Christin, dementsprechend hoffnungsvoll war die Trauerfeier. Denn wir glauben das wir nach dem Tod bei Jesus weiterleben und das wir uns dort auch irgendwann wieder sehen. Diese Sichtweise ist sehr tröstend.

Dienstag und Mittwoch

musste ich Arbeiten und „der normale Wahnsinn“ war damit getoppt das ich ja alles mögliche unnormale (Reperaturen, Bestellungen, Reklamationen) was letzte Woche als ich nicht da war liegen geblieben war aufarbeiten musste. Es war viel, aber lange nicht so chaotisch wie ich befürchtet hatte. Bis Mittwoch hatte ich das meiste „aufgeholt“

Donnerstag

Am Donnerstag hatte ich frei, ja toll klingt entspannt … War es aber kaum. Ich hatte gleich 4 Termine außer Haus und auf dem Weg dort hin und zurück bin ich alleine dreimal bei Radfahren voll in den Regen gekommen. Zum Glück hatte ich vorgesorgt und war nur mit Regenhose und Regenjacke unterwegs. Was aber dazu geführt hat das zwar nicht vom Regen aber vom Schwitzen mehrmals klatschnass war. Trotzdem hab ich es bis jetzt geschafft mich nicht zu erkälten.

Donnerstag Abend war ich beim Wassergymnastik vom BRSV. Das ist der Behinderten und Rehasportverein. Dort war ich nach meiner Fussverletzung 2018 eingetreten, und ich bin froh das die Kurse jetzt endlich wieder ohne Einschränkungen stattfinden können. Nach dem Tag hat das Bewegen im Wasser echt gut getan.

Freitag

Wieder „normaler Wahnsinn“ auf der Arbeit. Die Kollegin von der Kofferabteilung ist Corona-Krank und so kam es das ich mich dann auch um die Koffer gekümmert habe. Eine Palette mit Koffer auspacken das ist Sport! Um Transportkosten zu sparen kommen die Koffer jetzt immer öfter ineinander gepackt. Also sprich in einer Kiste sind alle drei Größen eines Modells.

Mein Workout am Freitag: Kiste vom Wagen runter, aufschneiden, Kofferset herausziehen (waagerecht um den Rücken zu schönen). Set auf den Tisch heben (3 Koffer und es waren nicht die teuersten/leichtesten) Folie aufreissen, Koffer öffnen… Folie aufreißen und entfernen, kleinen Koffer raus heben, mittleren Koffer zu machen, runter heben, großen Koffer zu machen, runter heben…

… und das etwa 15 Mal!

Achso, glaub ja nicht das ich dafür besonders viel Zeit hatte… das habe ich alles nebenbei neben meiner normalen Arbeit gemacht… Also Kunden bedienen auf dem ganzen Stockwerk. Und die überschüssigen Koffer hab ich dann auch noch ins Lager getragen.

Weihnachtsfeier im November

Das war meine Pizza gestern Abend. Braccio di Ferro mit Spinat und Ei. Sehr lecker. Man beachte das die Pizza am unteren Bildrand über den Tisch hinaus ragt. Bei der Kollegin gegenüber genauso. Die Pizzas sind in der LÒseria Lörrach sooo groß das sie fast nicht auf den Tisch passen!

Gestern Abend hatten wir dann sowas wie eine Weihnachtsfeier. Offizielle Feste gibt es von unserer Firma schon lange nicht mehr, und während einer Insolvenz schon dreimal nicht. Aber wir Mitarbeiter aus zwei Stockwerken haben sich dennoch zusammengetan zum gemeinsam Essen gehen „Schrottwichteln“.

Das ist ein lustiges Spiel bei dem jeder ein „Schrott-Geschenk“ mitbringt, also irgendwas was er übrig hat oder nicht mag einpackt. Um diese Päckchen wird dann gewürfelt und erst wenn alle Päckchen vergeben sind wird ausgepackt. In einer weiteren Runde wird darum gewürfelt einem anderen Mitspieler ein Geschenk weg zu nehmen. Erfahrungsgemäß entwickelt sich dann Favorit, den jeder haben will. Diesmal war dies ein Plüsch-Schneemann und eine Geschenkkiste mit Wein. Es war sooo witzig wie plötzlich alle um diese zwei Dinge kämpfen.

Derartige „Weihnachtsfeiern“ machen wir schon seit Jahren entweder im November oder im Januar, denn im Dezember sind wir alle meistens so gestresst das wir keinen Bock mehr auf einen zusätzlichen Termin haben.

So nun mache ich mich fertig zur Arbeit. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Wo sind meine Nähanleitungen?

Heute haben mich gleich zwei Personen darauf angesprochen das sie meine Nähanleitungen hier im Blog nicht finden können.

Speziell mit dem Handy wird mein Menu momentan wohl nicht vollständig angezeigt deshalb schiebe ich heute diesen Artikel ein. Ich hoffe ich kann Euch damit schnell weiter helfen:

Anleitungen

Mein Blog hat eine Unterseite die „Anleitungen“ heißt. Folge diesem Link dann kommst Du direkt dort hin. Dort findest Du eine Liste mit allen meinen Anleitungen zu den Themen „Häkeln“, „Makramee“ und „Nähen“.

Wenn es schnell gehen muss:

Zu meinen Handstulpen mit Daumenloch kommst Du Hier. Unglücklicherweise habe ich die Fingerlosen Handschuhe damals „Armstulpen“ getauft. Wenn Du sie also über Googel finden willst brauchst Du dieses Suchwort.

Wenn Du totaler Anfänger bist solltest Du vielleicht mit den „Armstulpen ganz einfach“ anfangen. Das sind einfache Handgelenkwärmer oder auch Schweizerdeutsch (ist es Allemanisch?) Ammetliesle

Samstagsplausch am 12. November 2022

Heute ein wenig später als gewohnt möchte ich mit Euch im Samstagsplausch von meiner Woche erzählen. Diesen Artikel verlinke ich bei der gleichamigen Linkparty von Karminrot .

Urlaub im November

Auch wenn es für die meisten etwas ungewöhnlich erscheint. Ich mache seit Jahren gerne eine Woche Urlaub im November. Der Grund ist, ich habe am 11.11. Geburtstag und ich versuche stets diese Woche frei zu bekommen. Außerdem finde ich es ganz angenehm nochmal vor dem stressigen Weihnachtsgeschäft auszuruhen.

Dieses Jahr steht mein Novemberurlaub aber leider unter einem nicht so guten Stern. Wenige Tage zuvor hat unser Arbeitgeber ein „Schutzschirmverfahren“ eingeleitet. Das heißt mal wieder eine Insolvenz. Das betrifft mich jetzt das dritte mal innerhalb 12 Jahre.

Zudem bin ich momentan nicht ganz gesund:

Montag erster Urlaubstag

Am Montag musste ich nochmal „freiwillig“ ins Geschäft weil ich ein paar Sonderbestellungen auf den Weg bringen musste. Durch das Schutzschirmverfahren müssen Bestellungen bei den Lieferanten erst durch den Insolvenzverwalter genehmigt werden. Da ich letzte Woche gleich mehrere Gardinen-Nähaufträge gemacht habe musste jemand das Genehmigungsverfahren für diese Vorgänge auf den Weg bringen. Meine neue Kollegin die erst sein wenigen Wochen da ist kann das nicht tun. Denn das ist selbst für uns „alte Hasen“ etwas kompliziertes. Meine Ehemalige Kollegin ist seit 1.11. offiziell weg. Und dann das deshalb auch nicht mehr erledigen. Meine Führungskraft ist neu in der Position und kennt sich da gar nicht aus….

Hätte ich stur darauf bestanden das ich Urlaub habe, dann wären die Vorgänge bis nächste Woche liegen geblieben und die Bestellungen der Kunden würden dadurch noch viel später bearbeitet werden. Es handelt sich um Massanfertigungen, die sowieso ein paar Wochen brauchen! Deshalb wollte ich eine zusätzliche Verzögerung verhindern.

Also war ich Montag morgen erst mal paar Stunden am Arbeitsplatz. Dabei ging es mir überhaupt nicht gut. Ich hatte massive Schmerzen in den Beinen und hangelte mich von Sitzgelegenheit zu Sitzgelegenheit. Das ist sonst absolut nicht meine Art.

Meine Hoffnung das die Schmerzen durch Ablenkung und Bewegung besser würden hat sich nicht erfüllt. Als ich in der Firma fertig war stand ich vor der Entscheidung, humpel ich jetzt nach hause und hoffe das es von alleine besser wird oder humpel ich die etwa gleiche Entfernung ins Krankenhaus. Ich entschied mich für letzteres, denn ich hatte Angst das es eine Trombose oder ähnliches sein könnte.

Unter „Ein Urlaubstag im Krankenhaus“ hab ich darüber schon mal erzählt.

Dienstag

am Dienstag war es leicht besser, auf jeden Fall war die Angst weg das es was lebensbedrohliches sein könnte. Da der Arzt im Krankenhaus riet die Beine „moderat zu bewegen“ traf ich mich mit zwei Freundinnen zum spazieren gehen.

Zu Anfang musste ich mich bei beiden einhaken, weil ich das Gefühl hatte ich könne nicht alleine gehen… doch nach und nach wurden die Schmerzen, die inzwischen beide Beine betrafen besser. Je länger ich ging umso besser wurde es. Schließlich sind wir 4.5 km gegangen. Zwar viel langsamer als ich das sonst gewohnt bin, aber ich war froh das es überhaupt ging.

Mittwoch

Die Nacht war fuchtbar, die Beine tun beide bei jeder Bewegung weh. Also auch beim Umdrehen im Schlaf… Am Morgen kam ich kaum hoch. Das erste was ich tat war Schmerzmittel nehmen. Ich rief bei meinem Hausarzt an und bekam auch wirklich einen Termin in der Sprechstunde aber mit der Aussage „bringen Sie viel Zeit mit!!“

An der Arzpraxis hängt ein Schild das Patienten mit Corona oder Corona-Verdacht die Räume nicht betreten dürfen sondern dreimal klingeln sollen… Während ich in dem Vollen Wartezimmer wartete klingelte es mehrfach dreimal… die Sprechstundenhilfen rannten ständig hinaus und brachten die Leuten vor der Türe ihre Krankmeldungen oder Rezepte usw. Es ging zu wie in einem Taubenschlag!

Als ich endlich ins Untersuchungszimmer gerufen wurde habe ich mir schon gleich die Hose ausgezogen, damit es dann schneller geht wenn die Ärztin da ist. Das fand diese aber etwas befremdlich. Irgendwie wollte sie meine Beine kaum ansehen geschweige denn anfassen. „Sie waren doch schon im Krankenhaus, Thrombose ist ausgeschlossen“ auch eine weitere Blutabnahme lehnte sie ab. Das sei doch sicher nur eine Muskelzerrung, sowas sei halt schmerzhaft und langwierig. Mein Argument das das andere Bein auch weh tut schob sie auf Humpeln und Schonhaltung.

Schmerzmittel soll ich weg lassen und stattdessen Voltaren Salbe schmieren… In der Apotheke war ich dann etwas überrascht über den Preis dieser Salbe. Aber ich muss zugeben sie bringt ein wenig Linderung… aber nur so die erste Stunde oder so.

Donnerstag

Am Donnerstag war ich bei einer Freundin aus der Gemeinde zum Mittagessen eingeladen, das war sehr schön mal wieder liebevoll bekocht zu werden.

Eine Freundin von mir ist Heilpraktikerin und hat sich meine Beschwerden aufmerksam angehört. Wir haben nur telefoniert, aber sie kennt meine Krankengeschichte und meine Beine. Sie meinte „Du hattest doch erst vor 4 Wochen Corona“…

Sie vermutete das meine aktuellen Beschwerden mit der Durchblutung der Beine zu tun haben. Das würde erklären warum es Nachts und bei Ruhe schlimmer wird und von Bewegung besser. Deshalb riet sie mir die Stützstrümpfe dich ich noch von der Krampfadern Op letztes Jahr im Schrank liegen habe zu tragen. Das tat ich nur sehr wiederwillig… doch nach nur paar Schritten gehen, auf dem Weg zum Mittagessen merkte ich das mir die Kompressionsstrümpfe extrem gut tun!

Ich rief die Heilpraktiker-Freundin an und berichtete ihr „Hey Du hast recht, das hilft“ ! Daraufhin empfahl sie mir ein Medikament und „viel trinken“ sowie „viel Bewegen“.

Also meldete ich mich bei der Bekannten mit der ich am Dienstag unterwegs war (ich wusste sie hat Zeit) und fragte sie ob wir eine Runde machen. Sie willigte ein und drängte diesmal auf eine etwas anstrengendere Route. Nicht mehr nur flach im Park sondern bergauf und bergab im Wald. Es war sooooooo schön!

Blick vom Maienbühl Richtung Basel bei herrlichem Wetter.

Ich bin so dankbar um die nette Begleitung. Sie zeigte mir eine Route die ich noch nicht kannte und reagierte geduldig wenn ich mal wieder bergauf sehr langsam wurde. Auf einem steilen Streckenabschnitt mit Stufen taten mir beide Knie sehr weh. Ich musste mich stellenweise festhalten. Und sie meinte ganz locker „komm wir singen was, das lenkt ab“.

So super ich fühle mich von den Ärzten im Stich gelassen, aber meine Freunde und „Glaubensgeschwister“ kümmern sich um mich und meine Beschwerden und das hilft mir wirklich. Die Freundin am Telefon gab mir das richtige Medikament und die Freundin mit den Spaziergängen gab mir die richtige Bewegungstherapie! Danke Jesus das Du mir solche Freunde an die Seite gestellt hast.

Freitag 11.11. mein Geburtstag

Leider hat es mit der Verabredung zum Frühstück nicht geklappt, aber ich war da dann gar nicht böse drum, so hatte ich Zeit endlich mal was für den Blog zu tun. Denn dazu war ich trotz Urlaub gar nicht gekommen.

Natürlich klingelte ständig mein Telefon. Es ist echt schön wie viele Leute an mich gedacht haben. Aber eine Anruferin war der Knüller „ich stehe gegenüber an der Bushaltestelle, bist Du zuhause? darf ich kommen?“. Ich bat sie herein obwohl ich noch im Pyjama war und meine Wohnung etwas im Chaos versank. Die ganze Woche war ich noch nicht dazu gekommen aufzuräumen und zu putzen. Auch an diesem Vormittag fiel mir jeder Schritt schwer. Doch dieser spontane Besuch motivierte mich aufzuräumen.

Für den Nachmittag war geplant das meine Schwester mit meiner Mutter zu mir kommen und wir dann gemeinsam in ein Wochenende in Herrischried starten. Bei meiner Schwester kam es jedoch zu einigen Verzögerungen und wie so oft Freitags dauerte die Anreise von Stuttgart nach Lörrach viel länger als erwartet. Die beiden kamen erst nach 17 Uhr an und ich stieg nur dazu.

Durch die Verzögerung hatte ich Zeit und Muße zuhause zu putzen usw. das war ganz okay denn auch das geht momentan viel langsamer als ich es gewohnt bin.

In Herrischried angekommen haben wir die Ferienwohnung bezogen und wollten in eine Pizzaria essen gehen. Als wir dort ankamen plötzlich lautes Schlagzeug! Eine Guggemusik (Karnevals-Musikgruppe) kam auf uns zu und… wollte genau in das gleiche Restaurant. Ganz schnell machten wir uns auf um unseren reservierten Platz einzunehmen. Und auch mit der Bestellung beeilten wir uns etwas denn wir hatten die Befürchtung das wenn die ganze Kapelle (40-50Personen) Essen bestellt, wir dann ewig warten müssen.

Die Guggemusik kam herein und begann zu spielen. Ich und die anderen Gäste fanden das toll. Am 11.11. muss man mit sowas rechnen. Aber meine Mutter, die mit ihren Hörgeräten nicht so ganz klar kommt war schockiert über den Geräuschpegel. Sie riss sich panikartig das Gerät aus dem Ohr so das ein Bauteil im Gehörgang hängen blieb. Meine Schwester und die Bedienung versuchten mit eine Pinziette das Teil heraus zu holen aber es gelang uns nicht.

Samstag

Meine Schwester ist mit meiner Mutter in die Notfallpraxis nach Bad Säckingen gefahren in der Hoffnung das die dort helfen können und das Teil aus dem Gehörgang holen können… ich bin in der tollen Ferienwohnung geblieben und nutze die Zeit diesen Text zu schreiben.

Danach werde ich zu einem Spaziergang alleine starten. Und vielleicht dann vielleicht davon hier berichten. Das Beitragsbild zeigt den Rest meines Geburtstagskuchen, den wir zu Frühstück gegessen haben.

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1000 Teile Raus, Woche 42

Die aufmerksamen Leser der Linkparty „Weniger ist mehr 1000-Teile raus“ werden es vielleicht bemerkt haben, ich habe schon wieder eine Woche ausgesetzt.

Dafür gab es verschiedene Gründe. Letzte Woche hatte ich schlicht keine Zeit, ich hatte viel zu tun. Viel Arbeit und dann noch einige private Termine. Es gab einfach keine Chance das wie gewohnt einen Artikel in der beliebten Linkparty veröffentliche.

In der Letzten Woche habe ich nichts aussortiert. Aber ich hatte mir fest vorgenommen, diese Woche wieder intensiv da dran zu gehen. Denn ich habe Urlaub. Doch dann kam alles anders als geplant.

Am Samstag Abend war ich bei einer Karaokeparty, wo auch ein wenig getranzt wurde. Da ich schon seit Tagen unangenehme „Steifheit“ in meinen Beinen spürte habe ich mich ganz bewusst dazu entschlossen trotzdem ausgelassen zu tanzen. Ich dachte Bewegung tut sicher gut, und wenn es dann noch Spaß macht ist das auch noch gut für meine Seele.

Auf dem Heimweg von der Veranstaltung dachte ich, hätte ich einen Wadenkrampf… denn ich begann zu humpeln. Das hätte mich auch nicht sehr verwundert, nach der wilden Party. Ich dachte das vergeht über Nacht. Doch ich war mehrfach wach, weil mein Bein weh tat.

Am Sonntag morgen wollte ich zum Gottesdienst, doch mein Bein tat so weh das ich mir die 2 Km zu unserem Gemeindezentrum nicht zu Fuß zumuten wollte. Am liebsten hätte ich abgesagt, doch ich hatte versprochen Dienst am Büchertisch zu machen und das ist dann ganz doof wenn derjenige so kurzfristig absagt. Also nahm ich das Fahrrad. Das ging ganz gut… doch gehen tat nach wie vor weh.

Sonntag Nachmittag gönnte ich meinem Bein erst mal Ruhe, was aber keine Linderung brachte und in der Nacht wurde ich wach weil es weh tut wenn ich das Knie komplett ausstrecke.

Am Montag hatte ich etwas in der Firma zu erledigen, obwohl ich eigentlich im Urlaub bin. Aber ich wollte das noch kurz machen… der Fussweg zur Firma war eine Tortur. Da im Laden bin ich logischerweise auch mehrfach hin und her… Es wurde immer schlimmer! Jeder Schritt tat weh!

Als ich meine Sachen erledigt hatte, hatte ich zwei Möglichkeiten, heim humpeln und hoffen das es von alleine besser wird oder die gleiche Entfernung zum Krankenhaus humpeln. Weil ich große Angst vor einer Thrombose oder ähnlichem hatte, Ging ich zur Notaufnahme. Mehr dazu unter „Ein Urlaubstag im Krankenhaus“.

Aussortieren mit Schmerzen?

An irgendwas Aussortieren konnte ich die letzten paar Tage nicht mal denken. Mit ging es beschissen und ich erledigte nur die aller nötigsten Hausarbeiten. Eine Freundin hat mich gestern (Donnerstag) dazu animiert spazieren zu gehen. Denn weder das Krankenhaus noch meine Hausärztin konnten feststellen was mit genau fehlt und man riet mir zu „moderater Bewegung“. Also nicht nur hoch legen. Am Anfang fiel mir das laufen sehr schwer und jeder Schritt schmerzte. Doch je länger ich langsam und gleichmäßig bewege umso besser wurde es. Statt einen Blogpost zu verfassen gab es einen langen wunderschönen Spaziergang!

Frische Luft, Bewegung und angenehme Gespräche haben mir sehr gut getan!

Diese Woche raus?

Heute ist mein Geburtstag und eigentlich war geplant das ich heute gar nicht zuhause bin. Ich wollte mit meiner Schwester in den Schwarzwald fahren. Doch bei ihr kam noch ein Termin dazwischen und so fahren wir erst in den späten Nachmittagstunden zusammen weg.

Heute Vormittag wollte ich eigentlich nur etwas Aufräumen und Koffer Packen. Meine Wohnung sah etwas verwildert aus, denn wenn es mir nicht gut geht, dann bleibt alles liegen.

Natürlich haben heute schon ganz viele Freunde und Bekannte angerufen und mir zum Geburtstag gratuliert. Der Absolute Knaller war aber eine Bekannte die meinte „bist Du zuhause? Magst Du einen Kaffee machen? Ich stehe an der Bushaltestelle gegenüber“

Obwohl ich noch im Pyjama war, sagte ich „komm rüber ich mach nen Kaffee“. Ich hatte sie schon länger nicht gesehen und freute mich auf ein Kaffeekränzchen. Doch als erstes musste ich ihr erklären warum ich und meine Wohnung in so einem Zustand sind. Sie reagiert sehr verständnisvoll. Aber war irritiert das ich bei jedem Schritt humple und länger brauche zum hinsitzen und aufstehen und gleichzeitig erzähle ich sei gestern 6,5 km spazieren. Also eines ist sicher eine „Muskelzerrung“ wie meine Hausärztin vermutete kann es nicht sein! Die Schmerzen sind überall in beiden Beinen. Es hatte nur in der einen Wade begonnen.

Die Bekannte näht auch, sie ist eine „Stammkundin“ bei mir im Laden. Aber heute waren wir ja zuhause in meiner Wohung und mein Küchentisch sah so aus:

Sie war ganz fasziniert. „Was machst Du gerade?“, „Welche Nähideen hast Du für mich?“ beim Gespräch kam heraus das sie bisher fast nur mit Jersey genäht hat und so gut wie keine gewöhnlichen Baumwollstoff zuhause hat, „Hast Du mir nicht ein paar Stoffreste zum ausprobieren?“

Stoffvorrat reduzieren:

Ich schnappte einen selbst genähten Beutel und füllte ihn mit allem möglichen was mir gerade in die Hände kam. Völlig spontan und unüberlegt. Aber ich dachte mir ich kann ihr jetzt eine Freude machen mit Zeug das bei mir gerade viel zu viel ist.

Diese Woche gingen raus:

  • ein selbst genähter Beutel
  • 3 ältere Baumwollreste
  • 2 Streifen von neuerem Baumwollstoff
  • 2 Filzreste
  • 2 Gardinenstoffe (Restücke weit unter 1m
  • 3 Reissverschlüsse

= 13 Teile

Bis zur Woche 40 waren es 784 Teile raus + 13 = 797 Teile Raus

nur noch 203 Teile bis zur 1000

Das bedeutet ich hab die 800 beinahe geknackt. Wenn ich wirklich bis zum Jahresende die 1000 voll machen will muss ich mich etwas mehr anstrengen. Wobei das Schlimmste Nirvana in meinem Keller ja noch gar nicht dran war. Mal schauen ob ich das noch vor Weihnachten schaffe.

Jetzt konzentriere ich mich aber vorrangig auf meine Gesundheit. Langsam habe ich den Verdacht das meine Beinschmerzen einen Corona-Nachwirkung sind und das es mit der Durchblutung zu tun hat. Wirklich hilfreiche Tipps oder gar Medikamente habe ich von keinem Arzt erhalten. Zum Glück habe ich eine Freundin die Heilpraktikerin ist und nur durch sie erfahre ich Hilfe! Ich halte Euch auf dem laufenden wie es mir geht.

Diesem Text verlinke ich bei Valomeas Flickenkiste in der Linkparty „1000 Teile raus“

Ein Urlaubstag im Krankenhaus

Uff was war das heute für ein blöder Tag. Diese Woche habe ich Urlaub und eigentlich müsste ich mich über etwas Freizeit und Erholung freuen. Doch heute kam alles anders als geplant.

Als ich heute morgen aufstehen wollte war schon beim ersten Schritt klar… nicht gut. Ich kann nur unter Schmerzen gehen. Das linke Knie, das gestern schon gezickt hatte war noch schlimmer als Gestern. Beim Ausstrecken und beim Anwinkeln des Knies tut es weh. Je Größer der Schritt um so mehr… also mache ich erst mal ganz kleine Oma-Schrittchen.

Zuerst hoffte ich das es durch bewegen etwas besser wird. Doch spätestens beim Versuch die Treppe hinunter zu gehen bereute ich das ich kein Schmerzmittel genommen hatte. Die Treppe bis zu meiner Haustüre hat zum Glück rechts und links ein Geländer das ich heute morgen sehr intensiv genutzt hatte.

Die erste Erledigung die ich gleich um 9 Uhr machen wollte, war etwas auf der Hauptpost hier in Lörrach abholen. Normal brauche ich dahin keine 5 Minuten.

Ein Autounfall

In meinem Oma-Thempo kam ich nur bis zur Nächsten Kreuzung und dann ein lauter Knall. Ein Auto blieb mitten auf der Kreuzung stehen und als ich näher kam erkannte ich das es mit einem Motorroller zusammen gestoßen war. Mehrere Passanten kümmerten sich sofort um den am Boden liegenden Rollerfahrer. Der Fahrer des PKWs konnte im ersten Moment noch nicht aussteigen, weil der Verletzte vor seiner Fahrertüre lag.

Deshalb klopfte ich an sein Fenster und fragte ihn wo er das Warndreieck hat. Er konnte mir sofort beschreiben wo es sein müsste. Problem war nur das im Kofferaum noch einige Gegenstände darüber lagen. Aber ich fand es. (Frag Dich mal ob Du jederzeit jemandem sagen kannst Wo Dein Warndreieck ist!)

Ich platzierte das Warndreieck ziemlich mittig auf der Kreuzung um die anderen Autos zu warnen, damit sie überhaupt verstehen warum das Auto halb in der Kreuzung steht. Das Zweirad befand sich halb unter dem PKW deshalb riet ich dem Fahrer einfach stehen zu bleiben.

Während andere Passanten einen Krankenwagen riefen und sich um den Zweiradfahrer kümmerten, versuchte ich den Verkehr umzuleiten. Mittels Armbewegungen deutete ich allen kommenden Autos wo sie lang fahren sollten, die meisten verstanden was ich meinte und bogen ab um die Unfallstelle zu umfahren. Nur paar wenige waren stur und wollten gerade aus, was dann jedes mal zu Stau führte. Also wurde ich mit meinem Armbewegungen etwas bestimmender.

Ich hab so was noch nie gemacht, und mir vorher auch noch nie Gedanken darüber gemacht wie man spontan so einen Verkehrsknuppel auflöst und Stau verhindert. Aber nach paar Minuten klappte es sehr gut. Das mit das Bein bei jedem Schritt weh tat lies ich mir nicht anmerken, ich stand mitten auf der Kreuzung und wies den heranfahrenden Autos in welche Richtung sie fahren sollen.

Wirklich genervt hat nur eine ältere Dame in einem älteren roten Kleinwagen… sie war wohl durch mich und durch den hinter ihr fahrenden Krankenwagen so irritiert das sie nur im Schritttempo an mir vorbei eierte. Ich klopfte an ihre Schreibe und deutete ihr das sie schleunigst weg sollte, denn der Rettungswagen hatte nur wegen ihr das Martinshorn eingeschaltet.

Später sagte mir der Fahrer des Rettungswagen, mehrere Passanten und eine Polizistin das ich das mit dem Verkehr vorbei leiten richtig gemacht hätte.

Können Sie sich ausweisen?

Die Polizistin wollte auch genau wissen was ich gesehen habe. Aber das war ja nicht viel. Dennoch schrieb sie mich als Unfallzeuge auf. „Haben Sie mir einen Ausweis“… äh nein! Ich habe momentan keinen Personalausweis. Alles was ich habe um mich Auszuweisen ist eine „Verlustanzeige der Polizei“… „Ach sie kommen aus München?“ Nein dort ist nur mein Ausweis abhanden gekommen. Ich glaube ich muss diese Woche mal zur Lörracher Polizei um mir einen Vorläufigen Ausweis machen zu lassen.

Und dann in der Post wollte ich mit der Benachrichtigungskarte mein Paket abholen „Ausweis bitte“… ääh nee habe ich nicht. Die Verlustanzeige nutzt dem Postbeamten allerdings nichts, denn er braucht etwas mit Lichtbild. „Führerschein oder so“ aber auch das habe ich seit dem Verlust meines Geldbeutels in München nicht. Doch dann fiel mir ein das ich ja schon die neue Krankenkassenkarte mit einem Foto habe und damit konnte ich dem Pöstler zeigen das ich wirklich die Adressatin dieses Paketes bin.

Mal schnell etwas auf der Arbeit erledigen

Ich habe diese Woche Urlaub, doch am Samstag konnte ich etwas wichtiges nicht fertig machen. Ich musste mit einem Lieferanten telefonieren, und das wollte ich heute morgen schnell erledigen. Naja aus mal schnell anrufen wurden dann doch fast 2 Stunden.

Wie gewohnt laufe ich da im Laden viel hin und her (obwohl ich nicht meine normale Arbeit gemacht habe, sondern nur dieses liegen gebliebene Sonderzeug) meine Hoffnung das der Schmerz in dem Knie durch das Bewegen besser wird hat sich nicht bewahrheitet, es wurde immer schmerzhafter und unangenehmer!

Also beschloss ich ins Krankenhaus zu humpeln…

Um 11:45 meldete ich mich an der Notaufnahme im Krankenhaus an. Diese konnte ich dann erst um 16:45 Uhr wieder verlassen. Ohne klare Diagnose aber die wirklich gefährlichen Sachen wie Thrombose oder Verletzung des Kniegelenkes konnten ausgeschlossen werden. Als ich hin kam waren vor mir nur zwei Personen. Als ich weg geschickt wurde war es soooo voll, das Sanitäter mit Verletzten im Gang warten mussten. Da war mir dann schon klar warum man mich mit meiner ungefährlichen Kleinigkeit weg schickt.

In 5 Stunden Wartezeit hat man aus Langeweile auch mal die Idee ein Selfie zu machen… In dem Untersuchungszimmer saß/lag ich über 4 Stunden.

Dankbar das es nichts schlimmes ist

Ich bin jedoch froh und dankbar, das es nichts wirklich schlimmes ist. Ich darf das Bein weiterhin normal belasten und soll es nicht zu sehr schonen. Eine Freundin hat mir schon angedroht das sie morgen mit mir spazieren gehen will, da bin ich mal gespannt wie weit wir kommen.

Vielen Dank

Diese Freundin war auch so lieb und hat mich vom Krankenhaus nach hause gebracht. Danke dafür!

Und Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Samstagsplausch am 5. November 2022

Herzlich Willkommen zu meinem Samstagsplausch am frühen Samstag morgen. Um diesen Artikel zu schreiben bin ich extra etwas eher aufgestanden und ich werde ihn wie gewohnt bei Karminrot in der Linkparty verlinken.

Seit letzten Samstag hat sich meine berufliche Situation etwas verändert. Letztes Wochenende war es für mich kein Problem mal eben am Wochenende zu verreisten und in einem Hotel ein zukehren… ich wollte das Wochenende um das Konzert Event mit Nino de Angelo richtig schön auskosten. Denn im Hinterkopf waberte es bei mir ständig: „Wer weis wie lange ich das noch machen kann“. Dabei dachte ich vor allem an erneute Corona-Verbote oder finanzielle Nöte durch gestiegenen Energiepreis.

Das was mich jetzt aber „bedroht“ war zwar auch schon länger im Gespräch aber ich hatte nicht vor dem Weihnachtsgeschäft damit gerechnet.

Mein Arbeitgeber ist insolvent!

Am Montag wurden wir von der Geschäftsleitung darüber informiert das unsere Firma ein Schutzschirmverfahren eingeleitet hat. Und wie zu erwarten war hat sich die Presse auf diese Meldung gestürzt und wir sind mal wieder negativ in aller Munde.

Diese Situation hatte ich schon mal 2009 und 2020. Beim ersten Mal war es richtig schlimm für uns Mitarbeiter denn wir hatten keine Ahnung was mit uns geschehen könnte. Wochenlang gingen wir montags morgens mit der Angst im Nacken zu unserer Arbeitsstelle und mussten damit rechnen das auf einmal ein Rotes Band da hängt und wir die Betriebsstätte nicht mehr betreten dürfen. Oder das uns gesagt würde „heute machen wir nicht auf, stattdessen müsst ihr alle Waren einpacken und zurück schicken“

Ich gebe zu in der Zeit hatte ich massive Angst!

2020 war es nicht ganz so schlimm, denn die Krise war durch die Corona-Einschränkungen ausgelöst und die latente Angst vor einem „ach so tödlichen Virus“ war massiver.

Seit dem ersten Mal hat sich bei uns am Standort extrem viel verändert. Viele Stellen wurden gestrichen, oder ausscheidende Mitarbeiter einfach nicht mehr ersetzt. In meiner Abteilung in der wir 2009 noch 6 Mitarbeiter waren, sind wir nun nur noch 2.5… zwei Mitarbeiter und eine Kraft die nur einmal die Woche kommt.

Was ist ein Schutzschirmverfahren?

Diese Bezeichnung habe ich selbst erst 2020 kennengelernt. Mit ist nicht klar ob es das vorher überhaupt schon gab. Da ich hier nichts falsches Schreiben wollte habe ich gerade bei Wikipedia nachgelesen. Offensichtlich gibt es das in dieser Form erst seit 2012.

Aus gegebenen Anlass möchte ich an dieser Stelle keine falschen Angaben machen! In der Presse wird momentan so vieles falsch oder übertrieben dargestellt. Momentan ist die Situation für unsere Filiale nicht so das wir Angst haben müssen das wir nächste Woche zu machen.

Unser aktueller Informationsstand ist so, das wir momentan davon ausgehen können das unser Geschäft bis Februar so wie jetzt weiter läuft. Doch was danach ist kann uns keiner sagen!

Wie fühlt sich das an?

Ich erinnere mich noch an eine Mitarbeiterbesprechung im Frühjahr 2009 als uns der Chef der Filiale sagen musste „Die Mai-Löhne sind gesichert, was danach kommt wissen wir nicht“ damals war es sooo dramatisch das noch nicht mal mehr genug Geld da war um uns Mitarbeiter zu bezahlen.

Das Fühlt sich richtig Scheiße an! Denn Du weist ja das Du Miete, Strom usw danach weiterhin bezahlen musst. In der Damaligen Insolvenz wurden wir alle automatisch als „Arbeitssuchend“ gemeldet und wir bekamen 3 Monate lang den Lohn vom Arbeitsamt.

Innerhalb eines Schutzschirmverfahrens läuft das ein wenig anders. Die Löhne und Gehälter kommen nach wie vor vom Arbeitgeber werden aber von anderer Stelle bezahlt. Das Insolvenzgeld wird anders berechnet und anders versteuert. Sprich: ich hab keine Ahnung wie viel ich nächsten Monat genau habe!!! Aber der Umstand das wir das alle vor paar Jahren schon mal hatten macht mich etwas ruhiger und gefasster als beim ersten Mal.

Achso: Habe ich schon erwähnt das ich Alleinverdiener bin? Ich bin alleinstehend und bezahle alle meine Kosten von meinem kleinen Verkäuferlohn. Ich habe keinen Ehemann oder Partner der ein zweites Einkommen beisteuert.

Ich bin seit 34 Jahren in dieser Firma tätig, meine letzte Bewerbung habe ich 1988 geschrieben!! Ich habe noch nie den Arbeitsplatz gewechselt und ich war noch nie wirklich arbeitslos gemeldet. Ich weiß also überhaupt nicht wie so etwas geht!!!

Existenzängste?

Ich muss zugeben im Augenblick geht es mir seelisch noch einigermaßen gut. Ich kann schlafen und meine Verdauung ist noch normal. 2009 hatte ich massive Probleme mit Durchfall und co (Reizdarm), ich brauchte damals nur Nachrichten gucken, oder mal wieder eine Besprechung in der Firma und ich saß mit Bauchkrämpfen auf dem Klo. Vermutlich bin ich diesbezüglich einfach nur etwas mehr abgehärtet.

Vielleicht waren die kleinen Katastrophen die ich die letzten Wochen erlebt habe (Geldbeutel weg, Handy geht nicht usw) ja nur ein Training damit ich jetzt besser klar komme. Psychisch geht es mir momentan erheblich besser als 2009.

Ja ich habe Angst vor der Zukunft und ich weiß nicht genau wie es weiter geht. Aber ich weiß das Gott auf meiner Seite ist und mich leitet und beschützt. Irgendwie wird es weiter gehen auch wenn ich den richtigen Weg noch nicht kenne.

Wiedermal ist mir mein Lieblings Bibelfers wertvoller denn je:

Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer Grünen Aue und führet mich zu frischem Wasser…

Psalm 23

Und hier geht es weiter

Weiter machen und Schauspielern

In diesem Sinne bleibt mir nichts anderes übrig als „weiter machen“ ich gehe gleich ganz normal zur Arbeit im Warenhaus. Ich werde freundlich zu den Kunden sein, auch wenn am Tag gefühlt 100 Leute das gleiche fragen „was ist denn nun? Müsst ihr zu machen?“. Auf diese Frage werde ich lächelnd antworten „Ach sein, wir sind nicht bedroht, unsere Filiale läuft gut“… blablabla…

Aber die Wahrheit ist das ich es eigentlich nicht wirklich weiß ob „es reicht“. Wir kämpfen jede Minute um jeden einzelnen Euro!

Um nicht zu verzweifeln, konzentriere ich mich auf meine persönliche Leistung. Ich versuche das einzelne Verkaufsgespräch so gut wie möglich zu machen. Nicht für den Konzern der Pleite ist, nicht für den Chef sondern für den Kunden der vor mir steht. Mein Ziel ist das dieser einzelne Vorgang gut ausgeht. Und nicht das die Insolvenzmasse besser wird.

Vielen Dank fürs Lesen

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog und das Du Dir den heute etwas negativen Text dennoch durchgelesen hast.

unfreiwilliger „digital detox“

Letztes Wochenende war ich zu einem Konzert in Landau in der Südpfalz. Das war eigentlich keine sehr weite Reise. Und diesmal hat die Fahrt mit dem Zug pünktlich geklappt.

Es war ein sehr schönes und entspanntes Wochenende und der Auftritt von Nino de Angelo war wirklich toll. Trotzdem ist ein Umstand entstanden, der mich mal kurz extrem gestresst hat.

Wenn ich unterwegs bin brauche ich das Handy

Wenn ich mit der Bahn verreise habe ich meine Zugtickets stets in der Bahneingenen App, dem DB-Navigator gespeichert. Damit habe ich bisher immer sehr gute Erfahrungen gemacht. Schon 2017 habe ich darüber einen Erfahrungsbericht geschrieben. Doch seit damals wurde die App stetig verbessert. Unterwegs gibt einfach nix besseres um öffentliche Verkehrsmittel zu finden und zu buchen.

In Landau kannte ich mich bisher nicht aus. Auf der Suche nach einem geeigneten Hotel hatte ich mir in Google Maps den Stadtplan mal angeguckt. Aber aus der Erinnerung sich orientieren ist schwer. Deshalb vertraue ich in solchen Situationen der Navigation von Google maps mit dem Handy. Das funktioniert ja auch als Fußgänger super, denn es sind auch Routen und Wanderwege enthalten die man mit dem Auto nicht fahren kann. Solche habe ich auf dem Weg zum Hotel und von dort zu der Event-Location „Die Alm“ benutzt. Dank meines Handys konnte ich mich super zurecht finden.

Beim Konzert selbst habe ich wie immer mein Handy zum fotografieren und filmen genutzt. Da ich bei den letzten Konzert-events immer wieder Probleme mit zu vollem Speicher hatte, wollte ich diesmal direkt in Facebook oder Whatsapp filmen, damit mir auf meinem Gerät nicht zuviel Daten gespeichert werden.

Dies erwies sich nicht als praktikabel! Bei Facebook-live konnte ich nur Videos von 3 Sekunden Länge speichern. Was bei einer Musikveranstaltung keinen wirklichen Sinn macht… (wer will nur 3 Töne hören?).

Also hab ich mich während der Show mehr auf Fotos konzentriert, die brauchen nicht so viel Speicher. Da es direkt vor der Bühne nicht so gedrängt war wie zum Beispiel in Solingen konnte ich mich gut bewegen und Bilder aus verschiedenen Perspektiven machen. Zum Fotografieren ideale Voraussetzungen. Bewegungsfreiheit, gutes Licht, das farblich abwechslungsreich war. Das Filmen wollte ich dann eigentlich eher weg lassen…

Mein Handy meine Datenzentrale!

Die Show von Nino de Angelo war toll, und erfahrungsgemäß ist die Zugabe immer noch ein I-Tüpfelchen… also ein besonderer Höhepunkt. Doch mein Handy warnte mich schon vor geringem Akkustand. Also legte ich Handy zur Seite und genoss die Show… bis zur Zugabe!

Nino sang mit dem Gitarrist von „Rocco Rubin und die Schlagerperlen“ seinen Hit aus den 80er Jahren „Ich sterbe nicht nochmal“… das musste ich einfach filmen! Zu meiner Überraschung folgte noch eine Zugabe, Nino sang gemeinsam mit der Band „Es war Sommer“. Das hatte ich von Nino noch nie gehört und alle Fans die ich kenne sicher auch nicht. Also hielt ich drauf und filmte auch dieses Highlight. Mein Handy machte noch mit, obwohl schon paar mal die Warnung kam das der Akku sehr schwach sei.

Die Stimmung in der Alm war so fantastisch schön und ausgelassen. Das die Akteure auf der Bühne spontan noch einen oben drauf setzten. Es folgte „Marmor Stein und Eisen bricht“. Der Titel hat für einen Nino de Angelo-Fan auch eine besondere Bedeutung. Denn dies war der Hit mit dem Drafi Deutscher seinen Durchbruch schaffte. Drafi Deutscher ist derjenige der „Jenseits von Eden“ (also Ninos größten Hit) geschrieben hat und damit Nino zu dieser unvergleichlichen Karriere verholfen hat.

Drafi Deutscher ist schon längst verstorben aber sein Hit „Marmor Stein und Eisen bricht“ ist weiterhin beliebt und darf auf keiner Schlagerparty fehlen. Der Titel ist 1965 erschienen und den markanten Text mit „dam dam“ kennt heute noch jedes Kind.

Natürlich konnte ich nicht anders als auch diesen Höhepunkt filmen! Es war sooooooo Toll.

Mein Speicher war nach der Show randvoll, mein Akku leer. Nichts ging mehr! In der Handtasche hatte ich meine Akkubank… die leider nicht funktionierte. Ich war aber noch entspannt, denn ich hatte es ja nicht weit zum Hotel.

Den kürzesten Weg durch den kleinen Landschaftspark kannte ich ja von Freitag Abend… äh Moment mal, da hatte ich das Handy als Taschenlampe genutzt, weil der Fußweg unbeleuchtet ist…

Zum Glück bot mir eine Fan-Freundin an mich zum Hotel zu fahren und im Auto konnte ich kurz ihre Akkubank nutzen. Wir unterhielten und angeregt über das Erlebte. Klar ich war begeistert, erschöpft, aufgeregt und etwas beschwipst und während dem reden… gab ich versehentlich meinen Pin zu oft falsch ein.

Mitten in der Nacht wurde mir klar, das Handy bringe ich heute nicht mehr zum funktionieren, ich muss erst ausschlafen!

Auch mit dem Wissen, ich weiß gar nicht ob und wie ich jetzt unterwegs an meine PUK Nummer komme, konnte ich zwar einschlafen, war aber morgens um 4 Uhr hell wach und grübelte über eine Lösung. Ich musste den Handyprovider anrufen, aber wie? Ohne Handy. Meine Hoffnung war die Hotel-Rezeption. Ich hoffte das dort jemand ab 6 Uhr zu erreichen wäre.

Da das W-Lan in meinem Zimmer nicht gescheit funktionierte, schnappte ich mir gegen 5:30 Uhr meinen Labtop und ging hinunter zur Rezeption. Da war niemand, aber wenigstens ging dort das W-lan. So konnte ich mir mit meinem PC im Internet die notwendigen Nummern raus suchen. Einen Online Service zum Handy entsperren gibt es zwar, aber um diesen zu nutzen sendet die Webseite einen SMS Code auf das Handy welchen man eingeben muss.

Was ist das für eine Logik? Wenn ich mein Handy entsperren will komme ich nicht an meine SMS. Wenn SMS funktionieren brauche ich nicht entsperren!

Irgendwann kam endlich eine Mitarbeiterin des Hotels und sie war so nett und gab mir ein Telefon das ich benutzten durfte. Nach mehreren Versuchen auf unterschiedlichen Hotlines war ich dann schlauer:

Den PUK kann ich erst ab Montag ab 8 Uhr erfragen !

Das bedeutete ich komme nicht vor Montag an meine Fotos, Video, Telefonnummern, Zugticket und Bahncard!

Um an mein Zugticket zu kommen habe ich mich auf Bahn.de eingeloggt (zum Glück wusste ich meine Logindaten auswendig) und das Ticket auf den Laptop herunter geladen, dann als E-Mail an das Hotel gesendet und die freundliche Mitarbeiterin hat mir dies dann ausgedruckt. Meine Fahrkarte war jedoch logischerweise mit meiner Bahncard gebucht, diese konnte ich auf diese Weise nicht nachweisen. Denn die original Karte befand sich in dem Geldbeutel der mir bei meiner letzten Reise in München geklaut wurde.

Glücklicherweise glaubte mir der Fahrkarten Kontrolleur dies und ich konnte mit dem Ticket normal nach hause fahren.

Mein Tipp:

Wenn Du Fahrkarten über den DB-Navigator buchst und nutzt empfehle ich Dir unbedingt Dir einen Account auf Bahn.de „Meine Bahn“ anzulegen. Denn von hier aus hast Du ebenso zugriff auf Deine gebuchten Fahrkarten. Wenn etwas mit dem Handy passiert kannst Du so wie ich in dieser Situation über Umwege an die gebuchte Fahrkarte kommen.

Ich war in diesem Fall für diesen Service sehr sehr dankbar.

Keine Fotos, keine Videos, keine Nachrichten

Die Situation war für mich total ungewohnt und komisch, denn ich konnte weder meine Bilder und Videos betrachten noch weiter senden. Und ich hatte diese ja einigen Leuten versprochen. Sicher fragten mich schon ein paar Freunde „Hey wie war es?“. Keinem konnte ich antworten.

Meine Einzige Verbindung zur Außenwelt war mein Facebook auf dem Laptop. Das aber nur so lange funktionierte wie ich in der Hotel-Lobby saß. So konnte ich wenigstens ein paar Freunden und meiner Schwester Bescheid sagen das ich mein Handy nicht nutzen kann.

Die Heimreise war dadurch ungewöhnlich ruhig, weil ich mit niemanden kommunizieren konnte, Aber es waren diesmal ja nur 3 Stunden Fahrt.

Handy entsperrt

Meine Sim Karte für das Handy konnte ich am Montag morgen mit Hilfe der Kundenhotline von O2 wieder frei schalten. Ab Montag 9 Uhr war ich wieder wie gewohnt erreichbar.

Mein Datenspeicher war allerdings übervoll und ich musste zuerst einige Dinge deinstallieren um die Fotos und Videos versenden zu können. Zukünftig muss ich solche Situationen verhindern und rechtzeitig für genug Platz auf dem Handy sorgen.

Dieses Bild habe ich am Samstag Vormittag auf einem langen Spaziergang in Landau gemacht. Ein Unkraut das durch einen Zaun wächst, in dem sich Laub verfangen hat. Ich denke so hübsch würde das kein Florist der Welt hin bekommen…

Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog