Wenn man in einem Fahrzeug arbeitet, muss man manchmal dieses Fahrzeug benutzen, um zu dem richtigen Fahrzeug zu kommen. Dieser Text enthält Werbung in Form von Verlinkungen, diese ist nicht beauftragt oder bezahlt.
Genau wie ein Pilot auch manchmal Passagier sein muss, um zu dem Flieger zu kommen, den er fliegen soll. Auch ein Busfahrer ist mal Fahrgast und Zugbegleiter sind dann auch einfach nur mal Fahrgäste, um zu „ihrem“ Zug zu kommen.
Damit das Personal immer an dem Ort ist, wo es wirklich gebraucht wird, braucht es komplexe Dienstpläne, die im Idealfall so gestaltet, sind, dass unsere Schichten in der Heimatdienststelle beginnen und enden. Manchmal ist es jedoch notwendig, dass wir geplante „Gastfahrt“ machen müssen, um rechtzeitig dort zu sein wo man uns braucht.
Baustellenfahrplan
Momentan ist eine ganz besondere Situation. Aufgrund der Streckensperrung kommen viele Züge überhaupt nicht nach Basel. Und unsere Dienstpläne müssen dementsprechend angepasst werden. So arbeiten wir entweder vor der Baustelle wie bei „zweimal Baden-Baden“ beschrieben, oder wir müssen unserem Arbeitsplatz entgegen reisen. Eine solche Schicht mit längerer Anreise hatte ich heute bzw. gestern.
Eine solche dienstlich bedingte Anreise zählt für uns als Arbeitszeit. Denn es ist ja nicht die Schuld des Arbeitnehmers, dass unser Arbeitsplatz nicht da ist, wo wir sind. In so einem Fall ist es meine Arbeit mich in einem Zug, Bus oder Taxi dort hinbringen zu lassen. Und ich muss zugeben, es gibt echt anstrengendere Arbeiten…
Ich muss nach Stuttgart!
Gestern und heute hatte ich so eine spezielle Schicht. Ich hatte gestern um 14 Uhr Dienstbeginn und meine Aufgabe war es nach Stuttgart zu fahren. Bis Baden-Baden wie gewohnt mit dem ICE. Doch von dort geht es für die Fahrgäste nur mit Bussen weiter. Weil es Zugbegleiter-Kollegen gibt, die sehr ungern mit unzufriedenen Fahrgästen in einen Bus steigen, hatten wir jeder (wir waren zu zweit) einen Taxigutschein bekommen. Mit dem wir im Notfall nach Karlsruhe fahren können.
Im Zug trafen wir jedoch eine weitere Kollegin, die auch mit dem Taxi nach Karlsruhe musste und die meinte „ich kenne da einen guten Taxifahrer“. Weil wir es für sinnvoll hielten, aus Kostengründen gemeinsam ein Taxi zu nehmen, schlossen wir uns ihr an.
Der Taxifahrer begrüßte sie schon von weitem sehr freundlich und so stiegen wir ein… wobei ich zuerst etwas unsicher war, ob unser Gutschein denn wirklich bei diesem Fahrzeug gilt. Denn es handelte sich um dieses Fahrzeug. Ein Mercedes S-Klasse mit allen möglichen Extras. Sonnendach, einzeln zuschaltbare Fensterverdunkelungen und sowas. Und was ich zuvor gar nicht wusste das es sowas gibt: „Sitzkühlung“ !!! Alle vier Sitzplätze lassen sich einzeln nicht nur beheizen, sondern auch kühlen. Natürlich haben wir das ausprobiert. Echt angenehm! Ich war so beeindruckt das ich sogar paar Selfies in dem Wagen gemacht habe.

Der Taxifahrer ist totaler Elvis Presley Fan und erzählte uns ein paar Anekdoten aus dessen Leben. Er zeigte uns während der Fahrt einen legendären Live-Auftritt des „King of Rock an Roll“. Die Reise von Baden-Baden nach Karlsruhe war sehr interessant und angenehm. Habe ich schon erwähnt das dies meine Arbeitszeit war?
Wenn Du auch mal diese Art „Schienenersatzverkehr“ ausprobieren willst, diesen Fahrer kannst Du unter www.taxi-baden-baden.com buchen.
Von Karlsruhe ging es dann mit dem IC nach Stuttgart. Wo wir zum Hotel gingen. Das Hotel hat uns ebenfalls positiv überrascht. Ein sehr modernes Haus mit coolem Design und einer riesigen Bar. Am tollsten fand ich, dass meine Frage, ob man morgens um 3 Uhr einen Kaffee bekommen könnte, mit „Selbstverständlich, unsere Bar hat 24 Stunden für sie geöffnet“ beantwortet hat.
Denn wir mussten heute (Samstag) um 3:25 Uhr mit dem Dienst beginnen. Und so früh bekommt man kaum irgendwo etwas.

Ein Kaffee und ein Cappuccino morgens um 3 Uhr. Und tatsächlich fanden sich in der Bar auch noch ein paar andere Gäste ein, die wohl von einer Party oder Disco kamen.
Um 3:25 begann unser „Arbeitstag“ damit, dass wir mit einem Taxi nach Ludwigsburg fahren mussten. Dort mussten wir zum Glück nicht sehr lange warten, denn unser Zug war fast pünktlich. Die Wartezeit an so einem kleineren Bahnhof mitten in der Nacht ist nicht so angenehm. Aber wenigstens war es nicht kalt und zu zweit fühlten wir uns sicher. Unser Zug war ein umgeleiteter Euro-City, der normal über Karlsruhe und Basel verkehrt. Diesen begleiteten wir bis Singen bzw. der Schweizer Grenze.
Ab Singen waren wir dann wieder nur noch als Fahrgäste unterwegs. Damit wir nicht mit dem oft sehr vollen Nahverkehrszügen fahren müssen, sollten wir mit einem weiteren IC und ICE über Zürich fahren.
Von Zürich habe ich nicht viel gesehen, wir hatten nur etwa eine halbe Stunde zum Umsteigen und es hat gerade stark geregnet. Bei einem solchen Schichtende hätte ich auch die Möglichkeit die Fahrt zu unterbrechen und mit einem späteren Zug nach Basel fahren. Aber ich war durch die kurze Nacht auch sehr müde und ganz froh als wir gegen 11:30 hatten.
Diese Übernachtungsschicht war wirklich speziell, im Grunde war ich zwei Arbeitstage unterwegs um 4 Stunden lang einen Zug zu begleiten. Aber mit der richtigen Haltung kann man auch solchen Unregelmäßigkeiten etwas Schönes abgewinnen. Sicher gibt es Menschen, die so eine Tour als Odyssee oder sinnlos bezeichnen würden. Aber mir machen genau solche Schichten richtig Spaß, weil ich gerne neues kennenlerne.
Ich habe eine nette Arbeitskollegin kennengelernt und wir haben einen gemütlichen Abend im Innenhof des Hotels verbracht. Eigentlich soll ich das Hotel es nicht direkt beurteilen und bewerben, nur so viel, es gibt von dieser Kette zwei Häuser in der Stuttgarter Innenstadt und dieses hat den Hauptbahnhof im Namen. Du findest es Du bei Diesen Text verlinke ich wieder im Samstagsplausch bei Karminrot und dem karminrotem Lesezimmer. Und wünsche der lieben Andrea gute Besserung mit ihrem Wespenstich.
Vielen Dank für Deinen Besuch bei unterwegsistdasziel.blog
Hier gehts zum Samstagsplausch der Vorwoche





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