Samstagsplausch am 28.5.2022

Die vergangene Woche war nicht ganz so spektakulär wie das letzte Wochenende. Am Samstag hatte ich Euch von meiner Fahrt „in vollen Zügen“ nach Hamburg berichtet. Doch am Montag ging es wieder zurück. Diesmal hatte ich vorgesorg einen Platz reserviert.

Früher war ich ja der Meinung eine Sitzplatzreservierung lohnt sich nur in bestimmten Fällen und habe darüber einen ausführlichen und seit Jahren oft gelesenen Blogbeitrag geschrieben „Lohnt sich eine Sitzplatzreservierung“. Doch nach dem Trubel am Freitag wollte ich auf Nummer sicher gehen und die Rechnung ging auf. Allerdings gabs dann doch etwas Aufregung wegen eines Notarzt Einsatzes im Zug.

Wo war meine Woche

Dienstag, Mittwoch und Freitag musste ich Arbeiten. Donnerstag war ja Feiertag wobei ich gar nicht weis ob dieser Bundesweit gilt. Ich hab den Tag nur dazu genutzt meinen Haushalt auf Vordermann zu bringen und 4 Maschinen! Wäsche zu wachen. Die letzten Wochen war einiges liegen geblieben und ich hab die Winterjacken gewaschen um sie nun endgültig im Schrank versinken zu lassen.

Die Arbeitstage waren anstrengend. Meine Kollegin hat Urlaub und ich war deshalb fast permanent alleine auf dem Stockwerk. Ich arbeite in einem Warenhaus in der Stoff/Kurzwarenabteilung. Des weiteren gehört der Bereich Tischwäsche (Sofakissen und co.) dazu und seit einigen Monaten nun auch die Kofferabteilung.

Letztere stellt eine ganz neue Herausforderung dar und ich habe vorher nicht gedacht das es so beratungsintensiv sein kann. Aber auch wenn Kunden sich umschauen ohne Beratung zu wünschen muss man sehr oft hinterher aufräumen (ähnlich wie in der Stoffabteilung, manche Kunden hinterlassen eine Schneise des Durcheinanders hinter sich) bei den Koffern sieht das nur noch schneller chaotisch aus… denn die meisten Modelle haben 4 Rollen und sind dann schnell mal „irgendwo“. Und wenn dann noch ein kleines Kind „Domino spielt“… ist das Chaos perfekt.

Mein Hauptjob besteht also momentan darin zwischen Stoff Abteilung und Kofferabteilung hin und her zu laufen und Chaos zu beseitigen.

Kundenfrequenz normalisiert sich nur langsam

Seit dem Frühjahr 2020 ist bei uns im Warenhaus nichts mehr so wie es mal war. Monatelange Lockdowns, Maskenpflicht und zahlreiche Auflagen haben das Verhalten der Kunden so sehr verändert das bis heute nicht die Anzahl an Kunden in unseren Laden kommen wie früher.

Bei uns in der Belegschaft gab es dadurch natürlich auch zahlreiche Veränderungen. Seit über einem Jahr arbeiten wir im Grunde mit „Notbesetzung“. In meiner Abteilung ist eine Kollegin in Mutterschutz gegangen und wurde bis heute nicht ersetzt. Zwar haben wir eine neue Mitarbeiterin für die Kofferabteilung. Aber sie ist nur einmal die Woche da und die Koffer sind bei weitem mehr Arbeit als man an einem Tag erledigen kann.

Als letztes Jahr die Entscheidung getroffen wurde das Koffer zu uns auf das Stockwerk kommen sollen hatte ich von der Materie null Ahnung und ich hab mir binnen weniger Monate sehr viel Fachwissen und Materialkunde selber beigebracht… Es lebe das Internet! Dank Google und co weis ich nun auch solche Details wie „was hat der Aufkleber ABS“ auf einem Koffer zu bedeuten? ABS steht in dem Falle für Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer. Nun weis ich also auch über die Eigenschaften verschiedener Kunststoffe Bescheid.

Das Leben ist ein Lebenslanger Lernprozess…. oder wie meine Berufsschullehrerin zu sagen pflegte „Handel ist wandel“. Wie recht sie damit hatte, seit meiner Ausbildung zur Einzelhandelskauffrau (1988-91) hat sich unser Beruf extrem verändert.

Gestern war Brückentag

Nach dem Feiertag am Donnerstag war gestern endlich mal wieder richtig viel los in den Läden der Innenstadt. Es war zwar schönes Wetter aber noch nicht so wirklich warm für Schwimmbad und co. Ich denke wir alle empfinden den Einkaufstrubel an einem belebten Wochenende viel extremer als früher weil wir durch diese ganze Corona-Sache ganz entwöhnt sind.

Heute sollte erwartungsgemäß ein richtiger „Großkampftag“ werden. Ich gehe dem aber entspannt entgegen, denn heute ist meine „Kofferkolleign“ da und ich kann mich ganz auf meine Stoff und Kurzwaren-Kunden konzentrieren. Hoffentlich kommen diese aber auch. Die letzten Monate waren unsere Umsätze immer noch weit unter den Erwartungen geblieben. Langsam sollte es sich endlich normalisieren, sonst haben wir erneut Grund zur Angst um unsere Arbeitsplätze.

Was habe ich diese Woche gehandarbeitet?

Momentan mache ich das erste Mal bei einem „CAL“ einem „Crochet Along“ mit. Das heißt jeden Tag wird nur ein kleiner Teil einer Häkelanleitung veröffentlicht und alle Teilnehmer häkeln zeitgleich mit.

Ich häkle mit Frau Tschi-tschi beim Sommer CAL mit. Weil ich mich nicht ganz entscheiden konnte ob ich die Sommerdecke aus Polyacryl oder aus Baumwolle machen will hab ich einfach beides begonnen. Die Decke aus Baumwolle häkle ich aus vorhandenen Resten. Begonnen hab ich mit verschiednen Braun und Beige tönen aber ich denke wenn die zur Neige sind wird es bunter… mal sehen…

Die Decke aus Schachenmayr Bravo wird von Gelb-Grün und Braun dominiert und dafür hab ich extra einen kleinen Großeinkauf gemacht. Bei diesem beliebten aber preisgünstigen Material ist das ja kein Problem. Und wie ihr oben gelesen habt bin ich ja jeden Tag „an der Quelle“ und kann jederzeit Material nachkaufen.

Der CAL macht mir richtig Spaß, das ist echt cool wenn man vorher nicht genau weis was morgen oder übermorgen dazu kommt. Das macht die Sache spannend.

In meiner Kirchengemeinde haben wir gerade eine Mitmach Aktion bei der wir freiwilligen Teilnehmer das Neue Testament innerhalb von 60 Tagen durchzulesen. Witzigerweise der gleiche Zeitraum wie der Crochet Along. Also habe ich mir angewöhnt jeden Morgen eine Reihe (an beiden Decken) zu häkeln und währenddessen die entsprechenden Bibeltexte anzuhören. Das ist toll! Aus Arbeitstechnischen Gründen (Nebenjob zweimal die Woche morgens) kann ich das nicht jeden Tag am Morgen machen und an den Tagen „fehlt“ es mir schon.

Hier nun ein paar Fotos von meiner Häkeldecke:

Das war die erste Woche
auch unterwegs im Zug habe ich jeden Tag weiter gemacht

Auf dem untersten Bild siehst Du auch die Schachtel mit meinem „Großeinkauf“. Es handelt sich um Schachenmayr Bravo und Bravo Baby Smiles (hellgrün und hellgeblb) die Bravo Baby smiles ist zwar minimal dünner, lässt sich aber ohne Probleme zusammen verarbeiten. Die beiden grösseren Knäule sind von Rico „Basic Acrylic“ ist vergleichbar mit der Bravo. Diese verwende ich mit, weil ich das helle Gelb so sehr mag.

Ob ich das dunkle Grün und Braun wirklich verwende wird sich zeigen. Aber ich vermute das bleibt sowieso nicht meine letzte Decke dieser Machart. Denn es macht richtig Freude mit den unterschiedlichen Mustern zu spielen.

Jetzt wünsche ich Dir noch viel Freude beim Samstagsplausch von Kaminrot. Ich mache mich fertig zur Arbeit im Warenhaus und heute Abend geht es zu einer Karaokeparty auf die ich mich sehr freue.

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1000 Teile raus, Woche 18

Als erstes herzlichen Dank für die vielen Reaktionen gestern. Offensichtlich habt ihr nicht bemerkt das mein Beitrag der Woche 17 schon über eine Woche zurück liegt.

Diese Woche bin ich zu spät dran und mein Artikel kommt erst jetzt am Donnerstag Abend.

Die vergangene Woche war bei mir sehr ereignisreich. Von Freitag morgen bis Montag Abend war ich unterwegs. Ich habe eine gute Freundin in Hamburg besucht. Leider konnte ich nicht länger am Stück frei nehmen, dann hätte sich die Anreise mit mehr als 7 Stunden Zugreise eher gelohnt. Doch am Sonntag war ihr 70ster Geburtstag und da wollte ich unbedingt dabei sein. Es war auch ein sehr schönes gelungenes Fest.

Die Hinfahrt war allerdings um einiges stressiger als geplant. Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen, über die Fahrt „in Vollen Zügen“ habe ich in meinem gleichnamigen Blogartikel geschrieben. Doch nun zurück zum eigentlichen Thema:

Weniger ist mehr, 1000 Teile raus

Schon in der 17. Woche habe ich etwas geschwächelt und nur wenige Teile aussortiert. Und diese Woche war es noch schlimmer, weil ich entweder weg oder bei der Arbeit war hatte ich kaum Zeit zum räumen oder sortieren. Deshalb habe ich mir nur ein Fach mit meinen Bastelsachen vorgenommen.

Da gibt es so viele Materialien die ich gerne noch verarbeiten möchte aber eigentlich nie dazu komme. Deshalb hab ich nun ein paar Dinge die ich wohl nicht mehr benutze aussortiert. Diese Sachen sind aber alle viel zu schade sie weg zu werfen. Bei Ebay sehe ich da auch kaum eine Chance und deshalb probiere ich jetzt mal aus ob ich hier über diesen Blogartikel Abnehmer für folgende Dinge finde.

Dieses Bastelscheren-Set im Holzständer habe ich vor vielen Jahren mal gekauft, war ein klassischer Fehlkauf, hab ich vielleicht ein oder zweimal verwendet. Ich bastele eigentlich gar nicht mehr mit Papier.

Wenn Dich dieses Set interessiert schreib mir bitte einen Kommentar oder eine E-mail an uschiankelin@aol.com. Aufgrund der Größe müsste ich es als Päckchen verschicken.

Ich hab noch soooo viele Perlen, diese Box würde ich gerne gegen Portoerstattung (Päckchen) abgeben. Es handelt sich um Perlen aus Kunststoff und Holz. Die unten Rechts sehen zwar aus wie Perlmutt sind aber aus Plastik. Alle Teile haben sehr kleine Löcher.

Diese beiden Dosen sind sogar noch original verpackt. Wenn Du sie brauchen kannst, gegen Porto sende ich sie gerne per Maxibrief.

Perlen, Perlen,Perlen … sein meiner Jugend hab ich da ne kleine Sammelleidenschaft. Diese beiden Packungen mit Holzperlen sind noch ungeöffnet und ich gebe sie gerne gegen Portoerstattung ab.

Und nochmal vier Bastelscheren, die ich mal geschenkt bekommen habe. Wenn Du sowas brauchen kannst melde Dich bitte, ich verschenke sie gerne an jemanden der sie wirklich nutzen mag.

Was habe ich diese Woche aussortiert?

Die oben gezeigten Gegenstände zähle ich noch nicht, weil sie ja noch nicht weg sind. Deshalb ist die Woche 18 ausnahmsweise eine echte Nullrunde

Bis zur Vorwoche waren es 486 Teile. Mein Ziel ist es bis nächsten Mittwoch die 500 Teile zu knacken.

Diesen Artikel verlinke ich bei Valomeas Flickenkiste in der Linkparty „Weniger ist mehr, 1000 Teile raus“. Vielen Dank für Deinen Besuch auf unterwegsistdasziel.blog

Heimreise mit Sitzplatzreservierung / Notarzteinsatz im Zug

Nach dem ich auf meiner Zugfahrt nach Hamburg am Freitag so ein Pech hatte mit einem total überfüllten Zug habe ich mich für die Rückfahrt zu einer Sitzplatzreservierung überwunden.

Vor ein paar Jahren hatte ich einen Artikel darüber geschrieben das ich eine Sitzplatzreservierung eigentlich nicht notwendig finde. Lese mehr darüber unter Lohnt sich eine Sitzplatzreservierung.

In dem Artikel hatte ich den Preis von 4.50€ pro Fahrt genannt. Seit der letzten Fahrpreiserhöhung kostet eine Reservierung für einen Sitzplatz jedoch nur noch 4€. Auch mal was neues das es etwas gibt das billiger wird.

Meine Fahrt am Freitag hat mich gelehrt das ich so einen Ritt nicht nochmal mit machen möchte. Zwar ist am Montag Nachmittag nicht mehr mit so vielen Fussballfans zu rechnen, doch die Auslastugsanzeige im DB Navigartor warnte erneut vor „ungewöhnlich hoher Auslastung“

So war meine Reise am 23.5.22

Ich hatte meine Fahrkarte für den ICE 77 Abfahrt 12:24 gebucht. Das Ticket hatte ich schon im April gebucht, doch die Sitzplatzreservierung erst am Samstag Abend. Ich bekam einen Platz im Wagon 2 zugeteilt, also fast am Zugende und damit recht weit vom Bordrestaurant entfernt. Es ist nämlich so das die Plätze stets bei dem Speisewagen beginnen und erst später die weiter entfernten Sitzplätze vergeben werden. Also konnte man davon ausgehen das für diesen Zug viele Sitzplätze bereits reserviert waren.

Deshalb mein Tipp wenn Dir die Nähe zum Bordbistro nicht wichtig ist dann steige am besten immer am Zugende oder Anfang ein, dort ist es dann automatisch weniger voll.

Ich informierte mich im DB-Navigator wie die Wagenreihung ist und wusste also schon bei der Ankunft am Bahnsteig wo ich hin musste. Offensichtlich wussten das ganz viele Erste Klasse-Fahrgäste nicht, und eine „Volkswanderung“ Schimpfender meist älteren Personen mit großen Koffern strömte mir entgegen. Offensichtlich hatten diese Leute erst bei Einfahrt des Zuges (keine Panik am Hauptbahnhof steht der Zug mindestens 15 Minuten) erfahren das die Erste Klasse ganz am anderen Ende des Bahnsteigs halten würde. Komisch ich wusste das schon vor eine halben Stunde!

Und wie sich manche Leute über sowas aufregen können. Mindestens 5 Passanten teilten mir unaufgefordert mit das sie das eine Frechheit finden das die erste Klasse nun auf der anderen Seite ist. Ich blieb entspannt stehen und wartete bis die Nörgler davon gerannt waren und ging zu meinem vorletzten Wagen, der übrigens genau da stand wo ich es erwartet hatte. Ich nahm die hintere Türe im Wagen 2 und siehe da… ich fand nach nur 2 Sitzreihen meinen Platz. Warum so viele Menschen Probleme damit haben ihren Sitzplatz zu finden ist mir noch immer nicht klar.

Der Platz neben mir war auch reserviert, deshalb blieb ich stehen bis die Person da war. Ein junger Mann der bis Mannheim reserviert hatte… hmm blöd fast die meiste Zeit, dachte ich. Doch er fand „ach ich setzt mich da hin“ und huschte in die Sitzreihe gegenüber. Das fand ich sehr gut denn ich wollte gerne den Platz neben mir frei haben um meine Beine auszustrecken. Er genauso, allerdings war in der Reihe ein Platz ab Hannover reserviert.

Später als die Person kam die den Platz reserviert hatte meinte diese von sich aus „ich suche mir einen andern ich möchte mit meinem Freund zusammen sitzen“… okay! So behielten wir beide unsere eigene Reihe.

So entstehen Verspätungen

Bis Karlsruhe waren wir beinahe Pünktlich, paarmal gab es 2-3 Minuten Verzögerung, die aber bis zum nächsten Bahnhof wieder aufgeholt werden konnten. Jedoch in Karlsruhe mussten wir etwas warten. Das plötzlich mehrere Zugbegleiter etwas hektisch durch den Zug eilten verwunderte mich nicht. Doch dann die Durchsage „ist ein Arzt oder Rettungssanitäter in diesem Zug? Bitte kommen Sie in den Wagen eins“ sprach eine Zugbegleiterin in die Sprechanlage. Innerhalb weniger Minuten kamen mehrere Fahrgäste im Laufschritt durch den Zug gerannt. Mindestens 7 Personen die helfen konnten meldeten sich. Doch die meisten gingen gleich wieder und es wurde durchgerufen „Die Weiterfahrt verzögert sich wegen einem Notarzteinsatz“

Notarzteinsatz im Zug

Die Person die ärztliche Hilfe brauchte lag nun im Wagen eins auf dem Boden und die herbei gerufenen Ärzte kümmerten sich um sie, wobei sie sehr schnell einig waren das ein Notarzt gebraucht würde. Dieser kam dann auch recht schnell mit 4 Rettungssanitätern und Polizeibegleitung. Und ich fragte mich ernsthaft wie man die Patientin in dem schmalen Gang auf die Trage verfrachtet.

Aber es wirkte so als ob das Notarztteam auch bei Einsätzen im Zug sehr erfahren und routiniert war. Und die Bahnmitarbeiter sorgten diskret dafür das man eigentlich davon fast nichts sah. In meinem Wagon waren ein paar Personen aufgestanden und haben versucht zu glotzen… aber stellten dann bald fest das man nix sieht. Ich habe nur mitbekommen das der Notarzt beim Verladen mit der Patientin gesprochen hat, sie schien also bei Bewusstsein was mich etwas beruhigt.

Bis die Person aus dem Zug heraus gebracht wurde vergingen über 30 Minuten, erst dann wurde die Meldung das eine Weiterfahrt möglich ist an Zugführer und Bahnhofsleitung weiter gegeben. Das es dann nicht sofort los gehen kann ist ja klar. Unser Zug musste ja dann erst mit dem restlichen Verkehr abgestimmt werden.

Später traf ich beim Umsteigen in Basel einen Fahrgast aus einem Nachfolgenden IC der berichtete das sie auf offener Strecke wegen einem Verspäteten ICE warten mussten… was waren dann wohl wir.

Nun da ich die Situation aus der Nähe mitbekommen habe, habe ich ein ganz anderes Verständnis dafür was „Notarzteinsatz im Zug“ bedeutet. Ich verstehe auch das man eine Person die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Weiterreise fähig ist nicht einfach aus dem Zug bugsiert und weite fährt. Das wäre dann unterlassene Hilfeleistung und höchst unethisch.

Und ich verstehe auch das es einen zuständigen Notarzt braucht der entscheidet ob die Person mit genommen werden muss oder nicht. Die aus dem Zug zusammengerufenen Ärzte sind ja in ihrer Freizeit unterwegs und unter Umständen gar nicht kompetent zu entscheiden ob Lebensgefahr besteht oder nicht.

Unter diesen Umständen finde ich es absolut legitim das alle anderen Fahrgäste halt ein wenig später ankommen. Wir hatten letztendlich 44 Minuten Verspätung und damit war meine S-Bahn in Basel weg. Doch ich konnte 30 später die nächste nehmen.

Umsteigen in Basel

In Basel stieg ich leicht erschöpft um. In „meine S-Bahn“ die ich ja schon fast als zuhause empfinde. Auf dem Bahnsteig sprach mich überraschend jemand an: „Hey Uschi was machst Du hier? warst Du auch in Berlin?“. Aus einer Gruppe SC-Freiburg Fans winkte ein Bekannter. Er war zu dem Endspiel nach Berlin gereist und nun auf dem Heimweg. Er berichtete mir das er seit Donnerstag morgen unterwegs gewesen sei und es soooo ein tolles Fanerlebnis war. Mit ihm stiegen noch mindestens 10 Freiburg-Fans in die Sbahn Richtung Zell…

Also Fußballfans habe ich dieses Wochenende viele gesehen, obwohl ich nicht in Berlin war. Echt faszinierend welche „Völkerwanderung“ dieses Spiel ausgelöst hat. Zum Glück hatte ich schon frühzeitig gebucht, der Bekannte berichtete mir das er keine frühere Zugverbindung mehr buchen konnte.

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Deutschland genießen in „Vollen Zügen“

Für den Samstagsplausch bei Kaminrot am 21.5.2022 erzähle ich Euch von meiner gestrigen Zugreise von Basel nach Hamburg.

Als ich heute morgen um 7.14 in Basel in den Intercity 78 eingestiegen bin hatte ich noch keine Vorstellung wie die Fahrt sein würde. In der Navigator App der deutschen Bahn hatte es angezeigt das der Zug vermutlich ab Mannheim oder Frankfurt seht voll werden würde. Das ist meisten so, und spätestens am Kassel oder Göttingen wird es wieder leerer. Aber heute war es anders!

Ich saß zuerst im zweitletzten Wagen im Ruhebereich. Als ich kurz mit einem Fahrgast in der nächsten Reihe sprach wurden wir vom Vordermann barsch auf diesen Umstand hingewiesen… ob dieser ahnte das es nur bis Freiburg wirklich ruhig bleiben würde?

In Freiburg stiegen extrem viele Fahrgäste ein. Und die meisten davon mit roten T-Shirts bekleidet. Zuerst dachte ich mir da nix bei und dachte das ist vielleicht eine Reisegruppe. Aber es wurden immer mehr. Es waren so viele Fahrgäste, das versehentlich die Türen des Zuges zu früh zu gingen und sie nochmals geöffnet werden mussten. Auf den T-Shirts stand oft „Schwarzwaldmilch“ und ich erkannte erst langsam das es sich um Fussballfans des SC-Freiburg handelt. Bestimmt 15-20 Minuten lang waren alle Gänge komplett verstopft und ich hoffte das ich meinen Sitzplatz behalten konnte. Doch dann kam eine Dame und behauptete ich sässe auf ihrem Platz obwohl an der Anzeige stand „nicht reserviert“. Ich gab den Platz frei und und zog um in das Fahrradabteil. Dort gibt es zwei Klappsitze die ich nutzen konnte um meine Beine hoch zu legen. Doch auch da blieb ich nicht lange alleine. Der Zug war mittlerer Weile komplett voll besetzt.

Bei jedem Halt kam oder ging jemand mit einem Fahrrad und es war jedes Mal eine logistische Herausforderung das Rad raus oder rein zu kriegen. Mein Platz befand sich im Grunde im „Rangierbereich“ der Fahrräder und ich musste jedes Mal aufstehen und nicht selten helfend eingreifen.

SC-Freiburg spielt im DFB-Pokal Finale

Da ich mich normalerweise nicht für Fussball interessiere wusste ich das nicht. Das Spiel findet Samstag Abend in Berlin statt. Ich hatte nicht damit gerechnet das dadurch Züge am Freitag schon überfüllt sind. Für die Freiburger Fans ist dies was ganz besonderes denn so erfolgreich war die Mannschaft schon lange nicht mehr. Für einen Freiburg-Fan ist es eine Ehrensache bei so einem wichtigen Spiel dabei zu sein. Wobei ich sogar Gespräche von Fahrgästen gehört habe die in Berlin das Spiel nicht im Station sondern beim Public Viewing verfolgen.

Für das fast ausverkaufte Spiel gibt es nur noch wenige Tickets die ab 189€ bis über 800€ kosten. Mir persönlich war überhaupt nicht klar das der DFB-Pokal so viele Zuschauer anzieht.

Die in Freiburg zugestiegenen Fussballfans waren meist in Gruppen unterwegs und hatten sich für die Fahrt mit alkoholischen Getränken eingedeckt. Teilweise sogar mit ganzen Bierkisten. Einige hatten Kutten, Schals und Fahnen dabei. Und obwohl das sonst verboten ist betrieben sie in mindestens zwei Wagons einen Subwoofer um Partymusik zu machen. Soweit ich weis ist in Zügen des Nahverkehrs Alkoholkonsum verboten. Aber in einem ICE wo Bier, Wein und Sekt verkauft werden scheint das niemanden zu stören. Die meisten der Fussball-Fans tranken mitgebrachte alkoholische Getränke.

Aufgrund der unten beschriebenen Situation konnte ich kein hübsches Foto von meiner Kaffeetasse machen. Stattdessen gibts ein Foto von einem roten T-Shirt im überfüllten Zug:

auf dem T-Shirt steht „wir fahren nach Berlin“… Tausende Fussballfans in Zügen unterwegs.

Im Fahrrad-Abteil kann man was erleben

Also langweilig wird es im Fahrradbereich nie. Bei jedem Halt musste ich Aufstehen und nach Möglichkeit mich irgendwie aus dem Weg räumen. Was in einem komplett überfüllten Zug gar nicht möglich ist. Die Fahrrad-Besitzer hatten alle grosse Mühe ihre Räder unter zu bringen. Vorgesehen ist das 4 Fahrräder hochkant an einen Haken gehängt werden und nur 4 normal im Ständer stehen. Doch diese Wagenkonstruktion wurde entwickelt als es noch keine E-Bikes gab. Die meisten Elektroräder sind so schwer das die wenigsten Radfahrer das Rad so hoch heben können. Wir anderen „Randabteil-Bewohner“ mussten nicht selten mit anpacken damit es gelingt. Ohne unser Eingreifen hätte es noch mehr Rückstau gegeben und die vielen Fahrräder hätten nicht in den Raum gepasst. Das ist dann so ein Moment wenn es zu Zugverspätungen wegen „zu viele Fahrräder“ kommt. Weil irgendein Fahrgast mit seinem Rad in der Türe stehen bleiben muss und nix mehr geht.

Mir ist dann irgendwann der Kragen geplatzt und ich hab einfach zwei fremde Räder genommen und korrekt eingehängt. Wobei ich mich mit dem Gewicht der Räder bös verschätzt hatte und ein junger Mann mir zu Hilfe kommen musste.

Manche Radfahrer können nicht damit umgehen

So zum Beispiel eine alte Dame, bestimmt schon längst im Rentenalter die mit ihrem Fahrrad aussteigen wollte. Sie hatte ein modernes E-Bike das sie fast nicht zur Seite heben konnte. Zusätzlich hatte sie noch zwei große Seitentaschen, die sie in dem überfüllten Zug unmöglich anhängen konnte. Die junge Frau die dicht gedrängt mit ihrem Fahrrad neben ihr stand meinte das sei keine gute Idee. Sie fragte ganz doof „ja wie soll ich die drei Sachen aus dem Zug kriegen“ zwei andere Fahrgäste erklärten sich bereit ihre Taschen mit aus dem Zug zu nehmen. Eine davon war so schwer das sie sie noch nicht mal über ihr Fahrrad zu dem jungen Mann der sie ihr abnehmen wollte heben konnte. Daraufhin fragte ich sie „sind sie alleine unterwegs“ und sie „ja klar!“… Eine alte Frau mit 3 Gepäckstücke die sie selber nicht tragen kann. Wie soll das denn gehen?

Es ging, die Hilfsbereitschaft der Fahrgäste war enorm. Aber was hätte die Frau gemacht wenn keiner da gewesen wäre?

Zwischen all den Fahrräder war auch eine Junge Frau mit einem Kinderwagenähnlichen Gefährt. Es handelte sich um einen Wagen für einen Hund oder Katze. Die junge Dame saß eine Weile neben mir und erzählte mir das sie eine Zuchtkatze abholen fährt. Das Wägelchen ist das Transportmittel für das wertvolle Tier. Das sie nun leer von der Schweiz nach Köln bringt. Mir war nicht ganz klar warum sie das Gefährt nicht zusammengelegt hat, stattdessen nutze sie es lieber als „Kofferkuli“. Sie hatte weder einen Sitzplatz noch hatte sie den Wagen als Kinderwagen oder Fahrrad angemeldet.

Also blockierte sie, genau wie anderen nicht reservierte Fahrräder den Fahrradbereich. Zeitweise waren in dem kleinen Raum doppelt so viele Räder als vorgesehen. Und dazu noch wir Menschen, die uns dort aufhielten weil wir woanders keinen Platz fanden.

Eine Rollende Partymeile

Irgendwann mal machte ich mich auf den Weg zum Bordbistro um mir einen Kaffee zu holen. Mir war schon klar das ich einen weiten Weg haben würde denn ich befand mich im letzten bzw ab Frankfurt im ersten Wagen (Frankfurt ist Kopfbahnhof) und das Bordbistro ist immer in der Mitte zwischen erster und zweiter Klasse. Ich vertraute meinen Koffer einer jungen Frau die neben mir auf dem Boden saß an und sie bekam meinen Sitzplatz. Auf den Weg durch die 8 oder 9 Wagons mit feiernden Fußballfans machte ich mich nur mit meiner Handtasche.

Die Fans in den roten T-Shirts waren bereits sehr angeheitert und standen in den Gängen und prosteten sich zu. Mehrfach musste ich kurz warten weil gerade irgendein Getränk über den Gang hinaus eingeschenkt wurde. Eine Gruppe hatte ein kleines Bierfass dabei und es sah aus als tranken davon 8-10 Personen um die Wette. Aber auch Sekt, Schnapps und Grappa wurde verteilt.

Natürlich wurde auch viel gegessen. Überall sah man Chipstüten und andere Verpackungen herumliegen… es sah aus wie nach einem Volksfest, überall Müll und leere Flaschen!

Ach… habe ich erwähnt das in den Zügen der deutschen Bahn noch eine Maskenpflicht besteht? An diese wurde mehrfach durch Durchsagen erinnert. Aber Du kannst davon ausgehen das jeder der ein Getränk oder einen Snack in der Hand hatte die Maske maximal am am Hals oder Ohr hängen hatte. Für die meisten war es nur noch ein Alibi… ich denke das die wenigsten sie wirklich längerfristig an hatten.

Und Abstand halten geht in einem überfüllten Zug sowieso nicht!

Fahrrad oder Gepäckstück?

Während der Fahrt unterhielt ich mich unter anderem mit einem jungen Mann mit einem Spezial Fahrrad, dieser meinte er könne ja sein Vorderrad aushängen dann sei sein Fahrrad offiziell ein „Gepäckstück“, denn er sei ohne Reservierung für sein Rad unterwegs. Das würde er immer so machen. Manchmal fordern ihn dann die Kontrolleure auf das Rad wirklich zu demontieren, aber wenn es so voll ist kommt eh keiner… Er hatte viel Erfahrung, sein Beruf ist es Fahrradwege ab zu fahren und die Beschilderung zu kontrollieren (Fotografieren). Was es alles gibt, er lebt davon täglich 20-30 km Rad zu fahren. Eine interessante Begegnung.

Er fand wie wir anderen die uns länger in der Nähe der Räder aufgehalten haben diesen Raum auch als zu klein und schlecht geplant. Die Idee der Entwickler war es das ein Teil der Räder hochkant an die Wand gehängt werden. Dies ist aber mit modernen E-Bikes kaum möglich weil diese viel schwerer sind. Hinzu kommt das meist ältere Menschen mit diesen Rädern unterwegs sind und oft nicht die Kraft dazu haben.

Doof finde ich auch das alle Radfahrer durch die schmale automatische Türe müssen, sie ist zwar schon breiter als die anderen Glastüren aber trotzdem für Räder mit seitlichen Taschen zu schmal. Meiner Meinung nach hätte man diese Türe weg lassen können. Überhaupt würde ich die Fahrradständer nicht quer sondern längs zur Fahrtrichtung anordnen.

Für diese Fahrt hätte sich eine Sitzplatzreservierung sicher gelohnt. Wenn man mit einem Fahrrad im ICE mit fährt würde ich sie dringend empfehlen! Mehr darüber unter „Lohnt sich eine Sitzplatzreservierung“

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1000 Teile raus, Woche 17

Das unvermeidbare ist diese Woche eingetroffen, ich hatte keine Zeit für „1000 Teile Raus“. Das war mir von Anfang an klar das es früher oder später mal so Situationen geben wird wo ich einfach nicht dazu komme irgendwas auszusortieren.

Das ist eigentlich nicht weiter schlimm. Dennoch möchte ich einen kurzen Artikel für die Linkparty bei Valomeas Flickenkiste „weniger ist mehr, 1000 Teile raus“ schreiben. Mein Ziel war es das durch zu ziehen… also mach ich das jetzt! Auch wenn ich fast nix weg gemacht habe.

Dieses Bild zeigt einen der Gründe warum ich nicht zum aussortieren gekommen bin. Das sind allerdings nicht meine Schafe. Sie gehören einer Freundin die auf dem Dorf lebt und neben Hunde, Katzen, Kaninchen, Hühnern und Ziegen auch eine Herde Schafe hat. Sie wollte letzten Samstag mit dem Anhänger zu einem Käufer dieser vier „Skudden“ (ich hoffe ich habe die Schafrasse richtig geschrieben) fahren. Auf dem Rückweg wollte sie dann gleich 10 andere Tiere einer viel kleineren Rasse abholen.

Doch leider hatte sie am Freitag Abend einen kleinen Unfall bei dem sie sich das Knie so sehr verletzte hat, das sie in der Nacht in der Notaufnahme im Krankenhaus landete. Sie hat vermutlich einen Meniskusriss und bekommt Schmerzmittel. Autofahren ist verboten! Sie fragte mich ob ich bereit wäre mit ihr die Strecke zu fahren. Ich fahre ja schon sehr gerne Auto, und fremde Fahrzeuge machen mir nichts aus… Aber mit einem Anhänger war ich zuvor noch nie gefahren. Das war dann doch etwas herausfordernd.

Wir waren den ganzen Tag zusammen unterwegs, denn auch das Verladen usw ging mit ihrer Knie-Orthese nicht so schnell von statten. Trotzdem habe ich dabei nur zugesehen, denn ich kenne mich mit Schafen überhaupt nicht aus und wüsste nicht wie man die packt. Am Sonntag hat sie mich dann als Dankeschön zum Essen eingeladen, und ihre 4 Kinder haben mich dann gleich in Beschlag genommen und so war der Sonntag Nachmittag auch schnell vorbei.

Diesen Artikel schreibe ich am Dienstag abend vor, denn am Mittwoch muss ich morgens meinen Nebenjob machen und nur eine Stunde später zum Hauptjob. Donnerstag das gleiche! Und am Freitag fahre ich mit dem Zug nach Hamburg um dort mit einer guten Freundin Geburtstag zu feiern.

Trotzdem ein paar Dinge entsorgt

Diese Woche habe ich nur ein paar wenige Dinge wegen Verschleiß entsorgt:

  • ein kaputter BH bei dem die Bügel raus kamen
  • eine kaputte Schlafanzughose bei der der Stoff so porös war das flicken nicht mehr lohnt
  • alte Zahnbürste
  • einen Wasserkocher der nicht mehr geht

4 Teile raus… immerhin keine Nullrunde

Ah stop! gestern sind noch ein paar Auktionen geendet, dabei habe ich 4 Handarbeitszeitschriften verkauft.

Das ergibt diese Woche 8 Teile raus. Bis zur Vorwoche waren es 478 Teile + 8 Teile ergibt 486 Teile raus

Trotzdem bin ich ganz zufrieden mit meinem Zwischenstand. Ich habe fast die Hälfte der 1000 und wir haben auch nur fast ein halbes Jahr rum. So eine stückzahlenschwache Woche kann ich mir durchaus mal leisten.

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Neue Herausforderungen

An dieser Stelle habe ich schon mehrfach beschrieben das ich festgestellt habe das es mir gut tut wenn ich mir Ziele und Herausforderungen stelle.

Diese neue Woche beginne ich mit einer neuen Langzeit-Challange. In der Predigt im gestrigen Sonntagsgottesdienst wurde eine Challange für alle vorgestellt. Ziel ist es das wir alle gemeinsam innerhalb von 60 Tagen das neue Testament durchlesen. Das ist die kleinere Hälfte der Bibel die erst mit der Geburts von Jesus beginnt.

Wer noch gar nix über die Bibel weis wird sich vermutlich wundern warum wir in der hinteren Hälfte beginnen. Aber diese Herangehensweise macht durchaus Sinn, denn die wichtigsten Inhalte für uns Christen stehen in diesem zweiten Teil. Für einen Leihen ist es also immer besser die Bibel erst hier zu beginnen. Doch schon bald wird man feststellen das sich ganz viele Dinge auf das alte Testament beziehen. Ein Satz der häufig zu finden ist „Denn es steht geschrieben“ bezieht sich immer auf das alte Testament. Also liest man das neue Testament lernt man auch vieles aus dem älteren Teil der Bibel.

Bibel-Leseplan

Unser Pastor hat eine Whatsapp Gruppe gegründet und alle Freiwilligen dort eingeladen. Hier hat er auch den entsprechenden Bibelleseplan geteilt. Auf Bible.com bzw Youversion findest Du den Leseplan in 60 Tage durch das neue Testament. In dieser App werden Dir täglich 4 Kapitel angezeigt die Du an dem Tag durchlesen solltest, weiter geht es erst wenn Du einen Haken gesetzt hast. Das ist ganz praktisch, dann kann man nichts vergessen. Und man kann seinen Fortschritt gut beobachten. Ich finde es ist hilfreich so planmäßig vorzugehen, denn wenn alle Teilnehmer am gleichen Tag die gleichen Kapitel lesen, dann kann man sich viel besser darüber austauschen und gegenseitig Fragen was wie zu verstehen ist. Und Fragen kommen immer auf wenn man ernsthaft in der Bibel liest.

Häkel Herausforderung „der Sommer CAL“

Ein CAL bedeutet ausgeschrieben „crochet along“ das ist eine gemeinsames Projekt bei dem die Teilnehmer jeweils ein eigenes Werk häkeln aber die Anleitung dazu wird erst nach und nach veröffentlicht. Man weis also vorher nicht genau wie das fertige Häkelwerk aussehen wird. Ich finde das Spannend und interessant.

Aktuell mache ich (seit einer Woche) bei dem Sommer CAL von Frau Tschi-Tschi mit. Das ist das erste Mal das ich sowas mit mache aber es hat mich schon die ersten Tage derartig begeistert das ich gleich zwei Decken begonnen habe. Eine aus Baumwolle und eine aus Acrylgarn.

Beide Herausforderungen miteinander kombinieren

Nun habe ich versucht diese beiden Herausforderungen miteinander zu kombinieren. Mit der oben genannten Webseite oder Handyapp kann man sich die Bibeltexte vorlesen lassen, und ich kann besser zuhören wenn ich dabei etwas mit den Händen mache. Also ist Häkeln und Bibeltexte hören für mich ideal. Gerade bei diesem Projekt wo man so lange gleichförmige Reihen häkelt. Und ich häkle ja täglich an beiden Decken weiter, mache also zweimal das gleiche. Ideal zu aufmerksam zuhören!

Sicher gibt es auch Menschen die meinen währen dem Bibellesen sollte man nichts anderes machen. Aber ich denke bei dieser Challange geht es darum eine Routine zu entwickeln, das man es irgendwann gewohnt ist täglich im Wort Gottes zu lesen und sich damit zu befassen. Wenn mir dies am Anfang mit dem Häkeln leichter fällt kann das doch nicht schlecht sein.

Außerdem denke ich das nicht andere Menschen zu entscheiden haben ob meine Art der Bibellese nun gut ist oder nicht. Das sollte Gott entscheiden und der wird mir schon irgendwie zeigen wenn ich was falsch machen. Deshalb machen wir diese Aktion ja, damit wir lernen was Gottes Wille für uns ganz individuell ist.

So, jetzt ist 10 Uhr und ich muss gleich los zur Arbeit (habe Spätschicht). die Kommenden Tage wird es dann etwas herausfordernder werden, weil ich Frühschicht habe und auch noch an zwei Tagen meinen morgendlichen Nebenjob. Ich werde mir also ein anderes Zeitfenster für meine „Bibel und Häkelarbeit“ suchen müssen… es wird also spannend.

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Samstagsplausch 14.5.2022

Mein Samstagsplausch kommt heute einen Tag zu spät. Es ist schon Sonntag morgen kurz nach 7 Uhr. Trotzdem verlinke ich diesen Artikel bei Samstagsplausch von Kaminrot und hoffe das mir die Leser dort diese Verzögerung verzeihen.

Bisher habe ich mit den Blogpartys an denen ich teilnehme sehr gute Erfahrungen gemacht. Es bringt mir viele neue Leser aber ich hoffe das ich bisherige Webseitenbesucher damit nicht langweile. Vielleicht schreibst Du mir mal wie Du die Veränderungen in meinem Blog empfindest. Gerne per E-mail an uschiankelin@aol.com.

So war die Woche

Es geht mir endlich gesundheitlich wieder normal. Und seit wenigen Tagen esse ich wieder fast normal. Allerdings habe ich sehr vorsichtig begonnen von der extremen Schonkost auf normale Ernährung umzustellen und es gibt noch einige Lebensmittel die ich noch etwas meide.

Diese Woche war von der Arbeit her eigentlich nicht sehr anstrengend. Ich hatte Dienstag und Donnerstag planmäßig frei. An so einen Rhythmus nur jeden zweiten Tag zur Arbeit zu müssen könnte man sich beinahe gewöhnen. Aber das war nur Zufall und wird nicht zur Regel.

Ich mache bei einem CAL mit

Für alle die nicht regelmäßig auf Handarbeitsblogs unterwegs sind muss ich diesen Begriff erklären: Ein C A L ist ein „crochet along“ ein gemeinsames Häkeln. Dabei häkeln alle Teilnehmer an ihrem Projekt gleichzeitig weiter. Dabei wird Täglich oder Wöchentlich bekannt gegeben wie es genau weiter geht.

Zum ersten mal hab ich einen CAL so rechtzeitig entdeckt das ich direkt mit dem Häkeln beginnen konnte. Es handelt sich um eine Decke beim Sommer CAL bei Frau Tschi-tschi. Die bisherigen Decken von Frau Tschi-Tschi gefallen mir sehr gut und die Vorgaben für das zu verwendende Material sind nicht zu spezifisch oder hochgestochen (es stinkt mir wenn zwingend verlangt wird das man ein teures Garn verwendet das man erst lange suchen muss). Deshalb habe ich mich entschlossen da mit zu machen.

Jeden Tag werden zwei Reihen gehäkelt, das ist ein Ziel das ich sicher ganz gut einhalten kann selbst wenn man mal ein paar Tage verpasst. In meiner Begeisterung über das erste Häkelmuster hab ich etwas übermotiviert direkt noch eine zweite Decke begonnen. Also häkle ich gerade parallel zwei Decken nach der gleichen Anleitung allerdings mit unterschiedlichen Garnqualitäten. Eine mit der Schachenmayr Bravo und die zweite mit Baumwollgarn. Fotos davon zeige ich auf meiner Facebookseite „Uschi Häkelt“

Überraschender Samstagsausflug

Laut meinem Arbeitsplan hätte ich am gestrigen Samstag arbeiten müssen. Doch wir haben diese Woche eine Gehaltserhöhung rückwirkend als Überstunden erhalten und da momentan die Kundenfrequenz sehr niedrig ist wurden wir gebeten doch so schnell wie möglich etwas davon abzubauen. Am Freitag kam unser Abteilungsleiter zu mir und meiner Kollegin und informierte uns darüber. Da nächste und übernächste Woche wegen Urlaub ein Stundenabbauch nicht möglich sei sollten wir doch bitte diese Woche was daran tun. Er schickte meine Kolleging am Freitag nach hause und meine „Du machst dann Samstag frei“ … huch!

Also hatte ich diese Woche Di, Do und Sa frei.

Eigentlich stinkt mir das, meine Überstunden einfach so zu verballern, ich würde die freien Tage lieber dann nehmen wenn es mir privat gut passt… aber angesichts der Tatsache das ich fast 60 Überstunden habe sollte ich mich besser nicht wehren.

Folglich hatte ich für gestern eigentlich nichts besonderes vor.

„Hast Du zufällig frei? kannst Du mich fahren?“

Als ich morgens um kurz nach 7 auf mein Handy sah, fand ich eine Nachricht mit diesem Wortlaut darauf, die um 4:30 geschrieben wurde. Ich antwortete „ja ich hab frei, aber ich denke Du hast schon jemand der Dir hilft“. Nein sie hatte noch niemanden gefunden. Die Nachricht kam von einer Freundin, die eine kleine Schafherde besitzt. Sie war am Freitag beim Versuch ein Schaf einzufangen eine Böschung herunter gerutscht/gestürzt und hatte sich das Knie verletzt. Mitten in der Nacht musste sie in die Notaufnahme im Krankenhaus wo eine Meniskusverletzung festgestellt wurde. Sie steht jetzt unter starkem Schmerzmittel und sollte nicht am Straßenverkehr teilnehmen.

Ihr Problem war aber das sie 4 Schafe zu einem befreundeten Hobbyschäfer fahren wollte/sollte und danach 6 andere abholen sollte. Aber Autofahren mit Anhänger ist keine gute Idee mit einem verletzten Knie und Schmerzmittel im Kopf. Deshalb suchte sie jemand der für sie das Auto fährt.

Ganz spontan habe ich zugesagt aber kurz darauf erst mal doof gefragt „Darf ich überhaupt mit Anhänger fahren?“. Da ich einen alten Führerschein aus den 90er Jahren besitze darf ich das wirklich, auch wenn ich da Null Erfahrung hatte.

Aber sie war ja stets dabei und hat mir erklärt auf was ich achten muss. Auf der Autobahn ging das auch sehr gut. Nur dort vor Ort, wo wir Rückwärts mit dem Anhänger auf einem Grundstück rangieren mussten hat sie das Steuer übernommen.

Mit diesem „Gespann“ war ich auf der Autobahn unterwegs. Das Fahrzeug kannte ich vorher nur als Beifahrer. Den Anhänger konnte ich weder im Innenspiegel noch in den Rückspiegeln sehen… eine ganz neue Fahrerfahrung. Das X ist nur um etwas zu verdecken da und nein das Auto ist nicht zerkratzt das ist alles nur Dreck.

Zugegeben ich fahre gerne Auto, und auch gerne mal längere Strecken. Da ich Carsharing Kunde bin, bin ich wechselnde Fahrzeuge gewohnt. Allerdings bin ich die letzte Zeit mehr Automatik gefahren und habe deshalb paarmal das Schalten vergessen. Die verletzte Freundin hat dies nicht selten kommentiert. Sie ist es sonst nicht gewohnt daneben zu sitzen und entschuldigte sich irgendwann mit „Ich würde nicht neben mir sitzen wollen“… aber ich fand ihre Hinweise als nicht sehr nervig, da kenne ich weit schlimmere Beifahrer. Mir hat der Ausflug Spaß gemacht und ich fand das mal ganz interessant wie Schafe verladen werden.

Das waren unsere Fahrgäste. Die Tiere fanden die Reise gar nicht beängstigend, die meiste Zeit waren sie sehr entspannt… nur jedes Mal wenn ich zum Gucken die Plane hoch nahm gab es Aufregung. Das sie richtig blöken können haben sie mir erst gezeigt als die Neuankömmlinge zum Rest der Herde kamen.

Übrigens in einem Schafgewusel rausfinden welches Muttertier zu welchem Lamm gehört ist nur auf eine Art feststellbar, denn in der Gruppe stellen sich alle ausgewachsenen Tiere schützend um ein Lamm. Um die Mutter zu finden musst Du die Tiere auseinander schubsen und das Lamm hoch heben. Sofort fängt es an zu rufen und nur ein einziges Schaf antwortet auf den Ruf. Also mussten immer zuerst die Lämmer verladen werden und dann die Rufenden Mütter dazu.

Und nun die Auflösung von dem Titelbild… diese Giraffe steht neben der Wiese wo wir die Schafe abgeholt haben und sie ist eine Attrappe. Ich fand sie nur für ein Safari-Selfie ganz witzig.

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PS: heute Nachmittag werde ich schon wieder mit nem anderen Auto unterwegs sein, Als Dankeschön für den Tiertransport leihen die Leute mir ihren kleinen Wagen.

1000 Teile raus, Woche 16

Es ist schon wieder Mittwoch und ich möchte hier berichten was ich im Zuge der Linkparty „Weniger ist mehr, 1000 Teile raus“ aussortiert habe. Immer Mittwochs macht ein Text von mir bei der gleichnamigen Linkparty mit. Du findest diese bei Valomeas Flickenkiste.

Ich finde es sehr motivierend dort regelmäßig mit zu machen, denn es spornt mich an jede Woche darüber nach zu denken was eigentlich weg könnte. Klar baut das einen gewissen Druck auf, aber dieser tut mir gut.

Die vergangenen Tage hatte ich nicht viel Zeit zum sortieren oder ausmisten. Denn ich hatte Besuch von meiner Schwester. Deshalb habe ich mir neulich Abend und heute morgen nur ein Fach in meinem Bücherschrank vorgenommen:

Der Schrank im Wohnzimmer ist eigentlich kein Bücherregal, sondern ein altes „Buffet“ mit ganz Tiefen Fächern, es passen im Grunde drei Reihen Bücher hintereinander.

Ich bin gar nicht so der Bücherfreund, ich lese nicht sehr viel. Romane und einfache Unterhaltungs-Geschichten finde ich meistens langweilig. Und deshalb hebe ich diese auch nach dem Lesen nicht mehr auf. Da schaut man doch eh nie wieder rein.

Anders ist das mit christlichen Büchern aus denen man etwas lernen kann. Bei diesen kann es sehr hilfreich sein sie einfach nach ein paar Jahren nochmal zu lesen. Oft findet man darin was ganz anderes als beim ersten Mal. Aus diesem Grund stehen in meinem Schrank fast nur Sachbücher und christliche Bücher.

Doch nun habe ich mich entschlossen mich von diesen gezeigten zu trennen. Auf dem Bild oben sind Bücher die ich alle irgendwann gebraucht bekommen habe. Deshalb habe ich sie in einen Bücherschrank bei mir in der Straße gestellt. Faszinierender Weise waren diese schon weg als ich das nächste Mal vorbei kam.

Für den öffentlichen Bücherschrank

heute Morgen aussortiert

Die Sachen auf dem zweiten Bild habe ich heute morgen, also gerade Eben aussortiert. Die „Leben ist mehr“ Taschenbücher sind Kalender-Artig mit einem geistlichen Impuls für jeden Tag. Warum ich vergangene Jahre noch aufhebe ist mir nicht klar. Das andere sind zum Teil christliche Romane die ich mal aus der „kostenlos Bücherkiste“ in meiner Kirchgengemeinde gezogen hab. Zum Teil hab ich sie angefangen zu lesen, fand sie aber doof. Besonders das ganz links, das ist eher was für Teenies… aus dem Alter bin ich raus.

Warum in meinem Bücherschrank ein Lustiges Taschenbuch steht ist mir nicht klar, weg damit!

Ja, ich entsorge eine Bibel! Auf der linken Seite, das ganz kleine Buch in rosa ist eine „Taschenbibel“, die habe ich mir vor Jahren mal gekauft weil ich es sinnvoll fand sie auf längeren Fahrten mit zu nehmen. Aber sie ist sooooo klein gedruckt, das ich echt mühe habe die Schrift zu erkennen. Ich gebe sie zusammen mit allen anderen Sachen auf dem Bild in einen Bücherschrank. Für unterwegs habe ich die Bibel App auf dem Handy, dort kann ich die Schriftgröße so anpassen wie ich es brauche.

Ebay Auktionen

Bei Ebay habe ich eine Häkelzeitschrift und zwei Matchbox-Sammlerautos verkauft. Diese drei Päckchen bringe ich gleich vor der Arbeit zur Post:

Wie Du erkennen kannst verwende ich für den Versand sehr gerne gebrauchte Materialien. Denn ich finde so einen Umschlag muss man nicht nach einmaliger Benutzung weg schmeißen. Ich sammle alle angekommenen Verpackungen und wenn ich was bei Ebay verkaufe habe ich immer irgendwas passenden zur Hand.

Momentan biete ich bei Ebay wieder einige Anleitungshefte (Häkeln und Nähen) an und heute Abend werde ich noch weitere Auktionen starten. Hier gehts zu meinen Auktionen:

Wieviel habe ich diese Woche aussortiert?

  • 8 Bücher zum Bücherschrank
  • 2 Hörbücher auf CD
  • 13 Bücher auf dem zweiten Bild

Das ergibt diese Woche 23 Teile raus. Bis zur Vorwoche waren es 455 Teile + 23 diese Woche ergibt 478 Teile raus!

Mit diesem Ergebnis bin ich immernoch sehr zufrieden. Immerhin komme ich nach 16 Wochen auf einen Wochendrurschnitt von 29.87 Teile / Woche. Würde man das auf Tage herunterbrechen komme ich auf etwa 4.3 Teile pro Tag. Das ist doch super, frage Dich doch mal ob Du 4 Teil am Tag aus deinem Haushalt aussortieren kannst.

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Dienstag 10.5.

Da ich nun die Vorteile von Linkpartys kennengelernt habe, soll auch dieser Artikel bei einer Linkparty mitmachen. Diesmal geht es um „Das Ding vom Dienstag“, einer Linkparty die seit 2018 jeden Dienstag bei Elfiskartenblog stattfindet.

Am heutigen Dienstag hatte ich frei und ich hatte schon vor Wochen einer Bekannten versprochen sie heute in Krankenhaus zur Darmspiegelung zu begleiten. Diese Untersuchung wird mit einer Betäubung durchgeführt und danach ist man dann sehr benommen, so das man die Praxis nur mit einer Begleitperson verlassen darf. Ich holte sie zuhause ab und wir konnten bei diesem schönen Wetter zu Fuß zur Gastroenterologie Praxis gehen. Dort angekommen musste ich mich nur als „Begleitperson“ anmelden und bekam gesagt wann ich sie wieder abholen soll. Mir wurde ein Zeitfenster von etwa einer Stunde genannt also beschloss ich mich in der Nähe aufzuhalten. Nicht weit weg von dem Gebäude setzte ich mich in die Sonne auf eine Bank und häkelte an einem Mini-Häkelprojekt weiter.

Mein aktuelles „Wartezimmer“ Projekt ist ein Schneckenband. Etwas ganz einfaches und banales bei dem es nicht stört wenn man unterbrechen muss und bei dem man nix zählen muss. Solche Bänder verwenden Kitas und Kindergärten als Spielzeug mit dem die Kleinen ihre Feinmotorik trainieren und lernen sollen das auch Aufräumen Spaß machen kann. Es gibt ein lustiges Schneckenlied das während dem Aufrollen gesungen wird.

Mehr über das Schneckenbänder häkeln findest Du in meinem gleichnahmigen Blogpost.

so sehen die fertigen Schneckenbänder aus.

Als ich heute Vormittag das Häkelzeug eingesteckt habe, habe ich einfach nur ein angefangenes Projekt geschnappt. Erwischt habe ich dabei eine Häkelnadel mit selbst gemachtem Griff:

selbst gemachte Häkelnadel

Diesen Griff habe ich vor ein paar Jahren aus Fimo selber gemacht. Damals hatte ich es geschafft mir mit einer normalen handelsüblichen Häkelnadel eine Blase in der Handfläche zu scheuern. Der Kunststoffgriff war für mich etwas zu kurz und hatte ausgerechnet am Ende einen klitzekleinen Grat, der mich immer an der gleichen Stelle gescheuert hat. Alle Versuche die Nadel anders zu halten oder diese Problemstelle zu entschärfen sind gescheitert. Selbst Heftpflaster oder Tesafilm stellten sich nicht als Lösung heraus. Auch der Versuch es abzuschleifen hat es noch schlimmer gemacht.

Dieser selbst gemachte Griff ist um einiges länger als die Problemnadel. Einen solchen Griff zu gestalten ist total einfach, das schwierigste ist noch eine Häkelnadel ohne Griff zu finden, die gibt es kaum noch irgendwo.

Darmspiegelung ohne Befund

Nach etwa 1.5 Stunden konnte ich meine Freundin abholen, sie war zwar noch etwas wackelig auf den Beinen, aber sehr erleichtert, denn die Darmspiegelung verlief reibungslos und es konnte kein krankhafter Befund festgestellt werden.

Den Weg zurück sind wir allerdings nicht gelaufen sondern nahmen ein Taxi. Da es der Patientin schnell wieder normal ging und ihr Partner nach hause kam, konnte ich viel früher als erwartet gehen. Es war also alles halb so schlimm wie von ihr befürchtet.

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Samstagsplausch am 7.05.22

Heute möchte ich Euch hier berichten wie meine Woche war. Dieser Beitrag nimmt an der Linkparty „Samstagsplausch“ bei Andrea von Kaminrot teil. So eine Linkparty hat den Zweck sich mit anderen Bloggern zu vernetzen und sich gegenseitig zu besuchen. Wenn Dir also mein Bericht hier gefällt lade ich Dich ein auch ein paar der Anderen Teilnehmer zu besuchen.

So war meine Woche

Am Montag hatte ich frei und ich habe viel Wäsche gemacht und aufgeräumt, das war nötig denn durch meine Bauchbeschwerden war viel liegen geblieben. Deswegen war ich auch in der Apotheke und hatte dort richtig Glück mit der Beratung. Ich wollte etwas das mir bei meinen Darmproblemen hilft, denn meine Ärztin hatte mir kein Rezept gegeben sondern nur gesagt „lassen Sie sich in der Apotheke beraten“. Der Apotheker machte das hervorragend, er fragte mich nach Dauer und Art der Beschwerden und was ich bisher dagegen gemacht hätte. Wir kamen auf den Punkt das Kohletabletten und Sodbrennenblocker wohl nicht das richtige für mich waren und das letztere eventuell sogar Schuld an der Verschlechterung gewesen sein könnten. Durch das Beratungsgespräch wurden mir einige Zusammenhänge klar!

Blühende Hecke am Wegesrand

Am Dienstag musste ich mit meiner Mutter nach Freiburg. Sie bekommt von einem speziellen Schuhmacher orthopädische Schuhe angepasst. Leider gibt es solche Fachwerkstätten nicht mehr in Müllheim wo meine Mutter wohnt.

Sie ist nicht mehr so fit und öffentliche Verkehrsmittel gehen mit ihr fast gar nicht mehr. Deshalb hatte ich mich von Bekannten aus meiner Kirchengemeinde das Auto ausgeliehen um damit die 60km nach Freiburg zu fahren. Über die Leihgabe war ich echt sehr dankbar, denn ein Leihwagen über das Carsharing von Stadtmobil kommt mir auf dieser Strecke viel zu teuer.

Der Termin bei dem Schuhmacher verlief gut und reibungslos. Die erste Anprobe der individuell angepassten Schuhe war gut. Nun müssen nur noch Kleinigkeiten angepasst werden und nächste Woche kann meine Mutter die Schuhe abholen. Das ist schon sehr aufwändig, sie muss dann das dritte hin.

Die Autofahrt hin und zurück klappt super und ich konnte auf dem Rückweg noch mit ihr Lebensmittel einkaufen. Meine Mutter war erleichtert, sie hatte schon wieder Panik vor der „weiten Reise“ und sich ausgemalt was alles schief gehen könnte…

Darmkur

Die vom Apotheker empfohlene 14 Tägige Kur für den Darm mit einem Medikament das Darmbakterien enthält habe ich erst am Mittwoch begonnen weil ich wegen der Fahrt nach Freiburg vorsichtig sein wollte. Meine Mutter hatte Angst das sie Fahrt nicht klappen könnte weil ich auf das neue Medikament überreagiere. Diese Angst war völlig unbegründet. Im Gegenteil es wurde schon mit der ersten Einnahme besser!!!

Trotzdem habe ich die ganze Woche noch „Schonkost“ gegessen. Hier ein Foto von einer weiten Variation des Haferbrei:

Haferschleim mit Kokos und Bananen

Um meinen Speiseplan langsam mehr und mehr zu erweitern habe ich hier den Haferflocken Kokosraspeln beigemengt. Das schmeckt echt gut! Allerdings mag ich die süßen Varianten nur als Frühstück. Mittags oder Abends brauche ich etwas herzhaftes. Eine leckere Variante ist da Brokkoli-Creme Suppe. Super einfach gemacht, nur aus Brokkoli, Haferflocken und Salz, mit dem Pürierstab cremig gemixt. Die war wirklich lecker.

Hoher Besuch auf der Arbeit

Die Situation an meinem Arbeitsplatz normalisiert sich nur langsam. Die Kundenfreuquenz ist immer noch nicht so wie vor Corona und die Umsätze hinken weit hinter dem geplanten. Was natürlich den Druck auf uns Verkäufer noch etwas erhöht. Diese Woche kam dann auch noch ein hoher Besuch aus der Zentrale. Also der Chef vom Chef vom Chef. Bei diesem Besuch ging es nicht darum das er sich das Gebäude ansieht, sondern er wollte kontrollieren ob wir auch wirklich alles tun das unsere Kunden perfekt empfangen werden und wir alles in unserer Macht stehende tun um die Umsatzziele zu erreichen…

Dazu muss ich anmerken das unsere Belegschaft durch die Corona-Pandemie und deren Auswirkungen stark geschrumpft ist und wir in vielen Bereichen nur mit „Notbesetzung“ arbeiten. Wir sind weniger Verkäufer. Bei mir auf dem Stockwerk waren wir 2019 noch 5 Mitarbeiter und nun sind wir nur noch 2.5 (eine Vollzeit, eine 90% und eine Kraft nur einmal die Woche). Trotz allem hieß es am Donnerstag diesem Besuch zu zeigen wie gut wir sind…

Es wurde wiedermal total übertrieben, seit Tagen waren wir am aufräumen und alles perfekt machen. Am Donnerstag durften wir keine Ware auspacken, alle Wägen oder Kisten und Schachteln mussten in die Läger verschwinden. Warenteam Mitarbeiter mussten die Tage zuvor mehr arbeiten aber am Donnerstag am besten nicht sichtbar oder als „Verkäufer verkleidet“ Präsenz zeigen…

Meine Wichtigste Aufgabe am Donnerstag war jeden Kunden auf meinem Stockwerk zu grüßen und wenn möglich anzusprechen und zu bedienen. Das war eigentlich nur machbar weil es momentan sehr ruhig ist. Unter normalen Umständen (vor Corona) wäre das gar nicht machbar, denn ich kann nicht überall gleichzeitig sein.

Dieses „Theaterstück“ geht mir eigentlich total zuwieder. Eigentlich sollte doch so ein Entscheidungsträger sehen was wir zu wenig Personal sind und das wir es beinahe nicht schaffen… Aber nein wir müssen ihm heile Welt vorspielen um ihn zu beeindrucken „Die in Lörrach machen einen guten Job“. Die genauen Umstände wie es dazu kommt das der Laden tiptop aussieht erfährt er ja gar nicht.

Aber diese Vorgehensweise ist nicht neu, so war es früher auch schon. Ich bin in diesem Warenhaus seit über 33 Jahren tätig und solche Aktionen gab es immer wieder.

Diese Fotos stammen von einem kleinen „Spaziergang“ am Dienstag als ich das Auto abgeholt habe. Zum wirklich länger spazieren gehen hatte ich diese Woche keine Zeit. Die Bilder zeigen eine blühende Hecke, dieses weiße Blütenmeer hatte mich irgendwie fasziniert. Ich habe leider keine Ahnung wie die Pflanzen heißen.

Samstags plauschen und dann zur Arbeit

Samstag ist bei uns im Warenhaus ein normaler Arbeitstag. Normal sogar der wichtigste der Woche, doch seit Corona hat sich das etwas verschoben. Es kommen nicht mehr so viele Schweizer gezielt am Samstag einkaufen.

Trotzdem muss ich gleich los, ich arbeite heute von 11-19 Uhr. Heute Abend freue ich mich auf eine Karaokeparty in einer nah gelegenen Bar. Da kann ich zu Fuß hin gehen, das finde ich sehr praktisch. Ich liebe Karaoke, und Du? Findest Du das peinlich oder cool?

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