Anders als Anders geplant

Diese Woche lief bei mir so einiges „anders als geplant“. Und in der Überschrift habe ich mich nicht verschrieben. Der Herr Anders hat auch damit zu tun…

Diese Woche hatte ich zwei Tage Urlaub beantragt, weil ich gemeinsam mit einer Freundin die Idee hatte zum Konzert von Thomas Anders in Wien zu fahren. Klar es ist ziemlich verrückt über 800 km zu reisen für einen Konzertabend. Aber es wäre ja auch nichts Gewöhnliches gewesen.

Das Portofino in Wien ist eine ganz besondere Event-Location, wo die meisten Konzerte auch mit einem Meet&Greet mit dem Künstler verbunden sind. Im Frühjahr hatte ich dort ein fantastisches Event mit Nino de Angelo erlebt. Das war unbeschreiblich schön und ich hatte absolut das Empfinden, dass sich die weite Anreise gelohnt hat. Aber es war auch perfektes Reisewetter. Als wir entschieden zum Thomas Anders-Event zu fahren hatten wir noch nicht an Winterwetter gedacht.

Angesichts der Wettersituation letzte Woche und wegen der erheblich höheren Kosten als im Frühjahr (Hotel kostet mal eben 50 € mehr!!!) haben wir uns gegen die Reise nach Wien entschlossen.

Ein weiteres Argument gegen die Fahrt nach Wien war die Tatsache, dass ich heute Nacht planmäßig eine Nachtschicht hätte. Und den ganzen Tag fahren, um dann die Nacht durchzuarbeiten, erschien mir dann doch zu anstrengend.

Spontan einspringen?

Da ich mit meinen beiden frei genommenen Tagen nicht wirklich viel anzufangen wusste und ich mitbekommen habe, dass kurzfristig jemand ausgefallen ist. Bin ich vorgestern spontan eingesprungen. Also es war meine Idee und ich habe es von mir aus angeboten. Was von den Kollegen sehr positiv aufgenommen wurde. So kam es das ich am Mittwoch dann doch eine Schicht gefahren bin.

Die Schicht war eigentlich recht entspannt und es hat alles gut geklappt. Obwohl ich mal ein paar Kollegen (an ihren Fahrkarten und Dienstausweisen zu erkennen) fragte: „Wollt ihr mir testen?“ und „Wo ist die versteckte Kamera“… innerhalb von wenigen Sitzreihen hatte ich so viele Kuriositäten und Sonderfälle. Wie zum Beispiel ein Fahrgast mit einer Fahrrad-Reservierung für sein Surfboard! Wenn man es ganz genau nimmt, darf er mit einem so langen Gegenstand gar nicht in den Zug. Im nächsten Wagen saß ein riesiger Teddybär auf dem Sitz, so groß, dass sich der Fahrgast, dem er gehörte, dahinter verstecken konnte. Der Teddy brauchte selbstverständlich keine Fahrkarte, ich erkannte ihn als „Gepäckstück“ an, obwohl er nicht in die Kofferablage passte.

Zeit zum Plätzchenbacken

Am Donnerstag hatte ich frei und Zeit zum Plätzchenbacken. Diese wollte ich jedoch nicht für den eigenen Bedarf, sondern als Spende für den Adventsbasar. Ich hatte letzten Sonntag festgestellt, dass die Nachfrage danach sehr groß ist.

Nur zum alleine Backen hatte ich eigentlich keine Lust. Eine Freundin aus der Gemeinde wollte mich zu sich einladen, um gemeinsam zu kochen. Schnell hatte ich sie umgestimmt, dass wir stattdessen in ihrer Küche Plätzchen backen. Gemeinsam macht sowas einfach mehr Spass.

Im Vordergrund klassische „Ausstecherle“, die für mich einfach zur Weihnachtsbäckerei gehören. Weiter hinten habe ich ein neues Rezept ausprobiert und dabei diese Formgebung ausprobiert. Die ist total praktisch und schnell, werde ich sicher nochmal machen.

Der Nikolaus im Hallenbad

Am Abend hatte ich dann Wassergymnastik und unsere Trainerin hatte uns schon eine „Überraschung“ angekündigt. Zu den zeitgleich trainierenden behinderten Kindern kommt immer in der Woche nach dem 6. der Nikolaus. Bei der Gelegenheit wird in der Schwimmhalle das Licht ausgeschaltet und die Kinder schwimmen bei Kerzenschein. Wir durften bei der Aktion auch mitmachen. Nachdem ich letztes Jahr jemanden um ein Foto gebeten habe, waren diesmal gleich mehrere Personen dafür eingeteilt alle Teilnehmer zu fotografieren. Ich fand das eine schöne Idee. Wobei das Foto auch nicht so sehr gelungen ist.

Du kannst es ja gerne mal mit dem „Samstagsplausch vom 10. Dezember 2022“ vergleichen. Und achte mal auf den Text… mir geht es dieses Jahr seelisch und körperlich viel viel besser!

Schon alleine deswegen bin ich überzeugt, dass es für mich richtig war den Arbeitsplatz und damit den Beruf zu wechseln.

Wo geht es heute hin?

Heute Nachmittag muss ich trotz GDL-Streik zur Arbeit. Geplant ist, dass ich nach München fahre und dort übernachte. Im Moment gehe ich davon aus das dies klappt, weil meine Schicht schon „umgeplant“ wurde. Ich arbeite heute also „anders als geplant“… aber mal sehen, es ist heute etwas spannend und für den Notfall habe ich mein Strickzeug eingepackt 😉

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2 responses to “Anders als Anders geplant”

  1. […] Anders als Anders geplant […]

  2. Avatar von lutrabee

    Ach ja, der Streik, seit kurz nach 4 heute Morgen, höre ich „Emma von der Bahn-Nebenan“ fast stündlich sagen, „RB/S1 … fällt heute leider aus, Grund dafür ist … Wir bitten um Entschuldigung!“
    Wie „schön“, dass ich schon um 4 wach war und nicht dadurch geweckt wurde. 😉

    In diesen Tagen läuft sehr vieles anders als geplant, geplant war ein Treffen mit einer alten Schulfreundin. Am Montag, eine Kollegin fiel aus und sie durfte einspringen, damit waren ihre beiden freien Tage diese Woche Geschichte, dann sollte sie am Donnerstag freihaben, aber daraus wurde Freitag. Macht nichts, wir gingen heute Mittag trotz allem spazieren und quatschen 3 Stunden lang, bis zu einem Regenschauer und zur Heiserkeit, über Aktuelles und Vergangenes. Es tat gut, wir hatten über 20 Jahre keinen Kontakt, aber es fühlt sich gar nicht so an.

    An mein altes „ich“ erinnert zu werden tat gut, es ist so weit in der Versenkung verschwunden, dass ich es beinahe vergessen habe. Wir haben uns an unsere Klassenfahrt von 1985 erinnert, und sie hatte Fotos von den Ausflugszielen, weil sie vor ein, zwei Jahren wieder am Bodensee Urlaub machte. Anfang der 90er waren wir gemeinsam in Paris … Sie fährt nächstes Jahr an den Plattensee und hat mich eingeladen mitzukommen, mein letzter Urlaub war in 2009. In Ungarn war ich übrigens noch nie, ob es machbar ist, wird sich zeigen. Es war ein schöner Nachmittag, trotz des Wetters, das eigentlich anders gemeldet war.

    Wünsch dir eine schöne Zeit

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ich bin Uschi

Meine Leidenschaft „unterwegs sein“ habe nun endlich durch einen Quereinstieg zu meinem Beruf gemacht. Mit über 50 habe ich einen beruflichen Neuanfang gewagt. Hier im Blog berichte ich von meinen Leben als Zugbegleiterin im Fernverkehr, meinen Konzertreisen und allem was mich sonst noch so bewegt.

Da ich mich auch gerne mit Handarbeiten beschäftige, findest Du auf meiner Seite auch einige Handarbeits-Anleitungen aus verschiedenen Bereichen.

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