Früh aufstehen ist nicht jedermanns Sache, doch manchmal muss es einfach sein. Gerade im Schichtdienst klingelt der Wecker oft zu Zeiten, zu denen andere noch tief schlafen.

Mit der Zeit habe ich einige Erfahrungen gesammelt, die mir das extrem frühe Aufstehen zumindest etwas erleichtern.

Was meine ich mit früh aufstehen?

An dieser Stelle möchte ich zuerst klarstellen, dass ich nicht von den üblichen Uhrzeiten zwischen 6 und 8 Uhr spreche. Gemeint ist wirklich sehr frühes Aufstehen um 5 Uhr oder sogar schon um 4 Uhr morgens.

Gerade vor Reisen, im Urlaub oder bei besonderen Anlässen kommt es manchmal vor, dass man ausnahmsweise so früh aus dem Bett muss. Vielen fällt das unnötig schwer. Deshalb habe ich hier ein paar Tipps und Erfahrungen gesammelt, die das Ganze etwas leichter machen können.

Plane genug Zeit ein

Wenn Du zum Beispiel um 5 Uhr einen Zug erreichen musst, dann stelle den Wecker nicht erst so spät, dass es gerade eben reicht. Sonst beginnt der ganze Morgen direkt mit Hektik und der Angst, irgendetwas vergessen zu haben.

Stelle den Wecker lieber etwas früher, wenn nötig auch schon auf 3:30 Uhr, und plane bewusst etwas Zeit für einen Kaffee oder ein ruhiges Frühstück ein. Gerade so früh am Morgen braucht das Gehirn oft etwas länger, um richtig wach zu werden.

Ein gemütlicher Kaffee oder ein paar Minuten mehr unter der Dusche können dabei helfen, entspannter in den Tag zu starten.

Bereite möglichst viel schon am Abend vor

Wenn man ungewöhnlich früh aufstehen muss, kann man sich direkt nach dem Aufwachen oft noch nicht richtig konzentrieren. Dann morgens erst überlegen zu müssen, was man anziehen oder noch einpacken muss, macht alles nur unnötig stressig.

Lege Dir Kleidung, Schmuck oder den Koffer deshalb möglichst schon am Abend bereit. Wichtige Dinge wie Armbanduhr, Handy oder Handtasche solltest Du ebenfalls an einen festen Platz legen, damit Du morgens mit verschlafener Matschbirne nicht erst alles suchen musst.

Trick gegen die Angst zu verschlafen

Für mich hat es sich am besten bewährt, zwei Wecker zu stellen. Besonders wichtig ist dabei, den zweiten Wecker etwas weiter weg zuplatzieren. Ich verwende dafür meistens mein Handy, das im Wohnzimmer liegt und einen absichtlich unangenehmen Klingelton hat.

Mein erster Gedanke morgens ist dann sofort: „Ich muss aufstehen und den Handywecker ausschalten!“ Und sobald ich einmal im Wohnzimmer angekommen bin, bin ich meistens auch wach.

Meinen eigentlichen Wecker habe ich übrigens noch nie überhört. Es ist eine elektronische Funkuhr mit einem ziemlich deutlichen Piepton.

Als Kind hatte ich dagegen noch einen klassischen Wecker zum Aufziehen mit richtiger Klingel. Den habe ich erstaunlich oft „nicht gehört“. Wobei sich bis heute die Frage stellt, ob er wirklich geklingelt hat.

Seitdem vertraue ich solchen alten Weckern nicht mehr besonders. Suche Dir lieber einen Wecker aus, den Du wirklich gut hören kannst, und stelle ihn möglichst nicht direkt neben das Bett.

Kleine Anmerkung am Rande: Wenn Du in den Urlaub fährst, vergiss nicht, den Wecker auszuschalten. Sonst freut sich am Ende nur die Nachbarschaft über Deinen frühen Klingelton.

Tipps für regelmäßiges frühes Aufsehen

Sehr frühes Aufstehen begleitet mich inzwischen schon seit einigen Jahren. Früher im Nebenjob im Bäckerladen und heute als Zugbegleiterin bei der Deutschen Bahn.

Deshalb habe ich im Laufe der Zeit einige Erfahrungen gesammelt, die das frühe Aufstehen zumindest etwas leichter machen.

  • Abends wenig oder gar nicht fernsehen
  • Abends nicht zu spät oder zu schwer essen
  • nach 16 Uhr möglichst keinen Kaffe oder Cola mehr
  • Nicht zu oft zu spät ins Bett gehen
  • Keine Energydrinks
  • genug Zeit nehmen für die morgendliche Routine

Finde Deinen Rhythmus

Ich habe in den letzten Jahren festgestellt, dass mir langes Fernsehen am Abend überhaupt nicht guttut. Vor dem Fernseher einschlafen konnte ich noch nie und wollte ich eigentlich auch nie.

Sicher schaue ich hin und wieder einen Film oder auch mal eine längere TV-Show an, aber nicht besonders oft. Vielleicht ein bis zweimal im Monat. Oder wenn ich danach frei habe.

Wenn ich einen Spielfilm angucken will, gucke ich den lieber tagsüber, wenn ich freihabe. Verregneter Sonntagnachmittag oder so. Aber eigentlich fast nicht mehr abends nach 20 Uhr.

Ich habe außerdem festgestellt, dass ich schlechter schlafe und oft ziemlich wirr träume, wenn ich kurz vor dem Einschlafen noch fernsehe.

Das sind nicht einmal richtige Albträume, sondern eher seltsame und anstrengende Träume. Es reicht schon, dass ich erschrocken aufwache und im ersten Moment denke, ich wäre auf der Arbeit und plötzlich steht der Tote aus dem Krimi vom Vorabend vor mir und will, dass ich der Polizei irgendetwas erzähle.

Oder noch schlimmer: Irgendeine Figur aus einem Werbespot redet plötzlich im Traum auf mich ein und will, dass ich irgendetwas tue.

Nicht selten finde ich mich mitten in einer Filmhandlung wieder und irgendeine Hauptfigur erwartet plötzlich eine Entscheidung von mir.

Schaue ich solche Filme tagsüber und erlebe danach irgendwas Echtes selbst, dann schlafe ich erheblich besser.

Früh zu Bett gehen ist nichts Unangenehmes

Ich habe mich inzwischen daran gewöhnt, relativ früh ins Bett zu gehen. Gegen 21 Uhr werde ich meistens schon müde.

Natürlich gibt es auch Abende, an denen es später wird, zum Beispiel wegen einer Veranstaltung. Das funktioniert schon mal, aber wenn es zu oft passiert, merke ich schnell, dass mir der Schlaf fehlt und ich nachmittags müde werde.

Kaffee, Cola und Red Bull?

Eigentlich brauche ich nichts von dem um aus dem Bett zu kommen. Aber damit mein Gehirn langsam ganz wach wird liebe ich es mit einer großen Tasse Kaffee gemütlich auf der Couch meine Nachrichten auf dem Handy oder Laptop zu lesen. Im Idealfall habe ich dafür 30 Minuten Ruhe.

Ja tatsächlich Ruhe, Musik am morgen finde ich meistens nervig. Aber ich denke das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Cola mag ich nicht sonderlich und trinke ich nur, wenn ich Kreislaufbeschwerden oder Durchfall habe.

Red Bull und so mag ich überhaupt nicht! Ich habe mir vor vielen Jahren mal mit so einem Energydrink den Magen verdorben und seit dem mag ich das Zeug nicht mal riechen

Außerdem wenn man sich bewusst macht was da drin ist und was dies im Körper auslöst… nein Danke.

Genieße es, so früh unterwegs zu sein

Ich muss manchmal schon vor fünf Uhr aus dem Haus. Irgendwann habe ich festgestellt, dass das durchaus auch Vorteile hat.

So frühmorgens ist es wunderbar ruhig auf den Straßen. Ich genieße es, durch die Stadt zu fahren, ohne überall gleichzeitig aufpassen zu müssen. Die wenigen Menschen, die man um diese Uhrzeit sieht, wirken ruhig und zielgerichtet auf dem Weg zur Arbeit.

Dieser ruhige Start in den Morgen tut mir wirklich gut.

Die Ruhe auf dem Weg zur Arbeit nutze ich regelmäßig für ein Gebet. Um meine Gedanken für den Tag in eine positive und gesunde Richtung zu lenken.

Mein Fazit zum früh aufstehen

Früh aufstehen ist gar nicht so schlimm, wenn man die richtige Haltung dazu entwickelt und sich an ein paar Dinge hält. Um dauerhaft gut damit zurechtzukommen, hilft es vor allem, auf den eigenen Körper zu hören und auszuprobieren, was einem persönlich guttut.

Natürlich kommt es auf die eigenen Vorlieben an, mir liegt das frühe eher. Mehr dazu unter „Lerche oder Eule“.

5 Kommentare zu „Wie man leichter sehr früh aufsteht – meine Erfahrungen aus dem Schichtdienst“

  1. […] ist schon bei normalem Wetter immer so, bei diesen extrem Temperaturen umso mehr. Mehr dazu unter „Wie man morgens besser aufsteht“ oder „Lerche oder […]

  2. […] Tipps wie das besser gelingt, habe ich unter „leichter früh aufstehen“ […]

  3. […] einige alte Beiträge gefunden, die es wert sind wieder sichtbar gemacht zu werden. Zum Beispiel „Wie man leichter früh aufsteht“. Der ursprüngliche Text ist schon einige Jahre alt, jetzt habe ich ihn […]

  4. […] Wenn Du Tipps zum leichter früh aufstehen haben willst, schau mal unter „leichter früh aufstehen“ […]

  5. […] Ich bin wie schon die ganze Woche um 4 Uhr aufgestanden (ja um Vier!) denn ich mache noch immer den Nebenjob im Bäckerladen, für den ich wiedermal sehr sehr dankbar bin. Wenn Du wissen willst wie ich es schaffe morgens so früh raus zu kommen, auch darüber habe ich schonmal geschrieben „Frühaufstehen“. […]

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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