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17. März endlich wieder eine Konzertreise

Heute ist Donnerstag der 17. März. In ein paar Stunden fahre ich los. Nach über zwei Jahren endlich mal wieder eine Reise zu einem live Konzert.

Sehr weit ist der Weg nicht. Es geht nach Aspach in der Nähe von Stuttgart. Trotzdem gönne ich mir den Luxus am Vortag schon anzureisen und im angeschlossenen Hotel zu übernachten. Es geht in das Hotel Sonnenhof. Sicher werde ich die kommenden Tage darüber berichten.

Ich freue mich auf das Konzert von Nino de Angelo in der Hazienda, einem dem Hotel angeschlossenen Tanzlokal. Die Eintrittskarten dafür hatte ich schon seit Monaten doch das Event ist wegen den Corona-Auflagen verschoben worden. Der Ursprüngliche Termin war Anfang des Jahres. Mehr dazu unter „Eintrittkarten für den 7. Januar“.

„Früher“ hätte ich das anders organisiert.

Früher, also vor der Pandemie hätte ich das ganz anders organisiert und hätte die preiswerteste Lösung gesucht. Vermutlich hätte ich nicht 3 Tage frei genommen für ein Konzert das nur etwa 250km entfernt stattfindet. Vielleicht hätte ich den halben Tag noch gearbeitet und wäre dann mit dem Baden-Württemberg-Ticket oder mit dem PKW direkt zum Konzert gefahren. Nach dem Konzert wäre ich entweder zu meiner Schwester gefahren, die in Stuttgart wohnt oder ich wäre gleich wieder zurück gefahren.

Ich erinnere mich an einen Auftritt von Nino de Angelo in Stuttgart an einem Sonntag Abend… danach hab ich paar Stunden bei meiner Schwester geschlafen und bin mit einem ganz frühen Zug nach Lörrach gefahren um am Montag ganz normal zu arbeiten.

Doch heute ist die Stuation eine andere, noch nie war es so leicht frei zu kriegen… denn wir arbeiten immer noch Kurzarbeit und dadurch ist ein langes Wochenende von Donnerstag bis Montag möglich. Dafür brauche ich keinen Urlaub oder Überstunden Abbau.

Wer weis wann ich das nächste Mal zu einem Konzert fahren kann? Also wieso Geld sparen? Ich gönne mir dieses Wochenende bewusst das nicht gerade billige Hotel.

Ich will Zeit haben für die anderen Fans

Diesmal plane ich auch bewusst Zeit mit anderen Fans ein. Viel zu oft hat man sich nur kurz vor und nach dem Konzert gesprochen und sich dann hektisch mit „bis zum nächsten Mal“ verabschiedet. Corona hat uns allen gezeigt das es es überhaupt nicht selbstverständlich ist das es ein „nächstes Mal“ gibt. Zum einen weil es zwei Jahre lang so gut wie keine Konzerte gab. Aber auch der überraschende Tod eine Fanfreundin, die mit nur 51 Jahren an Corona gestorben ist hat mir klar gemacht das es keinen Sinn macht immer alles auf „ein andermal“ zu verschieben.

Ich möchte mich dieses Wochenende mit ein paar Freunden treffen und Zeit mit ihren verbringen. Wer weis ob wir uns jemals wieder sehen!

Nino de Angelo live auf der Bühne ist ein Erlebnis

Nino de Angelo auf der Bühne zu erleben ist faszinierend. Wenn er live singt, singt er mit vollem Einsatz und Emotionen wie kaum ein anderer. Für mich ist das jedes mal absolut faszinierend. Doch dieses Mal ist es was ganz besonderes. Über zwei Jahre gab es kaum Konzerte. Außerdem ist er mit seinem aktuellen Album „Gesegnet und Verflucht“ so erfolgreich wie schon seit über 30 Jahren nicht mehr. Es könnte also durchaus sein das diesmal ein etwas anderes Publikum da ist.

Aber so wirklich einschätzen wie die Stimmung und die Resonanz beim Publikum wirklich ist kann man momentan nicht. Entweder es ist extrem viel los oder es kommen extrem wenige Leute weil viele Menschen noch Angst vor Corona haben oder denken das es nicht stattfindet.

Wie der Auftritt abläuft wird auch eine Überraschung sein, auch wenn ich diesen Künstler schon x-mal live erlebt habe denke ich das es nicht „so wie immer“ sein wird. Die Musik von dem neuen Album ist viel Rockiger bei manchen Titeln könnte man eher Head bangen als Foxtrott tanzen. Ich bin echt gespannt wie sich die Leute verhalten. Das es kein gewöhnliches „Schlagerkonzert“ wird kann man ja schon erahnen wenn man dieses Video sieht:

Reisevorbereitungen

So, jetzt beende ich den Artikel und beginne meine Reisevorbereitungen. In knapp 3 Stunden gehts los und ich muss noch Haare färben und Koffer packen.

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Konzertkarten für den 7. Januar 2022

Eigentlich wollte ich heute auf ein Konzert in Aspach. Doch Corona hat mir mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Für den heutigen Freitag habe ich schon seit Monaten Eintrittskarten für ein Konzert mit Nino de Angelo. Das Event sollte in der Tanzbar Hazienda in dem Hotelkomplex Sonnenhof stattfinden.

Hotel Sonnenhof in Aspach

Das Erlebnishotel Sonnenhof ist mitlerer Weile ein aus mehren Gebäuden bestehender Komplex der auf Konzertveranstaltungen, Tagungen und große Feiern ausgerichtet ist. Ergänzt wird das Angebot durch mehre Schwimmbäder und Wellnessbereich sowie Sportmöglichkeiten. Mehr darüber findest Du auf der .Webseite des Sonnenhof .

Nino de Angelo live erleben

Sofort als der Termin für das Konzert bekannt wurde habe ich mich um Eintrittskarten bemüht, denn diese Location ist gar nicht so weit weg für mich. Aspach liegt nördlich von Stuttgart und ist für mich gut erreichbar. Außerdem dürste ich förmlich endlich wieder ein Konzert zu besuchen! Ich habe Nino de Angelo schon unzählige Male auf der Bühne erlebt. Dennoch wird es für mich niemals langweilig diesen begnadeten Sänger live zu erleben. Seine Stimme und seine Ausstrahlung sind absolut faszinierend. Musikvideos können dies nur teilweise wiedergeben.

Dieser Titel ist aus dem Album „Gesegnet und Verflucht“ von Nino de Angelo. Wenn es Dir gefällt, dann besorg Dir die „Helden Edition“ oder noch besser bestelle Dir die „Träumer Ediion“ des gleichnamigen Albums vor. Die Träumer-Edition enthält alle Titel von „Gesegnet und Verflucht“ und noch 6 zusätzliche Songs. Diese Edition erscheint am 11. Februar.

Tickets von Eventim

Meine Tickets habe ich bei Eventim bestellt, weil ich damit schon sehr gute Erfahrungen gemacht habe. In meinem Artikel „Ein Traum ist geplatzt“ habe ich darüber geschrieben wie das war als ich damals gleich ganz viele Konzert-Tickets zurückgeben musste. Die Rückabwicklung hatte für alle Tickets einwandfrei funktioniert. Allein für diese damals verschobene Tournee hatte ich Tickets im Wert von über 300€ zurück gegeben.

Da man in der heutigen Zeit erst recht nicht wirklich weis ob ein Konzert stattfinden kann oder nicht habe ich mich für eine Vorverkaufsstelle entschieden, die mit der Rückabwicklung Erfahrungen hat. Leider haben sich die Corona-Zahlen wieder so entwickelt das das heutige Event verschoben werden musste. Die Endgültige Entscheidung darüber hat der Veranstalter erst diese Woche entschieden! Früher wäre sowas unmöglich und ein halber Skandal gewesen … heute sind so kurzfristige Absagen fast normal.

Obwohl wir es alle schon längst geahnt haben bin ich etwas traurig und enttäuscht. Der Konzertbesuch sollte das Highlight in meinem augenblicklichen Urlaub sein. Geplant war das ich zusammen mit einer Freundin von Donnerstag (6.1.) bis Sonntag in dem Hotel Sonnenhof verweilen und uns dort ein schönes Wochenende mit Wellness, Konzert und vielen Gesprächen machen… schön wäre es gewesen.

Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben

Das Konzert ist nicht abgesagt sondern nur auf den 18. März verschoben. Diese Rückmeldung habe ich sowohl von dem Hotel als auch von Eventim erhalten. Meine Tickets mit dem heutigen Datum behalten ihre Gültigkeit. Darüber bin ich ganz glücklich, denn aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Ich darf mich noch zwei weitere Monate auf dieses Event freuen.

Einerseits freue ich mich das es in nur 2 Monaten dann endlich soweit ist, andererseits habe ich Angst das die Corona Situation bis dahin noch nicht viel besser ist und es nochmal verschoben werden muss. Als Beispiel dazu: Der „International Fanday“ mit Thomas Anders der für den 28.März 2020 geplant war ist nun schon das vierte Mal auf September 2022 verschoben worden!!!

Langsam nervt mich diese Situation echt! Denn langsam zweifle ich ob abgesagte Konzerte verhindern das Menschen mit Covid-19 im Krankenhaus landen. Ich verstehe nicht warum Kulturveranstaltungen sooo viel gefährlicher sein sollen als meine normale Arbeit. Ich habe täglich mit so vielen Menschen Kontakt, wenn die Krankheit wirklich so schlimm ist wieso sind die Verkäufer und ähnliche Berufe mit Kundenkontakt noch nicht ausgestorben?

Ich bin genesen, geimpft und geboostert und ich habe keine Angst vor einem mit Menschen gefüllten Konzertsaal! Es gibt ja durchaus Möglichkeiten ein Konzert so kontaktarm wie möglich zu gestalten, notfalls mit Abstand, Plexiglas und Lufreinigungsgeräten. Ich erwarte ja gar nicht das es ganz genauso abläuft wie früher, ich bin durchaus bereit dabei irgendwelche neuen Regeln zu befolgen, wobei ich Tanz und Mitsingverbot schon etwas schade fände. Während der Dauer der Veranstatung eine Makse tragen finde ich, im Gegensatz zu manch anderen Leuten nicht abschreckend, ich bin das gewohnt und es macht mir nix mehr aus.

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Roland Kaiser in Schopfheim

Am 12.Juli 2019 war ich überraschend beim Open Air mit Roland Kaiser. Das war nicht lange geplant. Lest hier wie es dazu kam das ich Roland Kaiser beim Sommersound Fesival in Schopfheim live erleben durfte.

Das Sommersound Festival wird von Badem-fm präsentiert, einem Radiosender den ich nur ganz selten in den Leihwägen von Stadtmobil höre. Da es zeitgleich stattfindet mit dem Stimmen-Festival in Lörrach habe ich noch nie mit dem Gedanken gespielt für ein Konzert nach Schopfheim zu fahren. Schopfheim ist tiefste Provinz, dachte ich.

Obwohl ich sehr gerne auf Konzerte gehe war ich trotzdem noch nie bei einem der großen Konzerte des Lörracher Stimmen-Festivals. Irgendwie waren nie Künstler dabei die es mir wert gewesen wären um die 80€ Eintritt zu zahlen. Schon gar nicht für einen Platz über den ich sonst täglich zur Arbeit laufe. Ausserdem wohne ich in Hörweite, nunja nicht ganz hier bei mir kommt nur noch Lärm an. Man kann nicht mal mehr erkennen wer oder was singt.

Vor einigen Jahren trat mal hier Lenny Krawitz auf und sein „I want to get away“ konnte ich auf meinem Balkon erkennen. Doch die darauf folgenden Jahre wurde die Bühne anders gestellt und an der Beschallung einiges verändert, seit dem kommt hier nur noch Bass und laut an.

Als Anwohner bekommt man eigentlich nur das negative Drumrum mit, die Absperrungen und Verkehrsänderungen, den Lärm der nach hause gehenden Konzertbesucher, den Dreck. Besonders nerfig sind die überall rumliegenden Alkoholflaschen nach so einem Event. Man könnte meinen an solchen Tagen sind die öffentlichen Papierkörbe plötzlich unsichtbar, jeder schmeist sein Zeug hin wo er gerade geht.

Unverhofft zum Kaiser

Wenige Tage vor dem Konzert mit Roland Kaiser in Schopfheim schickte mir eine Bekannte mit der ich schon paar Monate nicht gesprochen hatte ein Foto von zwei Eintrittskarten. „hast Du mich verwechselt?“ war meine erste Frage, denn ich hatte keine Idee was sie damit sagen wollen könnte.

Sie hatte die Karten schon seit Monaten, geplant war das sie mit ihrem Mann zu diesem Event geht. Doch ihr Mann hatte einen Termin den er nicht absagen konnte und alleine wollte sie nicht gehen. Sie hatte schon in ihrem Freundeskreis herumgefragt wohl mehrfach die Antwort „ich hab kein Bock auf Kaiser“ erhalten. Und so fragte sie mich ob ich Bock hätte. Bock und Zeit hatte ich (Freitag und Samstag frei) aber absolut kein Geld und 54€ sind diesen Monat einfach nicht mehr drin. Ihre Antwort war „die Getränke gehen auf Dich!“ und somit sagte ich zu.

Anreise zum Konzert

Da durch die zeitgleichen großen Konzerte Schopfheim und Lörrach beide Städte im Parkplatz-Notstand sind, war schnell klar das wir nicht mit dem PKW anreisen.

Meine Bekannte kam mit dem Zug zu mir und wir fuhren mit der S-Bahn nach Schopfheim. Sie hat ein normales Ticket am Automaten gelöst und 3,50€ bezahlt. Ich bin mit der Ticket2go App für 2,70€ gefahren. Die Fahrt dauerte etwa 20 Minuten, die Bahn war etwas voll, aber es war erträglich. Vom Bahnhof Schopfheim aus, mussten wir nur etwa 250m laufen und waren schon am Veranstaltungsort.

Das Konzert fand auf dem zentral gelegenen Marktplatz statt, der mit Gitterwänden abgesperrt war. Als wir an kamen begann wohl gerade der Soundcheck, sehen konnten wir nichts durch die Absperrung, aber zuhören. Wir kauften uns ein Getränk und ein Brötchen und setzten uns erst mal gemütlich auf eine Treppe in Sichtweite des Einlasses und guckten zu wie sich immer mehr Menschen dort anstellten. Erst als der Soundcheck fertig war stellten wir uns ins Gedränge. Sehr zum Unmut einiger andern Konzertbesucher wurden die Tore nach aussen hin geöffnet. Mich hat das nicht überrascht, denn das kenne ich so von Veranstaltungen dieser Größenordnung. Der Einlass und die Sicherheitskontrollen gingen zügig und reibungslos. Eine Dame von der Security wollte nur kurz in meine Tasche sehen. Das ist normal, Schirme und Glassflaschen waren wie immer verboten.

Das Konzert war ausverkauft, laut Zeitung waren 3500 Zuschauer da. Ich emfpand das eher als weniger, aber das liegt vielleicht an dem Platz, der einem gar nicht so gross vor kommt. Das Wetter war ideal, nicht zu warm und nicht zu kalt. Es waren zwar für den Abend kleinere Schauer angesagt, aber die kamen nicht. Und ich denke auch nicht das der Wetterbericht irgendwelche Kartenbesitzer zum wegbleiben veranlasst hat.

Roland Kaiser hat mich begeistert

Natürlich kannte ich Roland Kaiser von früher, also so 80er, ZDF-Hitparade-Zeiten. Meine erste selbst gekaufte Single war „Santa Maria“, wenn mich nicht alles täuscht war das 1982!

Aber in jüngerer Zeit habe ich mich nicht sehr mit seiner Musik befasst. Klar an „Warum hast Du nicht Nein gesagt“ ging nicht an mir vorbei. Aber die anderen aktuellen Titel kannte ich so gut wie nicht.

Dennoch konnte ich überraschend viele Titel mitsingen (nicht nur Joanna und Santa Maria!), so manchen hatte ich gar nicht mal mehr als Roland Kaiser-Song in Erinnerung. Aber schon krass wie man sich an Lieder und Texte erinnert die man schon fast Jahrzente lang nicht mehr gehört hat.

Roland Kaiser hat es geschafft mich zu begeistern, auch ohne viel Show und riesige Effekte. Im Gegenteil ich mag Pyro-Effekte und Konfetti-Regen gar nicht. Es gab noch nicht mal eine Videowand im Hintergrund (wie ich es seit paar Jahren von Thomas Anders gewohnt bin) aber ein abwechslungsreich agierendes Musikerensemble.

Ich finde es bewundernswert, das dieser Mann in diesem Alter und vorallem mit der Krankheitsgeschichte so ein 2,5 Stunden Programm durchhält. Und das von Anfang bis Ende in Anzug und Kravatte, noch nicht mal ein Knöpfchen hat er geöffnet.

Der Programmaufbau hat mir gefallen, ich nehme mal an das immer abwechelnd ein neuer und ein alter Titel kam. Ganz genau kann ich das nicht beurteilen, weil ich die Lieder vorher nicht kannte und nicht einordnen kann wie alt oder wie neu sie sind. Ich stand ziemlich weit forne, etwa 3 Reihe und dort empfand ich den Sound als sehr gut, ich könnte die Texte gut verstehen.

Roland Kaiser beim Sommersound Open Air auf dem Schopfheimer Marktplatz
Auf diesem Handy Schnappschuss seht ihr welche super Sicht ich hatte, perfekt

Schopfheim feiert Roland Kaiser

Die Stimmung auf dem Schopfheimer Marktplatz war sehr gut. Auch vor dem Konzert waren die Leute sehr entspannt und es gab kein Gedrängel oder Gequetsche. Wohl vorallem weil das Durchschnittsalter der Zuschauer etwas über 30 war, keine kreischenden Teenies. Aber es waren auch jüngere Zuschauer dabei. Direkt neben mir war eine Familie mit einem etwa 12-14 Jährigen Mädchen, die auch total hin und weg war.

Die meisten Konzertbesucher kamen wohl aus Schopfheim und Umgebung. Dennoch gab es Fans im „Kaisermania“-T-Shirt von weiter weg und hinter mir stand eine Dame aus Dresden, die wohl schon mehere Konzerte von Roland besucht hat.

Nach dem Konzert haben wir noch einen Sekt an der Bar getrunken. Aus richtigen Gläsern, was ich sehr angenehm fand. Das Glaspfand war 2€ angemessen und mir ist aufgefallen das der Platz nach dem Konzert nicht extrem vermüllt war. Es lagen keine Becher usw rum!

Mein Fazit:

Das Konzert hat mir sehr gut gefallen. Roland Kaiser ist live echt überzeugend und 54€ sind für das was geboten wird angebracht. Die Organisation und das drum rum des Sommersound fand ich gut! Für nächstes Jahr werde ich die Augen offen halten und mich frühzeitig informieren wer beim Sommersound auftritt.

Ein Traum ist geplatzt 

Mein Traum war es schon immer einen meiner beiden Lieblingskünstler auf einer Tournee zu begleiten, doch leider hat dies niemals geklappt.

Ich wollte so gerne mal meinen Star ( Thomas Anders oder Nino de Angelo) jeden Tag auf einer anderen Bühne erleben. So richtig klassisch von Stadt zu Stadt reisen war meine Vorstellung doch bei Thomas Anders gab es nie solche zusammen hängenden Termine. Selbst bei der „Back for Good“-Tournee von Modern Talking gelang es mir nicht in dem Zeitraum auch frei zu nehmen. Und ehrlich gesagt hatte ich zu dem Zeitpunkt auch nicht wirklich eine so starke Sehnsucht danach.

Als nun im Herbst die Termine der Nino de Angelo-Tournee bekannt wurden griff ich sofort zu. Ich kaufte mir für 5 Aufeinander folgende Termine Tickets! Zwickau, Gotha,Ülzen, Meppen und Paderborn wollte ich genau in dieser Reihenfolge besuchen. Ich hatte geplant mit dem Zug nach Zwickau zu fahren und von dort mit dem Leihwagen weiter nach Gotha, Ülzen, Meppen und Paderborn zu fahren. Wo diese Städte genau liegen war mir vorher eigentlich nicht klar, aber Googlemaps verriet mir das das zeitlich machbar ist. Ich reichte meinen Urlaub so ein und freute mich schon sehr auf meine persönliche „Deutschlandrundfahrt“. Die Tickets waren jedes mal für den gleichen Platz in der ersten Reihe. Ich hatte es mir so toll ausgemalt wie es sein würde wenn der Sänger auf der Bühne in jeder Stadt die gleichen Leute in der ersten Reihe sieht.

Meinen Traum aus der Jugend erfüllen, Nino de Angelo live erleben.

Leider wurden viele Termine der „Mr.Jenseits von Eden“ -Tournee verschoben und lagen nun nicht mehr zeitlich direkt hintereinander. Verständlich für den Künstler und die Veranstalter. Aber mir war somit es mir nicht mehr möglich mehrere Konzerte an aufeinander folgenden Tagen zu bereisen.

Mein Plan war es nach Zwickau (etwa 8h Zug!) Zu fahren und von dort aus zum nächsten Auftritt in Gotha. Nach der Verschiebung ist das nun leider nicht mehr möglich.

Nach Zwickau,  Gotha und Meppen zu reisen ist einzeln einfach zu weit und zu teuer. Schweren Herzens muss ich diese Tickets nun zurück schicken… Schade!  Dreimal 1. Reihe.

Bild fehlt leider

An dieser Stelle hatte ich in der ursprünglichen Version dieses Blogpost ein Foto von allen meinen Ticket die ich für die „Mister Jenseits von Eden“-Tournee ursprünglich mal gekauft hatte. Das waren Tickets im Wert von über 350€ !!!

Darunter waren alleine 5 Stück für Kaiserslautern, weil ich geplant hatte meine Verwandtschaft die dort wohnt zu dem Konzert einzuladen. Leider wurde der Termin verschoben, mein Onkel verstarb in der Zwischenzeit und meine Tante und Cousine wollten dann nicht mehr mit. Ich musste also 3 von 5 Tickets zurück geben. Letztlich wurde der Termin in Kaiserlsautern zweimal verlegt, aber ich konnte das Konzert mit meiner ursprünglichen Eintrittskarte besuchen. Mehr dazu unter „Roadtripp zu meinem Geburtstag“

Tickets zurück schicken

Die Tickets für die oben genannten Städte musste ich Aufgrund der Entfernung zurück schicken. Die Rückgabe über eventim hatte übrigens einwandfrei funktioniert. Wird ein Konzert verschoben hab man dort die Möglichkeit die Tickets erstatten zu lassen. Das ging ganz schnell und reibungslos.

ganz Anders als erwartet

Am 29. Januar bin ich morgens um 8 bereits mit dem Zug los gefahren. Über Basel und Mannheim bis nach Bochum. Dort stieg ich auf einen Stadtmobil Leihwagen um. (über das Auto berichte ich in einem separaten Post)

Von Bochum aus musste ich noch ne Stunde mit dem PKW fahren, dank Navigation mit dem Handy habe ich das Sportschloss Velen gegen 17 Uhr erreicht. 

Details zur Planung „in Velen darf ich nicht fehlen“

Dort traf ich mich mit ein paar Fans die ich schon seit vielen Jahren kenne, wir flüchteten als erstes vor der Kälte (der Schlossgraben war zugefrohren!) in die Orangerie und tranken dort erst mal Kaffee. Bei einem kurzweiligen Austausch hätten wir beinahe den Einlass verquasselt… 

Am Eingang wurden nicht nur die Eintrittskarten kontrolliert sondern man musste sich ausweisen das man auch wirklich die auf dem Ticket genannte Person ist. Ungewöhnlich! Im Saal wurde man an seinen Tisch geleitet. Dort fanden wir unsere Platzkärtchen… Fast wie bei einer Hochzeit .Und so sah der Saal auch beinahe aus.

Die Beiden Musiker Achim Bochhausen und Gert Stein betraten die kleine Bühne und begannen zu spielen. Keine Ansage oder Moderation oder so. Als Thomas Anders den singend den Saal betrat wurde etwas applaudiert… aber das verstummte schnell weil alle zuhören wollten. Auch wurden hier und da Fotos gemacht, aber es war nicht dieses hysterische Popstar geknipse sondern alles ganz entspannt und angenehm.

Thomas sang mehere amerikanische Klassiker die ich zwar kannte aber noch nie von ihm gehört hatte dazwischen sprach er viel und ging dabei sehr auf die Texte ein und erwähnte das die Textübersetzungen auf den Tischen zu finden seien… sowas gab es noch nie ! Wir erinnern uns, Thomas Anders die Stimme von Modern Talking, dem Inbegriff für bescheuerte sinnfreie Texte die einfach nur gut klingen! Und er macht uns auf die Texübersetzungen aufmerksam?

Das musikalische Programm wurde jeweils von den Menu Gängen unterbrochen, was ich aber absolut nicht als störend oder iritierend empfand. Im Gegenteil beim Essen konnte man sich wunderbar mit seinen Tischnachbarn über das gehörte austauschen. Da die Tische nacheinander das Essen bekamen ergab sich immer wieder genügend Zeit um sich zu unterhalten oder auch mal an einen anderen Tisch zu gehen. Besonders die Raucher genossen diese Freiheit. Das Ende der „Pause“ wurde völlig unkompliziert durch schliessen der Türe angekündigt und man konnte dann ganz gemächlich den Platz wieder einnehmen. Thomas kam wieder singend hereingeschlendert und setzte das Program fort, die Konzentration der Zuschauer auf das was gesungen und gesagt wird war sofort wieder da. 

Celebrate life war das Motto des Abends, ungewohnt tiefsinnig und nachdenklich sprach Thomas über das Leben und wie schnell man vergisst es wirklich zu geniessen… und wie schnell es doch vorbei sein kann. In diesem Zusammenhang erzählte er von einer älteren Freundin mit der er telefoniert hatte und unmittelbar nach dem Gespräch ihm klar wurde das er sie nie mehr sprechen würde. Wir langjährigen Fans kennen diese Geschichte denn daraus entstand der Titel „dance in heaven“ der damals auf dem Album „When will I see you again“ erschien. Das war mitte der 90er Jahre, warum sprach er jetzt davon ???

Thomas sang den Titel und widmete diesen seiner Mutter die vor wenigen Monaten verstorben ist. Boah! Ich war nicht die einzige die Tränen in den Augen hatte !

Ich habe Thomas Anders die letzten 25 Jahre schon unzählige male live erlebt. In den unterschiedlichsten Veranstaltungen von groß bis ganz klein… ich dachte ich hätte alles schon gesehen und kenne sein ganzes Repertoire. Weit gefehlt, „Dance in heaven“ war bis zu dem Zeitpunkt des Abends der erste Titel den ich schon mal von ihm gehört habe. Ebenso kannte ich  „send in the clowns“ das er damals 1997 bei der Musical Gala sang und das unvermeidliche „You´re my heart you´re my soul“. Letzteres war der einzige Titel zu dem er nicht auf den Text einging… aber er war mit in dem kleinen booklet auf den Tischen zu finden.

In einer der Pausen sah ich mir das Heft näher an und ich musste zugeben, ich kannte all diese Songs, nur nicht von Thomas… Nur ein Text, da dachte ich „hä was ist das?“ im Hinterkopf übersetzte ich das in englische aber ich konnte mich an kein Lied erinnern.

Gibt es auch nicht! Im letzten Konzertblog lies Thomas die Bombe platzen… ach was, falsch beschrieben, im Gegenteil, kein lauter Bums… sondern eine locker nachdenkliche Moderation über das Leben mit seinen unvermeidlichen Höhen und Tiefen… und das Thomas´ neues Album in deutscher Sprache sein wird.

Thomas Sang „das Lied das Leben heißt“! Ein wunderschöner tiefsinniger Text perfekt Interpretiert… er singt „Du liebst mich… und Du zerstörst mich“ so das man genau das dabei empfindet. 

Vor diesem Abend dachte ich Thomas kann mich nicht mehr überrraschen und begeistern, aber das war ein Irrtum. Er kann !!!