Wie einige von Euch schon wissen, habe ich aktuell Urlaub. Diesen verbringe ich als Gast bei einer guten Freundin, die echte Hamburgerin ist. Sie ist hier aufgewachsen und kennt sehr viele interessante Orte und Geschichten über die Hansestadt.
Hamburg hat Schnee
Diese Woche liegt Schnee in Hamburg, was in den letzten Jahren gar nicht mehr so oft vor kommt. Allerdings erzählte mir diese Freundin das sie als Kind des Öfteren im Stadtgebiet Schlittenfahren war. In ihrer Kindheit war es normal, dass im Winter mehrere Wochen lang so viel Schnee lag.
Sie berichtete mir das sie als Kind oft mit dem Schlitten zum Hammer Park gelaufen war um dort zu Rodeln. Das man hier in dieser flachen Umgebung Rodeln kann war mir fast nicht vorstellbar. Denn als Markgräfler Kind ist man die Hänge der Schwarzwald Ausläufer gewohnt. Das es hier in Hamburg „Rodelberge“ die künstlich aufgeschüttet wurden gibt, konnte ich nicht erahnen.
Da gestern die Wetterbediungen wegen Glatteis und Neuschnee nicht so einladend waren habe ich noch keine neuen Bilder von Sehenswürdigkeiten im Schnee. Das kommt vielleicht noch die kommenden Tage.
Spaziergang im Park
Wer mich kennt, weis, dass ich auch im Urlaub stets auf genügend „Auslauf“ achten muss. Davon habe ich schon mal unter „Zehntausend Schritte in Hamburg“ geschrieben. Meine Hamburger Freundin plant immer wieder längere Spaziergänge für mich ein. Diesmal beschrieb sie mir den Fußweg zum „Hammer Park“.
Hammer Park

Mein Spaziergang führte mich in den Hammer Park. Diese 16 ha große Parkanlage wurde 1914 in der jetzigen Form gestaltet, geht aber auf einen noch größeren Privatpark zurück. Dieser wurde 1773 von dem Genfer Kaufmann Jaques de Chapeaurouge angelegt. Damals war die Gegend um den alten Dorfkern Hamm, vor den Toren Hamburgs gelegen, eine weitläufige Villengegend mit vielen riesigen Parkanlagen.

Diesen Drachenkopf fand ich mit seinen lila Zähnen ganz lustig. Er begrenzt mit seinem Zwillingsbruder das „Planschbecken“ wo man im Sommer ausdrücklich planschen darf und auch zahlreiche Modellboote ferngesteuert werden. Ein beliebter Treffpunkt für jung und alt.
Diese beiden wasserspeienden Drachenköpfe hatten bis zum Zweiten Weltkrieg eine andere Aufgabe. Ursprünglich hielten sie mit ihren Zähnen Drahtseile einer Hängebrücke an der Außenalster, die im Krieg zerstört wurde. Hier fanden sie eine neue Aufgabe.

Blüten im Schnee

Von weitem fiel mir dieser üppig gelb blühende Strauch auf. Zuerst dachte ich, das seien Forsythien, weil die Farbe sehr stark an diese Frühblüher erinnert. Aber es handelt sich hierbei um eine „Zaubernuss“. Einem aus Asien stammendem Strauch der noch früher blüht, es gibt diesen in gelb, orange und rot. Mir war diese Pflanze noch nicht geläufig. Mehr darüber unter „Zaubernuss bei Wikipedia“.
Der Hammer Park ist bekannt für seine Artenvielfalt. Doch im Schnee konnte ich davon kaum was erkennen. Unter der geschlossenen Schneedecke konnte ich noch nicht mal die Wege erkennen. Sicher bin ich hier und da versehentlich über die Beete gelaufen.
Obwohl es mitten am Vormittag eines Wochentags war, war ich dort nicht alleine unterwegs. Zahlreiche Spaziergänger mit Kinderwagen oder Jogger waren trotz der Minustemperaturen im Park unterwegs.

Der zentral gelegen Weiher war zum Teil zugefroren. Meine Hamburger Freundin berichtete mir, dass sie hier als Kind des Öfteren Schlittschuhlaufen war. Jahrelang habe die Feuerwehr jeden Abend die Eisfläche gewässert damit sie für den nächsten Tag schön glatt uns stabil ist.

Dieses Jahr ist die Eisfläche nicht geschlossen und die Enten schwimmen noch hin und her. Und verfolgen jeden Spaziergänger, der sich dem Ufer nähert in der Hoffnung gefüttert zu werden… dabei ist dies ausdrücklich verboten.
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